Der schwarze Obelisk
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Description
Book Information
Author Description
Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.
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Top 10 meines Lebens
Mein Lesejahr 2024 startet mit einem der besten Bücher, das ich in meinem Leben je gelesen habe. Ich habe mir die ganze Zeit gedacht „Wie perfekt kann Remarque eigentlich schreiben“ und „Bitte hör nicht auf, Buch, so ein Lesen kommt nur selten vor im Leben“. Es ist nicht das typische Remarque-Setting mitten in einem Krieg. Wir befinden uns im Jahr 1923. Deutschland ist in einer tiefen Krise nach dem verlorenen 1. Weltkrieg, mitten in einer Inflation und am Beginn des aufkeimenden Nationalsozialismus. In diesem Deutschland lebt der Ich-Erzähler Ludwig Bodmer. Er ist Mitte 20 und hat im 1. Weltkrieg kämpfen müssen. Auch deswegen trägt der Roman den Untertitel „Geschichte einer verspäteten Jugend“. Ludwig arbeitet als Grabsteinverkäufer und Organist. Er ist auf der Suche nach Liebe, nach Menschlichkeit, nach Freundschaft, nach dem Sinn des Lebens. Auf dieser Suche verliebt er sich in die schizophrene Genevieve… 101 Jahre später leben wir in einem ganz anderen Deutschland mit ähnlichen Entwicklungen und Herausforderungen. Allein deswegen, und auch aufgrund seiner zeitlosen Themen, ist der Klassiker schon ungeheuer zeitgemäß. Dazu kommt noch Remarques unvergleichlicher Schreibstil: markig, sarkastisch und doch feinfühlig, nachdenklich. Ein Buch, dass ich jeder/jedem in die Hand drücken würde, ohne Sorge zu haben, dass sie/er nicht reinkommt. Ich habe lange nicht mehr so viel in einem Buch herummarkiert. Ludwig Bodmer, der sympathische Moralist mit trockener Schnauze, gehört nun zu meinen liebsten literarischen Figuren. Großartig! Ein Buch fürs Leben.
Unglaublich vielschichtige Darstellung der Zwischenkriegszeit im allgemeinen und der Hyperinflation im speziellen.
Dieser Roman ist nicht leicht zu lesen, sowohl vom Stil, wie auch von der Vielzahl der Handlungstränge, die auch erst aufgebaut werden müssen . Es lohnt sich aber, das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Als Remarques letzter Roman, ist er als einziger nach dem zweiten Weltkrieg entstanden und steht in gewisser Weise für sich allein. (Andere Werke sind eher eine Rückschau auf den ersten Weltkrieg, deren Heimkehrer oder Exilliteratur.) Der schwarze Obelisk bildet mit seiner Rückschau auf eine bedrohte Demokratie ein düsteres Bild seiner Zeit. Die vielen Handlungsstränge, behandeln neben der Findigkeit der Leute, die sich durchschlagen, einen Blick auf den aufkeimenden Faschismus, Referenzen auf eine gewisse Doppelmoral der Handlungs- und Entstehungszeit, sowie eine besondere Liebesgeschichte. Leider besitzt dieser politische Roman wieder eine erschreckende Aktualität. Er enthält ein Nachwort des Autoren, zu eben seinem letzten Roman. Dies bildet damit auch den Abschluss des Gesamtwerkes.
Ein sehr poetisches Buch, das sich mit den Gefühlen und Gedanken der Nachkriegsgeneration nach dem ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Beeindruckend war für mich festzustellen das die Fragen, die der Hauptakteur sich auf der Suche nach, nach dem Lebenssinn, nach Religion und Liebe stellt, noch heute diesselben sind. Remarque hat das Talent Geschichte lebensnah zu vermitteln ohne dabei belehrend zu wirken. Ein wundervolles Buch das ich jedem nur empfehlen kann.
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Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.
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Top 10 meines Lebens
Mein Lesejahr 2024 startet mit einem der besten Bücher, das ich in meinem Leben je gelesen habe. Ich habe mir die ganze Zeit gedacht „Wie perfekt kann Remarque eigentlich schreiben“ und „Bitte hör nicht auf, Buch, so ein Lesen kommt nur selten vor im Leben“. Es ist nicht das typische Remarque-Setting mitten in einem Krieg. Wir befinden uns im Jahr 1923. Deutschland ist in einer tiefen Krise nach dem verlorenen 1. Weltkrieg, mitten in einer Inflation und am Beginn des aufkeimenden Nationalsozialismus. In diesem Deutschland lebt der Ich-Erzähler Ludwig Bodmer. Er ist Mitte 20 und hat im 1. Weltkrieg kämpfen müssen. Auch deswegen trägt der Roman den Untertitel „Geschichte einer verspäteten Jugend“. Ludwig arbeitet als Grabsteinverkäufer und Organist. Er ist auf der Suche nach Liebe, nach Menschlichkeit, nach Freundschaft, nach dem Sinn des Lebens. Auf dieser Suche verliebt er sich in die schizophrene Genevieve… 101 Jahre später leben wir in einem ganz anderen Deutschland mit ähnlichen Entwicklungen und Herausforderungen. Allein deswegen, und auch aufgrund seiner zeitlosen Themen, ist der Klassiker schon ungeheuer zeitgemäß. Dazu kommt noch Remarques unvergleichlicher Schreibstil: markig, sarkastisch und doch feinfühlig, nachdenklich. Ein Buch, dass ich jeder/jedem in die Hand drücken würde, ohne Sorge zu haben, dass sie/er nicht reinkommt. Ich habe lange nicht mehr so viel in einem Buch herummarkiert. Ludwig Bodmer, der sympathische Moralist mit trockener Schnauze, gehört nun zu meinen liebsten literarischen Figuren. Großartig! Ein Buch fürs Leben.
Unglaublich vielschichtige Darstellung der Zwischenkriegszeit im allgemeinen und der Hyperinflation im speziellen.
Dieser Roman ist nicht leicht zu lesen, sowohl vom Stil, wie auch von der Vielzahl der Handlungstränge, die auch erst aufgebaut werden müssen . Es lohnt sich aber, das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Als Remarques letzter Roman, ist er als einziger nach dem zweiten Weltkrieg entstanden und steht in gewisser Weise für sich allein. (Andere Werke sind eher eine Rückschau auf den ersten Weltkrieg, deren Heimkehrer oder Exilliteratur.) Der schwarze Obelisk bildet mit seiner Rückschau auf eine bedrohte Demokratie ein düsteres Bild seiner Zeit. Die vielen Handlungsstränge, behandeln neben der Findigkeit der Leute, die sich durchschlagen, einen Blick auf den aufkeimenden Faschismus, Referenzen auf eine gewisse Doppelmoral der Handlungs- und Entstehungszeit, sowie eine besondere Liebesgeschichte. Leider besitzt dieser politische Roman wieder eine erschreckende Aktualität. Er enthält ein Nachwort des Autoren, zu eben seinem letzten Roman. Dies bildet damit auch den Abschluss des Gesamtwerkes.
Ein sehr poetisches Buch, das sich mit den Gefühlen und Gedanken der Nachkriegsgeneration nach dem ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Beeindruckend war für mich festzustellen das die Fragen, die der Hauptakteur sich auf der Suche nach, nach dem Lebenssinn, nach Religion und Liebe stellt, noch heute diesselben sind. Remarque hat das Talent Geschichte lebensnah zu vermitteln ohne dabei belehrend zu wirken. Ein wundervolles Buch das ich jedem nur empfehlen kann.






