Der Chinese
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Description
Eine subtile Gesellschaftsanalyse, ein spannend erzählter Krimi - die bewährte Mankell-Mischung. Wenn Axel Milberg liest, spürt man unter der Oberfläche der Krimihandlung immer auch die leise Bedrohung einer großen, dunklen Gefahr.
(Laufzeit: 8h 29)
Book Information
Author Description
Henning Mankell wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in über 40 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.
Posts
Das fehlende rote Band 🇨🇳🏮🎐
Ich habe das Buch Der Chinese von Henning Mankell geschenkt bekommen – der Klappentext klang auf jeden Fall ziemlich spannend und vielversprechend. Umso größer war dann aber leider die Enttäuschung nach dem Lesen. Der Einstieg ins Buch ist noch recht fesselnd und macht neugierig auf die Geschichte. Man hat das Gefühl, dass sich hier ein wirklich spannender Thriller entwickeln könnte. Allerdings verliert sich das Ganze im Mittelteil zunehmend. Die Handlung zieht sich stellenweise extrem in die Länge, ohne dass dabei wirklich viel passiert. Es wirkt oft zäh und wenig mitreißend. Erst gegen Ende wird es wieder etwas spannender, aber das kann den Gesamteindruck leider nicht mehr wirklich retten. Insgesamt fehlte mir einfach die durchgehende Spannung und der rote Faden, der mich wirklich gepackt hätte. Auch der Schreibstil hat es mir nicht leicht gemacht. Die vielen kurzen, teilweise abgehackten Sätze wirkten auf Dauer eher störend, und die häufigen Wiederholungen haben den Lesefluss zusätzlich gebremst. Alles in allem war das Buch für mich „ganz okay“, aber definitiv keines, mit dem ich wirklich etwas anfangen konnte oder das mir länger im Gedächtnis bleibt.
Eins der wenigen Bücher, bei dem ich den Film besser finde
Den Film kenne ich schon länger und liebe ihn, als ich dann auf einem Flohmarkt das Buch dazu fand, musste ich es natürlich mitnehmen. Der Film gefällt mir leider um einiges besser. Stellenweise hätte ich das Buch ohne den Film nicht verstanden und der Mittelteil war mir mit den politischen Aspekten wirklich zu langatmig und hat meiner Meinung nach auch gar nicht so viel mit dem Mordfall zu tun, hätte man auch weglassen können. Empfehlung: auf jeden Fall den Film dazu schauen. Ich würde das Buch nicht nochmal lesen.
Krimis gehören nicht zu meinem Lieblingsgenre, aber nach dem Lesen des Buches, hab ich auf jeden Fall Lust bekommen, wieder Krimis zu lesen! Das Buch ist gut zu lesen und spannend - teilweise! Leider gibt es viele Kapitel, die sich zu sehr mit der politischen Atmosphäre und Lage in China und in einigen afrikanischen Ländern beschäftigt! Ich weiß, dass dies dazugehört, um das Motiv für die Morde zu verstehen. Mir haben diese Anteile des Bucher leider überhaupt nicht gefallen und ich musste mich sogar hindurch quälen! Dafür der Punkteabzug! Der Rest ist zu empfehlen 🙈
Ein wirklich gelungener Thriller, der einerseits in der Gegenwart und andererseits in der Vergangenheit spielt. Wie gewohnt dieses Autors startet die Geschichte mit einem brutalen Verbrechen, hier ein Massenmord.und doch war dieser Thriller anders als üblich bei Mankell. Ob es realistisch ist, ist wohl Geschmacksache, aber raffiniert ist er ganz bestimmt. Ich folge ja gern den Gedankengängen der Ermittler was hier absolut möglich war. Außerdem hätte man Einblick in das Privatleben der Ermittler, was der Geschichte etwas die Schärfe nahm. Mir gefiel es, dass man auch in die Vergangenheit blickte und die Beweggründe des Täters aufgezeigt bekam , und dennoch war ich teils überrascht wie sich alles entwickelte. Für mich war es ein gelungener Thriller,den ich gerne empfehle.
Nach einem starken Start in der Länge leider sehr enttäuschend.
Der Chinese fängt spannend an und gibt gute Einblicke in die Zwangsarbeit beim amerikanischen Eisenbahnbau. Der Rest des Buches zieht sich und verliert sich. Die Fall-Lösung ist maximal antiklimatisch, die Hobbyermittlerin mit unabhängigem Privatleben und langweiliger Vergangenheit fand ich unnötig und störend.
Der Kriminalfall in diesem Roman schlägt einen sehr weiten Bogen, historisch und kulturell. An sich keine schlechte Idee, jedoch fand ich es etwas zu weit hergeholt für so eine grausame Tat (bzw. Taten) und zudem muss ich sagen, dass mich der Fokus auf die Mao-Regierung irgendwann gelangweilt hat. Die Protagonistin dreht sich im Kreis, als junge Frau war sie Kommunistin, wollte Aktivistin sein, hat das alles jedoch nie hinterfragt. Jetzt erinnert sie sich oft zurück an diese Zeit und scheint nicht wirklich mit ihrem Welt- und Selbstbild von damals klar zu kommen. Dabei wiederholt sich sich gefühlt irgendwann nur noch. Nachdem am Anfang des Buches eine schreckliche Tat begangen wird, schweift die Geschichte ab in eine ganz andere Richtung. Hier finden wir zwar den Mörder und die Erklärung, ehrlich gesagt hat mich diese Verbindung jedoch nicht überzeugt.
Eigentlich eine spannende Geschichte, aber nach der ersten Hälfte verzettelt sich Mankell. Neue Themen und Figuren werden eingeführt, bei denen man sich fragt, was sie eigentlich zur Handlung beitragen sollen. Das Ende kommt dann sehr rasch und abrupt. Ausnahmsweise empfehle ich die Verfilmung, denn sie konzentriert sich auf den Krimi und dessen Auflösung!
"Der Chinese" hat mich leider nicht wirklich überzeugt...
Die Story ist sehr raffiniert aber es ist keine wirkliche runde Geschichte. Die Protagonisten stolpert durch Zufall permanent über Hinweise oder Personen die etwas wissen (so viele zufälle kann es garnicht geben)... Dadurch enstanden viele lose Enden, die am ende nicht mehr zur Lösung gepasst haben (oder sie wurden garnicht mehr aufgegriffen).

Mein erster Mankell...und ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Das Buch hat mir gut gefallen, aber da der Autor in den Medien so gelobt wurde, hatte ich mir mehr erwartet. Es geht im Großen und Ganzen um die Richterin Birgitta Roslin, die im südwestlichen Schweden mit Blick auf die dänische Küste und das vermeintliche Hamlet-Schloss Helsingör lebt. Sie stellt fest, dass es einen Zusammenhang zwischen ihrer Familiengeschichte und einem brutalen Massenmord im nördlichen Teil des Landes gibt. Zufälligerweise wird sie krank geschrieben, sodass sie sich ganz den Nachforschungen zum Hesjövallen-Fall widmen kann. Und diese Nachforschungen begleiten wir als Leser_innen bis in ein Amerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts und in ein sehr aktuelles, zukunftsorientiertes China (und Kurztrips nach Afrika, Kopenhagen und London sind auch noch drin). Es werden Schicksale verknüpft, Sklaverei, Kolonialisierung und Maos Lehren thematisiert. Dies fand ich alles sehr interessant, der Kriminalfall kam mir dabei aber ein bisschen zu kurz. Denn nach ca. 250 Seiten weiß man bereits, wer der Täter war und was die Gründe für die Tat waren. Die restlichen 350 Seiten konnten so meiner Meinung nach den Spannungsbogen nicht mehr aufrecht erhalten, auch wenn das Ende nochmal, wenn auch nicht sehr überraschend, doch rasant wird. Der Erzählstil hat mir insgesamt ganz gut gefallen, nur manche Dialoge fand ich etwas befremdlich. Ob das nun an der Übersetzung oder an schwedischen/Mankell'schen Eigenheiten liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Für China-Interessierte definitiv zu empfehlen, wer aber einen herzschlagbeschleunigenden Thriller sucht, sollte sich anderweitig umsehen.
Description
Eine subtile Gesellschaftsanalyse, ein spannend erzählter Krimi - die bewährte Mankell-Mischung. Wenn Axel Milberg liest, spürt man unter der Oberfläche der Krimihandlung immer auch die leise Bedrohung einer großen, dunklen Gefahr.
(Laufzeit: 8h 29)
Book Information
Author Description
Henning Mankell wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in über 40 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.
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Das fehlende rote Band 🇨🇳🏮🎐
Ich habe das Buch Der Chinese von Henning Mankell geschenkt bekommen – der Klappentext klang auf jeden Fall ziemlich spannend und vielversprechend. Umso größer war dann aber leider die Enttäuschung nach dem Lesen. Der Einstieg ins Buch ist noch recht fesselnd und macht neugierig auf die Geschichte. Man hat das Gefühl, dass sich hier ein wirklich spannender Thriller entwickeln könnte. Allerdings verliert sich das Ganze im Mittelteil zunehmend. Die Handlung zieht sich stellenweise extrem in die Länge, ohne dass dabei wirklich viel passiert. Es wirkt oft zäh und wenig mitreißend. Erst gegen Ende wird es wieder etwas spannender, aber das kann den Gesamteindruck leider nicht mehr wirklich retten. Insgesamt fehlte mir einfach die durchgehende Spannung und der rote Faden, der mich wirklich gepackt hätte. Auch der Schreibstil hat es mir nicht leicht gemacht. Die vielen kurzen, teilweise abgehackten Sätze wirkten auf Dauer eher störend, und die häufigen Wiederholungen haben den Lesefluss zusätzlich gebremst. Alles in allem war das Buch für mich „ganz okay“, aber definitiv keines, mit dem ich wirklich etwas anfangen konnte oder das mir länger im Gedächtnis bleibt.
Eins der wenigen Bücher, bei dem ich den Film besser finde
Den Film kenne ich schon länger und liebe ihn, als ich dann auf einem Flohmarkt das Buch dazu fand, musste ich es natürlich mitnehmen. Der Film gefällt mir leider um einiges besser. Stellenweise hätte ich das Buch ohne den Film nicht verstanden und der Mittelteil war mir mit den politischen Aspekten wirklich zu langatmig und hat meiner Meinung nach auch gar nicht so viel mit dem Mordfall zu tun, hätte man auch weglassen können. Empfehlung: auf jeden Fall den Film dazu schauen. Ich würde das Buch nicht nochmal lesen.
Krimis gehören nicht zu meinem Lieblingsgenre, aber nach dem Lesen des Buches, hab ich auf jeden Fall Lust bekommen, wieder Krimis zu lesen! Das Buch ist gut zu lesen und spannend - teilweise! Leider gibt es viele Kapitel, die sich zu sehr mit der politischen Atmosphäre und Lage in China und in einigen afrikanischen Ländern beschäftigt! Ich weiß, dass dies dazugehört, um das Motiv für die Morde zu verstehen. Mir haben diese Anteile des Bucher leider überhaupt nicht gefallen und ich musste mich sogar hindurch quälen! Dafür der Punkteabzug! Der Rest ist zu empfehlen 🙈
Ein wirklich gelungener Thriller, der einerseits in der Gegenwart und andererseits in der Vergangenheit spielt. Wie gewohnt dieses Autors startet die Geschichte mit einem brutalen Verbrechen, hier ein Massenmord.und doch war dieser Thriller anders als üblich bei Mankell. Ob es realistisch ist, ist wohl Geschmacksache, aber raffiniert ist er ganz bestimmt. Ich folge ja gern den Gedankengängen der Ermittler was hier absolut möglich war. Außerdem hätte man Einblick in das Privatleben der Ermittler, was der Geschichte etwas die Schärfe nahm. Mir gefiel es, dass man auch in die Vergangenheit blickte und die Beweggründe des Täters aufgezeigt bekam , und dennoch war ich teils überrascht wie sich alles entwickelte. Für mich war es ein gelungener Thriller,den ich gerne empfehle.
Nach einem starken Start in der Länge leider sehr enttäuschend.
Der Chinese fängt spannend an und gibt gute Einblicke in die Zwangsarbeit beim amerikanischen Eisenbahnbau. Der Rest des Buches zieht sich und verliert sich. Die Fall-Lösung ist maximal antiklimatisch, die Hobbyermittlerin mit unabhängigem Privatleben und langweiliger Vergangenheit fand ich unnötig und störend.
Der Kriminalfall in diesem Roman schlägt einen sehr weiten Bogen, historisch und kulturell. An sich keine schlechte Idee, jedoch fand ich es etwas zu weit hergeholt für so eine grausame Tat (bzw. Taten) und zudem muss ich sagen, dass mich der Fokus auf die Mao-Regierung irgendwann gelangweilt hat. Die Protagonistin dreht sich im Kreis, als junge Frau war sie Kommunistin, wollte Aktivistin sein, hat das alles jedoch nie hinterfragt. Jetzt erinnert sie sich oft zurück an diese Zeit und scheint nicht wirklich mit ihrem Welt- und Selbstbild von damals klar zu kommen. Dabei wiederholt sich sich gefühlt irgendwann nur noch. Nachdem am Anfang des Buches eine schreckliche Tat begangen wird, schweift die Geschichte ab in eine ganz andere Richtung. Hier finden wir zwar den Mörder und die Erklärung, ehrlich gesagt hat mich diese Verbindung jedoch nicht überzeugt.
Eigentlich eine spannende Geschichte, aber nach der ersten Hälfte verzettelt sich Mankell. Neue Themen und Figuren werden eingeführt, bei denen man sich fragt, was sie eigentlich zur Handlung beitragen sollen. Das Ende kommt dann sehr rasch und abrupt. Ausnahmsweise empfehle ich die Verfilmung, denn sie konzentriert sich auf den Krimi und dessen Auflösung!
"Der Chinese" hat mich leider nicht wirklich überzeugt...
Die Story ist sehr raffiniert aber es ist keine wirkliche runde Geschichte. Die Protagonisten stolpert durch Zufall permanent über Hinweise oder Personen die etwas wissen (so viele zufälle kann es garnicht geben)... Dadurch enstanden viele lose Enden, die am ende nicht mehr zur Lösung gepasst haben (oder sie wurden garnicht mehr aufgegriffen).

Mein erster Mankell...und ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Das Buch hat mir gut gefallen, aber da der Autor in den Medien so gelobt wurde, hatte ich mir mehr erwartet. Es geht im Großen und Ganzen um die Richterin Birgitta Roslin, die im südwestlichen Schweden mit Blick auf die dänische Küste und das vermeintliche Hamlet-Schloss Helsingör lebt. Sie stellt fest, dass es einen Zusammenhang zwischen ihrer Familiengeschichte und einem brutalen Massenmord im nördlichen Teil des Landes gibt. Zufälligerweise wird sie krank geschrieben, sodass sie sich ganz den Nachforschungen zum Hesjövallen-Fall widmen kann. Und diese Nachforschungen begleiten wir als Leser_innen bis in ein Amerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts und in ein sehr aktuelles, zukunftsorientiertes China (und Kurztrips nach Afrika, Kopenhagen und London sind auch noch drin). Es werden Schicksale verknüpft, Sklaverei, Kolonialisierung und Maos Lehren thematisiert. Dies fand ich alles sehr interessant, der Kriminalfall kam mir dabei aber ein bisschen zu kurz. Denn nach ca. 250 Seiten weiß man bereits, wer der Täter war und was die Gründe für die Tat waren. Die restlichen 350 Seiten konnten so meiner Meinung nach den Spannungsbogen nicht mehr aufrecht erhalten, auch wenn das Ende nochmal, wenn auch nicht sehr überraschend, doch rasant wird. Der Erzählstil hat mir insgesamt ganz gut gefallen, nur manche Dialoge fand ich etwas befremdlich. Ob das nun an der Übersetzung oder an schwedischen/Mankell'schen Eigenheiten liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Für China-Interessierte definitiv zu empfehlen, wer aber einen herzschlagbeschleunigenden Thriller sucht, sollte sich anderweitig umsehen.
















