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"Ich habe diese menschliche Gesellschaft geformt und über dreitausend Jahre damit verbracht, damit die gesamte Spezies endlich erwachsen wird."
Ein neues Kapitel in der Dune Saga.. Nach dem 3. Band - Die Kinder des Wüstenplaneten - überlegte ich, ob die Dune Reihe hier vorerst für mich abgeschlossen ist. Ein Zeitsprung von 3.500 Jahren erschien mir einfach zu wenig greifbar um noch an die Geschichte anknüpfen zu können. Und die Betrachtung von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aus Sicht eines Jahrtausende alten, quasi allmächtigen und allsehenden Wesens wirkte für mein Empfinden, bevor ich anfing zu lesen, schlicht absurd... vielleicht fehlte mir auch einfach die Vorstellungskraft. Doch Frank Herberts Worte sollten mich lügen strafen. Tatsächlich fand ich es hochinteressant! endlich einmal in Letos Gedankenwelt blicken (so als schnöder Sterblicher) und wenn auch nur im Ansatz begreifen zu können, wie er die Welt um sich, bzw. die, die er erschaffen hatte, seine verschiedenen Innenleben und seine eigene Existenz wahrnimmt. "Ich bestehe aus den am Wegesrand zurückgelassenen Bruchstücken der Geschichte, die im Dunkel unserer Vergangenheit verloren gegangen ist. Eine solche Ansammlung von Abschaum hat die Welt noch nicht gesehen." Die Welt von Dune ist und bleibt faszinierend. Auch nachdem sich nun so vieles geändert hat. Neue Machtstrukturen, neue Intrigen, neue Figuren (und alte), neue gesellschaftliche, religiöse und klimatische Verhältnisse auf dem ehemaligen Wüstenplaneten.... Die Philosophischen Betrachtungen Herberts, die sich ja auch durch die Vorgänger zogen wie ein roter Faden, sind in diesem Band wieder sehr ausgeprägt und spannend zu lesen und manifestieren sich besonders im Charakter Letos II. Ich räume ein, dass es hier und da minimale Längen im Handlungsverlauf gibt. Evtl. ist dies der Tatsache geschuldet, dass der wieder Roman sehr dialoglastig erzählt wird. Mich persönlich störte dies nicht wirklich. Ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Ein Aspekt der mich etwas traurig stimme: mir das stolze Volk der Fremen als obsolete Museumsattraktion vorzustellen🥲 Für mich besser als der Vorgänger (was ich ehrlich nicht erwartet hätte. Wie schon erwähnt war ich schon kurz davor die Reihe zu beenden), kommt aber nicht ganz an die Qualität des ersten Dune Bandes heran.
Nov 2, 2024
"Ich habe diese menschliche Gesellschaft geformt und über dreitausend Jahre damit verbracht, damit die gesamte Spezies endlich erwachsen wird."
Ein neues Kapitel in der Dune Saga.. Nach dem 3. Band - Die Kinder des Wüstenplaneten - überlegte ich, ob die Dune Reihe hier vorerst für mich abgeschlossen ist. Ein Zeitsprung von 3.500 Jahren erschien mir einfach zu wenig greifbar um noch an die Geschichte anknüpfen zu können. Und die Betrachtung von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aus Sicht eines Jahrtausende alten, quasi allmächtigen und allsehenden Wesens wirkte für mein Empfinden, bevor ich anfing zu lesen, schlicht absurd... vielleicht fehlte mir auch einfach die Vorstellungskraft. Doch Frank Herberts Worte sollten mich lügen strafen. Tatsächlich fand ich es hochinteressant! endlich einmal in Letos Gedankenwelt blicken (so als schnöder Sterblicher) und wenn auch nur im Ansatz begreifen zu können, wie er die Welt um sich, bzw. die, die er erschaffen hatte, seine verschiedenen Innenleben und seine eigene Existenz wahrnimmt. "Ich bestehe aus den am Wegesrand zurückgelassenen Bruchstücken der Geschichte, die im Dunkel unserer Vergangenheit verloren gegangen ist. Eine solche Ansammlung von Abschaum hat die Welt noch nicht gesehen." Die Welt von Dune ist und bleibt faszinierend. Auch nachdem sich nun so vieles geändert hat. Neue Machtstrukturen, neue Intrigen, neue Figuren (und alte), neue gesellschaftliche, religiöse und klimatische Verhältnisse auf dem ehemaligen Wüstenplaneten.... Die Philosophischen Betrachtungen Herberts, die sich ja auch durch die Vorgänger zogen wie ein roter Faden, sind in diesem Band wieder sehr ausgeprägt und spannend zu lesen und manifestieren sich besonders im Charakter Letos II. Ich räume ein, dass es hier und da minimale Längen im Handlungsverlauf gibt. Evtl. ist dies der Tatsache geschuldet, dass der wieder Roman sehr dialoglastig erzählt wird. Mich persönlich störte dies nicht wirklich. Ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Ein Aspekt der mich etwas traurig stimme: mir das stolze Volk der Fremen als obsolete Museumsattraktion vorzustellen🥲 Für mich besser als der Vorgänger (was ich ehrlich nicht erwartet hätte. Wie schon erwähnt war ich schon kurz davor die Reihe zu beenden), kommt aber nicht ganz an die Qualität des ersten Dune Bandes heran.
Nov 2, 2024






