Der Feind

Der Feind

Softcover
4.216
KurzgeschichtenNeuausgabeKlassiker1. Weltkrieg

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Description

»Der Feind« – Remarques ergreifende Erzählungen über das Schicksal der Kriegsheimkehrer

Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 erschienen sämtliche Werke von Erich Maria Remarque zum Ersten Weltkrieg, durchgesehen und in neuer Ausstattung. In diesem Band sind alle Erzählungen versammelt, die von den Schicksalen der Menschen berichten, die der Hölle der Schützengräben entronnen sind und nun versuchen müssen, sich im Nachkriegsalltag zurechtzufinden.

Remarque erzählt eindringlich von den seelischen und körperlichen Wunden, die der Krieg geschlagen hat, von der Entfremdung der Heimkehrer von der Gesellschaft und ihrem Kampf um einen Platz in einer Welt, die nicht mehr die ihre ist. Mit seiner unverwechselbaren Prosa gelingt es ihm, die Grausamkeit des Krieges und seine Folgen erfahrbar zu machen, ohne dabei je belehrend zu wirken.

Ein Klassiker der Weltliteratur, der auch heute noch berührt und aufrüttelt – und ein Mahnmal für den Frieden. Eine Neuausgabe, die aktueller ist denn je.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Short Stories
Format
Softcover
Pages
128
Price
12.40 €

Author Description

Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.

Posts

5
All
5

Bewegend ♥️

✨1. Weltkrieg✨ Scheinbar ist mein Motto zur Zeit, möglichst jeden Abend traumatisiert zu werden. Auch letzte Woche Montag stellte keine Ausnahme dar, warum nicht mal zur Abwechslung über den 1. Weltkrieg lesen? 😭😭 Erich Maria Remarque steht seit jeher auf meiner Leseliste, aber man kennt es nur zu gut, dass man oft einfach nicht dazu kommt. Gesagt, getan, habe ich mich mit einer seitenmässig schmalen, aber sehr tiefgründigen Werkauswahl aus seiner Feder an die Arbeit begeben und teile heute meine Eindrücke mit Euch. ✨Zitate „Endlich erhob er sich wieder halb und packte sein Bettstroh um, packte das Kopfkissen an das Fußende und legte sich dann langsam wieder zur Ruhe. Plötzlich begriff ich, warum er das tat; und eine unendliche Rührung zog durch mein Herz. Er hatte sich so gelegt, daß er nach der Heimat sah – mit dem Gesicht nach Deutschland.“ „Waffen verwandeln die Menschen.“ „Das Leben wuchs wieder aus der Vernichtung.“ „Die Erde. Eine Heimat. Eine Brücke, über die er zurückkommen konnte.“ ✨Inhalt und Meinung Der Inhalt wird ja bereits aus dem (vollständigen) Titel deutlich, wir haben hier mehrere Erzählungen, die sich thematisch mit dem 1. Weltkrieg befassen, zusammengefasst in einem Buch. Die Erzählungen haben unterschiedlich starke Wirkung auf mich gehabt. Ich bin normalerweise kein Fan von Kurzgeschichten Sammlungen, aber habe trotzdem schon einige gelesen. Es ist einfach ein sehr guter Weg, um Arbeit / Schreibstil von jemandem kennenzulernen. Was Remarque angeht, so wusste ich natürlich so oder so schon, worauf ich mich einlasse. Es gibt Gründe, warum ich „Im Westen nichts Neues“ noch nicht gelesen habe. Ich habe einfach Angst davor, aber nicht im Sinne von „Augen verschließen“, sondern wirklich körperliche Angst, weil ich mir vieles extrem zu Herzen nehme und natürlich sowieso das Wesentliche darüber eh schon weiß. Jedenfalls war das hier ein herber und bittersüßer Vorgeschmack. Bei der ersten Erzählung liefen mir die Tränen. Ihr müsst wissen, ich bin nicht in Deutschland geboren, aber dadurch, dass ich gefühlt „schon immer“ hier bin, bin ich sehr mit unserem Land verbunden. Deutschland bedeutet mir einfach viel, Hilfe, ich heule jetzt wieder, weil die Soldaten einfach Schreckliches erlebt haben und es war einfach alles so komplett sinnlos. Und es gibt immer noch viele Kriege auf der Welt und jeder einzelne ist ekelhaft und macht mich traurig. Es geht einfach um das Heimatgefühl. Für die anderen Soldaten gilt es genauso, sie haben in den Schützengräben ihre Heimat vermisst. Schrecklich! ✨Fazit Die namensgebenden Geschichte („Der Feind“) ist zurecht namensgebend, fasst doch die Erkenntnis der deutschen Soldaten, dass die französischen Soldaten auch nur Menschen sind, genau wie sie selbst, alles zusammen, was man wissen muss. Menschen haben gegen Menschen gekämpft anstatt zuhause bei ihren Familien zu sein und in Frieden zu leben. Und die Welt hat nichts dazu gelernt. Absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Bücher des Autors! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Bewegend ♥️
5

Mega Buch 5 Sterne

Ein sehr spannendes Buch von Kriegs/Nachkriegs Erzählungen von Remarque. Am besten gefiel mir die Gesichte von Johann Bartok der in seiner Heimat als Gefallen gemeldet worden war und jahre später stand er vor der Haustür seiner Frau.(desshalb niemals aufgeben). Kann das Buch jedem Weiterempfehlen der sich für Remarque interessiert.

5

Kurzgeschichten über die Grauen des Krieges. Wieder einmal schafft es Remarque, den Krieg so darzustellen wie er ist- unerwünscht, vernichtend und verändernd. Seine Geschichten berühren, weil er die Stimmen der Menschheit hört, die betroffen sind und alles verlieren.

4.5

Eine Sammlung mehrerer eindrucksvoller Nachkriegserzählungen Remarques. Dabei liegt die Betonung stets auf Erinnerung.

Eine ausgezeichnete Sammlung an weiteren tiefgründigen Werken Remarques. Dabei werden verschiedene fiktionale Schicksale nach dem Kriegsgeschehen aufgedeckt. Die Geschichten setzen verschiedene Stimmungen — Schwere und Hoffnung gegen hier immer Hand in Hand. Der Anhang ist höchst Informativ und hält interessante Zusätze und Hintergrundwissen zum Schaffungsweg von Remarques Werken.

4

Der Feind ist eine Sammlung von sechs Erzählungen über die Nachkriegszeit, in denen Remarque Einzelschicksale von Kriegsheimkehrern, aber auch von Daheimgebliebenen aufzeigt und so die Frage stellt, was der Krieg mit den Menschen macht, die überleben. Wie finden sie zurück ins Leben? Wie werden diese Traumata, diese Hölle verwunden? Ist es überhaupt möglich den Schützengräben zu entkommen oder schmerzhaft entrissene Liebe zu überstehen? Eindringlich erzählt Remarque von der Erkenntnis des Einzelnen, dass auch der Feind nur ein Mensch ist, berichtet vom verbotenen und brüchigen Frieden zwischen den feindlichen Linien und von den verzweifelten und grausamen Taten, die teils blindlings begangen wurden, um das eigene Überleben zu sichern. Jede dieser Kurzgeschichten hinterlässt auf ihre eigene Art ein beklemmendes und tieftrauriges Gefühl. Den dicken Kloß im Hals schluckt man nicht so einfach runter.

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