Seelandschaft mit Pocahontas
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Description
Die Geschichte einer spontanen und flüchtigen Sommerliebe in der niedersächsischen Seelandschaft – die vielleicht zärtlichste Prosa Arno Schmidts.
Joachim, Schriftsteller und Atheist, verbringt zusammen mit seinem Freund Erich im Sommer 1953 ein paar Urlaubstage am Dümmer, einem niedersächsischen See. Als sie Annemarie und Selma, zwei junge Sekretärinnen, kennenlernen, versuchen die beiden ehemaligen Kriegskameraden ihr Glück. Joachim und Selma verlieben sich ineinander. Gemeinsam paddeln sie auf dem See und verlieren sich in erotischen Traumwelten. Doch immer wieder durchbrechen die rotzigen Kommentare Joachims zu Christentum und Adenauerrestauration das sommerliche Idyll und tauchen die Realität der 50er Jahre in unbarmherzig grelles Licht. Wie stark die gesellschaftlichen Konventionen sind, muss Joachim am Ende selbst schmerzhaft erfahren.
Book Information
Author Description
Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. Nachdem er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, arbeitete er zunächst als Dolmetscher, von 1947 an als freier Schriftsteller. Nach Stationen in Cordingen, Kastel an der Saar und Darmstadt zog er 1958 mit seiner Frau Alice nach Bargfeld (Kreis Celle), wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Von 1949 an, als seine Erzählung Leviathan in Buchform erschien, entstanden Romane, Dialoge zur Literatur für den Rundfunk, Essays und biographische Arbeiten, darunter sein Hauptwerk Zettel‘s Traum, 1334 DIN-A3-Seiten stark und über zehn Kilo schwer. Aufgrund des komplexen Layouts konnte es 1970 nur als Faksimile des Typoskripts erscheinen; erst seit 2010 liegt es in gesetzter Form vor. Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 in Celle. Zwei Jahre nach seinem Tod gründeten seine Frau Alice und Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.
Posts
Habe Schmidt eigentlich nie wieder lesen wollen, aber hier hat mich dann doch der Skandal zu sehr interessiert. Die meisten wissen wahrscheinlich, dass die Erzählung eine Klage nach sich zog wegen Pornografie und Gotteslästerung. Turns out, dass Deutschland (in diesem Fall wohl das Erzbistum Köln) nur prüde war. Überrascht hat es mich dennoch, dass mich das Buch unterhalten hat. Die Erzählung bringt einfach dieses Gefühl herüber, das man an warmen Sommertagen irgendwo im Urlaub hat.
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Die Geschichte einer spontanen und flüchtigen Sommerliebe in der niedersächsischen Seelandschaft – die vielleicht zärtlichste Prosa Arno Schmidts.
Joachim, Schriftsteller und Atheist, verbringt zusammen mit seinem Freund Erich im Sommer 1953 ein paar Urlaubstage am Dümmer, einem niedersächsischen See. Als sie Annemarie und Selma, zwei junge Sekretärinnen, kennenlernen, versuchen die beiden ehemaligen Kriegskameraden ihr Glück. Joachim und Selma verlieben sich ineinander. Gemeinsam paddeln sie auf dem See und verlieren sich in erotischen Traumwelten. Doch immer wieder durchbrechen die rotzigen Kommentare Joachims zu Christentum und Adenauerrestauration das sommerliche Idyll und tauchen die Realität der 50er Jahre in unbarmherzig grelles Licht. Wie stark die gesellschaftlichen Konventionen sind, muss Joachim am Ende selbst schmerzhaft erfahren.
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Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. Nachdem er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, arbeitete er zunächst als Dolmetscher, von 1947 an als freier Schriftsteller. Nach Stationen in Cordingen, Kastel an der Saar und Darmstadt zog er 1958 mit seiner Frau Alice nach Bargfeld (Kreis Celle), wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Von 1949 an, als seine Erzählung Leviathan in Buchform erschien, entstanden Romane, Dialoge zur Literatur für den Rundfunk, Essays und biographische Arbeiten, darunter sein Hauptwerk Zettel‘s Traum, 1334 DIN-A3-Seiten stark und über zehn Kilo schwer. Aufgrund des komplexen Layouts konnte es 1970 nur als Faksimile des Typoskripts erscheinen; erst seit 2010 liegt es in gesetzter Form vor. Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 in Celle. Zwei Jahre nach seinem Tod gründeten seine Frau Alice und Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.
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Habe Schmidt eigentlich nie wieder lesen wollen, aber hier hat mich dann doch der Skandal zu sehr interessiert. Die meisten wissen wahrscheinlich, dass die Erzählung eine Klage nach sich zog wegen Pornografie und Gotteslästerung. Turns out, dass Deutschland (in diesem Fall wohl das Erzbistum Köln) nur prüde war. Überrascht hat es mich dennoch, dass mich das Buch unterhalten hat. Die Erzählung bringt einfach dieses Gefühl herüber, das man an warmen Sommertagen irgendwo im Urlaub hat.




