H is for Hawk
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Description
The hawk was everything I wanted to be: solitary, self-possessed, free from grief, and numb to the hurts of human life.
An instant international bestseller and prize-winning sensation, Helen Macdonald's story of adopting and raising a goshawk has soared into the hearts of millions of readers. Fierce and feral, her goshawk Mabel's temperament mirrors Helen's own state of grief after her father's death, and together raptor and human discover the pain and beauty of being alive.
H Is for Hawk is a genre-defying masterpiece on grief, memory, taming and untaming, and how it might be possible to reconcile death with life and love.
'An absolute classic of nature writing' Guardian
'It just sings. I couldn't stop reading' Mark Haddon
'One of the best grief books ever written' Cariad Lloyd
Book Information
Posts
„H wie Habicht“ der britischen Historikerin und Autorin Helen Macdonald gewann 2014 sowohl den Samuel-Johnson-Preis als auch den Costa Book Award. Es ist eine Mischung aus Memoiren, Trauerbewältigung, Naturbeschreibung und einer Kurzbiografie des Schriftstellers T. H. White (1906 bis 1964). Macdonald ist bereits seit früher Jugend Falknerin, eine Tätigkeit, über die ich bisher recht wenig wusste. Das Abrichten des Habichts Mabel ist Dreh- und Angelpunkt dieses Buches, und so findet man darin unzählige Fachbegriffe aus der Beizjagd. Einige erklärt Macdonald, andere werden ohne Erläuterungen eingeworfen. Als Leser sollte man daher ein gewisses Interesse an diesem Thema mitbringen. Ich habe viele Dinge online recherchiert und viel über das Abrichten von Greifvögeln erfahren. Alles in der Falknerei ist darauf ausgerichtet, einen wilden Vogel zu einem gezähmten Jagdpartner zu machen – entsprechend kriegerisch ist das Vokabular, das die Autorin verwendet, um ihre Geschichte zu erzählen. Allerdings liest sich ihr Text wie Poesie, wenn sie ihre Umgebung beschreibt: „Nachts aber, wenn der Regen orangefarbene Lichtpunkte an die Fensterscheiben pikste, träumte ich von dem Habicht, der durch die feuchte Luft woandershin verschwand. Ich wollte ihm folgen“ Während Macdonald den Verlust ihres Vaters verarbeitet und sich intensiv mit T. H. White und ihrem Habicht befasst, verfällt sie immer stärker in eine sehr esoterische Betrachtung ihrer Situation: „Was mir auf den Straßen im Norden aber vielleicht auch hätte bewusst werden sollen, war, dass sich die Seele nach dem Verlust des Vaters nicht nur neue Väter in der Welt sucht, sondern auch ein neues Ich, mit dem sie diese neuen Väter lieben kann.“ Sie stellt Thesen auf, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Ich fand mich irgendwann in der Welt von Mabel besser zurecht als in Helens Welt. Sie interpretiert viel in ihr eigenes Verhalten und das des Habichts hinein, verliert sich in seltsamen Gedanken und damit hin und wieder mich als Leserin. Doch im Laufe der Zeit wird der ihr klar: „Ich glaube, ich habe eine leichte Depression“ und begibt sich nach der Trauerfeier für ihren Vater in Behandlung. An dieser Stelle kehrt Normalität in ihr Leben zurück und die Geschichte läuft ein wenig plötzlich ins Alltägliche aus. „H wie Habicht“ ist ein faszinierendes Buch, dessen Schreibstil mich gefesselt hat. Wäre es sachlicher verfasst worden, hätte ich vermutlich nicht genug Geduld für die etwas abgedrehten Ansichten der Autorin aufgebracht. So aber fühlte ich mich bis zum Schluss gut unterhalten. Man muss Gefallen an „Nature Writing“ und etwas schrägen Menschen haben, um sich auf diese Erzählung wirklich einlassen zu können.
Für dieses Buch muss man in Stimmung sein und einige Längen in Kauf nehmen. Wenn das alles passt, dann können Helen und Mable einen mit auf eine unglaubliche Reise in die Wälder Englands mitnehmen. Lieblingszitat: „Wie kann man etwas lieben, wie kann man für seinen Schutz kämpfen, wenn alles, was dieses etwas bedeutet, Verlust ist?“
The audiobook is read by the author and I love it. I am opinionated here, because I just love birds! In this book, the author writes not only about her story with hawks, but draws personal psychological relations. I don't see it as something scientific, but as something deeply personal, a story, a personal world view. And with that book she shared it. I is a wonderful story to listen to and I enjoyed it deeply. Recommendation especially for the winter time. It is really good to calm down with a nice cup of tea
Die letzte Greifvogelschau, die ich gesehen habe, ist schon eine ganze Weile her. Aber ich finde diese Vorführungen immer wieder beeindruckend. Ich kann mich an ein Mal erinnern, bei dem ein Vogel nicht zu seinem Menschen zurückflog, sondern eigensinnig irgendwo auf einem Dach landete und sich scheinbar gemütlich das Gefieder richtete. Später besann er sich zwar eines Besseren, aber diese Situation hatte ich jetzt wieder bildlich vor Augen, als ich „H wie Habicht“ von Helen Macdonald las. Denn dabei erfährt man auf beeindruckende und faszinierende Weise einiges über das, was ein Mensch anstellen und beachten muss, wenn er den Vogel in gewünschte Bahnen lenken möchte. Aber in diesem Buch geht es um viel mehr als ’nur‘ die Zähmung eines Habichts, den man ja eigentlich nicht zähmen kann, weil diese Tiere niemals ihre Wildheit verlieren. Helen Macdonald (geboren 1970) ist Autorin, Lyrikerin, Illustratorin und Historikerin. Sie arbeitet an der University of Cambridge, England, im Bereich Geschichte und Philosophie der Wissenschaften. H wie Habicht erhielt in England den renommierten Samuel Johnson Prize, der herausragenden Sachbüchern verliehen wird, sowie den hochdotierten Costa Award für das beste Buch des Jahres. Schon als Kind beschloss Helen Macdonald, Falknerin zu werden. Ihr Vater unterstützte sie in dieser ungewöhnlichen Leidenschaft, er lehrte sie Geduld und Selbstvertrauen und blieb eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben. Der Tod ihres Vaters trifft Helen unerwartet. Erschüttert von der Wucht der Trauer wird der Kindheitstraum in ihr wach, ihren eigenen Habicht aufzuziehen und zu zähmen. Und so zieht das stolze Habichtweibchen Mabel bei ihr ein. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Tier entwickelt sich eine konzentrierte Nähe zwischen den beiden, die tröstend und heilend wirkt. Doch Mabel ist nicht irgendein Tier. Mabel ist ein Greifvogel. Mabel tötet. „Wenn sie einen braven Habicht wollen, müssen Sie eins tun: Geben Sie ihm die Gelegenheit zu töten. So oft wie möglich. Mord bringt ihn auf Linie.“ ( S. 38) Helen Macdonald hatte schon eine Menge Greifvögel geflogen und ihr war jeder einzelne Schritt des Abtragens bestens vertraut. Aber nach dem Tod ihres Vaters ist sie nicht mehr dieselbe. Der Habicht verkörpert alles, was sie sein will – eine selbstbeherrschte Einzelgängerin, die frei von Trauer ist und taub gegenüber den Verletzungen des Lebens. Allmählich entwickelt sich zwischen beiden eine hochkomplexe Wechselbeziehung, die mich beim Lesen in den Bann zog und nicht mehr losließ. Es war großartig von der Autorin Wissenswertes über die Falknerei zu erfahren und dabei nicht nur den Habicht als Tier mit seinen besonderen Fähigkeiten und Ansprüchen kennenzulernen, sondern durch die bildhaften Situations- und Naturbeschreibungen ganz dicht am Geschehen zu sein. Die außerdem gut reflektierte Autorin schafft es, dass man ihre Begeisterung für die Falknerei nachvollziehen kann, bei Fehlschlägen mit ihr leidet, bei der Jagd mit fiebert und sich trotz gemischter Gefühle bezüglich mancher Blutrünstigkeit mit ihr freut. Im Wechsel dazu erfährt man von dem Autor T. H. White, der 1951 über seine Erfahrungen mit der Zähmung seines Habichts in dem Buch „The Goshawk“ schrieb und der dabei eigentlich alles falsch machte, was man falsch machen konnte. Ich muss gestehen, dass ich diese Abschnitte nicht so gern las, weil mich einfach mehr interessierte, wie es mit Helen Macdonald und Mabel weiter ging. Deren Geschichte machte das Buch jedoch zu einem echten Highlight für mich. Von Helen Macdonald und über die Falknerei möchte ich unbedingt mehr lesen.
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The hawk was everything I wanted to be: solitary, self-possessed, free from grief, and numb to the hurts of human life.
An instant international bestseller and prize-winning sensation, Helen Macdonald's story of adopting and raising a goshawk has soared into the hearts of millions of readers. Fierce and feral, her goshawk Mabel's temperament mirrors Helen's own state of grief after her father's death, and together raptor and human discover the pain and beauty of being alive.
H Is for Hawk is a genre-defying masterpiece on grief, memory, taming and untaming, and how it might be possible to reconcile death with life and love.
'An absolute classic of nature writing' Guardian
'It just sings. I couldn't stop reading' Mark Haddon
'One of the best grief books ever written' Cariad Lloyd
Book Information
Posts
„H wie Habicht“ der britischen Historikerin und Autorin Helen Macdonald gewann 2014 sowohl den Samuel-Johnson-Preis als auch den Costa Book Award. Es ist eine Mischung aus Memoiren, Trauerbewältigung, Naturbeschreibung und einer Kurzbiografie des Schriftstellers T. H. White (1906 bis 1964). Macdonald ist bereits seit früher Jugend Falknerin, eine Tätigkeit, über die ich bisher recht wenig wusste. Das Abrichten des Habichts Mabel ist Dreh- und Angelpunkt dieses Buches, und so findet man darin unzählige Fachbegriffe aus der Beizjagd. Einige erklärt Macdonald, andere werden ohne Erläuterungen eingeworfen. Als Leser sollte man daher ein gewisses Interesse an diesem Thema mitbringen. Ich habe viele Dinge online recherchiert und viel über das Abrichten von Greifvögeln erfahren. Alles in der Falknerei ist darauf ausgerichtet, einen wilden Vogel zu einem gezähmten Jagdpartner zu machen – entsprechend kriegerisch ist das Vokabular, das die Autorin verwendet, um ihre Geschichte zu erzählen. Allerdings liest sich ihr Text wie Poesie, wenn sie ihre Umgebung beschreibt: „Nachts aber, wenn der Regen orangefarbene Lichtpunkte an die Fensterscheiben pikste, träumte ich von dem Habicht, der durch die feuchte Luft woandershin verschwand. Ich wollte ihm folgen“ Während Macdonald den Verlust ihres Vaters verarbeitet und sich intensiv mit T. H. White und ihrem Habicht befasst, verfällt sie immer stärker in eine sehr esoterische Betrachtung ihrer Situation: „Was mir auf den Straßen im Norden aber vielleicht auch hätte bewusst werden sollen, war, dass sich die Seele nach dem Verlust des Vaters nicht nur neue Väter in der Welt sucht, sondern auch ein neues Ich, mit dem sie diese neuen Väter lieben kann.“ Sie stellt Thesen auf, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Ich fand mich irgendwann in der Welt von Mabel besser zurecht als in Helens Welt. Sie interpretiert viel in ihr eigenes Verhalten und das des Habichts hinein, verliert sich in seltsamen Gedanken und damit hin und wieder mich als Leserin. Doch im Laufe der Zeit wird der ihr klar: „Ich glaube, ich habe eine leichte Depression“ und begibt sich nach der Trauerfeier für ihren Vater in Behandlung. An dieser Stelle kehrt Normalität in ihr Leben zurück und die Geschichte läuft ein wenig plötzlich ins Alltägliche aus. „H wie Habicht“ ist ein faszinierendes Buch, dessen Schreibstil mich gefesselt hat. Wäre es sachlicher verfasst worden, hätte ich vermutlich nicht genug Geduld für die etwas abgedrehten Ansichten der Autorin aufgebracht. So aber fühlte ich mich bis zum Schluss gut unterhalten. Man muss Gefallen an „Nature Writing“ und etwas schrägen Menschen haben, um sich auf diese Erzählung wirklich einlassen zu können.
Für dieses Buch muss man in Stimmung sein und einige Längen in Kauf nehmen. Wenn das alles passt, dann können Helen und Mable einen mit auf eine unglaubliche Reise in die Wälder Englands mitnehmen. Lieblingszitat: „Wie kann man etwas lieben, wie kann man für seinen Schutz kämpfen, wenn alles, was dieses etwas bedeutet, Verlust ist?“
The audiobook is read by the author and I love it. I am opinionated here, because I just love birds! In this book, the author writes not only about her story with hawks, but draws personal psychological relations. I don't see it as something scientific, but as something deeply personal, a story, a personal world view. And with that book she shared it. I is a wonderful story to listen to and I enjoyed it deeply. Recommendation especially for the winter time. It is really good to calm down with a nice cup of tea
Die letzte Greifvogelschau, die ich gesehen habe, ist schon eine ganze Weile her. Aber ich finde diese Vorführungen immer wieder beeindruckend. Ich kann mich an ein Mal erinnern, bei dem ein Vogel nicht zu seinem Menschen zurückflog, sondern eigensinnig irgendwo auf einem Dach landete und sich scheinbar gemütlich das Gefieder richtete. Später besann er sich zwar eines Besseren, aber diese Situation hatte ich jetzt wieder bildlich vor Augen, als ich „H wie Habicht“ von Helen Macdonald las. Denn dabei erfährt man auf beeindruckende und faszinierende Weise einiges über das, was ein Mensch anstellen und beachten muss, wenn er den Vogel in gewünschte Bahnen lenken möchte. Aber in diesem Buch geht es um viel mehr als ’nur‘ die Zähmung eines Habichts, den man ja eigentlich nicht zähmen kann, weil diese Tiere niemals ihre Wildheit verlieren. Helen Macdonald (geboren 1970) ist Autorin, Lyrikerin, Illustratorin und Historikerin. Sie arbeitet an der University of Cambridge, England, im Bereich Geschichte und Philosophie der Wissenschaften. H wie Habicht erhielt in England den renommierten Samuel Johnson Prize, der herausragenden Sachbüchern verliehen wird, sowie den hochdotierten Costa Award für das beste Buch des Jahres. Schon als Kind beschloss Helen Macdonald, Falknerin zu werden. Ihr Vater unterstützte sie in dieser ungewöhnlichen Leidenschaft, er lehrte sie Geduld und Selbstvertrauen und blieb eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben. Der Tod ihres Vaters trifft Helen unerwartet. Erschüttert von der Wucht der Trauer wird der Kindheitstraum in ihr wach, ihren eigenen Habicht aufzuziehen und zu zähmen. Und so zieht das stolze Habichtweibchen Mabel bei ihr ein. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Tier entwickelt sich eine konzentrierte Nähe zwischen den beiden, die tröstend und heilend wirkt. Doch Mabel ist nicht irgendein Tier. Mabel ist ein Greifvogel. Mabel tötet. „Wenn sie einen braven Habicht wollen, müssen Sie eins tun: Geben Sie ihm die Gelegenheit zu töten. So oft wie möglich. Mord bringt ihn auf Linie.“ ( S. 38) Helen Macdonald hatte schon eine Menge Greifvögel geflogen und ihr war jeder einzelne Schritt des Abtragens bestens vertraut. Aber nach dem Tod ihres Vaters ist sie nicht mehr dieselbe. Der Habicht verkörpert alles, was sie sein will – eine selbstbeherrschte Einzelgängerin, die frei von Trauer ist und taub gegenüber den Verletzungen des Lebens. Allmählich entwickelt sich zwischen beiden eine hochkomplexe Wechselbeziehung, die mich beim Lesen in den Bann zog und nicht mehr losließ. Es war großartig von der Autorin Wissenswertes über die Falknerei zu erfahren und dabei nicht nur den Habicht als Tier mit seinen besonderen Fähigkeiten und Ansprüchen kennenzulernen, sondern durch die bildhaften Situations- und Naturbeschreibungen ganz dicht am Geschehen zu sein. Die außerdem gut reflektierte Autorin schafft es, dass man ihre Begeisterung für die Falknerei nachvollziehen kann, bei Fehlschlägen mit ihr leidet, bei der Jagd mit fiebert und sich trotz gemischter Gefühle bezüglich mancher Blutrünstigkeit mit ihr freut. Im Wechsel dazu erfährt man von dem Autor T. H. White, der 1951 über seine Erfahrungen mit der Zähmung seines Habichts in dem Buch „The Goshawk“ schrieb und der dabei eigentlich alles falsch machte, was man falsch machen konnte. Ich muss gestehen, dass ich diese Abschnitte nicht so gern las, weil mich einfach mehr interessierte, wie es mit Helen Macdonald und Mabel weiter ging. Deren Geschichte machte das Buch jedoch zu einem echten Highlight für mich. Von Helen Macdonald und über die Falknerei möchte ich unbedingt mehr lesen.












