Der Drachenbeinthron
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Description
»Dieses Werk hat mich inspiriert ›Game of Thrones‹ zu schreiben … es ist eine meiner liebsten Fantasyreihen.«
George R. R. Martin über »Das Geheimnis der großen Schwerter«
Der betagte König Johan liegt im Sterben und um die Thronfolge entbrennt ein hinterhältiger Kampf zwischen seinen Söhnen Elias und Josua. Der Küchenjunge Simon, der wegen seiner Zerstreutheit auch Mondkalb genannt wird, gerät mitten in die Auseinandersetzungen um die Herrschaft über Osten Ard.
Book Information
Author Description
Tad Williams, geboren 1957 in Kalifornien, ist Bestsellerautor und für seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, darunter Otherland, Shadowmarch, und Das Geheimnis der Großen Schwerter bekannt. Seine Bücher, die Genres erschaffen und bisherige Genre-Grenzen gesprengt haben, wurden weltweit mehrere zehn Millionen Male verkauft.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ich bin einfach sprachlos…,
denn dieses Buch hat mich echt umgehauen. Für mich mit das Beste seit "Herr der Ringe“. Wie habe ich mit Simon mitgefiebert. Jede seiner Schritte und Entwicklungen mit Spannung verfolgt. Wie oft habe ich, weil ich gegen einige Protagonisten eine gewisse Art an Antipathie und Wut hegte, das Lesen einstellen müssen. Selten hat mich eine Geschichte so viele Emotionen durchleben lassen. Aus diesem Grund habe ich für dieses Buch mehr als 4 Wochen gebraucht. Man lebt und fühlt, in Gedanken, jede einzelne Seite, welche man gelesen hat. Für mich ein absolutes Highlight in Sachen Highfantasy und schon jetzt das Jahreshighlight 2026. Von mir eine absolute Leseempfehlung Ich fiebere mit überschwänglicher Freude den nächsten Bänden entgegen.

Die Welt von Osten Ard scheint sehr komplex zu sein. Das merkt man schon bei diesem ersten Teil der Reihe. Die Geschichte fängt langsam an und nimmt erst weit später etwas an Fahrt auf. Ich persönlich hatte oft Schwierigkeiten zu verstehen wer wer ist und wer wohin gehört. Viele Namen und Orte - das worldbuilding kann etwas anstrengend sein aber wenn man durchhält lohnt es sich. Die Geschichte um Simon ist sehr bildlich geschrieben und nimmt einen mit, während Kapitel für Kapitel immer mehr erklärt wird was in der Welt passiert ist und wohin sich das ganze entwickelt. Es bleibt spannend und ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Wer anspruchsvolle High Fantasy mag, der ist in Osten Ard genau richtig :)
Wunderbare alte Highfantasy
Die Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter ist von der Hobbit Presse neu aufgelegt worden. Und wir haben hier eine langsam erzählte Geschichte vom Küchenjungen Simon in einer erdachten Welt auf einer Burg und dem Kampf zweier unterschiedlicher Königssöhnen. Wir haben ganz klassisch tolle Landschaftsbilder, verschiedene Charaktere und Wesen, eine eigene Sprache, starke Schlachten. Der Spannungsbogen war gut über das ganze Buch, es gab nicht zu viel Vorgeplänkel. Es werden zum zweiten Drittel hin dann etwas viele Charaktere, die noch eingeführt werden. Da musste ich schauen, dass ich nicht den Oberlicht verliere. Der zweite Band liegt schon hier.
Klassiker der High-Fantasy von Tad Williams, der Drachenbeinthron, bzw. Auftakt einer epische High-Fantasy Saga in den Landen "Osten Art" um die drei "Großen Schwerter"
Was soll man hierzu noch schreiben? Es gibt zu der Saga sehr viele Rezesionen und Analysen. Ja, selbst George R. R. Martin hat sich von diesem Werke inspirieren lassen, als er Game of Thrones kreierte. So nun meine bescheidenen Worte zu diesem ersten Band: Ich habe die 4 Bücher von einer Freundin geschenkt bekommen, da es ein "Must Read" sei. Ich hatte anfang des Jahres eine Saga von James Clemens gelesen, die ich sehr gut fand, wenn auch "alt" vom Schreibstil. Diese Reihe solle aber noch besser sein 🙃😅 Wenn ich etwas empfehlen darf, bevor man die Bücher von Tad Williams liest, dann vor allem und zu aller erst: Nimm eine Leseprobe dieserr Bücher daher und genieße die Buchstabensuppe, kredenzt zu einem wohlschmeckendem Satzbau... Nein ehrlich... es ist zeitweise anstrengend, hypnotisierend, gar als sei es gewollt, dass dem Bücherwurm die bewusste Aufmerksamkeit vollständig entzogen wird und man nur noch mit den Augen liest und nicht mit dem Verstand. Weil dem Protagonisten, der gerad ohne Fakel im dunklen Gewölbe herumirrt ein ähnliches Schicksal hat. Oder so 😅🫣 Beim zweiten Band würde ich sogar behaupten, dass es Szenen abhängig ist, wie detailliert umschrieben wird, wie genau die Handlung abgebildet wird. Aber watt soll's... Ich fand es gut, aber nicht sehr gut da ich oft gedanklich weggedreiftet bin und auch die Geschichte an sich im Band 1 eher langsam voran geht, viel Worldbuilding, Charaktere vorstellen, schöne Detaillierung, die dann aber Handlung kostet (Die Zusammenfassung von Band 1 in Band 2 hat 12 Seiten und eschreibt die Handlung sehr gut 😅). Ein paar Zitate? Gleich mal im Vorwort (Warnung des Verfassers): "Wer davon überzeugt ist, das Ende der Dinge zu wissen, die er gerade erst beginnt, ist entweder außerordentlich weise oder ganz besonders töricht; so oder so ist er aber gewiß ein unglücklicher Mensch, denn er hat dem Wunder ein Messer ins Herz gestoßen. Um es deutlicher zu sagen: Wer zum ersten Mal dieses Land besucht sollte sich vor voreiligen Schlüssen hüten" Kann man mal so stehen lassen 🙃😊 Eine weitere schöne Szene am Anfang des zweiten Teils aus Band 1, Simon war zuvor bewustlos geworden: "Das erste, was Simon hörte, war ein Summgeräusch, ein dumpfes Brummen, das hartnäckig an sein Ohr drängte, während er sich mühte, wach zu werden. Er offnete ein Auge halb - und starrte auf ein Ungeheuer, eine dunkle, unbestimmte Masse sich windender Beine und glitzernder Augen. Mit einem erschreckten Aufjaulen und wild um sich fuchtelnd, fuhr er in die Höhe; die Hummel, die arglos seine Nase erkundet hatte, sauste mit wildem Surren ihrer durchscheinenden Flügel davon, um sich einen weniger leicht erregbaren Sitzplatz zu suchen." Fazit: Sehr eigener, schöner Schreibstil, wenn auch teils sehr Anstrengend. Handlung könnte stellenweise mehr straight forward sein. Es ist ein gutes Buch, aber ich freue mich auch mal wenn ich leichte Bücher zwischen durch lese 😅😇
Der Drachenbeinthron ist ein epischer Fantasyroman mit wunderschöner Sprache, einer detailreichen Welt und einer klassischen, aber mitreißenden Geschichte. Wer bereit ist, sich auf das ruhige Tempo und die ausführliche Weltgestaltung einzulassen, wird mit einem außergewöhnlich atmosphärischen Leseerlebnis belohnt. Für mich war es – trotz aller anfänglichen Bedenken – ein echtes Highlight.
Der Drachenbeinthron von Tad Williams stand bei mir fast zwei Jahre ungelesen im Regal. Ich hatte großen Respekt davor, es anzufangen: Zum einen ist das Buch bereits älter, zum anderen ist es sehr umfangreich – und es folgen noch drei weitere ebenso dicke Bände. Außerdem hatte ich im Vorfeld fast nur begeisterte Stimmen gehört, Dadurch hatte ich die Sorge, dass meine Erwartungen kaum erfüllt werden könnten und am Ende vielleicht nur Enttäuschung bleiben würde. Doch kaum hatte ich die ersten hundert Seiten gelesen, war mir klar, dass dieses Buch ein Highlight werden würde – und genau so kam es auch. Der wohl größte Zauber dieses Romans -für mich- liegt im Schreibstil. Tad Williams schreibt mit einer beinahe poetischen Sprache. Seine Prosa ist detailliert, bildreich und kraftvoll, ohne dabei schwer zugänglich zu sein. Ich vermute, dass sich der Autor viel Zeit genommen hat, seine Welt und ihre Bewohner auszuarbeiten. Die Liebe zum Detail ist in jeder Beschreibung spürbar – ob bei Landschaften, Gebäuden, Charakteren oder Ereignissen. Gerade diese Hingabe zur Ausgestaltung macht die Osten-Ard-Saga zu einem so intensiven und außergewöhnlichen Leseerlebnis. Obwohl das Buch schon einige Jahrzehnte alt ist, wirkt es dabei erstaunlich zeitlos. Und diese Mühe und Liebe zum Detail vermisse ich oft in modernen Werken. Lasst euch deshalb nicht vom Erscheinungsdatum irritieren. Die Geschichte wird nicht nur aus der Perspektive des jungen Protagonisten Simon erzählt. Williams wechselt geschickt zwischen verschiedenen Figuren und Handlungssträngen, die sich nach und nach zu einem größeren Gesamtbild zusammenfügen. Zu Beginn konzentriert sich die Handlung vor allem auf die Burg Hochhorst im Königreich Erkynland. Doch mit fortschreitender Handlung öffnet sich die Welt immer weiter: neue Figuren treten auf, neue Orte werden bereist, und die Geschichte spannt sich schließlich von den Bergen und Wäldern des Nordens bis hinunter in die südlichen Marschlande. Das Erzähltempo ist eher langsam, aber für ich nie langweilig. Obwohl sich Williams viel Zeit nimmt, passiert ständig etwas. Der Leser wird Schritt für Schritt tiefer in die Welt, ihre Geschichte und ihre Konflikte hineingezogen. Besonders ausführlich werden die unterschiedlichen Kulturen und ihre Geschichte und Traditionen vorgestellt. Sie geben der Welt von Osten Ard eine Tiefe und Vielfalt, die weit über das hinausgeht, was man in vielen (modernen) anderen Fantasyromanen findet. Immer wieder gibt es kleine Exkurse und Erzählungen am Rande der eigentlichen Handlung. Das mag nicht jedem gefallen, doch ich habe genau diese ausführliche Ausgestaltung sehr genossen. Was anfangs manchmal fast zu detailliert wirkte, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als wichtiges Fundament für die größere Handlung. Die Grundstruktur der Geschichte ist übrigens sehr klassisch: Ein junger, zunächst naiver Küchenjunge stolpert in eine größere Welt voller Gefahren und Geheimnisse. Simon wird auf seinem Weg immer wieder von anderen Figuren geführt und geprägt. Auch wenn manche Charaktere stereotypisch wirken und bekannte Fantasy-Motive aufgreifen, machen sie dennoch großen Spaß, besonders auch die Dialoge. Die Geschichte bietet Zauber – auch dunklen –, politische Intrigen, geheime Bündnisse und Verschwörungen, die nur darauf warten, aufgedeckt zu werden.
Das war wohl leider nichts. Nachdem ist bereits bis zu Teil 2 durchgehalten habe, weils dann angeblich besser wird muss ich ehrlich sagen: ne wirds nicht. Es ist sehr langatmig, zieht sich ab und zu sehr und naja, Beschreibungen über Beschreibungen und ratet mal... noch mehr Beschreibungen. Ist ja gut dass der Autor und die Welt näher bringen will, aber irgendwann reichts auch
6/5.
Mein zweiter Williams, zum zweiten Mal volle Punktzahl. Mindestens. Nachdem ich mit dem Prequel zu den großen Schwertern gestartet habe, bin ich jetzt mit ersten großen Band der Saga aus Osten Ard fertig geworden. Einfach nur großartig. Klassische High Fantasy und das meine ich ausschließlich positiv. Keine Romantasy, kein Spice; Jüngling mit Level 1 geht auf große Reise um seine Quest zur Rettung der Welt in Angriff zu nehmen. Und das so großartig geschrieben, die Charaktäre, das Worldbuilding. Weltklasse. Der nächste Band liegt bereit. Love it.
Für alle Fans von epischer High Fantasy ein Muss.
In diesem Buch versinkt man. Die Geschichte spannt ihre Fäden langsam und immer filigraner, bis sich der Knoten im großen Finale löst. Nur um sich schon wieder erneut zu verschlingen und den Cliffhanger zum nächsten Teil zu offenbaren. So wünsche ich mir einen epischen High Fantasy Schinken. Für den Herrn der Ringe ein würdiger Nachfolger. Zwischendurch gibt es Längen, ok, aber positiv betrachtet sind es Rhythmuswechsel, um dichte erzählerische Blöcke stärker zu machen. Ich kann das Buch nur empfehlen und befürchte, dass ich jetzt alle Teile dieser Tausendseiter lesen muss.
Auftakt in eine neue epische High Fantasy Reihe - und absolutes Herzensbuch 💙
"Nimm dir nie einen Ort als Heimat (...). Such dir eine Heimat in deinem eigenen Kopf. Das, was du dazu brauchst - Erinnerungen, Freunde, denen du vertrauen kannst, Liebe zum Lernen und anderes mehr -, wirst du schon finden (...). Auf diese Art wird deine Heimat dich begleiten , wohin es dich auch verschlägt. (S. 898) Wer meinen Inhalt hier in letzter Zeit verfolgt hat, hat vermutlich schon mitbekommen, dass ich den Auftakt dieser klassischen, epischen High Fantasy-Reihe aus dem Jahre 1988 (im Original) von der ersten Seite an ziemlich gefeiert habe. Für mich war der Start in die Reihe auch gleichzeitig meine High Fantasy "Wiedergeburt" und die Rückkehr ins Genre, nachdem ich mich längere Zeit aus privaten Gründen nicht mehr heran getraut hatte. Und beim barmherzigen Ädon, ich habe jede Seite verschlungen und genossen, als wäre es die letzte 💙 Es geht in diesem Buch um den schon recht betagten Hochkönig Johan, der bereits im Sterben liegt, sodass die Thronfolge des Drachenbeinthrons geklärt werden muss. Es entsteht ein Kampf der beiden Söhne von Johan, Elias und Josua. Und der junge Küchenjunge Simon gerät mitten in diesen Zwist hinein. Ein Kampf um die weitere Herrschaft der Welt Osten Ard entbrennt, und hierbei spielen nicht nur die Menschen eine Rolle, sondern auch die uralten Völker der Sithi und Nornen. Aber auch Trolle und Riesen begegnen uns in der Geschichte. Zunächst einmal ist es richtig, dass die Geschichte gemächlich beginnt und erst nach und nach an Fahrt aufnimmt. Das ist aber keinesfalls negativ, denn Williams' Schreibstil ist auf irgendeine Weise so zart, bildgewaltig und sensibel, dass ich jede Zeile genossen habe. Mir wurde gesagt, ich war selten so versunken in ein Buch, ich hatte so viel Kopfkino beim Lesen! Die Geschichte und die Charaktere haben mich absolut umgehauen. Startete anfangs alles noch ziemlich friedlich und unaufgeregt, nahm die Geschichte ab spätestens der Hälfte für mich unheimlich an Fahrt auf. Es kamen so unheimlich tolle, authentische Charaktere ins Spiel (wozu auch ein Troll gehört 💚). Womit das Buch für mich aber ganz besonders punktete und es für mich zu einem absolutes Highlight machten, war die unheimlich vielfältige und vielschichtige Mythologie und Geschichte in diesem Buch. Dabei geht es unter anderem um das Geheimnis der großen Schwerter, verschiedene Völker und alte Einwohner Osten Ards sowie verschiedenste Machtkämpfe um dieses Land. Aber auch phantastische Wesen kommen nicht zu kurz. Regelmäßig, in ruhigeren Stellen, wurde ein Lied über die Geschichte des Landes gesungen und das machte es für mich so wahnsinnig nahbar, als ob ich selbst mit dabei war! Fazit: ein absolutes Jahreshighlight für mich und aufgrund der vielen Szenen im Winter ein perfektes Winterbuch ❄️ Freue mich sehr auf die Folgebände 🥰

Detailreiche High Fantasy
📚 Rezension | Tad Williams – Der Drachenbeinthron 🐉 Ich hab mich ganz spontan an diesen Fantasy-Klassiker gewagt und wow, Der Drachenbeinthron ist wirklich ein Brocken! Tad Williams erschafft eine unglaublich detailreiche Welt voller Mythen, Magie und Machtspiele. Besonders das Worldbuilding hat mich beeindruckt. Osten Ard fühlt sich richtig lebendig an, als könnte man selbst durch die alten Hallen und dunklen Wälder wandern. 🌲✨ Aber ehrlich gesagt: an manchen Stellen war mir das Ganze etwas zu zäh. Der Einstieg zieht sich ziemlich, und es dauert, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. 😅 Trotzdem bin ich froh, drangeblieben zu sein. Der Küchenjunge Simon wächst einem ans Herz, und die Welt entfaltet sich nach und nach zu einem richtigen Epos. Für alle, die epische High Fantasy lieben und sich gerne in dichte Welten verlieren, ist das Buch definitiv ein Muss. 💫 Für mich persönlich gab’s zwischendurch kleine Längen aber insgesamt hat es mir sehr gut gefallen.
Der betagte König Johan liegt im Sterben. Um die Thronfolge entbrennt ein hinterhältiger Kampf zwischen seinen Söhnen Elias und Josua. Da gerät ein einfacher Küchenjunge namens Simon mitten in die Auseinandersetzungen um die Herrschaft über Osten Ard. Zugegeben, die 15 Seiten Anhang und Karte haben mich erstmal schlucken lassen. "Das wird wohl eine Weile dauern bis ich mich hier zurechtfinde", dachte ich. Aber der Einstieg wird einem etwas vereinfacht dadurch, dass wir am Anfang den Großteil der Geschichte aus Simons Sicht sehen. Und glücklicherweise liegt es in Simons Natur sehr viele Fragen zu stellen, die ihm und damit auch dem Leser die Welt von Osten Ard und ihre Geschichte näher bringen. Simon selbst spielt für die Handlung oft eher eine passive Rolle. Daher haben mir die Stellen mit anderen Perspektiven oft besser gefallen, die vor allem im letzten Drittel deutlich zunehmen. Man muss beim Lesen schon ziemlich konzentriert sein oder regelmäßig den Anhang nutzen um nicht den Überblick über die vielen verschiedenen Orte, Charaktere und deren Beziehungen zueinander zu verlieren. Das hat mich manchmal etwas rausgebracht und den ein oder anderen Satz musste ich mehrfach lesen. Es handelt sich hierbei nicht um eine abgeschlossene Geschichte. Am Ende blieben einige meiner Fragen unbeantwortet, das wird sich beim Lesen der nächsten Bände hoffentlich noch klären. Fazit: klasse Einstieg in eine Fantasywelt, die Lust auf mehr macht
Der Drachenbeinthron ist ein herausragender Einstieg in die klassische High Fantasy und zugleich ein Werk, das die Gattung subtil weiterentwickelt. Der Roman gehört zur „Memory, Sorrow, and Thorn“-Reihe innerhalb der größeren Osten-Ard-Saga und bildet dort den ersten, bewusst langsam aufgebauten Grundstein eines weitreichenden epischen Erzählbogens. Was den Roman besonders auszeichnet, ist seine konsequente Orientierung an der Tradition großer Fantasy-Epen, während er gleichzeitig bereits Elemente modernerer Erzählweisen vorwegnimmt. Die Rezeption fällt entsprechend konstant positiv aus: Der Roman gilt als moderner Klassiker der High Fantasy, mit besonderer Stärke im Worldbuilding, in der atmosphärischen Dichte und in der Figurenentwicklung, auch wenn das langsame Erzähltempo häufig als Herausforderung beschrieben wird. Im Zentrum steht Simon, dessen Entwicklung vom Küchenjungen zum Protagonisten einer größeren historischen und mythischen Konfliktlinie nicht heroisch idealisiert, sondern psychologisch nachvollziehbar gestaltet ist. Gerade hier zeigt sich die Stärke des Romans: Simon ist kein funktionaler Auserwählter, sondern eine Figur mit echter innerer Unreife, Impulsivität und Identitätsunsicherheit. Seine Entwicklung lässt sich als klassische Coming-of-Age-Struktur lesen, die stark an Prozesse der Individuation erinnert – Reifung entsteht hier nicht durch Bestimmung, sondern durch Verlust, Erfahrung und Bruch mit der kindlichen Welt. Narrativ arbeitet das Buch mit klassischen Fantasy-Tropen – dem „lowborn hero“, der Prophezeiung, der Quest-Struktur und dem Kampf gegen eine uralte, mythische Bedrohung. Diese Elemente werden jedoch nicht bloß reproduziert, sondern in ein sehr bewusstes Spannungsfeld gesetzt: zwischen Alltagsrealismus im höfischen Leben und einer zunehmend mythischen, fast archaischen Welt darunter. Dadurch entsteht eine besondere erzählerische Dynamik, in der sich politische Intrige, persönliche Entwicklung und kosmische Bedrohung langsam ineinander verschieben. Was Tad Williams von vielen klassischen Fantasyautoren seiner Zeit unterscheidet, ist der ungewöhnlich starke Fokus auf die psychologische Innenwelt seiner Figuren. Unter der epischen Oberfläche von Prophezeiungen, Kriegen und alten Mächten erzählt Der Drachenbeinthron vor allem von Verlust, Unsicherheit, Macht, Trauma und Identität. Viele Figuren handeln nicht wie archetypische Fantasyhelden, sondern wie emotional belastete Menschen, die versuchen, mit Überforderung, Angst und Einsamkeit umzugehen. Gerade dadurch wirkt Osten Ard bis heute erstaunlich menschlich. Simon beginnt die Geschichte nicht als klassischer Held, sondern als unsicherer, verträumter Jugendlicher, der oft orientierungslos wirkt. Er zieht sich stark in seine Gedankenwelt zurück, verliert schnell den Fokus und wirkt auf andere häufig langsam, unreif oder unzuverlässig. Aus heutiger Perspektive lassen sich in seiner Figur durchaus Verhaltensmuster erkennen, die an inattentives ADHS erinnern könnten, wie z. B. starke Tagträumerei, Desorganisation, Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Selbstregulation, emotionale Reizoffenheit, Hyperfokus auf interessante Themen oder Personen sowie ein chronisches Gefühl, „nicht richtig zu funktionieren“. Dabei geht es weniger um eine klinische Diagnose als um eine literarisch interessante Lesart. Simon wirkt nicht wie ein kompetenter Wunschfantasie-Held, sondern wie ein psychologisch realistischer Jugendlicher mit geringem Selbstwertgefühl und starker innerer Unsicherheit. Seine Entwicklung besteht deshalb weniger aus klassischem Machtzuwachs als aus langsamer Identitätsbildung. König Elias gehört zu den komplexesten Figuren des Romans. Er erscheint nicht einfach böse, sondern zunehmend psychisch destabilisiert. Sein Verhalten erinnert stellenweise an depressive Symptomatik, paranoides Denken, narzisstische Kränkung, emotionale Isolation und destruktive Verlustangst Besonders die Beziehung zu seinem Bruder Josua ist zentral. Hinter vielen politischen Entscheidungen stehen ungelöste familiäre Konflikte, Konkurrenz und das Gefühl, weniger geliebt oder weniger geeignet zu sein. Dadurch entsteht der Eindruck eines Herrschers, der innerlich zerfällt und dessen persönliche Krisen eine ganze Welt destabilisieren. Pryrates verkörpert emotionale Kälte und Machtmissbrauch in fast reiner Form. Er zeigt fehlende Empathie, manipulative Kontrolle, instrumentelles Denken, sadistische Tendenzen sowie emotionale Entmenschlichung anderer Menschen. Anders als viele moderne Fantasy-Antagonisten wird er dabei nicht romantisiert oder glamourisiert. Er wirkt nicht faszinierend dunkel, sondern genuinely verstörend. Binabik bildet den psychologischen Gegenpol zu vielen anderen Figuren. Während große Teile der Welt emotional zerfallen, wirkt er stabil, reflektiert und integriert. Er zeichnet sich aus durch hohe Selbstregulation, Geduld, sichere Bindungsfähigkeit, emotionale Reife und moralische Klarheit ohne Fanatismus. Dadurch erscheint er fast „weise“, obwohl seine Stärke eigentlich in psychischer Stabilität liegt. Nahezu alle wichtigen Figuren erleben Verlust von Heimat, Sicherheit, Tod nahestehender Menschen, politische und soziale Instabilität und Identitätskrisen. Osten Ard wirkt deshalb wie eine Welt im kollektiven psychischen Ausnahmezustand. Der Roman erzählt weniger von Gut gegen Böse als davon, wie Menschen auf den Zusammenbruch stabiler Ordnung reagieren. Die Figuren entwickeln unterschiedliche Bewältigungsstrategien wie Rückzug, Gewalt, Fanatismus, Verdrängung, Loyalitätssuche und Kontrollbedürfnis. Gerade diese psychologische Glaubwürdigkeit macht die Geschichte bis heute bemerkenswert modern. Trauer, Machtverlust und kollektive Unsicherheit durchziehen die Handlung ebenso wie individuelle Angst vor dem Unbekannten. Besonders stark ist die Darstellung von Erinnerung als identitätsstiftendem und zugleich belastendem Prinzip – Geschichte ist hier nie neutral, sondern prägt Wahrnehmung, Macht und Selbstbild. Aus feministischer Perspektive ist das Werk ambivalent zu lesen. Es bleibt klar in einem klassischen, männlich dominierten Fantasy-Modell verankert, in dem Machtstrukturen und Hauptperspektiven überwiegend männlich codiert sind. Gleichzeitig zeigen Figuren wie Miriamele bereits eine deutliche Bewegung innerhalb dieser Strukturen: Sie widersetzt sich Kontrolle, entwickelt eigene Handlungsmacht und bricht zumindest teilweise mit traditionellen Rollenmustern. Der Roman ist damit kein explizit feministischer Text, aber auch kein eindimensional konservatives Werk – vielmehr ein Übergangstext innerhalb der Fantasy-Entwicklung. Von Der Herr der Ringe übernimmt das Werk vor allem die Grundstruktur der epischen Quest-Fantasy: eine kleine, zunächst unbedeutende Figur wird in einen größeren Konflikt hineingezogen, der weit über ihre persönliche Welt hinausgeht. Ähnlich wie bei Frodo steht auch bei Simon das Motiv der unfreiwilligen Berufung im Zentrum. Zudem finden sich klare Parallelen in der Anlage der Welt als „Secondary World“ mit tiefen historischen Schichten, alten Völkern und einer mythisch aufgeladenen Vergangenheit. Figuren wie Binabik erinnern in ihrer Mentor-Funktion und moralischen Klarheit stark an archetypische Tolkien-Figuren wie Gandalf, auch wenn sie weniger überhöht und stärker erdverbunden wirken. Gleichzeitig weist der Roman deutliche Vorläufer dessen auf, was später in Game of Thrones populär wurde. Besonders die politische Struktur von Osten Ard mit seinen Machtkämpfen am Hof, Intrigen, religiösem Einfluss und fragiler Thronfolge erinnert an die komplexen Herrschaftsverhältnisse von Westeros. Figuren wie Prinz Josua oder Elias tragen bereits Züge moralischer Ambivalenz und politischer Verstrickung, die man später auch bei Charakteren wie Stannis Baratheon oder Robb Stark wiederfindet. Auch die Grundidee eines „zurückkehrenden uralten Königs“ bzw. einer mythischen Bedrohung unter der Oberfläche der politischen Ordnung hat strukturelle Parallelen zu den White Walkern und der Wiederkehr vergessener Geschichte in George R. R. Martins Welt. In gewisser Weise steht Der Drachenbeinthron damit genau zwischen diesen beiden Polen: Es bewahrt die mythische Klarheit und archetypische Struktur von Der Herr der Ringe, während es gleichzeitig bereits die moralische Grauzone, politische Komplexität und Figurenambivalenz vorwegnimmt, die Game of Thrones später ins Zentrum der modernen Fantasy rücken sollte. Fazit: Insgesamt ist Der Drachenbeinthron ein außergewöhnlich stark konstruierter, atmosphärisch dichter und thematisch vielschichtiger Roman, der bewusst langsam erzählt wird, um eine komplexe Welt und tiefgreifende Figurenentwicklung aufzubauen. Seine Stärke liegt in der Verbindung klassischer epischer Fantasy mit einer psychologisch ernsthaften Charakterzeichnung und einem spürbaren Interesse an Erinnerung, Macht und Identität. Ein Werk, das nicht durch schnelle Effekte überzeugt, sondern durch Tiefe, Konsequenz und langfristige erzählerische Wirkung – und genau deshalb seinen Status als moderner Klassiker verdient.
Spannend, fesselnd und ein Muss für Fantasy-Fans :3
Die Geschichte von Simon, einem Küchenjungen auf seinem Weg zu wahrer Größe. Es ist das 1 von 4 Büchern und meiner Meinung nach auch der Teil der sich für Einsteiger in die Reihe am phasenweise zähesten lesen lässt. Aaaaber das durchlesen wird sich auf jeden Fall lohnen \o/ Es ist ein Buch voll fesselnder Spannung, prickelndem Abenteuer und herzwärmender Freundschaft. Meine absolute Empfehlung an jeden der gerne mal gedanklich in andere Welten abtaucht. Es kann durchaus passieren, dass man beim Lesen die Zeit total vergisst und gerne mal ne Nacht durchliest :3 Allen die sich dazu entscheiden ein frohes Lesen und eine schöne literarisch-gedanklich-fantastische Reise durch Osten Ard :D
Spannend und in wundervollen Bildern erzählt.
"Weder Krieg noch gewaltsamer Tod haben irgendetwas Erhebendes, und doch sind sie die Kerze, in welche die Menschheit immer wieder hineinfliegt, so ungerührt wie die gemeine Motte. Wer je auf einem Schlachtfeld gewesen ist und sich von allgemein verbreiteten Vorstellungen nicht blenden lässt, wird bestätigen, dass die Menschheit auf solchem Boden eine Hölle auf Erden geschaffen hat, und zwar allein aus Ungeduld - und anstelle der echten Hölle, in der, wenn denn die Priester recht haben, die meisten von uns am Ende ohnehin landen werden." Mit "Der Drachenbeinthron" beginnt Tad Williams Osten Ard-Buchreihe "Das Geheimnis der großen Schwerter". Übersetzt aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen. Auf 979 Seiten erzählt Williams die Geschichte um den jungen Küchenjungen Simon, der nach dem Tod des alten Königs Johann Presbyter in die Auseinandersetzungen rund um die Herrschaft über Osten Ard hineingezogen wird. Nach einigen unschönen und unglaublichen Ereignissen in der Burg, muss Simon durch ein immer gefährlicheres Osten Ard flüchten. Sein Weg führt ihn nach Naglimund, wo er zusammen mit Prinz Josua, dem Troll Binabik und einigen Getreuen des Prinzen einen Rat abhält und beschließt die Schreckensherrschaft von König Elias zu beenden. Dieser hat sich nämlich mit dem Sturmkönig Ineluki verbündet und laut der alten Schriften können nur die drei großen Schwerter "Dorn", "Leid" und "Minneyar" die Rückkehr besagten Sturmkönigs, der Leid und Unheil über Osten Ard bringen wird, verhindern. Doch auch die Gegenseite will diese Schwerter ... Bereits letzten Monat habe ich die Vorgeschichte "Die Brüder des Windes" gelesen und ich muss sagen, dass es gut war sie vorher gelesen zu haben. Denn so kannte ich schon die Hintergründe Inelukis und kann mir vorstellen, wie Ineluki überhaupt zu dem besagten Sturmkönig wurde. Was für mich wirklich wertvoll war. Nun geht die eigentliche Geschichte im "Drachenbeinthron" los und ich bin wahrhaftig hin und weg. Tad Williams lässt mit seinen Beschreibungen eine atemberaubende, wunderschöne Welt entstehen und zaubert mich mitten hinein in dieses Abenteuer. Ein Abenteuer, das mein Fantasyherz berührt und ganz weit öffnet, denn klassische, epische High-Fantasy mit einer Heldenreise à la "Herr der Ringe" haben heutzutage ja leider Seltenheitswert. Daher bin ich in dieser Geschichte voll und ganz aufgefangen. Williams' Schreibstil ist ganz wundervoll und sehr bildlich und die Übersetzerin hat ihr wirklich einen großartigen Job gemacht und tolle Worte gewählt, die der Geschichte etwas Wichtiges und Erhabenes verleihen. Ein großartiger, spannender Auftakt, der mich neugierig auf mehr macht.

Ein langsamer Einstieg in die Reihe. Wir begleiten Simon, der eine ganz fantastische Entwicklung von einem "Mondkalb" zu einem aufgeweckten Jugendlichen macht. Anfangs noch von vielen in seinem Umkreis als einfältig abgestempelt, findet aber im Verlauf der Handlung Freunde und Unterstützer. Mir gefällt besonders, dass man einen Einblick in den Alltag der einzelnen Personen bekommt und die Handlung langsam voranschreitet. Allgemein habe ich den Eindruck einen langen Prolog für die eigentliche Story gelesen zu haben und dass es jetzt erst richtig losgeht. Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergeht!
📖 Der Drachembeinthron von Tad Williams 📖 Hoppala, da habe ich was angefangen! Einige von euch kennen bestimmt schon Osten Ard und die meisten davon wissen bestimmt viel genauer als ich, wie viele Bücher in dieser Welt noch auf mich warten 😅 aber wisst ihr was? Ich freue mich darauf. Auch wenn ich kein Freund von ausschweifenden Erzählungen bin, der gute Herr Williams allerdings schon, hat mir das Buch sehr gut gefallen! Die Welt, die Charaktere, die Geschichte… einfach klasse! Zur Geschichte gibt es nicht viel zu sagen. Der junge, ungeschickte Simon begibt sich mehr oder weniger unfreiwillig auf eine Reise um…. Naja, um halt die Welt zu retten, wie das in High Fantasy Romanen nun mal gang und gäbe ist 🤣 dabei findet er Freunde und Feinde. Auch das kennen wir zur Genüge. Aber trotzdem ist es… anders. Das Buch - oder viel eher die Welt - hat eine ganz besondere Atmosphäre, die einen dazu einlädt, immer wieder vorbei zu schauen und neue Landstriche zu entdecken. Ich weiss jetzt schon, dass es eine Welt ist, die ich gerne wieder besuchen werde. Und ich freu mich darauf, mich wieder mit Simon auf die grosse Reise zu begeben.

𝐃𝐞𝐫 𝐃𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧𝐛𝐞𝐢𝐧𝐭𝐡𝐫𝐨𝐧 ist Band 1 in der ersten Unterreihe von Osten Ard, nämlich DAS GEHEIMNIS DER GROSSEN SCHWERTER. Geschrieben in den 1980er Jahren gehört es wohl mit zu den Fantasyklassikern, ein episches Abenteuer nach alter Schule. Schon lange wollte ich es gelesen haben, um zu verstehen, warum George R. Martin oder Brandon Sanderson meinen, diese Bücher rund um Osten Ard hätten sie für ihre Werke inspiriert. Nun habe ich es gelesen und verstehe. Wir begleiten den Jungen Simon, der als Küchenjunge in einer Burg aufwächst und natürlich kein normaler Junge ist, nur weiss er das noch nicht. Nach dem Tod des alten Königs bricht das Reich auseinander. Nicht nur politisch wird es unübersichtlich und kriegerisch, sondern auch dunkle magische Kräfte, die lange verborgen schienen, zeigen sich in Osten Ard und Simon muss seinen Weg gehen . Und damit haben wir klassische Wohlfühl-Highfantasy mit epischem Ausmaß. Der Erzählstil ist langsam, sehr detailliert, ein bischen wie DAS RAD DER ZEIT - nur besser! Man braucht definitiv Geduld beim Lesen, kann dafür aber abtauchen in eine fantastische große Welt. Dies ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss. Mich hat Tad Williams gewonnen und ich freue mich darauf, wie es weitergeht.
Ich habe eine neue Fantasy-Buchliebe 📚⚔️♥️
Ich habe eine neue Fantasy-Buchliebe 📚⚔️♥️ „Bücher sind Magie, weil sie Zeit und Raum sicherer umspannen als alle Zaubersprüche und Wundermittel.“ S. 124 Warum habe ich bisher eigentlich noch nie etwas von Tad Williams gelesen? Die „Das Geheimnis der großen Schwerter“-Reihe steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Dank @ox , die einen Reread gestartet hat, habe ich nun endlich zum ersten Band gegriffen - und bin total begeistert! Kritische Stimmen zu der Reihe gibt es schon auch ein paar, die sagen, die Bücher seien so ausschweifend. Und ja, das stimmt zwar, aber mögen wir Fantasy-Leser nicht genau das? Lesen wir nicht Fantasy, um in eine neue fantastische Welt eingeladen zu werden, deren Bräuche und Geschichte langsam kennenzulernen, mit den Charakteren ihren Alltag zu bestreiten und sich dann gemeinsam auf in große Abenteuer zu machen? Und genau das schafft Tad Williams meiner Meinung nach mit Bravour. Sprachlich ein Traum, mit vielen Bildern und Metaphern, um die Welt mit allen Sinnen erleben zu können. Die Geschichte entwickelt sich langsam, ja, und es gibt auch immer mal ruhigere Passagen, dennoch merkt man schon bald, welch episches Ausmaß sich hier zusammenbraut und dann geht es auch richtig zur Sache 😄👌 Ich freu mich sehr, endlich nach Osten Ard gefunden zu haben und geh hier auch so schnell nicht wieder weg 🤭 Absolute Empfehlung von mir - 5 Sterne ⭐️ Kennt ihr die Reihe? 📚

Etwas langatmiger Beginn einer klassischen Heldenreise irgendwo zwischen Low und High Fantasie...also mittel Fantasie gibt es sowas? Wer weis.
Das Buch nimmt sich sehr viel Zeit unseren Hauptcharakter und dessen aussen ubd selbstwahrnehmung zu beleuchten und schafft es recht gut den liebenswürdigen Trottel darzustellen. Leider nimmt diese Charaktererstellung den großteil des ersten Bandes ein so das die tatsächliche Reise des Charakters erst bei etwas über der Hälfte des Buches beginnt. In fast von tolkienesker Manier erfahren wir über viele Seiten durch die Augen des sich leicht ablenkend lassenden Hauptcharakters epische Legenden doch leider ohne tatsächlichen Kontext. Alles in allem ein oker start für eine Serie
Die Quälerei durch den ersten Abschnitt lohnt sich!
„Der Drachenbeinthron“ ist der erste Band der epischen Fantasy-Reihe „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ von Tad Williams, die zu den Klassikern des Genres zählt und bereits viele namhafte Autoren inspiriert hat. Der Autor führt uns durch die faszinierende Welt von Osten Ard, die von Menschen und anderen fantastischen Wesen bewohnt wird. Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Küchenjunge Simon, der in die Machtkämpfe um den Thron des sterbenden Königs Johan verwickelt wird und sich auf eine abenteuerliche Reise begibt, um das Geheimnis der legendären Schwerter zu lüften. Ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser Art von Fantasy eher schwer tue, weil die Bücher sehr umfangreich sind und gerne mal Passagen in die Länge gezogen werden. So war es auch bei „Der Drachenbeinthron“, bei dem sich der Anfang sehr in die Länge zieht, weil man als Leser Stück für Stück in die Welt von Osten Ard eingeführt wird. Aber je mehr ich las, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Der Schreibstil von Tad Williams ist zwar sehr ausschweifend, aber auf der anderen Seite auch sehr flüssig und bildhaft. Es gelingt ihm, den Leser in die Welt von Osten Ard zu entführen, die er mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat. Viele Metaphern, Vergleiche und Anspielungen machen seine Sprache lebendig und originell. Und nicht nur das: In Osten Ard gibt es auch fiktive Sprachen, die Williams treffend vermittelt. An keiner Stelle hat man das Gefühl, er habe einfach in die Tasten gehauen und genommen, was herauskam. Im Gegenteil, es wirkt sehr durchdacht und rund. Man erlebt die Geschichte nicht nur aus der Sicht des Protagonisten Simon, denn der Autor wechselt geschickt zwischen verschiedenen Perspektiven und Erzählsträngen, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Konzentriert sich die Handlung anfangs noch auf die Burg Hochhorst in Erkynland, so weitet sie sich immer mehr aus, bezieht immer mehr Personen mit ein und erstreckt sich über die Berge und Wälder des Nordens bis in die südlichen Marschlande. Der Aufbau der Welt ist absolut grandios und in sich schlüssig, zusammen mit der jahrhundertealten Geschichte der in ihr lebenden Bewohner. Neben den Menschen gibt es auch Trolle, Riesen und andere Wesen, die zwischen den Mythen und der Zeit in den Hintergrund getreten sind, vor allem, weil die meisten von ihnen als gefährliche und lebensbedrohliche Kreaturen in Erinnerung geblieben sind. Die nichtmenschlichen Völker und Kreaturen waren es auch, die mich am meisten interessiert haben, so dass ich allein schon wegen ihnen weitergelesen hätte. Aber auch die anschaulichen Beschreibungen, mit denen der Autor mir diese Welt vor Augen geführt hat, seien es die Persönlichkeiten der Figuren, die Besonderheiten von Orten oder Gegenständen, aber auch die Landschaft und die Zusammenhänge der schicksalhaften Ereignisse, haben mich sehr begeistert. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie Tad Williams eine so komplexe und vielfältige Welt erschaffen hat. Die Figuren sind sehr glaubwürdig und sympathisch, insbesondere der Protagonist Simon, der eine enorme Entwicklung durchmacht. Er entwickelt sich von einem naiven und tollpatschigen Küchenjungen zu einem mutigen und cleveren Helden, der viele Herausforderungen meistert. Begleitet wird er dabei von einer Reihe toller Charaktere, mal menschlich, mal nicht, die genauso gut ausgearbeitet sind wie Simon selbst. An manchen Stellen fehlte mir lediglich ein tieferer Einblick in die Charaktere, aber diese Distanziertheit ist wohl typisch für einen Heldenepos. „Der Drachenbeinthron“ ist ein spannender und vielschichtiger Roman, der auch mich mit seiner detailreichen Welt, den lebendigen Charakteren und der packenden Erzählweise begeistern konnte. Wer epische Fantasy mag und bereit ist, sich durch den langen Anfang zu kämpfen, bekommt hier eine wirklich gute Geschichte geboten.
Eine Interessante Story mit tollen (und vor allem sehr vielen) Charakteren. Leider zieht sich die Geschichte an manchen stellen, weswegen es einen Stern weniger gab. Besonders am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten in die Geschichte abzutauchen, bin aber froh, dass mir das gelungen ist, denn es lohnt sich dieses Buch zu lesen.
Epische High Fantasy
Eine fantastische Geschichte, die einen total in den Bann zieht. Die Story ist sehr gut aufgebaut; eine atemberaubende, wunderschöne Welt. Williams' Schreibstil ist bildgewaltig und einfach qualitativ wundervoll - viel Liebe zum Detail. Die Bücher/ Buch sind sehr umfangreich und einige Passagen sind gerne mal in die Länge gezogen, weil man als Leser Stück für Stück in die Welt von Osten Ard eingeführt wird. Aber je mehr ich las, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Man erlebt die Geschichte nicht nur aus der Sicht des Protagonisten Simon, denn der Autor wechselt geschickt zwischen verschiedenen Perspektiven und Erzählsträngen, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Die Figuren sind sehr authentisch dargestellt und gerade Simon macht eine enorme Entwicklung im Verlauf der Geschichte durch. Eine absolute Empfehlung für alle die epische und sehr umfangreiche High Fantasy Geschichten mögen
Hat sich sehr gezogen, aber hat sich gelohnt
Der Drachenbeinthron ist eine der epischsten Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Worldbuilding im ganz großen Stil und liebenswerte Charaktere vom feinsten. Trotzdem hat sich die erste Hälfte meiner Meinung nach zu sehr gezogen, als dass ich 5 Sterne vergeben könnte.
Reihenauftakt ganz nach meinem Geschmack
Das ist der Start zu einem großen und fantastischen Epos. Das Worldbuilding startet relativ langsam und unser Protagonist ist bei weitem nicht perfekt. Doch beides entwickelt sich außergewöhnlich toll zu einem grandiosem Ende. Für Fantasy-Liebhaber sehr zu empfehlen.

Ein neuer Epos hat für mich begonnen mit einer unfassbar schönen Welt!
Wenn man mal davon absieht, daß wir diesen riesen Wälzer tatsächlich im August begonnen haben und heute der Oktober anfängt, könnt ihr euch vorstellen, wielange wir für einen oder zwei Abschnitte immer gebraucht haben. Die Welt ist so etwas von komplex, das man dies nicht mal schnell zum Feierabend weg liest, sondern der Leser sich richtig konzentrieren muss. Zum einen liegt das an den Namen (eventuell keltischer Natur) und sicherlich an den ganzen Verbindungen und Bezügen, die ich mir in meinem Alter nicht mehr merken kann... 😅 Es fiel mir unglaublich schwer zu merken, wer wie zu wem steht und was das für eine Auswirkung auf die Politik haben könnte... 🥴 Aber das wäre auch der einzige Kritikpunkt, was für mich keiner ist. Denn liegt es nicht in der Intention eines Autors, das man sich mit dem Buch beschäftigt und es genießt. Nur so kann man die wahrscheinlich jahrelange Arbeit würdigen und deshalb jetzt noch etwas Schwärmerei. Die Figuren waren mir sehr sympathisch und ich musste oft über Witz und Belanglosigkeiten lachen. Die Welt und die Natur sind so wunderbar beschrieben, das man es am liebsten selbst sehen und entdecken würde. Kleine Überraschungen hält es in jedem Fall bereit, egal ob man die Lebewesen oder den Verlauf meint. Und nicht zu vergessen dieses wohlige Gefühl das es noch so viel zu entdecken gibt und man sich einfach nur auf die Folgebände freut.

So viele Namen.🤯
Man merkt definitiv, dass dieses Buch schon älter ist, aber deshalb ist Der Drachenbeinthron definitiv trotzdem ein geniales Buch. Okay zugegeben - man sollte sich von umfangreichen epischen Fantasyreihen nicht abschrecken lassen. Aber wenn man damit keine Probleme hat, wird man mit dieser Reihe absolut glücklich. Dieses Buch ist wirklich einfach klassische epische Fantasy, ohne Romance oder irgendwelchen Schnickschnack, was auch wirklich mal wieder sehr erfrischend ist, besonders bei der aktuellen Marktlage. Ich muss aber wirklich sagen, dass mir von den ganzen Namen, Orten etc. wirklich das Hirn brennt. Aber ich bin schon sehr auf den Rest der Reihe gespannt.
„Der Drachenbeinthron“ ist ein Fantasyroman von Tad Williams. Dies ist der erste Teil aus „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ und in der fiktiven Welt Osten Ard angesiedelt. Erschienen ist der Roman erstmals 1997, im März 2017 kam die Neuauflage im Klett-Cotta-Verlag heraus. Der alte König Johan Presbyter stirbt und sein Sohn Elias übernimmt die Macht in Osten Ard. Geheimnisvolle und unerklärliche Dinge passieren daraufhin im Reich, wofür unter anderem auch der Nabbanai-Priester Pryrates, ein Berater des neuen Königs, mit verantwortlich gemacht wird. Als Josua, der Bruder des Königs, verschwindet, wird der Küchenjunge und Schüler Doktor Morgenes in die Geschichte mit hineingezogen. Nach einer waghalsigen Rettung muss er vom Hochhorst fliehen und eine abenteuerliche Reise beginnt. Da ich bei Bloggern, auf twitter und auch durch eine ehemalige Kollegin viel Gutes vom Tad Williams gehört habe, dachte ich mir, dass die Neuauflage ein guter Zeitpunkt ist, um in die Reihe „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ einzusteigen. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, auch wenn mir dieser zwischendurch zu ausschweifend war. Die Geschichte konnte so teilweise nicht richtig vorankommen und die Beschreibungen waren mir zu ausführlich. Auch die Geschichte an sich wies für mich teilweise einige Längen auf. Mal plätschert die Geschichte so vor sich hin, um dann zwischendrin richtig spannend zu werden, so dass man den Atem anhalten muss. Ein bisschen hat mich das Ganze auch an Game of Thrones erinnert und wie ich gelesen habe, hat sich George R. R. Martin auch von dieser Reihe dazu inspirieren lassen. Die wirkliche Bedrohung wird nicht richtig klar und scheint in dem sich anbahnenden Krieg unterzugehen. Man merkt, dass sich seit dem Tod König Johans und der Machtübernahme durch seinen Sohn etwas Dunkles anbahnt, aber was das genau ist, kann man nicht wirklich greifen. Mit Fortschreiten der Geschichte werden aber immer mehr Puzzleteile enthüllt, so dass man unbedingt mehr erfahren möchte. Die Fantasyelemente in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen. Die Monate heißen Maia, Juniver oder Novander. Es gibt Wochentage wie den Drorstag oder Länder namens Ijsgard. Auch die Bräuche sind an Bräuche aus der echten Welt angelehnt. So gibt es zum Beispiel ein Maia-Baumfest und auch der Glaube an Usires Ädon kommt einem vage bekannt vor. Es hat vor langer Zeit mal Drachen gegeben. Es gibt Wesen wie Sithi, Trolle oder Rimmersgarder. Gerade diese Ähnlichkeit zu unserer Welt finde ich sehr gelungen. Es macht die Geschichte für mich greifbarer und besser vorstellbar. Mit den Personen aus dem Buch habe ich auch mitgefiebert und bin ihnen gerne auf ihren Abenteuern gefolgt. Simon macht eine ganz starke Entwicklung in diesem Buch durch. Anfangs als Mondkalb und Tollpatsch bekannt, der nichts wirklich hinbekommt, muss er auf seiner Reise über sich selber hinauswachsen und erwachsen werden. Zwischendurch verfällt er allerdings immer mal wieder ins trotzig kindische, was ich ihm gerne verzeihe, da er in dem Buch eben auch erst 15 Jahre alt ist. An seiner Seite hat er sehr weise Freunde wie Doktor Morgenes und Binabik mit seinem Wolf Quantaqa. Auch eine kleine Liebesgeschichte für unseren Helden Simon darf natürlich nicht fehlen und auch diese Person hat es faustdick hinter den Ohren. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Gespann, das sich da aufmacht, um das Reich Osten Ard zu retten. Abgerundet wird der Roman durch ein ausführliches Personenverzeichnis und Glossar der wichtigsten Orte und Begriffe sowie einer Karte von Osten-Ard. Fazit: Unterhaltende High Fantasy mit tollen Fantasy-Elemente, die gerade mit dem spannenden Schluss für den nächsten Teil zu begeistern weiß. 3,5 Sterne, da es zwischendrin doch die ein oder andere Länge gab.
Ich liebe Fantasy. Aber manchmal frage ich mich, wieso eigentlich. Wenn wieder ein Buch unglaublich lang ist und die Seiten nur zäh verfliegen, wenn wieder ein unglaublich kompliziertes Gerüst aus Folklore und Vorgeschichte gesponnen wird mit einer erfundenen Sprache in den Mix geworfen und ich jeden Tag aufs Neue, wenn ich zu lesen beginne, den Faden verloren habe. Ich weiß natürlich wieso. Für die Perlen, für die George Martins, für die Brandon Sandersons, für die Werke, die mich verblüffen und fesseln, die mich staunen lassen und verzaubern. Leider war dieses Buch keine dieser Perlen. Das ist mein zweiter Versuch mit Tad Williams, über den man ja doch recht viel Lob hört. Er spinnt ohne Zweifel eine epische Geschichte hier über Osten Ard, zerrissen durch den Zwist zweier Brüder, Königssöhne, von denen einer die Krone erbt und das Land ins Verderben stürzt. Leider bleibt mir über ihn auch nicht viel mehr zu sagen, seine Motive und Hintergrundgeschichte sind sehr, sehr vage - vielleicht kommen sie noch in einem Folgeband? Hier war dafür leider kein Platz. Stattdessen brauchte es das erste Drittel des Buches, um Simon einzuführen, einen unausstehlichen, nervigen und ätzenden Jungen, der für alles zu faul und ungezogen ist und dessen Gedanken der Leser erst mal seitenlang folgen muss, bevor er auch nur einen Charakter kennenlernt, der irgendwie interessant ist. Toll, Herr Williams, Sie haben mit Simon wirklich einen lebensechten Charakter geschaffen. Nämlich den, den man sofort wieder loswerden will. Gut gemacht. Als weniger geduldige Leserin wäre ich schon längst weggewesen, aber da ich noch die Folgebände hier habe, wollte ich dem Ganzen noch eine Chance geben und ergründen, wieso es eigentlich so gelobt ist. Zum Glück bekommt Simon irgendwann ein paar Reisegefährten, die etwas sympathischer sind. Zwar war mir bei Binabik nie klar, ob er jetzt eigentlich gestelzt oder fehlerhaft reden sollte (vielleicht auch schlechte Übersetzung?), aber er und seine Wölfin waren wenigstens mal was anderes. Ihm ist überhaupt zu verdanken, dass ich es in Erwägung ziehe, weiterzulesen. Nicht sofort, und bis es soweit ist, habe ich vermutlich alle ach so wichtigen politischen Details vergessen, die ständig mit wechselnden Charakteren als kurzzeitigen POVs eingestreut werden. Auch egal, ich habe sie auch hier oft überflogen. Im Endeffekt 2,5 Sterne. Es war etwas mehr als okay, aber es hat mir nicht unbedingt gut gefallen und ich verstehe leider immer noch nicht, warum Tad Williams' Name manchmal fällt, wenn man über gute Fantasy-Autoren redet. Da lese ich lieber noch mal die gesamte Reihe von Terry Goodkind, der zwar ein Meister des Überflüssigen und der Langatmigkeit ist, aber dessen Mythologie etwas einfacher zugänglich ist und im Kopf bleibt.
Als ich dieses Buch angefangen habe, wusste ich nicht das es meine Lieblingsfantasiesaga werden wird. Ja , natürlich muss man sich erstmal durch die ganze Vorgeschichte quälen, aber es lohnt sich so dermaßen. Alles fängt halt so an. Man muss Simon erstmal als Küchenjunge erleben, die ganzen Zusammenhänge der Orte und Namen begreifen um das ganze zu verstehen. Alle Bände danach haben mich einfach so in diese Welt eintauchen lassen. Es ist oft so lustig , dann wieder absolut spannend und manchmal traurig. ♥️
Qualvolle Wanderung auf zu vielen Seiten
Williams, Tad Der Drachenbeinthron / Das Geheimnis der Großen Schwerter Bd.1 weniger gut Der Drachenbeinthron Wie wunderbar, liebevoll und detailliert doch die Welt von Osten Ard beschrieben ist. Mann meint das Leben vom Simon Mondkalb, in den Gesindeküchen und auf den Zinnen der riesigen Burg Hochhorst leibhaftig zu erleben. Bei den ersten 240 Seiten war es so, als würde ich nach Hause kommen, wenn ich dieses Buch aufschlug. Doch mit dem Beginn der Flucht von Simon nach Naglimund wandelte sich die wunderschöne Erzählung in eine triste Wanderung mit viel Leid, noch mehr Intrigen und noch viel mehr Personen mit unaussprechlichen Namen. Trotz einiger Lichtblicke in der Handlung, war leider alles ein bisschen zäh. Nach Seite 750 und noch mehr Leid und noch viel mehr Personen mit unaussprechlichen Namen, habe ich vollends die Lust an diesem Roman verloren. Ich wollte nur noch wissen , wie das Buch ausgeht. Doch oh Graus, das Buch ist in sich nicht abgeschlossen, sondern hinterlässt dem Leser drei weitergehende Erzählstränge, die in den drei nachfolgenden Bänden weiter erzählt werden. Sorry, aber ohne mich.
Mir hat dieser erste Band sehr gut gefallen! Die Geschichte besteht aus 3 Teilen. In dem ersten Teil passiert nicht viel. Das World building wird aufgebaut und das Leben von Simon im Schloss beschrieben. Tad Williams beschreibt alles in Ruhe. Also vielleicht nicht so geeignet für Leser, die darauf warten, dass schnell etwas passiert. Dafür waren dann Teil 2 und 3 sehr ereignisreich und ich konnte das Buch kaum weglegen... Am Anfang hatte ich Probleme mit der Sprache von Tad Williams. Ich denke das liegt an seiner Art zu schreiben und wie das wirkt, wenn es ins Deutsche übersetzt wird. Zum Teil habe ich das englische Original gelesen. Ich fand man konnte es flüssiger lesen, dafür war es vom Vokabular für mich etwas schwierig. Am Ende habe ich gelesen und das Hörbuch, das von Andreas Fröhlich gelesen wird, gehört. Ich kann das Hörbuch wärmsten empfehlen!
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Dieses Werk hat mich inspiriert ›Game of Thrones‹ zu schreiben … es ist eine meiner liebsten Fantasyreihen.«
George R. R. Martin über »Das Geheimnis der großen Schwerter«
Der betagte König Johan liegt im Sterben und um die Thronfolge entbrennt ein hinterhältiger Kampf zwischen seinen Söhnen Elias und Josua. Der Küchenjunge Simon, der wegen seiner Zerstreutheit auch Mondkalb genannt wird, gerät mitten in die Auseinandersetzungen um die Herrschaft über Osten Ard.
Book Information
Author Description
Tad Williams, geboren 1957 in Kalifornien, ist Bestsellerautor und für seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, darunter Otherland, Shadowmarch, und Das Geheimnis der Großen Schwerter bekannt. Seine Bücher, die Genres erschaffen und bisherige Genre-Grenzen gesprengt haben, wurden weltweit mehrere zehn Millionen Male verkauft.
Posts
Ich bin einfach sprachlos…,
denn dieses Buch hat mich echt umgehauen. Für mich mit das Beste seit "Herr der Ringe“. Wie habe ich mit Simon mitgefiebert. Jede seiner Schritte und Entwicklungen mit Spannung verfolgt. Wie oft habe ich, weil ich gegen einige Protagonisten eine gewisse Art an Antipathie und Wut hegte, das Lesen einstellen müssen. Selten hat mich eine Geschichte so viele Emotionen durchleben lassen. Aus diesem Grund habe ich für dieses Buch mehr als 4 Wochen gebraucht. Man lebt und fühlt, in Gedanken, jede einzelne Seite, welche man gelesen hat. Für mich ein absolutes Highlight in Sachen Highfantasy und schon jetzt das Jahreshighlight 2026. Von mir eine absolute Leseempfehlung Ich fiebere mit überschwänglicher Freude den nächsten Bänden entgegen.

Die Welt von Osten Ard scheint sehr komplex zu sein. Das merkt man schon bei diesem ersten Teil der Reihe. Die Geschichte fängt langsam an und nimmt erst weit später etwas an Fahrt auf. Ich persönlich hatte oft Schwierigkeiten zu verstehen wer wer ist und wer wohin gehört. Viele Namen und Orte - das worldbuilding kann etwas anstrengend sein aber wenn man durchhält lohnt es sich. Die Geschichte um Simon ist sehr bildlich geschrieben und nimmt einen mit, während Kapitel für Kapitel immer mehr erklärt wird was in der Welt passiert ist und wohin sich das ganze entwickelt. Es bleibt spannend und ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Wer anspruchsvolle High Fantasy mag, der ist in Osten Ard genau richtig :)
Wunderbare alte Highfantasy
Die Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter ist von der Hobbit Presse neu aufgelegt worden. Und wir haben hier eine langsam erzählte Geschichte vom Küchenjungen Simon in einer erdachten Welt auf einer Burg und dem Kampf zweier unterschiedlicher Königssöhnen. Wir haben ganz klassisch tolle Landschaftsbilder, verschiedene Charaktere und Wesen, eine eigene Sprache, starke Schlachten. Der Spannungsbogen war gut über das ganze Buch, es gab nicht zu viel Vorgeplänkel. Es werden zum zweiten Drittel hin dann etwas viele Charaktere, die noch eingeführt werden. Da musste ich schauen, dass ich nicht den Oberlicht verliere. Der zweite Band liegt schon hier.
Klassiker der High-Fantasy von Tad Williams, der Drachenbeinthron, bzw. Auftakt einer epische High-Fantasy Saga in den Landen "Osten Art" um die drei "Großen Schwerter"
Was soll man hierzu noch schreiben? Es gibt zu der Saga sehr viele Rezesionen und Analysen. Ja, selbst George R. R. Martin hat sich von diesem Werke inspirieren lassen, als er Game of Thrones kreierte. So nun meine bescheidenen Worte zu diesem ersten Band: Ich habe die 4 Bücher von einer Freundin geschenkt bekommen, da es ein "Must Read" sei. Ich hatte anfang des Jahres eine Saga von James Clemens gelesen, die ich sehr gut fand, wenn auch "alt" vom Schreibstil. Diese Reihe solle aber noch besser sein 🙃😅 Wenn ich etwas empfehlen darf, bevor man die Bücher von Tad Williams liest, dann vor allem und zu aller erst: Nimm eine Leseprobe dieserr Bücher daher und genieße die Buchstabensuppe, kredenzt zu einem wohlschmeckendem Satzbau... Nein ehrlich... es ist zeitweise anstrengend, hypnotisierend, gar als sei es gewollt, dass dem Bücherwurm die bewusste Aufmerksamkeit vollständig entzogen wird und man nur noch mit den Augen liest und nicht mit dem Verstand. Weil dem Protagonisten, der gerad ohne Fakel im dunklen Gewölbe herumirrt ein ähnliches Schicksal hat. Oder so 😅🫣 Beim zweiten Band würde ich sogar behaupten, dass es Szenen abhängig ist, wie detailliert umschrieben wird, wie genau die Handlung abgebildet wird. Aber watt soll's... Ich fand es gut, aber nicht sehr gut da ich oft gedanklich weggedreiftet bin und auch die Geschichte an sich im Band 1 eher langsam voran geht, viel Worldbuilding, Charaktere vorstellen, schöne Detaillierung, die dann aber Handlung kostet (Die Zusammenfassung von Band 1 in Band 2 hat 12 Seiten und eschreibt die Handlung sehr gut 😅). Ein paar Zitate? Gleich mal im Vorwort (Warnung des Verfassers): "Wer davon überzeugt ist, das Ende der Dinge zu wissen, die er gerade erst beginnt, ist entweder außerordentlich weise oder ganz besonders töricht; so oder so ist er aber gewiß ein unglücklicher Mensch, denn er hat dem Wunder ein Messer ins Herz gestoßen. Um es deutlicher zu sagen: Wer zum ersten Mal dieses Land besucht sollte sich vor voreiligen Schlüssen hüten" Kann man mal so stehen lassen 🙃😊 Eine weitere schöne Szene am Anfang des zweiten Teils aus Band 1, Simon war zuvor bewustlos geworden: "Das erste, was Simon hörte, war ein Summgeräusch, ein dumpfes Brummen, das hartnäckig an sein Ohr drängte, während er sich mühte, wach zu werden. Er offnete ein Auge halb - und starrte auf ein Ungeheuer, eine dunkle, unbestimmte Masse sich windender Beine und glitzernder Augen. Mit einem erschreckten Aufjaulen und wild um sich fuchtelnd, fuhr er in die Höhe; die Hummel, die arglos seine Nase erkundet hatte, sauste mit wildem Surren ihrer durchscheinenden Flügel davon, um sich einen weniger leicht erregbaren Sitzplatz zu suchen." Fazit: Sehr eigener, schöner Schreibstil, wenn auch teils sehr Anstrengend. Handlung könnte stellenweise mehr straight forward sein. Es ist ein gutes Buch, aber ich freue mich auch mal wenn ich leichte Bücher zwischen durch lese 😅😇
Der Drachenbeinthron ist ein epischer Fantasyroman mit wunderschöner Sprache, einer detailreichen Welt und einer klassischen, aber mitreißenden Geschichte. Wer bereit ist, sich auf das ruhige Tempo und die ausführliche Weltgestaltung einzulassen, wird mit einem außergewöhnlich atmosphärischen Leseerlebnis belohnt. Für mich war es – trotz aller anfänglichen Bedenken – ein echtes Highlight.
Der Drachenbeinthron von Tad Williams stand bei mir fast zwei Jahre ungelesen im Regal. Ich hatte großen Respekt davor, es anzufangen: Zum einen ist das Buch bereits älter, zum anderen ist es sehr umfangreich – und es folgen noch drei weitere ebenso dicke Bände. Außerdem hatte ich im Vorfeld fast nur begeisterte Stimmen gehört, Dadurch hatte ich die Sorge, dass meine Erwartungen kaum erfüllt werden könnten und am Ende vielleicht nur Enttäuschung bleiben würde. Doch kaum hatte ich die ersten hundert Seiten gelesen, war mir klar, dass dieses Buch ein Highlight werden würde – und genau so kam es auch. Der wohl größte Zauber dieses Romans -für mich- liegt im Schreibstil. Tad Williams schreibt mit einer beinahe poetischen Sprache. Seine Prosa ist detailliert, bildreich und kraftvoll, ohne dabei schwer zugänglich zu sein. Ich vermute, dass sich der Autor viel Zeit genommen hat, seine Welt und ihre Bewohner auszuarbeiten. Die Liebe zum Detail ist in jeder Beschreibung spürbar – ob bei Landschaften, Gebäuden, Charakteren oder Ereignissen. Gerade diese Hingabe zur Ausgestaltung macht die Osten-Ard-Saga zu einem so intensiven und außergewöhnlichen Leseerlebnis. Obwohl das Buch schon einige Jahrzehnte alt ist, wirkt es dabei erstaunlich zeitlos. Und diese Mühe und Liebe zum Detail vermisse ich oft in modernen Werken. Lasst euch deshalb nicht vom Erscheinungsdatum irritieren. Die Geschichte wird nicht nur aus der Perspektive des jungen Protagonisten Simon erzählt. Williams wechselt geschickt zwischen verschiedenen Figuren und Handlungssträngen, die sich nach und nach zu einem größeren Gesamtbild zusammenfügen. Zu Beginn konzentriert sich die Handlung vor allem auf die Burg Hochhorst im Königreich Erkynland. Doch mit fortschreitender Handlung öffnet sich die Welt immer weiter: neue Figuren treten auf, neue Orte werden bereist, und die Geschichte spannt sich schließlich von den Bergen und Wäldern des Nordens bis hinunter in die südlichen Marschlande. Das Erzähltempo ist eher langsam, aber für ich nie langweilig. Obwohl sich Williams viel Zeit nimmt, passiert ständig etwas. Der Leser wird Schritt für Schritt tiefer in die Welt, ihre Geschichte und ihre Konflikte hineingezogen. Besonders ausführlich werden die unterschiedlichen Kulturen und ihre Geschichte und Traditionen vorgestellt. Sie geben der Welt von Osten Ard eine Tiefe und Vielfalt, die weit über das hinausgeht, was man in vielen (modernen) anderen Fantasyromanen findet. Immer wieder gibt es kleine Exkurse und Erzählungen am Rande der eigentlichen Handlung. Das mag nicht jedem gefallen, doch ich habe genau diese ausführliche Ausgestaltung sehr genossen. Was anfangs manchmal fast zu detailliert wirkte, entpuppt sich im Verlauf der Geschichte als wichtiges Fundament für die größere Handlung. Die Grundstruktur der Geschichte ist übrigens sehr klassisch: Ein junger, zunächst naiver Küchenjunge stolpert in eine größere Welt voller Gefahren und Geheimnisse. Simon wird auf seinem Weg immer wieder von anderen Figuren geführt und geprägt. Auch wenn manche Charaktere stereotypisch wirken und bekannte Fantasy-Motive aufgreifen, machen sie dennoch großen Spaß, besonders auch die Dialoge. Die Geschichte bietet Zauber – auch dunklen –, politische Intrigen, geheime Bündnisse und Verschwörungen, die nur darauf warten, aufgedeckt zu werden.
Das war wohl leider nichts. Nachdem ist bereits bis zu Teil 2 durchgehalten habe, weils dann angeblich besser wird muss ich ehrlich sagen: ne wirds nicht. Es ist sehr langatmig, zieht sich ab und zu sehr und naja, Beschreibungen über Beschreibungen und ratet mal... noch mehr Beschreibungen. Ist ja gut dass der Autor und die Welt näher bringen will, aber irgendwann reichts auch
6/5.
Mein zweiter Williams, zum zweiten Mal volle Punktzahl. Mindestens. Nachdem ich mit dem Prequel zu den großen Schwertern gestartet habe, bin ich jetzt mit ersten großen Band der Saga aus Osten Ard fertig geworden. Einfach nur großartig. Klassische High Fantasy und das meine ich ausschließlich positiv. Keine Romantasy, kein Spice; Jüngling mit Level 1 geht auf große Reise um seine Quest zur Rettung der Welt in Angriff zu nehmen. Und das so großartig geschrieben, die Charaktäre, das Worldbuilding. Weltklasse. Der nächste Band liegt bereit. Love it.
Für alle Fans von epischer High Fantasy ein Muss.
In diesem Buch versinkt man. Die Geschichte spannt ihre Fäden langsam und immer filigraner, bis sich der Knoten im großen Finale löst. Nur um sich schon wieder erneut zu verschlingen und den Cliffhanger zum nächsten Teil zu offenbaren. So wünsche ich mir einen epischen High Fantasy Schinken. Für den Herrn der Ringe ein würdiger Nachfolger. Zwischendurch gibt es Längen, ok, aber positiv betrachtet sind es Rhythmuswechsel, um dichte erzählerische Blöcke stärker zu machen. Ich kann das Buch nur empfehlen und befürchte, dass ich jetzt alle Teile dieser Tausendseiter lesen muss.
Auftakt in eine neue epische High Fantasy Reihe - und absolutes Herzensbuch 💙
"Nimm dir nie einen Ort als Heimat (...). Such dir eine Heimat in deinem eigenen Kopf. Das, was du dazu brauchst - Erinnerungen, Freunde, denen du vertrauen kannst, Liebe zum Lernen und anderes mehr -, wirst du schon finden (...). Auf diese Art wird deine Heimat dich begleiten , wohin es dich auch verschlägt. (S. 898) Wer meinen Inhalt hier in letzter Zeit verfolgt hat, hat vermutlich schon mitbekommen, dass ich den Auftakt dieser klassischen, epischen High Fantasy-Reihe aus dem Jahre 1988 (im Original) von der ersten Seite an ziemlich gefeiert habe. Für mich war der Start in die Reihe auch gleichzeitig meine High Fantasy "Wiedergeburt" und die Rückkehr ins Genre, nachdem ich mich längere Zeit aus privaten Gründen nicht mehr heran getraut hatte. Und beim barmherzigen Ädon, ich habe jede Seite verschlungen und genossen, als wäre es die letzte 💙 Es geht in diesem Buch um den schon recht betagten Hochkönig Johan, der bereits im Sterben liegt, sodass die Thronfolge des Drachenbeinthrons geklärt werden muss. Es entsteht ein Kampf der beiden Söhne von Johan, Elias und Josua. Und der junge Küchenjunge Simon gerät mitten in diesen Zwist hinein. Ein Kampf um die weitere Herrschaft der Welt Osten Ard entbrennt, und hierbei spielen nicht nur die Menschen eine Rolle, sondern auch die uralten Völker der Sithi und Nornen. Aber auch Trolle und Riesen begegnen uns in der Geschichte. Zunächst einmal ist es richtig, dass die Geschichte gemächlich beginnt und erst nach und nach an Fahrt aufnimmt. Das ist aber keinesfalls negativ, denn Williams' Schreibstil ist auf irgendeine Weise so zart, bildgewaltig und sensibel, dass ich jede Zeile genossen habe. Mir wurde gesagt, ich war selten so versunken in ein Buch, ich hatte so viel Kopfkino beim Lesen! Die Geschichte und die Charaktere haben mich absolut umgehauen. Startete anfangs alles noch ziemlich friedlich und unaufgeregt, nahm die Geschichte ab spätestens der Hälfte für mich unheimlich an Fahrt auf. Es kamen so unheimlich tolle, authentische Charaktere ins Spiel (wozu auch ein Troll gehört 💚). Womit das Buch für mich aber ganz besonders punktete und es für mich zu einem absolutes Highlight machten, war die unheimlich vielfältige und vielschichtige Mythologie und Geschichte in diesem Buch. Dabei geht es unter anderem um das Geheimnis der großen Schwerter, verschiedene Völker und alte Einwohner Osten Ards sowie verschiedenste Machtkämpfe um dieses Land. Aber auch phantastische Wesen kommen nicht zu kurz. Regelmäßig, in ruhigeren Stellen, wurde ein Lied über die Geschichte des Landes gesungen und das machte es für mich so wahnsinnig nahbar, als ob ich selbst mit dabei war! Fazit: ein absolutes Jahreshighlight für mich und aufgrund der vielen Szenen im Winter ein perfektes Winterbuch ❄️ Freue mich sehr auf die Folgebände 🥰

Detailreiche High Fantasy
📚 Rezension | Tad Williams – Der Drachenbeinthron 🐉 Ich hab mich ganz spontan an diesen Fantasy-Klassiker gewagt und wow, Der Drachenbeinthron ist wirklich ein Brocken! Tad Williams erschafft eine unglaublich detailreiche Welt voller Mythen, Magie und Machtspiele. Besonders das Worldbuilding hat mich beeindruckt. Osten Ard fühlt sich richtig lebendig an, als könnte man selbst durch die alten Hallen und dunklen Wälder wandern. 🌲✨ Aber ehrlich gesagt: an manchen Stellen war mir das Ganze etwas zu zäh. Der Einstieg zieht sich ziemlich, und es dauert, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt. 😅 Trotzdem bin ich froh, drangeblieben zu sein. Der Küchenjunge Simon wächst einem ans Herz, und die Welt entfaltet sich nach und nach zu einem richtigen Epos. Für alle, die epische High Fantasy lieben und sich gerne in dichte Welten verlieren, ist das Buch definitiv ein Muss. 💫 Für mich persönlich gab’s zwischendurch kleine Längen aber insgesamt hat es mir sehr gut gefallen.
Der betagte König Johan liegt im Sterben. Um die Thronfolge entbrennt ein hinterhältiger Kampf zwischen seinen Söhnen Elias und Josua. Da gerät ein einfacher Küchenjunge namens Simon mitten in die Auseinandersetzungen um die Herrschaft über Osten Ard. Zugegeben, die 15 Seiten Anhang und Karte haben mich erstmal schlucken lassen. "Das wird wohl eine Weile dauern bis ich mich hier zurechtfinde", dachte ich. Aber der Einstieg wird einem etwas vereinfacht dadurch, dass wir am Anfang den Großteil der Geschichte aus Simons Sicht sehen. Und glücklicherweise liegt es in Simons Natur sehr viele Fragen zu stellen, die ihm und damit auch dem Leser die Welt von Osten Ard und ihre Geschichte näher bringen. Simon selbst spielt für die Handlung oft eher eine passive Rolle. Daher haben mir die Stellen mit anderen Perspektiven oft besser gefallen, die vor allem im letzten Drittel deutlich zunehmen. Man muss beim Lesen schon ziemlich konzentriert sein oder regelmäßig den Anhang nutzen um nicht den Überblick über die vielen verschiedenen Orte, Charaktere und deren Beziehungen zueinander zu verlieren. Das hat mich manchmal etwas rausgebracht und den ein oder anderen Satz musste ich mehrfach lesen. Es handelt sich hierbei nicht um eine abgeschlossene Geschichte. Am Ende blieben einige meiner Fragen unbeantwortet, das wird sich beim Lesen der nächsten Bände hoffentlich noch klären. Fazit: klasse Einstieg in eine Fantasywelt, die Lust auf mehr macht
Der Drachenbeinthron ist ein herausragender Einstieg in die klassische High Fantasy und zugleich ein Werk, das die Gattung subtil weiterentwickelt. Der Roman gehört zur „Memory, Sorrow, and Thorn“-Reihe innerhalb der größeren Osten-Ard-Saga und bildet dort den ersten, bewusst langsam aufgebauten Grundstein eines weitreichenden epischen Erzählbogens. Was den Roman besonders auszeichnet, ist seine konsequente Orientierung an der Tradition großer Fantasy-Epen, während er gleichzeitig bereits Elemente modernerer Erzählweisen vorwegnimmt. Die Rezeption fällt entsprechend konstant positiv aus: Der Roman gilt als moderner Klassiker der High Fantasy, mit besonderer Stärke im Worldbuilding, in der atmosphärischen Dichte und in der Figurenentwicklung, auch wenn das langsame Erzähltempo häufig als Herausforderung beschrieben wird. Im Zentrum steht Simon, dessen Entwicklung vom Küchenjungen zum Protagonisten einer größeren historischen und mythischen Konfliktlinie nicht heroisch idealisiert, sondern psychologisch nachvollziehbar gestaltet ist. Gerade hier zeigt sich die Stärke des Romans: Simon ist kein funktionaler Auserwählter, sondern eine Figur mit echter innerer Unreife, Impulsivität und Identitätsunsicherheit. Seine Entwicklung lässt sich als klassische Coming-of-Age-Struktur lesen, die stark an Prozesse der Individuation erinnert – Reifung entsteht hier nicht durch Bestimmung, sondern durch Verlust, Erfahrung und Bruch mit der kindlichen Welt. Narrativ arbeitet das Buch mit klassischen Fantasy-Tropen – dem „lowborn hero“, der Prophezeiung, der Quest-Struktur und dem Kampf gegen eine uralte, mythische Bedrohung. Diese Elemente werden jedoch nicht bloß reproduziert, sondern in ein sehr bewusstes Spannungsfeld gesetzt: zwischen Alltagsrealismus im höfischen Leben und einer zunehmend mythischen, fast archaischen Welt darunter. Dadurch entsteht eine besondere erzählerische Dynamik, in der sich politische Intrige, persönliche Entwicklung und kosmische Bedrohung langsam ineinander verschieben. Was Tad Williams von vielen klassischen Fantasyautoren seiner Zeit unterscheidet, ist der ungewöhnlich starke Fokus auf die psychologische Innenwelt seiner Figuren. Unter der epischen Oberfläche von Prophezeiungen, Kriegen und alten Mächten erzählt Der Drachenbeinthron vor allem von Verlust, Unsicherheit, Macht, Trauma und Identität. Viele Figuren handeln nicht wie archetypische Fantasyhelden, sondern wie emotional belastete Menschen, die versuchen, mit Überforderung, Angst und Einsamkeit umzugehen. Gerade dadurch wirkt Osten Ard bis heute erstaunlich menschlich. Simon beginnt die Geschichte nicht als klassischer Held, sondern als unsicherer, verträumter Jugendlicher, der oft orientierungslos wirkt. Er zieht sich stark in seine Gedankenwelt zurück, verliert schnell den Fokus und wirkt auf andere häufig langsam, unreif oder unzuverlässig. Aus heutiger Perspektive lassen sich in seiner Figur durchaus Verhaltensmuster erkennen, die an inattentives ADHS erinnern könnten, wie z. B. starke Tagträumerei, Desorganisation, Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Selbstregulation, emotionale Reizoffenheit, Hyperfokus auf interessante Themen oder Personen sowie ein chronisches Gefühl, „nicht richtig zu funktionieren“. Dabei geht es weniger um eine klinische Diagnose als um eine literarisch interessante Lesart. Simon wirkt nicht wie ein kompetenter Wunschfantasie-Held, sondern wie ein psychologisch realistischer Jugendlicher mit geringem Selbstwertgefühl und starker innerer Unsicherheit. Seine Entwicklung besteht deshalb weniger aus klassischem Machtzuwachs als aus langsamer Identitätsbildung. König Elias gehört zu den komplexesten Figuren des Romans. Er erscheint nicht einfach böse, sondern zunehmend psychisch destabilisiert. Sein Verhalten erinnert stellenweise an depressive Symptomatik, paranoides Denken, narzisstische Kränkung, emotionale Isolation und destruktive Verlustangst Besonders die Beziehung zu seinem Bruder Josua ist zentral. Hinter vielen politischen Entscheidungen stehen ungelöste familiäre Konflikte, Konkurrenz und das Gefühl, weniger geliebt oder weniger geeignet zu sein. Dadurch entsteht der Eindruck eines Herrschers, der innerlich zerfällt und dessen persönliche Krisen eine ganze Welt destabilisieren. Pryrates verkörpert emotionale Kälte und Machtmissbrauch in fast reiner Form. Er zeigt fehlende Empathie, manipulative Kontrolle, instrumentelles Denken, sadistische Tendenzen sowie emotionale Entmenschlichung anderer Menschen. Anders als viele moderne Fantasy-Antagonisten wird er dabei nicht romantisiert oder glamourisiert. Er wirkt nicht faszinierend dunkel, sondern genuinely verstörend. Binabik bildet den psychologischen Gegenpol zu vielen anderen Figuren. Während große Teile der Welt emotional zerfallen, wirkt er stabil, reflektiert und integriert. Er zeichnet sich aus durch hohe Selbstregulation, Geduld, sichere Bindungsfähigkeit, emotionale Reife und moralische Klarheit ohne Fanatismus. Dadurch erscheint er fast „weise“, obwohl seine Stärke eigentlich in psychischer Stabilität liegt. Nahezu alle wichtigen Figuren erleben Verlust von Heimat, Sicherheit, Tod nahestehender Menschen, politische und soziale Instabilität und Identitätskrisen. Osten Ard wirkt deshalb wie eine Welt im kollektiven psychischen Ausnahmezustand. Der Roman erzählt weniger von Gut gegen Böse als davon, wie Menschen auf den Zusammenbruch stabiler Ordnung reagieren. Die Figuren entwickeln unterschiedliche Bewältigungsstrategien wie Rückzug, Gewalt, Fanatismus, Verdrängung, Loyalitätssuche und Kontrollbedürfnis. Gerade diese psychologische Glaubwürdigkeit macht die Geschichte bis heute bemerkenswert modern. Trauer, Machtverlust und kollektive Unsicherheit durchziehen die Handlung ebenso wie individuelle Angst vor dem Unbekannten. Besonders stark ist die Darstellung von Erinnerung als identitätsstiftendem und zugleich belastendem Prinzip – Geschichte ist hier nie neutral, sondern prägt Wahrnehmung, Macht und Selbstbild. Aus feministischer Perspektive ist das Werk ambivalent zu lesen. Es bleibt klar in einem klassischen, männlich dominierten Fantasy-Modell verankert, in dem Machtstrukturen und Hauptperspektiven überwiegend männlich codiert sind. Gleichzeitig zeigen Figuren wie Miriamele bereits eine deutliche Bewegung innerhalb dieser Strukturen: Sie widersetzt sich Kontrolle, entwickelt eigene Handlungsmacht und bricht zumindest teilweise mit traditionellen Rollenmustern. Der Roman ist damit kein explizit feministischer Text, aber auch kein eindimensional konservatives Werk – vielmehr ein Übergangstext innerhalb der Fantasy-Entwicklung. Von Der Herr der Ringe übernimmt das Werk vor allem die Grundstruktur der epischen Quest-Fantasy: eine kleine, zunächst unbedeutende Figur wird in einen größeren Konflikt hineingezogen, der weit über ihre persönliche Welt hinausgeht. Ähnlich wie bei Frodo steht auch bei Simon das Motiv der unfreiwilligen Berufung im Zentrum. Zudem finden sich klare Parallelen in der Anlage der Welt als „Secondary World“ mit tiefen historischen Schichten, alten Völkern und einer mythisch aufgeladenen Vergangenheit. Figuren wie Binabik erinnern in ihrer Mentor-Funktion und moralischen Klarheit stark an archetypische Tolkien-Figuren wie Gandalf, auch wenn sie weniger überhöht und stärker erdverbunden wirken. Gleichzeitig weist der Roman deutliche Vorläufer dessen auf, was später in Game of Thrones populär wurde. Besonders die politische Struktur von Osten Ard mit seinen Machtkämpfen am Hof, Intrigen, religiösem Einfluss und fragiler Thronfolge erinnert an die komplexen Herrschaftsverhältnisse von Westeros. Figuren wie Prinz Josua oder Elias tragen bereits Züge moralischer Ambivalenz und politischer Verstrickung, die man später auch bei Charakteren wie Stannis Baratheon oder Robb Stark wiederfindet. Auch die Grundidee eines „zurückkehrenden uralten Königs“ bzw. einer mythischen Bedrohung unter der Oberfläche der politischen Ordnung hat strukturelle Parallelen zu den White Walkern und der Wiederkehr vergessener Geschichte in George R. R. Martins Welt. In gewisser Weise steht Der Drachenbeinthron damit genau zwischen diesen beiden Polen: Es bewahrt die mythische Klarheit und archetypische Struktur von Der Herr der Ringe, während es gleichzeitig bereits die moralische Grauzone, politische Komplexität und Figurenambivalenz vorwegnimmt, die Game of Thrones später ins Zentrum der modernen Fantasy rücken sollte. Fazit: Insgesamt ist Der Drachenbeinthron ein außergewöhnlich stark konstruierter, atmosphärisch dichter und thematisch vielschichtiger Roman, der bewusst langsam erzählt wird, um eine komplexe Welt und tiefgreifende Figurenentwicklung aufzubauen. Seine Stärke liegt in der Verbindung klassischer epischer Fantasy mit einer psychologisch ernsthaften Charakterzeichnung und einem spürbaren Interesse an Erinnerung, Macht und Identität. Ein Werk, das nicht durch schnelle Effekte überzeugt, sondern durch Tiefe, Konsequenz und langfristige erzählerische Wirkung – und genau deshalb seinen Status als moderner Klassiker verdient.
Spannend, fesselnd und ein Muss für Fantasy-Fans :3
Die Geschichte von Simon, einem Küchenjungen auf seinem Weg zu wahrer Größe. Es ist das 1 von 4 Büchern und meiner Meinung nach auch der Teil der sich für Einsteiger in die Reihe am phasenweise zähesten lesen lässt. Aaaaber das durchlesen wird sich auf jeden Fall lohnen \o/ Es ist ein Buch voll fesselnder Spannung, prickelndem Abenteuer und herzwärmender Freundschaft. Meine absolute Empfehlung an jeden der gerne mal gedanklich in andere Welten abtaucht. Es kann durchaus passieren, dass man beim Lesen die Zeit total vergisst und gerne mal ne Nacht durchliest :3 Allen die sich dazu entscheiden ein frohes Lesen und eine schöne literarisch-gedanklich-fantastische Reise durch Osten Ard :D
Spannend und in wundervollen Bildern erzählt.
"Weder Krieg noch gewaltsamer Tod haben irgendetwas Erhebendes, und doch sind sie die Kerze, in welche die Menschheit immer wieder hineinfliegt, so ungerührt wie die gemeine Motte. Wer je auf einem Schlachtfeld gewesen ist und sich von allgemein verbreiteten Vorstellungen nicht blenden lässt, wird bestätigen, dass die Menschheit auf solchem Boden eine Hölle auf Erden geschaffen hat, und zwar allein aus Ungeduld - und anstelle der echten Hölle, in der, wenn denn die Priester recht haben, die meisten von uns am Ende ohnehin landen werden." Mit "Der Drachenbeinthron" beginnt Tad Williams Osten Ard-Buchreihe "Das Geheimnis der großen Schwerter". Übersetzt aus dem Amerikanischen von Verena C. Harksen. Auf 979 Seiten erzählt Williams die Geschichte um den jungen Küchenjungen Simon, der nach dem Tod des alten Königs Johann Presbyter in die Auseinandersetzungen rund um die Herrschaft über Osten Ard hineingezogen wird. Nach einigen unschönen und unglaublichen Ereignissen in der Burg, muss Simon durch ein immer gefährlicheres Osten Ard flüchten. Sein Weg führt ihn nach Naglimund, wo er zusammen mit Prinz Josua, dem Troll Binabik und einigen Getreuen des Prinzen einen Rat abhält und beschließt die Schreckensherrschaft von König Elias zu beenden. Dieser hat sich nämlich mit dem Sturmkönig Ineluki verbündet und laut der alten Schriften können nur die drei großen Schwerter "Dorn", "Leid" und "Minneyar" die Rückkehr besagten Sturmkönigs, der Leid und Unheil über Osten Ard bringen wird, verhindern. Doch auch die Gegenseite will diese Schwerter ... Bereits letzten Monat habe ich die Vorgeschichte "Die Brüder des Windes" gelesen und ich muss sagen, dass es gut war sie vorher gelesen zu haben. Denn so kannte ich schon die Hintergründe Inelukis und kann mir vorstellen, wie Ineluki überhaupt zu dem besagten Sturmkönig wurde. Was für mich wirklich wertvoll war. Nun geht die eigentliche Geschichte im "Drachenbeinthron" los und ich bin wahrhaftig hin und weg. Tad Williams lässt mit seinen Beschreibungen eine atemberaubende, wunderschöne Welt entstehen und zaubert mich mitten hinein in dieses Abenteuer. Ein Abenteuer, das mein Fantasyherz berührt und ganz weit öffnet, denn klassische, epische High-Fantasy mit einer Heldenreise à la "Herr der Ringe" haben heutzutage ja leider Seltenheitswert. Daher bin ich in dieser Geschichte voll und ganz aufgefangen. Williams' Schreibstil ist ganz wundervoll und sehr bildlich und die Übersetzerin hat ihr wirklich einen großartigen Job gemacht und tolle Worte gewählt, die der Geschichte etwas Wichtiges und Erhabenes verleihen. Ein großartiger, spannender Auftakt, der mich neugierig auf mehr macht.

Ein langsamer Einstieg in die Reihe. Wir begleiten Simon, der eine ganz fantastische Entwicklung von einem "Mondkalb" zu einem aufgeweckten Jugendlichen macht. Anfangs noch von vielen in seinem Umkreis als einfältig abgestempelt, findet aber im Verlauf der Handlung Freunde und Unterstützer. Mir gefällt besonders, dass man einen Einblick in den Alltag der einzelnen Personen bekommt und die Handlung langsam voranschreitet. Allgemein habe ich den Eindruck einen langen Prolog für die eigentliche Story gelesen zu haben und dass es jetzt erst richtig losgeht. Ich bin definitiv gespannt, wie es weitergeht!
📖 Der Drachembeinthron von Tad Williams 📖 Hoppala, da habe ich was angefangen! Einige von euch kennen bestimmt schon Osten Ard und die meisten davon wissen bestimmt viel genauer als ich, wie viele Bücher in dieser Welt noch auf mich warten 😅 aber wisst ihr was? Ich freue mich darauf. Auch wenn ich kein Freund von ausschweifenden Erzählungen bin, der gute Herr Williams allerdings schon, hat mir das Buch sehr gut gefallen! Die Welt, die Charaktere, die Geschichte… einfach klasse! Zur Geschichte gibt es nicht viel zu sagen. Der junge, ungeschickte Simon begibt sich mehr oder weniger unfreiwillig auf eine Reise um…. Naja, um halt die Welt zu retten, wie das in High Fantasy Romanen nun mal gang und gäbe ist 🤣 dabei findet er Freunde und Feinde. Auch das kennen wir zur Genüge. Aber trotzdem ist es… anders. Das Buch - oder viel eher die Welt - hat eine ganz besondere Atmosphäre, die einen dazu einlädt, immer wieder vorbei zu schauen und neue Landstriche zu entdecken. Ich weiss jetzt schon, dass es eine Welt ist, die ich gerne wieder besuchen werde. Und ich freu mich darauf, mich wieder mit Simon auf die grosse Reise zu begeben.

𝐃𝐞𝐫 𝐃𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧𝐛𝐞𝐢𝐧𝐭𝐡𝐫𝐨𝐧 ist Band 1 in der ersten Unterreihe von Osten Ard, nämlich DAS GEHEIMNIS DER GROSSEN SCHWERTER. Geschrieben in den 1980er Jahren gehört es wohl mit zu den Fantasyklassikern, ein episches Abenteuer nach alter Schule. Schon lange wollte ich es gelesen haben, um zu verstehen, warum George R. Martin oder Brandon Sanderson meinen, diese Bücher rund um Osten Ard hätten sie für ihre Werke inspiriert. Nun habe ich es gelesen und verstehe. Wir begleiten den Jungen Simon, der als Küchenjunge in einer Burg aufwächst und natürlich kein normaler Junge ist, nur weiss er das noch nicht. Nach dem Tod des alten Königs bricht das Reich auseinander. Nicht nur politisch wird es unübersichtlich und kriegerisch, sondern auch dunkle magische Kräfte, die lange verborgen schienen, zeigen sich in Osten Ard und Simon muss seinen Weg gehen . Und damit haben wir klassische Wohlfühl-Highfantasy mit epischem Ausmaß. Der Erzählstil ist langsam, sehr detailliert, ein bischen wie DAS RAD DER ZEIT - nur besser! Man braucht definitiv Geduld beim Lesen, kann dafür aber abtauchen in eine fantastische große Welt. Dies ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss. Mich hat Tad Williams gewonnen und ich freue mich darauf, wie es weitergeht.
Ich habe eine neue Fantasy-Buchliebe 📚⚔️♥️
Ich habe eine neue Fantasy-Buchliebe 📚⚔️♥️ „Bücher sind Magie, weil sie Zeit und Raum sicherer umspannen als alle Zaubersprüche und Wundermittel.“ S. 124 Warum habe ich bisher eigentlich noch nie etwas von Tad Williams gelesen? Die „Das Geheimnis der großen Schwerter“-Reihe steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Dank @ox , die einen Reread gestartet hat, habe ich nun endlich zum ersten Band gegriffen - und bin total begeistert! Kritische Stimmen zu der Reihe gibt es schon auch ein paar, die sagen, die Bücher seien so ausschweifend. Und ja, das stimmt zwar, aber mögen wir Fantasy-Leser nicht genau das? Lesen wir nicht Fantasy, um in eine neue fantastische Welt eingeladen zu werden, deren Bräuche und Geschichte langsam kennenzulernen, mit den Charakteren ihren Alltag zu bestreiten und sich dann gemeinsam auf in große Abenteuer zu machen? Und genau das schafft Tad Williams meiner Meinung nach mit Bravour. Sprachlich ein Traum, mit vielen Bildern und Metaphern, um die Welt mit allen Sinnen erleben zu können. Die Geschichte entwickelt sich langsam, ja, und es gibt auch immer mal ruhigere Passagen, dennoch merkt man schon bald, welch episches Ausmaß sich hier zusammenbraut und dann geht es auch richtig zur Sache 😄👌 Ich freu mich sehr, endlich nach Osten Ard gefunden zu haben und geh hier auch so schnell nicht wieder weg 🤭 Absolute Empfehlung von mir - 5 Sterne ⭐️ Kennt ihr die Reihe? 📚

Etwas langatmiger Beginn einer klassischen Heldenreise irgendwo zwischen Low und High Fantasie...also mittel Fantasie gibt es sowas? Wer weis.
Das Buch nimmt sich sehr viel Zeit unseren Hauptcharakter und dessen aussen ubd selbstwahrnehmung zu beleuchten und schafft es recht gut den liebenswürdigen Trottel darzustellen. Leider nimmt diese Charaktererstellung den großteil des ersten Bandes ein so das die tatsächliche Reise des Charakters erst bei etwas über der Hälfte des Buches beginnt. In fast von tolkienesker Manier erfahren wir über viele Seiten durch die Augen des sich leicht ablenkend lassenden Hauptcharakters epische Legenden doch leider ohne tatsächlichen Kontext. Alles in allem ein oker start für eine Serie
Die Quälerei durch den ersten Abschnitt lohnt sich!
„Der Drachenbeinthron“ ist der erste Band der epischen Fantasy-Reihe „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ von Tad Williams, die zu den Klassikern des Genres zählt und bereits viele namhafte Autoren inspiriert hat. Der Autor führt uns durch die faszinierende Welt von Osten Ard, die von Menschen und anderen fantastischen Wesen bewohnt wird. Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Küchenjunge Simon, der in die Machtkämpfe um den Thron des sterbenden Königs Johan verwickelt wird und sich auf eine abenteuerliche Reise begibt, um das Geheimnis der legendären Schwerter zu lüften. Ich muss zugeben, dass ich mich mit dieser Art von Fantasy eher schwer tue, weil die Bücher sehr umfangreich sind und gerne mal Passagen in die Länge gezogen werden. So war es auch bei „Der Drachenbeinthron“, bei dem sich der Anfang sehr in die Länge zieht, weil man als Leser Stück für Stück in die Welt von Osten Ard eingeführt wird. Aber je mehr ich las, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Der Schreibstil von Tad Williams ist zwar sehr ausschweifend, aber auf der anderen Seite auch sehr flüssig und bildhaft. Es gelingt ihm, den Leser in die Welt von Osten Ard zu entführen, die er mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat. Viele Metaphern, Vergleiche und Anspielungen machen seine Sprache lebendig und originell. Und nicht nur das: In Osten Ard gibt es auch fiktive Sprachen, die Williams treffend vermittelt. An keiner Stelle hat man das Gefühl, er habe einfach in die Tasten gehauen und genommen, was herauskam. Im Gegenteil, es wirkt sehr durchdacht und rund. Man erlebt die Geschichte nicht nur aus der Sicht des Protagonisten Simon, denn der Autor wechselt geschickt zwischen verschiedenen Perspektiven und Erzählsträngen, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Konzentriert sich die Handlung anfangs noch auf die Burg Hochhorst in Erkynland, so weitet sie sich immer mehr aus, bezieht immer mehr Personen mit ein und erstreckt sich über die Berge und Wälder des Nordens bis in die südlichen Marschlande. Der Aufbau der Welt ist absolut grandios und in sich schlüssig, zusammen mit der jahrhundertealten Geschichte der in ihr lebenden Bewohner. Neben den Menschen gibt es auch Trolle, Riesen und andere Wesen, die zwischen den Mythen und der Zeit in den Hintergrund getreten sind, vor allem, weil die meisten von ihnen als gefährliche und lebensbedrohliche Kreaturen in Erinnerung geblieben sind. Die nichtmenschlichen Völker und Kreaturen waren es auch, die mich am meisten interessiert haben, so dass ich allein schon wegen ihnen weitergelesen hätte. Aber auch die anschaulichen Beschreibungen, mit denen der Autor mir diese Welt vor Augen geführt hat, seien es die Persönlichkeiten der Figuren, die Besonderheiten von Orten oder Gegenständen, aber auch die Landschaft und die Zusammenhänge der schicksalhaften Ereignisse, haben mich sehr begeistert. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie Tad Williams eine so komplexe und vielfältige Welt erschaffen hat. Die Figuren sind sehr glaubwürdig und sympathisch, insbesondere der Protagonist Simon, der eine enorme Entwicklung durchmacht. Er entwickelt sich von einem naiven und tollpatschigen Küchenjungen zu einem mutigen und cleveren Helden, der viele Herausforderungen meistert. Begleitet wird er dabei von einer Reihe toller Charaktere, mal menschlich, mal nicht, die genauso gut ausgearbeitet sind wie Simon selbst. An manchen Stellen fehlte mir lediglich ein tieferer Einblick in die Charaktere, aber diese Distanziertheit ist wohl typisch für einen Heldenepos. „Der Drachenbeinthron“ ist ein spannender und vielschichtiger Roman, der auch mich mit seiner detailreichen Welt, den lebendigen Charakteren und der packenden Erzählweise begeistern konnte. Wer epische Fantasy mag und bereit ist, sich durch den langen Anfang zu kämpfen, bekommt hier eine wirklich gute Geschichte geboten.
Eine Interessante Story mit tollen (und vor allem sehr vielen) Charakteren. Leider zieht sich die Geschichte an manchen stellen, weswegen es einen Stern weniger gab. Besonders am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten in die Geschichte abzutauchen, bin aber froh, dass mir das gelungen ist, denn es lohnt sich dieses Buch zu lesen.
Epische High Fantasy
Eine fantastische Geschichte, die einen total in den Bann zieht. Die Story ist sehr gut aufgebaut; eine atemberaubende, wunderschöne Welt. Williams' Schreibstil ist bildgewaltig und einfach qualitativ wundervoll - viel Liebe zum Detail. Die Bücher/ Buch sind sehr umfangreich und einige Passagen sind gerne mal in die Länge gezogen, weil man als Leser Stück für Stück in die Welt von Osten Ard eingeführt wird. Aber je mehr ich las, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Man erlebt die Geschichte nicht nur aus der Sicht des Protagonisten Simon, denn der Autor wechselt geschickt zwischen verschiedenen Perspektiven und Erzählsträngen, die sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Die Figuren sind sehr authentisch dargestellt und gerade Simon macht eine enorme Entwicklung im Verlauf der Geschichte durch. Eine absolute Empfehlung für alle die epische und sehr umfangreiche High Fantasy Geschichten mögen
Hat sich sehr gezogen, aber hat sich gelohnt
Der Drachenbeinthron ist eine der epischsten Geschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Worldbuilding im ganz großen Stil und liebenswerte Charaktere vom feinsten. Trotzdem hat sich die erste Hälfte meiner Meinung nach zu sehr gezogen, als dass ich 5 Sterne vergeben könnte.
Reihenauftakt ganz nach meinem Geschmack
Das ist der Start zu einem großen und fantastischen Epos. Das Worldbuilding startet relativ langsam und unser Protagonist ist bei weitem nicht perfekt. Doch beides entwickelt sich außergewöhnlich toll zu einem grandiosem Ende. Für Fantasy-Liebhaber sehr zu empfehlen.

Ein neuer Epos hat für mich begonnen mit einer unfassbar schönen Welt!
Wenn man mal davon absieht, daß wir diesen riesen Wälzer tatsächlich im August begonnen haben und heute der Oktober anfängt, könnt ihr euch vorstellen, wielange wir für einen oder zwei Abschnitte immer gebraucht haben. Die Welt ist so etwas von komplex, das man dies nicht mal schnell zum Feierabend weg liest, sondern der Leser sich richtig konzentrieren muss. Zum einen liegt das an den Namen (eventuell keltischer Natur) und sicherlich an den ganzen Verbindungen und Bezügen, die ich mir in meinem Alter nicht mehr merken kann... 😅 Es fiel mir unglaublich schwer zu merken, wer wie zu wem steht und was das für eine Auswirkung auf die Politik haben könnte... 🥴 Aber das wäre auch der einzige Kritikpunkt, was für mich keiner ist. Denn liegt es nicht in der Intention eines Autors, das man sich mit dem Buch beschäftigt und es genießt. Nur so kann man die wahrscheinlich jahrelange Arbeit würdigen und deshalb jetzt noch etwas Schwärmerei. Die Figuren waren mir sehr sympathisch und ich musste oft über Witz und Belanglosigkeiten lachen. Die Welt und die Natur sind so wunderbar beschrieben, das man es am liebsten selbst sehen und entdecken würde. Kleine Überraschungen hält es in jedem Fall bereit, egal ob man die Lebewesen oder den Verlauf meint. Und nicht zu vergessen dieses wohlige Gefühl das es noch so viel zu entdecken gibt und man sich einfach nur auf die Folgebände freut.

So viele Namen.🤯
Man merkt definitiv, dass dieses Buch schon älter ist, aber deshalb ist Der Drachenbeinthron definitiv trotzdem ein geniales Buch. Okay zugegeben - man sollte sich von umfangreichen epischen Fantasyreihen nicht abschrecken lassen. Aber wenn man damit keine Probleme hat, wird man mit dieser Reihe absolut glücklich. Dieses Buch ist wirklich einfach klassische epische Fantasy, ohne Romance oder irgendwelchen Schnickschnack, was auch wirklich mal wieder sehr erfrischend ist, besonders bei der aktuellen Marktlage. Ich muss aber wirklich sagen, dass mir von den ganzen Namen, Orten etc. wirklich das Hirn brennt. Aber ich bin schon sehr auf den Rest der Reihe gespannt.
„Der Drachenbeinthron“ ist ein Fantasyroman von Tad Williams. Dies ist der erste Teil aus „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ und in der fiktiven Welt Osten Ard angesiedelt. Erschienen ist der Roman erstmals 1997, im März 2017 kam die Neuauflage im Klett-Cotta-Verlag heraus. Der alte König Johan Presbyter stirbt und sein Sohn Elias übernimmt die Macht in Osten Ard. Geheimnisvolle und unerklärliche Dinge passieren daraufhin im Reich, wofür unter anderem auch der Nabbanai-Priester Pryrates, ein Berater des neuen Königs, mit verantwortlich gemacht wird. Als Josua, der Bruder des Königs, verschwindet, wird der Küchenjunge und Schüler Doktor Morgenes in die Geschichte mit hineingezogen. Nach einer waghalsigen Rettung muss er vom Hochhorst fliehen und eine abenteuerliche Reise beginnt. Da ich bei Bloggern, auf twitter und auch durch eine ehemalige Kollegin viel Gutes vom Tad Williams gehört habe, dachte ich mir, dass die Neuauflage ein guter Zeitpunkt ist, um in die Reihe „Das Geheimnis der Großen Schwerter“ einzusteigen. Den Schreibstil empfand ich angenehm zu lesen, auch wenn mir dieser zwischendurch zu ausschweifend war. Die Geschichte konnte so teilweise nicht richtig vorankommen und die Beschreibungen waren mir zu ausführlich. Auch die Geschichte an sich wies für mich teilweise einige Längen auf. Mal plätschert die Geschichte so vor sich hin, um dann zwischendrin richtig spannend zu werden, so dass man den Atem anhalten muss. Ein bisschen hat mich das Ganze auch an Game of Thrones erinnert und wie ich gelesen habe, hat sich George R. R. Martin auch von dieser Reihe dazu inspirieren lassen. Die wirkliche Bedrohung wird nicht richtig klar und scheint in dem sich anbahnenden Krieg unterzugehen. Man merkt, dass sich seit dem Tod König Johans und der Machtübernahme durch seinen Sohn etwas Dunkles anbahnt, aber was das genau ist, kann man nicht wirklich greifen. Mit Fortschreiten der Geschichte werden aber immer mehr Puzzleteile enthüllt, so dass man unbedingt mehr erfahren möchte. Die Fantasyelemente in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen. Die Monate heißen Maia, Juniver oder Novander. Es gibt Wochentage wie den Drorstag oder Länder namens Ijsgard. Auch die Bräuche sind an Bräuche aus der echten Welt angelehnt. So gibt es zum Beispiel ein Maia-Baumfest und auch der Glaube an Usires Ädon kommt einem vage bekannt vor. Es hat vor langer Zeit mal Drachen gegeben. Es gibt Wesen wie Sithi, Trolle oder Rimmersgarder. Gerade diese Ähnlichkeit zu unserer Welt finde ich sehr gelungen. Es macht die Geschichte für mich greifbarer und besser vorstellbar. Mit den Personen aus dem Buch habe ich auch mitgefiebert und bin ihnen gerne auf ihren Abenteuern gefolgt. Simon macht eine ganz starke Entwicklung in diesem Buch durch. Anfangs als Mondkalb und Tollpatsch bekannt, der nichts wirklich hinbekommt, muss er auf seiner Reise über sich selber hinauswachsen und erwachsen werden. Zwischendurch verfällt er allerdings immer mal wieder ins trotzig kindische, was ich ihm gerne verzeihe, da er in dem Buch eben auch erst 15 Jahre alt ist. An seiner Seite hat er sehr weise Freunde wie Doktor Morgenes und Binabik mit seinem Wolf Quantaqa. Auch eine kleine Liebesgeschichte für unseren Helden Simon darf natürlich nicht fehlen und auch diese Person hat es faustdick hinter den Ohren. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Gespann, das sich da aufmacht, um das Reich Osten Ard zu retten. Abgerundet wird der Roman durch ein ausführliches Personenverzeichnis und Glossar der wichtigsten Orte und Begriffe sowie einer Karte von Osten-Ard. Fazit: Unterhaltende High Fantasy mit tollen Fantasy-Elemente, die gerade mit dem spannenden Schluss für den nächsten Teil zu begeistern weiß. 3,5 Sterne, da es zwischendrin doch die ein oder andere Länge gab.
Ich liebe Fantasy. Aber manchmal frage ich mich, wieso eigentlich. Wenn wieder ein Buch unglaublich lang ist und die Seiten nur zäh verfliegen, wenn wieder ein unglaublich kompliziertes Gerüst aus Folklore und Vorgeschichte gesponnen wird mit einer erfundenen Sprache in den Mix geworfen und ich jeden Tag aufs Neue, wenn ich zu lesen beginne, den Faden verloren habe. Ich weiß natürlich wieso. Für die Perlen, für die George Martins, für die Brandon Sandersons, für die Werke, die mich verblüffen und fesseln, die mich staunen lassen und verzaubern. Leider war dieses Buch keine dieser Perlen. Das ist mein zweiter Versuch mit Tad Williams, über den man ja doch recht viel Lob hört. Er spinnt ohne Zweifel eine epische Geschichte hier über Osten Ard, zerrissen durch den Zwist zweier Brüder, Königssöhne, von denen einer die Krone erbt und das Land ins Verderben stürzt. Leider bleibt mir über ihn auch nicht viel mehr zu sagen, seine Motive und Hintergrundgeschichte sind sehr, sehr vage - vielleicht kommen sie noch in einem Folgeband? Hier war dafür leider kein Platz. Stattdessen brauchte es das erste Drittel des Buches, um Simon einzuführen, einen unausstehlichen, nervigen und ätzenden Jungen, der für alles zu faul und ungezogen ist und dessen Gedanken der Leser erst mal seitenlang folgen muss, bevor er auch nur einen Charakter kennenlernt, der irgendwie interessant ist. Toll, Herr Williams, Sie haben mit Simon wirklich einen lebensechten Charakter geschaffen. Nämlich den, den man sofort wieder loswerden will. Gut gemacht. Als weniger geduldige Leserin wäre ich schon längst weggewesen, aber da ich noch die Folgebände hier habe, wollte ich dem Ganzen noch eine Chance geben und ergründen, wieso es eigentlich so gelobt ist. Zum Glück bekommt Simon irgendwann ein paar Reisegefährten, die etwas sympathischer sind. Zwar war mir bei Binabik nie klar, ob er jetzt eigentlich gestelzt oder fehlerhaft reden sollte (vielleicht auch schlechte Übersetzung?), aber er und seine Wölfin waren wenigstens mal was anderes. Ihm ist überhaupt zu verdanken, dass ich es in Erwägung ziehe, weiterzulesen. Nicht sofort, und bis es soweit ist, habe ich vermutlich alle ach so wichtigen politischen Details vergessen, die ständig mit wechselnden Charakteren als kurzzeitigen POVs eingestreut werden. Auch egal, ich habe sie auch hier oft überflogen. Im Endeffekt 2,5 Sterne. Es war etwas mehr als okay, aber es hat mir nicht unbedingt gut gefallen und ich verstehe leider immer noch nicht, warum Tad Williams' Name manchmal fällt, wenn man über gute Fantasy-Autoren redet. Da lese ich lieber noch mal die gesamte Reihe von Terry Goodkind, der zwar ein Meister des Überflüssigen und der Langatmigkeit ist, aber dessen Mythologie etwas einfacher zugänglich ist und im Kopf bleibt.
Als ich dieses Buch angefangen habe, wusste ich nicht das es meine Lieblingsfantasiesaga werden wird. Ja , natürlich muss man sich erstmal durch die ganze Vorgeschichte quälen, aber es lohnt sich so dermaßen. Alles fängt halt so an. Man muss Simon erstmal als Küchenjunge erleben, die ganzen Zusammenhänge der Orte und Namen begreifen um das ganze zu verstehen. Alle Bände danach haben mich einfach so in diese Welt eintauchen lassen. Es ist oft so lustig , dann wieder absolut spannend und manchmal traurig. ♥️
Qualvolle Wanderung auf zu vielen Seiten
Williams, Tad Der Drachenbeinthron / Das Geheimnis der Großen Schwerter Bd.1 weniger gut Der Drachenbeinthron Wie wunderbar, liebevoll und detailliert doch die Welt von Osten Ard beschrieben ist. Mann meint das Leben vom Simon Mondkalb, in den Gesindeküchen und auf den Zinnen der riesigen Burg Hochhorst leibhaftig zu erleben. Bei den ersten 240 Seiten war es so, als würde ich nach Hause kommen, wenn ich dieses Buch aufschlug. Doch mit dem Beginn der Flucht von Simon nach Naglimund wandelte sich die wunderschöne Erzählung in eine triste Wanderung mit viel Leid, noch mehr Intrigen und noch viel mehr Personen mit unaussprechlichen Namen. Trotz einiger Lichtblicke in der Handlung, war leider alles ein bisschen zäh. Nach Seite 750 und noch mehr Leid und noch viel mehr Personen mit unaussprechlichen Namen, habe ich vollends die Lust an diesem Roman verloren. Ich wollte nur noch wissen , wie das Buch ausgeht. Doch oh Graus, das Buch ist in sich nicht abgeschlossen, sondern hinterlässt dem Leser drei weitergehende Erzählstränge, die in den drei nachfolgenden Bänden weiter erzählt werden. Sorry, aber ohne mich.
Mir hat dieser erste Band sehr gut gefallen! Die Geschichte besteht aus 3 Teilen. In dem ersten Teil passiert nicht viel. Das World building wird aufgebaut und das Leben von Simon im Schloss beschrieben. Tad Williams beschreibt alles in Ruhe. Also vielleicht nicht so geeignet für Leser, die darauf warten, dass schnell etwas passiert. Dafür waren dann Teil 2 und 3 sehr ereignisreich und ich konnte das Buch kaum weglegen... Am Anfang hatte ich Probleme mit der Sprache von Tad Williams. Ich denke das liegt an seiner Art zu schreiben und wie das wirkt, wenn es ins Deutsche übersetzt wird. Zum Teil habe ich das englische Original gelesen. Ich fand man konnte es flüssiger lesen, dafür war es vom Vokabular für mich etwas schwierig. Am Ende habe ich gelesen und das Hörbuch, das von Andreas Fröhlich gelesen wird, gehört. Ich kann das Hörbuch wärmsten empfehlen!


















































