Unglaublich vielschichtige Darstellung der Zwischenkriegszeit im allgemeinen und der Hyperinflation im speziellen.
Dieser Roman ist nicht leicht zu lesen, sowohl vom Stil, wie auch von der Vielzahl der Handlungstränge, die auch erst aufgebaut werden müssen . Es lohnt sich aber, das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Als Remarques letzter Roman, ist er als einziger nach dem zweiten Weltkrieg entstanden und steht in gewisser Weise für sich allein. (Andere Werke sind eher eine Rückschau auf den ersten Weltkrieg, deren Heimkehrer oder Exilliteratur.) Der schwarze Obelisk bildet mit seiner Rückschau auf eine bedrohte Demokratie ein düsteres Bild seiner Zeit. Die vielen Handlungsstränge, behandeln neben der Findigkeit der Leute, die sich durchschlagen, einen Blick auf den aufkeimenden Faschismus, Referenzen auf eine gewisse Doppelmoral der Handlungs- und Entstehungszeit, sowie eine besondere Liebesgeschichte. Leider besitzt dieser politische Roman wieder eine erschreckende Aktualität. Er enthält ein Nachwort des Autoren, zu eben seinem letzten Roman. Dies bildet damit auch den Abschluss des Gesamtwerkes.


