Die vierte Hand

Die vierte Hand

Softcover
3.443
ReporterLöweFrauenheldSkurrile Charaktere

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Description

Während einer Indienreportage wird einem New Yorker Journalisten vor laufender Kamera die linke Hand von einem hungrigen Zirkuslöwen abgebissen; Millionen Fernsehzuschauer sind Zeugen des Unfalls. In Boston wartet ein verschrobener Handchirurg auf eine Gelegenheit, die erste amerikanische Handtransplantation vorzunehmen. Und eine junge Ehefrau in Wisconsin hat es sich in den Kopf gesetzt, dem einhändigen Reporter die linke Hand ihres Mannes zu geben – wenn dieser stirbt. Doch der Mann ist jung und kerngesund.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
448
Price
14.40 €

Author Description

John Irving, geboren 1942 in Exeter, New Hampshire, lebt in Toronto und ist einer der begnadetsten Autoren Nordamerikas. Seine bisher 16 Romane wurden alle Weltbestseller, vier davon verfilmt. 2000 erhielt er einen Oscar für die beste Drehbuchadaption für die Verfilmung seines Romans ›Gottes Werk und Teufels Beitrag‹.

Posts

3
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Allerhand Skurriles

2,5 Sterne Für mich nicht sein stärkster Roman – und trotzdem: Beim Lesen fühle ich mich immer, als würde ich in ein Ferienhaus zurückkehren, das ich seit meinen Zwanzigern jedes Jahr für ein paar Tage besuche. Alles ist seltsam vertraut. Ich hatte auch diesmal das typische Irving-Gefühl: schräge Figuren, kuriose Handlungsstränge, ein bisschen Zirkus, ein bisschen Schmerz. Ich lese Irving mittlerweile chronologisch – so kann man die wiederkehrenden Motive wahrscheinlich am besten genießen: Bären, Schauspieler, Österreich, körperliche Beeinträchtigungen, Verlust. Sie sind wie kleine Puzzleteile oder Dominosteine, die sich von Buch zu Buch gegenseitig anstoßen und neu zusammengewürfelt ein skurriles Gesamtbild ergeben. Irving schreibt, wie Picasso malt – anders, chaotisch, klug. Es ist immer eine kleine Reise, bei der ich lache, weine und etwas lerne. Was ich diesmal u.a. gelernt habe: - Viel über Amputationen - Pantophagie = wenn Hunde ALLES 💩 fressen - Dass JFK Jr., seine Frau und deren Schwester 1999 bei einem Flugzeugabsturz starben – er selbst flog die Maschine zur Hochzeit seiner Cousine Wer Lust auf eine skurrile Reise hat, findet in Irving sicher ein unvergleichliches Feriendomizil. #Sommersub #BookstagramDeutschland  #justread

Allerhand Skurriles
4

2019 nach über 10 Jahren noch einmal gelesen: Eher 3,5 Ich finde es tatsächlich vor allem interessant, weil ich jetzt Dinge bemerke die ich beim ersten Lesen (was so 2002 in etwa gewesen sein dürfte) nie bemerkt hätte. Vor allem den heftigen Sexismus den die gesamte Story ziemlich ausmacht. Es ist ehrlich gesagt ziemlich krass, wie hier die Frauenfiguren dargestellt werden. Und das von einem Autor, dem (ich auch übrigens) eigentlich nachgesagt wird, besonders tolle und realistische Frauenfiguren zu beschreiben. Diese sind hier im Grunde alle irgendwie fast schon Sex besessen und alle darauf aus einen der männlichen Hauptfiguren irgendwie abzugreifen, zwar aus unterschiedlichen Motiven heraus aber es ist trotzdem so. Und daraus werden dann verschiedene Liebesgeschichten gesponnen. Ehrlich gesagt wundert mich auch nicht mehr so groß, das Die vierte Hand eher untergegangen ist, im Vergleich zu anderen Romanen über die nach wie vor (und zu Recht meiner Meinung nach) gesprochen wird. Die Handlung selbst - wenn man mal diese unsäglichen Sexstories außen vor lässt, finde ich nach wie vor cool und interessant. Vor allem die ganze Geschichte rund um die Hand, das ist sehr Irvingtypisch skuril aufgezogen. Kritik an diesem Reißerischen Fernsehjournalismus Inklusive. Witzig finde ich hier die Erwähnung des ZDF.^^ Ich habe den Roman schon zu Ende gelesen, es war aber trotzdem ein klein wenig hinter dem zurück, was ich von Irving seitdem gelesen habe. Das ist auch ok, aber andererseits habe ich mir meinen eher positiven Eindruck schon etwas versaut...Aber gut, ich weiß ja, das mir bei Irving eben nicht alle Bücher gefallen. Hier hat es mich sogar ein wenig ernüchtert zurückgelassen, eben weil dieser ganze Sexismus der sich durch den Roman zieht schon auffällig ist. Zum Teil ist es eine kluge Kritik an Alltagsexismus, vor allem wenn es um die Darstellung einer Tagung zur Zukunft der Frau in Japan geht. Oder auch einer, wenn auch eher sanften, Kritik daran, wie Frauen von Männern hin höheren Positionen benutzt werden. Aber zum Teil ist es eben auch Zeichen dessen, was Ende der 90er und Anfang der 2000er noch als normal betrachtet wurde. Frauen als Sexobjekt und Nymphoman, sobald sie sich mal auch für Sex interessieren. Oder eben als eher manipulierend und Sex als Einsatz verwenden um zu bekommen was sie wollen... Ich versuche es also auch ein bisschen im Kontext der Entstehungszeit zu lesen. Trotzdem, für mich insgesamt ein schwacher Irving.

2

"Nettes" Buch, schön geschrieben, ein paar überraschende Reflexionen des Protagonisten, Kritik an System Presse, aber in Summe hat mich das Buch in keiner Weise richtig berührt - ausser dass die Liebesgeschichte darin ungewöhnlich und schön ist.

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