Die weiße Stunde

Die weiße Stunde

Softcover
4.549

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Description

Drei ungelöste Frauenmorde und ein Täter, der zurückgekehrt zu sein scheint …

Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist?

»Für mich eine der tollsten Krimi-Kommissar-Figuren, die es überhaupt in den letzten Jahren gab. Deswegen: Die August-Emmerich-Reihe unbedingt lesen.« Stefan Keim, WDR 4

Lust auf noch mehr historische Kriminalromane? Dann verpassen Sie nicht die Felix-Blom-Reihe von SPIEGEL-Bestsellerautorin Alex Beer!

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
368
Price
13.40 €

Author Description

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Ihre spannende Krimi-Reihe um den Ermittler August Emmerich erhielt zahlreiche Shortlist-Nominierungen (u.a. für den Friedrich Glauser Preis, Viktor Crime Award, Crime Cologne Award) und wurde mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017 und 2019 sowie dem Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels MIMI 2020 prämiert. Auch der Österreichische Krimipreis wurde der Autorin 2019 verliehen. Neben dem Wiener Kriminalinspektor hat Alex Beer mit Felix Blom eine weitere faszinierende Figur erschaffen, die im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhundert ermittelt und für den sie mit dem silbernen Homer 2023 und dem Berliner Krimifuchs 2024 ausgezeichnet wurde.

Posts

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All
5

Wieder großartig!

Der nächste Teil der Emmerich-Reihe ist wieder einmal mehr als gelungen! Spannung, Mord und eigenwillige Charaktere mit historischen Fakten zu verknüpfen: das kann Alex Beer! Und so liest man nicht nur einen großartigen Krimi, sondern nimmt auch gleichzeitig Geschichtsunterricht.

4

Endlich ein neuer Fall für Emmerich und Winter - diesmal um von der Inflation gebeutelten Wien von 1923. Ich fand’s spannend, das Buch las sich diesmal einfach so weg ☺️ Sehr offenes Ende, sodass ich auf die Fortsetzung hoffen kann 🤩

4.5

Wien, 1923, Hakenkreuzler treiben ihr Unwesen, ein knatschiger Kriminalinspektor, Schneeflocken, und eine Schimpfdose. Was hat das alles miteinander zu tun? Marita Hochmeister feiert ihren Geburtstag, opulent mit den großen Größen Wiens. Leider wird sie von ihrer Zugehfrau nach der Party tot aufgefunden. Wer war das? August Emmerich, pensionierter Kriminalinspektor wird gerufen um den Fall aufzuklären. Ihm kommt das irgendwie bekannt vor, wie Frau Hochmeister getötet wurde. Kann er den Fall lösen, auch bevor sein Gehalt sich in diversen Schimpfwortdosen aufhält? Das ist Band 6, man kann die Bände unabhängig lesen. Doch einiges versteht man bestimmt besser, wenn die anderen Bände bekannt sind.

5

Spannende Jagd auf einen Serienmörder „Was hat die Frau nur getan, um so zu enden?!“ Kriminalinspektor August Emmerich und sein Mitarbeiter Ferdinand Winter haben ja schon einiges gesehen, aber die tote Marita Hochmeister erschreckt sie trotzdem. Ihre Zugehfrau hat sie zugedeckt im Bett gefunden, darunter war Marita nackt und blutverschmiert, alle Glieder wurden verrenkt und ihr Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Dabei hat der Täter keine Spuren hinterlassen, scheint nicht eingebrochen zu sein, hat nichts gestohlen und sich auch nicht an ihr vergangen. War es einer der Gäste, die am Vorabend Maritas Geburtstag mit ihr gefeiert haben? Während Emmerich und Winter erste Überlegungen anstellen, mischt sich Heinrich Wertheim, der ehemalige Leiter der Abteilung Leib und Leben, in ihre Ermittlungen ein. Sein letzter Fall vor der Pensionierung vor 10 Jahren war ein Frauenmörder, der auf genau die gleiche Art und Weise dreimal getötet hat. Es gab damals einen Verdächtigen, dem sie die Taten allerdings nie nachweisen konnten und der dann plötzlich verschwunden war. Wertheim ist überzeugt, dass er jetzt zurückgekehrt ist und es nicht bei der einen Toten bleiben wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Doch das ist nicht Emmerichs einziges Problem. Er hat beim letzten Fall endlich herausgefunden, wer sein Vater war, und ihn auch beerbt. Leider stellt sich die Villa als Fass ohne Boden heraus. Emmerich fehlt das Geld für den Unterhalt des alten Gemäuers. Seine ganze Hoffnung liegt auf einem Schlüssel, der mit zum Erbe gehört und ihm hoffentlich die Tür zu einem Schatz öffnet – wenn er sie nur endlich finden würde. Außerdem hängt ihm sein alter Freund Veit Kolja im Nacken. Der Schwarzhändler ist inzwischen in der Politik und wird (vermutlich von den Hakenkreuzler) wegen seiner Vergangenheit bedroht. Emmerich soll die Beweise dafür vernichten, dann sagt ihm Kolja, wo der Schlüssel passt … Winter hat es ebenfalls nicht leicht. Seine Großmutter will ihn endlich unter die Haube bringen und trifft einfach Verabredungen für ihn. Das wiederum findet Emmerich gut. Die Damen sind nämlich aus besseren Kreisen und kannten Marita, Winter könnte also das (Un-)Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. „Aber bei dem Gedanken, ein Rendezvous für solche Zwecke auszunutzen, fühle ich mich schmutzig, bissl wie … eine Hure.“ Auch „Die weiße Stunde“, der 6. Fall von August Emmerich, ist wieder wahnsinnig spannend. Wertheim fokussiert sich auf den Täter von damals und mischt sich dauernd in die Ermittlungen ein, die Emmerich und Winter in die High Society von Wien, in die sich Marita hochgearbeitet hatte, und auf den Friedhof der Namenlosen führen. Denn mit einem hatte Wertheim recht, es folgen weitere tote Frauen. Ich hatte mich übrigens auch irgendwann auf einen Täter eingeschossen – und lag grandios daneben. Chapeau, wie Alex Beer den Fall am Ende aufgelöst hat, die literarische Referenz hat mir sehr gut gefallen. Außerdem will ich nach dem Cliffhanger natürlich wissen, wie es in Emmerichs Leben weitergeht. Ich mag auch die Einbindung der privaten Hintergründe der Ermittler und wie sie von den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen beeinflusst werden. 1923 beherrscht die Hyperinflation den Alltag und Emmerich und seine kleine Familie versuchen sich als Selbstversorger. Auch dieser Band wurde wieder grandios von Cornelius Obonya eingelesen. Er schafft es, jeder Figur ihre ganz eigene Stimme zu geben und die charakterlichen Merkmale herauszuarbeiten. Das ist ganz großes Hör-Kopf-Kino.

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5

Cornelius Obonya zuzuhören ist ein Genuss. Er gibt jeder Figur eine eigene Klangfarbe. Es wirkt fast so, als würde hier weit mehr als eine Person lesen, so individuell klingen die Charaktere. Das Buch liefert all das, was ich mir von einem Emmerich erwartet habe: einen grantelnder Inspektor, eine komplexe Kriminalgeschichte, viel Lokalkolorit und - wie immer bei Alex Beer - sozialgeschichtlich eingebettete und gut recherchierte Fakten, diesmal u.a. zu unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und aufkeimendem Nationalsozialismus. Ich freue mich schon auf den nächsten Band! Das Ende lässt sehr darauf hoffen, dass es weitergeht ...

5

Das Warten hat sich gelohnt! 3 Jahre mussten die Fans vom granteligen Wiener Kriminalinspektor Emmerich auf den 6. Band warten. Jahre, in denen die Autorin mal Abstand von ihrer vielschichtigen Romanfigur brauchte, der sie von 2018-2021 bereits fünf hochkarätige Stoffe lieferte. Eine Zeit, in der sie mit Felix Bloom einen neuen Ermittler in zwei Kriminalromanen im Berlin der 1870 er Gründerzeitjahre präsentierte, die ich auch nur empfehlen kann. Der neue Emmerich fügt sich nahtlos an die Vorgänger mit hohem Tempo an, kann aber aus meiner Sicht durchaus auch alleinstehend gelesen werden. Das Buch ist sprachlich dicht und flüssig, die Handlung facettenreich mit vielen Wendungen. Kurz: unbedingt lesenswert, denn ich konnte nicht aufhören und hab es an einem Wochenende durchgelesen. Für historische Krimifans ein Muss und zu dem Cornelius Obonya wieder einmal eine grandiose Hörspielfassung abgeliefert hat.

Wien im Jahre 1923: die Stadt ist politisch aufgeheizt, der Unterschied zwischen arm und reich wird immer grotesker und die Kommunisten und die Nazis radikalisieren sich immer weiter. Während London, Paris und Berlin schon vom Aufschwung der Goldener Zwanziger profitieren, ist Wien noch gefesselt in Inflation und Nachkriegswehen. Inmitten dieser Atmosphäre erregt der brutale Mord an einer Gesellschaftsdame großes Aufsehen und der grantelige August Emmerich und sein kongenialer Sidekick Winter werden mit den schwierigen Ermittlungen betraut. Schon einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor auf mögliche Parallelen zu einer 3-teiligen Mordserie zehn Jahre zuvor hin. Ist der Serienmmörder von damals zurückgekehrt? Emmerich sucht fortan intensiv nach einem Schlüssel. Und das in dreierlei Hinsicht: zu dem Fall fehlt ihm der Zusammenhang und das Motiv und daneben sucht er auch ganz physisch nach dem passenden Schloss zu einem Schlüssel, den ihm sein Vater als letztes Vermächtnis hinterlassen hat. Und zu guter letzt bittet ihn auch sein langjähriger krimineller Wegbegleiter Veit Kolja um Unterstützung, um massiven Drohungen nachzugehen. So verweben sich die Suche nach dem Mörder, nach der eigenen Identität und nach einem Erpresser zu einer rasanten Fahrt durch das „Drecksloch Wien“, wie die Autorin die Stadt selbst bei ihrer Deutschlandpremiere plastisch umschrieben hat. Der Leser wird umgehend in die Geschichte hineingezogen, das Tempo bleibt ständig hoch, die Anzahl der Wendungen auch und zum Schluss wartet auch noch ein veritabler Cliffhanger. Mir hat das Buch großartig gefallen, habe es wirklich in drei Tagen durchgelesen und kann es nur weiterempfehlen. Man kann in diesen Band sogar ohne Vorkenntnisse der vorherigen 5 Bände einsteigen, was ich als gelungen erachte. Klare Leseempfehlung! Und wer auch noch einen Faible für Hörbücher hat, dem sei auch die wunderbare Hörbuchfassung gelesen von Cornelius Obonya ans Herz gelegt. Parallel sind übrigens gerade auch die ersten 5 Hörbücher der Emmerich-Reihe gelesen von Cornelius Obonya in einer Box erschienen. Bitte unbedingt besorgen, solange es noch geht, denn diese stellen ein absolutes Highlight in der deutschsprachigen Audiowelt dar!!!

5

Emmerich, wie er leibt und lebt

Ich liebe einfach diese Reihe, was mir wieder beweist, wenn ich ein Buch in 24 h beendet habe. Frau Beer hat die Figur Emmerich, der in Wien (Zwischenkriegszeit) ermittelt so wunderbar authentisch wienerisch gezeichnet. Seit seinem ersten Fall bin ich großer Fan und in "Die weiße Stunde" hat er nichts an seinem Wiener Grant und Schmäh verloren. Wie immer konnte ich laut lachen und mit den alten und neuen Figuren mitfiebern. Selten gibt es eine Reihe, die nebenher Wien und ihre Bevölkerung, so dermaßen gut beschreibt. Ich freu mich auf den nächsten Teil, auch wenn der Cliffhanger wirklich 'Orsch' ist. 1.000 Kronen in die Schimpfwortkassa 🤣

4

wieder einmal ein tolles Buch von Alex Beer :) man ertappt sich sooft, wie schnell und einfach diese Mordfälle mit der heutigen Technik zu lösen wären. Muss eine arge Zeit damals gewesen sein.

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