Mission Hollercamp Band 2 - Das verlassene Boot
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Description
Book Information
Author Description
Lena Hach wurde 1982 in Hessen geboren. Sie besuchte eine Schule für Clowns und studierte anschließend Anglistik, Germanistik und Kreatives Schreiben. Sie arbeitete zunächst als Journalistin und widmete sich dann der Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind zahlreiche Bücher von Lena Hach bei Mixtvision erschienen. Ihre Bücher wurden bereits vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Leipziger Lesekompass 2019 für ihr Jugendbuch „Grüne Gurken“.
Posts
Ich muss gestehen, das Buch war schräg! In der ganzen Geschichte gibt es gefühlt kaum einen normal tickenden Charakter. Die Handlung wirkt absolut überdreht, die Protagonisten oft verdreht. Begonnen bei Pris permanenten Selbstgesprächen, über Slotcars kryptische Aussagen, der Mutter, die ein mystisches Problem hat und auf die man immer Rücksicht nehmen soll sowie Attica, welche überhaupt erst zur Suche nach dem Obstgarten anstachelt. Doch obwohl alles etwas schräg wirkte, passte es. Ich meine, wir reden hier von der Geschichte über einen unterirdischen Garten. Schon allein der Gedanke daran ist mehr als schräg. Sicher bleiben für den Erwachsenen Leser hier unglaublich viele Fragen offen, wie beispielsweise die mögliche Erschließung eines so unbekannte und abgelegenen Ort oder andere Kleinigkeiten, aber ich denke, dass das dem jungen Leser ziemlich schnuppe sein dürfte. Der ist nämlich sowieso mit Nägel kauen beschäftigt, weil er wissen möchte wie das Abenteuer der jungen Protagonisten weiter geht, denn wie nicht anders zu erwarten, stolpern die beiden (plus/ minus einiger Mitverschwörer, Freunde und auch Feinde) von einem Rätsel zum nächsten und das nicht immer ohne etwas zu erleben. Das Buch ist einfach und gut zu lesen. Die Beschreibungen sind schlicht, aber präzise, ohne viele Schnörkel. Die Geschichte hat unglaublich viel Spaß gemacht und wer auf der Suche nach rasanter Unterhaltung und Spannung ist, der ist hier gut bedient. Es gibt Gelegenheit sich zu gruseln, zu lachen und manchmal auch zum staunen oder nachdenken. Fazit: Eine unterhaltsame und spannende Geschichte, umwerfendem Einfallsreichtum und fantastischer Ideen.
Inhalt Pri, fast 12 Jahre alt, war das erste Kind der Kleinstadt Dunn’s Garten. Er kennt ihre Geheimnisse (keine), ihre Mysterien (auch keine) und wie man am besten Spaß haben kann (auf einen Baum klettern und dort herumsitzen). Als Attica in die Stadt kommt, stellt sie ihm Fragen, die er nicht beantworten kann. Warum gibt es in Dunn’s Garten keine Gärten? Als sich die beiden Kinder auf die Suche nach den verschwundenen Obstbäumen machen, entdecken sie noch mehr Mysterien: eine ferngesteuerte Raupe, einen Bürgermeister mit dunkler Vergangenheit, einen womöglich wirklich existierenden Kinderschreck und ein Haus aus Türen in einem gruseligen Wald. Aber was Pri und Attica am Ende herausfinden, ist das größte Geheimnis von allen … etwas wirklich Magisches soll zerstört werden! Doch die Rettung könnte die Stadt bedrohen … Und es liegt in der Hand der Kinder. Meinung Wie wunderbar ist dieses Cover? Das muss einfach einmal gesagt werden und es würde sich unglaublich gut machen in jedem Bücherregal, da bin ich sicher! Und das nicht nur wegen des schönen Covers, sondern auch wegen des Inhalts, der gleich auf so viele Arten ganz wunderbar ist. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass es sich bei der Geschichte rund um Pri wirklich um ein Kinder-/Jugendbuch handelt. Mat Larkin hat es schon auf wenigen Seiten geschafft, die Kleinstadt richtig toll zu beschreiben. Und noch viel toller fand ich die Figuren, die alle so bunt und unterschiedlich waren. So besonders und richtig sympathisch! Es hat eine Menge Freude gemacht in die Geschichte und die Welt einzutauchen! Ich mochte Pri unglaublich gerne, genauso wie Attica, die einfach eine coole Socke ist! Das Abenteuer nimmt schnell Fahrt auf und dabei kommen sowohl die Geheimnisse des Örtchens als auch die ganz persönlichen kleinen Geschichten von den Figuren nicht zu kurz! Dabei war immer alles in einem so schön lockeren Ton geschrieben, dass es einfach Spaß gemacht das, das Buch zu lesen! Es ist nicht nur ein Buch für Kinder, das steht auf jeden Fall fest. Ich hatte auch als Erwachsene ganz viel Spaß und fand auch die Message dahinter wunderschön. Das Ende fand ich hier und da leider etwas überholpert, sonst wäre es wirklich ein rundum perfektes Buch gewesen. Empfehlen kann ich es aber dennoch unbedingt! Fazit Ein unterirdischer Garten, eine Handvoll super coole, authentische und einzigartige Figuren und eine tolle Message hinter dem Buch. Das macht dieses Buch aus – eine klare Empfehlung für jung und alt! 4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥ Danke an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!
Inhalt: Pri Kholi ist ein ganz besonderer Junge. Er ist nämlich das erste Kind, das in Dunns Orchard geboren wurde und somit so etwas wie das Wahrzeichen seines Heimatortes. Der Bürgermeister von Dunns Orchards ist bemüht, der Stadt zu Wachstum zu verhelfen. Hierfür müssen Bäume gefällt, Land gerodet und Felder urbar gemacht werden. Zu jeder Teilabnahme eines Bauabschnitts gibt es ein Fest zu dessen Ehren. Pris Aufgabe ist es, an diesen Tagen neben dem Bürgermeister zu stehen und das alte, überholte Stück des Stadtmodells ins große Freudenfeuer zu werfen. In einem stillen Moment trifft Pri auf Attica Stone. Attica war gerade dabei, einen Edding zu verstecken und reagiert auf Pris Frage, ob sie gerade das Modell bemalt hätte, relativ cool. Es folgt eine Gegenfrage, nämlich die, ob Pri Lust hätte, mit ihr in den Gruselwald zu gehen. Dorthin, wo der Knochenmann – a.k.a. der Kinderschreck – lebt. Genau dort müsse es einen sagenumwobenen Obstgarten geben. Pri ist verwirrt und ein wenig überfordert von der Initiativkraft des Mädchens. Doch Attica lässt nicht locker. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, die Geheimnisse der Stadt zu lüften und bei diesem Abenteuer sieht sie ganz klar Pri an ihrer Seite. Pri hingegen entwickelt Ideen zur Waldrettung, insbesondere die Rettung der letzten, der „einsamen Kiefer“, liegt ihm am Herzen. Als der Bürgermeister den letzten Baum fällt und nun auch ankündigt, dass der Gruselwald als nächstes Opfer Stadtentwicklung werden wird, lässt sich Pri auf dieses gruselige Abenteuer ein. Meinung: Mat Larkin erschafft mit „Pri und der unterirdische Garten“ eine skurrile Geschichte voller Rätsel und unerwarteter Wendungen. Gemeinsam mit der aufgeweckten Attica begibt sich Pri, der von den anderen Kindern der Stadt gehänselt und gemobbt wird, auf die Reise in den Gruselwald. Hier ist es richtig düster und man braucht eine Taschenlampe um überhaupt etwas sehen zu können. Doch was ist, wenn man nur ein Handy dabei hat, dessen Akkuleistung stetig schrumpft? Genau, man muss die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und einen Schritt vor den anderen setzen. So ist zumindest Atticas Ansicht, die sich nur vor wenig zu fürchten scheint. Ganz im Gegensatz zu Pri. Dieser neigt dazu, mäandernde Selbstgespräch zu führen. Attica hingegen zeigt sich hemdsärmelig burschikos, mutig und geradlinig. Hat aber auch eine gewaltaffine Natur. Pri hingegen hat sich bislang immer dem gefügt, was die Eltern von ihm gefordert haben. Sein Vater kümmert sich viel um das neugeborene Geschwisterchen und bittet Pri des öfteren die Mutter nicht aufzuregen. Diese zieht sich dann in ihr Nähzimmer zurück und/oder beginnt Figuren aus Papier zu falten. Umso komplexer die Figur, umso schlechter der nervliche Zustand der Mutter. Das führt dazu, dass Pri die Dinge, die um ihn herum geschehen, nicht zu hinterfragen wagt. Attica mit ihrer lebhaften Art und ihren vielen Fragen motiviert Pri aus seiner Komfortzone auszubrechen. Fazit: Mat Larkin hält mit „Pri und der unterirdische Garten“ ein Plädoyer für den Umweltschutz. Nie wirkt das Buch dabei plump, sein Personal ist authentisch menschlich. Die Figuren sind gut besetzt, die antagonistischen Protagonisten stehen als pars pro toto. Bleibt noch die Frage nach der Zielgruppe des Buches. Hier muss man eindeutig konstatieren, dass Attica offensichtlich ein Gewaltproblem hat. Attica ist dazu in der Lage, dem einen oder anderen Jungen aus einem Reflex heraus den Finger auszurenken und dann noch einmal nachzuschlagen. Das Buch wendet sich dabei an Kinder ab 10 Jahren (?). Das Buch bringt aber viel Neues, Überraschendes und Verrücktes, ist unterhaltsam und daher empfehlenswert.
Pri ist ein Maskottchen - eigentlich ist er ein ganz normaler Junge, aber eben auch das Aushängeschild von Dunn's Orchard. Ein kleines Städtchen in dem es keine Geheimnisse gibt, Pri's Stadt, in der er alles kennt. Doch dann taucht Attica Stone auf und die findet Pri muss mal ein Abenteuer erleben. Gesagt getan. Als ich von diesem Buch gehört habe war ich sofort begeistert. Ein Faultierexpress. Ein Knochenmann. Der Gruselwald. Es hörte sich alles unglaublich zauberhaft an. Und um mich von einem Jugendbuch zu begeistern, da braucht es schon eine ordentliche Prise Magie. Und so bin ich also in Dunn's Orchard gelandet. Wo ich übrigens uuuuuunglaublich gerne wirklich hin wollen würde, wenn's es denn gäbe. Denn eine Sache hat mir besonders gut gefallen: die Echt Mega Kaffee-Filiale! Allein der Name! Auf jeden Fall werde ich Kaffee künftig nur noch Tod auf Socken nennen. *** Wie nicht anders zu erwarten stolpern Pri und Attica in ein Abenteuer, denn auch wenn Pri da erst mal anderer Meinung ist, hat Dunn's Orchard einen Haufen Geheimnisse die es aufzudecken gilt. Attica ist großartig, ich finde jeder sollte beim aufwachsen eine Attica an seiner Seite haben. Ich kann mich glücklich schätzen das ich tatsächlich so jemanden zur Freundin hatte. Aber auch Slotcar hat mir unglaublich gut gefallen als Protagonistin. Ich liebe es auch das es in dem Buch starke Mädels gibt. Das ist eine schöne Botschaft. *** Die Geschichte ist süß und spannend - genau so wie sich das für ein Jugendbuch gehört. Doch was für mich (auch als erwachsener Leser) super wichtig ist: der Schreibstil. Ein Jugendbuchautor muss sicher anders schreiben als jemand der für Erwachsenes Publikum schreibt. Und da hat Mat Larkin wirklich abgeliefert! Ich liebe die Namen der Shops (Echt-Mega-Kaffe sag ich da nur), die Spitznamen, die Vergleiche und Beschreibungen die Pri so einfallen (Tod auf Socken)... es hat einfach richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen. *** Ein großartiges Buch für junge Abenteurer. Es geht um Freundschaften, Geheimnisse, Eltern und ungewöhnliche Gärten - auf der Bühne, drei diverse und liebenswerte Protagonist:innen! *** Dies war ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.
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Lena Hach wurde 1982 in Hessen geboren. Sie besuchte eine Schule für Clowns und studierte anschließend Anglistik, Germanistik und Kreatives Schreiben. Sie arbeitete zunächst als Journalistin und widmete sich dann der Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind zahlreiche Bücher von Lena Hach bei Mixtvision erschienen. Ihre Bücher wurden bereits vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Leipziger Lesekompass 2019 für ihr Jugendbuch „Grüne Gurken“.
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Ich muss gestehen, das Buch war schräg! In der ganzen Geschichte gibt es gefühlt kaum einen normal tickenden Charakter. Die Handlung wirkt absolut überdreht, die Protagonisten oft verdreht. Begonnen bei Pris permanenten Selbstgesprächen, über Slotcars kryptische Aussagen, der Mutter, die ein mystisches Problem hat und auf die man immer Rücksicht nehmen soll sowie Attica, welche überhaupt erst zur Suche nach dem Obstgarten anstachelt. Doch obwohl alles etwas schräg wirkte, passte es. Ich meine, wir reden hier von der Geschichte über einen unterirdischen Garten. Schon allein der Gedanke daran ist mehr als schräg. Sicher bleiben für den Erwachsenen Leser hier unglaublich viele Fragen offen, wie beispielsweise die mögliche Erschließung eines so unbekannte und abgelegenen Ort oder andere Kleinigkeiten, aber ich denke, dass das dem jungen Leser ziemlich schnuppe sein dürfte. Der ist nämlich sowieso mit Nägel kauen beschäftigt, weil er wissen möchte wie das Abenteuer der jungen Protagonisten weiter geht, denn wie nicht anders zu erwarten, stolpern die beiden (plus/ minus einiger Mitverschwörer, Freunde und auch Feinde) von einem Rätsel zum nächsten und das nicht immer ohne etwas zu erleben. Das Buch ist einfach und gut zu lesen. Die Beschreibungen sind schlicht, aber präzise, ohne viele Schnörkel. Die Geschichte hat unglaublich viel Spaß gemacht und wer auf der Suche nach rasanter Unterhaltung und Spannung ist, der ist hier gut bedient. Es gibt Gelegenheit sich zu gruseln, zu lachen und manchmal auch zum staunen oder nachdenken. Fazit: Eine unterhaltsame und spannende Geschichte, umwerfendem Einfallsreichtum und fantastischer Ideen.
Inhalt Pri, fast 12 Jahre alt, war das erste Kind der Kleinstadt Dunn’s Garten. Er kennt ihre Geheimnisse (keine), ihre Mysterien (auch keine) und wie man am besten Spaß haben kann (auf einen Baum klettern und dort herumsitzen). Als Attica in die Stadt kommt, stellt sie ihm Fragen, die er nicht beantworten kann. Warum gibt es in Dunn’s Garten keine Gärten? Als sich die beiden Kinder auf die Suche nach den verschwundenen Obstbäumen machen, entdecken sie noch mehr Mysterien: eine ferngesteuerte Raupe, einen Bürgermeister mit dunkler Vergangenheit, einen womöglich wirklich existierenden Kinderschreck und ein Haus aus Türen in einem gruseligen Wald. Aber was Pri und Attica am Ende herausfinden, ist das größte Geheimnis von allen … etwas wirklich Magisches soll zerstört werden! Doch die Rettung könnte die Stadt bedrohen … Und es liegt in der Hand der Kinder. Meinung Wie wunderbar ist dieses Cover? Das muss einfach einmal gesagt werden und es würde sich unglaublich gut machen in jedem Bücherregal, da bin ich sicher! Und das nicht nur wegen des schönen Covers, sondern auch wegen des Inhalts, der gleich auf so viele Arten ganz wunderbar ist. Ich hatte gar nicht das Gefühl, dass es sich bei der Geschichte rund um Pri wirklich um ein Kinder-/Jugendbuch handelt. Mat Larkin hat es schon auf wenigen Seiten geschafft, die Kleinstadt richtig toll zu beschreiben. Und noch viel toller fand ich die Figuren, die alle so bunt und unterschiedlich waren. So besonders und richtig sympathisch! Es hat eine Menge Freude gemacht in die Geschichte und die Welt einzutauchen! Ich mochte Pri unglaublich gerne, genauso wie Attica, die einfach eine coole Socke ist! Das Abenteuer nimmt schnell Fahrt auf und dabei kommen sowohl die Geheimnisse des Örtchens als auch die ganz persönlichen kleinen Geschichten von den Figuren nicht zu kurz! Dabei war immer alles in einem so schön lockeren Ton geschrieben, dass es einfach Spaß gemacht das, das Buch zu lesen! Es ist nicht nur ein Buch für Kinder, das steht auf jeden Fall fest. Ich hatte auch als Erwachsene ganz viel Spaß und fand auch die Message dahinter wunderschön. Das Ende fand ich hier und da leider etwas überholpert, sonst wäre es wirklich ein rundum perfektes Buch gewesen. Empfehlen kann ich es aber dennoch unbedingt! Fazit Ein unterirdischer Garten, eine Handvoll super coole, authentische und einzigartige Figuren und eine tolle Message hinter dem Buch. Das macht dieses Buch aus – eine klare Empfehlung für jung und alt! 4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥ Danke an den Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!
Inhalt: Pri Kholi ist ein ganz besonderer Junge. Er ist nämlich das erste Kind, das in Dunns Orchard geboren wurde und somit so etwas wie das Wahrzeichen seines Heimatortes. Der Bürgermeister von Dunns Orchards ist bemüht, der Stadt zu Wachstum zu verhelfen. Hierfür müssen Bäume gefällt, Land gerodet und Felder urbar gemacht werden. Zu jeder Teilabnahme eines Bauabschnitts gibt es ein Fest zu dessen Ehren. Pris Aufgabe ist es, an diesen Tagen neben dem Bürgermeister zu stehen und das alte, überholte Stück des Stadtmodells ins große Freudenfeuer zu werfen. In einem stillen Moment trifft Pri auf Attica Stone. Attica war gerade dabei, einen Edding zu verstecken und reagiert auf Pris Frage, ob sie gerade das Modell bemalt hätte, relativ cool. Es folgt eine Gegenfrage, nämlich die, ob Pri Lust hätte, mit ihr in den Gruselwald zu gehen. Dorthin, wo der Knochenmann – a.k.a. der Kinderschreck – lebt. Genau dort müsse es einen sagenumwobenen Obstgarten geben. Pri ist verwirrt und ein wenig überfordert von der Initiativkraft des Mädchens. Doch Attica lässt nicht locker. Sie hat es sich in den Kopf gesetzt, die Geheimnisse der Stadt zu lüften und bei diesem Abenteuer sieht sie ganz klar Pri an ihrer Seite. Pri hingegen entwickelt Ideen zur Waldrettung, insbesondere die Rettung der letzten, der „einsamen Kiefer“, liegt ihm am Herzen. Als der Bürgermeister den letzten Baum fällt und nun auch ankündigt, dass der Gruselwald als nächstes Opfer Stadtentwicklung werden wird, lässt sich Pri auf dieses gruselige Abenteuer ein. Meinung: Mat Larkin erschafft mit „Pri und der unterirdische Garten“ eine skurrile Geschichte voller Rätsel und unerwarteter Wendungen. Gemeinsam mit der aufgeweckten Attica begibt sich Pri, der von den anderen Kindern der Stadt gehänselt und gemobbt wird, auf die Reise in den Gruselwald. Hier ist es richtig düster und man braucht eine Taschenlampe um überhaupt etwas sehen zu können. Doch was ist, wenn man nur ein Handy dabei hat, dessen Akkuleistung stetig schrumpft? Genau, man muss die Augen an die Dunkelheit gewöhnen und einen Schritt vor den anderen setzen. So ist zumindest Atticas Ansicht, die sich nur vor wenig zu fürchten scheint. Ganz im Gegensatz zu Pri. Dieser neigt dazu, mäandernde Selbstgespräch zu führen. Attica hingegen zeigt sich hemdsärmelig burschikos, mutig und geradlinig. Hat aber auch eine gewaltaffine Natur. Pri hingegen hat sich bislang immer dem gefügt, was die Eltern von ihm gefordert haben. Sein Vater kümmert sich viel um das neugeborene Geschwisterchen und bittet Pri des öfteren die Mutter nicht aufzuregen. Diese zieht sich dann in ihr Nähzimmer zurück und/oder beginnt Figuren aus Papier zu falten. Umso komplexer die Figur, umso schlechter der nervliche Zustand der Mutter. Das führt dazu, dass Pri die Dinge, die um ihn herum geschehen, nicht zu hinterfragen wagt. Attica mit ihrer lebhaften Art und ihren vielen Fragen motiviert Pri aus seiner Komfortzone auszubrechen. Fazit: Mat Larkin hält mit „Pri und der unterirdische Garten“ ein Plädoyer für den Umweltschutz. Nie wirkt das Buch dabei plump, sein Personal ist authentisch menschlich. Die Figuren sind gut besetzt, die antagonistischen Protagonisten stehen als pars pro toto. Bleibt noch die Frage nach der Zielgruppe des Buches. Hier muss man eindeutig konstatieren, dass Attica offensichtlich ein Gewaltproblem hat. Attica ist dazu in der Lage, dem einen oder anderen Jungen aus einem Reflex heraus den Finger auszurenken und dann noch einmal nachzuschlagen. Das Buch wendet sich dabei an Kinder ab 10 Jahren (?). Das Buch bringt aber viel Neues, Überraschendes und Verrücktes, ist unterhaltsam und daher empfehlenswert.
Pri ist ein Maskottchen - eigentlich ist er ein ganz normaler Junge, aber eben auch das Aushängeschild von Dunn's Orchard. Ein kleines Städtchen in dem es keine Geheimnisse gibt, Pri's Stadt, in der er alles kennt. Doch dann taucht Attica Stone auf und die findet Pri muss mal ein Abenteuer erleben. Gesagt getan. Als ich von diesem Buch gehört habe war ich sofort begeistert. Ein Faultierexpress. Ein Knochenmann. Der Gruselwald. Es hörte sich alles unglaublich zauberhaft an. Und um mich von einem Jugendbuch zu begeistern, da braucht es schon eine ordentliche Prise Magie. Und so bin ich also in Dunn's Orchard gelandet. Wo ich übrigens uuuuuunglaublich gerne wirklich hin wollen würde, wenn's es denn gäbe. Denn eine Sache hat mir besonders gut gefallen: die Echt Mega Kaffee-Filiale! Allein der Name! Auf jeden Fall werde ich Kaffee künftig nur noch Tod auf Socken nennen. *** Wie nicht anders zu erwarten stolpern Pri und Attica in ein Abenteuer, denn auch wenn Pri da erst mal anderer Meinung ist, hat Dunn's Orchard einen Haufen Geheimnisse die es aufzudecken gilt. Attica ist großartig, ich finde jeder sollte beim aufwachsen eine Attica an seiner Seite haben. Ich kann mich glücklich schätzen das ich tatsächlich so jemanden zur Freundin hatte. Aber auch Slotcar hat mir unglaublich gut gefallen als Protagonistin. Ich liebe es auch das es in dem Buch starke Mädels gibt. Das ist eine schöne Botschaft. *** Die Geschichte ist süß und spannend - genau so wie sich das für ein Jugendbuch gehört. Doch was für mich (auch als erwachsener Leser) super wichtig ist: der Schreibstil. Ein Jugendbuchautor muss sicher anders schreiben als jemand der für Erwachsenes Publikum schreibt. Und da hat Mat Larkin wirklich abgeliefert! Ich liebe die Namen der Shops (Echt-Mega-Kaffe sag ich da nur), die Spitznamen, die Vergleiche und Beschreibungen die Pri so einfallen (Tod auf Socken)... es hat einfach richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen. *** Ein großartiges Buch für junge Abenteurer. Es geht um Freundschaften, Geheimnisse, Eltern und ungewöhnliche Gärten - auf der Bühne, drei diverse und liebenswerte Protagonist:innen! *** Dies war ein Rezensionsexemplar. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung.







