
Bewegend ♥️
✨1. Weltkrieg✨ Scheinbar ist mein Motto zur Zeit, möglichst jeden Abend traumatisiert zu werden. Auch letzte Woche Montag stellte keine Ausnahme dar, warum nicht mal zur Abwechslung über den 1. Weltkrieg lesen? 😭😭 Erich Maria Remarque steht seit jeher auf meiner Leseliste, aber man kennt es nur zu gut, dass man oft einfach nicht dazu kommt. Gesagt, getan, habe ich mich mit einer seitenmässig schmalen, aber sehr tiefgründigen Werkauswahl aus seiner Feder an die Arbeit begeben und teile heute meine Eindrücke mit Euch. ✨Zitate „Endlich erhob er sich wieder halb und packte sein Bettstroh um, packte das Kopfkissen an das Fußende und legte sich dann langsam wieder zur Ruhe. Plötzlich begriff ich, warum er das tat; und eine unendliche Rührung zog durch mein Herz. Er hatte sich so gelegt, daß er nach der Heimat sah – mit dem Gesicht nach Deutschland.“ „Waffen verwandeln die Menschen.“ „Das Leben wuchs wieder aus der Vernichtung.“ „Die Erde. Eine Heimat. Eine Brücke, über die er zurückkommen konnte.“ ✨Inhalt und Meinung Der Inhalt wird ja bereits aus dem (vollständigen) Titel deutlich, wir haben hier mehrere Erzählungen, die sich thematisch mit dem 1. Weltkrieg befassen, zusammengefasst in einem Buch. Die Erzählungen haben unterschiedlich starke Wirkung auf mich gehabt. Ich bin normalerweise kein Fan von Kurzgeschichten Sammlungen, aber habe trotzdem schon einige gelesen. Es ist einfach ein sehr guter Weg, um Arbeit / Schreibstil von jemandem kennenzulernen. Was Remarque angeht, so wusste ich natürlich so oder so schon, worauf ich mich einlasse. Es gibt Gründe, warum ich „Im Westen nichts Neues“ noch nicht gelesen habe. Ich habe einfach Angst davor, aber nicht im Sinne von „Augen verschließen“, sondern wirklich körperliche Angst, weil ich mir vieles extrem zu Herzen nehme und natürlich sowieso das Wesentliche darüber eh schon weiß. Jedenfalls war das hier ein herber und bittersüßer Vorgeschmack. Bei der ersten Erzählung liefen mir die Tränen. Ihr müsst wissen, ich bin nicht in Deutschland geboren, aber dadurch, dass ich gefühlt „schon immer“ hier bin, bin ich sehr mit unserem Land verbunden. Deutschland bedeutet mir einfach viel, Hilfe, ich heule jetzt wieder, weil die Soldaten einfach Schreckliches erlebt haben und es war einfach alles so komplett sinnlos. Und es gibt immer noch viele Kriege auf der Welt und jeder einzelne ist ekelhaft und macht mich traurig. Es geht einfach um das Heimatgefühl. Für die anderen Soldaten gilt es genauso, sie haben in den Schützengräben ihre Heimat vermisst. Schrecklich! ✨Fazit Die namensgebenden Geschichte („Der Feind“) ist zurecht namensgebend, fasst doch die Erkenntnis der deutschen Soldaten, dass die französischen Soldaten auch nur Menschen sind, genau wie sie selbst, alles zusammen, was man wissen muss. Menschen haben gegen Menschen gekämpft anstatt zuhause bei ihren Familien zu sein und in Frieden zu leben. Und die Welt hat nichts dazu gelernt. Absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf weitere Bücher des Autors! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️




