Hard Land
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Description
Book Information
Author Description
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.
Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Benedict Wells’ “Hard Land” ist ein meisterhaft geschriebener Roman, der mich emotional tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat.
“Hard Land” ist ein bewegender Coming-of-Age-Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der erste Satz trifft direkt ins Herz: “In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb”. Diese emotionale Dualität zieht sich durch die gesamte Geschichte. Die Handlung spielt 1985 in einer Kleinstadt in Missouri und folgt dem 15-jährigen Sam, einem schüchternen Außenseiter, der im örtlichen Kino zu arbeiten beginnt. Wells erschafft eine authentische Atmosphäre der 80er Jahre und zeichnet feinfühlig Sams Entwicklung nach, während dieser sich mit seiner ersten Liebe, neuen Freundschaften und dem drohenden Verlust seiner kranken Mutter auseinandersetzen muss. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie Wells die Geschichte in einer ungewöhnlichen Tiefe erzählt. Es ist keine typische Coming-of-Age-Geschichte - der Protagonist befindet sich von Anfang an im freien Fall. Die Mischung aus Verlust, erster Liebe und Selbstfindung ist meisterhaft verwoben. Ein kleiner Kritikpunkt von mir: Das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein können. Ich hätte gerne erfahren wie es mit den Protagonisten weitergeht, Aber vielleicht ist gerade das die Kunst - dass man mehr will und die Charaktere nur ungern loslässt. Der Roman wurde völlig zu Recht ein Bestseller und gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis. Für mich ist es ein bewegendes Leseerlebnis, das die Essenz des Erwachsenwerdens einfängt - mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich habe das Buch bereits an mehrere Freunde weiterempfohlen, und alle waren ähnlich begeistert wie ich. Es ist für mich eines dieser seltenen Bücher, die man am liebsten zum ersten Mal noch einmal lesen würde.
Absolutes Herzensbuch
Ich habe das Buch zwar vor Ewigkeiten gelesen, aber es bedeutet mir immer noch so viel, dass ich das gerne mit euch teilen würde. In dem Buch geht es um den 15 Jährigen Sam aus Missouri. Seine Mutter leidet an Krebs und wird bald sterben. Da ihn das ziemlich fertig macht, nimmt Sam einen Job in dem einzigen Kino des kleinen Ortes an. Dort lernt er endlich Freunde kennen und durchlebt den Sommer seines Lebens mit allen Höhen und Tiefen. Wie ich ja schon gesagt habe ist Hard Land mein absolutes Lieblingsbuch. Es ist das erste, was ich über die Bookstagram Community entdeckt habe und konnte kaum abwarten es zu lesen. Meine Vorfreude wurde auf jeden Fall bestätigt. Das Buch hat einfach alles. Es spielt in den 80ern und das spürt man direkt. Ich hab zu der Zeit leider noch nicht gelebt, aber das Buch spiegelt alles wieder, was man von Filmen oder Liedern aus den 80ern kennt, ohne klischeehaft zu sein. So verhält es sich auch mit den Charakteren. Man fühlt sich direkt verbunden mit ihnen, man versteht sie, man leidet und man lacht mit ihnen. Ich habe selten eine so starke Charakterentwicklung miterlebt wie auf diesen 352 Seiten. Jede Figur hat Tiefe und ist vieldimensional geschrieben. Es ist einfach so erfrischend weil es nicht an jeder Ecke Happy Ends gibt. Grade das macht es so nahbar. Die Geschichte verläuft wie das Leben in Wellen und nicht immer geradeaus. Wells schafft es das Thema Krebs und den Verlust dadurch so gut einzufangen, das es mir noch ein bisschen mehr geholfen hat, mit meinen eigenen Erfahrungen klar zu kommen. Er nimmt die Gefühle seiner Figuren und flößt sie dem Leser/ der Leserin ein. Es ist eine Geschichte wie man sie schon oft gehört hat und doch so unfassbar neu und erfrischend. Es ist der Sommer deines Lebens und man fühlt sich so, als wäre man dabei gewesen. Es war mein erstes Buch von Wells und ich kann es gar nicht abwarten weitere zu lesen. Es war das erste Buch seit der Harry Potter Reihe, dass mich so hat mitfühlen lassen.
Eine schöne und melancholische Coming-of-Age-Geschichte – voller Mut, Verzweiflung, Ehrlichkeit und Euphorie
Sam, ein eher introvertierter Jugendlicher, steckt mitten in einer der aufregendsten und gleichzeitig schwierigsten Phasen seines Lebens. Wie viele von uns sich vielleicht erinnern: Die Jugend ist eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Doch bei Sam sind diese Extreme besonders stark. Mit gerade einmal 16 Jahren verliert er seine Mutter, hat einen verschlossenen Vater und eine Schwester, die nicht greifbar scheint. Gleichzeitig erlebt er aber auch unvergessliche erste Male, neue Freundschaften und Momente purer Euphorie. Eine Mischung, die nicht leicht auszuhalten ist. Obwohl ich erwartet hatte, dass mich das Buch emotional noch mehr trifft, gab es viele berührende Szenen, die mir sehr gefallen haben. Besonders die kleinen Details haben für mich die Geschichte lebendig gemacht – neben den wunderbar gezeichneten Charakteren. Ein paar Beispiele: Im Dialog zwischen Sam und Kirstie, einer seiner neu gewonnenen Freunde, geht es um die Suche nach einem bestimmten Wort: „Euphancholie – Einerseits zerreißt es dich vor Glück, gleichzeitig bist du schwermütig, weil du weißt, dass du etwas verlierst oder dieser Augenblick mal vorbei sein wird.“ Ein Wort, das perfekt die bittersüßen Momente des Lebens einfängt. Eine Stelle, die mich besonders abgeholt hat, war Sams Erinnerung an seine Schwester: Menschen machen oft Witze über andere, die viel Fantasie haben – über diejenigen, die sich Geschichten ausdenken und kreativ sind. Aber genau diese Menschen machen die Welt schöner. Gewiss, die sich darüber lustig machen, sind die wahren Idioten. Und eine Idee, die ich einfach wunderschön fand: Kirstie hat die Angewohnheit, sich besondere erste Sätze aus Büchern zu merken. Ich könnte noch so viele weitere Stellen aufzählen… Aber am besten liest man das Buch einfach selbst! ;)

Berührend, emotional, schön und traurig zugleich – ein absolut lesenswertes Buch!
Der Roman Hard Land erzählt die Geschichte des 15-jährigen Sam, der in einem kleinen Ort in Missouri aufwächst. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater verschlossen, und Sam fühlt sich oft einsam. Doch als er einen Sommerjob im Kino annimmt, ändert sich alles. Er findet Freunde, verliebt sich und erlebt eine unvergessliche Zeit. Doch neben all den schönen Momenten gibt es auch Schmerz und Verlust – und Sam muss lernen, damit umzugehen. Ich fand das Buch richtig gut. Die Geschichte hat schöne, leichte Momente, aber auch sehr traurige, die mich wirklich berührt und auch zum Weinen gebracht haben. Ein toller Roman über Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden – gleichzeitig schön und traurig. Absolut lesenswert! „Trauer ist kein Sprint, Trauer ist ein Marathon. Und auf dieser Strecke gab es Stellen, an denen es besser lieft, und andere, an denen ich kaum Luft bekam.“ „Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt.“ „Es war nie wieder so toll, nicht mal, als es danach richtig toll war. Ich meine, es ist in den letzten Jahren fast alles wahrgeworden, was ich mir damals erträumt habe. Aber es war trotzdem nie so schön, wie davon zu träumen.“
»Grady ist nicht beschissen. Okay, es stirbt aus, und es ist ein winziges, manchmal dämlich konservatives Kaff, aber es ist trotzdem falsch, dass ihr es so schlechtmacht. Sogar meine Schwester sagt, dass sie hier die schönste Zeit ihres Lebens hatte. Und ich will einfach nicht mehr so tun, als wär’s das Tollste, wenn ich in zwei Jahres den Abschluss habe und endlich woanders hingehe. Jeder Idiot kann eine Großstadt toll finden, aber Grady ist was Besonderes. Und es stirbt nur aus, weil es im Stich gelassen wird. Von allen, die es schlechtreden. Von allen, die in den letzten Jahren gegangen sind … und von euch«
————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ In einem Song: Dancing in the Dark — Bruce Springsteen In einem Wort: Jugend Inhaltliches: ›Hard Land‹ erzählt Sams Coming-of-Age-Geschichte, von einem »verrückte[n] schwüle[n] Sommer, […] in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte« (S.89). »Der 4. Juni 1985 war ein Tag, der einen daran erinnerte, wie gut ein Tag sein kann« (S.19), an welchem Sam sich dazu entschied, einen Ferienjob im örtlichen Kino — dem Metropolis —, anzutreten. »Um nicht zu [s]einen Cousins nach Kansas zu müssen. Um endlich etwas zu erleben und vielleicht Freundschaften zu schließen. Um [s]einem Vater und seinen Blicken auszuweichen. Um auch was zur Haushaltskasse beizusteuern [und] Um das blonde Mädchen vom Friedhof näher kennenzulernen (vielleicht)« (S.19f) und damit beginnt eine Geschichte, wie ich sie intuitiv in ›Becks letzter Sommer‹ (Wells Debütroman) erwartet hätte. Wir lernen Grady kennen, »nur für eine Sache gut: zum Weglaufen, […] erzkonservativ, […] das beste Argument, das die Leute hier kannten, war: ›Ja, mag sein, aber das haben wir schon immer so gemacht!‹« (S.20f), und Hightower, »Wide Receiver bei den Grady Hornets, dem Footballteam [der] Schule, […] schwarz und beeindruckend groß. […] Angeblich hatte er vor einem Spiel sogar mal wie Ozzy Osbourne einer Fledermaus den Kopf abgebissen« (S.22), Cameron, und Kirstie Andretti (das blonde Mädchen vom Friedhof), »konnte derbere Sprüche machen als jeder Junge und sagte auch eigenartige Sätze wie: ›Tja, Wahrheit hat eben scharfe Kanten.‹ Oder: ›Da war ich noch tot‹ statt: ›Da war ich noch nicht geboren‹« (S.29), mittendrin im Getümmel: Sam Turner, »wenn die First Base Küssen war und der Home Run Sex, dann saß [er] noch immer in der Umkleidekabine und band [s]eine Schuhe« (S.25). »Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt.« ›Hard Land‹ erzählt, »wie man den Ball so hoch wie möglich werfen« kann. »Dann bleibt er länger in der Luft« (S.123). Persönliches: Coming-of-Age-Romane erzählen ja irgendwie immer dieselben Geschichten: »bei einem Blick in die Literaturgeschichte fällt auf, dass der klassische Held oft auf einer inneren oder äußeren Reise ist. Ausgelöst in der Regel durch ein einschneidendes Erlebnis wie Verlust oder Liebe, aber auch durch eine erste Konfrontation mit den großen menschlichen Fragen. Das alles zwingt den Helden, sich zu verändern, zu reifen und seinem alten Leben zu entwachsen. Kurz: ›Coming of Age‹« (S.306). ›Hard Land‹ erzählt genau das — für einige kostbare Stunden war ich einfach wieder sechzehn. Es hat mir große Freude bereitet, einfach wieder sechzehn zu sein. Denn auf dreihundertzweiundfünfzig Seiten durchlebte ich ein weiteres Mal meine Jugend: »Jubelnde Menschenmassen, endlose Gitarrenriffs. Ich bin inzwischen ein berühmter Rockmusiker und entdecke im Publikum Kirstie. Nach dem Konzert treffen wir uns backstage. Sie bereut alles und sagt, dass sie oft an mich denkt. Doch ich bin seit der Party damals emotional abgestumpft und verhärtet. Zu keinerlei Gefühlen mehr fähig. Da beginnt Kirstie plötzlich zu weinen und ruft: ›Aber Sam, ich liebe dich doch!‹ Ihr Blick könnte selbst Freddy Krüger erweichen. Ich aber beuge mich nur zu ihr runter (In meiner Fantasie bin ich riesengroß und irgendwie auch älter als sie) und streiche ihr über die Wange. ›Ich weiß …‹, sage ich und stelle den Kragen meiner Lederjacke hoch, bevor ich sie stehenlasse. ›Aber manche Wunden heilen nie.‹ DUWOK der übelsten Sorte« (S.137), Scheu und Sorge, denn »Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, wenn ich mit einem Mädchen allein war. Wenn jemand etwas Rassistisches auf Hightowers Wagen schmierte. Wenn mein Vater mir einen seiner Blicke zuwarf. Ich wusste einfach nie irgendwas« (S.146), feierte Wells Ode an die seltenen Momente, in denen ich »mich so [fühlte], wie ich mich schon mein ganzes Leben lang fühlen wollte: übermutig und wach und mittendrin und unsterblich« (S.192), Überforderung im Umgang mit Sexualität, soziale Ängste, alles »Phasen. Mal nervt dich der Boss, aber dann kriegt er dich auch wieder« (S.287), großartige Phasen, wie ich finde. — Abschließend möchte ich an diesen besonderen Moment erinnern, in welchem es »auf einmal keine Zeit mehr [gab], nur noch den Moment, als ein Flachmann mit Schnaps die Runde machte und ich einen kräftigen Schluck nahm, als Kirstie — geschminkt mit großen Ohrringen — meine Klamotten bemerkte und sagte, dass sie die Jeansweste cool fände, als sogar ihr Freund Mason mit mir redete und die anderen ihm und Camerons Cousine erzählten, dass ich mich beim Aufnahmeritual im Kino ›ganz okay‹ geschlagen hätte, und Sprüche machten, als gehörte ich zu ihnen, und noch immer fürchtete ich die Achterbahn, traute mich aber ins Geisterhaus, es roch überall nach Grillfleisch und Zuckerwatte, und die ganze Zeit blickte ich in erwartungsvolle Gesichter und hörte das Stimmengewirr der Festivalbesucher und die Musik der Rockband auf der Bühne, und ich fühlte mich großartig, als ich beim Schießen erstaunlich gut war, obwohl die anderen mich beim letzten Versuch absichtlich störten, und ich wurde wehmütig, als mir einfiel, wie Dad früher immer beim Hot-Dog-Wettessen im Festzelt mitgemacht und Mom ›Du bist verrückt, Joe‹ gemurmelt hatte — und da dachte ich wie so oft nur noch an meine Mutter, die so zerbrechlich und klein war und vor ihrer Krankheit so quirlig und lebendig sein konnte, und wie sie nach der zweiten OP kaum reden konnte und wochenlang depressiv und mit diesem aschfahlen Gesicht zu Hause im Bett lag, und ich hörte das Gelächter der anderen, die weiterzogen, während ich stehen blieb und auf die bunten Lichter des Riesenrads in der Dämmerung starrte ...« Erinnern wir uns nicht alle an solch einen Moment? Und sind das nicht genau die Momente, auf die es ankommt? — Ähnliche Leseerfahrungen: Das also ist mein Leben (Stephen Chbosky); Weil ich Layken liebe (Colleen Hoover); Spinner (Benedict Wells)

Meisterwerk
Benedict Wells hat es sprachlich einfach drauf. So viele Sätze bei denen ich kopfschüttelnd da saß, weil sie so eindrucksvoll waren. Er ist ein Meister im Formulieren und das macht das ganze Buch auch aus. Es ist eine wundervolle Coming-of-Age Story, die einen mittendrin sein lässt. Wells ist hier besonders feinsinnig und tiefgründig und belebt damit seinen Hauptcharakter Sam, dessen Sicht auf die Welt und das Erwachsen werden die zentrale Rolle des Romans darstellen. Das war ein großartiger Roman und Robert Stadlober als Sprecher war ein absolut perfektes Match.
Dieses Buch war ein ungewohntes Meisterwerk.
Ich hatte nie vor, doeses Buch zu lesen, wurde aber mehrfach darauf hingewiesen es trotzdem zu tun. Sagen wir so, ich habe mir die Augen ausgeweint in rinem Nachtbus in Thailand. Und wurde darauf angesprichen, ob es mir gut geht. Ehm, das ging es mir zwischenzeitlich aber nicht.. Der Schreibstil ist super und das Buch relativ traurig. 😄
"In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Eine Geschichte über Gleichzeitigkeit, Jugend und Erwachsenwerden.
Bei diesem Buch habe ich gelacht, geweint, mitgefiebert und vor allem mitgefühlt. Ein Buch über Außenseiter, Freundschaft, Jugend, Liebe und das (Er)wachsen(werden). Der Wunsch der Jungen schnell Erwachsen zu werden und der Erwachsenen, die wehmütig und nostalgisch zurück blicken. Gleichzeitigkeit ist das Wort, das nicht nur diese Geschichte sondern das Leben selbst am besten beschreibt.
„Wir suchen unsere Fehler und unsere Schuld, weil es leichter ist, als zu trauern .... Es lenkt uns davon ab.“
Ich kann garnicht viel zu dem Buch sagen. Die Geschichte ist mir sehr nahegegangen, viele von Sams Gedanken bezüglich des Erwachsenwerdens kann ich gut verstehen, da ich sie früher selbst hatte - vor allem seine vielen Ängste. Ich bewundere seine Disziplin, etwas an sich zu ändern, sei es durch den Sport oder auch die neuen Hobbys und ich finde seine Entwicklung im Laufe des Buches wirklich bemerkenswert. Allein die Mutproben - ich glaube, ich hätte keine einzige geschafft. Mir hat es sehr geholfen, dass Benedict Wells so eindrücklich schreibt, ich kann nur ansatzweise verstehen, wie es sein muss, einen Verlust zu erleben, wie ihn Sam erlebt hat. Ich fand die Gedanken sehr realistisch, das Buch hat mich wirklich zum nachdenken gebracht und mir auch viele neue Perspektiven gegeben, wie man mit solchen Situationen umgehen kann und was Beweggründe für verschiedenes Verhalten sein können. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Menschen in dem Buch wiederfinden. Ich erinnere mich, wieso Benedict Wells einer meiner Lieblingsautoren ist.

Diesen Roman habe ich wirklich verschlungen. Der Stil und die erzeugte Stimmung haben mich direkt in die 80er und in die Jugendzeit zurück versetzt. Die Idee des Buches ist gut durchdacht und ist sehr facettenreich. Mir haben vor allem die vielen kleinen Details (wie die 49 Geheimnisse von Grady oder das Gedicht) der Geschichte gefallen, die das Ganze zu etwas Besonderem machen. Hard Land hat es definitiv in die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft.
Durchwachsen wie das Erwachsen- Werden
Lange auf der Wunschliste, viel drüber gehört- ich war sehr gespannt. Leider kann ich den hype nicht ganz nachvollziehen. Der Schreibstil ist nett, aber nicht außergewöhnlich. Die Geschichte beschreibt den Spagat zwischen Erwartung und Wirklichkeit..... leider nichts ganz neues. Nett für zwischendurch.
Ein Sommer wie ein Film ☀️🎞️📚
Missouri, 1985. Sam, 15, Außenseiter, verliert langsam den Halt. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater emotional abwesend, sein einziger Freund weggezogen. Die Kleinstadt, in der er lebt, bietet wenig Perspektiven – bis er einen Ferienjob in einem alten Kino annimmt. Dort trifft er auf Cameron, Hightower und Kristie – eine Clique, die ihn erst skeptisch beäugt, ihn aber dann doch aufnimmt. Sam erlebt einen Sommer voller Partys, Alkohol, Mutproben und 80er-Jahre-Vibes, verliebt sich und wird langsam ein anderer. Doch der Tod seiner Mutter holt ihn ein – und zwingt ihn, erwachsen zu werden. Irgendwo zwischen Selbstfindung, Herzschmerz und einem rätselhaften Gedicht wächst Sam über sich hinaus. Was „Hard Land“ wirklich auszeichnet, ist nicht die Handlung, sondern die Sprache. Benedict Wells trifft einen Ton, der gleichzeitig zurückhaltend und emotional wuchtig ist. Viele Sätze hallen lange nach, ohne dabei kitschig zu werden. Seine Bilder sind poetisch, seine Dialoge lebensnah, seine Figuren glaubwürdig gezeichnet. Man spürt: Hier weiß jemand, wie sich Erwachsenwerden anfühlt – dieses gleichzeitige Brennen und Verlieren, Euphorie und Melancholie in einem. Aber: So sehr mich die Sprache begeistert hat, so sehr hat mir der Plot gefehlt. Die Geschichte ist inhaltlich eher dünn und verläuft in ruhigen Wellen, ohne klare Höhepunkte. Vielleicht bis auf den Tod der Mutter. Vieles bleibt mir dabei zu episodisch, zu sehr Szene an Szene – wie ein schöner Sommerfilm ohne echte Dramaturgie. Es wirkt stellenweise eher wie drei lose nebeneinandergelegte Erzählstränge (Familie, Liebe, Schule), denen die verbindende Klammer fehlt. Und so plätschert es, schön zwar, aber eben auch ein wenig ziellos dahin. Das hätte für mich mehr sein dürfen. Trotzdem bleibt „Hard Land“ ein sensibles, feinfühliges Coming-of-Age-Buch, das besonders Erwachsene abholt, die sich literarisch an das Gefühl erinnern wollen, wie es war, als alles gleichzeitig weh tat und schön war. Ein melancholischer Roman über Verlust, Freundschaft und das große, leise Werden – nur eben mit wenig Handlung, aber sehr viel Gefühl. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Benedict Wells sorgt wie immer für Gänsehautmomente
„Hard Land“ hat mich tief berührt und in meine eigene Jugend zurückgeworfen - mit all ihren Unsicherheiten, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und den bittersüßen Momenten, die für immer bleiben. Sam wächst einem sofort ans Herz. Sein Sommer ist voller Freundschaft, Liebe und Abschiede - ein leiser, aber intensiver Sturm - und Wells erzählt das mit einer so sanften Melancholie, die sich weich um die Seele legt. Ein Buch über Loslassen und die Momente, die uns für immer prägen. Und genau deshalb bleibt es hängen. Ein absolutes Lesehighlight und wärmstens zu empfehlen!
Ein Roman wie süßsalziges Popcorn 🍿
Der erste Satz lautet: "In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Und das beschreibt die Handlung ziemlich genau. Dahinter verbirgt sich jedoch so viel mehr… Eine Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden, Liebe, Krankheit, Familie und Heimat. Der Hauptprotagonist ist 15 und lebt in einer Kleinstadt in Amerika Mitte der Achtzigerjahre. Er hat mit vielen Ängsten, Selbstzweifeln und Einsamkeit zu Kämpfen, jedoch eine starke Mama im Rücken. Und so begleiten wir ihn auf seinem Weg wie er in den Sommerferien seinen Mut überwindet, neue Leute kennen lernt und dann seine Mutter an einem Hirntumor verliert. Es entwickeln sich wunderbare Freundschaften und Sam verliebt sich zum ersten Mal . Wells beschreibt die vielen Facetten des Erwachsenwerdens, von Mut (und Mutproben), aber auch Rückschlägen und Verlust. Von Trauer und Freude. Der Roman behandelt zeitlose Themen, mit denen jeder etwas anfangen kann und in die eigenen Teenagerjahre zurückversetzt. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, sodass einem jeder nach und nach ans Herz wächst. Man bekommt schnell den Eindruck die Sams Freunde und Familie selbst zu kennen, so lebendig wirken sie. Man ist sehr nah an der Geschehen und dadurch ist die Charakterentwicklung nachvollziehbar gestaltet. Wells schafft eine wunderbare sehnsüchtige, fast schon melancholische Stimmung, die hervorragend zur Geschichte passt. Man kann den Sommer förmlich riechen und durch die bildhafte Sprache auch sehen. Hier und da ist der Roman etwas kitschig und auch der Vater- Sohn Konflikt, Rassismus und Homophobie in der Kleinstadt wurden zu einfach gelöst. Doch der Roman konzentriert sich vor allem auf die Gefühle der Personen und das mit grossartigen Dialogen, sodass man diesen Makel schnell verzeiht. Es gibt auch einige tolle literarische Easter Eggs: Immer wieder spielen die „49 Geheimnisse aus Grady“ eine Rolle, Hard Land hat 49 Kapitel. Außerdem geht es im Buch immer wieder um das Buch „Hard Land“, welches in Sams Unterricht eine Rolle spielt. Das Buch im Buch hat einige Verbindungen zur Geschichte und so ist das Ende der Geschichte durch die Verstrickungen besonders gelungen!
Habe das Buch begonnen zu hören weil Benedict Wells sein Schreibstil von vielen Leser gelobt und geliebt wird. Ich fand die Geschichte jetzt nicht schlecht und sie hat mich auch gut unterhalten. Allerdings empfand ich die Grundstorie als sehr gewöhnlich und durchschnittlich, wie ich sie schon mehrmals gelesen habe.
Dieses Buch hat mich umgehauen
Auch wenn ich vielleicht ein kleines bisschen zu alt bin für diese Coming- of- Age Geschichte, habe ich mich rundum wohl gefühlt, in diesem Sommer in Missouri mit Sam und Kirstie, Hightower und Cameron. Ein Buch über Freundschaft und Verlust, über den besten und gleichzeitig schlimmsten Sommer den man erleben kann. Auch wenn ich das Buch nicht in einem Rutsch sofort an einem Wochenende durchgelesen habe war ich jedes Mal wenn ich es zur Hand genommen habe sofort wieder da, in der Hitze von Grady, im Kino oder im Larry's 1985. Da war ich zwar auch erst drei Jahre alt, aber durch die Musik und Film Referenzen fühlt es sich einfach echt an. Ich glaube das macht das Buch für mich auch zu so einem schönen Erlebnis. Es hat sich echt und wahr angefühlt, ich habe alle Emotionen mitgefühlt, als wäre ich dabei gewesen... Hard Land ist sofort auf die Lieblingsbeschäftigung Liste gewandert.
„Trauer ist kein Sprint, Trauer ist ein Marathon. Und auf dieser Strecke gab es Stellen, an denen es besser lief, und andere, an denen ich kaum Luft bekam.“
Hard Land handelt um das Leben vom jugendlichen Sam, der in der Kleinstadt Grady eher als ein Außenseiter aufwächst. Nach und nach findet er jedoch Freunde, verliebt sich und erlebt Abenteuer. Sein Leben scheint sich dem Besseren zu widmen. Im Hinterkopf bleibt aber dass seine Mutter schwer krebskrank ist. Er möchte es nicht wahrhaben, dass ihre Zeit wohl begrenzt sein wird, obwohl er es tief in sich eigentlich weiß, versucht er es zu verdrängen und lieber die neu gewonnen Freuden des Lebens zu genießen. Doch wie lange halten diese für Sam an? Hardland ist ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden, was man leider manchmal schneller erleben muss, als es einem persönlich lieb ist. Das Buch ist beispielhaft für Themen wie Trauer und Schuld. Anfangs bin ich gar nicht gut reingekommen, ich habe es als Hörbuch gehört. Doch dann hat es mich so gepackt und mich wirklich komplett zerstört. Es geht so tief in die Seele und man spürt das komplette Paket an Trauer förmlich mit. Ich musste beim Hören öfter weinen und auch jetzt beim Schreiben dieser Rezension und Reflektieren des Buches ebenso. Besonders gut hat mir das Gespräch zwischen Sam und seinem Lehrer gefallen. Sie behandeln die Frage, ob es denn jemals besser wird, ob die Trauer je aufhört wehzutun und ob es vorbei geht.. „Trauern ist eine Reise ohne Ziel und ohne Ende. Aber du wirst […] ein Teil des Schmerzes in diesem Jahr zurücklassen und mit etwas leichterem Gepäck weiterziehen. Und wenn du älter bist und zurückblickst wirst du dich deshalb eher besser an den Schmerz erinnern als ihn zu spüren und deshalb geht es eben doch vorbei..“
Ich habe mich lange darauf gefreut dieses Buch zu lesen und habe es innerhalb eines Tages verschlungen. Eine Geschichte voller Emotionen, ersten Malen, Freundschaft, Verlust und den Zauber der Jugend. Der Schreibstil von Benedict Wells ist wunderschön und ich musste beim Lesen des Öfteren an das von ihm in einem Podcast erwähnte Zitat „Schreiben ist vergoldetes Denken“ denken, denn das trifft es meiner Meinung nach ziemlich genau. Ein wundervoller Coming-of-age Roman, der mich in positiver Art und Weise an Bücher wie „Das ist also mein Leben“, „Eine wie Alaska“ usw. erinnert hat. Ob ich das Buch noch mal lesen würde? Ganz bestimmt. ♥️
Überbewerteter 08/15 Nicholas-Sparks-Abklatsch, wie wir ihn schon zig mal gelesen haben.
Mich lässt dieses Buch und sein Hype komplett enttäuscht zurück. Die ganzen guten Bewertungen kann ich nur auf den Gruppenzwang zurückführen. Was andere gut finden oder gehyped wird, muss wohl gut sein. Aber nein. So ist es natürlich nicht. Benedict Wells hat uns hier einen schwachen Versuch vorgelegt, Nicholas Sparks zu imitieren. Ein netter Jugendroman, dessen Story kaum Überraschungen parat hält und genau so endet, wie es am Anfang schon vorhersehbar ist. Die Story ähnelt zudem unzähligen Hollywoodfilmen („Vielleicht lieber morgen“). Also einfach nichts neues. Die Charaktere sind klischeehaft und eintönig. Die freche Freundin, die kämpferische, mysteriöse Schwester, der sportlich schöne aber tiefgründige Kumpel und der homosexuelle wortgewandte, witzige Freund. Und der Protagonist selber schwelgt in Selbstmitleid und versucht einen Sinn im Erwachsenwerden zu finden. Die Emotionen sind aber leider nicht so gut dargestellt und kommen eher weniger gut rüber. Auch der Schreibstil haut mich ebenfalls nicht vom Hocker. Thats All! Genervt bin ich weniger vom Buch, sondern eher vom verlogenen Hype und allen Leuten, die dieses Buch in den Himmel loben. Danke für Nichts! Die Spiegel Bestsellerliste ist mittlerweile so unnötig wie Diarrhö im Urlaub.

Muss man gelesen haben!
Ein sehr schönes Coming-of-Age Buch, die Geschichte eines Jungen, eines unvergesslichen Sommers, Freundschaften, Sehnsucht, Trauer und Erwachsen werden. Man geht die Reise direkt mit dem Hauptcharakter mit. Sehr nahbar und realistisch und einfühlsam geschrieben. Ich fand die Geschichte wirklich schön und kann dieses Buch sehr weiterempfehlen 😊
Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung! Wir lernen Sam kennen, dessen Mutter schwer krank und dessen Vater sehr verschlossen ist. Er beginnt einen Job im örtlichen Kino und freundet sich mit den anderen Mitarbeitern an, die alle zwei Jahre älter sind als er. Darunter ist auch Kirstie, in die er sich verliebt. Beim Lesen bekommt man dieses unbeschwerte Sommer-Teenager Gefühl, was man von damals kennt. Aber auch die Zweifel, die Sam immer wieder hat, sind mir nicht fremd. Kirstie hält ihn ganz schön hin. Der Arme 🙈 Dazu noch die traurigen Momente mit seiner Mutter 😢, aber daraus entstand dann noch etwas Wundervolles 🎶🎤 Das Buch ist ein wenig wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber es lohnt sich!
Meiner Meinung nach ein absolut großartiges Buch. Ich habe mir unglaublich viele Zitate notieren können und war tief berührt von der Geschichte. Mich hat die Erzählung stark an Coming of Age Filme wie Stand By Me erinnert, was ein wunderbares Flair ergeben hat. Ich arbeite ehrenamtlich in der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen: Dieses Werk werde ich sicher auch mal an etwas ältere Begleitungen empfehlen.
Herzzerreissendes und kluges Buch über das Erwachsenwerden
Ein wunderschönes und poetisches Buch über einen Jugendlichen in einer Kleinstadt in den 1980er Jahren. Er findet Freunde, erlebt Abenteuer. Erster Job, erste grosse Liebe und gleichzeitig muss er dabei noch ein Unglück in der Familie verkraften. Auch wenn der Inhalt ein klassischer Coming of Age Roman ist, lohnt sich das Lesen wegen der schönen Sprache und weil der Roman augenzwinkernd und doppeldeutig ist.
Abtauchen in die Classic 80s
Spannende Coming of Age Geschichte, die sich zwischen Klischees der 80er entwickelt und Bilder vom Breakfast Club, Stand by Me oder anderen Teenies 80s Movies vermittelt. Viele Textpassagen lassen einen Schmunzeln: "Sie konnte mir so ähnlich sein, und sie war das Gegenteil von mir, und wenn meine Stimmung eine leere Fabrikhalle war, dann war sie ein Haufen Kerzen."
“Hard Land” von Benedict Wells stellte für mich eine persönliche Herausforderung dar. Hätte ich vorher gewusst, dass es auch um Krankheit und den Verlust der für mich wichtigsten Person geht, hätte ich mir dieses Buch nicht zugelegt. Im Nachhinein denke ich jedoch, dass es nicht verkehrt war, sich mit einem so schwierigen Thema auseinanderzusetzen. Das Buch behandelt außerdem die vielen Facetten des Erwachsenwerdens und greift tiefgründige Gefühle auf. Benedict Wells hat es geschafft, diese Themen einfühlsam und mit den passenden Worten darzustellen. Besonders mochte ich die Figur Kirstie, mit der ich mich auf eine besondere Weise verbunden fühlte. Dieses Buch ist m.E. nichts für schwache Nerven, aber wer gut mit rührseligen und realistischen Geschichten vom Erwachsenwerden zurechtkommt, ist hier genau richtig. Der Schreibstil ist unfassbar toll und trägt zur Atmosphäre des Buches bei. Allerdings ist mir bewusst geworden, dass die Themen des Buches mir schwer auf dem Magen lagen. Das muss nicht unbedingt negativ sein, aber es ist definitiv eine Lektüre, die mich weiterhin begleiten wird. Es gab Momente, in denen mich das Buch so runterzog, dass ich es kaum noch zur Hand nehmen wollte, aber ich konnte nicht anders, weil ich unbedingt erfahren wollte, wie es weitergeht und endet. Ich bin zwiegespalten. Einerseits bin ich froh, es gelesen zu haben, andererseits hat es mich vielleicht gerade in einer kritischen Zeit erwischt, und ich habe mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen und später weiterzulesen. Doch irgendetwas hat mich nicht losgelassen, und ich suchte vielleicht auch in diesem Buch Antworten darauf, wie man mit schwierigen Schicksalsschlägen umgehen kann. Es gibt jedoch auch positive Aspekte, wie z.B. die Darstellung von Freundschaft oder den anderen Elternteil, der Sicherheit und Stärke vermittelt hat. Ich hatte bei diesem Buch viele verschiedene Gefühle. Manchmal konnte ich die Handlungen der Charaktere nicht verstehen, aber im Nachhinein kann ich sie besser nachvollziehen. Es gab Momente der Frustration, aber auch der Hoffnung und des Verständnisses. Ich könnte noch viel mehr über dieses Buch schreiben, aber ich glaube, die Rezension würde zu lang werden. Letztendlich glaube ich, dass “Hard Land” im Großen und Ganzen seine fünf Sterne wert ist.
Ich gebe nicht oft 5 Sterne. Erklärung in meiner Rezension.
Dieses Buch ist der Wahnsinn! Ein guter Sommer- aber auch Winterread. Er folgt einem roten Faden, man kommt super hinterher. Es ist leicht, aber nicht zu leicht und auch nicht zu schwer geschrieben. Man muss sich nicht zu viele Dinge vorstellen können, was für mich recht wichtig ist. Bin kein großer Fan von Fantasy, weil mein Vorstellungsvermögen dafür nicht reicht 🥲. Die Handlung ist sehr spannend gestaltet und ich hab es in 2-4 effektiven Lesetagen durchgelesen. Man entdeckt immer kleine versteckte hints, die auf die weitere oder frühere Handlung zurückführen. Besonders ans Herz legen würde ich es Jugendlichen, da sie sich mit der Erzählung über ebenfalls Jugendliche in 1985 (coole Zeit an der Stelle) wohl gut identifizieren könnte. Es ist alles enthalten: Spannung, Romantik, Freundschaft, Trauer, Zukunft, Vergangenheit und vorallem das Jetzt. Ich liebe es.
Melancholisch und schön 💭
Ein schönes Buch über die struggles des Erwachsenwerdens und den Umgang mit Schicksalsschlägen als Jugendlicher. Sam ist ein Außenseiter und seine Mutter hat eine schlimme Krankheit. Als er einen Nebenjob in einem alten Kino beginnt und dort Kirstie und andere Jugendliche kennenlernt, findet er endlich irgendwann Anschluss. Das Buch beschreibt die Herausforderungen die Sam erlebt und wie er anfängt dazuzugehören. Man fühlt sich in seine eigene Jugend zurückversetzt. Es ist kein sonderlich aufregendes Buch, aber es ist toll geschrieben und man fühlt ganz viel mit Sam mit.

Characteristics
8 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Benedict Wells wurde 1984 in München geboren, zog nach dem Abitur nach Berlin und entschied sich gegen ein Studium, um zu schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman, ›Vom Ende der Einsamkeit‹, stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) 2016 ausgezeichnet. Benedict Wells’ Bücher sind in 40 Sprachen erschienen, sein neuester Roman ›Hard Land‹ wurde 2022 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Benedict Wells lebt in Zürich.
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Benedict Wells’ “Hard Land” ist ein meisterhaft geschriebener Roman, der mich emotional tief berührt und noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat.
“Hard Land” ist ein bewegender Coming-of-Age-Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der erste Satz trifft direkt ins Herz: “In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb”. Diese emotionale Dualität zieht sich durch die gesamte Geschichte. Die Handlung spielt 1985 in einer Kleinstadt in Missouri und folgt dem 15-jährigen Sam, einem schüchternen Außenseiter, der im örtlichen Kino zu arbeiten beginnt. Wells erschafft eine authentische Atmosphäre der 80er Jahre und zeichnet feinfühlig Sams Entwicklung nach, während dieser sich mit seiner ersten Liebe, neuen Freundschaften und dem drohenden Verlust seiner kranken Mutter auseinandersetzen muss. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie Wells die Geschichte in einer ungewöhnlichen Tiefe erzählt. Es ist keine typische Coming-of-Age-Geschichte - der Protagonist befindet sich von Anfang an im freien Fall. Die Mischung aus Verlust, erster Liebe und Selbstfindung ist meisterhaft verwoben. Ein kleiner Kritikpunkt von mir: Das Ende hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein können. Ich hätte gerne erfahren wie es mit den Protagonisten weitergeht, Aber vielleicht ist gerade das die Kunst - dass man mehr will und die Charaktere nur ungern loslässt. Der Roman wurde völlig zu Recht ein Bestseller und gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis. Für mich ist es ein bewegendes Leseerlebnis, das die Essenz des Erwachsenwerdens einfängt - mit all seinen Höhen und Tiefen. Ich habe das Buch bereits an mehrere Freunde weiterempfohlen, und alle waren ähnlich begeistert wie ich. Es ist für mich eines dieser seltenen Bücher, die man am liebsten zum ersten Mal noch einmal lesen würde.
Absolutes Herzensbuch
Ich habe das Buch zwar vor Ewigkeiten gelesen, aber es bedeutet mir immer noch so viel, dass ich das gerne mit euch teilen würde. In dem Buch geht es um den 15 Jährigen Sam aus Missouri. Seine Mutter leidet an Krebs und wird bald sterben. Da ihn das ziemlich fertig macht, nimmt Sam einen Job in dem einzigen Kino des kleinen Ortes an. Dort lernt er endlich Freunde kennen und durchlebt den Sommer seines Lebens mit allen Höhen und Tiefen. Wie ich ja schon gesagt habe ist Hard Land mein absolutes Lieblingsbuch. Es ist das erste, was ich über die Bookstagram Community entdeckt habe und konnte kaum abwarten es zu lesen. Meine Vorfreude wurde auf jeden Fall bestätigt. Das Buch hat einfach alles. Es spielt in den 80ern und das spürt man direkt. Ich hab zu der Zeit leider noch nicht gelebt, aber das Buch spiegelt alles wieder, was man von Filmen oder Liedern aus den 80ern kennt, ohne klischeehaft zu sein. So verhält es sich auch mit den Charakteren. Man fühlt sich direkt verbunden mit ihnen, man versteht sie, man leidet und man lacht mit ihnen. Ich habe selten eine so starke Charakterentwicklung miterlebt wie auf diesen 352 Seiten. Jede Figur hat Tiefe und ist vieldimensional geschrieben. Es ist einfach so erfrischend weil es nicht an jeder Ecke Happy Ends gibt. Grade das macht es so nahbar. Die Geschichte verläuft wie das Leben in Wellen und nicht immer geradeaus. Wells schafft es das Thema Krebs und den Verlust dadurch so gut einzufangen, das es mir noch ein bisschen mehr geholfen hat, mit meinen eigenen Erfahrungen klar zu kommen. Er nimmt die Gefühle seiner Figuren und flößt sie dem Leser/ der Leserin ein. Es ist eine Geschichte wie man sie schon oft gehört hat und doch so unfassbar neu und erfrischend. Es ist der Sommer deines Lebens und man fühlt sich so, als wäre man dabei gewesen. Es war mein erstes Buch von Wells und ich kann es gar nicht abwarten weitere zu lesen. Es war das erste Buch seit der Harry Potter Reihe, dass mich so hat mitfühlen lassen.
Eine schöne und melancholische Coming-of-Age-Geschichte – voller Mut, Verzweiflung, Ehrlichkeit und Euphorie
Sam, ein eher introvertierter Jugendlicher, steckt mitten in einer der aufregendsten und gleichzeitig schwierigsten Phasen seines Lebens. Wie viele von uns sich vielleicht erinnern: Die Jugend ist eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Doch bei Sam sind diese Extreme besonders stark. Mit gerade einmal 16 Jahren verliert er seine Mutter, hat einen verschlossenen Vater und eine Schwester, die nicht greifbar scheint. Gleichzeitig erlebt er aber auch unvergessliche erste Male, neue Freundschaften und Momente purer Euphorie. Eine Mischung, die nicht leicht auszuhalten ist. Obwohl ich erwartet hatte, dass mich das Buch emotional noch mehr trifft, gab es viele berührende Szenen, die mir sehr gefallen haben. Besonders die kleinen Details haben für mich die Geschichte lebendig gemacht – neben den wunderbar gezeichneten Charakteren. Ein paar Beispiele: Im Dialog zwischen Sam und Kirstie, einer seiner neu gewonnenen Freunde, geht es um die Suche nach einem bestimmten Wort: „Euphancholie – Einerseits zerreißt es dich vor Glück, gleichzeitig bist du schwermütig, weil du weißt, dass du etwas verlierst oder dieser Augenblick mal vorbei sein wird.“ Ein Wort, das perfekt die bittersüßen Momente des Lebens einfängt. Eine Stelle, die mich besonders abgeholt hat, war Sams Erinnerung an seine Schwester: Menschen machen oft Witze über andere, die viel Fantasie haben – über diejenigen, die sich Geschichten ausdenken und kreativ sind. Aber genau diese Menschen machen die Welt schöner. Gewiss, die sich darüber lustig machen, sind die wahren Idioten. Und eine Idee, die ich einfach wunderschön fand: Kirstie hat die Angewohnheit, sich besondere erste Sätze aus Büchern zu merken. Ich könnte noch so viele weitere Stellen aufzählen… Aber am besten liest man das Buch einfach selbst! ;)

Berührend, emotional, schön und traurig zugleich – ein absolut lesenswertes Buch!
Der Roman Hard Land erzählt die Geschichte des 15-jährigen Sam, der in einem kleinen Ort in Missouri aufwächst. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater verschlossen, und Sam fühlt sich oft einsam. Doch als er einen Sommerjob im Kino annimmt, ändert sich alles. Er findet Freunde, verliebt sich und erlebt eine unvergessliche Zeit. Doch neben all den schönen Momenten gibt es auch Schmerz und Verlust – und Sam muss lernen, damit umzugehen. Ich fand das Buch richtig gut. Die Geschichte hat schöne, leichte Momente, aber auch sehr traurige, die mich wirklich berührt und auch zum Weinen gebracht haben. Ein toller Roman über Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden – gleichzeitig schön und traurig. Absolut lesenswert! „Trauer ist kein Sprint, Trauer ist ein Marathon. Und auf dieser Strecke gab es Stellen, an denen es besser lieft, und andere, an denen ich kaum Luft bekam.“ „Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt.“ „Es war nie wieder so toll, nicht mal, als es danach richtig toll war. Ich meine, es ist in den letzten Jahren fast alles wahrgeworden, was ich mir damals erträumt habe. Aber es war trotzdem nie so schön, wie davon zu träumen.“
»Grady ist nicht beschissen. Okay, es stirbt aus, und es ist ein winziges, manchmal dämlich konservatives Kaff, aber es ist trotzdem falsch, dass ihr es so schlechtmacht. Sogar meine Schwester sagt, dass sie hier die schönste Zeit ihres Lebens hatte. Und ich will einfach nicht mehr so tun, als wär’s das Tollste, wenn ich in zwei Jahres den Abschluss habe und endlich woanders hingehe. Jeder Idiot kann eine Großstadt toll finden, aber Grady ist was Besonderes. Und es stirbt nur aus, weil es im Stich gelassen wird. Von allen, die es schlechtreden. Von allen, die in den letzten Jahren gegangen sind … und von euch«
————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️ In einem Song: Dancing in the Dark — Bruce Springsteen In einem Wort: Jugend Inhaltliches: ›Hard Land‹ erzählt Sams Coming-of-Age-Geschichte, von einem »verrückte[n] schwüle[n] Sommer, […] in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wusste, was ich in New York eigentlich wollte« (S.89). »Der 4. Juni 1985 war ein Tag, der einen daran erinnerte, wie gut ein Tag sein kann« (S.19), an welchem Sam sich dazu entschied, einen Ferienjob im örtlichen Kino — dem Metropolis —, anzutreten. »Um nicht zu [s]einen Cousins nach Kansas zu müssen. Um endlich etwas zu erleben und vielleicht Freundschaften zu schließen. Um [s]einem Vater und seinen Blicken auszuweichen. Um auch was zur Haushaltskasse beizusteuern [und] Um das blonde Mädchen vom Friedhof näher kennenzulernen (vielleicht)« (S.19f) und damit beginnt eine Geschichte, wie ich sie intuitiv in ›Becks letzter Sommer‹ (Wells Debütroman) erwartet hätte. Wir lernen Grady kennen, »nur für eine Sache gut: zum Weglaufen, […] erzkonservativ, […] das beste Argument, das die Leute hier kannten, war: ›Ja, mag sein, aber das haben wir schon immer so gemacht!‹« (S.20f), und Hightower, »Wide Receiver bei den Grady Hornets, dem Footballteam [der] Schule, […] schwarz und beeindruckend groß. […] Angeblich hatte er vor einem Spiel sogar mal wie Ozzy Osbourne einer Fledermaus den Kopf abgebissen« (S.22), Cameron, und Kirstie Andretti (das blonde Mädchen vom Friedhof), »konnte derbere Sprüche machen als jeder Junge und sagte auch eigenartige Sätze wie: ›Tja, Wahrheit hat eben scharfe Kanten.‹ Oder: ›Da war ich noch tot‹ statt: ›Da war ich noch nicht geboren‹« (S.29), mittendrin im Getümmel: Sam Turner, »wenn die First Base Küssen war und der Home Run Sex, dann saß [er] noch immer in der Umkleidekabine und band [s]eine Schuhe« (S.25). »Kind sein ist wie einen Ball hochwerfen, Erwachsenwerden ist, wenn er wieder herunterfällt.« ›Hard Land‹ erzählt, »wie man den Ball so hoch wie möglich werfen« kann. »Dann bleibt er länger in der Luft« (S.123). Persönliches: Coming-of-Age-Romane erzählen ja irgendwie immer dieselben Geschichten: »bei einem Blick in die Literaturgeschichte fällt auf, dass der klassische Held oft auf einer inneren oder äußeren Reise ist. Ausgelöst in der Regel durch ein einschneidendes Erlebnis wie Verlust oder Liebe, aber auch durch eine erste Konfrontation mit den großen menschlichen Fragen. Das alles zwingt den Helden, sich zu verändern, zu reifen und seinem alten Leben zu entwachsen. Kurz: ›Coming of Age‹« (S.306). ›Hard Land‹ erzählt genau das — für einige kostbare Stunden war ich einfach wieder sechzehn. Es hat mir große Freude bereitet, einfach wieder sechzehn zu sein. Denn auf dreihundertzweiundfünfzig Seiten durchlebte ich ein weiteres Mal meine Jugend: »Jubelnde Menschenmassen, endlose Gitarrenriffs. Ich bin inzwischen ein berühmter Rockmusiker und entdecke im Publikum Kirstie. Nach dem Konzert treffen wir uns backstage. Sie bereut alles und sagt, dass sie oft an mich denkt. Doch ich bin seit der Party damals emotional abgestumpft und verhärtet. Zu keinerlei Gefühlen mehr fähig. Da beginnt Kirstie plötzlich zu weinen und ruft: ›Aber Sam, ich liebe dich doch!‹ Ihr Blick könnte selbst Freddy Krüger erweichen. Ich aber beuge mich nur zu ihr runter (In meiner Fantasie bin ich riesengroß und irgendwie auch älter als sie) und streiche ihr über die Wange. ›Ich weiß …‹, sage ich und stelle den Kragen meiner Lederjacke hoch, bevor ich sie stehenlasse. ›Aber manche Wunden heilen nie.‹ DUWOK der übelsten Sorte« (S.137), Scheu und Sorge, denn »Ich wusste nicht, was ich sagen sollte, wenn ich mit einem Mädchen allein war. Wenn jemand etwas Rassistisches auf Hightowers Wagen schmierte. Wenn mein Vater mir einen seiner Blicke zuwarf. Ich wusste einfach nie irgendwas« (S.146), feierte Wells Ode an die seltenen Momente, in denen ich »mich so [fühlte], wie ich mich schon mein ganzes Leben lang fühlen wollte: übermutig und wach und mittendrin und unsterblich« (S.192), Überforderung im Umgang mit Sexualität, soziale Ängste, alles »Phasen. Mal nervt dich der Boss, aber dann kriegt er dich auch wieder« (S.287), großartige Phasen, wie ich finde. — Abschließend möchte ich an diesen besonderen Moment erinnern, in welchem es »auf einmal keine Zeit mehr [gab], nur noch den Moment, als ein Flachmann mit Schnaps die Runde machte und ich einen kräftigen Schluck nahm, als Kirstie — geschminkt mit großen Ohrringen — meine Klamotten bemerkte und sagte, dass sie die Jeansweste cool fände, als sogar ihr Freund Mason mit mir redete und die anderen ihm und Camerons Cousine erzählten, dass ich mich beim Aufnahmeritual im Kino ›ganz okay‹ geschlagen hätte, und Sprüche machten, als gehörte ich zu ihnen, und noch immer fürchtete ich die Achterbahn, traute mich aber ins Geisterhaus, es roch überall nach Grillfleisch und Zuckerwatte, und die ganze Zeit blickte ich in erwartungsvolle Gesichter und hörte das Stimmengewirr der Festivalbesucher und die Musik der Rockband auf der Bühne, und ich fühlte mich großartig, als ich beim Schießen erstaunlich gut war, obwohl die anderen mich beim letzten Versuch absichtlich störten, und ich wurde wehmütig, als mir einfiel, wie Dad früher immer beim Hot-Dog-Wettessen im Festzelt mitgemacht und Mom ›Du bist verrückt, Joe‹ gemurmelt hatte — und da dachte ich wie so oft nur noch an meine Mutter, die so zerbrechlich und klein war und vor ihrer Krankheit so quirlig und lebendig sein konnte, und wie sie nach der zweiten OP kaum reden konnte und wochenlang depressiv und mit diesem aschfahlen Gesicht zu Hause im Bett lag, und ich hörte das Gelächter der anderen, die weiterzogen, während ich stehen blieb und auf die bunten Lichter des Riesenrads in der Dämmerung starrte ...« Erinnern wir uns nicht alle an solch einen Moment? Und sind das nicht genau die Momente, auf die es ankommt? — Ähnliche Leseerfahrungen: Das also ist mein Leben (Stephen Chbosky); Weil ich Layken liebe (Colleen Hoover); Spinner (Benedict Wells)

Meisterwerk
Benedict Wells hat es sprachlich einfach drauf. So viele Sätze bei denen ich kopfschüttelnd da saß, weil sie so eindrucksvoll waren. Er ist ein Meister im Formulieren und das macht das ganze Buch auch aus. Es ist eine wundervolle Coming-of-Age Story, die einen mittendrin sein lässt. Wells ist hier besonders feinsinnig und tiefgründig und belebt damit seinen Hauptcharakter Sam, dessen Sicht auf die Welt und das Erwachsen werden die zentrale Rolle des Romans darstellen. Das war ein großartiger Roman und Robert Stadlober als Sprecher war ein absolut perfektes Match.
Dieses Buch war ein ungewohntes Meisterwerk.
Ich hatte nie vor, doeses Buch zu lesen, wurde aber mehrfach darauf hingewiesen es trotzdem zu tun. Sagen wir so, ich habe mir die Augen ausgeweint in rinem Nachtbus in Thailand. Und wurde darauf angesprichen, ob es mir gut geht. Ehm, das ging es mir zwischenzeitlich aber nicht.. Der Schreibstil ist super und das Buch relativ traurig. 😄
"In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Eine Geschichte über Gleichzeitigkeit, Jugend und Erwachsenwerden.
Bei diesem Buch habe ich gelacht, geweint, mitgefiebert und vor allem mitgefühlt. Ein Buch über Außenseiter, Freundschaft, Jugend, Liebe und das (Er)wachsen(werden). Der Wunsch der Jungen schnell Erwachsen zu werden und der Erwachsenen, die wehmütig und nostalgisch zurück blicken. Gleichzeitigkeit ist das Wort, das nicht nur diese Geschichte sondern das Leben selbst am besten beschreibt.
„Wir suchen unsere Fehler und unsere Schuld, weil es leichter ist, als zu trauern .... Es lenkt uns davon ab.“
Ich kann garnicht viel zu dem Buch sagen. Die Geschichte ist mir sehr nahegegangen, viele von Sams Gedanken bezüglich des Erwachsenwerdens kann ich gut verstehen, da ich sie früher selbst hatte - vor allem seine vielen Ängste. Ich bewundere seine Disziplin, etwas an sich zu ändern, sei es durch den Sport oder auch die neuen Hobbys und ich finde seine Entwicklung im Laufe des Buches wirklich bemerkenswert. Allein die Mutproben - ich glaube, ich hätte keine einzige geschafft. Mir hat es sehr geholfen, dass Benedict Wells so eindrücklich schreibt, ich kann nur ansatzweise verstehen, wie es sein muss, einen Verlust zu erleben, wie ihn Sam erlebt hat. Ich fand die Gedanken sehr realistisch, das Buch hat mich wirklich zum nachdenken gebracht und mir auch viele neue Perspektiven gegeben, wie man mit solchen Situationen umgehen kann und was Beweggründe für verschiedenes Verhalten sein können. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich viele Menschen in dem Buch wiederfinden. Ich erinnere mich, wieso Benedict Wells einer meiner Lieblingsautoren ist.

Diesen Roman habe ich wirklich verschlungen. Der Stil und die erzeugte Stimmung haben mich direkt in die 80er und in die Jugendzeit zurück versetzt. Die Idee des Buches ist gut durchdacht und ist sehr facettenreich. Mir haben vor allem die vielen kleinen Details (wie die 49 Geheimnisse von Grady oder das Gedicht) der Geschichte gefallen, die das Ganze zu etwas Besonderem machen. Hard Land hat es definitiv in die Liste meiner Lieblingsbücher geschafft.
Durchwachsen wie das Erwachsen- Werden
Lange auf der Wunschliste, viel drüber gehört- ich war sehr gespannt. Leider kann ich den hype nicht ganz nachvollziehen. Der Schreibstil ist nett, aber nicht außergewöhnlich. Die Geschichte beschreibt den Spagat zwischen Erwartung und Wirklichkeit..... leider nichts ganz neues. Nett für zwischendurch.
Ein Sommer wie ein Film ☀️🎞️📚
Missouri, 1985. Sam, 15, Außenseiter, verliert langsam den Halt. Seine Mutter ist schwer krank, sein Vater emotional abwesend, sein einziger Freund weggezogen. Die Kleinstadt, in der er lebt, bietet wenig Perspektiven – bis er einen Ferienjob in einem alten Kino annimmt. Dort trifft er auf Cameron, Hightower und Kristie – eine Clique, die ihn erst skeptisch beäugt, ihn aber dann doch aufnimmt. Sam erlebt einen Sommer voller Partys, Alkohol, Mutproben und 80er-Jahre-Vibes, verliebt sich und wird langsam ein anderer. Doch der Tod seiner Mutter holt ihn ein – und zwingt ihn, erwachsen zu werden. Irgendwo zwischen Selbstfindung, Herzschmerz und einem rätselhaften Gedicht wächst Sam über sich hinaus. Was „Hard Land“ wirklich auszeichnet, ist nicht die Handlung, sondern die Sprache. Benedict Wells trifft einen Ton, der gleichzeitig zurückhaltend und emotional wuchtig ist. Viele Sätze hallen lange nach, ohne dabei kitschig zu werden. Seine Bilder sind poetisch, seine Dialoge lebensnah, seine Figuren glaubwürdig gezeichnet. Man spürt: Hier weiß jemand, wie sich Erwachsenwerden anfühlt – dieses gleichzeitige Brennen und Verlieren, Euphorie und Melancholie in einem. Aber: So sehr mich die Sprache begeistert hat, so sehr hat mir der Plot gefehlt. Die Geschichte ist inhaltlich eher dünn und verläuft in ruhigen Wellen, ohne klare Höhepunkte. Vielleicht bis auf den Tod der Mutter. Vieles bleibt mir dabei zu episodisch, zu sehr Szene an Szene – wie ein schöner Sommerfilm ohne echte Dramaturgie. Es wirkt stellenweise eher wie drei lose nebeneinandergelegte Erzählstränge (Familie, Liebe, Schule), denen die verbindende Klammer fehlt. Und so plätschert es, schön zwar, aber eben auch ein wenig ziellos dahin. Das hätte für mich mehr sein dürfen. Trotzdem bleibt „Hard Land“ ein sensibles, feinfühliges Coming-of-Age-Buch, das besonders Erwachsene abholt, die sich literarisch an das Gefühl erinnern wollen, wie es war, als alles gleichzeitig weh tat und schön war. Ein melancholischer Roman über Verlust, Freundschaft und das große, leise Werden – nur eben mit wenig Handlung, aber sehr viel Gefühl. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Benedict Wells sorgt wie immer für Gänsehautmomente
„Hard Land“ hat mich tief berührt und in meine eigene Jugend zurückgeworfen - mit all ihren Unsicherheiten, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und den bittersüßen Momenten, die für immer bleiben. Sam wächst einem sofort ans Herz. Sein Sommer ist voller Freundschaft, Liebe und Abschiede - ein leiser, aber intensiver Sturm - und Wells erzählt das mit einer so sanften Melancholie, die sich weich um die Seele legt. Ein Buch über Loslassen und die Momente, die uns für immer prägen. Und genau deshalb bleibt es hängen. Ein absolutes Lesehighlight und wärmstens zu empfehlen!
Ein Roman wie süßsalziges Popcorn 🍿
Der erste Satz lautet: "In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb." Und das beschreibt die Handlung ziemlich genau. Dahinter verbirgt sich jedoch so viel mehr… Eine Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden, Liebe, Krankheit, Familie und Heimat. Der Hauptprotagonist ist 15 und lebt in einer Kleinstadt in Amerika Mitte der Achtzigerjahre. Er hat mit vielen Ängsten, Selbstzweifeln und Einsamkeit zu Kämpfen, jedoch eine starke Mama im Rücken. Und so begleiten wir ihn auf seinem Weg wie er in den Sommerferien seinen Mut überwindet, neue Leute kennen lernt und dann seine Mutter an einem Hirntumor verliert. Es entwickeln sich wunderbare Freundschaften und Sam verliebt sich zum ersten Mal . Wells beschreibt die vielen Facetten des Erwachsenwerdens, von Mut (und Mutproben), aber auch Rückschlägen und Verlust. Von Trauer und Freude. Der Roman behandelt zeitlose Themen, mit denen jeder etwas anfangen kann und in die eigenen Teenagerjahre zurückversetzt. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, sodass einem jeder nach und nach ans Herz wächst. Man bekommt schnell den Eindruck die Sams Freunde und Familie selbst zu kennen, so lebendig wirken sie. Man ist sehr nah an der Geschehen und dadurch ist die Charakterentwicklung nachvollziehbar gestaltet. Wells schafft eine wunderbare sehnsüchtige, fast schon melancholische Stimmung, die hervorragend zur Geschichte passt. Man kann den Sommer förmlich riechen und durch die bildhafte Sprache auch sehen. Hier und da ist der Roman etwas kitschig und auch der Vater- Sohn Konflikt, Rassismus und Homophobie in der Kleinstadt wurden zu einfach gelöst. Doch der Roman konzentriert sich vor allem auf die Gefühle der Personen und das mit grossartigen Dialogen, sodass man diesen Makel schnell verzeiht. Es gibt auch einige tolle literarische Easter Eggs: Immer wieder spielen die „49 Geheimnisse aus Grady“ eine Rolle, Hard Land hat 49 Kapitel. Außerdem geht es im Buch immer wieder um das Buch „Hard Land“, welches in Sams Unterricht eine Rolle spielt. Das Buch im Buch hat einige Verbindungen zur Geschichte und so ist das Ende der Geschichte durch die Verstrickungen besonders gelungen!
Habe das Buch begonnen zu hören weil Benedict Wells sein Schreibstil von vielen Leser gelobt und geliebt wird. Ich fand die Geschichte jetzt nicht schlecht und sie hat mich auch gut unterhalten. Allerdings empfand ich die Grundstorie als sehr gewöhnlich und durchschnittlich, wie ich sie schon mehrmals gelesen habe.
Dieses Buch hat mich umgehauen
Auch wenn ich vielleicht ein kleines bisschen zu alt bin für diese Coming- of- Age Geschichte, habe ich mich rundum wohl gefühlt, in diesem Sommer in Missouri mit Sam und Kirstie, Hightower und Cameron. Ein Buch über Freundschaft und Verlust, über den besten und gleichzeitig schlimmsten Sommer den man erleben kann. Auch wenn ich das Buch nicht in einem Rutsch sofort an einem Wochenende durchgelesen habe war ich jedes Mal wenn ich es zur Hand genommen habe sofort wieder da, in der Hitze von Grady, im Kino oder im Larry's 1985. Da war ich zwar auch erst drei Jahre alt, aber durch die Musik und Film Referenzen fühlt es sich einfach echt an. Ich glaube das macht das Buch für mich auch zu so einem schönen Erlebnis. Es hat sich echt und wahr angefühlt, ich habe alle Emotionen mitgefühlt, als wäre ich dabei gewesen... Hard Land ist sofort auf die Lieblingsbeschäftigung Liste gewandert.
„Trauer ist kein Sprint, Trauer ist ein Marathon. Und auf dieser Strecke gab es Stellen, an denen es besser lief, und andere, an denen ich kaum Luft bekam.“
Hard Land handelt um das Leben vom jugendlichen Sam, der in der Kleinstadt Grady eher als ein Außenseiter aufwächst. Nach und nach findet er jedoch Freunde, verliebt sich und erlebt Abenteuer. Sein Leben scheint sich dem Besseren zu widmen. Im Hinterkopf bleibt aber dass seine Mutter schwer krebskrank ist. Er möchte es nicht wahrhaben, dass ihre Zeit wohl begrenzt sein wird, obwohl er es tief in sich eigentlich weiß, versucht er es zu verdrängen und lieber die neu gewonnen Freuden des Lebens zu genießen. Doch wie lange halten diese für Sam an? Hardland ist ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden, was man leider manchmal schneller erleben muss, als es einem persönlich lieb ist. Das Buch ist beispielhaft für Themen wie Trauer und Schuld. Anfangs bin ich gar nicht gut reingekommen, ich habe es als Hörbuch gehört. Doch dann hat es mich so gepackt und mich wirklich komplett zerstört. Es geht so tief in die Seele und man spürt das komplette Paket an Trauer förmlich mit. Ich musste beim Hören öfter weinen und auch jetzt beim Schreiben dieser Rezension und Reflektieren des Buches ebenso. Besonders gut hat mir das Gespräch zwischen Sam und seinem Lehrer gefallen. Sie behandeln die Frage, ob es denn jemals besser wird, ob die Trauer je aufhört wehzutun und ob es vorbei geht.. „Trauern ist eine Reise ohne Ziel und ohne Ende. Aber du wirst […] ein Teil des Schmerzes in diesem Jahr zurücklassen und mit etwas leichterem Gepäck weiterziehen. Und wenn du älter bist und zurückblickst wirst du dich deshalb eher besser an den Schmerz erinnern als ihn zu spüren und deshalb geht es eben doch vorbei..“
Ich habe mich lange darauf gefreut dieses Buch zu lesen und habe es innerhalb eines Tages verschlungen. Eine Geschichte voller Emotionen, ersten Malen, Freundschaft, Verlust und den Zauber der Jugend. Der Schreibstil von Benedict Wells ist wunderschön und ich musste beim Lesen des Öfteren an das von ihm in einem Podcast erwähnte Zitat „Schreiben ist vergoldetes Denken“ denken, denn das trifft es meiner Meinung nach ziemlich genau. Ein wundervoller Coming-of-age Roman, der mich in positiver Art und Weise an Bücher wie „Das ist also mein Leben“, „Eine wie Alaska“ usw. erinnert hat. Ob ich das Buch noch mal lesen würde? Ganz bestimmt. ♥️
Überbewerteter 08/15 Nicholas-Sparks-Abklatsch, wie wir ihn schon zig mal gelesen haben.
Mich lässt dieses Buch und sein Hype komplett enttäuscht zurück. Die ganzen guten Bewertungen kann ich nur auf den Gruppenzwang zurückführen. Was andere gut finden oder gehyped wird, muss wohl gut sein. Aber nein. So ist es natürlich nicht. Benedict Wells hat uns hier einen schwachen Versuch vorgelegt, Nicholas Sparks zu imitieren. Ein netter Jugendroman, dessen Story kaum Überraschungen parat hält und genau so endet, wie es am Anfang schon vorhersehbar ist. Die Story ähnelt zudem unzähligen Hollywoodfilmen („Vielleicht lieber morgen“). Also einfach nichts neues. Die Charaktere sind klischeehaft und eintönig. Die freche Freundin, die kämpferische, mysteriöse Schwester, der sportlich schöne aber tiefgründige Kumpel und der homosexuelle wortgewandte, witzige Freund. Und der Protagonist selber schwelgt in Selbstmitleid und versucht einen Sinn im Erwachsenwerden zu finden. Die Emotionen sind aber leider nicht so gut dargestellt und kommen eher weniger gut rüber. Auch der Schreibstil haut mich ebenfalls nicht vom Hocker. Thats All! Genervt bin ich weniger vom Buch, sondern eher vom verlogenen Hype und allen Leuten, die dieses Buch in den Himmel loben. Danke für Nichts! Die Spiegel Bestsellerliste ist mittlerweile so unnötig wie Diarrhö im Urlaub.

Muss man gelesen haben!
Ein sehr schönes Coming-of-Age Buch, die Geschichte eines Jungen, eines unvergesslichen Sommers, Freundschaften, Sehnsucht, Trauer und Erwachsen werden. Man geht die Reise direkt mit dem Hauptcharakter mit. Sehr nahbar und realistisch und einfühlsam geschrieben. Ich fand die Geschichte wirklich schön und kann dieses Buch sehr weiterempfehlen 😊
Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung! Wir lernen Sam kennen, dessen Mutter schwer krank und dessen Vater sehr verschlossen ist. Er beginnt einen Job im örtlichen Kino und freundet sich mit den anderen Mitarbeitern an, die alle zwei Jahre älter sind als er. Darunter ist auch Kirstie, in die er sich verliebt. Beim Lesen bekommt man dieses unbeschwerte Sommer-Teenager Gefühl, was man von damals kennt. Aber auch die Zweifel, die Sam immer wieder hat, sind mir nicht fremd. Kirstie hält ihn ganz schön hin. Der Arme 🙈 Dazu noch die traurigen Momente mit seiner Mutter 😢, aber daraus entstand dann noch etwas Wundervolles 🎶🎤 Das Buch ist ein wenig wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber es lohnt sich!
Meiner Meinung nach ein absolut großartiges Buch. Ich habe mir unglaublich viele Zitate notieren können und war tief berührt von der Geschichte. Mich hat die Erzählung stark an Coming of Age Filme wie Stand By Me erinnert, was ein wunderbares Flair ergeben hat. Ich arbeite ehrenamtlich in der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen: Dieses Werk werde ich sicher auch mal an etwas ältere Begleitungen empfehlen.
Herzzerreissendes und kluges Buch über das Erwachsenwerden
Ein wunderschönes und poetisches Buch über einen Jugendlichen in einer Kleinstadt in den 1980er Jahren. Er findet Freunde, erlebt Abenteuer. Erster Job, erste grosse Liebe und gleichzeitig muss er dabei noch ein Unglück in der Familie verkraften. Auch wenn der Inhalt ein klassischer Coming of Age Roman ist, lohnt sich das Lesen wegen der schönen Sprache und weil der Roman augenzwinkernd und doppeldeutig ist.
Abtauchen in die Classic 80s
Spannende Coming of Age Geschichte, die sich zwischen Klischees der 80er entwickelt und Bilder vom Breakfast Club, Stand by Me oder anderen Teenies 80s Movies vermittelt. Viele Textpassagen lassen einen Schmunzeln: "Sie konnte mir so ähnlich sein, und sie war das Gegenteil von mir, und wenn meine Stimmung eine leere Fabrikhalle war, dann war sie ein Haufen Kerzen."
“Hard Land” von Benedict Wells stellte für mich eine persönliche Herausforderung dar. Hätte ich vorher gewusst, dass es auch um Krankheit und den Verlust der für mich wichtigsten Person geht, hätte ich mir dieses Buch nicht zugelegt. Im Nachhinein denke ich jedoch, dass es nicht verkehrt war, sich mit einem so schwierigen Thema auseinanderzusetzen. Das Buch behandelt außerdem die vielen Facetten des Erwachsenwerdens und greift tiefgründige Gefühle auf. Benedict Wells hat es geschafft, diese Themen einfühlsam und mit den passenden Worten darzustellen. Besonders mochte ich die Figur Kirstie, mit der ich mich auf eine besondere Weise verbunden fühlte. Dieses Buch ist m.E. nichts für schwache Nerven, aber wer gut mit rührseligen und realistischen Geschichten vom Erwachsenwerden zurechtkommt, ist hier genau richtig. Der Schreibstil ist unfassbar toll und trägt zur Atmosphäre des Buches bei. Allerdings ist mir bewusst geworden, dass die Themen des Buches mir schwer auf dem Magen lagen. Das muss nicht unbedingt negativ sein, aber es ist definitiv eine Lektüre, die mich weiterhin begleiten wird. Es gab Momente, in denen mich das Buch so runterzog, dass ich es kaum noch zur Hand nehmen wollte, aber ich konnte nicht anders, weil ich unbedingt erfahren wollte, wie es weitergeht und endet. Ich bin zwiegespalten. Einerseits bin ich froh, es gelesen zu haben, andererseits hat es mich vielleicht gerade in einer kritischen Zeit erwischt, und ich habe mit dem Gedanken gespielt, es abzubrechen und später weiterzulesen. Doch irgendetwas hat mich nicht losgelassen, und ich suchte vielleicht auch in diesem Buch Antworten darauf, wie man mit schwierigen Schicksalsschlägen umgehen kann. Es gibt jedoch auch positive Aspekte, wie z.B. die Darstellung von Freundschaft oder den anderen Elternteil, der Sicherheit und Stärke vermittelt hat. Ich hatte bei diesem Buch viele verschiedene Gefühle. Manchmal konnte ich die Handlungen der Charaktere nicht verstehen, aber im Nachhinein kann ich sie besser nachvollziehen. Es gab Momente der Frustration, aber auch der Hoffnung und des Verständnisses. Ich könnte noch viel mehr über dieses Buch schreiben, aber ich glaube, die Rezension würde zu lang werden. Letztendlich glaube ich, dass “Hard Land” im Großen und Ganzen seine fünf Sterne wert ist.
Ich gebe nicht oft 5 Sterne. Erklärung in meiner Rezension.
Dieses Buch ist der Wahnsinn! Ein guter Sommer- aber auch Winterread. Er folgt einem roten Faden, man kommt super hinterher. Es ist leicht, aber nicht zu leicht und auch nicht zu schwer geschrieben. Man muss sich nicht zu viele Dinge vorstellen können, was für mich recht wichtig ist. Bin kein großer Fan von Fantasy, weil mein Vorstellungsvermögen dafür nicht reicht 🥲. Die Handlung ist sehr spannend gestaltet und ich hab es in 2-4 effektiven Lesetagen durchgelesen. Man entdeckt immer kleine versteckte hints, die auf die weitere oder frühere Handlung zurückführen. Besonders ans Herz legen würde ich es Jugendlichen, da sie sich mit der Erzählung über ebenfalls Jugendliche in 1985 (coole Zeit an der Stelle) wohl gut identifizieren könnte. Es ist alles enthalten: Spannung, Romantik, Freundschaft, Trauer, Zukunft, Vergangenheit und vorallem das Jetzt. Ich liebe es.
Melancholisch und schön 💭
Ein schönes Buch über die struggles des Erwachsenwerdens und den Umgang mit Schicksalsschlägen als Jugendlicher. Sam ist ein Außenseiter und seine Mutter hat eine schlimme Krankheit. Als er einen Nebenjob in einem alten Kino beginnt und dort Kirstie und andere Jugendliche kennenlernt, findet er endlich irgendwann Anschluss. Das Buch beschreibt die Herausforderungen die Sam erlebt und wie er anfängt dazuzugehören. Man fühlt sich in seine eigene Jugend zurückversetzt. Es ist kein sonderlich aufregendes Buch, aber es ist toll geschrieben und man fühlt ganz viel mit Sam mit.

























































