Das erste Mal sehen sich Anni und Fred in einem Café. Das zweite Mal nur eine halbe Stunde später an einem zugefrorenen See, in dem Anni morgens heimlich badet. Schon am nächsten Morgen taucht Fred mit ihr ins eiskalte Wasser. Die beiden nähern sich an, behutsam, und Anni erfährt, dass Fred trans ist. Auf einmal braucht es neue Wörter, weil die alten falsch oder verletzend sein können. Ein sensibler, lebensbejahender Roman über die erste Liebe, in der sich alles neu und wunderschön anfühlt.
Wie kann in so ein kleinem Büchlein nur so viel Wunderbares stecken?
Lena Hach hat einen sehr kurzweiligen, aber dennoch so wichtigen und wundervollen Roman geschrieben über die Liebe, das trans Sein, Freundschaft, Trauer, Familie.
Es gibt Hoffnung und zeigt, wie leicht es sein kann, Menschen zu akzeptieren und zu lieben, wie sie sind, wenn mensch zuhört und sich nur ein klein wenig informiert. 💜
Jul 18, 2024
5.0
Wie kann in so ein kleinem Büchlein nur so viel Wunderbares stecken?
Lena Hach hat einen sehr kurzweiligen, aber dennoch so wichtigen und wundervollen Roman geschrieben über die Liebe, das trans Sein, Freundschaft, Trauer, Familie.
Es gibt Hoffnung und zeigt, wie leicht es sein kann, Menschen zu akzeptieren und zu lieben, wie sie sind, wenn mensch zuhört und sich nur ein klein wenig informiert. 💜
Anni und Fred treffen in einer Bäckerei aufeinander. Während sie sich dort nur oberflächlich beäugen, erfolgt kurz darauf eine erste Annäherung zwischen den beiden. Denn Fred ist Anni hinterhergefahren, um ihr den Hammer zu bringen, den sie in der Bäckerei vergessen hat. Ja, einen Hammer. Nein, sie wollte damit nicht die Bäckerei ausrauben, sondern vielmehr den zugefrorenen See aufzuschlagen, in dem sie seit einer Woche morgens heimlich badet.
Fred hat gelesen, dass Eisbaden lebensgefährlich sein kann. Deshalb kommt er auch am Tag darauf wieder. Um da zu sein. Nur für den Fall dass Anni was passiert. Schließlich ist da draußen außer ein paar Schwänen niemand. Aber Anni findet, nur rumsitzen ist nicht. Und so bleibt Fred nichts anderes übrig als mit rein zu gehen, ins eiskalte Wasser des Sees. Von da an treffen sie sich täglich. Dabei kommen sich die beiden behutsam näher und Anni erfährt, dass Fred trans ist. Doch was kann sie ihn fragen und was eher nicht? Während sie manche Wörter mit Bedacht wählt, traut sie sich andere nicht zu sagen.
"Da passiert es. Der Satz, den ich mich bislang nicht zu sagen getraut habe, schlüpft aus meinem Mund. [...] "Ich mag dich." Die drei Wörter machen nicht gut, dass ich vorhin nichts gesagt habe. Aber sie sind alles, was ich habe. Und jetzt schweben sie in der Küche herum, schirmen uns ab von Mona und ihrer blöden Spülmaschine. Und das ist besser als nichts. Vielleicht ist es sogar ziemlich viel."
Mit "Fred und ich" ist Lena Hach ein ganz zarter leichter Jugendroman gelungen, der für Glücksgefühle beim Lesen sorgt. Mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl erzählt sie, oder vielmehr ihre Protagonistin Anni, von einer Woche, die alles verändert. Einer Woche, die erfüllt ist vom gemeinsamen Eisbaden, von süßen Sachertörtchen, von dem neuen und prickelnden Gefühl einer ersten Verliebtheit, von der Schwierigkeit, sich dem Thema Transidentität anzunähern, ohne dabei übergriffig oder verletzend zu sein, von einer Trauer um einen verlorenen Menschen, von der Angst, sich auf die Welt einzulassen, aber auch von einer Heilung.
Oct 26, 2024
5.0
Anni und Fred treffen in einer Bäckerei aufeinander. Während sie sich dort nur oberflächlich beäugen, erfolgt kurz darauf eine erste Annäherung zwischen den beiden. Denn Fred ist Anni hinterhergefahren, um ihr den Hammer zu bringen, den sie in der Bäckerei vergessen hat. Ja, einen Hammer. Nein, sie wollte damit nicht die Bäckerei ausrauben, sondern vielmehr den zugefrorenen See aufzuschlagen, in dem sie seit einer Woche morgens heimlich badet.
Fred hat gelesen, dass Eisbaden lebensgefährlich sein kann. Deshalb kommt er auch am Tag darauf wieder. Um da zu sein. Nur für den Fall dass Anni was passiert. Schließlich ist da draußen außer ein paar Schwänen niemand. Aber Anni findet, nur rumsitzen ist nicht. Und so bleibt Fred nichts anderes übrig als mit rein zu gehen, ins eiskalte Wasser des Sees. Von da an treffen sie sich täglich. Dabei kommen sich die beiden behutsam näher und Anni erfährt, dass Fred trans ist. Doch was kann sie ihn fragen und was eher nicht? Während sie manche Wörter mit Bedacht wählt, traut sie sich andere nicht zu sagen.
"Da passiert es. Der Satz, den ich mich bislang nicht zu sagen getraut habe, schlüpft aus meinem Mund. [...] "Ich mag dich." Die drei Wörter machen nicht gut, dass ich vorhin nichts gesagt habe. Aber sie sind alles, was ich habe. Und jetzt schweben sie in der Küche herum, schirmen uns ab von Mona und ihrer blöden Spülmaschine. Und das ist besser als nichts. Vielleicht ist es sogar ziemlich viel."
Mit "Fred und ich" ist Lena Hach ein ganz zarter leichter Jugendroman gelungen, der für Glücksgefühle beim Lesen sorgt. Mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl erzählt sie, oder vielmehr ihre Protagonistin Anni, von einer Woche, die alles verändert. Einer Woche, die erfüllt ist vom gemeinsamen Eisbaden, von süßen Sachertörtchen, von dem neuen und prickelnden Gefühl einer ersten Verliebtheit, von der Schwierigkeit, sich dem Thema Transidentität anzunähern, ohne dabei übergriffig oder verletzend zu sein, von einer Trauer um einen verlorenen Menschen, von der Angst, sich auf die Welt einzulassen, aber auch von einer Heilung.
Schöner Jugendroman zu wichtigem Thema, mir fehlt die Tiefe
Ich habe das Buch unheimlich schnell gelesen, da es auch nur 94 Seiten hatte. Schöne Geschichte, aber mir fehlte die Tiefe.
Jul 12, 2025
4.0
Schöner Jugendroman zu wichtigem Thema, mir fehlt die Tiefe
Ich habe das Buch unheimlich schnell gelesen, da es auch nur 94 Seiten hatte. Schöne Geschichte, aber mir fehlte die Tiefe.
Jul 12, 2025
3 of 19 reviews
Author
About Lena Hach
Lena Hach, geboren 1982, lebt als freie Autorin in Berlin. Sie besuchte eine Schule für Clowns, studierte Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete als Journalistin. Bei Beltz & Gelberg erschienen zuletzt »Fred und ich«, das für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert war und die Dilogie »Jahrmarkt der Zeitreisenden«. Mehr unter: www.lenahach.de