Florence Butterfield und die Nachtschwalbe
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Description
Pleased to meet you, Mrs Butterfield!
Ein altes Herrenhaus mit einem großen Garten, in dem Lavendel, Mohn und Kornblumen blühen. Morgens singt der Zaunkönig in den Büschen, abends lässt man den Tag bei einem Gin Tonic unter den Apfelbäumen ausklingen. Florence Butterfield, lebenserfahren, weit gereist und ausgestattet mit unerschütterlichem Optimismus, kann sich keinen schöneren Ort für den Lebensabend vorstellen als die Seniorenresidenz Babbington Hall. Bis Heimleiterin Renata in der Mittsommernacht aus dem Fenster springt. Nur einen Tag nachdem sie Florrie anvertraute, sie sei frisch verliebt und träume von einer Reise nach Paris. Je mehr Florrie über ihr eigenes bewegtes Leben nachdenkt, desto überzeugter ist sie, dass Renata Opfer eines Verbrechens wurde …
Book Information
Author Description
Susan Fletcher, geboren in Birmingham, studierte Literaturwissenschaften in York und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Sie hat mehrere preisgekrönte Romane geschrieben. Bereits für ihren Debütroman «Eve Green» erhielt sie 2004 den Whitbread First Novel Award, den Betty Trask Prize und den Author’s Club Best First Novel Award. Susan Fletcher lebt in Warwickshire.
Posts
Ich sende euch Liebe! 💗
Das war kein gewöhnlicher Altenheim-Krimi. Ja, auch hier wird von einem Senioren-Duo ein Unglücksfall und Mord aufgeklärt. Es war darüber hinaus noch mehr. Im Laufe des Altenheim-Alltags und der "Ermittlungen" werden wir immer wieder in Erinnerungen an Florrie's (der weibliche Teil des Duos) Leben mitgenommen und Sie hat wirklich Außergewöhnliches erlebt. Florrie ist eine toughe Persönlichkeit. Ich ziehe meinen Hut. Das Buch ist gut geschrieben. Der zu ermittelnde Fall logisch aufgebaut, mit einer für mich überraschenden, aber nachvollziehbaren Auflösung. Was mich gestört hat, ist, dass Dinge erzählt werden, die logische Schlussfolgerungen sind und m. E. nicht noch einmal erwähnt werden mussten. Eine gute Lektüre.
Eine unterschätze Frau „Florrie, ich habe etwas aufgedeckt. Es geht um jemanden von hier.“ (S. 29) sind Archies letzte Worte an Florence Butterfield, kurz darauf ist er tot, unglücklich im Garten gestürzt und auf den Kopf gefallen. Da er ihr einziger richtiger Freund im Seniorenheim Babbington Hall bei Oxford war, fehlt er ihr besonders. Aber auch die Heimleiterin Renata kommt nur schwer über seinen Tod hinweg, gibt sich die Schuld daran: Hätte sie das weitläufige Gelände besser pflegen lassen müssen? In ihrer gemeinsamen Trauer kommen sich die beiden Frauen näher, obwohl sie viele Jahrzehnte trennen. Und so vertraut Renata Florrie eines Tages an, dass sie zum ersten Mal im Leben verliebt ist. Als sie dann in der gleichen Nacht aus dem Fenster stürzt, glauben alle an einen Selbstmordversuch, weil Renata so zurückgezogen und anscheinend freudlos gelebt hat. Doch Florrie weiß es besser und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei bekommt sie unerwartet Hilfe vom ehemaligen Lateinlehrer Stanhope Jones, der Gärten und Rätsel genau so liebt wie sie … Florrie ist fast 88 und hat ein aufregendes Leben hinter sich, von dem in Babbington Hall niemand weiß, weil sie nie gefragt wurde. Für die anderen Bewohner ist sie die Eibeinige im Rollstuhl, die keine Familie hat und nie Besuch bekommt. Und Florrie ist keine, die von sich aus erzählt. Ganz im Gegenteil, sie verschließt ihre Erinnerungen ganz tief innen, damit sie ihr nicht (mehr) wehtun können. Doch die Freundschaft mit Renata und deren erste Liebe bringen sie dazu, sich an ihr Leben zu erinnern, an die sechs Männer, die sie geliebt hat (an den siebenten, den „Hackney-Vorfall“, will sie auch nach 70 Jahren nicht denken) und an Pinky, mit der sie eine lebenslange Freundschaft verband. Sie wurde oft unterschätzt, galt als zu groß, dick und ungeschickt und war darum jedes Mal verblüfft, wenn sich ein Mann für sie interessierte oder sie eine neue Freundin fand. Aber das machte Florrie auch frei, sie scherte sich nicht um Konventionen, wenn sie eh nirgendwo richtig reinpasste, und lebte ihr Leben weitgehend genauso, wie sie es wollte. Dabei musste sie einige herbe Verluste hinnehmen, die sie aber zum Glück nie ganz brechen konnten. Ich musste mich an Susan Fletchers ungewöhnlichen, weitschweifigen Stil erst gewöhnen. Sie erzählt Florries Leben in Rückblicken, die immer nur winzige Details verraten und Dinge andeuten, aber nie alles sagen. Außerdem ist er sehr philosophisch. Die Bewohner von Babbington Hall sind sich ihrer Endlichkeit bewusst, aber auch des Glücks und der Fehler, die sie im Laufe ihres Leben erfahren und gemacht haben. Durch Florries und Stanhopes Nachforschungen lernt man das Heim, ein altes Herrenhaus, und die anderen Bewohner kennen, die täglichen Abläufe und welche Animositäten es zwischen den verschiedenen Personen gibt. Dabei stößt man tatsächlich auf einige Mordmotive. Doch wer von den Verdächtigen wäre in Renatas Wohnung gekommen und hätte die Kraft gehabt, sie aus dem Fenster zu stürzen? Die zarte Freundschaft, die sich zwischen Florrie und Stanhope entwickelt, macht einen weiteren Reiz der Geschichte aus. Er ist seit langem der erste Mann, der sie vorbehaltlos annimmt und so sein lässt, wie sie ist. Er interessiert sich zwar für ihre Vergangenheit, akzeptiert aber, dass es Sachen gibt, über die sie nicht reden will oder kann. Mit seiner Skurrilität, seinem Faible für gewagte Farbkombinationen seiner Kleidung und seinem scharfen Verstand passt er gut zu Florrie, außerdem weiß er, wie sie ihren Tee mag. Und an einem Punkt, wo sie den Mut und Glauben verliert, hat er genug für sie beide. „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ ist die berührende Lebenserinnerung einer oft unterschätzen Frau mit einem Schuss cosy Crime, nichts für aufregende Lesestunde, aber für welche, die zum Nachdenken anregen.

Cozy Crime und Lebensgeschichte einer tollen Frau
Florrnce (Florrie) ist 87 und hat unglaublich viel in ihrem Leben durchgemacht Kind erlebt, viele Menschen kennengelernt, geliebt und verloren. Nach einem tragischen Unfall sieht sie sich gezwungen in ein Pflegeheim zu ziehen. Doch nachdem ein Bewohner plötzlich verstirbt und die Heimleiterin vermeintlich aus dem Fenster stürzt glaubt Florrie nicht mehr an einen Zufall und macht sich mit ihrem neuen Freund Stanhope daran, diesen Fall aufzuklären. Cozy Creme für Zwischendurch. Wobei die Lebensgeschichte der Protagonistin eher den größeren Teil der Geschichte einnimmt.
Warmherzig und berührend
Ein wunderbar schön geschriebenes Buch über Florrie und ihr Leben. Mit einer Warmherzigkeit und unfassbar schönem Schreibstil hat mich das Buch absolut überzeugt. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass es sich um einen klassischen Krimi handelt umso mehr bin ich über die Seiten geflogen. Florrie hat mich oft an meine eigene Grossmutter erinnert, der ich auch immer sehr gerne zugehört habe, wenn sie über ihr Leben erzählt hat. Florrie hat nie aufgegeben in ihrem Leben und hat einen klaren Verstand, den man nicht unterschätzen sollte. Susan Fletcher hat jedoch alle Figuren sehr gut ausgearbeitet und sehr authentisch beschrieben. Mir ist das Herz aufgegangen und ja, auch im hohen Alter kann man sein Glück noch finden. Für mich ein Buch, das mir gezeigt hat, nie aufzugeben im Leben, denn auch nach Schattenzeiten kann die Sonne wieder scheinen. ✨
⭐️⭐️⭐️ Für mich war es ein durchschnittlich guter Roman, ich könnte mir aber vorstellen, dass zum Beispiel Fans des „Donnerstagsmordclubs“ von Richard Osman viel Freude mit diesem Buch haben könnten.
Von wegen ruhiger Lebensabend... Florence Butterfield, 87, hatte sich auf einen ruhigen Lebensabend gefreut. Seit ihr nach einem Unfall ein Unterschenkel amputiert werden musste und sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist eine Pflegeeinrichtung wohl doch die bessere Wahl. Im beschaulichen Babbington Hall möchte sie ihre Zeit bei Brettspielen oder im Garten verbringen. Natürlich - ab und zu kommt es in Altersheimen natürlich vor, dass Mitbewohner versterben. Aber Arthur? Um den liebgewonnenen Gesprächspartner ist es besonders schade. Florence wendet sich der Pflegeheimleiterin Renata zu, die sie ebenfalls ganz entzückend findet. Und die ihr im Vertrauen erzählt, dass sie frisch verliebt ist und gern nach Paris fahren möchte. Kurz darauf stürzt Renata nachts aus dem Fenster ihrer Wohnung im 3. Stock der Seniorenresidenz. Und alle glauben, sie wäre gesprungen. Nur Florence glaubt nicht daran - und setzt alles daran, dahinter zu kommen, was wirklich vorgeht in Babbington Hall. Zwischen den „Ermittlungen“ der rüstigen Rentnerin wird Florence‘ Leben erzählt - das ganz und gar nicht so beschaulich war wie man annehmen würde. Florence hat als Gattin eines Diplomaten die ganze Welt bereist und und ist bei weitem nicht so unbedarft wie es zunächst den Anschein macht. Doch sie hütet auch ein Geheimnis. Denn seit ihrer Jugend überschattet eine Tragödie, die sie nur den „Hackney-Vorfall“ nennt, ihr Leben. Ich bin Florence sowohl durch die Gänge von Babbington Hall als auch durch ihr bewegtes Leben gefolgt, aber so richtig erwärmen konnte ich mich für die Geschichte irgendwie nicht. Gefühlt lag immer Melancholie über der ganzen Geschichte, sowohl was Renata anging als auch Florence selbst. Zunächst kam der Roman wie ein CosyCrime daher, je mehr man jedoch von Florence und Renata erfuhr, desto ernster wurde er. Einem eindeutigen Genre zuordnen kann man das Buch nicht (was vielleicht auch genau so gewollt ist). Ich kann gar nicht richtig sagen, was mich an der Geschichte gestört hat, nur dass ich nicht 100%ig drin war... Das Cover finde ich nicht wirklich passend zur Geschichte - soll es Florence darstellen? Dabei wird an vielen Stellen betont, dass Florence keine schlanke Person ist (und auch nie war), die ein pinkfarbenes Etuikleid tragen würde... weder die Farbe noch das Kleid haben etwas mit der Handlung zu tun - ich kann nicht wirklich deuten, was es damit auf sich haben soll (oder mir ist etwas entgangen). Letztendlich erfindet die Autorin mit ihrer Geschichte das Rad nicht neu - ermittelnde englische Rentner gibt es mittlerweile zuhauf und auch der ominöse „Hackney-Vorfall“ stellte sich letztlich als etwas heraus, was mir in anderen Büchern kürzlich schon zweimal begegnet ist. Insofern konnte mich die Geschichte leider nicht überraschen. Vielleicht wäre es für mich interessanter gewesen, wenn Florence‘ Auslandsaufenthalte noch mehr Raum erhalten hätten und das Buch dadurch schillernder geworden wäre. Doch einige ihrer Stationen wurden nur aufgezählt, andere nur in Verbindung mit dort kennengelernten Männern erwähnt. Das war mir etwas zu blass. Alles in allem hätte die Geschichte - so wie sie hier erzählt ist - auch gern 50 Seiten weniger haben dürfen, ich glaube nicht, dass man dann etwas Wesentliches verpasst hätte.

Florence Butterfield, lebenserfahren, weit gereist und ausgestattet mit unerschütterlichem Optimismus, kann sich keinen schöneren Ort für ihren Lebensabend vorstellen als die Seniorenresidenz Babbington Hall. Ein altes Herrenhaus, mit großem Garten, blühenden Blumen und intakter Vogelwelt...bis Heimleiterin Renata in der Mittsommernacht aus dem Fenster stürzt, nur 1 Tag, nachdem sie Florence anvertraut hatte, frisch verliebt zu sein und von einer Parisreise träumte. Je länger Florrie in diesem Fall ermittelt und über ihr eigenes bewegtes Leben nachdenkt und es Revue passieren lässt, umso überzeugter ist sie, dass Renata Opfer eines Verbrechens wurde. Eine höchst sympathische Heldin, wunderbare Sprache, sehr warmherzig, tiefgründig und originell. Besonders gefällt mir ihr Blick auf den jungen Menschen, der in jedem von uns noch genauso drinsteckt, egal welches Lebensalter wir gerade haben. Das Cover, das mich sehr angesprochen hat, wurde vermutlich ohne Buchkenntnis erstellt, denn die elegante Lady hat sicher nichts mit der zeitlebens pummeligen Protagonistin zu tun.
Spannung und Lebensrückblicke Worum geht’s? Die Heimleiterin Renata stürzt aus dem Fenster. Alle außer Florence glauben an einen Selbstmordversuch, doch die alte Dame ist sich sicher: Renata wollte ein neues Leben beginnen, nicht ihr Leben beenden. Entschlossen macht sich die alte Dame an die Ermittlungen. Meine Meinung: „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ (Rowohlt Kindler, 11/2023) von Susan Fletcher ist ein wundervoller Roman. Ein richtiger Wohlfühlroman über das Leben und das Altwerden gespickt mit ein bisschen Spannung. Ich mag den Schreibstil der Autorin, leicht zu lesen und dennoch so lebendig. Wir wechseln zwischen Florences früherem Leben und den aktuellen Geschehnissen hin und her und die Autorin bringt die Gedanken der 87jährigen absolut authentisch zu Papier. Florence ist einfach eine absolut herzliche aber auch robuste alte Dame. Einbeinig und im Rollstuhl sitzend schreckt sie vor nichts zurück und auch nicht-barrierefreie Wege stellen kein Hindernis für sie dar. Gemeinsam mit Stanhope, der eine absolute Marke ist mit seinem sehr speziellen Kleidungsstil, ermittelt sie im Fall Renata. Und nicht nur diese beiden genialen Charaktere dürfen wir in dem Roman kennenlernen. Nein, auch die anderen Bewohner der Seniorenresidenz sind einmalig – allen voran die Ellwood Schwestern. Sehr cool auch der ehemalige Türsteher Pastor Joe mit Vollbart und großem Herz. Allein wegen der Charaktere ist das Buch schon ein absoluter Genuss. Auch die Geschichte bzw. die Geschichten haben mich gut unterhalten. Mit Florence in ihre Vergangenheit zu reisen, mitzuerleben, was sie alles erlebt hat in den vielen Jahren ihres Lebens – da wünscht man sich, später auch einmal auf so ein erfülltes Leben zurückblicken zu dürfen. Und auch die Ermittlungen waren mitreißend. Cozy Crime mit tollem Unterhaltungswert. Bei dem Kapitel, das mit einer Zeitungsüberschrift endet, hatte ich wirklich kurz einen Gänsehautmoment! Ja, an dem Buch war wirklich alles spannend, interessant und schön zu lesen. Ein Buch, das von allem ein bisschen hat und mal anders ist – aus der Sicht einer 87jährigen. Das Buch macht auch Mut. Mut, sein Leben zu leben. Keine Angst vor dem Altwerden zu haben. Dinge positiv zu sehen. Mitzuerleben, wie auch im hohen Alter noch schöne Dinge passieren können. Mir hat das Buch wirklich Spaß gemacht und ich habe Florence Butterfield direkt in mein Herz geschlossen. Fazit: Susan Fletchers Roman „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ ist ein wundervoller Mix aus Spannung, Emotionen, Lebenserfahrung, Freundschaft, Liebe und was man sonst noch so in einem 87jährigen Leben erleben kann. Die Charaktere, allen voran Florence und Stanhope, hatte ich alle direkt ins Herz geschlossen. Wirklich urige, eigene und sehr charakteristische Personen, die wir hier kennenlernen dürfen. Dann die Lebensrückblicke – einfach schön. Und die Ermittlungen wirklich Cozy Crime spannend. Klare 5 Sterne für dieses wohfühlige Lesevergnügen!
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Pleased to meet you, Mrs Butterfield!
Ein altes Herrenhaus mit einem großen Garten, in dem Lavendel, Mohn und Kornblumen blühen. Morgens singt der Zaunkönig in den Büschen, abends lässt man den Tag bei einem Gin Tonic unter den Apfelbäumen ausklingen. Florence Butterfield, lebenserfahren, weit gereist und ausgestattet mit unerschütterlichem Optimismus, kann sich keinen schöneren Ort für den Lebensabend vorstellen als die Seniorenresidenz Babbington Hall. Bis Heimleiterin Renata in der Mittsommernacht aus dem Fenster springt. Nur einen Tag nachdem sie Florrie anvertraute, sie sei frisch verliebt und träume von einer Reise nach Paris. Je mehr Florrie über ihr eigenes bewegtes Leben nachdenkt, desto überzeugter ist sie, dass Renata Opfer eines Verbrechens wurde …
Book Information
Author Description
Susan Fletcher, geboren in Birmingham, studierte Literaturwissenschaften in York und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Sie hat mehrere preisgekrönte Romane geschrieben. Bereits für ihren Debütroman «Eve Green» erhielt sie 2004 den Whitbread First Novel Award, den Betty Trask Prize und den Author’s Club Best First Novel Award. Susan Fletcher lebt in Warwickshire.
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Ich sende euch Liebe! 💗
Das war kein gewöhnlicher Altenheim-Krimi. Ja, auch hier wird von einem Senioren-Duo ein Unglücksfall und Mord aufgeklärt. Es war darüber hinaus noch mehr. Im Laufe des Altenheim-Alltags und der "Ermittlungen" werden wir immer wieder in Erinnerungen an Florrie's (der weibliche Teil des Duos) Leben mitgenommen und Sie hat wirklich Außergewöhnliches erlebt. Florrie ist eine toughe Persönlichkeit. Ich ziehe meinen Hut. Das Buch ist gut geschrieben. Der zu ermittelnde Fall logisch aufgebaut, mit einer für mich überraschenden, aber nachvollziehbaren Auflösung. Was mich gestört hat, ist, dass Dinge erzählt werden, die logische Schlussfolgerungen sind und m. E. nicht noch einmal erwähnt werden mussten. Eine gute Lektüre.
Eine unterschätze Frau „Florrie, ich habe etwas aufgedeckt. Es geht um jemanden von hier.“ (S. 29) sind Archies letzte Worte an Florence Butterfield, kurz darauf ist er tot, unglücklich im Garten gestürzt und auf den Kopf gefallen. Da er ihr einziger richtiger Freund im Seniorenheim Babbington Hall bei Oxford war, fehlt er ihr besonders. Aber auch die Heimleiterin Renata kommt nur schwer über seinen Tod hinweg, gibt sich die Schuld daran: Hätte sie das weitläufige Gelände besser pflegen lassen müssen? In ihrer gemeinsamen Trauer kommen sich die beiden Frauen näher, obwohl sie viele Jahrzehnte trennen. Und so vertraut Renata Florrie eines Tages an, dass sie zum ersten Mal im Leben verliebt ist. Als sie dann in der gleichen Nacht aus dem Fenster stürzt, glauben alle an einen Selbstmordversuch, weil Renata so zurückgezogen und anscheinend freudlos gelebt hat. Doch Florrie weiß es besser und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei bekommt sie unerwartet Hilfe vom ehemaligen Lateinlehrer Stanhope Jones, der Gärten und Rätsel genau so liebt wie sie … Florrie ist fast 88 und hat ein aufregendes Leben hinter sich, von dem in Babbington Hall niemand weiß, weil sie nie gefragt wurde. Für die anderen Bewohner ist sie die Eibeinige im Rollstuhl, die keine Familie hat und nie Besuch bekommt. Und Florrie ist keine, die von sich aus erzählt. Ganz im Gegenteil, sie verschließt ihre Erinnerungen ganz tief innen, damit sie ihr nicht (mehr) wehtun können. Doch die Freundschaft mit Renata und deren erste Liebe bringen sie dazu, sich an ihr Leben zu erinnern, an die sechs Männer, die sie geliebt hat (an den siebenten, den „Hackney-Vorfall“, will sie auch nach 70 Jahren nicht denken) und an Pinky, mit der sie eine lebenslange Freundschaft verband. Sie wurde oft unterschätzt, galt als zu groß, dick und ungeschickt und war darum jedes Mal verblüfft, wenn sich ein Mann für sie interessierte oder sie eine neue Freundin fand. Aber das machte Florrie auch frei, sie scherte sich nicht um Konventionen, wenn sie eh nirgendwo richtig reinpasste, und lebte ihr Leben weitgehend genauso, wie sie es wollte. Dabei musste sie einige herbe Verluste hinnehmen, die sie aber zum Glück nie ganz brechen konnten. Ich musste mich an Susan Fletchers ungewöhnlichen, weitschweifigen Stil erst gewöhnen. Sie erzählt Florries Leben in Rückblicken, die immer nur winzige Details verraten und Dinge andeuten, aber nie alles sagen. Außerdem ist er sehr philosophisch. Die Bewohner von Babbington Hall sind sich ihrer Endlichkeit bewusst, aber auch des Glücks und der Fehler, die sie im Laufe ihres Leben erfahren und gemacht haben. Durch Florries und Stanhopes Nachforschungen lernt man das Heim, ein altes Herrenhaus, und die anderen Bewohner kennen, die täglichen Abläufe und welche Animositäten es zwischen den verschiedenen Personen gibt. Dabei stößt man tatsächlich auf einige Mordmotive. Doch wer von den Verdächtigen wäre in Renatas Wohnung gekommen und hätte die Kraft gehabt, sie aus dem Fenster zu stürzen? Die zarte Freundschaft, die sich zwischen Florrie und Stanhope entwickelt, macht einen weiteren Reiz der Geschichte aus. Er ist seit langem der erste Mann, der sie vorbehaltlos annimmt und so sein lässt, wie sie ist. Er interessiert sich zwar für ihre Vergangenheit, akzeptiert aber, dass es Sachen gibt, über die sie nicht reden will oder kann. Mit seiner Skurrilität, seinem Faible für gewagte Farbkombinationen seiner Kleidung und seinem scharfen Verstand passt er gut zu Florrie, außerdem weiß er, wie sie ihren Tee mag. Und an einem Punkt, wo sie den Mut und Glauben verliert, hat er genug für sie beide. „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ ist die berührende Lebenserinnerung einer oft unterschätzen Frau mit einem Schuss cosy Crime, nichts für aufregende Lesestunde, aber für welche, die zum Nachdenken anregen.

Cozy Crime und Lebensgeschichte einer tollen Frau
Florrnce (Florrie) ist 87 und hat unglaublich viel in ihrem Leben durchgemacht Kind erlebt, viele Menschen kennengelernt, geliebt und verloren. Nach einem tragischen Unfall sieht sie sich gezwungen in ein Pflegeheim zu ziehen. Doch nachdem ein Bewohner plötzlich verstirbt und die Heimleiterin vermeintlich aus dem Fenster stürzt glaubt Florrie nicht mehr an einen Zufall und macht sich mit ihrem neuen Freund Stanhope daran, diesen Fall aufzuklären. Cozy Creme für Zwischendurch. Wobei die Lebensgeschichte der Protagonistin eher den größeren Teil der Geschichte einnimmt.
Warmherzig und berührend
Ein wunderbar schön geschriebenes Buch über Florrie und ihr Leben. Mit einer Warmherzigkeit und unfassbar schönem Schreibstil hat mich das Buch absolut überzeugt. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass es sich um einen klassischen Krimi handelt umso mehr bin ich über die Seiten geflogen. Florrie hat mich oft an meine eigene Grossmutter erinnert, der ich auch immer sehr gerne zugehört habe, wenn sie über ihr Leben erzählt hat. Florrie hat nie aufgegeben in ihrem Leben und hat einen klaren Verstand, den man nicht unterschätzen sollte. Susan Fletcher hat jedoch alle Figuren sehr gut ausgearbeitet und sehr authentisch beschrieben. Mir ist das Herz aufgegangen und ja, auch im hohen Alter kann man sein Glück noch finden. Für mich ein Buch, das mir gezeigt hat, nie aufzugeben im Leben, denn auch nach Schattenzeiten kann die Sonne wieder scheinen. ✨
⭐️⭐️⭐️ Für mich war es ein durchschnittlich guter Roman, ich könnte mir aber vorstellen, dass zum Beispiel Fans des „Donnerstagsmordclubs“ von Richard Osman viel Freude mit diesem Buch haben könnten.
Von wegen ruhiger Lebensabend... Florence Butterfield, 87, hatte sich auf einen ruhigen Lebensabend gefreut. Seit ihr nach einem Unfall ein Unterschenkel amputiert werden musste und sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist eine Pflegeeinrichtung wohl doch die bessere Wahl. Im beschaulichen Babbington Hall möchte sie ihre Zeit bei Brettspielen oder im Garten verbringen. Natürlich - ab und zu kommt es in Altersheimen natürlich vor, dass Mitbewohner versterben. Aber Arthur? Um den liebgewonnenen Gesprächspartner ist es besonders schade. Florence wendet sich der Pflegeheimleiterin Renata zu, die sie ebenfalls ganz entzückend findet. Und die ihr im Vertrauen erzählt, dass sie frisch verliebt ist und gern nach Paris fahren möchte. Kurz darauf stürzt Renata nachts aus dem Fenster ihrer Wohnung im 3. Stock der Seniorenresidenz. Und alle glauben, sie wäre gesprungen. Nur Florence glaubt nicht daran - und setzt alles daran, dahinter zu kommen, was wirklich vorgeht in Babbington Hall. Zwischen den „Ermittlungen“ der rüstigen Rentnerin wird Florence‘ Leben erzählt - das ganz und gar nicht so beschaulich war wie man annehmen würde. Florence hat als Gattin eines Diplomaten die ganze Welt bereist und und ist bei weitem nicht so unbedarft wie es zunächst den Anschein macht. Doch sie hütet auch ein Geheimnis. Denn seit ihrer Jugend überschattet eine Tragödie, die sie nur den „Hackney-Vorfall“ nennt, ihr Leben. Ich bin Florence sowohl durch die Gänge von Babbington Hall als auch durch ihr bewegtes Leben gefolgt, aber so richtig erwärmen konnte ich mich für die Geschichte irgendwie nicht. Gefühlt lag immer Melancholie über der ganzen Geschichte, sowohl was Renata anging als auch Florence selbst. Zunächst kam der Roman wie ein CosyCrime daher, je mehr man jedoch von Florence und Renata erfuhr, desto ernster wurde er. Einem eindeutigen Genre zuordnen kann man das Buch nicht (was vielleicht auch genau so gewollt ist). Ich kann gar nicht richtig sagen, was mich an der Geschichte gestört hat, nur dass ich nicht 100%ig drin war... Das Cover finde ich nicht wirklich passend zur Geschichte - soll es Florence darstellen? Dabei wird an vielen Stellen betont, dass Florence keine schlanke Person ist (und auch nie war), die ein pinkfarbenes Etuikleid tragen würde... weder die Farbe noch das Kleid haben etwas mit der Handlung zu tun - ich kann nicht wirklich deuten, was es damit auf sich haben soll (oder mir ist etwas entgangen). Letztendlich erfindet die Autorin mit ihrer Geschichte das Rad nicht neu - ermittelnde englische Rentner gibt es mittlerweile zuhauf und auch der ominöse „Hackney-Vorfall“ stellte sich letztlich als etwas heraus, was mir in anderen Büchern kürzlich schon zweimal begegnet ist. Insofern konnte mich die Geschichte leider nicht überraschen. Vielleicht wäre es für mich interessanter gewesen, wenn Florence‘ Auslandsaufenthalte noch mehr Raum erhalten hätten und das Buch dadurch schillernder geworden wäre. Doch einige ihrer Stationen wurden nur aufgezählt, andere nur in Verbindung mit dort kennengelernten Männern erwähnt. Das war mir etwas zu blass. Alles in allem hätte die Geschichte - so wie sie hier erzählt ist - auch gern 50 Seiten weniger haben dürfen, ich glaube nicht, dass man dann etwas Wesentliches verpasst hätte.

Florence Butterfield, lebenserfahren, weit gereist und ausgestattet mit unerschütterlichem Optimismus, kann sich keinen schöneren Ort für ihren Lebensabend vorstellen als die Seniorenresidenz Babbington Hall. Ein altes Herrenhaus, mit großem Garten, blühenden Blumen und intakter Vogelwelt...bis Heimleiterin Renata in der Mittsommernacht aus dem Fenster stürzt, nur 1 Tag, nachdem sie Florence anvertraut hatte, frisch verliebt zu sein und von einer Parisreise träumte. Je länger Florrie in diesem Fall ermittelt und über ihr eigenes bewegtes Leben nachdenkt und es Revue passieren lässt, umso überzeugter ist sie, dass Renata Opfer eines Verbrechens wurde. Eine höchst sympathische Heldin, wunderbare Sprache, sehr warmherzig, tiefgründig und originell. Besonders gefällt mir ihr Blick auf den jungen Menschen, der in jedem von uns noch genauso drinsteckt, egal welches Lebensalter wir gerade haben. Das Cover, das mich sehr angesprochen hat, wurde vermutlich ohne Buchkenntnis erstellt, denn die elegante Lady hat sicher nichts mit der zeitlebens pummeligen Protagonistin zu tun.
Spannung und Lebensrückblicke Worum geht’s? Die Heimleiterin Renata stürzt aus dem Fenster. Alle außer Florence glauben an einen Selbstmordversuch, doch die alte Dame ist sich sicher: Renata wollte ein neues Leben beginnen, nicht ihr Leben beenden. Entschlossen macht sich die alte Dame an die Ermittlungen. Meine Meinung: „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ (Rowohlt Kindler, 11/2023) von Susan Fletcher ist ein wundervoller Roman. Ein richtiger Wohlfühlroman über das Leben und das Altwerden gespickt mit ein bisschen Spannung. Ich mag den Schreibstil der Autorin, leicht zu lesen und dennoch so lebendig. Wir wechseln zwischen Florences früherem Leben und den aktuellen Geschehnissen hin und her und die Autorin bringt die Gedanken der 87jährigen absolut authentisch zu Papier. Florence ist einfach eine absolut herzliche aber auch robuste alte Dame. Einbeinig und im Rollstuhl sitzend schreckt sie vor nichts zurück und auch nicht-barrierefreie Wege stellen kein Hindernis für sie dar. Gemeinsam mit Stanhope, der eine absolute Marke ist mit seinem sehr speziellen Kleidungsstil, ermittelt sie im Fall Renata. Und nicht nur diese beiden genialen Charaktere dürfen wir in dem Roman kennenlernen. Nein, auch die anderen Bewohner der Seniorenresidenz sind einmalig – allen voran die Ellwood Schwestern. Sehr cool auch der ehemalige Türsteher Pastor Joe mit Vollbart und großem Herz. Allein wegen der Charaktere ist das Buch schon ein absoluter Genuss. Auch die Geschichte bzw. die Geschichten haben mich gut unterhalten. Mit Florence in ihre Vergangenheit zu reisen, mitzuerleben, was sie alles erlebt hat in den vielen Jahren ihres Lebens – da wünscht man sich, später auch einmal auf so ein erfülltes Leben zurückblicken zu dürfen. Und auch die Ermittlungen waren mitreißend. Cozy Crime mit tollem Unterhaltungswert. Bei dem Kapitel, das mit einer Zeitungsüberschrift endet, hatte ich wirklich kurz einen Gänsehautmoment! Ja, an dem Buch war wirklich alles spannend, interessant und schön zu lesen. Ein Buch, das von allem ein bisschen hat und mal anders ist – aus der Sicht einer 87jährigen. Das Buch macht auch Mut. Mut, sein Leben zu leben. Keine Angst vor dem Altwerden zu haben. Dinge positiv zu sehen. Mitzuerleben, wie auch im hohen Alter noch schöne Dinge passieren können. Mir hat das Buch wirklich Spaß gemacht und ich habe Florence Butterfield direkt in mein Herz geschlossen. Fazit: Susan Fletchers Roman „Florence Butterfield und die Nachtschwalbe“ ist ein wundervoller Mix aus Spannung, Emotionen, Lebenserfahrung, Freundschaft, Liebe und was man sonst noch so in einem 87jährigen Leben erleben kann. Die Charaktere, allen voran Florence und Stanhope, hatte ich alle direkt ins Herz geschlossen. Wirklich urige, eigene und sehr charakteristische Personen, die wir hier kennenlernen dürfen. Dann die Lebensrückblicke – einfach schön. Und die Ermittlungen wirklich Cozy Crime spannend. Klare 5 Sterne für dieses wohfühlige Lesevergnügen!













