Alexander oder Was ist Wahrheit
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Description
Ihr inneres Thema von Haftüberwindung, Freisein von Bindungen und Vorwagen ins Imaginäre verkörpert sich im jungen aufsässigen Geometer Philostrat in ›Enthymesis‹, vom listigen Erathostenes zur Erdmessung in südliche Breiten ausgeschickt, dem der Autor kühnlich sein eignes Bild leiht (136/37) – verkörpert sich im eisgrauen Geographen Pytheas von Massilia,, der, verwitternd lebenslänglich in karthagischem Kerker, noch im Wahntraum des Endes den Ausbruch in die Freiheit vollzieht.
Zwischen beiden der erheiternde Bilderbogen einer Babylonreise des Aristotelesschülers Lampon im runden Lederboot auf dem Euphrat, in den Tagen, da Alexanders Tyrannis endet.
Die antiken Bildszenen folgen frühen Phantasieanregungen aus Arno Schmidts Hamburger Schulzeit schon, vorzüglich Kumstellers Geschichtsbuch, für ›Alexander‹ von ihm ausdrücklich belegt (vgl. ›Porträt einer Klasse‹, 1982, Anh.). Den antikischen verschollenen Entwurf ›Sataspes‹ las er bereits dem Gesprächspartner vor (›Zettels Traum‹ 1021); zu ›Enthymesis‹ heißt es dort zur: »(›E(N)THYMESIS‹ (Hatt’ Ich nich ma so=was ...? (ganz früh schon? ... « (ZT 223). Für den ›Sitz im Leben‹ biographisch nicht weniger bedeutsam als die Bahnfahrten nach Görlitz für ›Leviathan‹, die Grübeleien in der Kriegsgefangenschaft für ›Schwarze Spiegel‹ als ›Längeres Gedankenspiel‹.
Book Information
Author Description
Arno Schmidt, 1914 in Hamburg geboren, war nach dem Abitur und einer kaufmännischen Lehre 1937 - 1940 graphischer Lagerbuchhalter in Greiffenberg (Schlesien) und von 1940 bis 1945 Soldat, überwiegend in Norwegen. Ab 1947 lebte er als freier Schriftsteller u.a. im Saarland und in Darmstadt, ab 1958 in Bargfeld, Kreis Celle. Arno Schmidt starb 1979 in Celle.
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Ihr inneres Thema von Haftüberwindung, Freisein von Bindungen und Vorwagen ins Imaginäre verkörpert sich im jungen aufsässigen Geometer Philostrat in ›Enthymesis‹, vom listigen Erathostenes zur Erdmessung in südliche Breiten ausgeschickt, dem der Autor kühnlich sein eignes Bild leiht (136/37) – verkörpert sich im eisgrauen Geographen Pytheas von Massilia,, der, verwitternd lebenslänglich in karthagischem Kerker, noch im Wahntraum des Endes den Ausbruch in die Freiheit vollzieht.
Zwischen beiden der erheiternde Bilderbogen einer Babylonreise des Aristotelesschülers Lampon im runden Lederboot auf dem Euphrat, in den Tagen, da Alexanders Tyrannis endet.
Die antiken Bildszenen folgen frühen Phantasieanregungen aus Arno Schmidts Hamburger Schulzeit schon, vorzüglich Kumstellers Geschichtsbuch, für ›Alexander‹ von ihm ausdrücklich belegt (vgl. ›Porträt einer Klasse‹, 1982, Anh.). Den antikischen verschollenen Entwurf ›Sataspes‹ las er bereits dem Gesprächspartner vor (›Zettels Traum‹ 1021); zu ›Enthymesis‹ heißt es dort zur: »(›E(N)THYMESIS‹ (Hatt’ Ich nich ma so=was ...? (ganz früh schon? ... « (ZT 223). Für den ›Sitz im Leben‹ biographisch nicht weniger bedeutsam als die Bahnfahrten nach Görlitz für ›Leviathan‹, die Grübeleien in der Kriegsgefangenschaft für ›Schwarze Spiegel‹ als ›Längeres Gedankenspiel‹.
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Arno Schmidt, 1914 in Hamburg geboren, war nach dem Abitur und einer kaufmännischen Lehre 1937 - 1940 graphischer Lagerbuchhalter in Greiffenberg (Schlesien) und von 1940 bis 1945 Soldat, überwiegend in Norwegen. Ab 1947 lebte er als freier Schriftsteller u.a. im Saarland und in Darmstadt, ab 1958 in Bargfeld, Kreis Celle. Arno Schmidt starb 1979 in Celle.



