Der Tod und das dunkle Meer

Der Tod und das dunkle Meer

Hardback
4.0198
NeuzeitBataviaSchifffahrtOstindien-Kompanie

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Description

Viktor Crime Award und Buch des Jahres der Krimi-Couch

1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Eine dunkle Prophezeiung und ein Detektiv, der selbst Gefangener ist. Samuel Pipps und Arent Hayes stehen vor dem Fall ihres Lebens, denn der Teufel ist mit an Bord. Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier – Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe.

Gerade noch hat Samuel Pipps im Auftrag der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen kostbaren Schatz in der Kolonie Batavia wiedergefunden. Nun befindet er sich auf dem Weg zu seiner Hinrichtung. Sein Assistent und Freund Arent Hayes ist mit an Bord der Saardam. Genau wie der Generalgouverneur und seine Frau Sara Wessel. Doch kaum auf See, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Unerklärliche Morde geschehen, und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord dazu verführt, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Pipps muss seinem Freund Arent und Sara dabei helfen, ein Rätsel zu lösen, das alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit zurückreicht. Bevor das Schiff sinkt und sie alle in die Tiefe reißt.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Hardback
Pages
608
Price
25.70 €

Author Description

Stuart Turtons Debütroman Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle (2019) wurde in über 30 Sprachen übersetzt und ist ein internationaler Bestseller. Das Buch wurde mit dem Costa First Novel Award und zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet. Für seinen zweiten Roman Der Tod und das dunkle Meer (2021) erhielt Stuart Turton den von Sebastian Fitzek gestifteten Viktor Crime Award. Stuart Turton lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Hertfordshire.

Posts

54
All
3

Murder-Mystery auf hoher See. So kommt das Buch daher. Nachdem es fast 2 Jahre auf meinem SuB verharrte bot es sich mir zum Lesen an. Was ich bekommen habe lässt sich schwer in Worte fassen. Tüten schafft es gut Charaktere zu schaffen und diese auch gut in Szene zu setzen. Doch die Geschichte kommt echt langsam in Fahrt und stellte meine Geduld echt auf die Probe. Es dauert gefühlt ewig bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt um am Ende eine Auflösung zu präsentieren die man nicht kommen sah. Aber so auch nicht wollte. Es hat mich leicht verärgert. Der Klappentext versprach mehr als das Buch halten konnte. Vertane Zeit war es nicht. Ein Kriminalroman wie das Buch verkauft wird ist es auch nicht. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Sherlock Holmes in Ketten lässt Dr. Watson auf hoher See ermitteln mit Needful Things Vibes? So ähnlich vielleicht. Ich wünsche viel Erfolg beim Lesen!

3.5

Wild ... bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll . Rasant erzählte Geschichte im historisch-fiktionalem Setting, die kaum Zeit zum Atemholen lässt. War einerseits sehr spannend, andererseits manchmal einfach"drüber". Die Charaktere blieben recht schablonenhaft, das hat aber irgendwie zur Handlung gepasst, in der jede Person ihren festen Platz hatte. Fazit: Gute Unterhaltung und mehr muss es manchmal einfach auch nicht sein.

4

𝙳𝚎𝚛 𝚃𝚘𝚍 𝚞𝚗𝚍 𝚍𝚊𝚜 𝚍𝚞𝚗𝚔𝚕𝚎 𝙼𝚎𝚎𝚛 - 𝚂𝚝𝚞𝚊𝚛𝚝 𝚃𝚞𝚛𝚝𝚘𝚗 𝚂𝚎𝚒𝚝𝚎𝚗𝚊𝚗𝚣𝚊𝚑𝚕: 𝟼𝟶𝟸 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐: Im Jahr 1634 macht sich das Schiff von Batavia, in Indonesien, auf eine monatelange Reise zurück nach Amsterdam. Mit an Bord ist der Teufel, der jedem ein verführerisches Angebot macht. Die Charaktere auf dem Schiff fand ich alle sehr interessant und charakterstark. Da der Detektiv Samuel Pipps in eine Zelle gesperrt wird, muss sein Partner Arent Hayes die mysteriösen Fälle untersuchen. Unterstürzt wird er von Sara, die Gattin des Generalgouverneurs. Als Frau in dieser Zeit besitzt sie so gut wie keine Rechte außer ihre ehelichen Pflichten nachzugehen. Die Handlung spielt sich hauptsächlich auf dem Schiff ab. Die Geschehnisse rund um den Teufel und wie er einem nachts ins Ohr flüstert fand ich sehr spannend. Bei 600 Seiten zog es sich aber teilweise und die Spannung war nicht durchgehend vorhanden. Durchgequält hab ich mich aber zu keinem Moment. Die Auflösung am Ende kam überraschend. Ich hatte zwar meine Vermutungen aber damit hab ich nicht gerechnet. Was mich ein bisschen gestört hat, war die unglaublich kleine Schriftgröße und auch ist die Schrift auf der Zeichnung des Schiffes kaum lesbar. Trotzdem ist das Buch ein toller und ruhiger Krimi aus dem 17. Jhd. von einem sympathischen Autor. Da steht schon das nächste Buch von ihm auf der Wunschliste. 𝙱𝚎𝚠𝚎𝚛𝚝𝚞𝚗𝚐: 4/5 ⭐️

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4

Meine Empfindungen lassen sich nur schwer in Worte fassen. Ich habe das Buch gerne gelesen und mich von den Erzählungen um den Alten Tom fesseln lassen. Nach der Auflösung hatte ich ein paar schöne Knoten im Hirn 🤭 Leseempfehlung von mir ☺️

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4

Hätten fünf Sterne sein können, wenn der Krimi-Plot und seine Auflösung nicht so davon angehängt hätten, dass der Autor drei explizit schlaue Charaktere für einen Fakt praktischerweise über 400 Seiten blind und taub hätte sein lassen müssen.

4

Bei dem Buch handelt es sich um eine Geschichte über einen Kriminalfall, verbunden mit Aberglauben, einer Hexenjagd und weiteren mysteriösen Umständen. Dabei führt uns der Autor mehr als nur einmal in die Tiefen und dunklen Abgründe der menschlichen Gier. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle nicht nur das schöne Cover, sondern auch die Innenseite des Buches. Hier ist Grundriss des Schiffes zu finden ist, sodass der Leser ein besseres Verständnis für den Aufbau erhält. Ich muss jedoch ehrlich zugeben, dass mich die ersten Seiten so gar nicht faszinieren konnte. Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt, was auf den ersten Seiten zwar ersichtlich, aber zusammenhangslos erschien. Erst nach etwa 100 Seiten, hat sich der Knoten in meinem Hirn langsam gelöst und ich habe die Konstellationen verstanden. Danach fanden die ersten mysteriösen Ereignisse statt, die dafür sorgten, dass die Besatzung dem Aberglauben verfiel und daher dumme Entscheidungen traf, die mitunter das Leben einiger kostete. Gegen Ende konnte ich das Buch hingegen gar nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat, ob die Passagiere überleben und wer sich hinter dem „Alten Tom“ verbirgt. Leider fand ich das Ende auch etwas abrupt, da solange darauf hingearbeitet wurde und mir die Entdeckungen, die zur Lösung des Falles führten, etwas zu schnell gingen. Die Personen waren alle super beschrieben und ich habe meine Favoriten schnell gefunden. Selbst wenn die Geschehnisse um 1634 spielen, fand ich es top, dass die Sprache der heutigen Zeit entsprach, Bräuche und Sitten der damaligen. Wer auf Mystery, Kriminalfälle und ein maritimes Setting steht, dem empfehle ich dieses Buch weiter. Wer das nicht mag: lest das Buch dennoch, ihr werdet nicht enttäuscht sein.

1.5

Konnte mich nach 150 Seiten nicht fesseln

4

4,5⭐️ Ein Schiff, zur Zeit der Ostindienkompanie Ein Mythos: der alte Tom Eine Verwünschung- ein Toter an Land- Ermittlungen an Bord- noch mehr Tote und Mord Viele Protagonisten: klare und eindeutige Charaktere, Charaktere mit vielen Grautönen, überspitzte Charaktere Die Dynamiken zur Schaffung eines Mythos- Aberglaube- Religion Moral! Gibt es Recht im Unrecht? Rache! Selbstlosigkeit! Und ein Plan, der seines Gleichen sucht. Mir hat das Buch unglaublich viel Freude und Hörvergnügen bereitet. Das zu offensichtliche Erklärbär-Szenario am Ende hätte gerne dezenter ausfallen dürfen. Die ganzen Fragen der Moral waren gut eingearbeitet, allerdings sollte hier keine tiefere Philosophie und Analyse erwartet werden. Dafür ist das Buch zu sehr ein spannender Unterhaltungsroman.

5

Ein grandioses Schauer- und Kammerspiel zu hoher See. Spannend bis zur letzten Seite. Eine absolute Leseempfehlung.

4

Spannender Mysterie-Krimi

"Stark ist stark und schwach ist schwach. Und wenn man zu den Letzteren gehört, dann ist es ganz gleich, ob man Hosen oder Röcke trägt. Das Leben zermalmt die Schwachen." Mit "Der Tod und das dunkle Meer" hat Stuart Turton einen spannenden Mysterie-Thriller  geschaffen, der uns auf einem Schiff der Ostindien-Kompanie mit hinaus aufs weite Meer nimmt. (Aus dem Englischen von Dorothee Merkel.) Wir schreiben das 1634. Der Detektiv Samuel Pipps wird als Gefangener an Bord der Saardam gebracht. Diese soll von Batavia zurück nach Amsterdam segeln und den Gefangenen sowie den Generalgouverneur mitsamt seiner Familie und Pipps' Assistent Arent Hayes nach Hause bringen. Doch noch am Hafen von Bativa erhalten sie eine Warnung, die der Genergouverneur Jan Haan jedoch nicht ernst nimmt. Und so segeln sie los und mit ihnen an Bord ist der Teufel... Turton hat hier einen wirklich spannenden Mysterie-Krimi geschrieben, bei dem die Spannung gemächlich steigt und der mich voller Sehnsucht und Ungeduld auf die erste Leiche warten ließ. Es ist eine Geschichte in der es um Macht und Machtgier, den Aberglauben, aber auch den Glauben, um Geheimnisse und Dämonenaustreibung geht. Und Turton versteht es meisterlich diese Themen miteinander zu verknüpfen. Diese Buch hat mich ab der ersten Leiche so in seinen Bann gezogen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Allerdings gab es zwischendurch auch ein paar Längen, die mich durchaus ungeduldig werden ließen. Wer Lust auf einen spannenden Mysterie-Krimi hat, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen.

Spannender Mysterie-Krimi
5

Spannend, wie auch die 7 Tode der Evelyn harcastle. Fast noch besser, da weniger Zeitsprünge. Ganz eigenes Genre.

4

Mit einem zugedrückten Auge...

Gut, dass ich keine Kriminalromane mag, denn dies ist keiner. Obwohl es Begebenheiten beschreibt, die gelöst werden müssen, geht es hier um vieles mehr. Ja, das Buch hat seine Längen und den ein oder andere logistische Fehler, aber mir hat allein der Aufenthalt und die Atmosphäre auf einem holländischen Schiff von Indonesien nach Amsterdam im frühen 17. Jahrhundert gefallen. Zudem erklärt sich der Autor am Ende und relatviert jeden historischen Anspruch nach Exaktheit und beweist sein grosses, schriftstellerisches Können in diesem kleinen Schlussbrief an den Leser. Eine willkommene Versöhnung!

3

Habe mir ehrlich gesagt mehr von dem Buch erwartet, es hat sich ziemlich gezogen teilweise und es war nicht wirklich spannend.

3

Atmosphärisches Werk für Seefahrt-Interessierte

„Die Saardam bestand nicht einfach nur aus Holz und Nägeln, genauso wenig wie ein Ochse nur aus Muskeln und Sehnen bestand. Sie hatte einen Bauch voller Gewürze, gewaltige weiße Flügel und ein riesiges Horn, das heimwärts wies. Jeden Tag strichen sie ihr das Federkleid mit einer Schicht Teer glatt und flickten ihr zerrissenes Fleisch zusammen. Sie setzten Nähte in ihre filigranen Hanfflügel und leiteten sie behutsam durch Gefahren, die sie selbst nicht sehen konnte.“ Stuart Turtons "Der Tod und das dunkle Meer" hat mich in eine düstere und faszinierende Welt des 17. Jahrhunderts entführt, in der Seefahrt, Kolonialgeschichte und mystische Geheimnisse aufeinandertreffen. Das Setting an Bord der Saardam, einem Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam, wird durch Turtons sehr guten Schreibstil lebendig, der wunderbar zum historischen Kontext passt und die Atmosphäre der damaligen Zeit einfängt. Die Geschichte dreht sich um zwei zentrale Rätsel: Zum einen die Frage, warum der berühmte Detektiv Samuel Pipps eingesperrt ist und zurück nach England gebracht werden soll, obwohl er selbst nicht weiß, welches Verbrechen er begangen haben soll. Zum anderen die beunruhigende Möglichkeit, dass der Teufel, dargestellt durch die Figur des Alten Tom, tatsächlich an Bord ist und das Schiff ins Verderben stürzen will. Der raue Ton unter den Seeleuten bildet einen spannenden Kontrast zur feineren Gesellschaft der Mitreisenden, wie dem Generalgouverneur und seiner Frau Sara Wessel. Sara entwickelt sich zu einer unerwartet starken Ermittlungspartnerin für Arent Hayes, den Freund und Assistenten von Samuel Pipps. Trotz seiner Gefangenschaft spielt Pipps eine zentrale Rolle und unterstützt Arent und Sara dabei, die unheimlichen Morde und das Rätsel um den Alten Tom zu lösen. Turton gelingt es, die Spannung aufrechtzuerhalten, obwohl ich aufgrund langer Lesepausen manchmal Schwierigkeiten hatte, den vielen Protagonisten zu folgen. Eine Zeichnung des Schiffs mit den Kabinen und Deckbezeichnungen war hierbei sehr hilfreich, um die Lage der Schauplätze und die Laufwege der Charaktere zu verstehen. Die Dynamik zwischen den Charakteren und die dichte Atmosphäre erinnern stark an Stephen Kings "Needful Things", besonders durch die Figur des Alten Tom, der sich am Leid der Menschen labt und sie scheinbar ins Verderben lenkt. Der Kriminalfall auf hoher See ist durchzogen von Aberglaube, Intrigen und Gewalt, was die Spannung zusätzlich anheizt. Trotz der faszinierenden Handlung und der starken Frauencharaktere, konnte mich das Buch nicht immer durchgängig fesseln. Turton bietet jedoch hilfreiche Zusammenfassungen, die es erleichtern, den Faden wieder aufzunehmen. Er selbst behält die Fäden bis zum Ende in der Hand, aber das hat er bei seine Erstlingswerk meisterhaft unter Beweis bestellt, welches sehr viel komplexer war als diese Geschichte. Die Auflösung erfolgt teils in detaillierten Monologen am Ende, die zwar gut gemacht sind, aber für mich aufgrund meiner eigenen Unaufmerksamkeit nicht die volle Wirkung entfalten konnten.Das ist aber ganz klar mein Problem. Das Ende des Buches war grundsätzlich zufriedenstellend, wenn auch teilweise vorhersehbar. Der finale Kniff hat mir jedoch gut gefallen und rundete die Geschichte schön ab. Insgesamt eignet sich "Der Tod und das dunkle Meer" besonders für Lesende, die Kriminalfälle im Stil von Sherlock Holmes mögen, einen mystischen Touch schätzen und kein Problem mit umfangreichen Büchern haben ;) #Fast700Seiten Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Stuart Turton mit diesem Buch ein atmosphärisch dichtes und spannendes Werk gelungen ist, das als Filmvorlage eine großartige Figur abgeben würde. Wer sich für historische Krimis mit einem Schuss Mystik und starken Charakteren interessiert, sollte "Der Tod und das dunkle Meer" definitiv lesen.

4

Stuart Turton ist ein großartiger Autor mit genialen Storyideen, die sich jeder einer Einordnung in ein Genre widersetzen. Sein Buch “Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle” fand ich überragend und kann ich nur jedem empfehlen, der Spannung und Überraschungen sucht. Der Tod und das dunkele Meer ist ebenfalls sehr gelungen, aber nicht so gut wie das oben genannte Buch. Die Auflösung war überraschend, aber mir etwas zu konstruiert. Trotzdem ist das Buch eine Empfehlung für einen kalten Abend, einen heißen Tee und eine warme Decke.

4

Eine tolle Geschichte, die ich sehr genossen habe. Ich habe mitgefiebert, ein bisschen gelitten und mich auch gegruselt. Ich mochte die Charaktere, vor allem Sara Wessel hat es mir angetan. Punktabzug gab es allerdings für das Ende. Es kam mir ein bisschen zu plötzlich und auch das Verhalten der Hauptcharaktere fand ich leider etwas unglaubwürdig. Trotzdem würde ich das Buch empfehlen und auch nochmal lesen.

5

Rezensionsexemplar Oh mein Gott, war dieses Buch genial

5

Perfekte Mischung - Historie- Fiktion- Krimi - Liebe - Meer - Kampf- starke Frauen und Männer.

4

Beginnt ruhig, fesselt dann aber sehr.

4

Ich hatte am Anfang das ein oder andere Problem, die einzelnen Figuren auseinanderzuhalten. Aber nachher ging es recht flott. Beim Lesen empfand ich, hatte das Buch mal höhen und Tiefen. Es wurde auf einmal richtig spannend und dann flaute es sich wieder ab, das war ein bisschen schade, da es dann doch recht zäh wirkte. Ich bin davon ausgegangen, das Samuel Pipps, als glorreicher Detektiv sicherlich die Hauptperson sein wird, aber dieser wurde doch schnell in der Zelle im Schiff ruhig gestellt. Die Figur des Arent Hayes hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Ich mochte seine mürrische, aber durchweg loyale Art. Mir hat das Miträtseln richtig spaß gemacht und immer wenn ich dachte, ich hätte eine Spur, wurde eine neue Leiche entdeckt. Den Schreibstil hätte ich mir wie bereits vorher erwähnt, etwas gleichmäßiger gewünscht. Da nach dem eigentlichen Spannungsaufbau diese immer sehr abflachte. Aber großen Pluspunkt gibt es für die einzelnen geschaffenen Figuren. Von Arent Hayes habe ich ja schon berichtet, aber auch Sara Wessel darf nicht fehlen. Sie ist kein hochnäsiges Burgfräulein, sondern eine ziemlich toughe, kampflustige Frau, die sich nicht zu schade ist, sich die Hände schmutzig zu machen. Das Ende hat mich dann wirklich sehr geflasht. Und auch die Erklärungen waren so dermaßen schlüssig. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

4.5

Der Roman führt in das 16. Jahrhundert. Auf einem Schiff der Ostindien-Kompanie gehen seltsame und grausame Dinge vor sich ... Ein ehemaliger Söldner versucht Licht in das Dunkel zu bringen. Aber die Wahrheit ist verstörender als alle ahnen Schauer- Roman, Abenteuer -oder Horror? Ganz egal, es ist einfach ein grandioses Buch

5

Batavia, 1634. Das Schiff Saardam legt unter Generalgouverneur Jan Haan nach Amsterdam ab. An Bord: Haans Frau und seine Tochter, der "Diebefänger" und Gefangene Samuel Pipps und sein Freund Arent Hayes sowie andere Namenhafte Personen und deren Geleitvolk. Kurz vor der Abfahrt warnt sie ein Aussätziger von der Reise und geht anschließend in Flammen auf. Als sie trotzdem ablegen, beginnen seltsame Dinge auf dem Schiff vorzugehen. Arent beschließt zusammen mit Haans Frau Sara den Dingen auf den Grund zu gehen und machen furchtbare Entdeckungen. Mir viel es noch nie so leicht einem Buch 5 Sterne zu geben, das war mir eigentlich schon nach einem Viertel des Buches klar. Ich mochte schon "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" von Stuart Turton sehr und muss zugeben, dass dieses Buch noch viel besser ist. Die Charakterausarbeitung war absolut perfekt, man hatte fast das Gefühl, man würde die Menschen wirklich kennen. Gerade die Beziehung, die sich zwischen Arent und Sara entwickelt während sie ermitteln fand ich extrem emotional und toll. Man schließt jeden guten Charakter ins Herz und fängt an, die "Bösen" fast persönlich zu hassen. Zum Thema Spannung lässt die Geschichte auch absolut nichts zu wünschen übrig. Zusätzlich muss ich noch die Atmosphäre loben, die Turton erschaffen hat. Ich hatte an sich nicht viel Ahnung von der Situation damals in Batavia und auf den Schiffen aber durch das Buch wurde dies einem auf sehr einfache und bildliche Weise nahegebracht. Um die Rezension abzuschließen, muss ich eine absolute Leseempfehlung geben. Es lohnt sich!

4

Ein fast perfekter Historischer und mystischer Thriller Also ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll,denn ich bin total überrascht von diesem Buch, da es so ganz anders war als erwartet. Ja,ich mag Thriller , aber diese Mischung aus Historik, Thriller und Mystik hat mich wirklich begeistert. Der Autor hat mich mit seiner Art zu schreiben und dass diese Art so gut ins 17Jahrhundert passte begeistert. Alles war sehr gut recherchiert und rübergebracht. Selbst Kleine Details wurden hier erwähnt,ohne Langweilig rüberzukommen. Im Gegenteil, denn so konnte man sich bestens in dieses Jahrhundert reinversetzen, und konnte die Protas genau wie die Örtlichkeiten vor sich sehen und ihr Handeln gut verstehen. Sympatisch war nicht jeder, was bei so einer Geschichte aber auch normal ist,trotzdem waren Sarah, Arent und Pipp besondere Charaktere für mich. Alles fing sehr detailgenau an, wodurch man Schritt für Schritt mit der Geschichte wächst und sich von ihr einfangen lässt . Es ist eine spannende ,aber auch interessante Geschichte die für mich keinem festen Genre zuzuordnen ist. Sie spielt großteils auf See und man kann schön miterleben, wie Passagiere und Besatzung immer mehr vom Aberglauben überzeugt werden, wodurch ihre Angst teils ins unendliche geschürt wird. Denn hoch auf dunkler See, fährt nicht nur die Hexerei und der Tod mit, sondern auch Magie und der Teufel persönlich sind mit an Bord und verschafft diesem Kriminalroman das gewisse etwas. Man taucht ab, löst Schritt für Schritt den Fall und ist dann doch vom Ende überrascht. Es ist eine sehr gut ausgearbeitete, unvorhersehbare Geschichte, die jede Menge Krimi, Mystik, Magie und Dunkelheit,aber auch Gefühl beinhaltet. Ich kann sie sehr empfehlen. Vor allem das Ende hat mich dann doch überrascht.

5

Im Jahr 1634 soll die „Saardam“ , ein Schiff der Vereinigten Niederländischen Ostindien-Kompanie von Batavia (heute Jakarta) nach Amsterdam segeln. Noch bevor alle Passagiere an Bord des Schiffes sind, stößt am Hafen von Batavia ein Aussätziger Flüche gegen das Schiff aus und erklärt, es wird nie in Amsterdam ankommen. Schnell geschehen seltsame und vor allem mörderische Dinge und unter den Passagieren und der Besatzung ist bald klar: das kann nur des Teufels Werk sein. Leutnant Arent Hayes und Sara Wessel, die Frau des Generalgouverneur, sehen nur eine Möglichkeit, Amsterdam heil zu erreichen: sie müssen das Rätsel um die Geschehnisse lösen…. Ich lese eher selten historische Romane, doch dieser historische Krimi hat mich direkt mit der Leseprobe gefangen genommen. Die Atmosphäre ist düster und unheimlich, man kann förmlich das Schaukeln der Planken unter den Füßen spüren. Die Charaktere sind allesamt so gut dargestellt, dass man zwangsläufig mit ihnen hofft, betet und mitfiebert. Dazu eine spannende und unheimliche Geschichte, die einen immer wieder auf falsche Fährten führt. Der Tod und das dunkle Meer ist ein echter Pageturner, der sich trotz seiner stattlichen 608 Seiten in kürzester Zeit liest. Mein Fazit: toll geschriebener, spannender historischer Krimi voller unheimlicher Momente und Geheimnissen. Klare Leseempfehlung!

4

Nachdem mir Turtons Erstlingswerk schon überraschend gut gefallen hat, musste ich "Der Tod und das dunkle Meer" natürlich auch lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch hier haben wir wieder eine stimmungsvolle, mysteriöse und grade zu Beginn leicht verwirrende Story, deren Auflösung mir sogar noch besser gefallen hat als bei Evelyn Hardcastle. Ich brauchte anfangs zwar meine Zeit, um erstmal reinzukommen, das macht aber gar nichts, weil die Geschichte so ausgelegt ist, dass sie sich nach und nach entfaltet und man immer klarer sieht. Der Narrativ wechselt zwischen verschiedenen Figuren, wobei die beiden Hauptcharaktere eindeutig Arent und Sara sind. Arent ist der Assistent des Detektivs Sammy und landet nur an Bord des Schiffes seines Onkels, weil Sammy festgenommen und dorthin verschleppt wird. Er ist so eine Art edelmütiger, freundlicher Riese, stark wie ein Bär, aber eben durch und durch moralisch. Das Schiff wird kurz vorm Ablegen verflucht und als immer mehr seltsame bis gruselige Dinge geschehen, muss Arent die Detektivrolle übernehmen, um herauszufinden, was vor sich geht. Sara ist die Frau von Arents Onkel, dem Generalgouverneur von Batavia. Sie verachtet ihren Mann, der sie schlägt und generell ziemlich furchtbar ist, aber auch den goldenen Käfig, in den sie hineinheiraten musste. Ihr größter Wunsch ist Freiheit für sich und ihre super intelligente Tochter Lia (die ihre Fähigkeiten geheim halten muss, weil sie sich für ein Mädchen nicht gehören). Auch Sara möchte wissen, was vor sich geht und schließt sich den Ermittlungen an. An Bord befinden sich natürlich auch diverse andere Charaktere, die man erstmal kennenlernen und auseinanderhalten können muss. Heraus stechen im Gegensatz zum Vorgänger hier diesmal vor allem die weiblichen Figuren, allen voran natürlich Sara und Lia, die schlau, talentiert und dennoch bodenständig sind. Außerdem ist da Creesjie, die Geliebte des Generalgouverneurs und beste Freundin von Sara. Die Zuneigung der beiden zueinander war einer meiner Lieblingsaspekte des ganzen Buches. Die Frauen brechen mit ihren Rollen und den damit verbundenen Erwartungen, sind Subjekte statt Objekte, zeigen, dass auch sie fähig sind. Welches Wissen und welche Fähigkeiten allerdings als wertvoll und erstrebenswert gelten, wird ausschließlich durch eine männliche Linse gesehen, die auch die Frauen verinnerlicht haben. Da die Geschichte aber im 17. Jahrhundert spielt, ist das schon in Ordnung. Immerhin schlagen wir uns heute noch damit rum. Die Männer wirken leider etwas blass und eintönig, denn bis auf Sammy, der über den Großteil der Story off page ist, sind absolut alle raubeinig, extrovertiert, grobschlächtig gebaut und/oder gewaltbereit. Außerdem sind alle potenzielle Vergewaltiger, denn die Frauen dürfen einen bestimmten Bereicht des Schiffes nicht übertreten, sonst sind sie Freiwild. Die Stimmung ist schaurig und beklemmend, was mir sehr gefallen hat. Außerdem kann man die ganze Zeit mitüberlegen und versuchen, Sachen zu kombinieren und auf die Lösung zu kommen. Ich lag nur teilweise richtig und konnte am Ende sogar noch ein bisschen überrascht werden. :) Außerdem wird eine Content Note fällig: Es gibt wie schon gesagt häusliche Gewalt. Sara wird von ihrem Mann einmal on page geschlagen, ansonsten wird nur erwähnt, dass er sie regelmäßig bei "Missverhalten" verprügelt hat - einmal sogar so sehr, dass sie danach mehrere Tage nicht laufen konnte. Außerdem gibt es eine Vergewaltigung, die als "eheliche Pflicht" verschleiert wird und trotzdem nicht weniger widerlich ist. Immerhin: es handelt sich dabei um eine kurze, recht schnörkellose Szene aus ihrer Sicht, die sich nicht, wie es leider so oft der Fall ist, wie die schmutzige Fantasie eines Mannes liest. Mein Fazit: Eine größtenteils tolle Story mit einem für mich befriedigenden Ende, die an manchen Stellen aber auch etwas kürzer hätte ausfallen oder sensibler sein können.

4

Eher 3,5*. Und zwar nicht weil es schlecht war. Ein flüssiger, guter Schreibstil. Relativ kurze Kapitel, meist. Stetig möchte man wissen, wie es weitergeht. Aber trotzdem - irgendwas hat gefehlt. Bzw war zu viel. Der Funke ist einfach nicht 100%ig übergesprungen. Zudem habe ich mir auch ein bisschen mehr Piraterie erhofft. Und das Ende… aiaiai. Das war dann zu ad hoc. Zu viel gewollt, dadurch wurde es einfach vorhersehbar. (Vielleicht war mir die “Lösung” aber auch bewusst, weil ich mittlerweile relativ viele Christie’s gelesen I’m habe und schon Detektiv-Pro bin). Fazit: ein gutes Buch, vor allem für die schaurige und graue Jahreszeit. Der Autor schreibt, so dass man weiterlesen mag, da man wissen möchte, was als Nächstes passiert.

4

Zuallererst: Ich finde den Misch-Masch der Genren unglaublich gut gelungen. Man findet sowohl historische, Fantasy als auch kriminelle Elemente in diesem Buch. Es lässt sich nicht genau einordnen und genau das bringt eine Menge Vielschichtigkeit ins Buch rein. Das Buch handelt hauptsächlich um ein Detektiv-Duo, welches in Batavia einen Fall lösen mussten und nun wieder auf dem Weg zurück nach Amsterdam segeln. Allerdings ist Samual Pipps (der weltberühmte Rätsellöser) ein Gefangener bei dieser Reise und Arent Hayes tut alles in seiner Machtstehende um diesen Zustand zu ändern. Die Reise auf dem Schiff entpuppt sich aber sehr bald als der größte und schwierigsten Fall der beiden Freunde, denn das Schiff wurde kurz vor der Abfahrt verflucht. Seitdem geschehen übernatürliche Phänomene und alle Anwesenden sind der Überzeugung, dass es sich um einen Dämon oder Teufel handelt. Es liegt in Arents Hand, die Machenschaften des Teufels aufzudecken und das ganze Schiff vor dem Untergang zu retten. In diesem Buch wurde man sehr langsam über die Charaktere in Kenntnis gesetzt und lernte im Verlauf der Geschichte immer mehr von ihrer Vergangenheit kennen. Ich fand diese Vorgehensweise sehr gelungen, da man weder von Anfang an bereits über alles Bescheid wusste, noch musste man lange auf eine Erklärung für ein bestimmtes Verhalten warten. Der Schreibstil war wirklich angenehm zu lesen und ich kam dadurch sehr schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind auch vielfältig und besitzen eine gewisse Charaktertiefe. Alles in Allem gefiel mir das Buch sehr, auch wenn an einigen Stellen die Handlung etwas ruhiger verlief und die Zeitsprünge entweder viel zu kurz oder viel zu lang waren. Ich mochte es sehr selbst mitzurätseln, was nun hinter diesen erstaunlichen Phänomenen steckt. Ich werde definitiv irgendwann auch den vorherigen Roman des Autors lesen!

3

Zusammenfassung: 1634: Ein Schiff auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. An Deck neben dem Generalgouverneur und seiner Familie, Samuel Pipps, ein Detektiv auf dem Weg seiner Hinrichtung und sein Assistent und Freund Arent Hayes. Außerdem der Teufel, der sein Unwesen auf dem Schiff treibt. Denn sobald sie in See gestochen sind passieren unerklärliche Morde, plötzliche Verschwinden und ein Flüstern, dass den Passagieren ihre dunkelsten Wünsche verspricht. Nun liegt es an ihnen, diese Rätsel zu lösen um die Saardam vor dem Sinken zu beschützen. Meine Meinung: Ich bin etwas hin und hergerissen. Die Geschichte an sich war für mich interessant, teilweise aber auch etwas langwierig. Bereits auf den ersten Seiten wurde man sehr gut in das Setting eingeführt und wusste, wo man sich hier befindet. Doch dann kam bereits mein erste Knackpunkt, der sich dann leider auch durch das Buch durchgezogen hat. Vorab erstmal, ich finde es toll, wie intensiv sich der Autor damit beschäftigt hat, wie all die Decks heißen und wie das Schiff und die Hierarchie der Besatzung aufgebaut ist. Aber ich konnte mir all diese Infos bis zum Schluss nicht merken. Und das wollte ich irgendwann auch einfach garnicht mehr. Da hat die Beschreibung am Anfang des Buches dann auch nichts mehr gebracht, denn die Erklärungen in der Grafik waren mit einer sehr unvorteilhaften Schriftart geschrieben und haben so an Leserlichkeit eingebüßt. Dadurch waren sie schlussendlich auch nicht hilfreich für mich. Im Endeffekt habe ich also das komplette Setting irgendwann einfach hingenommen und überlesen. Nichtsdestotrotz fand ich die maritimen Elemente, die der Autor ansonsten immer wieder eingebunden hat toll. Sie haben der Geschichte trotz allem den gewissen Flair gegeben. Was mir hingegen gut gefallen hat, war dass sich die Spannung langsam immer mehr aufbaut. Man rätselt mit, wer sagt die Wahrheit? Wem kann man vertrauen? Wo wird das alles hinführen? Und wird dann doch immer wieder überrascht weil sich alles nochmal um 180 Grad dreht. Soweit hat es mir wirklich sehr gefallen. Doch dann kam irgendwann so ein Bruch im Buch und alles war auf einmal anders. Und es fühlt sich so losgelöst von dem Rest der Geschichte an, dass es meiner Meinung nach garnicht mehr richtig dazu passte. Wirklich sehr schade, weil es das Buch dann irgendwie am Ende nochmal so ein bisschen kaputt gemacht hat. Was allerdings der schwierigste Aspekt an dem ganzen war, war das Nachwort des Autors, denn es hat das ganze Buch noch einmal in ein ganz anderes Licht gerückt. Dadurch, dass der Autor hier noch einmal erklärt hat, wieso und wie er bestimmte Dinge in dem Buch behandelt hat, empfand ich das Buch schlussendlich besser als vorher. Und das fühlt sich für mich irgendwie falsch an. Denn wenn ich vorher die Geschichte an sich nicht so gut fand, sollte ich auch die Geschichte an sich weiterhin so bewerten und nicht durch eine Erklärung besser bewerten oder? Schwierig. Ich bin wirklich sehr unschlüssig an diesem Punkt. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn das ganze am Anfang gestanden hätte. Ich weiß es nicht. Fazit: Auch jetzt, einige Tage nachdem ich das Buch beendet habe bin ich unschlüssig wie ich dazu stehe. Die Geschichte an sich, war bis zu einem bestimmten Punkt spannend und gut. Danach ging es leider etwas abwärts. Andererseits hat der Kommentar des Autors das ganze auch nochmal ganz anders beleuchtet. Ich denke für jeden, der gerne Storys aus einer anderen Zeit mit maritimen Elementen liest, ist dies definitiv ein tolles Buch. Für alle anderen könnte es leicht auch ein Flop sein. Probiert es aus.

5

Spannend, genial, mitreißend und mystisch – Ermittlungen im Jahr 1634 Worum geht’s? Sara Wessel und ihre Familie sind auf der Reise von Batavia nach Amsterdam, wo ihr Mann einen neuen Posten antreten soll. Als der „Alte Tom“ auftaucht, gerät plötzlich alles auf dem Schiff außer Kontrolle. Tod und Verderben suchen die reisenden heim. Auch Samuel Pipps und Arent Hayes, wie geniale Ermittler, sind mit an Bord. Können sie herausfinden, wer der alte Tom ist? Steckt wirklich der Tod hinter ihm? Meine Meinung: Stuart Turton, der eigentlich als freiberuflicher Reisejournalist tätig ist, hat mit seinem Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ eine Welt für seine Leser erschaffen, die in die Tiefen des Aberglaubens und der Mystik führt. Das Buch spielt im Jahr 1634 und der Autor hat die Sprache gekonnt dieser Zeit angepasst und ein absolutes Gespür für Details, sei es in der Mode, der Technik, dem Interieur. Er bringt seine LeserInnen gedanklich an Bord der Saardam und hinaus aufs Meer in einen atemberaubenden Fall, der Lügen, Intrigen, Mord und Aberglauben in sich vereint. Wir ermitteln gemeinsam mit Samuel Pipps, einem eher schmächtigen aber gutaussehenden selbsternannten Problematador, und seinem bärengleichen Freund und Helfer Arent Hayes. Die beiden haben mich immer wieder ein bisschen an Sherlock Holmes und Watson erinnert. Außerdem haben wir noch Sara Wessel an unserer Seite, eine Frau, die man nicht missen möchte. Sie ist scharfsinnig, kann heilen und obwohl sie die Frau des Gouverneurs und damit die höchste Dame an Bord ist, ist sie sich nicht zu schade, sich auch um die Ärmsten der Armen zu kümmern und zu helfen wo sie nur kann, gemeinsam mit ihrer Tochter Lia, die überaus intelligent ist und ihrer besten Freundin Creesjie, die eine überragende Schönheit ist. Und man hat sich wirklich gefühlt wie auf einem mittelalterlichen Schiff. Die Beschreibung der Szenerien, der Sturm, die Manöver – absolut realistisch. Ebenso die Charaktere der Musketiere und der Matrosen. Zwei Welten in einem Schicksal vereint. Dann der Fall selbst. Der Alte Tom. Ist er wirklich der Teufel? Ein Geist? Oder ist es so, dass hinter jedem unerklärlichen Phänomen eine ganz einfache Erklärung steckt? Hier war wirklich zu jeder Zeit alles möglich! Der Ablauf der Ermittlungen, die scharfsinnigen und logischen Kombinationen, alles war ununterbrochen spannend, hatte authentische historische Hintergründe und hat sich hinterher so logisch aufgelöst – mit einer Lösung, die ich nie vorhergesehen hätte und die doch so selbstverständlich war, dass es nicht anders sein konnte! Das Buch war einfach nur genial! Fazit: Mit seinem Buch „Der Tod und das dunkle Meer“ entführt Stuart Turton seine LeserInnen auf ein Schiff in das Jahr 1634. Die Charaktere sind außergewöhnlich und einzigartig. Die Szenerien bunt und lebendig. Man kann die Geschichte spüren, fühlen, riechen! Zwischendurch ist man in einem Netzt aus Lügen, Intrigen, Verschwörungen und Aberglauben gefangen und denkt, dass sich das Ganze nie entwirren lässt. Und obwohl der Fall verwirrend ist, ist er doch am Ende auch so logisch! 5 Sterne von mir für dieses herausragende Buch!

Nach seinem fantastischen Debut "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle", liefert uns Stuart Turton einen neuen historischen Krimi der Extraklasse. Diesmal wird es so richtig geheimnisvoll, bedrohlich und düster. Eine ganz große Stärke des Romans sehe ich in seiner dichten Atmosphäre, die es schafft, den Leser zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Ihr werdet das Rauschen der Wellen, das Knarren von Dielenbrettern und die Qietschenden Türen im Ohr haben, wenn wir das Buch an einem verregneten oder vernebelten Herbsttags lest und euch auf das Abenteuer einlasst. Wie auch schon das erste Buch des Autors ist auch sein neuer Roman wieder recht komplex. Viele gut ausgearbeitete, zwielichtige Charaktere, denen man alles zutrauen würde, begegnen uns auf dem Weg zur Lösung des Rätsels um den Fluch, der sich mit an Bord der Saardamm geschlichen hat. Dabei sollte man auf jeden Fall aufmerksam bleiben, denn die Informationsflut an Hintergründen, Motivationen, Intrigen und Plänen kann den Leser auch ganz schön fordern. Wer mysteriöse Bücher mit dem gewissen Gruselfaktor zum Mitraten genießt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Ich bin gespannt, was Stuart Turton sich als nächstes einfallen lässt und vergebe 4 🌟

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4

Dieses Buch ist sowohl düster, etwas okkult und erinnert dazu noch an Sherlock Holmes. Wir befinden uns auf einem Schiff im Jahre 1634, dass unter einem verfluchten Segel in See sticht. Nach den ersten unheiligen Zeichen, lässt der erste Mord nicht lange auf sich warten, doch der Detektiv Samuel Pipps wird weggesperrt und sein Freund und Beschützer Arent Hayes übernimmt die Ermittlungen. Es ist eine Geschichte voller Geheimnisse, Rätseln und genau der richtigen Prise Horror. Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen und nach wenigen Sätzen, wurde ich komplett in den Bann gezogen. Mit starken Protagonist*innen und 'ner geballten Ladung Emanzipation wurde die Handlung interessant gestaltet und wirkte in keinster Weise abgedroschen. Die Atmosphäre, die geschaffen wurde, ließ auch nach mehreren Seiten nicht nach und erinnerte mich an eine Hommage an Sherlock Holmes. Ich kann nur jedem Raten zu diesem Titel zu greifen und auch das Nachwort zu lesen! Ein sehr sympathischer Autor, dessen Bücher nun auf meiner Wunschliste stehen! Absolute Leseempfehlung, für einen Roman, der nicht in ein "klassisches" Genre passen möchte.

3

Ich fand die Story grundsätzlich sehr interessant, gefallen hat mir aber vor allem das Setting und die Atmosphäre. Zwischendurch hat mir leider etwas die Spannung und der rote Faden gefehlt, sodass es insgesamt nur 3 Sterne geworden sind.

5

In diesem Buch geht es auf weite Reise. Generalgouvernour Jan Haan reist zusammen mit seiner Familie und engsten Vertrauten von Batavia zurück nach Amsterdam. Doch bereits vor Ablegen des Schiffs passiert schon das erste Unglück und die Saardam wird verflucht. An Bord, an dem sich auch der gerissene Sammy Pipps und sein Beschützer Arent Hayes befinden, geht es mit den gruseligen Vorfällen weiter. Wird Arent es schaffen ohne Sammys Hilfe die Fälle aufzuklären? Und was hat es mit den geheimen und noch dazu versteckten Gütern an Bord auf sich? Die Vorfälle scheinen sich geradezu zu überschlagen.. Das Buch ist für mich nicht eindeutig dem Genre Kriminalroman zuzuschreiben – in meinen Augen spielt auch ein wenig Mystik und Historik mit rein. Genauso kann man kaum einen der Charaktere einer Seite, ob nun gut oder böse, zuordnen. Von diesen gibt es übrigens wirklich viele. Gerade zu Beginn des Buches war das verwirrend, aber im Laufe der Geschichte und mit Hilfe des Personenverzeichnisses am Anfang des Buches war dies schnell vergangen. Der Personenkreis an Bord ist sehr vielschichtig, von allen Schichten und Temperamenten ist etwas dabei – eine tolle Mischung. Gerade die Darstellung der weiblichen Charaktere finde ich toll, einfach weil sie anders ist. Von einigen Charakteren wird man um den kleinen Finger gewickelt, nur um dann später enttäuscht zu werden. Der Autor schafft es unheimlich gut, das der Leser mit den schlimmsten Fingern eine Sympathie herstellen kann! Die Handlung ist sehr vielfältig und man kann ab Seite 1 miträtseln. Für mich war bis zum Ende nicht klar, worauf alles hinauslaufen wird und wer der wahre Täter ist. Der letzte Absatz ist für mich persönlich doof, aber nun das soll dem Autor verziehen sein. Bezüglich des Schauplatzes bin fasziniert! Es ist bewundernswert, wie der Autor es geschafft hat, so viel Handlung auf doch so begrentztem Raum abspielen zu lassen. Der Schreibstil nimmt die Leser direkt mit an Bord der Saardam. Man spürt die Wellen unter dem Schiff und hat die Gerüche in der eigenen Nase, auch wenn die manchmal vielleicht nicht ganz so schmackhaft sind. Man fließt geradezu durch die Geschichte. Es ist sehr belebend und an vielen Stellen auch humorvoll. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight und Stuart Turton hat in mir einen neuen Fan gefunden!

5

Eher so 4,75 (ein mini Abzug muss ich machen) Obwohl ich nach Turtons erstem Roman nicht ganz so begeistert war, hatte ich doch das Gefühl, das mir "Der Tod und das dunkle Meer" gefallen könnte. Ich hatte recht mit meiner Einschätzung.. Der Roman ist eine großartige Mischung aus Krimi, historischem Roman, ein klein wenig Abenteuer und einer schön düsteren Atmosphäre. Besonders gut gefiel mir, das die Handlung fast ausschließlich auf dem Schiff spielt, welches von Batavia aus seine Segel in Richtung Europa setzte. Ein Setting, das dafür sorgt, das niemand wirklich sicher sein kann, nicht das nächste Opfer zu werden.. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft und gegenüber dem Kapitän und allen Passagieren ist aufgeheizt, man spürt jeden Augenblick könnte sie kippen. Turton schreibt so lebendig, das ich mich fast schon selbst an Bord wähnte. Lange lässt der Autor im unklaren ob nun wirklich ein Dämon sein Unwesen treibt. Tatsächlich mochte ich das Spiel mit dieser Frage ausgesprochen gerne. Ich war mir selbst lange nicht sicher, wohin die Handlung wirklich steuern würde. Die Figuren waren alle sehr interessant und dem Autor gelingt es sowohl jenen die ich auf Anhieb mochte als auch den weniger bis gar nicht sympathische Charakteren Tiefe zu verleihen. Besonders möchte ich dabei die vielen spannenden Frauenfiguren hervorheben. Allen voran Sara und ihre Tochter Lia, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen statt zu warten, das sie irgendein Mann rettet. Gerade auch Sara mochte ich sehr. Turton spielt auch immer wieder mit Motiven aus Sherlock Holmes, Arent und sein Arbeitgeber Samuel Pipps erinnern hi und da an das Gespann aus der Bakerstreet. Sam ist eindeutig an den großen Detektiv angelehnt. Arents Onkel Jan Wessel fand ich spannend, einerseits ein absolut unausstehlicher Mann, der seine Frau und auch die gemeinsame Tochter schlecht behandelt. Und dann der liebende Onkel, der seinen Neffen wirklich zu mögen scheint. Turton entspinnt nach und nach ein feines Netz das alle Figuren mit den Ereignissen verbindet. Stück für Stück enthüllt sich nicht nur was aus dem Schiff wirklich vor sich geht, sondern auch, welche Rolle die Beteiligten darin spielen. Mir hat es wirklich sehr gefallen und die Auflösung war für mich eine große Überraschung. Einzig das Ende selbst hat mich nicht so richtig überzeugt, weil ich nicht fand, das es zum Rest wirklich passt. Aber da der Roman ansonsten so so gut erzählt ist, gibt es von mir daher nur einen winzigen Abzug.

5

Das Buch ist sehr gut geschrieben, sodass man nicht mehr aufhören mag zu lesen!!! Am Anfang hatte ich es schwer mich einzufinden, es spiel 1632, glaube ich, und das sind nicht wirklich Bücher, die ich lese, aber ich habe mir gedacht, das ist ein Krimi, was soll da schon passieren...wird schon...Gedacht...Erlebt...Mensch hat mich das Buch aus den Socken gehauen. Ich bin anfangs schwer reingekommen, was sich aber nach und nach gebessert hat und ich muss sagen, dass ich von dem Ergebnis mehr als Positiv überrascht war, denn dieses Ergebnis...mann oh mann...Ehrlich, dass hätte ich nie im Leben so gedacht... Ich wurde mehr als nur überrascht, wenn man sich eingelebt hat, ist der Schreibstil nämlich gar nicht so übel und die Geschichte hat ganz schön fahrt aufgenommen, sodass man irgendwann gar nicht merkt wie weit man eigentlich gekommen ist. Ich habe irgendwann aufgegeben zu rätseln wer hinter dem ganzen steckt, denn das hätte mich am Ende nur um den Spaß gebracht! Die Charaktere waren alle aufeinander abgestimmt! Wenn ich hier sage es wäre perfekt, möchte ich mich nicht unbeliebt machen, aber es kam schon nah ran. Jedoch gab es hier auch den einen oder anderen, den man definitiv frühzeitig hätte um die Ecke bringen können... Also echt, selbst das nicht??? Was seid ihr denn für welche??? :D Leute ich muss noch loswerden, dass ich den Prolog vom Autor ganz klasse fand... Da dies ein fiktiver Roman ist und er keine Informationen zu diesem Jahresbereich haben möchte, was damals stimmte und was nicht stimmte in seinem Buch... Großes Kino... Ich glaub ich werde ein FANGIRL...und werde schleunigst noch "Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle" lesen, dieses SuBt hier leider schon länger rum und jetzt beisse ich mir in den Hintern, dass ich es nicht schon längst gelesen habe...

5

Ich hatte tausend Theorien, alle falsch

3

After adoring Turton's previous book I was expecting this to be a favourite of the year. While I liked the mystery at the core of the book, which was really intriguing and provided an unexpected ending, there were some things about this book that just didn't entirely work for me. The biggest influence on this only earning 3 stars were the characters. Some of them were interesting and I would have liked to spend more time reading about Creesjie and Lia, for example, but what we got from everyone wasn't enough to make them unique or compelling. Arent was fine as a main character, but Sara is your typical too modern woman in historical fiction, which is not only cliché and jarring but I wish there was just more to her. Speaking of historical, this book does not attempt to be an accurate representation of it's time period, but I think it uses it's set pieces well to tell a fun story. However, it does feel like a lot of other historical adventurous mysteries and was a lot more conventional than Turton's previous book. This will probably make it more accessible to a lot of readers, but for me this meant a lot less original ideas and memorable details. Something I really enjoyed, on the other hand, was the writing style. It's succinct and has a lot of charm, creating a tone that fit the characters well. There was some repetition, caused by many characters working on the case, having to share new information with everyone, but aside from that there wasn't anything distracting. This isn't a book I rate 3 stars because it's disappointing, but because it just isn't that special in the ways that matter to me. It's really fun, though, so if you don't expect it to be as mindblowing as The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle and just want a mystery novel with an interesting setting, go ahead and pick it up.

4

Rezensionsexemplar INHALT 1634: Die Saardam ist auf dem Weg von Indonesien nach Amsterdam. Mit an Bord sind Samuel Pipps und sein Assistent und Freund Arent Hayes. Die beiden haben in der Kolonie Batavia auf Geheiß der mächtigen Männer der Ostindien-Kompanie einen sehr kostbaren Schatz wiedergefunden. Nun ist Pipps auf dem Weg zu seiner eigenen Hinrichtung. Außerdem an Bord sind der Generalgouverneur mit seiner Frau Sara und Tochter Lia. Dieser hat Pipps einfach festnehmen lassen, ohne dass er oder Hayes wissen, weshalb. Als sie dann jedoch auf See sind, beginnt der Teufel sie heimzusuchen. Es geschehen unerklärliche Morde und ein Flüstern geht um, das in allen Passagieren das Bedürfnis weckt, ihre dunkelsten Wünsche wahr werden zu lassen. Hayes, Sara und Pipps müssen versuchen das Rätsel zu lösen, welches alle Passagiere verbindet und weit in die Vergangenheit reicht, bevor das Schiff und alle Passagiere darauf in die Tiefe gerissen werden. Nachdem mich „Die Sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ sehr für sich begeistern konnte, habe ich die Anfrage für dieses Buch sehr gerne angenommen. Stuart Turton hat bei mir Eindruck hinterlassen und ich war mir sicher, dass auch „Der Tod und das dunkle Meer“ mich überzeugen kann. Letztlich ist es auch genau so gekommen. Die Geschichte beginnt bereits mit großer Spannung und sogar etwas Action. Man wird direkt in die Atmosphäre eines Kriminalromans im 17. Jahrhundert hineingeworfen. Es gibt schon am Anfang etliche Fragen, die unbeantwortet bleiben und nur darauf warten, dass Arent und Pipps all die Rätsel und Geheimnisse ans Tageslicht bringen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Pipps wurde festgenommen und sitzt auf der Saardam in einem grausamen Loch fest. Arent ist den Großteil der Reise auf sich allein gestellt. Zumindest denkt er das. Doch Sara Wessel, die Frau des Generalgouverneurs, hat auch ein Interesse daran, dass das Rätsel um den Teufel auf dem Schiff gelöst wird. Die beiden machen sich gemeinsam auf die Suche nach Geheimnissen und Zusammenhängen unter den Passagieren, damit sie diejenigen beschützen können, die ihnen am Herzen liegen. Gerade Arent Hayes habe ich als sehr interessanten Charakter empfunden. Er lässt uns als Leser*innen nicht komplett hinter seine Fassade blicken. Ich hatte das Gefühl, er lässt mich immer ein Stück von sich sehen aber nur so viel, dass ich ihn jedes Mal etwas besser kennenlernen kann ohne dass er alles preisgeben muss. Seine abgeklärte Art hat mir ebenfalls gut gefallen, wie sein kluger Verstand. Er sieht Dinge, die anderen Charakteren gar nicht erst aufgefallen wären. Gleichzeitig kann er unfassbar liebevoll, freundlich und zuvorkommend sein, was vor allem dann zu Tage tritt, wenn Sara Wessel bei ihm ist. Sie wird zu einer wichtigen Verbündeten von ihm, denn sie möchte unter allen Umständen ihre Tochter Lia beschützen. Sara ist eine mutige Frau, die in einer lieblosen Ehe gefangen ist. Der Generalgouverneur ist kein guter Mann. Das Einzige, was ihn zu interessieren scheint, ist Geld, Macht und seine Position. Dabei unterdrückt er sowohl seine Frau, als auch seine Tochter. Beide scheinen für ihn nur Anhängsel zu sein, die er als Mann eben braucht, aber eigentlich gar nicht haben will. Genau so empfindet auch Sara, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Freiheit und Sicherheit. Beides kann ihr der reiche Ehemann aber nicht bieten. Als sich die Gelegenheit ergibt, mit Arent Hayes zusammenzuarbeiten, um den Teufel an Bord der Saardam aufzuhalten, zögert sie dennoch nicht. Sie weiß, dass ihr Mann, das nicht gutheißen würde und doch kann sie nicht anders, als zu helfen. Auch sie ist unwahrscheinlich klug aber vor allem sehr wagemutig. Ihr machen die dreckigen Matrosen, die ihr lüsterne Blicke zuwerfen, nur wenig aus. Sie begibt sich an die gefährlichsten Orte, um Geheimnisse ans Tageslicht zu zerren, die lieber verborgen geblieben wären. Ihre Entschlossenheit, Lia zu beschützen, steht vor allem anderen und das macht sie als Charakter genauso spannend, wie auch Hayes. Die Dynamik zwischen den beiden fand ich wirklich großartig, denn ihnen wird schnell klar, dass sie, entgegen aller Widerstände, perfekt zusammen zu passen scheinen. Doch auch Pipps und Hayes gemeinsam waren immer wunderbare Szenen. Arent hat mit dem Generalgouverneur eine Vereinbarung treffen können, dass er Pipps regelmäßig aus seinem Loch holen kann und die Unterhaltungen zwischen den beiden haben mir immer großen Spaß gemacht. Es wird deutlich, wie sehr Arent Pipps vergöttert aber auch, dass dieser Arent eigentlich nur anstößt, damit dieser selbst auf die Lösung der Rätsel kommt. Er bündelt alle Gedanken, gibt kleine Hinweise aber kann nicht großartig viel vollbringen, da er immer wieder zurück in seine Zelle muss, während Arent alleine Ermittlungen leitet. Ich mochte die exzentrische Art von Pipps und das, obwohl wir ihn nur selten wirklich zu Gesicht bekommen. Er scheint das Beste aus Arent herauszukitzeln und das hat mir das Herz aufgehen lassen. Turton ist es gelungen das Leben auf einem solchen Handelsschiff, in meinen Augen, realistisch und düster zu zeichnen. Die Matrosen liefern sich regelmäßig bissige Wortgefechte und prügeln sich aus den unterschiedlichsten Gründen. Gleichzeitig legt Turton immer wieder Brotkrumen aus, um uns Leser*innen auf Fährten zu lenken, die vielleicht am Ende doch ins Nichts verlaufen. Ich muss sagen, dass ich nach ca. der Hälfte des Buches eine Vermutung hatte, die sich dann tatsächlich am Ende der Geschichte als richtig herausgestellt hat. Dennoch hätte ich niemals alles genau so erraten können, wie es tatsächlich gekommen ist, was ich wirklich toll finde. Es hat mir so großen Spaß gemacht zu überlegen, mir Gedanken darüber zu machen wer aus welchen Gründen auf dem Schiff herumspukt und Menschen tötet. Die Zusammenhänge zu erkennen war schwierig aber es hat einfach so viel Spaß gemacht. Allerdings braucht man teilweise doch einen langen Atem, denn die Handlung geht nicht rasch voran, sondern baut sich ruhig auf. Alles gewinnt nur ganz langsam an Fahrt, was mir Freude bereitet hat, aber vielleicht nicht für jeden etwas ist. Die Auflösung hat mir wirklich super gefallen. Die Spannung wurde gerade am Ende auf einem hohen Niveau gehalten, die Geschehnisse überschlagen sich und alles kommt zu einem grandiosen Finale. Die Zusammenhänge ergeben plötzlich Sinn und ich bin eindeutig auf meine Kosten gekommen. Vor allem, weil ich definitiv auf der richtigen Spur war, was mich immer sehr freut. FAZIT Stuart Turton hat es mit „Der Tod und das dunkle Meer“ geschafft, mir einen unterhaltsamen historischen Kriminalroman zu geben, der sehr spannend und unwahrscheinlich gut durchdacht war. Ich habe die Charaktere schnell ins Herz geschlossen und hatte so meine Schwierigkeiten das Buch aus der Hand zu legen. Die Geschichte baut sich langsam auf und steigert sich dann am Ende zu einem spannungsgeladenen Finale, das mir wirklich viel Freude gemacht hat. Ich konnte miträtseln, mitüberlegen und mir Gedanken machen, wie alles zusammenhängt. Auch wenn die Handlung teilweise etwas in die Länge gezogen ist, konnte mich „Der Tod und das dunkle Meer“ wirklich wunderbar unterhalten. Eine klare Empfehlung! Ich freue mich schon auf ein neues Buch von Stuart Turton.

4

Sherlock on the Demeter with a lovecraftian eldritch atmosphere. What more can you ask for?

3

Wie schon beim ersten Buch von Stuart Turton hat mich auch hier die interessante Idee sofort interessiert. Die Geschichte spielt größtenteils auf einem Schiff welches von einem Teufel heimgesucht zu werden scheint. Die Geschichte wird ziemlich komplex und verworren und teilweise hatte ich Mühe alle Figuren im Kopf zu behalten. Dennoch blieb ich gespannt was hinter all den merkwürdigen vorkomnissen stecken könnte, die Auflösung war jedoch für meinen Geschmack leider nicht komplett befriedigend.

4

Ein fast perfekter Historischer und mystischer Thriller Also ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll,denn ich bin total überrascht von diesem Buch, da es so ganz anders war als erwartet. Ja,ich mag Thriller , aber diese Mischung aus Historik, Thriller und Mystik hat mich wirklich begeistert. Der Autor hat mich mit seiner Art zu schreiben und dass diese Art so gut ins 17Jahrhundert passte begeistert. Alles war sehr gut recherchiert und rübergebracht. Selbst Kleine Details wurden hier erwähnt,ohne Langweilig rüberzukommen. Im Gegenteil, denn so konnte man sich bestens in dieses Jahrhundert reinversetzen, und konnte die Protas genau wie die Örtlichkeiten vor sich sehen und ihr Handeln gut verstehen. Sympatisch war nicht jeder, was bei so einer Geschichte aber auch normal ist,trotzdem waren Sarah, Arent und Pipp besondere Charaktere für mich. Alles fing sehr detailgenau an, wodurch man Schritt für Schritt mit der Geschichte wächst und sich von ihr einfangen lässt . Es ist eine spannende ,aber auch interessante Geschichte die für mich keinem festen Genre zuzuordnen ist. Sie spielt großteils auf See und man kann schön miterleben, wie Passagiere und Besatzung immer mehr vom Aberglauben überzeugt werden, wodurch ihre Angst teils ins unendliche geschürt wird. Denn hoch auf dunkler See, fährt nicht nur die Hexerei und der Tod mit, sondern auch Magie und der Teufel persönlich sind mit an Bord und verschafft diesem Kriminalroman das gewisse etwas. Man taucht ab, löst Schritt für Schritt den Fall und ist dann doch vom Ende überrascht. Es ist eine sehr gut ausgearbeitete, unvorhersehbare Geschichte, die jede Menge Krimi, Mystik, Magie und Dunkelheit,aber auch Gefühl beinhaltet. Ich kann sie sehr empfehlen. Vor allem das Ende hat mich dann doch überrascht.

I think I am just going to DNF this one.. been trying to get on it since June... not happening.

5

Ein Dämon, ein Spatz und ein Bär Nachdem ich ein paar Young Adult Bücher gelesen hatte, musste unbedingt etwas ganz anderes her. Und das habe ich mit „Der Tod und das dunkle Meer“ definitiv gefunden. Doch in welches Genre packt man dieses Werk? Ich glaube, da ist sich nicht mal der Autor Stuart Turton ganz sicher, von dem ich übrigens vor dem Roman (denn das ist das einzige, was definitiv zutrifft ;-)) noch nie gehört hatte. So, aber um was geht es denn nun in „Der Tod und das dunkle Meer“, einer Geschichte, die sich einfach nicht klar kategorisieren lässt? Der Leser wird in das Jahr 1634 katapultiert, exakt gesagt auf das Schiff Saardam. Schon bevor es in See sticht, wird sie verflucht und die gesamte Bevölkerung des Schiffs wird vom Teufel heimgesucht. Arent Hayes, der an Bord des Schiffes versucht, dieser „Teufelei“ auf den Grund zu gehen, hat es nicht leicht, denn eigentlich ist sein Freund Samuel Pipps das Genie in ihrer Verbundenheit. Doch der sitzt an Bord im Gefängnis, da ihm abscheuliche Taten zur Last gelegt werden und am Ankunftsort Amsterdam wartet die Hinrichtung auf ihn. Hayes tut alles, um herauszufinden, was es mit dem Dämon Alter Tom auf sich hat und gerät dabei in die Fängen von Aberglauben, Hexenjagd und Machtgier. Und was hat eigentlich der Generalgouverneur zu verbergen? Gibt es da etwas, das nicht einmal seine Frau Sara weiß? Hayes begibt sich auf die Jagd nach dem Teufel... Mein Eindruck vom Buch: Oh, wo fange ich denn an? Diese Story ist definitiv etwas ganz ungewöhnliches! Allein schon der Schreibstil ist schwer zu fassen: Stuart Turton versteht es, auf eine skurrile, sarkastische und mit schwarzem Humor gespickte Art zu erzählen. Seine Wortwitze ließen mich nicht nur einmal laut auflachen und ebenso hat er ein Talent dafür, den Leser so zu fesseln, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Dennoch blitzt auch immer wieder eine gewisse Tiefe auf, die mich zum Nachdenken gebracht hat und wirklich hängen geblieben ist. Turton hat es meisterhaft geschafft, mich immer wieder komplett in die Irre zu führen und ich habe mich ständig gefragt: Gibt es den Dämon wirklich oder ist alles „nur“ ein abgekartetes Spiel? Die Charaktere sind toll gezeichnet und den Hauptprotagonisten wurden authentische Eigenschaften eingehaucht. Bei Arent und Sammy hatte ich ja anfangs immer Sherlock & Watson im Kopf, später dann auch mal Asterix und Obelix, aber letzteres war dann doch schnell wieder vorbei und ich war wieder mehr beim ersten Ermittlerpärchen. Etwas bedrückend (aber dies im positiven Sinne) fand ich, wie treffend Turton die Stellung der Frau in der Gesellschaft dargestellt hat. Es ist in der heutigen Zeit kaum vorstellbar, wie sehr Intelligenz und Talente unterdrückt werden mussten. Wer jetzt aber denkt, dieses Buch ist gespickt von historischen Hintergründen, der irrt. Natürlich spielt der Plot im 17. Jahrhundert, aber im Großen und Ganzen ist diese Info schon alles, was hier als „geschichtlich“ bezeichnet werden kann. Und das war auch vollkommen die Absicht des Autors: eine fiktive fesselnde Geschichte auf dem Ozean. Fazit: Mit einem Wort: Mega! Wer mal etwas komplett anderes lesen möchte und ein Werk sucht, das wohl fast alle Genres vereint, der hat hier etwas Perfektes gefunden. Stuart Turton vereint Fiktion mit Fantasy, Thriller, aber auch Liebelei und Tiefgründigkeit wurde immer wieder eingestreut. Dieses Buch lässt sich schwer beschreiben, man muss es einfach lesen ;-) Und ich werde definitiv beobachten, welche Werke von diesem außergewöhnlichen Schriftsteller noch folgen werden.

5

Aberglaube, Hexenjagd, Machtgier - Stuart Turton führt uns ins dunkle Meer der menschlichen Abgründe. Ein akkurater historischer Roman, der die Leiden der Menschen realitätsgetreu beschreibt. Unerklärliches wurde schnell als Hexerei verrufen und kluge Frauen schnell als Verursacherin angeklagt. Stuart Turton erschuf eine Geschichte mit der Mischung aus Sherlock Holmes und Pirates of the Caribbean. Doch das Buch ist viel mehr als ein Kriminalroman, vereint es doch Krimi, historische Romane und Mystery in einem. Der Verlauf des Falls packte mich. Die Charaktere waren lebendig und mir sympathisch. Immer wieder gab es Verdächtige, die sich aber dann als unschuldig entpuppten oder etwas anderes im Schilde führten. Die Leser*innen werden so sehr in die Irre geführt, dass sie irgendwann auch anfangen zu glauben, dass ein Dämon auf dem Schiff sein Unwesen treibt. Ein sehr ausgeklügelter Roman!

4

Wieder eine tolle Geschichte mit interessanten Charakteren. Ich würde sehr gut unterhalten. Nur fehlte einfach der Wow Effekt.

5

Ein guter Detektiv, der viele Fälle lösen konnte. Gemeinsam mit seinem eigentlich als Bodyguard eingestelltem Freund. Die beiden lernen wir neben einigen anderen Charakteren zu Beginn der Geschichte kennen. Auf dem Weg zum Schiff "Saardam", auf dem sie eine 8 monatige Reise bestreiten wollen. Doch noch bevor das Schiff ablegen kann, werden alle Zeuge einer Verwünschung des Schiffes. Ein Aussätziger, eingewickelt in Bandagen, dem die Zunge raus geschnitten wurde. Doch wieso kann dieser Reden? Was hat das ganze zu bedeuten? Natürlich will sich der berühmte Detektiv Samuel Pipps am liebsten allein um diesen Fall kümmern, rausfinden was dahinter steckt, doch da gibt es diese kleine aber sehr ausschlagende Problem. Denn Samuel Pipps wurde von dem Generalgouverneur in Ketten gelegt. Was also soll er tun? Natürlich verlässt er sich auf seinen Bodyguard Arent Hayes, der gemeinsam mit der Frau des Generalgouverneurs Sara auf die Suche nach all den Dingen macht. Spannend und interessant, geht es hier von Seite zu Seite weiter. Man versucht mit zu rätseln. Was steckt dahinter? Eine Person, die es auf das Schiff, auf einen Passagier oder gar auf einen der Besatzung abgesehen hat? Oder gibt es diesen alten Dämon "Der alte Tom" wirklich? Stuart Turton hat es hier geschafft, die Spannung oben zu halten. Nicht nur die Tatsache, dass dort ein mystischer Fall behandelt wird, auch das ganze Drum herum, welches man hier auch gut nahe gebracht bekommt, weil sie auf dem Schiff unterwegs sind, um sie rum nur das dunkle Meer, macht das ganze nochmal zu etwas wirklich besonderem. Deswegen bekommt dieses Buch von mir 5 Schmetterlinge.

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