Café Leben

Café Leben

Softcover
4.0205

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Description

Zwei Frauen, zwei Schicksale – eine bewegende Botschaft.

»Café Leben« ist ein außergewöhnlicher Roman über zwei Frauen aus zwei Generationen, die einander ihre Lebensgeschichte erzählen: kraftvoll, eindringlich und voller Hoffnung.

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in Birmingham ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Das verhilft ihr schließlich zu einem besonderen Job im Hospiz, bei dem man besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Henrietta soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens für die Nachwelt aufzuschreiben. Schon bei den ersten Gesprächen mit ihrer Klientin Annie merkt Henrietta, dass die 65-jährige Krebspatientin schlimmen Erinnerungen ausweicht. Ohne die wird ihre Geschichte jedoch nie vollständig sein, und das kann Henrietta nicht hinnehmen. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden, was Annies Schwester vor 46 Jahren zugestoßen ist. Doch um Annie dazu zu bringen, alle Puzzleteile offenzulegen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen.

Ergreifend, ohne rührselig zu werden, schreibt die britische Autorin Jo Leevers über Leben und Tod, über das Erinnern und das Erzählen , das die Macht hat, alte Wunden zu heilen. Ein besonderer Roman, der noch lange nachhallt.

Entdecke auch Jo Leevers neuen berührenden Familienroman »In den Augen meiner Mutter« über Mutterschaft, Familiengeheimnisse und trügerische Erinnerungen.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
320
Price
13.40 €

Author Description

Jo Leevers, geboren und aufgewachsen in London, schreibt für zahlreiche Magazine, u.a. für The Guardian, The Observer, The Telegraph, World Of Interiors und Living. Ihr Spezialgebiet ist Interior Design. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und der Hündin Lottie in Kent.

Posts

61
All
5

Hörbuch. Es geht in diesem Schicksalsroman um Trauer, ums Loslassen und darum, sich selbst ein Leben zu gestatten.

4

Ein berührender, erlicher tiefgründiger und authentischer Roman.

Ein toller Schreibstil, mit trauriger Thematik aber auch hoffnungsvoll und würdevoll. Ich war sehr berührt und hingerissen. Habe an den Seiten geklebt bis über die Hälfte, dann nahm es eine Wendung die mir nicht ganz gefallen hat aber ich es trotzdem gerne zu Ende gelesen habe. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. 🥰

Ein berührender, erlicher tiefgründiger und authentischer Roman.
5

Café Leben ☕️

Das Buch lag lange auf meinem SuB, ehe es zum Zuge kam und ich bereue es, es nicht viel früher gelesen zu haben. In der Geschichte geht es um Henrietta, die die Lebensgeschichten von Menschen aus der Krebsambulanz in ein kleines Buch verwandeln möchte. Sie trifft auf die todkranke Annie, die früh Ihre Schwester verloren und ein insgesamt sehr unglückliches Leben geführt hat. Die beiden Frauen nähern sich an und Henrietta will versuchen, Annie das Leben am Ende so schön wie nur möglich machen zu können. Das Buch hat mich sehr berührt, aber auf eine sehr positive Art. Insgesamt geht es um sehr schwere Themen, die super verarbeitet wurden. Empfehlung!

Café Leben ☕️
5

Warmherzig, aber trotzdem spannend

Worum geht's? Henrietta hat einen neuen Job. Sie soll im Café der Krebsambulanz mit den Patienten sprechen und deren Geschichte in einem sogenannten Lebensbuch erzählen. Dort lernt sie die 66jährige Annie kennen und diese Bekanntschaft verändert alles in ihrem Leben. Was für ein wundervolles Buch! Henrietta und Annie sind mit sehr viel Liebe, Wärme und Herzlichkeit skizziert, dass ich beide sofort ins Herz geschlossen habe. Beide haben dramatische Lebensgeschichten und finden in der jeweils anderen eine verständnisvolle Zuhörerin. Ich fand die Beschreibung der beiden so genial, ich konnte mir sie sehr konkret vorstellen - leicht skurril und etwas aus der Welt gefallen! Zugleich gibt es aber durchaus spannende Elemente in der Geschichte, fast wie ein Krimi. Auch wenn es hier um Krankheit und Tod geht, ist das Buch wie eine warme Decke. Die Hoffnung (und nicht nur die) lebt weiter. Ganz große Leseempfehlung!

5

Emotional, zwei besondere Charaktere, ohne Kitsch!

Sehr bewegende Story über häusliche Gewalt, Vergangenheitstraumata, Krankheit, Charakterentwicklung und zwei unterschiedliche Protagonisten die sich gegenseitig unterstützen! Eine tolle Story, die einem zum Nachdenken bringt.

3

Ein Buch mit unerwarteter Wendung.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte, als ich mir dieses Buch aussuchte. Beim lesen der Geschichte gab es ploetzlich eine Wendung, die das Buch spannend machte, obwohl ich erst dachte, dass es eventuell mehr in die Traurigkeit gehen wuerde. Henrietta schreibt Lebensgeschichten auf von Menschen, die kurz vor ihrem Tod stehen. Sie trifft Annie, die von ihrem Leben erzaehlt und eine Schwester hatte -Kath, die irgendwann im Jugendalter plötzlich verschwindet, niemand weiß, was passiert ist. Annie und ihre Schwester standen sich sehr nah, sodass sie ihr Verschwinden und den vermuteten Tod ihrer großen Schwester nie verarbeiten konnte. Als sie Henrietta davon erzaehlt wird Henrietta angeregt, diese Geschichte zu hinterfragen, sie recherchiert und findet Dinge heraus, die Annie nie erfahren hatte. Sie versucht das Verschwinden aufzuklaeren und schafft es auch, aber leider nicht rechtzeitig… Henrietta findet in dieser Zeit Freunde, versteht und lernt ueber das Leben und ist dankbar fuer die Chance fuer Menschen da zu sein. Ich mochte die Story, aber ich hatte manchmal Muehe dranzubleiben, da es oft fuer mich langgezogen wirkte. Ich moechte es trotzdem enpfehlen, wenn man etwas schoenes ueber Trauer und Verlust lesen moechte. ♥️🤞🏼

Ein Buch mit unerwarteter Wendung.
4

Tatsächlich war ich am Anfang überhaupt nicht von dem Buch überzeugt. Es war sehr langatmig und ich konnte mich nicht in die Protagonistin hineinversetzen, was zum einen an ihrem Verhalten lag, und zum anderen fand ich die Erzählung langweilig. Doch ich muss sagen das Ende war wirklich unfassbar. Ich war sprachlos und hätte damit null gerechnet. Ich kann es nur weiterempfehlen :))

4

Henrietta und Annie sind zwei Menschen, die man absolut ins Herz schließt. Die Geschichte ist traurig und emotional, macht aber auch Hoffnung und zeigt, dass Liebe und Verständnis in vielen Formen existieren.

3.5

Aufwühlend & ergreifend💓

Es tut gut Klarheit zu haben, auch wenn es eigentlich viel zu spät ist. So ist es vielleicht tragisch und dennoch beruhigend für die eingene Seele. So geht es Annie - sie ist unheilbar krank und die Tage sind gezählt. Jetzt wo sie das weiß, arbeitet sie endlich ihr Leben auf und merkt wie befreiend es ist, sich den Gefühlen zu stellen.

4.5

Ein intensiver Roman der emotional sehr berührt.

4

Die Idee, fand ich gut- jemand lässt sich deine Lebensgeschichte erzählen und schreibt diese auf. Oftmals interessiert man sich doch erst in späteren Jahren für die Familiengeschichte.Schön, wenn es dann etwas gibt.Figur der Henrietta hat mir auch gefallen. Aber Anna habe ich geliebt. Das gesamte Buch hat mich überrascht. Für fünf Sterne fehlte mir etwas am Schreibstil.

5

Absolutes Lese-Highlight

Das wunderschöne Cover dieses Buches hat mich sofort verzaubert. Es strahlt so etwas Besonderes aus, dass mir völlig klar war, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Auch wenn Geschichten über todkranke Menschen eigentlich nicht so mein Ding sind. Ziemlich aufgeregt habe ich mich also in Henriettas und Annies Geschichte gestürzt und hatte wirklich wundervolle Lesestunden. Auch finde ich, dass das Thema Tod hier ziemlich perfekt verpackt ist. Es hat keinen übergroßen Anteil an der Handlung, ist aber dennoch allgegenwärtig und hat mir viel Stoff für eigene Gedankengänge geliefert. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und sehr bildlich. Vor allem die kleine zerbrechliche Annie in ihren oftmals skurrilen Klamotten hatte ich ganz klar vor Augen. Aber auch von Henrietta hatte ich schnell ein klares Bild. Erzählt wird das Buch abwechselnd von Henrietta und Annie, was mir auch sehr gefallen hat. Die beiden Protagonistinnen sind auf den ersten Blick absolut unterschiedlich. Was sie gemeinsam hatten: Identifizieren konnte ich mich mit keiner wirklich. Doch dann passierte etwas sehr Besonderes: mit jeder gelesenen Seite bin ich tiefer in ihre Leben abgetaucht und mochte sie mit jedem gelesenen Wort immer und immer mehr. Ich habe es als sehr spannend, aber auch zutiefst berührend empfunden, die Leben der beiden Frauen zu erkunden. Denn beide haben schlimme Erlebnisse hinter sich, die sie zu den Menschen gemacht haben, die sie nun sind. Schnell wird klar: so unterschiedlich sind sie gar nicht und das gemeinsame Reden über ihre Vergangenheit tut beiden unendlich gut. Sehr berührt habe ich dabei zugesehen, wie sich eine zarte Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Und dann ergibt sich gegen Ende des Buches noch ein ganz besonderer Handlungsstrang, der für mich sehr überraschend kam, der die Geschichte aber zu etwas sehr Perfektem gemacht hat. Mein Fazit: „Café Leben“ von Jo Leevers erzählt eine zutiefst berührende Geschichte über das Leben zweier Frauen, die mich von Beginn an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr los gelassen hat. Es geht um Einsamkeit, Vergebung, Freundschaft und darum, dass wirklich jeder eine Geschichte hat, die aufgeschrieben werden sollte. Annie und Henrietta werden wohl für immer einen Platz in meinem Bücherherzen haben. Für mich ein absolutes Lese-Highlight!

4

Ein Buch mit vielen Themen und Facetten, tieftraurig, lustig und manchmal unglaublich oder vielleicht sogar unglaubwürdig. Es regt definitiv zum Nachdenken darüber an, was ein Mensch bei seinem Ableben hinterlassen möchte an Geschichten, Geheimnissen oder Lebensweisheiten. Nicht immer erscheint es sinnvoll alles auszusprechen , obwohl es manchmal notwendig ist, um friedvoll sterben zu können. Die Charaktere gefallen mir, ich konnte oft lachen und dann dann wieder verzweifelt den Kopf schütteln über Frauen,die sich nicht aus toxischen Beziehungen lösen können. Ich vergebe nur 4 Sterne, weil ich einfach nicht glauben will, dass es solche Menschen gibt, die anderen Menschen solch ein Leid zufügen können. Ich empfehle, das Buch bei Sonnenschein zu lesen, das macht Es leichter.

5

Ein sehr berührendes Buch über den Umgang mit Verlust und Trauer und wie auch in den aussichtslosesten Situationen Freundschaft wachsen kann. Ich mochte die beiden Protagonistinnen Annie und Henrietta sehr gerne und habe so sehr mit ihnen mitgefühlt. Und nebenbei konnte ich noch über den merkwürdigen Ertrinkungstod von Annies Schwester Kath rätseln , dessen Auflösung dann doch überraschend war. Rundum eine tolle Geschichte! 🩵🩵🩵

5

Prädikat Lieblingsbuch, Jahreshighlight

𝒮𝓊𝓇𝓅𝓇𝒾𝓈𝑒, 𝒮𝓊𝓇𝓅𝓇𝒾𝓈𝑒...⁣ ⁣ ...und plötzlich kommt da ein Überraschungspaket vom Verlag, das ich vorher noch nirgends gesehen habe.⁣ Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, dass dieser Roman darin, schon bald zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird. Doch eins wusste ich sofort, der Klappentext verspricht eine besondere Geschichte zu werden. ⁣ ⁣ 𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣ ⁣ Henrietta Lockwood, 32 Jahre, führt in London ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Soziale Kontakte gleich Null. Auch jobtechnisch läuft es eher schlecht. Und nun landet sie auch noch im einem Hospiz und soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens, für die Nachwelt, aufzuschreiben. ⁣ ⁣ Dabei trifft sie auf Annie, 66 Jahre, Krebspatientin im Endstadium. Es bleibt somit nicht mehr viel Zeit. Henrietta merkt, dass Annie versucht den schlimmsten Erinnerungen auszuweichen. Doch ohne die, wird die Geschichte nicht vollständig sein. So versucht sie auf eigene Faust, herauszufinden, was Annies Schwester, vor 46 Jahren, passiert ist. Dabei merkt sie selbst, auch ihre bösen Geister, aus der Vergangenheit, werden geweckt. ⁣ ⁣ 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣ ⁣ Wer hätte das gedacht? Ein Buch, dass ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, kommt überraschenderweise zu mir und bekommt sogar meine höchste Auszeichnung: "Prädikat Lieblingsbuch". Damit kann es sich auch in die Liste der diesjährigen Jahreshighlights einreihen. ⁣ ⁣ Die Geschichte hat mich persönlich berührt, denn auch ich habe einen geliebten Menschen verloren, - meine Mama und gleichzeitig beste Freundin. Die Zeit stand nur kurz still, sodass ich gar nicht ausreichend trauern konnte.  Während des Lesens aber, habe ich häufig an sie gedacht. Z.B. geht es hier auch um verpasste Chancen. Zu gerne hätte ich sie noch viele Dinge gefragt, hätten wir mehr Zeit gehabt, in der es ihr gut ging. Allein, wie sie ihren Grünkohl gemacht hat. Ich probiere und probiere, bekomme es aber nie ganz so hin. Oder wie sie die Zeit empfunden hat, als sie Oma geworden ist, so wie ich jetzt. ⁣ Deswegen gefällt mir auch die Idee so gut, Lebensgeschichten aufzuschreiben, solange sie noch mit eigenen Worten erzählt werden können. ⁣ ⁣ Mit Henrietta und Annie habe ich sofort Freundschaft geschlossen. Obwohl beide Frauen sehr unterschiedlich sind, haben sie doch auch etwas gemeinsam. Zwei wirklich, wie ich finde, tolle Charaktere sind hier entstanden, deren Geschichten eine Sogwirkung erzeugen. Auch außerhalb des Lesens musste ich immer wieder daran denken. Hundeliebhaber kommen hier auch auf ihre Kosten. Henriettas Hund Dave ist der Knaller. By the way, eine Kopie von Lottie, dem echten Hund der Autorin. ⁣ ⁣ Zudem hat mir gefallen, dass es sich zwischenzeitlich anfühlte, als würde ich dazu noch einen Krimi lesen, was sicherlich für den Spannungsteil sorgte. ⁣ ⁣ Oft hatte ich einen Kloß im Hals. War gerührt, teils erschrocken, was Annie für ein Leben hatte. Tränen flossen dann aber erst, als ich die Danksagung der Autorin gelesen habe, bzw. ihre Worte über die Idee zum Buch. Es fühlte sich so an, wie loslassen, aber nie die Hoffnung aufgegeben und der Appell, eben Chancen zu nutzen. ⁣ ⁣ 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣ ⁣ Prädikat Lieblingsbuch ☆ Jahreshighlight! ⁣

3.5

Ich hatte das Buch in der Buchhandlung wegen des tollen Covers schon einige Male in der Hand. Nachdem ich diesmal den Prolog gelesen habe, der mir wegen des Schreibstils und der spannenden Handlung sofort Lust auf die komplette Geschichte gemacht hat, habe ich es dann endlich mitgenommen. Es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen, da ich die Idee so schön fand, dass bei Gesprächen im Café ein Lebensbuch entsteht. Auch dass das Buch überraschenderweise in eine Art Krimi überging, hat mir gefallen. Die Charaktere Henrietta und Annie waren interessant und ich fand es sehr schön, wie im Laufe der Geschichte immer weitere Puzzlestücke aus deren beider Leben zusammengesetzt wurden, bis am Ende die ganze Geschichte mit all ihren Hintergründen herauskam. Die Themen über Trauer und Schuld fand ich sehr schön und tiefgründig beschrieben. Sternanzug gab es, da mich die Geschichte gegen Ende ein bisschen verloren hat. Es ging mir plötzlich alles etwas zu schnell, da auf einmal eine Handlung und Wendung nach der anderen auf nur wenigen Seiten folgte. Da fiel es mir schwer eine Verbindung zu den neu eingeführten Charakteren aufzubauen. Es wirkte auf mich, als ob das Buch schnell fertiggestellt und alle Ideen noch schnell mit niedergeschrieben werden mussten. Auch die Art, wie der jeweils sehr eigenwillige Charakter von Annie und Henrietta beschrieben wurde, wirkte auf mich ein bisschen gewollt. Vielleicht weil es der erste Roman der Autorin war. Aber ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, da ich damit im Großen und Ganzen eine sehr schöne Lese-Zeit verbracht habe :) das Buch lässt sich einfach lesen und die Themen regen auf jeden Fall zum Nachdenken an.

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4

Kurzweilig und spannend geschrieben

Hab mir das Buch aufgrund des Covers gekauft und weil es vom Genre her mal was anderes für mich war. Henriettas neuer Job besteht darin die Lebensgeschichte todkranker Menschen aufzuschreiben und trifft dabei auf Annie. Obwohl es thematisch um todkranke Menschen geht, ist es trotzdem nicht super traurig oder gar deprimierend. Durch den Krimi Aspekt der in der Story auftaucht, ist das Buch so ganz anders gewesen. Also sehr spannend und kurzweilig. Mir hat das lesen richtig Spaß gemacht.

4.5

🅁🄴🅉🄴🄽🅂🄸🄾🄽 ☕ [unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar] Café Leben von Jo Leevers Vielen Dank an @droemerknaur für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 🧡 Mein Leseeindruck: Wie schön ist bitte dieses Cover?! Kein Wunder, dass einem dieses Buch total auffällt, wenn man es sieht. ☺ Und jetzt möchte ich euch natürlich auch etwas dazu erzählen. Henrietta Lockwood ist in ihrem neuen Job für das Projekt "Lebensbuch" zuständig: einem Projekt bei dem sie innerhalb sieben Sitzungen die Lebensgeschichten todkranker Patienten erfassen und dies abschließend in die Form eines Buches bringen soll. Etwas, was den Angehörigen als Erinnerung bleiben wird.  Laut ihrer Chefin Audrey soll sie sich möglichst an die Vordrucke mit allgemeinen Fragen halten, was jedoch weder zu Henrietta noch zum Leben selbst passt. Denn das Leben schreibt seine eigenen Geschichten. Besonders auffallen wird ihr diese Tatsache, als sie die 66 jährige Annie kennenlernt... Annie & Henrietta: zwei Frauen, die es im Leben wirklich nicht einfach hatten. Im Café Leben der Rosendale Krebsambulanz treffen die beiden Frauen aufeinander. Nach anfänglicher Skepsis und Zurückhaltung lernen sie sich besser kennen, was es auch mir einfacher machte, mich mehr und mehr auf die Protagonistinnen einzulassen. Vielleicht lag es auch an ihrer eher unsentimentaleren Art, jedoch war diese eine Voraussetzung für den Job. Umso mehr ich Henrietta jedoch kennenlernte, desto mehr verstand ich, dass der Schein oftmals trügt und konnte so hinter ihre Fassade blicken. Der Schreibstil war etwas anspruchsvoller, so brauchte ich einige Zeit mehr um das Buch zu beenden, weglegen konnte ich es allerdings kaum. Unerwartet spannend war die ungelöste Geschichte um Annie und ihre Schwester Kath - und gerade Henrietta war der perfekte Charakter für diese Geschichte: hartnäckig steht sie zu ihrem Entschluss das Lebensbuch auf ihre Weise zu vollenden und begibt sich dafür auf Nachforschungen zu Annies Vergangenheit. Der Debütroman von Jo Leevers begeisterte und berührte mich mit seiner doch recht bedrückenden (aber nicht deprimierenden) Geschichte, die eine tolle Message mit sich bringt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne stillere und tiefgründige Romane lesen.

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3.5

Henrietta ist ein sehr verschlossener Mensch. Im Alter von neun Jahren wohnte sie einer Tragödie bei, an der sie sich seitdem die Schuld gibt. Auch von ihren Eltern erhält sie seit jeher dieses Gefühl und hat sich hohe Mauern gebaut, um niemanden an sich heran zu lassen und das Geschehene weg zu sperren. Als sie einen Job beim Projekt Lebensbuch, einer Institution, die sich dem Erzählrn der Geschichten todkranker Menschen verschrieben hat, annimmt, wird sie nicht nur mit deren Schicksalen, sondern auch mit ihrem eigenen konfrontiert. Vor allem Annies Geschichte nimmt sie sehr mit, aber sie weist Lücken auf. Um diese Lücken zu füllen, fängt sie an über sich selbst zu sprechen und verhilft damit nicht nur Annie zur Aufklärung des Verschwindens ihrer Schwester vor fast 50 Jahren, sondern findet auch für sich einen Weg zurück ins Leben. - Ich muss zugeben, dass ich mir von dem Buch etwas völlig anderes erwartet hätte. Die Idee mit dem Lebensbuch, dem Verfassen der Geschichten von Sterbenden, fand ich großartig und hatte mir erhofft sehr viel mehr davon zu erfahren. Allerdings ging es dann in eine völlig andere Richtung. Es war eher eine Spurensuche, eine Jagd nach der Wahrheit um den Tod von Annies Schwester. Diese Wendung hat mich überrascht, ich fand es aber sehr gut umgesetzt. Zusammen mit dem sehr eingängigen, angenehmen Schreibstil von Jo Leevers, hatte ich ein schönes Leseerlebnis. Im Fokus stand unter anderem auch der Umgang mit Schuld und gerade mit Blick auf Henrietta, hat mich das sprachlos gemacht. Es zeigt sehr gut auf, was es mit einer Person macht, wenn ihr ein Leben lang suggeriert, dass sie für etwas verantwortlich ist. In meinen Augen ein gutes Buch für zwischendurch, dass ich euch ans Herz legen kann.

4

Eine fesselnde Geschichte über zwei beeindruckende Frauen und ihre Schicksale. Sie ist anders als ich gedacht habe, aber es steckt mehr drin als ich erwartet hätte.

3

Irgendwie habe ich von diesem Buch mehr erwartet, es war nicht wirklich schlecht, aber so richtig vom Hocker gerissen hat es mich auch nicht. Beim lesen des Klappentextes dachte ich mich erwartet eine Reise in all die Weisheiten des Lebens, ein Buch das kein Auge trocken lässt. Für mich floss die Geschichte irgendwie nur so dahin, was am Anfang zu wenig passierte, passierte im letzten Drittel dann irgendwie zu viel. So ab Mitte des Buches hätte daraus ein unfassbar guter Krimi werden können, aber ich hatte so ein wenig das Gefühl als wüsste die Autorin selbst nicht so recht wohin die Reise gehen soll. Bei der Hauptpeotagonistin musste ich mir selbst immer wieder vor Augen halten das wir fast gleich alt sind, ich hatte immer wieder das Gefühl das Buch aus Sicht einer Mittfünfzigerin zu lesen, ich konnte auch keinen Draht zu ihr finden, dafür aber zu Annie, sie ist so ne rüstige Rentnerin mit der man gerne mal einen Plausch halten würde,die Kapitel aus ihrer Sicht haben mich tatsächlich auch bei Laune gehalten.

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4.5

4.5 / 5 Eine tolle Geschichte, die berührt und fesselt. Die Hauptprotagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und auch, wenn es zwischendurch sehr traurig ist, ist es doch ein sehr positives und mutmachendes Buch. Sehr empfehlenswert!

5

Also ganz am Anfang fand ich das Buch etwas langweilig und mühselig zu lesen, aber ich habe mich überwunden und weiter gelesen und ungefähr seit ein Drittel des Buches, die Geschichte hat mich sowas von mitgepackt! In dieser Geschichte geht es um Leben und Tod. Ich find das Buch sehr berührend und traurig. Das Leben der beiden Frauen haben mich tiefst berührt...Und schon wieder ein Buch mit einem tollen Cover, den ich nie in meinem Leben abgeben kann!

4.5

Eine berührende tiefgreifende Geschichte über zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch so gleich sind.

Henrietta hat gelernt keine Emotionen zu zeigen und zu spüren. Auf der Suche nach einem Job stolpert sie geradewegs in das Hospiz-Café-Leben. Ihre Aufgabe: sie soll die Lebensgeschichten der Besucher zu einem Buch machen. Die fehlenden Emotionen sind für diesen Job eine große Hilfe. Doch dann trifft Henrietta auf Annie. Annie ist eine alte Frau mit einer bewegenden Geschichte. Aber irgendwas passt da nicht. Es fehlt etwas, um die Geschichte von Annie komplett zu machen. Um die fehlenden Teile zu erfahren muss sich Henrietta zunächst öffnen. Eine berührende Geschichte über zwei Frauen mit zwei unterschiedlichen Lebensgeschichten und Schicksalen. Eine ruhige Geschichte die zeigt wieviel ein manche Menschen erleben müssen. Erhellend, weil sie dennoch den Lebensmut und das schöne im Leben nicht aus den Augen verlieren. Es ist aber auch eine Geschichte , die zeigt, dass man sich manchmal wieder öffnen muss, um zu sich selbst zu finden. Ich habe dieses Buch sehr geliebt. Es war ruhig und bewegend. Der Schreibstil eingängig und gut zu lesen. Mal wieder ein sehr gutes Buch. Definitiv eins meiner Highlights 2024

4.5

Große Leseempfehlung für diese Geschichte! Einfühlsam und wortgewandt erzählt Jo Leevers dieses Mal die Geschichte der Alten

JEDER MENSCH HAT EINE GESCHICHTE, DIE ES LOHNT, ERZÄHLT ZU WERDEN »Was macht ein Leben lebenswert? Und welche Geschichte soll später über mich erzählt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieser warmherzige Roman « Freundin Autorenportrait: JO LEEVERS, geboren und aufgewachsen in London, schreibt seit vielen Jahren für zahlreiche Magazine vor allem über ihr Spezialgebiet Interior Design. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und der Hündin Lottie in Kent. Mein Leseeindruck: Von euch gewünscht! :-) Ich mochte das Buch „In den Augen meiner Mutter“ so gern und so war klar, dass ich auch dieses lesen wollte und wurde nicht enttäuscht. Emotional, einfühlsam und wortgewandt erzählt Jo Leevers dieses Mal die Geschichte der Alten aus der Sicht der jungen Henrietta, welche die Lebensgeschichten von Menschen aufschreiben soll für ihren neuen Job. Im Speziellen interessiert Henrietta sich besonders für die 66-jährige Annie. Diese ist dem Tod geweiht, Krebs im Endstadium. Entgegen der Absprache kommt Annie auf Henrietta zu und möchte ihre Geschichte erzählen - nicht als Erinnerung für ihre Nachkommen, sondern um zu vergessen. Schnell durchschaut Henrietta, dass an Annies Erzählungen etwas nicht stimmen kann. Um Annies Leben zu verstehen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen. Sie ahnt nicht, was sie damit in Bewegung setzt... Fazit: Ein weiteres gutes Buch von Jo Leevers aus dem Droemer Verlag, die aus einer persönlichen Erfahrung heraus inspiriert wurde diese Geschichte zu schreiben. Besonders gut finde ich das Cover, die persönlichen Worte und das Interview am Ende des Buches. Das macht die Autorin unfassbar sympathisch und nahbar.

Große Leseempfehlung für diese Geschichte! Einfühlsam und wortgewandt erzählt Jo Leevers dieses Mal die Geschichte der Alten
5

"Alle nennen es Café Leben, auch wenn es hier oft ums Sterben geht"

Sehr tolle und einfühlsame Geschichte. Das Ende hat mich schockiert und mich echt traurig gemacht. Ich finde es außerdem eine ganz tolle Idee, seine Geschichte irgendwie aufzuschreiben und selbst zu entscheiden, was man erzählen möchte und wie das Buch am Ende aussehen soll. Auch wenn das Leben nicht so gelaufen ist oder so schön war, wie man selbst dachte oder es sich für einen selbst gewünscht hätte. Oder wie andere über einen denken, wenn man die Wahrheit erzählt. Das Leben ist halt kein Zuckerschlecken und keine Traumwelt. Das Buch kann ich sehr empfehlen!

"Alle nennen es Café Leben, auch wenn es hier oft ums Sterben geht"
4

Eine berührende Geschichte, die mir teilweise etwas zu langatmig war und deren Protagonistin meine Sympathie nicht wirklich zuflog. Aber sie hatte ein versöhnliches Ende!

4

Herzlich Willkommen im Café Leben!  Hier treffen zwei Frauen aufeinander: Henrietta, 32, welche ein zurückgezogenes und weitgehend einsames Leben in London führt und Annie, 66, eine lebenskluge, aber schwerkranke Frau mit einem Geheimnis, das sie seit Jahrzehnten belastet. Henrietta hat einen Job, der so besonders wie emotional ist: Sie hilft unheilbar kranken Menschen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Doch bei Annie stößt sie schnell an Grenzen – eine schmerzhafte Erinnerung scheint sie zu blockieren. Was ist damals vor 46 Jahren passiert, als Annies Schwester verschwand, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen? Während Henrietta versucht, Annies Geschichte zusammenzusetzen, muss sie sich eingestehen, dass auch sie schmerzliche Ereignisse aus ihrer Kindheit verdrängt. Und je mehr sie sich mit den unterschiedlichen Lebensgeschichten der Menschen im Café Leben und besonders mit der von Annie beschäftigt, umso mehr kommt ihre eigene emotionale Seite ans Licht. Und mit ihr das Bedürfnis, sich selbst zu öffnen und sich ihrer eigenen, dunklen Vergangenheit zu stellen. Jo Leevers erzählt in diesem Buch über das Leben, übers Sterben und die Kraft der Freunschaft, die auch Generationen überwinden kann. Dabei gelingt es ihr, Krankheit und Tod ohne zuviel Schwermut zu thematisieren.  Zu Beginn war mir die Charakterisierung der beiden Frauen etwas zu klischeehaft und oberflächlich, im Laufe der Erzählung ist dieser Eindruck allerdings verflogen und ich bin in einer spannenden Geschichte gelandet, die ein Ende bereit hält, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Insgesamt eine solide Geschichte mit viel Herz und einem guten Plot, der die Lesenden bei Laune hält.

4.5

Als ich zu dem Buch gegriffen habe, hatte ich nicht erwartet, dass sich darin auch eine Detektivgeschichte versteckt. Ich habe das Buch gerne gelesen und trotz des eigentlich traurigen Settings der Geschichte, war das Buch nie bedrückend. Im Gegenteil mit Annie und Henrietta musste ich öfter schmunzeln.

5

Berührend und ergreifend

Ich brauchte ein paar Kapitel um mich an den Schreibstil der Autorin zu gewöhnen. Doch dann war ich in der Geschichte und konnte das Buch kaum beiseite legen. Was für ein berührender und ergreifender Roman. Einige Male musste ich schlucken und verarbeiten was ich gelesen habe. Die Autorin hat ein großartiges Buch geschrieben, was viele Gefühle beim Lesen in mir weckte. Wut, Trauer, aber auch Liebe und Verständnis. Was Menschen alles erleben müssen ist wirklich hart. Einiges hat mich zudem an meine Vergangenheit erinnert.

4

Ich bin relativ schwer in die geschichte rein gekommen, aber etwa ab der Hälfte hat es mih gepackt und ich habe es sehr geliebt! Die Charakterentwicklung ist gut gelungen und es sind wahrlich liebenswerte Charaktere. Eine zarte Geschichte, deren schwere allerdings nicht schwermütig macht.

5

Absolute Überraschung! Durch den Klappentext hatte ich zuerst eine ganz andere Erwartung an dieses Buch aber schon nach dem Prolog war mir klar, dass es hier um viel mehr als um Tod, Verlust und Trauer geht. Es war spannend, emotional aber nicht kitschig! Absolut toller Debütroman der Autorin!

4

Ist aufgrund der tragischen Schickale der Frauen ein sehr berührendes Buch voller unausgesprochener Vermutungen, Wahrheiten und dunkler Geheimnisse.

Projekt Lebensbuch   „Ich bin aus verschiedenen Gründen für die Stelle geeignet. Erstens neige ich nicht zu Gefühlsausbrüchen oder Sentimentalität. Zweitens besitze ich ausgezeichnete Qualifikationen im Büromanagement und bin somit gut gerüstet, um die Lebensgeschichten rechtzeitig zu verschriftlichen, bevor die Betroffenen sterben. Drittens mag ich es, eine Deadline zu haben.“ (S. 12) Mit diesen Worten bewirbt sich Henrietta in der Beratungsambulanz eines Krebszentrums. Ihre Aufgabe wird es sein, zusammen mit den Patienten in nur 6 Sitzungen á 1 Stunde deren Leben aufzuschreiben und daraus ein Buch für die Hinterbliebenen zu machen. Dafür gibt es einen Vordruck, aber schon Henriettas erste Patientin Annie macht ihr klar, dass ihre Erinnerungen nicht in das starre Gefüge des Formulars passen. „Wenn du auf dein Leben zurückschaust, dann hat es keine geordnete Form. Es sind eher Schnappschüsse, wie in einem Fotoalbum. Und manchmal fällt es schwer, sich an die Teile dazwischen zu erinnern, daran, was in dem Moment passiert ist, bevor das Foto aufgenommen wurde, oder gleich danach.“ (S. 50) Dann rattert sie ihre Geschichte herunter und erwähnt kurz, dass ihre jüngere Schwester Kathy vor 46 Jahren mit gerade mal 18 verschwand und kurz darauf für tot erklärt wurde, weil es keine verwertbaren Spuren gab. Henrietta wird hellhörig und forscht nach, wobei es ihr zu Beginn gar nicht mal darum geht, die Lücke zu füllen, die Kathys Verschwinden in Annies Leben gerissen hat, sondern darum, das Lebensbuch abzurunden – sie mag einfach keine Leerstellen.   „Café Leben“ von Jo Leevers ist aufgrund der tragischen Schickale der drei Frauen ein sehr berührendes Buch voller unausgesprochener Vermutungen, Wahrheiten und dunkler Geheimnisse. Denn nicht nur Annie und Kathy, auch Henrietta hatte es bisher nicht leicht im Leben, dabei ist sie gerade mal Anfang 30. Sie lebt mit ihrem Hund sehr zurückgezogen und beschränkt die Kontakte zu anderen Menschen auf das absolut Notwendigste. Ich habe lange überlegt, ob sie evtl. eine Bindungsstörung hat, da sie sich nicht auf andere einlassen und Gefühle zeigen kann (ihr Gesicht ist eine unbewegte Maske). Aber im Laufe der Handlung wird klar, dass sie so erzogen wurde, ihre Eltern ihr das genauso vorleben und sie für einen Vorfall in ihrer Kindheit verantwortlich machen bzw. sogar bestrafen … Annie scheint das ganze Gegenteil zu sein, will auffallen und Spuren hinterlassen, selbst wenn es nur ihre Fingerabdrücke auf einer frisch geputzten Glastür sind. Seit dem Tod ihres Mannes trägt sie Vintage-Kleider: „Ein bisschen exzentrisch, aber daran gibt es nichts auszusetzen, denn es gleicht die vielen Jahre der Unsichtbarkeit aus.“ (S. 228 / 229) und so lange es ihr noch gut ging, hat sie regelmäßig neue Restaurants und Cafés ausprobiert. Doch insgeheim drehen sich alle ihre Gedanken um ihr Leben mit und ohne Kathy, hinter der sie immer zurückstehen musste und die sie trotzdem so sehr vermisst. „Die Erstgeborene, aber immer an zweiter Stelle. Liebe und Groll waren die Zwillingsfäden, aus denen das Band zwischen den Schwestern bestand.“ (S. 163)   Sehr gefühlvoll beschreibt Jo Leevers die Beziehung zwischen den Schwestern und was damals passiert ist, wie sich Henrietta und Annie langsam aneinander annähern und öffnen, sich ihre größten Geheimnisse, Ängste und schlimmsten Erinnerungen erzählen. Man braucht beim Lesen starke Nerven, muss die Dramen, die die drei erleben bzw. erlebt haben, und die explizit beschriebenen Sterbeszenen der Krebskranken aushalten können. Aber sie macht auch Mut indem sie zeigt, wie es für die Zurückgebliebenen weitergeht. „Ich finde, es ist an der Zeit, dass Sie sich ins Leben stürzen.“ (S. 216)

Ist aufgrund der tragischen Schickale der Frauen ein sehr berührendes Buch voller unausgesprochener Vermutungen, Wahrheiten und dunkler Geheimnisse.
3

Hatte viel Potenzial, was aber nicht umgesetzt worden ist: Stellenweise war es sehr langatmig, die Weiterentwicklung von Henrietta unrealistisch plötzlich und die Handlung insgesamt war nicht überzeugend.

5

Sprachlos…

Nach langem hin und her habe ich mir dann doch endlich das Buch gekauft, da mich schon der Klappentext so sehr berührt hat. Was soll ich sagen? Es ist wirklich eines der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe und so viel tiefsinniger, als man erst denkt. Wir tauchen in die Geschichte zweier Hauptprotagonisten ein, die unterschiedlicher nicht sein können. Annie, eine alte Dame, die an Krebs erkrankt ist, nicht mehr lange zu leben hat und ein mehr als emotional aufreibendes Leben hinter sich hat, geprägt von Verlust und toxischer Beziehung und häuslicher Gewalt. Und dann die verrückte Henrietta, die nach außen eher verschlossen wirkt und sich Annies Geschichte annimmt, aber selbst vor ihrer Vergangenheit versucht wegzurennen. Das Buch hat mir so unglaublich viel gegeben: Ich musste oft über Annies Kommentare schmunzeln, war von den persönlichen Geschichten berührt, gefesselt im Fall der verschwundenen Schwester von Annie und einem potentiellen Mord. Und gleichzeitig hat mich das Buch so berührt und mir klar gemacht, wie vergänglich das Leben ist und wie schwer Trauer und Verlust sein kann. Wirklich ein Roman der mich sowohl während des Lesens als auch nachhaltig geprägt hat und meine Denkweise beeinflusst hat! Wirklich ein so gutes und vielseitiges Werk!

3.5

Schön. ☕🤍

📌 "Ich bin aus verschiedenen Gründen für die Stelle geeignet. Erstens neige ich nicht zu Gefühlsausbrüchen oder Sentimentalität. Zweitens besitze ich ausgezeichnete Qualifikationen im Büromanagement und bin somit gut gerüstet, um die Lebensgeschichten rechtzeitig zu verschriften, bevor die Betroffenen sterben. Drittens mag ich es eine Deadline zu haben." (S.12) Henrietta, 30 und sozial eher isoliert, soll die Lebensgeschichte der todkranken Annie niederschreiben. Eher aus der Not heraus hat sie diesen Job angenommen - besonders qualifiziert und empathisch wirkt sie erst einmal nicht. Eigentlich sind beide Frauen nicht gerade Sympathieträgerinnen, dennoch bauen sie im Verlauf ihrer samstäglichen Gesprächssitzungen im Café Leben eine Beziehung zueinander auf und Annies Geschichte nimmt langsam Formen an. So erfährt Henrietta vom mysteriösen Verschwinden Annies jüngerer Schwester Kathy, welches bis heute ungeklärt blieb. Doch auch Henrietta, die mittlerweile überlegt, wie ihr eigenes Lebensbuch aussehen würde/könnte hat totgeschwiegene Geheimnisse in ihrer Vergangenheit, die bewältigt werden müssen. Und so, wie Annie sich Henrietta öffnet, vertraut Henrietta sich Annie an und erzählt von der Schuld, die seit ihrer Kindheit auf ihr lastet. Ein ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt, deren Protagonisten man nach und nach ins Herz schließt und die man mit einem warmen Gefühl beendet.

Schön. ☕🤍
5

Ein berührender Roman über zwei starke Frauen

Wie toll ist bitte das Cover? Allein deshalb hätte dieser Roman den Weg in mein Bücherregal gefunden, denn ich finde es unglaublich schön und ästhetisch. Es spiegelt eine melancholische Stimmung und passt perfekt zum Inhalt. Im Roman geht es um zwei – augenscheinlich – ungleiche Frauen, die das Schicksal zusammengeführt hat und die am Ende durch deren Begegnung eine unglaubliche Bereicherung in ihrem Leben erhalten haben. Henrietta, eine beruflich gescheiterte Bibliothekarin, landet bei ihrer Jobsuche beim Projekt „Lebensbuch“. Dabei soll sie im Café Leben die Lebensgeschichte tödlich erkrankter Menschen für die Nachfahren niederschreiben. So trifft sie auf die krebskranke Annie und wird mit deren von Schicksalsschlägen gebeuteltem Leben konfrontiert. Zunächst ist sie, entsprechend ihres Charakters, sehr distanziert, merkt aber schnell, dass Annie nur mehr die halbe Wahrheit erzählt bzw. dass irgendwas nicht so richtig stimmt an deren Geschichte. Recht bald spüren beide Frauen, dass ihnen die Gegenwart der anderen guttut und während Henrietta unbedingt mehr über Annies verschwundene Schwester in Erfahrung bringen möchte, bemerkt Annie, dass auch Henrietta vom Schicksal gezeichnet ist. Henrietta verlor mit 9 Jahren ihren 4jährigen Bruder und ihre Eltern geben ihr bis heute die Schuld daran. Das ist unter anderem der Grund, weshalb sie emotional eher distanziert ist und sich ohne soziale Kontakte durchs Leben schlägt. Die Geschichte wird im Wechsel aus Henriettas oder Annies Sicht erzählt und man erhält dadurch als Leser mehr Einblicke in das vergangene Leben der beiden Frauen als diese der jeweils anderen offenbaren. Die echte Anteilnahme Henriettas an Annies Leben lässt bei dieser eine gewisse Zuneigung für die junge Frau entstehen und so vertraut sie ihr recht viel an und verbindet freundschaftliche Gefühle mit ihr. Aber auch Henrietta tut dieser Kontakt gut, die herzliche Atmosphäre des Cafés gibt ihr ein Gefühl der Zugehörigkeit, die helfenden Worte Annies über ihr eigenes Schicksal lassen auch sie freundschaftliche Gefühle entwickeln und so profitieren am Ende beide von ihrer Begegnung. Der Schreibstil von Jo Leevers ist - meiner Meinung nach - etwas anspruchsvoller, ich musste am Anfang gut dabei bleiben, um der Story folgen zu können. Aber nach und nach taucht man ab in eine Geschichte, dessen Atmosphäre super von der Autorin eingefangen worden ist, denn bildhaft und emotional berührend schildert diese das Leben der zwei (mit Kath 3) Frauen. Fazit: Jo Leevers Debüt ist absolut gelungen, sie verfasst eine rührende und bewegende Geschichte um eine sich langsam entwickelnde Freundschaft zweier nur auf den ersten Blick unterschiedlicher Frauen.

4.5

 Café Leben Jo Leeves, aus dem Englischen von Maria Hochsieder Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in London ein Einsiedlerdasein. Sie wohnt alleine, hat weder einen Partner noch Kinder - ihr einziger Kontakt ist ihr etwas verkorkster Hund Dave. Als gescheiterte Bibliothekarin braucht sie dringend einen Job. Ihr Lebenslauf trägt allerdings nicht dazu bei gute Chancen und Auswahl auf dem Arbeitsmarkt zu haben: lückenhaft und abrupt endeten ihre Arbeitsverhältnisse. So bewirbt sie sich auf eine eigentlich uninteressante Stellenanzeige eines Hospiz. Dort wird jemand für das Projekt ‚Lebensbücher‘ gesucht. Patienten des Hospiz sollen ihre Lebensgeschichten niederschreiben lassen, '‘denn jeder Mensch hat eine Lebensgeschichte’’, so der Werbeslogan. Henrietta bekommt den Job. Ihr neuer Arbeitsplatz befindet sich im Café Leben, das sich im Parterre des Hospiz befindet. Dort trifft sie die 66-jährige Krebspatientin Anni, die nur noch ein paar Wochen zu Leben hat. Annie erzählt ihre Lebensgeschichte, aber sie ist dabei schlecht gelaunt und immer auf Abstand bedacht, fast so, als fände sie es belastend ihre Geschichte zu erzählen. Als sie an dem Punkt ankommt, wo sie vom Tode ihrer Schwester berichtet, versucht sie diesen auf ein paar kleine Sätze zu reduzieren. Auf Rückfragen seitens Henrietta reagiert sie fast aggressiv. Henrietta bemerkt schnell, dass Anni ihr irgendetwas verheimlicht, und beginnt, hinter Annis Rücken, den Tod der Schwester zu recherchieren. Wer jetzt denkt, dass hier eine schnulzige Geschichte kommt, den muss ich enttäuschen. Die Geschichte entwickelt sich zu einem kleinen Krimi, der wirklich gut aufgebaut ist. Von Anfang an habe ich den Sprecherinnen des Hörbuchs, Nora Jokhosha, Tanja Fornaro und Heike Warmuth, gerne zugehört. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Alles in einem, wirklich gute Leseunterhaltung. 4½/ 5

4

Ein wirklich schönes und zu Herzen gehende Buch mit ein paar Längen.

4

Ein bewegender Roman

Die 32 – jährige Henrietta hat einen neuen Job im Café der Rosendale-Krebsambulanz, in dem sie sich mit den schwerkranken Menschen trifft, um deren Lebensgeschichte als Buch zu verfassen. „Denn jeder Mensch hat eine Geschichte – und diese Lebensgeschichte sollte erzählt werden.“ (Seite 14) Aufgrund Henriettas kühler Art und fehlender Sentimentalität glaubt sie, dass dies der perfekte Job für sie ist. Die 66 – jährige schwerkranke Annie kommt zu Henrietta, um ihre Geschichte zu erzählen, denn sie möchte mit ihrer Vergangenheit abschließen. Dabei bemerkt Henrietta, dass etwas an Annies Erzählung nicht stimmt. Deshalb erzählt auch Henrietta aus ihrem eigenen Leben, was ihr sehr schwer fällt, um mehr Vertrauen zwischen ihr und Annie aufzubauen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zweier einsamer Menschen, die in den letzten Stunden füreinander da sind. Beide haben eine dramatische Vergangenheit. Henrietta versucht durch Nachforschungen mehr zum Tod von Annies Schwester Kathleen herauszufinden. „Café Leben“ ist ein bewegender Roman hinter denen sich unerwartete Lebensgeschichten verbergen. Der Schreibstil ist gut zu lesen, erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht von Henrietta und Annie. Besonders Annies Lebensgeschichte ist unerwartet bedrückend und nicht vorhersehbar. Aufgrund der Arbeit im Café Leben und den traurigen Schicksalen hatte ich im Vorfeld aber eine stärkere emotionale Schreibweise erwartet. Trotzdem hat mich der Roman gefesselt und überrascht. Mit der Zeit konnte ich auch immer mehr eine Verbindung zu den anfangs noch unnahbaren Protagonisten aufbauen. Nicht nur die dramatische Vergangenheit von Annie auch die sich entwickelnde Freundschaft zwischen den beiden Frauen, machen den Roman zu einer abwechslungsreichen und besonderen Geschichte. Ein bewegender Roman mit besonderen Charakteren, den ich gerne weiter empfehle.

Ein bewegender Roman
4.5

Uff.. ich arbeite selbst im palliativen Bereich, daher sprach mich der Titel schon an, der Klappentext sowieso. Das Buch hat mich an einigen Stellen sehr berührt, die Charaktere und die Story sind einfach wirklich ganz toll. Das Buch werde ich mir bewahren, es ist so wichtig über dieses Thema offen zu sprechen und zu schreiben, danke dafür ❤️‍🩹🫂

4

War anders als ich dachte und eine wirkliche Leseüberraschung!

4

Von teddiington Cover: Das Cover von Café Leben hat es mir vom ersten Blick irgendwie angetan. Der nachdenkliche Blick der abgebildeten Dame passt perfekt zur Geschichte und die Tasse Kaffee zum Hauptort. Das Buch: Das Thema Tod und Trauerbewältigung ist ein unglaublich wichtiges Thema und wurde im Café Leben wirklich gut umschrieben. Die zwei Protagonistinnen Henrietta & Annie sind unglaublich verschieden und doch so gleich! Im Laufe des Buches fühlt man richtig die aufbauende Beziehung. Mit Henrietta bin ich leider nicht ganz so schnell warm geworden - so wird schon beim Klappentext deutlich, dass diese eher zurückhaltend und zurückgezogen lebt. Ebenso finde ich, dass das Buch in der Mitte ziemlich "fad" und in die Länge gezogen wird. Im letzten Drittel nimmt es dann plötzlich eine Wendung und ich wurde wirklich von dem Ende überrascht! Damit habe ich nicht gerechnet. Fazit: Auch wenn ich hier und da meine Schwierigkeiten mit diesem Roman hatte kann ich eine klare Empfelung aussprechen. Das Buch nimmt uns mit durch eine wirklich emotionale - tiefgründige Geschichte!

3

⭐️⭐️⭐️

gutes Buch mit Spannung

5

Berührend

Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Ich finde es sehr ansprechend und einladend. Mit dem Klappentext hatte ich nicht gerechnet und doch fühlte ich mich zu dem Buch hingezogen und wollte es unbedingt lesen. Ein sehr schwieriges Thema. Der Schreibstil ist flüssig. Die Kapitellängen optimal. Man kam beim Lesen sehr gut voran. Henrietta ist sehr, wie soll ich sagen, speziell. Ich denke das trifft es sehr gut. Sie hat ihre Eigenarten und alles läuft nach Plan. Dann trifft sie auf Annie, die ihr ihre Lebensgeschichte erzählt und wahrscheinlich das Weihnachtsfest nicht mehr erleben wird. Zwei grundsätzlich verschiedene Charaktere die doch eine innige Freundschaft entwickeln. Die Geschichte ist sehr berührend aber auch abwechslungsreich. Das mag an den Detektiv Spiel von Henrietta liegen. Meiner Meinung nach lockert das die Geschichte auf. Es kommen ganz viele Ereignisse und fügen sich letztendlich zu einem Gesamtbild zusammen.

3

Lebensgeschichten

So. Nach Empfehlung dieses Buch gerade beendet. Bin hin und her gerissen. Fand es nicht schlecht, aber trotz der sehr gegensätzlichen Charaktere war mir keiner so wirklich nahe. Die Thematik war traurig und doch konnte es mich nicht recht berühren… trotzdem kein schlechtes Buch,verhaltene Begeisterung würde ich sagen…

4

Eine besondere Geschichte

Das Cover liebe ich total! Der Klappentext ließ mich große Emotionen erwarten. Die fehlten leider. Insgesamt ein gelungenes Buch über eine besondere Freundschaft und den Mut, über Vergangenes zu sprechen, um den Ballast des Unausgesprochenen auf der Seele loszulassen. Schade, dass das Buch mich auf der emotionalen Ebene nicht so sehr erreichen konnte, wie erhofft. Die Grundidee hinter dem Buch gefällt mir sehr und ich glaube, sie hätte mehr Potential gehabt. Zwischendurch zieht sich das Buch ein wenig. Zum Ende hin wird es nochmal spannend. Die großen Emotionen bleiben leider aus.

4

Love it

Es ist nie zu spät Im Mittelpunkt stehen Henrietta 32, die, sagen wir mal so, nicht die Allergefühligste ist, und Annien 66, die zu schätzen weiss, dass Henrietta der Unsentimentale Typ ist. Die beiden treffen sich in der Rosendale-Ambulanz. Henrietta soll im Café Leben Annies Lebensgeschichte aufzeichnen. Den beiden bleibt nicht viel Zeit, denn Annie hat Krebs im Endstadium und viel zu erzählen. Offene Fragen unter anderem weil Ihre Schwester mit 18 unter ungeklärten Umständen verschwand. Auch Hens Trauma aus der Kindheit kommt wieder hoch. Das ganze gelingt Jo Leevers ohne Kitsch, aber mit treffsicherem Gefühl. Im Buch gehts um Selbstbehauptung, Freundschaft und zwischen den Zeilen ist es eine Überraschend feministische Geschichte. Denn es geht auch um Geschlechterverhältnisse und eine Männlichkeit, die unfassbar alltäglich daherkommt, aber zutiefst toxisch ist. Wie Jo Leevers ihren Figuren unbeschönigt Härten zumutet und es ihr dennoch gelingt eine aufbauende Geschichte zu erzählen, habe ich als ein kleines Wunder empfunden.

Love it
4

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt ein sehr zurückgezogenes Leben in London. Als gescheiterte Bibliothekarin ist sie nun auf der Suche nach einem neuen Job und erhält einen etwas außergewöhnlichen Job in einem Hospiz. Hier soll sie fortan die Lebensgeschichten der Patienten niederschreiben und stößt dabei auf die Geschichte der 66-jährigen Krebspatientin Annie, der nur noch kurze Zeit zu leben bleibt. Schon bei ersten Gesprächen merkt Henrietta, dass Annie unangenehmen Themen ausweicht, vor allem als sie über den Tod ihrer Schwester erzählt. Doch irgendetwas kommt ihr dabei komisch vor und sie beginnt zu recherchieren. Die berührende Geschichte der Autorin Jo Leevers wird von den drei Sprecherinnen Nora Jokhosha, Tanja Fornaro und Heike Warmuth sehr einfühlsam vorgetragen. Durch die unterschiedlichen Stimmen wird den Charakteren der Geschichte Leben eingehaucht, sodass man zeitwirklich vergessen könnte, dass man keine echten Lebensgeschichten zu hören bekommt. Mich hat „Café Leben“ sehr berühren können. Einfühlsam berichtet Jo Leevers vom Leben und dem Tod, ohne dabei zu rührselig zu werden. Die Geschichte hat laute und turbulente Begegnungen, aber auch leise und berührende. Eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt und noch eine Weile nachklingen wird.

4

Ein wunderbares Buch über das Leben, den Tod und die Chancen dazwischen. Rezension folgt auf Instagram seelich_buchliebe

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