Der Name der Rose

Der Name der Rose

Hardback
4.0284
RomanverfilmungWissenschaftlichKirchen Und KlösterWilliam Von Baskerville

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Description

Umberto Ecos Weltbestseller wird 40 – eine Jubiläumsausgabe Ecos legendärer Roman, 40 Jahre nach Erscheinen in einer Prachtausgabe mit Zeichnungen des Autors: Italien, 1327. In einem Benediktinerkloster kommt es zu unheimlichen Todesfällen. Ein Mönch ertrinkt im Schweineblutbottich, ein anderer springt aus dem Fenster, ein dritter liegt tot im Badehaus. Der Abt bittet den für seinen Scharfsinn weithin bekannten Franziskaner William von Baskerville um Hilfe. Mit „Der Name der Rose“ – über 50 Millionen Mal verkauft, mehrfach verfilmt und inszeniert – hat der große Kenner des Mittelalters das Genre des historischen Romans neu erfunden. Die unterschiedlichen Lesarten, vom wissenschaftlichen Diskurs bis hin zum Thriller, verblüffen und begeistern bis heute.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
816
Price
35.00 €

Author Description

Umberto Eco wurde am 5. Januar 1932 in Alessandria (Piemont) geboren und starb am 19. Februar 2016 in Mailand. Er zählte zu den bedeutendsten Schriftstellern und Wissenschaftlern der Gegenwart. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt u.a. der Roman »Nullnummer« (2015), »Pape Satàn« (Chroniken einer flüssigen Gesellschaft oder Die Kunst, die Welt zu verstehen, 2017), »Auf den Schultern von Riesen« (Das Schöne, die Lüge und das Geheimnis, 2019), »Der ewige Faschismus« (2020) und »Der Name der Rose« (Jubiläumsausgabe, 2022).

Posts

39
All
3.5

Das Buch lag zwei Jahre auf meinem SUB, es war ein Bücherschrankfund. Ich habe damals den Film gesehen und konnte mich noch vage an die Handlung erinnern. Im Grunde genommen handelt es sich um einen historischen Krimi, der in einem Kloster im 14. Jahrhundert spielt und in einer religiöse Rahmenhandlung eingebettet ist. Das Setting war überzeugend und anschaulich beschrieben. Die fast 800 Seiten lassen erahnen, dass der Roman doch einige Längen hat. Viele innere Monologe und religiöse Betrachtungen ziehen den eigentlichen Kriminalfall unnötig in die Länge. Sprachlich haben vor allem die langen Schachtelsätze und die lateinischen Passagen den Lesefluss ins Stocken gebracht. Es spielen viele Personen in dem Buch mit und tragen zur Handlung bei. Da muss man dran bleiben, um den Überblick nicht zu verlieren. Auf den Täter wäre ich am Ende nicht gekommen. Trotz allem ist es ein Buch, durch das ich verhältnismäßig zügig durchgekommen bin und ich habe auch immer wieder gern dazu gegriffen.

3.5

„Du bist ein feuriger Geist, Ubertin, du brennst in der Liebe zu Gott wie im Haß auf das Böse.“ ~ William von Baskerville

Umberto Ecos „Der Name der Rose“ ist ein beeindruckendes Werk, das auf faszinierende Weise Kriminalroman, philosophisch-theologische Abhandlung und historischen Roman miteinander verbindet. Die Themen, die Eco dabei behandelt, sind nicht nur vielfältig, sondern auch heute noch erstaunlich aktuell und werden kritisch und klug beleuchtet. Besonders die detektivische Ebene, mit ihren spannenden Ermittlungen und den regelmäßig auftauchenden Morden, sorgt dafür, dass die Handlung trotz ihrer Komplexität fesselnd bleibt. Auch die historischen Hintergründe und schockierenden Aspekte des mittelalterlichen Klosterlebens geben dem Roman eine besondere Tiefe. Die Sprache ist gehoben, aber gut verständlich, sodass man dem Gedankengang meist problemlos folgen kann. Allerdings gibt es immer wieder lange Monologe und Abschweifungen zu theologischen und philosophischen Themen, die nicht immer gleich relevant oder interessant erscheinen. Zusammen mit den zahlreichen lateinischen Passagen kann das Lesen dadurch phasenweise recht langatmig und mühsam werden. Auch die Vielzahl an Figuren macht es nicht leicht, den Überblick zu behalten – selbst wenn man die Geschichte bereits aus Film oder Theater kennt. Trotz dieser Längen bleibt „Der Name der Rose“ ein außergewöhnlicher Roman, der durch seine Mischung aus Spannung, historischer Authentizität und intellektueller Tiefe überzeugt. Ein Werk, das fordert, aber auch reich belohnt – und das zu Recht als moderner Klassiker gilt.

„Du bist ein feuriger Geist, Ubertin, du brennst in der Liebe zu Gott wie im Haß auf das Böse.“ ~ William von Baskerville
5

Ein meisterhaftes Buch!

"Der Name der Rose" wurde mir damals von meiner Mama empfohlen. Zunächst war ich etwas skeptisch, doch ich wurde überrascht. Es hat mir gefallen, dieses Buch zu lesen, es war spannend und interessant. Natürlich war die Sprache an einigen Stellen etwas komplex. Wenn man jedoch aufmerksam liest, kann man alles verstehen.

4.5

Beeindruckendes Buch mit so viel verstecktem Fachwissen! Spannender Kriminalfall mit einer Spur Humor, leider auch manchmal etwas sperrig zu lesen.

Sherlock Holmes in historischer Kulisse mit allerhand seltsamen, grausigen Morden, sehr viel klösterliches Leben und einer Menge Details, die Linguisten Freude bereiten. Das ist es, was euch erwartet. Es war sehr beeindruckend. Die vielen Ausflüge in lateinische Dialoge wären nicht unbedingt nötig gewesen, aber einige längere Dialoge hat es definitiv gebraucht, auch auf Latein. Da der Autor selbst eine Professur in Linguistik bekleidet und Fachwissen über Mediävistik besitzt, sage ich dem Buch hohe Authentizität nach. Das betrifft leider auch das Frauenbild des mittelalterlichen Klerus. Damit muss man bei dem Buch leider leben.

Beeindruckendes Buch mit so viel verstecktem Fachwissen! Spannender Kriminalfall mit einer Spur Humor, leider auch manchmal etwas sperrig zu lesen.
5

Meisterhaft! Umberto Ecos Umgang mit Sprache ist grandios, geradezu ein Leckerbissen aus bedrucktem Papier. Die Handlung ist überwiegend sehr spannend, sodass man über einige Betrachtungen und Diskussionen, die dem Leser doch einiges an Geduld abringen hinwegsehen kann.

3.5

Mysteriöse Morde im Kloster

Ich fand die Handlung eigentlich sehr spannend. In einem Kloster werden mehrere Mönche brutal ermordet. Auch die Protagonisten William von Baskerville und Adson von Melk mochte ich, da sie als Mönche sehr aufgeklärt waren. Die Nebehandlung des herrschenden religiösen Disputes war gut mit der Haupthandlung verflochten. Mit dem Täter habe ich am Ende nicht gerechnet. Leider hatte das Buch auch seine Schwächen. Die Sprache war sehr altertümlichen und man musste manche Textstellen mehrfach lesen. Viele Beschreibungen waren sehr langatmig. Diese beiden Nachteile in Kombination machten es nicht immer leicht dem Text zu folgen.

4

Große Empfehlung für alle, die die theologische und kriminologische Anstrengung nicht scheuen - und sich gern auf den letzten 30 Seiten von diskursiven Funken zur Frage des Humors berauschen lassen.

„…die Wahrheit zum Lachen bringen…“ ist eine der vielen Antworten in Umberto Ecos monumentalem „Der Name der Rose“. Ich habe den Klassiker von 1980 (deutsch 1982) jetzt endlich auch gelesen und besonders das theologisch und philosophisch erregende Ende genossen, wo es um die Kraft des Humors ebenso geht wie um das Verhältnis von Glauben und (philosophischer) Wissenschaft, um Macht und Begierde und nicht zuletzt darum, mit welcher Logik die vielen Rätsel ungelöster Mordfälle aufgeschlüsselt werden können. Eco hat diese und viele weitere Themen in seine Geschichte in den Anfang des 14. Jahrhunderts eingebettet. William von Baskerville kommt mit Adson von Melk in eine Abtei im Norden Italiens und versucht, die mysteriösen Tode von Mönchen aufzuklären, während sich zugleich zwei Delegationen von Kaiser und Papst der Abtei nähern, vertreten durch Franziskaner und Dominikaner, die einander in Abneigung und theologischen Gegensätzen verbunden sind. Das ist weitschweifig und intellektuell fordernd geschrieben und es bringt viele historische und theologische Fragestellungen auf einmal in Stellung zueinander. Nicht zuletzt die Frage, ob das Lachen nun der Annäherung an Gott hinderlich oder förderlich ist…

Große Empfehlung für alle, die die theologische und kriminologische Anstrengung nicht scheuen - und sich gern auf den letzten 30 Seiten von diskursiven Funken zur Frage des Humors berauschen lassen.
5

Mir hat das Buch gut gefallen. Vor allem die Einteilung der Kapitel. Ich will auf jeden Fall den Film schauen.

Ein italienisches Benediktinerkloster im Mittelalter. Der Franziskaner William von Baskerville und sein Novize Adson aus Melk sind in diplomatischer Mission unterwegs. Kaum dass sie im Kloster angekommen sind, geschieht ein Mord. Doch er bleibt nicht der einzige, eine ganze Mordserie folgt. Es hat so gut getan mal wieder ein ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne Buch zu lesen. Für mich sind Bücher mit 5 Sterne die mit einem guten Schreibstil. Dabei sollten die Sätze nicht zu kurz sein. Und auch die Wörter die benutzt werden, sollten variieren. Für mich ist auch die Struktur einer Geschichte sehr wichtig. Vor allem die Kapitel sollten nicht zu lang oder zu kurz sein. Und der Inhalt sollte einen nachhaltig Eindruck hinterlassen. Da alle Kriterien in diesem Buch erfüllt sind, kann ich das Buch nur empfehlen.

Mir hat das Buch gut gefallen. Vor allem die Einteilung der Kapitel. Ich will auf jeden Fall den Film schauen.
5

spannender historischer Krimi

2

„Das einfache Volk war immer nur Schlachtvieh und Werkzeug, man bediente sich seiner, um die gegnerische Macht zu erschüttern, und man warf es fort, wenn man es nicht mehr brauchte.“

Am Anfang war es wirklich eine Qual und ich dachte wirklich, dass ich mich durch beinahe 800 Seiten durchquälen müsse. Gott sei dank war das nicht der Fall, denn in der Mitte wurde es doch recht spannend und am Ende dann ebenso. Einige Kapitel waren wirklich lang und das spontane Latein, welches sie reden hat den lesespaß immer minimiert. Am Ende war es ein Buch, welches okay war.. Ich werde es allerdings nicht ein zweites Mal lesen. Es war die meiste Zeit einfach nur anstrengend zu lesen und ich weiß nicht, wie oft ich darum kämpfen musste die Augen offen zu halten. Es fehlten mir mehr Spannungspunkte, die einen wach halten.

ABGEBROCHEN BEI 24% (S.202)

Ein Buch, das mich nahezu in eine Leseflaute getrieben hat. Ich kann mich nicht erinnern, mich beim Lesen je so sehr gequält zu haben wie bei „Der Name der Rose“. Vielleicht habe ich mich einfach unvorbereitet in die Lektüre gestürzt – immerhin ist dieses 1980 erschienene Werk übervoll von theologischen, philosophischen und literarischen Anspielungen, die für einen unvorbereiteten Leser den Zugang deutlich erschweren. Dafür bräuchte es einiges an Hintergrundwissen, um die ausschweifenden Dialoge und Beschreibungen wirklich interessant zu finden, und der Roman unterstützt den Leser dabei zu keinem Zeitpunkt. Mehr noch: Die zahlreichen lateinischen Passagen werden nicht übersetzt, als ob selbstverständlich wäre, dass der Leser zufällig Altphilologie studiert hat. Immer wieder driften die Gespräche in ganz andere Richtungen ab, als der Beginn vermuten lässt, dazu kommen seitenlange Beschreibungen von Architekturdetails, teilweise nur Aufzählungen, bei denen man eigentlich ein Bild bräuchte, um sich das Ganze vorstellen zu können, es sei denn, man weiß bereits, wie Mantikoren oder Scinopoden aussehen. Klar, irgendwann überfliegt man diese Stellen, aber welchen Sinn hat es das noch? Werde ich diesem modernen Klassiker irgendwann noch einmal eine Chance geben? Wohl eher nicht. Es war kein Buch, das mich inspiriert, zum Nachdenken angeregt oder im positiven Sinne herausgefordert hätte. Für mich war es vielmehr ein Werk, das gerne den „Besserwisser“ gibt und stärker die Intelligenz des Autors zur Schau stellt, als sich um den Leser zu bemühen. In diesem Sinne ist es zwar ein besonderes Buch, bleibt mir aber vor allem als eine besonders negative Leseerfahrung in Erinnerung.

4

Schwer festzunageln- ambivalent und interessant

Was war denn bitte dieses Buch? Krimi? Deduktionsanleitung? Theologischer Diskurs? Wissenschaftlicher Diskurs? Ein Ausflug ins Gehirn eines mittelalterlichen Mönchs? Satire? Sherlock Holmes in historisch? Irgendwie alles davon, serviert mit einer feinen Note Ironie, abgeschmeckt mit Mord und einer Prise Apokalypse. Ich persönlich habe es sehr genossen, aber man muss es mögen, ein wenig auf Abwege geführt zu werden. Stilistisch hat es mich ein wenig an 'Les Misérables' von Victor Hugo erinnert, nur irgendwie moderner...

3

Eigentlich spannender und mysteriöser Historien-Krimi - leider mit viel zu vielen Längen

Nachdem ich die Tage schon diverse Erzählungen des literarischen Großmeisters Jorge Luis Borges lesen durfte, war ich neugierig auf seine vielzitierten Einfluss auf die nachfolgende Schriftstellergeneration und habe mich an das vielleicht bekannteste Werk davon heran getraut, "Der Name der Rose". Um den Einfluss Borges' auf Umberto Eco wird hier kein großer Hehl gemacht, heißt eine prominente Figur im Werk doch glatt "Jorge von Burgos". Und da hören die Parallelen nicht auf, ist der Jorge vom Burgos im Buch eim blinder Bibliothekar - genau wie es Borges einst war, welcher seit seinem 55sten Lebensjahr erblindet war und gleichzeitig Chef-Bibliothekar der argentinischen Nationalbibliothek wurde. Auch an anderen Stellen vermag ich einige oft auftauchende Leitmotive welcher sich Borges oft bedient im Werk gefunden haben, vor allem im Bereich der Mystik und der Deutung von historischen Ereignissen und literarischen Vermächtnissen. Das hat die Lektüre angereichert, ganz grundsätzlich ist das Setting und die Geschichte an sich auch super spannend und hätte durchaus das Zeug gehabt zu einem validen Meisterwerk. Leider wird der Lesefluss immer wieder durch ewig lange theologische Diskussionen und Gedankengänge gebrochen, welche sich gerne mal über 20+ Seiten erstrecken - bei eh schon kleingedruckter Schrift und vollgepackter Seiten und einer Gesamtlänge von 650 Seiten hag es die Lektüre phasenweise zu einem echten Kampf gemacht. Und ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass in genannten Diskussionen so wilde Themen aufgemacht werden und bedeutungsvolle Namen in den Ring geworfen werden, selbst meine Religionslehrerin hätte da den Durchblick nicht mehr gehabt. Sehr schade, hätte man das Buch um ein Drittel (oder gar die Hälfte?) eingekürzt, wäre es ein faszinierend, mystische verstrickter historischer Krimi gewesen - so war es am Ende ein Mix aus letzterem und einer Abhandlung der Historie der Theologie

4

📚 Inhalt Italien, 1327: In einem Benediktinerkloster kommt es zu unheimlichen Todesfällen. Der Abt bittet in seiner Verzweiflung den scharfsinnigen Franziskaner William um Hilfe. William beginnt im Kloster zu ermitteln und wird dabei von seinem jungen Novizen unterstützt. 📖 Meinung Ich habe vor einer gefühlten Ewigkeit den Film gesehen und der hat mir sehr gut gefallen. Als ich eines Tages das Buch in der Bücherbrocky sah, habe ich es mir ohne lange zu überlegen gekauft. Ich mag das Mittelalter sehr und auch Krimis schaffen es immer wieder mich zu begeistern und einen Krimi im Mittelalter verbindet doch beides perfekt. Mir gefällt es, wie Ermittlungsarbeiten ohne modernste Technik durchgeführt werden müssen und die Ermittelnden hauptsächlich auf ihren Verstand angewiesen sind. Und William ist ein brillanter Kopf, mit guter Kombinationsgabe. Ich fand es sehr spannend, ihn und seinen Novizen in den Mauern des unheimlichen Klosters zu begleiten und ihre Gedanken und Ideen zu den Mordfällen mitzubekommen. Für mich ist die Geschichte spannend und logisch aufgebaut und man erhält dazu noch einen interessanten Einblick in das Leben der Mönche zur damaligen Zeit. Ob alles historisch korrekt ist? Nein. Hat mich das gestört? Nein. Ich lese kein Geschichtsbuch, sondern einen historischen Roman. Und der hat mich unterhalten und damit alles getan, was er sollte. Ich muss aber hier gestehen, dass mir der Film besser gefallen hat. Das Buch hat doch einige Längen und die lateinische Sprache hätte man etwas weniger anwenden können.

3

Habe jetzt Theologie-Abschluss

Puh, Leute. Ja, ich sag immer, alle Klassiker sind irgendwie anstrengend, aber der hier war das noch mal auf 'ner anderen Ebene. Der Schreibstil war hier gar nicht das Problem (ist ja auch um 1980 erschienen und damit nicht so weit von unserer heutigen Sprache entfernt). Sondern diese Abschweifungen. Uff. Seitenlange Debatten unter den Mönchen, wirklich seitenlang, ohne Absätze, teilweise wiederholend und man hätte das ganze in wenigen Sätzen klären können. Dazu noch haufenweise religionsgeschichtliche Abrisse. So, I get it, Politik und Kirche sind im Umbreiuch (spielt ca. 1330), die christlichen Orden spalten sich aufgrund von verschiedenen Ansichten über Bibelverse und Predigten. Mehr, als diesen Standpunkte, hätte es mMn nicht gebraucht. Und ehrlicherweise habe ich viel davon irgendwann geskippt und das Ende trotzdem noch verstanden. Die Konklusion erfordert ein bisschen philosophischen und gesellschaftsgeschichtlichen Hirnschmalz, aber den Kern der Sache kann man schon auch ohne die ausufernden Abstecher erfassen. Was ich allerdings sehr gern mochte, war der ganze Krimi-Plot. Super spannende Hinweisjagd mit einer Prise biblischer Verschwörung. Das war so eine Mischung aus Sherlock und Sakrileg. Auch die Charaktere mochte ich sehr gern, auch wenn man natürlich aufgrund des Settings weder weibliche Charaktere noch ein besonders aufbauendes Frauenbild vorfinden wird. Ich als Atheistin, die auch nie Religionsunterricht hatte, hab auf jeden Fall philosophisch und geschichtlich einiges dazugelernt, aber 200 Seiten weniger hätten es auch getan. Der Film soll übrigens gut sein, mit Sean Connery.

5

Schwere, aber spannende Kost Kein Buch für zwischendurch, dennoch große Empfehlung!

Ich liebe dieses Buch! Die kalte, winterliche und düstere Atmosphäre im Kloster ist toll. Ich mochte die Charaktere und die spannende, verstrickte Handlung sehr. Das Buch ist jedoch schwere Kost und lässt sich nicht „einfach mal so“ lesen. Für mich hat es sich jedoch gelohnt und auch das Ende fand ich toll :)

4.5

Ein durchaus anspruchsvolles Buch, u.a. bedingt durch die vielen lateinischen Begriffe und Redewendungen . Diese werden jedoch im Anhang erklärt. Die Blätterei nervt dafür -0,5 Sterne. Die Story an sich ist düster, bedrückend und teilweise schaurig. Wer mordet sich hier durch die Abtei? Am Ende gar der Teufel selbst? Was verbergen die Klosterbrüder und ihr Abt? William von Baskerville und sein Assistent Adson von Melk beginnen einen Wettlauf mit der Zeit und tauchen tief ein in einen Strudel aus Geheimnissen, Ketzerei, Blut und Verfolgung. Mich hat’s gepackt und bis zum Schluss nicht losgelassen. Tolles Buch!

Ja, was soll ich sagen…über 700 Seiten und ja, wirklich viel Gelaber. Grundsätzlich fand ich die Geschichte richtig gut und auch das Setting mit dem Kloster hat mir super gut gefallen. Allerdings habe ich auf viele Textpassagen überflogen, weil sich die einfach gezogen haben wie Kaugummi und Teile der Geschichte der Katholischen Kirche wurden hier auch ziemlich breitgetreten. Ok, ja es geht nun mal um Mönche und Kirchen, aber an einigen Stellen war es einfach zu viel des Guten 😅 (Ich sage nur: Hat Jesus jemals gelacht?) Mein Fazit als Fan historischer Romane: Kann man gelesen haben, muss man aber definitiv nicht 🤷🏼‍♀️ Im Großen und Ganzen aber ein nettes Buch, von dem ich aber nicht mal weiß, ob ich den Sinn dahinter wirklich verstanden habe 😂🌹

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5

Die Abtei des Verbrechens So war der Arbeitstitel, den Umberto Eco seinem Roman während des Schreibens gab. Zum Glück hat er den Namen dann abschließend doch noch geändert, auch wenn bis heute nicht vollständig klar ist, was er mit dem Buchtitel aussagen möchte. Eco hat es zu Lebzeiten nicht verraten mit dem Hinweis, dass ein Schriftsteller nie seine eigenen Werke interpretieren sollte. Und so sehr der Titel „Der Name der Rose“ zu Interpretation einlädt, so findet man auch in seinem bekanntesten Roman unzählige Passagen, die zum Auslegen und Deuten aufrufen. Es ist der Kampf zwischen Philosophie und Theologie, zwischen weltlichen und kirchlichen Machtansprüchen, zwischen Benediktiner und Franziskaner und den vielen anderen christlichen Gruppierungen, aber auch der Kampf zwischen Enthaltsamkeit und Freude. Der junge Novize Adson von Melk begleitet seinen Franziskaner-Meister William von Baskerville in eine Abtei in den italienischen Alpen, die die umfangreichste Bibliothek der Christenheit beheimatet. Dort sollen sie eigentlich ein Treffen von zwei kirchlichen Kongregationen vorbereitet, doch ein Mord an einem Mönch veranlasst den Abt, sie auch als Detektive einzusetzen. In den darauffolgenden sieben Tagen, in denen die Geschichte des Buchs spielt, baut sich dieser Mord zu einer Mordserie aus, die dann fast schon apokalyptisch in einem furiosen Finale endet. Umberto Eco verknüpft sehr geschickt die beiden Handlungsstränge, auf der einen Seite der Kriminalfall und auf der anderen Seite philosophisch-theologischen Diskussionen zwischen den Brüdern der Abtei und unserem Detektiv-Duo, welches nicht nur namentlich an Sherlock Holmes (William von Baskerville) und Dr. Watson (Adson von Melk) erinnert. Das Buch ist vollgepackt mit Informationen über die politischen und kirchlichen Verhältnisse des 14. Jahrhunderts, wirkt aber nie wie eine langweilige Aneinanderreihung von historischen Fakten, sondern bietet dem Leser nur portionsweise diese intellektuellen Diskussionen, bevor unsere beiden Helden sich wieder auf Spurensuche nach dem Mörder begeben. Eco gelingt es sehr gut, einem das Leben in dem in sich abgeschlossenen Raum einer Abtei näher zu bringen, die vielmehr wie eine Trutzburg im alpinen Nirgendwo wirkt. Trostlos, kalt und verlassen, die Brüder verstört und unsicher und der Glauben auf Angst aufbauend. Da wirkt William von Baskerville wie eine aufgeklärte Lichtgestalt und diesem dunklen Mittelalterszenario. In dem abgeschlossenen Raum der Abtei gibt es allerdings einen weiteren in sich geschlossenen und geheimnisvollen Raum, die Bibliothek, in die das Duo unbedingt Zutritt erlangen möchte, nachdem ihnen der Abt schon bei der Begrüßung mitteilte, dass dies ein No-Go-Area sei. Dies weckt natürlich die Neugier der Detektive. „Der Antichrist entspringt eher aus der Frömmigkeit selbst, aus der fanatischen Liebe zu Gott oder zur Wahrheit, so wie der Häretiker aus dem Heiligen und der Besessene aus dem Seher entspringt.“ Dies sagt am Ende des Buchs William zu Adson als der Mörder überführt wurde. Die Morde geschahen nur, weil der Mörder Angst vor den weltlichen Freuden hatte, für die er keinen Platz in der Abtei duldete. Selbst das Lachen wurde verboten. Der Roman ist mittlerweile ein Klassiker und die Botschaft gegen religiösen Fanatismus aktueller denn je. Ein wirklich opulentes Werk, mit hervorragend ausgestalteten Charakteren, düsterer Atmosphäre, gewinnbringenden Diskussionen und einem sehr spannenden Kriminalfall. Ich kannte nur die Verfilmung mit Sean Connery und wusste daher, wer der Mörder war. Dieses Wissen hat der Lesefreude aber nie einen Abbruch getan. Die Film fokussiert sich zwangsläufig stärker auf die Kriminalgeschichte. Wer aber Spaß an der Auseinandersetzung mit historischen und philosophischen Themen hat, dem sei der Roman auf jeden Fall empfohlen. Selbst mit filmischen Vorkenntnissen. Ein Buch für meinen Favoritenordner.

3

Spannender Historischer Krimi der aber sehr zähe Momente hat.

3

Listen behaupten, dass dies ein Buch ist, welches man im Leben gelesen haben muss! Sehe ich nicht so, schon sehr langatmig und etwas veraltet. Wenn man sich drauf einlässt, gibt es aber diverse interessante Stellen

2.5

Wenn eine (scheinbar) harmlose Emotionsregung als Gefahr der Menschheit angesehen wird

Ein weiterer Klassiker, dem ich mich angenommen habe. Die Handlung des Buches ist klar. Der Novize Adson ist mit seinem Meister in eine Abtei berufen worden, um einen Glaubensstreit zu schlichten. Doch kaum erfahren sie von dem unerklärlichen Todesfall von Adelmus, werden sie hellhörig und wollen dem näher auf den Grund gehen. Meister William besticht dabei durch seinen unglaublichen Scharfsinn, mit dem er Dinge beobachtet und Ereignisse schlussfolgert. Während ihrer Ermittlung kommt es zu weiteren Morden und es führt das Duo immer mehr in Richtung der gut gehüteten Bibliothek, die unschätzbare Geheimnisse wahren muss - darunter mindestens eine verbotene Schrift. Der Ausgang der Geschichte mag so klar wie verwirrend sein. Viele Informationen und Erklärungen sind durch die parallelen Glaubensdiskurse zu entnehmen, dennoch bedarf es, meiner Meinung nach, einer Nacharbeit. ----- -- Wahrnehmung und Interpretationsversuch: -- Ich mag ja irgendwie alte, schwulstige Sprache, aber meine Güte, in diesem Werk werden so viele Worte genutzt, um eine simple Aussage zu treffen oder etwas zu beschreiben. Das war schon recht anstrengend und nur in kleinen Portionen für mich lesbar (hauptsächlicher Grund für meine Sternebewertung). Doch nichtsdestotrotz ist "Der Name der Rose" ein religiöser Krimi, der weit über eine normale Ermittlungsgeschichte hinausgeht und viele Debatten ins Rollen bringt/bringen kann. So machen z.B. die Erzählungen über die Abwege und Missbräuche des Glaubens  einmal mehr deutlich, wie gefährlich der "Glaube" sein kann, soll er den Menschen doch eigentlich nur eine Lebensorientierung bieten. Und doch ist er nahezu gleichzustellen mit Politik, wenn auch immer darauf bedacht wird, beides vehement zu trennen. Aber letztlich ist das Ziel nahezu identisch - Orientierung und Ordnung bringen und Bereicherung - die einen vordergründig in der Weltansicht und der Wissenshütung, die anderen mit dem Hauptfokus auf gegenständliches Reichtum und Einflussnahme auf die Bevölkerung. Ebenso erschreckend ist die Meinungsvertretung, dass männliche Lust nur der teuflischen Frau zugeschrieben werden kann. Die Frau nur als Instrument der Unzucht beschrieben wird, der man tunlichst aus dem Weg geht. Wie kann ein Glaube nur eine unbescholtene, reine Frau akzeptieren, die "unbefleckt" gebährt hat. So sind alle Menschen, die für den Fortbestand der Menschheit sorgen, Sünder? Müssten sie dann nicht auch ihre eigenen Eltern als sündige Ungläubige und sich selbst als Sündenergebnis betrachten? Wie macht das Sinn? Die abgezielte Botschaft des Buches ließ mich letztlich erst einmal in unklarer Schwebe zurück. Die Aussage der Geschehnisse in der Abtei ist ja die, dass ein festgefahrener Glaube nicht nur Stabilität, sondern auch Gefahren mit sich bringt. Den Humor oder das Lachen so weit auszulegen, dass er der Untergang von allem ist, ist schon extrem. Aber letztlich ist das wohl im übertragenen Sinne die Angst vor Kontrollverlust. Wer es wagt, ernstliche Dinge in Frage zu stellen, indem er sie mit Humor verharmlost, der kann zu anderen Schlüssen und Wahrheiten kommen. Und diverse Meinungen birgen letztlich die Herausforderung, einen gemeinsamen Konsens zu finden. Und das war ja schon in der Glaubensfrage bereits schwerlich und hatte viele Verfolgungen und Morde zur Folge, da es eben keine Bereitschaft für einen ernsthaften Diskurs gab. Geht es also darum, dass Wahrheit relativ ist? Ansichtssache ist? Sich verändern kann? Ist die Aussagekraft des Buches also, dass der Mensch vor der Herausforderung steht, verschiedene Ansichten tolerieren zu lernen und dennoch ein friedliches Miteinander zu pflegen? Wenn ja, ist das mal wieder ein Thema, das nicht aktueller sein könnte. Abschließend kann ich es nicht sagen. Ich bin auch für andere Auslegungen absolut dankbar. [P.S.: Ich möchte betonen, dass ich mit meinen Fragen und Anmerkungen nicht den Glauben/die Gläubigkeit an sich kritisiere, sondern ausschließlich die Art und Weise, wie er damals ausgelegt und gelebt wurde (und mitunter noch heute beeinflusst).]

3

Die Geschichte ist an und für sich sehr schön und lässt einen auch erahnen wie es damals in einer Abtei zu ging aber es war teilweise einfach viel zu langatmig. Was ich auch nicht ganz verstehe die lateinischen Einschübe wer kann heut zu Tage noch Latein es stört den Lesefluss wobei man sagen muss das es nicht das einzige Werk ist wo das gemacht wird.

3.5

Eco fand ich zwiespältig. Sein Stil ist anspruchsvoll, komplex und historisch dicht, liest sich aber trotzdem erstaunlich flott und flüssig – das spricht definitiv für ihn. Allerdings ist vieles sehr verschachtelt, und er verliert sich immer wieder in endlosen Beschreibungen, Aufzählungen und theologischen Debatten, die ganze Kapitel füllen. Dazu kommen zahlreiche lateinische und griechische Passagen, die ich irgendwann einfach übersprungen habe. Der Krimi-Plot gerät dabei leider ziemlich in den Hintergrund und war am Ende auch nicht sonderlich überraschend. Gut, der Roman stammt aus den 80ern – da darf man vielleicht keine großen Plot-Twists erwarten. Eher altbewährt als gut gealtert. Wäre das Buch nur halb so umfangreich und stärker auf den Krimiplot konzentriert, hätte es mir vermutlich besser gefallen.

3

Nein, es war kein schlechtes Buch. Natürlich nicht. Aber hat mir nicht gefallen. Und dabei waren es nicht die theologischen Diskussionen oder die ausschweifenden historischen Erörterungen, sondern einfach die Charaktere an sich. Ich mochte diese nett gemeinte, aber schlecht gemachte Kopie des Sherlock Holmes nicht und seinen Watson noch viel weniger. Keiner von ihnen hatte Herz, alle waren sie selbstgerecht und ermüdend. Und ja natürlich sind das typische Fehler ihrer Zeit, und das Buch ist ein fantastisches Werk als historischer Roman an sich. Beeindruckend recherchiert mit einer Vielzahl an interessanter Dispute. Aber was bringt es, wenn es so unangenehm zu lesen ist ?

5

Die Abtei des Verbrechens So war der Arbeitstitel, den Umberto Eco seinem Roman während des Schreibens gab. Zum Glück hat er den Namen dann abschließend doch noch geändert, auch wenn bis heute nicht vollständig klar ist, was er mit dem Buchtitel aussagen möchte. Eco hat es zu Lebzeiten nicht verraten mit dem Hinweis, dass ein Schriftsteller nie seine eigenen Werke interpretieren sollte. Und so sehr der Titel „Der Name der Rose“ zu Interpretation einlädt, so findet man auch in seinem bekanntesten Roman unzählige Passagen, die zum Auslegen und Deuten aufrufen. Es ist der Kampf zwischen Philosophie und Theologie, zwischen weltlichen und kirchlichen Machtansprüchen, zwischen Benediktiner und Franziskaner und den vielen anderen christlichen Gruppierungen, aber auch der Kampf zwischen Enthaltsamkeit und Freude. Der junge Novize Adson von Melk begleitet seinen Franziskaner-Meister William von Baskerville in eine Abtei in den italienischen Alpen, die die umfangreichste Bibliothek der Christenheit beheimatet. Dort sollen sie eigentlich ein Treffen von zwei kirchlichen Kongregationen vorbereitet, doch ein Mord an einem Mönch veranlasst den Abt, sie auch als Detektive einzusetzen. In den darauffolgenden sieben Tagen, in denen die Geschichte des Buchs spielt, baut sich dieser Mord zu einer Mordserie aus, die dann fast schon apokalyptisch in einem furiosen Finale endet. Umberto Eco verknüpft sehr geschickt die beiden Handlungsstränge, auf der einen Seite der Kriminalfall und auf der anderen Seite philosophisch-theologischen Diskussionen zwischen den Brüdern der Abtei und unserem Detektiv-Duo, welches nicht nur namentlich an Sherlock Holmes (William von Baskerville) und Dr. Watson (Adson von Melk) erinnert. Das Buch ist vollgepackt mit Informationen über die politischen und kirchlichen Verhältnisse des 14. Jahrhunderts, wirkt aber nie wie eine langweilige Aneinanderreihung von historischen Fakten, sondern bietet dem Leser nur portionsweise diese intellektuellen Diskussionen, bevor unsere beiden Helden sich wieder auf Spurensuche nach dem Mörder begeben. Eco gelingt es sehr gut, einem das Leben in dem in sich abgeschlossenen Raum einer Abtei näher zu bringen, die vielmehr wie eine Trutzburg im alpinen Nirgendwo wirkt. Trostlos, kalt und verlassen, die Brüder verstört und unsicher und der Glauben auf Angst aufbauend. Da wirkt William von Baskerville wie eine aufgeklärte Lichtgestalt und diesem dunklen Mittelalterszenario. In dem abgeschlossenen Raum der Abtei gibt es allerdings einen weiteren in sich geschlossenen und geheimnisvollen Raum, die Bibliothek, in die das Duo unbedingt Zutritt erlangen möchte, nachdem ihnen der Abt schon bei der Begrüßung mitteilte, dass dies ein No-Go-Area sei. Dies weckt natürlich die Neugier der Detektive. „Der Antichrist entspringt eher aus der Frömmigkeit selbst, aus der fanatischen Liebe zu Gott oder zur Wahrheit, so wie der Häretiker aus dem Heiligen und der Besessene aus dem Seher entspringt.“ Dies sagt am Ende des Buchs William zu Adson als der Mörder überführt wurde. Die Morde geschahen nur, weil der Mörder Angst vor den weltlichen Freuden hatte, für die er keinen Platz in der Abtei duldete. Selbst das Lachen wurde verboten. Der Roman ist mittlerweile ein Klassiker und die Botschaft gegen religiösen Fanatismus aktueller denn je. Ein wirklich opulentes Werk, mit hervorragend ausgestalteten Charakteren, düsterer Atmosphäre, gewinnbringenden Diskussionen und einem sehr spannenden Kriminalfall. Ich kannte nur die Verfilmung mit Sean Connery und wusste daher, wer der Mörder war. Dieses Wissen hat der Lesefreude aber nie einen Abbruch getan. Die Film fokussiert sich zwangsläufig stärker auf die Kriminalgeschichte. Wer aber Spaß an der Auseinandersetzung mit historischen und philosophischen Themen hat, dem sei der Roman auf jeden Fall empfohlen. Selbst mit filmischen Vorkenntnissen. Ein Buch für meinen Favoritenordner.

4

TW: Mord, Folter Bei den meisten SuB-Leichen denke ich mir nach dem Lesen "Warum nur lag dieses Buch so lange ungelesen bei mir rum?!". Bei diesem hier allerdings verstehe ich es auch im Nachhinein. Zwar hat es sich absolut gelohnt, es zu lesen, doch bleibt es alles andere als leichte Lektüre, aus verschiedenen Gründen. Zum einen kommen sehr viele lateinische Passagen darin vor sowie auch verstreute Vokabeln anderer Sprachen. Was an sich ja schon mühsam ist, ständig hinten nachzuschlagen. Leider werden jedoch noch nicht mal alle davon übersetzt, was dem Verständnis des Buches im Großen und Ganzen zwar keinen Abbruch tut, aber dennoch schade und für mich persönlich unverständlich ist. Zum Anderen spielen so viele historische Begebenheiten eine Rolle, die dem*der allgemeinen Leser*in längst nicht alle geläufig sein dürften - auch mir als ehemaliger Geschichtswissenschaftsstudentin nicht. Somit verrennt man sich schnell mitten in einem Satz in Internetrecherchen und klickt sich von einem zum nächsten Beitrag. Kehrt man schließlich zum Buch zurück, hat man längst den Faden verloren. Auch die vielen, teils ähnlich klingenen Namen der zahlreichen Protagonisten (Protagonistinnen gibt es hier bis auf eine nicht) können zwischenzeitlich schon mal verwirren. Eben diese genannten Punkte sind zugleich jedoch auch genau die Aspekte, vor denen ich den größten Respekt habe. Denn die wahnsinnige Recherche-Arbeit und Ausarbeitung dieses Werkes ist wirklich eine enorme Leistung Umberto Ecos und zählt meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt zu den Klassikern. Ich bin wirklich dankbar, dass ich dieses Buch zusammen mit meiner Freundin lesen konnte; der Austausch hat doch sehr geholfen und motiviert, auch in den schwierigen Abschnitten nicht das Handtuch zu werfen. Ein letzter Kritikpunkt noch: Wir beide dachten eigentlich, dass es eine noch größere Rahmenhandlung gäbe, die zu Beginn des Buches eingeleitet wird, und hatten erwartet, dass diese sich am Ende schließt. Dem war enttäuschenderweise leider nicht so. Auch das Ende an sich fühlte sich irgendwie distanziert und abrupt an. Das hätten wir beide wohl etwas anders konstruiert. Dass wir von Anfang an den tatsächlichen Täter im Fokus hatten, mag daran liegen, dass Umberto Eco bewusst Anspielungen auf Sherlock Holmes eingearbeitet hat oder auch, dass viele der seit "Der Name der Rose" erschienenen Kriminalromane wiederum an diesen Klassiker angelehnt sind.

2

Puh, durch dieses Buch hab ich mich ganz schön durchkämpfen müssen. Davon mal abgesehen, dass mich persönlich Geschichten, die im Mittelalter spielen eher nur bedingt ansprechen, fand ich den Stil in dem das Buch geschrieben wurde einfach nur schrecklich. Immer wieder Seitenlänge Beschreibungen ob das jetzt ein Kirchenfenster war oder der Gemüsegarten inklusive Aufzählung aller gepflanzten Arten, das war in meinen Augen einfach zuviel des Guten. Dann kamen immer wieder lateinische Passagen im Text vor die ich letzten Endes einfach übersprungen habe, da es mich nicht genug interessiert hat, diese zu übersetzen bzw am Ende des Buches nachzulesen was dort denn eigentlich steht. Davon abgesehen, dass ich das Buch einfach nur schrecklich langezogen geschrieben fand, fand ich leider auch die Geschichte die erzählt wurde ziemlich langweilig. Alles in Allem war das Buch leider absolut nichts für mich und ich verstehe den "Hype" absolut nicht, und das obwohl ich eigentlich gerne Klassiker lese.

3

Umberto Ecos Fabulierlust ist einmalig. Dafür liebe ich ihn sehr. Mit dem Buch hier, hat er dennoch derbe meine Nerven strapaziert. Das Buch ist mindestens 200 Seiten zu lang und furchtbar repetitiv. Ob Jesus nun kein Geld hatte oder doch, worauf sich die Streitigkeiten der Kirche begründen, bis hin zu Absplitterungen der Franziskaner, die als Häretiker verfolgt werden, weil sie sich der Askese verschreiben und wie man denn nun die ganzen Ketzer unterscheidet - darauf berufen sich etliche Dispute und Berichte in diesem Buch. Die Dispute sind so dermaßen inszeniert und Holzhammer mäßig aufgezogen, dass es schmerzt. Noch nie ein Buch gelesen, in dem das Gerüst und Schema so durchschlägt und offensichtlich ist wie hier. Das Ganze Getöse, als dann die heilige Inquisition eintrifft, war meines Erachtens auch völlig über. Selbst die Todesfälle laufen sich irgendwann tot. Er überreizt sämtliche Erzählstränge- es ermüdet irgendwann nur noch. Und dann diese emotionale, aufgeladene Diskussionsart, die jedesmal hart an der Kitschgrenze entlang schrabbelt, wenn es wieder mächtig bedeutungsvoll/schwer zugeht. Nochmal großes Plus für das Ende und die Aufklärung. Durch die aufgeklärte Weltsicht William von Baskervilles und den eingeflochtenen philosophischen Gedanken, bekommen viele Themen eine enorme Aktualität, die das Buch stellenweise, zumindest inhaltlich zeitlos machen.

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Umberto Ecos Fabulierlust ist einmalig. Dafür liebe ich ihn sehr. Mit dem Buch hier, hat er dennoch derbe meine Nerven strapaziert. Das Buch ist mindestens 200 Seiten zu lang und furchtbar repetitiv. Ob Jesus nun kein Geld hatte oder doch, worauf sich die Streitigkeiten der Kirche begründen, bis hin zu Absplitterungen der Franziskaner, die als Häretiker verfolgt werden, weil sie sich der Askese verschreiben und wie man denn nun die ganzen Ketzer unterscheidet - darauf berufen sich etliche Dispute und Berichte in diesem Buch. Die Dispute sind so dermaßen inszeniert und Holzhammer mäßig aufgezogen, dass es schmerzt. Noch nie ein Buch gelesen, in dem das Gerüst und Schema so durchschlägt und offensichtlich ist wie hier. Das Ganze Getöse, als dann die heilige Inquisition eintrifft, war meines Erachtens auch völlig über. Selbst die Todesfälle laufen sich irgendwann tot. Er überreizt sämtliche Erzählstränge- es ermüdet irgendwann nur noch. Und dann diese emotionale, aufgeladene Diskussionsart, die jedesmal hart an der Kitschgrenze entlang schrabbelt, wenn es wieder mächtig bedeutungsvoll/schwer zugeht. Nochmal großes Plus für das Ende und die Aufklärung. Durch die aufgeklärte Weltsicht William von Baskervilles und den eingeflochtenen philosophischen Gedanken, bekommen viele Themen eine enorme Aktualität, die das Buch stellenweise, zumindest inhaltlich zeitlos machen.

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Puh, durch dieses Buch hab ich mich ganz schön durchkämpfen müssen. Davon mal abgesehen, dass mich persönlich Geschichten, die im Mittelalter spielen eher nur bedingt ansprechen, fand ich den Stil in dem das Buch geschrieben wurde einfach nur schrecklich. Immer wieder Seitenlänge Beschreibungen ob das jetzt ein Kirchenfenster war oder der Gemüsegarten inklusive Aufzählung aller gepflanzten Arten, das war in meinen Augen einfach zuviel des Guten. Dann kamen immer wieder lateinische Passagen im Text vor die ich letzten Endes einfach übersprungen habe, da es mich nicht genug interessiert hat, diese zu übersetzen bzw am Ende des Buches nachzulesen was dort denn eigentlich steht. Davon abgesehen, dass ich das Buch einfach nur schrecklich langezogen geschrieben fand, fand ich leider auch die Geschichte die erzählt wurde ziemlich langweilig. Alles in Allem war das Buch leider absolut nichts für mich und ich verstehe den "Hype" absolut nicht, und das obwohl ich eigentlich gerne Klassiker lese.

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I wanted to like this book, really, I did. But I think my general lack of interest for philosophy and theology resulted in my not enjoying this read at all. I have read a lot of historical novels in my time and I did not read this book expecting a thrilling mystery. In fact, I knew nothing about this book and have not even watched the movie yet, so I went in there ready for anything and expecting nothing. All I knew was that this book was set in a monastery somewhere around 1300. I was pleasantly surprised at the Sherlock Holmes vibes at first, but those did not help in the end. I hated the fact that there was a lot of latin text. I had latin in school and I understood most of it, but what baffled me was the absence of any kind of translation. Not even as a footnote. I liked the part where they figured out how the library works and how the books were sorted. I recognise that books do not need to be fast paced to be enjoyable. But the pace in this book was like a traffic jam. Sometimes you can drive and you get closer to your destination, but a lot of times you just crawl ahead or even stop. And suddenly you are out of it and you can speed home, without understanding what even happened and what reason there was for this dreadful slowdown. I have the feeling that all those times that I felt like the book was at a standstill were actually crucial and very meaningful for all those people who maybe studied literature. So you may think me ignorant for not loving this novel because I didn‘t understand it completely. But I usually don‘t read to think a lot. I read to FEEL a lot. Sometimes books stay with me for a long time because I felt so much that I cannot shake them and THEN I think about them. Why did they make me feel the way I felt? How are they significant to my life or my current situation? But The Name of the Rose made me feel nothing. Well, not nothing. Sometimes I felt bored out of my mind. I think we can all agree that THAT feeling is not desirable when reading.

5

Überwältigend.

Ja, man muss sich auf das Buch einlassen, aber dann ist es fantastisch. Wer einen reinen Krimi erwartet, wie im Film suggeriert, wird enttäuscht. Wenn man es als Ganzes sieht, bekommt einen unglaublichen Einblick in das mögliche Klosterleben im Mittelalter. Mit dem starken Einfluss von Politik und Glauben.

4

A truely unique reading experience combining a vivid and detailed historical setting, philosophical and theological discussions, an intruiging mystery and almost surreal and gothic elements. Maybe the discourses go on way too long and the book could have been shorter, however this is part of what makes this so authentic.

3

Hier braucht man einen langen Atem!

Ein Buch, dass neben der Aufklärung eines Verbrechens immer wieder ausschweift in Beschreibungen und langatmigen Diskussionen zu Themen der Zeit. So sind verschiedenste Erörterungen grundsätzlich ja interessant, in dieser Form jedoch oft nur schwer zu folgen: ewige Schachtelsätze, endlos erscheinende Aufzählungen, mühsame Diskussionen. Kein Buch für Mal schnell nebenher, interessanter geschichtlicher Rahmen aber gerade am diesen Stellen mit mäßigem Lesespaß.

5

Very exciting book. Very authentic. Also a good version of this book with the glossary and the latin translations

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Very exciting book. Very authentic. Also a good version of this book with the glossary and the latin translations

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