Der Freund
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
New York Times-Bestseller und Gewinner des National Book Award
Eine Frau, die um ihren Freund trauert, ein riesiger Hund – und die berührende Geschichte ihres gemeinsamen Wegs zurück ins Leben Als die Ich-Erzählerin, eine in New York City lebende Schriftstellerin, ihren besten Freund verliert, bekommt sie überraschend dessen Hund vermacht. Apollo ist eine riesige Dogge, die achtzig Kilo wiegt. Ihr Apartment ist eigentlich viel zu klein für ihn, außerdem sind Hunde in ihrem Mietshaus nicht erlaubt. Aber irgendwie kann sie nicht Nein sagen und nimmt Apollo bei sich auf, der wie sie in tiefer Trauer ist. Stück für Stück finden die beiden gemeinsam zurück ins Leben. Ein Roman über Liebe, Freundschaft und die Kraft des Erzählens -- und die tröstliche Verbindung zwischen Mensch und Hund.
»Auf fast jeder Seite wollte ich mir mehrere Sätze anstreichen, bis ich es irgendwann gelassen habe, man kann ja nicht ein ganzes Buch anstreichen. Es handelt von Freundschaft, Trauer und Schreiben, könnte nicht knapper und eleganter formuliert sein.« Johanna Adorján
»Mit "Der Freund" ist Sigrid Nunez über Nacht berühmt geworden als Titanin der amerikanischen Gegenwartsliteratur.« The New York Times
»Eine der schwindelerregend genialsten Autorinnen überhaupt.« Gary Shteyngart
»Nunez erzählt über das Schreiben, das Lesen, die Freundschaft, den Tod und das Leben. Man gleitet durch Nunez' ruhige, weise Sätze und den Raum, den sie dem Leser lässt. Dort ist man ganz bei sich, und neben den vielen Dingen, die dieses Buch einen lehrt, versteht man auch endlich den Hype um den Begriff Achtsamkeit.« Jackie Thomae, SZ
»Nunez‘ Art zu schreiben hat etwas Erhebendes, ihr direkter und entschiedener Stil, die Musikalität in ihren Sätzen und ihre lebenskluge Intelligenz sind beglückend.« The New York Times Book Review
Book Information
Author Description
Sigrid Nunez ist eine der beliebtesten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Für ihr viel bewundertes Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Für »Der Freund« erhielt sie 2018 den National Book Award und erreichte international ein großes Publikum, es wurde auch im deutschsprachigen Raum ein Bestseller. 2025 erhielt Sigrid Nunez den Windham-Campbell-Prize als Auszeichnung für ihr gesamtes Werk. Sie lebt in New York City.Bei Aufbau und im Aufbau Taschenbuch sind von ihr außerdem lieferbar: »Eine Feder auf dem Atem Gottes«, »Was fehlt dir«, »Sempre Susan. Erinnerungen an Susan Sontag« und »Die Verletzlichen«.Mehr zur Autorin unter sigridnunez.com
Posts
DNF
I don't think I'm educated enough about/or interested enough in the art of writing to appreciate this book. I was drawn in because the synopsis promises a story about a woman and her dog. I was expecting it to be a deep and though provoking read because the dog used to belong to her late friend that she had just lost recently. So, surely there were gonna be some challenges in adjusting to taking care of this living reminder of the connection she had just lost while trying to form a new connection at the same time (I was hoping for some dry humor, too). Instead, the book goes on about the struggles of being a writer and that there is - apparently - a guilty and masochistic nature to it 🤷♀️ In the first third of the book I have read quite a few seemingly random snippets about several people and had yet to discover the cohesive threat that ties everything into the promised plot... So even though it is a very short book (212 pages), one third of the way in is all the grace I'm willing to give a new read. If I'm not into it by then it has to go.
Richtig schön
Der Freund von Sigrid Nunez (235 Seiten, 20,00€, Aufbau Verlag) Worum geht es? Eine Frau die um Ihren Freund trauert (rein freundschaftlich), ein riesiger Hund und eine berührende Geschichte über Traueraufarbeitung. So könnte man diese Geschichte zusammenfassen. Das allerdings war meiner Meinung nach nur der Rahmen für diese Geschichte. Ich finde das der Text sich mit den Themen: Schriftsteller sein oder werden wollen, Werte, Normen, Ethik und Moral beschäftigt. Das wirkt im ersten Moment gar nicht so. Meine Meinung? Dieses Buch hat so etwas tröstliches und liebevolles, dass es mich beinahe umgehauen hat. Eigentlich war die „Sache“ mit dem Hund so gar nicht geplant. Nichts desto trotz scheint diese Begegnung lebensverändert zu sein. Wir können in die Gedankenwelt unsere Protagonistin schauen und genau beobachten, wie sie zu den Ehefrauen ihres Freundes steht und auch wie sich die Beziehung zu sich und der Welt verändert oder besser gesagt, wie sie diese analysiert. Ich habe mir so viele Stellen angestrichen und das hätte ich so nicht erwartet. Ich wollte ein locker leichtes Buch lesen und nahm mir ganz unbefangen dieses Buch zur Hand. Das dieser Text so viel Tiefgang bekommt, hätte ich nicht gedacht. Daher eine ganz große Leseempfehlung von mir. 4 Sterne ⭐️ ⭐️⭐️⭐️
Auf den Hund gekommen 🐾
Nach dem Tod ihres engsten Freundes erbt eine Schriftstellerin dessen große Dogge Apollo. Sie nimmt den Hund trotz Widerständen zu sich und findet durch die wachsende Verbindung zu ihm einen Weg aus ihrer Trauer zurück ins Leben. In einigen Passagen etwas zu detailliert an Stellen, die weniger tiefe Einblicke benötigt hätten und oft etwas abstrus, daher für mich nicht als Alltags-Read geeignet. Besonders berührt hat mich aber das warme, fast liebevolle Ende, in dem sie ihm noch ein paar schöne Tage bereitet, bevor sie sich verabschieden muss. Alles in allem eine bewegende Geschichte über Verlust, Vertrauen und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – nicht perfekt, aber mit sehr viel Herz.

4.25 ⭐️ „Was wir vermissen - was wir verlieren und worum wir trauern -, ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind.“ Ich war ja sowas von nicht bereit für diese Geschichte. Als ich diesen Roman ausgelesen habe, war ich wirklich etwas enttäuscht, weil: Wo ist denn jetzt die herzzereißende Geschichte um den Hund? Achso, halt! Darum geht es gar nicht. Es geht um Freundschaft. Und um Trauer. Vor allem darum. Ja, es passiert wenig. Muss es aber auch nicht. Vielleicht muss man auch erstmal trauern, um zu verstehen, warum das Buch so gut ist. Und ich verstehe jetzt. „Es ist nicht so, dass ich nicht sagen könnte, wie ich mich fühle. Es ist ganz einfach. Ich vermisse dich. Ich vermisse dich jeden Tag. Ich vermisse dich sehr.“
Ist das Leben lebenswert? Genau diese Frage stellt Sigrid Nunez ihren Leser*innen. Mit einer Mischung aus Fiktion, Memoir und Essay sucht die Ich-Erzählerin Trost im Schreiben. Doch dies kann ihr die Trauer nicht nehmen. Da wäre sie mit dem Verstorbenen einig. Einst war er ihr Schreiblehrer, kurz Geliebter und für den Rest seines Lebens ihr Freund. Doch was genau so anziehend an dem Mann sein soll, bleibt den Leser*innen weitgehend verborgen. Affären, drei Ehefrauen. Doch als Ehefrau Nummer 3 anruft und sie bittet, den Hund des Verstorbenen anzunehmen, nimmt sie den Hund bei sich auf. Durch den Hund fühlt sie sich mit dem Toten verbunden. Eine rührende Mensch-Tier-Beziehung wird es jedoch nicht von Anfang an. Beide haben ihre Schwierigkeiten loszulassen und müssen sich mehr oder weniger miteinander abfinden. Dadurch bildet sich eine tiefe Freundschaft, die ihnen hilft hinwegzukommen und sich selbst zu finden. Durch verschiedene Abschweifungen sinniert und reflektiert Nunez über Leben und Tod, Tier und Mensch wie auch Literatur und das Schreiben. Und am Ende des Buches kann man die Frage ganz klar mit «Ja» beantworten.
Zwischen Depression und literarischer Aufsatz. Zu Anfang war ich noch recht begeistert von dem Roman, der Handlung und ich dachte, die depressive Stimmung, diese Melancholie würde besser werden, aber nein. Nicht wirklich. Die Protagonistin verliert einen sehr alten Freund (selber sehr alt) und nimmt seinen Hund, eine riesige Dogge, bei sich auf. Sie versucht damit aus der Depression zu kommen über ihn. Wobei sie es eigentlich nicht wirklich versucht. Es gibt viele Erinnerungen an ihn und man wird auch nicht ganz schlau aus ihrer Beziehung. Auf jeden Fall ist klar, dass der Verstorbene ein eher, in meinen Augen, unangenehmer Mann war. Aber das schieben wir mal beiseite, es geht schließlich um diese ältere Autorin. Sie unterrichtet nebenbei und ich habe noch nie so viele Beispiele zu anderen Romanen, Autoren, Zitate und Ausschnitte aus anderen Büchern gelesen, wie hier. Es ist fast so, als würde sie alles was sie sagt und denkt belegen müssen. Ging mir auf die Nerven. Das Ende war dann kitschig auf ihre depressive Art und vorausschauend. Es gab jedoch einen Moment im Buch, den fand ich gut gestrickt, der hatte alles sehr interessant gedreht, aber es war zu kurz und schon zum Ende hin, dass es meine Meinung über das Buch komplett hätte ändern können. (so kam ich noch auf die drei Sterne)
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
Aufgefallen war mir das Buch bereits mehrfach auf Instagram und weil es ebenfalls lobend in einigen Literatursendungen erwähnt wurde. Als ich „Der Freund“ dann kürzlich bei Spotify als Hörbuch entdeckte, wollte ich eigentlich aus Neugier ’nur mal kurz reinhören‘ – außerdem war ich gerade in der Laune für eine ‚Tiergeschichte‘, denn dafür hielt ich dieses Werk von Sigrid Nunez eigentlich. Doch dann kam ich so schnell nicht mehr davon los, denn dieser Roman begeisterte mich auf mehreren Ebenen. Erwartet hatte ich eine unterhaltsame leicht skurrile Geschichte rund um eine Frau, die ein kleines Apartment in der Stadt bewohnt, wo Hundehaltung verboten ist und die nach dem Selbstmord ihres besten Freundes seine 80 kg schwere Dogge erbt. Aber dieser Roman enthält so vieles mehr. Denn geschrieben ist er aus der Sicht der Ich-Erzählerin, die ihren verstorbenen Freund immer wieder in der Du-Form anspricht und so auf ihre ganz eigene Art Trauerarbeit zu leisten scheint. Sie teilt ihm ihr Denken übers Leben und Sterben, über Hunde und Menschen und über Klatsch und Tratsch aus Literaturbetrieb mit, aus dem die beiden Autoren und Dozenten von Creative-Writing-Kursen stammten. Es ist ein Buch, das für den Leser eine besondere Überraschung bereit hält, aber es ist auch bestimmt von Trauer und Verlust. Es hat etwas Rührendes, dass die um den Freund trauernde Frau mit dem ebenfalls trauernden Hund zusammen kommt. Aber es wird nicht zu rührselig, sondern auf zurückhaltende Weise amüsant, da die Ich-Erzählerin eine recht pragmatische Art im Umgang mit dem Tier hat und über einen leisen trockenen Humor verfügt. Auch ist es unterhaltsam ihren Gedanken und Ausführungen übers Lesen und übers Schreiben zu folgen. Dabei ist das Buch mit so vielen Literaturzitaten gespickt, dass es mir fast ein wenig zu viel wurde. Aber nur fast, denn eigentlich habe ich an dieser Stelle deutlich das große Manko gespürt, das das Hören gegenüber dem Lesen von Büchern hat. Dieser Roman zeigt sicherlich seine ganze Stärke, wenn man ihn in seinem eigenen Tempo liest und sich dabei so manchen Satz oder so manches Zitat genüsslich auf der Zunge zergehen lassen und überdenken kann. Denn das hat mir tatsächlich gefehlt, auch wenn dieses Hörbuch nicht nur stimmlich gut passend, sondern auch ansonsten hervorragend von Vera Teltz eingesprochen wurde. Und so kann ich nicht umhin mir diesen Roman nun doch als Buch zuzulegen, um dann in Kürze den gedankenreichen Ausführungen der Autorin noch einmal ganz in Ruhe folgen zu können. Für mich schon jetzt ein Highlight!
I found this book both moving and thought-provoking, with insightful observations on writing, grief and our relationships with animals. I am a mental health first aider and read this shortly after attending suicide prevention training. The book reinforced many of the points that were made by our trainers. I liked the fact that Nunez doesn't make the deceased into a saint. He actually comes across as quite an unlikeable character, without in any way diminishing the sadness of his loss or the validity of the narrator's grief.
Description
New York Times-Bestseller und Gewinner des National Book Award
Eine Frau, die um ihren Freund trauert, ein riesiger Hund – und die berührende Geschichte ihres gemeinsamen Wegs zurück ins Leben Als die Ich-Erzählerin, eine in New York City lebende Schriftstellerin, ihren besten Freund verliert, bekommt sie überraschend dessen Hund vermacht. Apollo ist eine riesige Dogge, die achtzig Kilo wiegt. Ihr Apartment ist eigentlich viel zu klein für ihn, außerdem sind Hunde in ihrem Mietshaus nicht erlaubt. Aber irgendwie kann sie nicht Nein sagen und nimmt Apollo bei sich auf, der wie sie in tiefer Trauer ist. Stück für Stück finden die beiden gemeinsam zurück ins Leben. Ein Roman über Liebe, Freundschaft und die Kraft des Erzählens -- und die tröstliche Verbindung zwischen Mensch und Hund.
»Auf fast jeder Seite wollte ich mir mehrere Sätze anstreichen, bis ich es irgendwann gelassen habe, man kann ja nicht ein ganzes Buch anstreichen. Es handelt von Freundschaft, Trauer und Schreiben, könnte nicht knapper und eleganter formuliert sein.« Johanna Adorján
»Mit "Der Freund" ist Sigrid Nunez über Nacht berühmt geworden als Titanin der amerikanischen Gegenwartsliteratur.« The New York Times
»Eine der schwindelerregend genialsten Autorinnen überhaupt.« Gary Shteyngart
»Nunez erzählt über das Schreiben, das Lesen, die Freundschaft, den Tod und das Leben. Man gleitet durch Nunez' ruhige, weise Sätze und den Raum, den sie dem Leser lässt. Dort ist man ganz bei sich, und neben den vielen Dingen, die dieses Buch einen lehrt, versteht man auch endlich den Hype um den Begriff Achtsamkeit.« Jackie Thomae, SZ
»Nunez‘ Art zu schreiben hat etwas Erhebendes, ihr direkter und entschiedener Stil, die Musikalität in ihren Sätzen und ihre lebenskluge Intelligenz sind beglückend.« The New York Times Book Review
Book Information
Author Description
Sigrid Nunez ist eine der beliebtesten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Für ihr viel bewundertes Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Für »Der Freund« erhielt sie 2018 den National Book Award und erreichte international ein großes Publikum, es wurde auch im deutschsprachigen Raum ein Bestseller. 2025 erhielt Sigrid Nunez den Windham-Campbell-Prize als Auszeichnung für ihr gesamtes Werk. Sie lebt in New York City.Bei Aufbau und im Aufbau Taschenbuch sind von ihr außerdem lieferbar: »Eine Feder auf dem Atem Gottes«, »Was fehlt dir«, »Sempre Susan. Erinnerungen an Susan Sontag« und »Die Verletzlichen«.Mehr zur Autorin unter sigridnunez.com
Posts
DNF
I don't think I'm educated enough about/or interested enough in the art of writing to appreciate this book. I was drawn in because the synopsis promises a story about a woman and her dog. I was expecting it to be a deep and though provoking read because the dog used to belong to her late friend that she had just lost recently. So, surely there were gonna be some challenges in adjusting to taking care of this living reminder of the connection she had just lost while trying to form a new connection at the same time (I was hoping for some dry humor, too). Instead, the book goes on about the struggles of being a writer and that there is - apparently - a guilty and masochistic nature to it 🤷♀️ In the first third of the book I have read quite a few seemingly random snippets about several people and had yet to discover the cohesive threat that ties everything into the promised plot... So even though it is a very short book (212 pages), one third of the way in is all the grace I'm willing to give a new read. If I'm not into it by then it has to go.
Richtig schön
Der Freund von Sigrid Nunez (235 Seiten, 20,00€, Aufbau Verlag) Worum geht es? Eine Frau die um Ihren Freund trauert (rein freundschaftlich), ein riesiger Hund und eine berührende Geschichte über Traueraufarbeitung. So könnte man diese Geschichte zusammenfassen. Das allerdings war meiner Meinung nach nur der Rahmen für diese Geschichte. Ich finde das der Text sich mit den Themen: Schriftsteller sein oder werden wollen, Werte, Normen, Ethik und Moral beschäftigt. Das wirkt im ersten Moment gar nicht so. Meine Meinung? Dieses Buch hat so etwas tröstliches und liebevolles, dass es mich beinahe umgehauen hat. Eigentlich war die „Sache“ mit dem Hund so gar nicht geplant. Nichts desto trotz scheint diese Begegnung lebensverändert zu sein. Wir können in die Gedankenwelt unsere Protagonistin schauen und genau beobachten, wie sie zu den Ehefrauen ihres Freundes steht und auch wie sich die Beziehung zu sich und der Welt verändert oder besser gesagt, wie sie diese analysiert. Ich habe mir so viele Stellen angestrichen und das hätte ich so nicht erwartet. Ich wollte ein locker leichtes Buch lesen und nahm mir ganz unbefangen dieses Buch zur Hand. Das dieser Text so viel Tiefgang bekommt, hätte ich nicht gedacht. Daher eine ganz große Leseempfehlung von mir. 4 Sterne ⭐️ ⭐️⭐️⭐️
Auf den Hund gekommen 🐾
Nach dem Tod ihres engsten Freundes erbt eine Schriftstellerin dessen große Dogge Apollo. Sie nimmt den Hund trotz Widerständen zu sich und findet durch die wachsende Verbindung zu ihm einen Weg aus ihrer Trauer zurück ins Leben. In einigen Passagen etwas zu detailliert an Stellen, die weniger tiefe Einblicke benötigt hätten und oft etwas abstrus, daher für mich nicht als Alltags-Read geeignet. Besonders berührt hat mich aber das warme, fast liebevolle Ende, in dem sie ihm noch ein paar schöne Tage bereitet, bevor sie sich verabschieden muss. Alles in allem eine bewegende Geschichte über Verlust, Vertrauen und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – nicht perfekt, aber mit sehr viel Herz.

4.25 ⭐️ „Was wir vermissen - was wir verlieren und worum wir trauern -, ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind.“ Ich war ja sowas von nicht bereit für diese Geschichte. Als ich diesen Roman ausgelesen habe, war ich wirklich etwas enttäuscht, weil: Wo ist denn jetzt die herzzereißende Geschichte um den Hund? Achso, halt! Darum geht es gar nicht. Es geht um Freundschaft. Und um Trauer. Vor allem darum. Ja, es passiert wenig. Muss es aber auch nicht. Vielleicht muss man auch erstmal trauern, um zu verstehen, warum das Buch so gut ist. Und ich verstehe jetzt. „Es ist nicht so, dass ich nicht sagen könnte, wie ich mich fühle. Es ist ganz einfach. Ich vermisse dich. Ich vermisse dich jeden Tag. Ich vermisse dich sehr.“
Ist das Leben lebenswert? Genau diese Frage stellt Sigrid Nunez ihren Leser*innen. Mit einer Mischung aus Fiktion, Memoir und Essay sucht die Ich-Erzählerin Trost im Schreiben. Doch dies kann ihr die Trauer nicht nehmen. Da wäre sie mit dem Verstorbenen einig. Einst war er ihr Schreiblehrer, kurz Geliebter und für den Rest seines Lebens ihr Freund. Doch was genau so anziehend an dem Mann sein soll, bleibt den Leser*innen weitgehend verborgen. Affären, drei Ehefrauen. Doch als Ehefrau Nummer 3 anruft und sie bittet, den Hund des Verstorbenen anzunehmen, nimmt sie den Hund bei sich auf. Durch den Hund fühlt sie sich mit dem Toten verbunden. Eine rührende Mensch-Tier-Beziehung wird es jedoch nicht von Anfang an. Beide haben ihre Schwierigkeiten loszulassen und müssen sich mehr oder weniger miteinander abfinden. Dadurch bildet sich eine tiefe Freundschaft, die ihnen hilft hinwegzukommen und sich selbst zu finden. Durch verschiedene Abschweifungen sinniert und reflektiert Nunez über Leben und Tod, Tier und Mensch wie auch Literatur und das Schreiben. Und am Ende des Buches kann man die Frage ganz klar mit «Ja» beantworten.
Zwischen Depression und literarischer Aufsatz. Zu Anfang war ich noch recht begeistert von dem Roman, der Handlung und ich dachte, die depressive Stimmung, diese Melancholie würde besser werden, aber nein. Nicht wirklich. Die Protagonistin verliert einen sehr alten Freund (selber sehr alt) und nimmt seinen Hund, eine riesige Dogge, bei sich auf. Sie versucht damit aus der Depression zu kommen über ihn. Wobei sie es eigentlich nicht wirklich versucht. Es gibt viele Erinnerungen an ihn und man wird auch nicht ganz schlau aus ihrer Beziehung. Auf jeden Fall ist klar, dass der Verstorbene ein eher, in meinen Augen, unangenehmer Mann war. Aber das schieben wir mal beiseite, es geht schließlich um diese ältere Autorin. Sie unterrichtet nebenbei und ich habe noch nie so viele Beispiele zu anderen Romanen, Autoren, Zitate und Ausschnitte aus anderen Büchern gelesen, wie hier. Es ist fast so, als würde sie alles was sie sagt und denkt belegen müssen. Ging mir auf die Nerven. Das Ende war dann kitschig auf ihre depressive Art und vorausschauend. Es gab jedoch einen Moment im Buch, den fand ich gut gestrickt, der hatte alles sehr interessant gedreht, aber es war zu kurz und schon zum Ende hin, dass es meine Meinung über das Buch komplett hätte ändern können. (so kam ich noch auf die drei Sterne)
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
„Was wir vermissen, was wir verlieren und warum wir trauern – ist es nicht das, was uns zuinnerst zu der Person macht, die wir wirklich sind?“ Eine New Yorker Schriftstellerin und Dozentin für Creative Writing trauert um ihren Freund, der sich das Leben genommen hat. Obwohl die beiden nie ein Paar waren, hinterlässt der Tod des Freundes eine grosse Lücke. Als sie überraschend dessen Harlekin – Dogge Apollo vermacht bekommt, widmet sie sich dem trauernden, depressiven Hund mit viel Hingabe. Ich bin ja keine Literaturwissenschaftlerin, aber ich verstehe nicht ganz, wieso dieser Text als Roman bezeichnet wird. In meinen Augen handelt es sich hier eher um ein Essay – oder sehe ich das falsch? Wie auch immer: Ich brauchte eine Weile, um mich auf Sigrid Nunez Schreibstil einzulassen und ihre Trauer nachzuempfinden. Ich mag es ja, wenn jemand über sein Lesen schreibt und hin und wieder ein Zitat einstreut. Hier wird dies aber in einem Ausmass praktiziert, dass es mir zumindest zu Beginn des Buches schwer fiel, mich auf die Autorin einzulassen. Mir zunehmender Seitenzahl mochte ich das Buch jedoch immer mehr. Der erste Teil des Textes widmet sich vorwiegend dem verstorbenen Freund, ein unsympathischer Literaturprofessor, dessen Lebensinhalt das Vernaschen immer jüngerer Studentinnen gewesen zu sein scheint. So erfährt man viel über die Probleme eines alternden Womanizer, die New Yorker Schriftsteller Szene und die erotische Seite des Lehrer-Schülerinnen-Verhältnisses. Hier gab es Aussagen, die ich doch zumindest merkwürdig fand. Auch die negative Einstellung der Ich-Erzählerin ihren Studierenden gegenüber hat nicht gerade dazu beigetragen, diese Frau zu mögen. Die zweite Hälfte des Buches hat mich dann aber viel mehr überzeugt. Viele Passagen über Trauer, Verlust, Su1zid und die Beziehung zu Apollo habe ich sehr gerne gelesen. Ein kluger Text mit vielen interessanten Gedanken und einem berührenden Ende. [Unbezahlte Werbung | selbst gekauft]
Aufgefallen war mir das Buch bereits mehrfach auf Instagram und weil es ebenfalls lobend in einigen Literatursendungen erwähnt wurde. Als ich „Der Freund“ dann kürzlich bei Spotify als Hörbuch entdeckte, wollte ich eigentlich aus Neugier ’nur mal kurz reinhören‘ – außerdem war ich gerade in der Laune für eine ‚Tiergeschichte‘, denn dafür hielt ich dieses Werk von Sigrid Nunez eigentlich. Doch dann kam ich so schnell nicht mehr davon los, denn dieser Roman begeisterte mich auf mehreren Ebenen. Erwartet hatte ich eine unterhaltsame leicht skurrile Geschichte rund um eine Frau, die ein kleines Apartment in der Stadt bewohnt, wo Hundehaltung verboten ist und die nach dem Selbstmord ihres besten Freundes seine 80 kg schwere Dogge erbt. Aber dieser Roman enthält so vieles mehr. Denn geschrieben ist er aus der Sicht der Ich-Erzählerin, die ihren verstorbenen Freund immer wieder in der Du-Form anspricht und so auf ihre ganz eigene Art Trauerarbeit zu leisten scheint. Sie teilt ihm ihr Denken übers Leben und Sterben, über Hunde und Menschen und über Klatsch und Tratsch aus Literaturbetrieb mit, aus dem die beiden Autoren und Dozenten von Creative-Writing-Kursen stammten. Es ist ein Buch, das für den Leser eine besondere Überraschung bereit hält, aber es ist auch bestimmt von Trauer und Verlust. Es hat etwas Rührendes, dass die um den Freund trauernde Frau mit dem ebenfalls trauernden Hund zusammen kommt. Aber es wird nicht zu rührselig, sondern auf zurückhaltende Weise amüsant, da die Ich-Erzählerin eine recht pragmatische Art im Umgang mit dem Tier hat und über einen leisen trockenen Humor verfügt. Auch ist es unterhaltsam ihren Gedanken und Ausführungen übers Lesen und übers Schreiben zu folgen. Dabei ist das Buch mit so vielen Literaturzitaten gespickt, dass es mir fast ein wenig zu viel wurde. Aber nur fast, denn eigentlich habe ich an dieser Stelle deutlich das große Manko gespürt, das das Hören gegenüber dem Lesen von Büchern hat. Dieser Roman zeigt sicherlich seine ganze Stärke, wenn man ihn in seinem eigenen Tempo liest und sich dabei so manchen Satz oder so manches Zitat genüsslich auf der Zunge zergehen lassen und überdenken kann. Denn das hat mir tatsächlich gefehlt, auch wenn dieses Hörbuch nicht nur stimmlich gut passend, sondern auch ansonsten hervorragend von Vera Teltz eingesprochen wurde. Und so kann ich nicht umhin mir diesen Roman nun doch als Buch zuzulegen, um dann in Kürze den gedankenreichen Ausführungen der Autorin noch einmal ganz in Ruhe folgen zu können. Für mich schon jetzt ein Highlight!
I found this book both moving and thought-provoking, with insightful observations on writing, grief and our relationships with animals. I am a mental health first aider and read this shortly after attending suicide prevention training. The book reinforced many of the points that were made by our trainers. I liked the fact that Nunez doesn't make the deceased into a saint. He actually comes across as quite an unlikeable character, without in any way diminishing the sadness of his loss or the validity of the narrator's grief.















