A New Dark Academic Fantasy By The New York Times Bestselling Author Of The Poppy War Traduttore, Traditore: An Act Of Translation Is Always An Act Of Betrayal. Oxford, 1836. The City Of Dreaming Spires. It Is The Centre Of All Knowledge And Progress In The World. And At Its Centre Is Babel, The Royal Institute Of Translation. The Tower From Which All The Power Of The Empire Flows. Orphaned In Canton And Brought To England By A Mysterious Guardian, Babel Seemed Like Paradise To Robin Swift. Until It Became A Prison... But Can A Student Stand Against An Empire? An Incendiary New Novel From Award-winning Author R.f. Kuang About The Power Of Language, The Violence Of Colonialism, And The Sacrifices Of Resistance.
In dem Buch geht es um Robi und seine Kommilitonen die sich im Übersetzungsinstitut Babel kennen lernen. Alle haben einen anderen ethnischen Hintergrund und somit wird in dem Buch über 700 Seiten über Themen wie Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus debattiert.
Ich hatte eher einen Fantasy Roman erwartet, aber die Magie steht hier leider nicht im Mittelpunkt, es wird leider trotz vieler Beispiele nie wirklich greifbar für mich und ist eher lahm.
Ich fand es zwischenzeitlich leider sehr zäh und langsam, der letzte Teil des Buches hat mir dann wieder etwas besser gefallen aber hat leider viele unrealistische Momente.
Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, würde es aber nicht weiter empfehlen, da gibt es bessere Bücher 🫠
Jan 31, 2025
3.5
Autsch !
In dem Buch geht es um Robi und seine Kommilitonen die sich im Übersetzungsinstitut Babel kennen lernen. Alle haben einen anderen ethnischen Hintergrund und somit wird in dem Buch über 700 Seiten über Themen wie Rassismus, Kolonialismus und Imperialismus debattiert.
Ich hatte eher einen Fantasy Roman erwartet, aber die Magie steht hier leider nicht im Mittelpunkt, es wird leider trotz vieler Beispiele nie wirklich greifbar für mich und ist eher lahm.
Ich fand es zwischenzeitlich leider sehr zäh und langsam, der letzte Teil des Buches hat mir dann wieder etwas besser gefallen aber hat leider viele unrealistische Momente.
Ich bin froh das Buch gelesen zu haben, würde es aber nicht weiter empfehlen, da gibt es bessere Bücher 🫠
Bewertung: 5/5 Sterne
Ich wusste ziemlich schnell, dass Babel kein Buch ist, das man einfach durchliest und dann zur Seite legt. Es lässt einen nicht los – gerade weil es so vielschichtig ist. Weil es Fragen stellt, die einem unter die Haut gehen. Und weil es Dinge sichtbar macht, die man vielleicht geahnt hat, aber nie so klar vor Augen hatte: wie Sprache funktioniert, wem sie dient – und wie eng sie mit Macht verknüpft ist.
Der Roman hat mich auf mehreren Ebenen gepackt. Intellektuell sowieso – weil Kuang es schafft, komplexe sprachphilosophische Konzepte in eine lebendige Erzählung zu verweben, ohne dabei belehrend zu sein. Emotional, weil ihre Figuren nicht nur Denkfiguren sind, sondern Menschen mit Widersprüchen, Zweifeln, Sehnsüchten. Und politisch – weil Babel mit brutaler Klarheit zeigt, wie tief Kolonialismus, Ausbeutung und akademischer Hochmut miteinander verstrickt sind.
Ein Satz hat mich besonders getroffen – ich komme da nicht drum rum, ihn zu zitieren:
„Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preiszugeben und hoffen, dass jemand anderes es versteht.“
Für mich ist das der Moment, in dem der Roman sein Herz offenbart. Es geht nicht nur um Sprache als Instrument. Es geht um das Risiko der Verständigung. Um das Wagnis, sich berühren zu lassen – und selbst berührbar zu bleiben. Das ist eine radikal menschliche, fast schon widerständige Haltung in einer Welt, die so sehr auf Kontrolle und Abgrenzung ausgerichtet ist.
Was mich fasziniert hat: Wie Kuang die Magie der Sprache ähnlich auflädt wie Le Guin in Erdsee – wo das wahre Benennen die Welt verändert. Oder wie Rothfuss in Der Name des Windes, wo Sprachbeherrschung mit Selbstverwirklichung verschmilzt. Nur ist Babel wütender. Politischer. Weniger verträumt, aber dafür brennender. Und gerade das macht es so kraftvoll.
Was Babel auch ist: fordernd. Kein Buch zum Durchrauschen. Man muss bereit sein, mitzugehen. Die etymologischen Exkurse, die historischen Kontexte, die ideologischen Spannungen – das alles braucht Aufmerksamkeit. Aber genau das hat mich gereizt. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dazuzulernen – über Sprache, Geschichte, Macht, aber auch über mich selbst.
Es ist auch ein Roman, der Grenzen infrage stellt – nicht nur geographische oder gesellschaftliche, sondern auch persönliche. Wie sehr passe ich mich an, um irgendwo dazuzugehören? Wie sehr verrate ich mich selbst, wenn ich das tue? Und was bedeutet Solidarität, wenn es ernst wird?
Am Ende bleibt für mich vor allem das: Babel ist ein zutiefst politisches Buch, ohne platt zu agitieren. Ein poetischer Roman, der nicht ins Sentimentale abrutscht. Und ein intellektuelles Werk, das einem trotzdem nahegeht. Diese Mischung ist selten – und genau deshalb ist dieses Buch für mich so besonders.
Ein klares Highlight. Nicht nur unter den Fantasyromanen, sondern in meiner gesamten Lesebiografie.
Apr 25, 2025
5.0
Bewertung: 5/5 Sterne
Ich wusste ziemlich schnell, dass Babel kein Buch ist, das man einfach durchliest und dann zur Seite legt. Es lässt einen nicht los – gerade weil es so vielschichtig ist. Weil es Fragen stellt, die einem unter die Haut gehen. Und weil es Dinge sichtbar macht, die man vielleicht geahnt hat, aber nie so klar vor Augen hatte: wie Sprache funktioniert, wem sie dient – und wie eng sie mit Macht verknüpft ist.
Der Roman hat mich auf mehreren Ebenen gepackt. Intellektuell sowieso – weil Kuang es schafft, komplexe sprachphilosophische Konzepte in eine lebendige Erzählung zu verweben, ohne dabei belehrend zu sein. Emotional, weil ihre Figuren nicht nur Denkfiguren sind, sondern Menschen mit Widersprüchen, Zweifeln, Sehnsüchten. Und politisch – weil Babel mit brutaler Klarheit zeigt, wie tief Kolonialismus, Ausbeutung und akademischer Hochmut miteinander verstrickt sind.
Ein Satz hat mich besonders getroffen – ich komme da nicht drum rum, ihn zu zitieren:
„Ich glaube, genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuhören und versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken, um einen Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preiszugeben und hoffen, dass jemand anderes es versteht.“
Für mich ist das der Moment, in dem der Roman sein Herz offenbart. Es geht nicht nur um Sprache als Instrument. Es geht um das Risiko der Verständigung. Um das Wagnis, sich berühren zu lassen – und selbst berührbar zu bleiben. Das ist eine radikal menschliche, fast schon widerständige Haltung in einer Welt, die so sehr auf Kontrolle und Abgrenzung ausgerichtet ist.
Was mich fasziniert hat: Wie Kuang die Magie der Sprache ähnlich auflädt wie Le Guin in Erdsee – wo das wahre Benennen die Welt verändert. Oder wie Rothfuss in Der Name des Windes, wo Sprachbeherrschung mit Selbstverwirklichung verschmilzt. Nur ist Babel wütender. Politischer. Weniger verträumt, aber dafür brennender. Und gerade das macht es so kraftvoll.
Was Babel auch ist: fordernd. Kein Buch zum Durchrauschen. Man muss bereit sein, mitzugehen. Die etymologischen Exkurse, die historischen Kontexte, die ideologischen Spannungen – das alles braucht Aufmerksamkeit. Aber genau das hat mich gereizt. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dazuzulernen – über Sprache, Geschichte, Macht, aber auch über mich selbst.
Es ist auch ein Roman, der Grenzen infrage stellt – nicht nur geographische oder gesellschaftliche, sondern auch persönliche. Wie sehr passe ich mich an, um irgendwo dazuzugehören? Wie sehr verrate ich mich selbst, wenn ich das tue? Und was bedeutet Solidarität, wenn es ernst wird?
Am Ende bleibt für mich vor allem das: Babel ist ein zutiefst politisches Buch, ohne platt zu agitieren. Ein poetischer Roman, der nicht ins Sentimentale abrutscht. Und ein intellektuelles Werk, das einem trotzdem nahegeht. Diese Mischung ist selten – und genau deshalb ist dieses Buch für mich so besonders.
Ein klares Highlight. Nicht nur unter den Fantasyromanen, sondern in meiner gesamten Lesebiografie.
Babel von R. F. Kuang ist ein außergewöhnliches, detailreiches und sprachlich beeindruckendes Werk. Man merkt deutlich den starken sprachwissenschaftlichen Hintergrund der Autorin, was das Buch besonders macht.
Allerdings empfand ich es stellenweise als sehr langatmig und anstrengend zu lesen, sodass ich öfter Pausen brauchte und der Lesefluss etwas stockte.
Trotzdem bietet die Geschichte eine beeindruckende Entwicklung und hebt sich im Fantasy-Genre deutlich von vielem ab. Empfehlenswert für alle, die Geduld mitbringen und Interesse an Sprachwissenschaft haben – für mich ein sehr gutes Leseerlebnis.
Sep 25, 2025
4.0
Babel von R. F. Kuang ist ein außergewöhnliches, detailreiches und sprachlich beeindruckendes Werk. Man merkt deutlich den starken sprachwissenschaftlichen Hintergrund der Autorin, was das Buch besonders macht.
Allerdings empfand ich es stellenweise als sehr langatmig und anstrengend zu lesen, sodass ich öfter Pausen brauchte und der Lesefluss etwas stockte.
Trotzdem bietet die Geschichte eine beeindruckende Entwicklung und hebt sich im Fantasy-Genre deutlich von vielem ab. Empfehlenswert für alle, die Geduld mitbringen und Interesse an Sprachwissenschaft haben – für mich ein sehr gutes Leseerlebnis.