Nerd Girl Magic
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Description
Book Information
Posts
Von Sailor Moon über K-Pop und Pen & Paper bis hin zu Fanfiction - Nerd Girl Magic greift genau die Themen auf, die viele von uns aus eigener Erfahrung kennen. Die Autorin schaut dabei genau hin: Welche Vorbilder bekommen junge Mädchen eigentlich präsentiert? Wie werden Frauen- und Männerrollen dargestellt? Und wie steht es um Diversität in all den Geschichten, die wir lieben? Was mir besonders gefallen hat: Das Buch zeigt nicht nur, wo es Probleme gibt, sondern auch die positiven Seiten. Zum Beispiel, wie die BTS-Army ihre Reichweite nutzt, um politisch aktiv zu werden, oder wie Fanfiction dabei helfen kann, sich selbst und die eigene Identität besser zu verstehen. Es ist also keine Abrechnung mit Nerdkultur, sondern eine ehrliche und kritische Reflexion, die trotzdem Lust aufs Fan-Sein macht. Der Blickwinkel der Autorin selbst macht das Ganze noch spannender. Aufgewachsen in Südafrika und später in Deutschland erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen in der Community und von der Suche nach Figuren, in denen sie sich wiederfinden konnte. Ich selbst bin schon lange Fan von Anime, Manga und Games und lese hin und wieder auch Fanfiction. Serien wie Sailor Moon, Dragon Ball oder One Piece haben meine Jugend geprägt - und genau deswegen hat mich das Buch so abgeholt. Mein Fazit: Nerd Girl Magic ist ein richtig tolles Buch für alle, die Nerdkultur mal aus einer anderen Perspektive sehen wollen. Es regt zum Nachdenken an, erweitert den Blick - und nimmt einem trotzdem nicht die Freude an den eigenen Lieblingswelten.
Nehmt das, Incel-Männer!
Nerd Girl Magic nimmt uns mit in viele Fakten und Anekdoten einer Millenial Autorin die seit ihrer Kindheit als Nerd unterwegs ist. Ich hatte mit einigen Inhalten Probleme durch Unwissen bei WoW oder pen and paper aber hab immer was lehrreiches mitgenommen. Dass Gaming und Nerdig sein nicht nur Cis-Männern vorbehalten ist, ist schon lange klar aber hier wird nochmal der Finger in die Wunde gelegt: Frauen und queere Personen waren schon immer ebenfalls Nerds und sind für viele Errungenschaften verantwortlich!
Wissenschaftlich fundiert, Lesesog, Fandom-Liebe - Wo war dieses Buch all die Jahre?!
Definiere Nerd. Was fällt euch zu dieser Aufforderung ein? Genau, ein weißer Mann mit einer Leidenschaft für ein besonders spezielles Interessensgebiet. Wie so oft sind alle anderen Gruppen, die diese Leidenschaft teilen in unserer Gesellschaft irgendwie unsichtbar. Die Autorin geht in „Nerd Girl Magic“ zum einen der Frage auf den Grund, warum das so ist, zum anderen deckt sie auf, dass Teilhabe marginalisierter Gruppen auch auf diesem Bereich oftmals nicht erwünscht ist. Wir reisen mit der Autorin dabei durch verschiedene Fandoms. Ich bin wirklich beeindruckt wie sauber recherchiert und belegt diese Reise gestaltet wurde. Gleichzeitig empfand ich auch sehr viel Freude, in lieb gewonnene Fandoms abzutauchen, zu spüren, dass es noch mehr Nerd Girls gibt. That’s magic. Durch die klugen Gedanken zu einzelnen Nerd-Spezialgebieten hat sich mein Blick auf einzelne Aspekte verändert. Die Fandoms waren für mich nie unpolitisch. Und daher gilt es für mich wie in jedem Kontext von Kosumverhalten, bewusst zu schauen, aufmerksam zu bleiben und Dinge anhand meiner gegenwärtigen Kenntnisse zu Diskriminierung zu hinterfragen. Need Girl Magic vereint all diese Aspekte und ist dabei dabei im Schreibstil erfrischend, angriffslustig und liebevoll zugleich gestaltet. Ich frage also: WO WAR DIESES BUCH IN MEINEN TEENAGERJAHREN? Zum Glück ist es nun da und hat einen Ehrenplatz in meinem Regal.
Absolut empfehlenswert!
Ich als absoluter Otaku und Geek seid ich sailor Moon zum ersten Mal bei meiner Freundin auf VHS Kassette gesehen hab, musste mir dieses Buch einfach vorbestellen. Nicht nur die oben genannten Themen haben sich für mich absolut vielversprechend angehört, zudem liebe und inhalieren ich gerne Feministische Literatur. Feministische Literatur, über Fandoms, Geeks und Gamer und das alles analysiert aus der Sicht einer Marginalisierten Person, YES! Inhaltlich hat dieses Buch trotz seiner wenigen Seiten einfach so unfassbar viel zu bieten, wer ganz neu in dem Thema ist wird sich eventuell nicht ganz zurecht finden aber jeder der da schonmal etwas zu in der Hand hatte wird es bestimmt gefallen! Simone Goldschmiedt Lechner schafft es in kurzen Kapiteln das wichtigste auf den Punkt zu bringen und trotzdem jede Menge wissen zu vermitteln. Man sollte eventuell wissen das dass Buch einige starke spoiler beinhaltet, über die darin enthaltenen Themen, da das oftmals der Analytik wegen nicht anders funktioniert. Wer Die Bücher oder Serien noch sehen wollte sollte hier aufpassen ;)

Können wir kurz festhalten, wie unfassbar klug dieses Buch ist? Anspruchsvoll ja, aber kurzweilig zu lesen. Ich habe so viel über die Nerdkultur gelernt, der ich selbst angehöre und auch über Fandoms und Nerdgebiete, zu denen ich bisher gar keinen Bezug hatte. Dabei habe ich nie das Gefühl gehabt, dass ich als Leserin „zu wenig Nerd“ sei. Im Gegenteil: Selten habe ich mich als Nerd Girl so akzeptiert und gesehen gefühlt.
„Nerd“-Themen wie Herr der Ringe, Gaming, K-Pop u. a. werden hier aus einer marginalisierten Perspektive betrachtet. Die Autorin beleuchtet dabei in verschiedenen Essays sowohl deren Potentiale für Empowerment als auch kritische Aspekte, wie Diskriminierung. Goldschmidt-Lechner schreibt analytisch-kritisch und dabei immer auch als Fan. Nur Liebe für dieses Buch!
Wissenschaftlich und unterhaltend. So liebe ich Sachbücher.
ch daddel, gerne vor allem RPG‘s. Ich habe seinerzeit das ein oder andere Mal meine Kinder in der Badewanne vergessen, weil der Dungeon noch bewältigt werden musste, ich kann die „Star Wars“ und „Herr der Ringe“ Filme mitsprechen, und bin stolz darauf 12 mal „Die Rückkehr der Jedi Ritter“ im Kino geschaut zu haben (innerhalb von 2 Monaten!!!). Ach ja, und GoT habe ich schon geliebt, als die Cover noch hässlich und die Namen noch englisch waren. Ein minikleines und zugegebenermaßen schon relativ altes Nerdgirl steckt auch in mir. Zumindest fühle ich mich mit dieser Spezies verbunden und deswegen musste dieses Buch natürlich von mir gelesen werden. Und es war tatsächlich eine Offenbarung. Die Autorin beleuchtet wissenschaftlich und auf Basis ihrer autobiografischen Erfahrungen Bereiche wie beispielsweise Fantasy, Manga, SciFi, aber auch Disney, Wrestling und Video Games differenziert und untersucht sie auf Missstände, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht vermuten würde. Wie finden sich BIPOC in Videospielen spiegelt? Welche Faszination übt Sailor Moon aus? Wie queer ist die Mangas Szene? Hat Wrestling was mit Feminismus zu tun? Und wo dominieren Incel‘s und machen Frauen das Leben schwer? Das ist nur eine kleine Auswahl von Fragen, die gestellt werden. Für uns literaturaffine Menschen, gibt es sogar Bezüge zu noch sehr geläufigen Buchtiteln wie Kuangs Babel oder Schachingers Echtzeitalter. Die passenden Antworten gibt einem Goldschmidt – Lechner auf sehr unterhaltende Weise. Dass sich der wissenschaftliche Background deshalb nicht gleich in Luft auflöst, versteht sich von selbst. Frauen, die bei sexistischen Witzen nicht lachen, oder aktiv lieb gewordene Hobbys infrage stellen, sind nicht unbedingt beliebt. Dass sie als „Feminist Killjoys“ bezeichnet werden (und diesen Titel hoffentlich mit Stolz tragen) war mir neu und ich finde das auf jeden Fall sympathisch! Nicht nur diesen Begriff habe ich gelernt. Teilweise las sich das Buch für mich wie eine Fremdsprache, bei der ich mir mühsam aber mit viel Freude Begriffe erarbeiten musste. Ich liebe sowas! Ich habe dann immer das Gefühl meinen Horizont zu erweitern, und näher an den jungen Menschen dran zu sein, was ich sehr wichtig finde. Doch der Abstand war gar nicht so groß, was ich nicht aus meinen Nerd Girl Jahren kannte, begegnete mir dann bei meinen Kids (so ist das, wenn man sehr jung Kinder bekommt) Nur die Perspektivwechsel habe ich damals nicht vollzogen. Dafür ist es aber nie zu spät und wer mit offenen Augen die sozial gesellschaftlichen Umwälzungen betrachtet dürfte mitbekommen haben, dass nicht alles, was wir gerne romantisieren, gerecht, feministisch und/oder ohne Homophobie oder Rassismus ist. Goldschmidt – Lechner nimmt jeden mit. Ich hatte nicht einmal das Gefühl in diesem Buch nicht willkommen zu sein oder etwa kritisiert zu werden. Sie stellt fest, erklärt und analysiert – wie wir damit umgehen, überlässt sie uns. Nicht immer bin ich mit ihr 100 % auf einer Wellenlänge doch sehr viel häufiger, als ich anfangs dachte. Ein großartiges Buch über Themen, die interessieren und deren Gegenwärtigkeit uns geradezu abverlangt, dass man sie mit mehr als nur einem paar Augen betrachten sollte. So mag ich Sachbücher am liebsten, wissenschaftlich und trotzdem kurzweilig!
Nrrd Grrls werden die Welt verändern
Ein zauberhaftes Buch über die Liebe zu, Leidenschaft für und Kritik an vielen Gegenständen, Aspekten und Themen, die sich aus Fandom und Nerdtum ergeben. Ein liebevoller aber auch ernster und kritischer Blick auf die Welt des Fandoms aus mehrfach-marginalisierter Perspektive, der echt gelungen ist. In den Worten von Anita Sarkeesian: "Remember that it is possible to be critical of a medium while still appreciating it"!
In ‘Nerd Girl Magic’ aus dem Hause Verbrecher Verlag widmet sich Simoné Goldschmidt-Lechner verschiedenen Fandoms aus marginalisierter, nicht-weißer und nicht-männlicher Perspektive. Gaming, Anime, Sci-Fi, Fantasy, K-Pop, Pen & Paper uvm. - das Buch ist randvoll mit Themen, die eure Kindheit und Jugend prägten und die euch bestimmt noch bis heute begleiten. Das Lesen ist ein wohltuendes Heimkommen voll von Seelenbalsam. Gleichzeitig rüttelt es an den Grundfesten der Fandoms und lädt dazu ein, die eigenen Leidenschaften nicht ausschließlich in Nostalgiewatte zu packen. Ich habe viel über meine eigene Geekigkeit gelernt, konnte aber vor allen Dingen Perspektiven entdecken, der ich bisher, trotz grundsätzlicher Aufmerksamkeit, nicht sehr gewahr wurde. Für solche Bücher bin ich dankbar. Dieses hier ist erkenntnisreich, stichhaltig, unterhaltsam und wärmend. Eine perfekte Mischung. Kleiner Kritikpunkt: Wir werden alle feststellen müssen, dass das Kapitel über Wrestling zu knapp geraten ist, aber die Fülle an vielfältiger Nerdkultur auf den anderen Seiten lässt mich dieses Manko verkraften. 😉 Ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Menschen Freude und Erkenntnis bringt. Daher eignet es sich auch hervorragend zum Verschenken.

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Von Sailor Moon über K-Pop und Pen & Paper bis hin zu Fanfiction - Nerd Girl Magic greift genau die Themen auf, die viele von uns aus eigener Erfahrung kennen. Die Autorin schaut dabei genau hin: Welche Vorbilder bekommen junge Mädchen eigentlich präsentiert? Wie werden Frauen- und Männerrollen dargestellt? Und wie steht es um Diversität in all den Geschichten, die wir lieben? Was mir besonders gefallen hat: Das Buch zeigt nicht nur, wo es Probleme gibt, sondern auch die positiven Seiten. Zum Beispiel, wie die BTS-Army ihre Reichweite nutzt, um politisch aktiv zu werden, oder wie Fanfiction dabei helfen kann, sich selbst und die eigene Identität besser zu verstehen. Es ist also keine Abrechnung mit Nerdkultur, sondern eine ehrliche und kritische Reflexion, die trotzdem Lust aufs Fan-Sein macht. Der Blickwinkel der Autorin selbst macht das Ganze noch spannender. Aufgewachsen in Südafrika und später in Deutschland erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen in der Community und von der Suche nach Figuren, in denen sie sich wiederfinden konnte. Ich selbst bin schon lange Fan von Anime, Manga und Games und lese hin und wieder auch Fanfiction. Serien wie Sailor Moon, Dragon Ball oder One Piece haben meine Jugend geprägt - und genau deswegen hat mich das Buch so abgeholt. Mein Fazit: Nerd Girl Magic ist ein richtig tolles Buch für alle, die Nerdkultur mal aus einer anderen Perspektive sehen wollen. Es regt zum Nachdenken an, erweitert den Blick - und nimmt einem trotzdem nicht die Freude an den eigenen Lieblingswelten.
Nehmt das, Incel-Männer!
Nerd Girl Magic nimmt uns mit in viele Fakten und Anekdoten einer Millenial Autorin die seit ihrer Kindheit als Nerd unterwegs ist. Ich hatte mit einigen Inhalten Probleme durch Unwissen bei WoW oder pen and paper aber hab immer was lehrreiches mitgenommen. Dass Gaming und Nerdig sein nicht nur Cis-Männern vorbehalten ist, ist schon lange klar aber hier wird nochmal der Finger in die Wunde gelegt: Frauen und queere Personen waren schon immer ebenfalls Nerds und sind für viele Errungenschaften verantwortlich!
Wissenschaftlich fundiert, Lesesog, Fandom-Liebe - Wo war dieses Buch all die Jahre?!
Definiere Nerd. Was fällt euch zu dieser Aufforderung ein? Genau, ein weißer Mann mit einer Leidenschaft für ein besonders spezielles Interessensgebiet. Wie so oft sind alle anderen Gruppen, die diese Leidenschaft teilen in unserer Gesellschaft irgendwie unsichtbar. Die Autorin geht in „Nerd Girl Magic“ zum einen der Frage auf den Grund, warum das so ist, zum anderen deckt sie auf, dass Teilhabe marginalisierter Gruppen auch auf diesem Bereich oftmals nicht erwünscht ist. Wir reisen mit der Autorin dabei durch verschiedene Fandoms. Ich bin wirklich beeindruckt wie sauber recherchiert und belegt diese Reise gestaltet wurde. Gleichzeitig empfand ich auch sehr viel Freude, in lieb gewonnene Fandoms abzutauchen, zu spüren, dass es noch mehr Nerd Girls gibt. That’s magic. Durch die klugen Gedanken zu einzelnen Nerd-Spezialgebieten hat sich mein Blick auf einzelne Aspekte verändert. Die Fandoms waren für mich nie unpolitisch. Und daher gilt es für mich wie in jedem Kontext von Kosumverhalten, bewusst zu schauen, aufmerksam zu bleiben und Dinge anhand meiner gegenwärtigen Kenntnisse zu Diskriminierung zu hinterfragen. Need Girl Magic vereint all diese Aspekte und ist dabei dabei im Schreibstil erfrischend, angriffslustig und liebevoll zugleich gestaltet. Ich frage also: WO WAR DIESES BUCH IN MEINEN TEENAGERJAHREN? Zum Glück ist es nun da und hat einen Ehrenplatz in meinem Regal.
Absolut empfehlenswert!
Ich als absoluter Otaku und Geek seid ich sailor Moon zum ersten Mal bei meiner Freundin auf VHS Kassette gesehen hab, musste mir dieses Buch einfach vorbestellen. Nicht nur die oben genannten Themen haben sich für mich absolut vielversprechend angehört, zudem liebe und inhalieren ich gerne Feministische Literatur. Feministische Literatur, über Fandoms, Geeks und Gamer und das alles analysiert aus der Sicht einer Marginalisierten Person, YES! Inhaltlich hat dieses Buch trotz seiner wenigen Seiten einfach so unfassbar viel zu bieten, wer ganz neu in dem Thema ist wird sich eventuell nicht ganz zurecht finden aber jeder der da schonmal etwas zu in der Hand hatte wird es bestimmt gefallen! Simone Goldschmiedt Lechner schafft es in kurzen Kapiteln das wichtigste auf den Punkt zu bringen und trotzdem jede Menge wissen zu vermitteln. Man sollte eventuell wissen das dass Buch einige starke spoiler beinhaltet, über die darin enthaltenen Themen, da das oftmals der Analytik wegen nicht anders funktioniert. Wer Die Bücher oder Serien noch sehen wollte sollte hier aufpassen ;)

Können wir kurz festhalten, wie unfassbar klug dieses Buch ist? Anspruchsvoll ja, aber kurzweilig zu lesen. Ich habe so viel über die Nerdkultur gelernt, der ich selbst angehöre und auch über Fandoms und Nerdgebiete, zu denen ich bisher gar keinen Bezug hatte. Dabei habe ich nie das Gefühl gehabt, dass ich als Leserin „zu wenig Nerd“ sei. Im Gegenteil: Selten habe ich mich als Nerd Girl so akzeptiert und gesehen gefühlt.
„Nerd“-Themen wie Herr der Ringe, Gaming, K-Pop u. a. werden hier aus einer marginalisierten Perspektive betrachtet. Die Autorin beleuchtet dabei in verschiedenen Essays sowohl deren Potentiale für Empowerment als auch kritische Aspekte, wie Diskriminierung. Goldschmidt-Lechner schreibt analytisch-kritisch und dabei immer auch als Fan. Nur Liebe für dieses Buch!
Wissenschaftlich und unterhaltend. So liebe ich Sachbücher.
ch daddel, gerne vor allem RPG‘s. Ich habe seinerzeit das ein oder andere Mal meine Kinder in der Badewanne vergessen, weil der Dungeon noch bewältigt werden musste, ich kann die „Star Wars“ und „Herr der Ringe“ Filme mitsprechen, und bin stolz darauf 12 mal „Die Rückkehr der Jedi Ritter“ im Kino geschaut zu haben (innerhalb von 2 Monaten!!!). Ach ja, und GoT habe ich schon geliebt, als die Cover noch hässlich und die Namen noch englisch waren. Ein minikleines und zugegebenermaßen schon relativ altes Nerdgirl steckt auch in mir. Zumindest fühle ich mich mit dieser Spezies verbunden und deswegen musste dieses Buch natürlich von mir gelesen werden. Und es war tatsächlich eine Offenbarung. Die Autorin beleuchtet wissenschaftlich und auf Basis ihrer autobiografischen Erfahrungen Bereiche wie beispielsweise Fantasy, Manga, SciFi, aber auch Disney, Wrestling und Video Games differenziert und untersucht sie auf Missstände, die man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht vermuten würde. Wie finden sich BIPOC in Videospielen spiegelt? Welche Faszination übt Sailor Moon aus? Wie queer ist die Mangas Szene? Hat Wrestling was mit Feminismus zu tun? Und wo dominieren Incel‘s und machen Frauen das Leben schwer? Das ist nur eine kleine Auswahl von Fragen, die gestellt werden. Für uns literaturaffine Menschen, gibt es sogar Bezüge zu noch sehr geläufigen Buchtiteln wie Kuangs Babel oder Schachingers Echtzeitalter. Die passenden Antworten gibt einem Goldschmidt – Lechner auf sehr unterhaltende Weise. Dass sich der wissenschaftliche Background deshalb nicht gleich in Luft auflöst, versteht sich von selbst. Frauen, die bei sexistischen Witzen nicht lachen, oder aktiv lieb gewordene Hobbys infrage stellen, sind nicht unbedingt beliebt. Dass sie als „Feminist Killjoys“ bezeichnet werden (und diesen Titel hoffentlich mit Stolz tragen) war mir neu und ich finde das auf jeden Fall sympathisch! Nicht nur diesen Begriff habe ich gelernt. Teilweise las sich das Buch für mich wie eine Fremdsprache, bei der ich mir mühsam aber mit viel Freude Begriffe erarbeiten musste. Ich liebe sowas! Ich habe dann immer das Gefühl meinen Horizont zu erweitern, und näher an den jungen Menschen dran zu sein, was ich sehr wichtig finde. Doch der Abstand war gar nicht so groß, was ich nicht aus meinen Nerd Girl Jahren kannte, begegnete mir dann bei meinen Kids (so ist das, wenn man sehr jung Kinder bekommt) Nur die Perspektivwechsel habe ich damals nicht vollzogen. Dafür ist es aber nie zu spät und wer mit offenen Augen die sozial gesellschaftlichen Umwälzungen betrachtet dürfte mitbekommen haben, dass nicht alles, was wir gerne romantisieren, gerecht, feministisch und/oder ohne Homophobie oder Rassismus ist. Goldschmidt – Lechner nimmt jeden mit. Ich hatte nicht einmal das Gefühl in diesem Buch nicht willkommen zu sein oder etwa kritisiert zu werden. Sie stellt fest, erklärt und analysiert – wie wir damit umgehen, überlässt sie uns. Nicht immer bin ich mit ihr 100 % auf einer Wellenlänge doch sehr viel häufiger, als ich anfangs dachte. Ein großartiges Buch über Themen, die interessieren und deren Gegenwärtigkeit uns geradezu abverlangt, dass man sie mit mehr als nur einem paar Augen betrachten sollte. So mag ich Sachbücher am liebsten, wissenschaftlich und trotzdem kurzweilig!
Nrrd Grrls werden die Welt verändern
Ein zauberhaftes Buch über die Liebe zu, Leidenschaft für und Kritik an vielen Gegenständen, Aspekten und Themen, die sich aus Fandom und Nerdtum ergeben. Ein liebevoller aber auch ernster und kritischer Blick auf die Welt des Fandoms aus mehrfach-marginalisierter Perspektive, der echt gelungen ist. In den Worten von Anita Sarkeesian: "Remember that it is possible to be critical of a medium while still appreciating it"!
In ‘Nerd Girl Magic’ aus dem Hause Verbrecher Verlag widmet sich Simoné Goldschmidt-Lechner verschiedenen Fandoms aus marginalisierter, nicht-weißer und nicht-männlicher Perspektive. Gaming, Anime, Sci-Fi, Fantasy, K-Pop, Pen & Paper uvm. - das Buch ist randvoll mit Themen, die eure Kindheit und Jugend prägten und die euch bestimmt noch bis heute begleiten. Das Lesen ist ein wohltuendes Heimkommen voll von Seelenbalsam. Gleichzeitig rüttelt es an den Grundfesten der Fandoms und lädt dazu ein, die eigenen Leidenschaften nicht ausschließlich in Nostalgiewatte zu packen. Ich habe viel über meine eigene Geekigkeit gelernt, konnte aber vor allen Dingen Perspektiven entdecken, der ich bisher, trotz grundsätzlicher Aufmerksamkeit, nicht sehr gewahr wurde. Für solche Bücher bin ich dankbar. Dieses hier ist erkenntnisreich, stichhaltig, unterhaltsam und wärmend. Eine perfekte Mischung. Kleiner Kritikpunkt: Wir werden alle feststellen müssen, dass das Kapitel über Wrestling zu knapp geraten ist, aber die Fülle an vielfältiger Nerdkultur auf den anderen Seiten lässt mich dieses Manko verkraften. 😉 Ich bin mir sicher, dass das Buch vielen Menschen Freude und Erkenntnis bringt. Daher eignet es sich auch hervorragend zum Verschenken.















