
Allerhand Skurriles
2,5 Sterne Für mich nicht sein stärkster Roman – und trotzdem: Beim Lesen fühle ich mich immer, als würde ich in ein Ferienhaus zurückkehren, das ich seit meinen Zwanzigern jedes Jahr für ein paar Tage besuche. Alles ist seltsam vertraut. Ich hatte auch diesmal das typische Irving-Gefühl: schräge Figuren, kuriose Handlungsstränge, ein bisschen Zirkus, ein bisschen Schmerz. Ich lese Irving mittlerweile chronologisch – so kann man die wiederkehrenden Motive wahrscheinlich am besten genießen: Bären, Schauspieler, Österreich, körperliche Beeinträchtigungen, Verlust. Sie sind wie kleine Puzzleteile oder Dominosteine, die sich von Buch zu Buch gegenseitig anstoßen und neu zusammengewürfelt ein skurriles Gesamtbild ergeben. Irving schreibt, wie Picasso malt – anders, chaotisch, klug. Es ist immer eine kleine Reise, bei der ich lache, weine und etwas lerne. Was ich diesmal u.a. gelernt habe: - Viel über Amputationen - Pantophagie = wenn Hunde ALLES 💩 fressen - Dass JFK Jr., seine Frau und deren Schwester 1999 bei einem Flugzeugabsturz starben – er selbst flog die Maschine zur Hochzeit seiner Cousine Wer Lust auf eine skurrile Reise hat, findet in Irving sicher ein unvergleichliches Feriendomizil. #Sommersub #BookstagramDeutschland #justread


