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Sci-Fi

Der Gottkaiser des Wüstenplaneten

3.7(184)
Language
German
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About the book

Ich habe diese menschliche Gesellschaft geformt und über dreitausend Jahre damit verbracht, damit die gesamte Spezies endlich erwachsen wird.

Dreieinhalb Jahrtausende sind auf Arrakis vergangen, und die Welt hat sich gründlich gewandelt: Der ehemalige Wüstenplanet ist dank technischer Mittel eine grüne Oase geworden. Die einst so stolzen Fremen sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, eine touristische Attraktion. Doch es gibt noch ein Stück Vergangenheit auf Arrakis, sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt: die Wüste Sareer. Dort lebt Leto II, der Sohn von Paul Muad’dib. Doch Leto ist kein Mensch mehr. Seit Jahrtausenden vollzieht sein Körper eine Wandlung, geht eine Symbiose mit dem Shai-Hulud ein. Er hat seine Menschlichkeit aufgegeben, um die Menschen zu retten, tritt jetzt als Gott auf und verlangt absolute Unterwerfung. Doch seine Gegner wissen, dass er verletzlich ist – und sie verfügen über die Waffen, um ihn zu vernichten …

Editions (4)

ISBN9783453186866
PublisherHeyne
Publication Date05/01/01
Pages608

Characteristics

2 reviews

ModerateDisturbingThoughtfulDevelopingExcitingMultifaceted

Reviews & Ratings

184 ratings

23 reviews

3.7

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  • laura1mue
    laura1mue

    154 Followers

    4.5

    "Ich habe diese menschliche Gesellschaft geformt und über dreitausend Jahre damit verbracht, damit die gesamte Spezies endlich erwachsen wird."

    Ein neues Kapitel in der Dune Saga.. Nach dem 3. Band - Die Kinder des Wüstenplaneten - überlegte ich, ob die Dune Reihe hier vorerst für mich abgeschlossen ist. Ein Zeitsprung von 3.500 Jahren erschien mir einfach zu wenig greifbar um noch an die Geschichte anknüpfen zu können. Und die Betrachtung von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aus Sicht eines Jahrtausende alten, quasi allmächtigen und allsehenden Wesens wirkte für mein Empfinden, bevor ich anfing zu lesen, schlicht absurd... vielleicht fehlte mir auch einfach die Vorstellungskraft. Doch Frank Herberts Worte sollten mich lügen strafen. Tatsächlich fand ich es hochinteressant! endlich einmal in Letos Gedankenwelt blicken (so als schnöder Sterblicher) und wenn auch nur im Ansatz begreifen zu können, wie er die Welt um sich, bzw. die, die er erschaffen hatte, seine verschiedenen Innenleben und seine eigene Existenz wahrnimmt. "Ich bestehe aus den am Wegesrand zurückgelassenen Bruchstücken der Geschichte, die im Dunkel unserer Vergangenheit verloren gegangen ist. Eine solche Ansammlung von Abschaum hat die Welt noch nicht gesehen." Die Welt von Dune ist und bleibt faszinierend. Auch nachdem sich nun so vieles geändert hat. Neue Machtstrukturen, neue Intrigen, neue Figuren (und alte), neue gesellschaftliche, religiöse und klimatische Verhältnisse auf dem ehemaligen Wüstenplaneten.... Die Philosophischen Betrachtungen Herberts, die sich ja auch durch die Vorgänger zogen wie ein roter Faden, sind in diesem Band wieder sehr ausgeprägt und spannend zu lesen und manifestieren sich besonders im Charakter Letos II. Ich räume ein, dass es hier und da minimale Längen im Handlungsverlauf gibt. Evtl. ist dies der Tatsache geschuldet, dass der wieder Roman sehr dialoglastig erzählt wird. Mich persönlich störte dies nicht wirklich. Ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Ein Aspekt der mich etwas traurig stimme: mir das stolze Volk der Fremen als obsolete Museumsattraktion vorzustellen🥲 Für mich besser als der Vorgänger (was ich ehrlich nicht erwartet hätte. Wie schon erwähnt war ich schon kurz davor die Reihe zu beenden), kommt aber nicht ganz an die Qualität des ersten Dune Bandes heran.

    Nov 2, 2024

  • strandpipare
    strandpipare

    92 Followers

    5.0

    Perlen des Bewusstseins

    „Ich habe Menschen und ihre nutzlosen Gesellschaften in ihren sich ewig wiederholenden Posen gesehen - so oft, dass es mich mit Langeweile erfüllt, verstehst du?“ (S. 56) 3500 Jahre sind seit den Ereignissen in „Die Kinder des Wüstenplaneten“ vergangen - und Leto II lenkt noch immer die Geschicke des Universums. Seine Langlebigkeit ist jedoch nicht nur durch das Gewürz verursacht. Es resultiert aus den körperlichen Veränderungen, die zum Ende des dritten Bandes eingetreten sind - aus seiner Entscheidung für den „Goldenen Pfad“. In den 3500 Jahren ist Arrakis zu einem grünen Planeten geworden. Die Wüste, die für das Selbstverständnis der Bewohner so wichtig war, ist fast verschwunden - und wird nur noch künstlich am Leben erhalten. Leto II sitzt auf einem Planeten fest, der seiner Natur widerspricht. Er ist ein bizarres Relikt, das durch seine Voraussicht gleichwohl überlegen ist. Er versteht es, Freunde wie Feinde für seine Zwecke einzuspannen und zu lenken; begreift sich als Hoffnung des Planeten und der Sandwürmer. Warum? Weil die aktuelle Entwicklung falsch ist? Weil sie deshalb keinen Wert hat? Weil die Gesellschaft degeneriert? Gegen die Langeweile sich ewig wiederholender Prozesse hilft nur die Überraschung - deshalb lässt Leto hin und wieder Rebellionen zu. Aber als er die neue Gesandte der Ixianer kennenlernt, spürt er etwas fast verloren geglaubtes… Auch Band 4 der Dune-Reihe hat mir in seiner Erörterung der Themen Herrschaft und Macht, Manipulation und Religion ausnehmend gut gefallen. Die Frage, wie man auf das Leben schaut, wenn man auf eigene Erfahrungen aus mehreren Jahrtausenden zurückblicken kann, fasziniert mich schon lange. Die Tagebucheinträge, die den meisten Kapiteln vorangestellt sind, fand ich daher sehr aufschlussreich - auch wenn ich vermutlich nicht alles bis ins Letzte verstanden habe. Daneben tragen einige Entwicklungen geradezu groteske Züge - und ich musste nicht nur einmal schmunzeln. Auch wenn Band 5 wieder ganz anders sein soll - ich bin offen und neugierig auf das, was kommt und werde auf jeden Fall weiterlesen.

    Aug 10, 2024

  • schibbe
    schibbe

    2 Followers

    3.0

    Nichts für die Fans der Villeneuve Filme. Mir persönlich hat es gefallen aber der Fokus ist eher Gesellschaftsanalyse und Ethik. Unterhaltung spielt eine untergeordnete Rolle.

    Mar 8, 2026

3 of 23 reviews

Author

About Frank Herbert

Frank Herbert (1920-1986) wurde in Tacoma, Washington, geboren. Nach einem Journalismus-Studium arbeitete er unter anderem als Kameramann, Radiomoderator, Dozent und Austerntaucher, bevor 1955 sein Debütroman »The Dragon in the Sea« zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin veröffentlicht wurde. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm schließlich Mitte der 1960er-Jahre mit seinem Roman »Der Wüstenplanet«, der sowohl mit dem Hugo Award als auch mit dem Nebula Award ausgezeichnet wurde. Bis heute gilt »Der Wüstenplanet« zusammen mit den Nachfolgeromanen als einzigartige literarische Weltenschöpfung, die jede Generation von Leser*innen neu für sich entdeckt.

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