Schwarze Spiegel

Schwarze Spiegel

Softcover
3.45
LeviathanLyrikGadirKurzgeschichten

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Description

Wir befinden uns im Jahr 1960. Ein Mann radelt durch eine geisterhafte Landschaft, verkohlte Leichen, Gerippe, in der Bewegung erstarrt. Ein Atomschlag wenige Jahre zuvor hat offenbar die ganze Menschheit ausgelöscht. Der Mann, ein Schriftsteller, beschließt, sich im Wald eine Hütte zu bauen, und unternimmt mit seinem Fahrrad Ausflüge in die dörfliche Umgebung, um sich mit Werkzeug, Lebensmitteln und Bauholz zu versorgen. Da trifft er plötzlich auf eine Überlebende.

Diese Ausgabe der »Suhrkamp BasisBibliothek - Arbeitstexte für Schule und Studium« bietet Arno Schmidts Endzeitroman Schwarze Spiegel zusammen mit einem Kommentar, der alle für das Verständnis des Buches erforderlichen Informationen enthält: eine Zeittafel, die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte, einen Forschungsüberblick, Literaturhinweise sowie detaillierte Wort- und Sacherläuterungen.

Book Information

Main Genre
Young Adult Books
Sub Genre
Educational material
Format
Softcover
Pages
154
Price
10.30 €

Author Description

Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren. Nachdem er kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, arbeitete er zunächst als Dolmetscher, von 1947 an als freier Schriftsteller. Nach Stationen in Cordingen, Kastel an der Saar und Darmstadt zog er 1958 mit seiner Frau Alice nach Bargfeld (Kreis Celle), wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte. Von 1949 an, als seine Erzählung Leviathan in Buchform erschien, entstanden Romane, Dialoge zur Literatur für den Rundfunk, Essays und biographische Arbeiten, darunter sein Hauptwerk Zettel‘s Traum, 1334 DIN-A3-Seiten stark und über zehn Kilo schwer. Aufgrund des komplexen Layouts konnte es 1970 nur als Faksimile des Typoskripts erscheinen; erst seit 2010 liegt es in gesetzter Form vor. Arno Schmidt starb am 3. Juni 1979 in Celle. Zwei Jahre nach seinem Tod gründeten seine Frau Alice und Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.

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Okay, heute habe ich mal wieder ein Buch für euch, das ich für die Uni gelesen habe. Und nicht nur für die Uni: Es ist eines der Bücher, über die ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Zum ersten Mal habe ich es vor über einem Jahr gelesen, bis jetzt habe ich aber nicht gewagt, es zu rezensieren. Ich weiß nicht, es hätte sich für mich so angefühlt, als würde ich damit die Göttin der schlechten Noten herausfordern. Aber jetzt, über ein Jahr und sicher ein Dutzend Re-Reads später, kommt endlich die Rezension. In Arno Schmidts "Schwarze Spiegel" geht es um einen namenlosen Erzähler, der einen Atomkrieg überlebt hat. Ihr könnt euch alle vorstellen, wie das Leben nach einem Atomkrieg so aussieht: Der Erzähler hat seit fünf Jahren keinen anderen Menschen mehr gesehen! Alle sind tot. Nur er ist noch da. Also fährt er mit seinem Fahrrad durch die Welt, liest Bücher, schreibt zornige Briefe an Autoren, denen er nicht zustimmt und macht sich über die Welt der Vergangenheit lustig. Mich hat dieses Buch überrascht. Der Erzähler ist unglaublich zynisch und verspottet alles und jeden. Dass er einsam ist und seine Situation nicht nur gut findet, merkt man nur an wenigen Stellen. Wenn er zum Beispiel stundenlang versucht, Radiosignale aufzufangen, um so andere Überlebende zu finden. Solltet ihr dieses Buch lesen wollen, dann empfehle ich euch, eine Ausgabe mit Kommentar zu lesen, wie die, die ich gelesen habe. Es gibt eigene Seminare, die sich nur damit beschäftigen, auf welche Ereignisse und Texte "Schwarze Spiegel" anspielt, es gibt unglaublich viele Verweise auf Personen, Kunst und Literatur. Es gibt Einschübe auf anderen Sprachen, der Erzähler verwendet Dialekt und manchmal verliert die Sprache einfach mal ihren Sinn, so wie das im Expressionismus halt passiert. Ohne den Kommentar im Anhang wäre der Text für mich wohl nicht lesbar gewesen. Erst durch den Kommentar und das Wissen, das ich dadurch gewinnen konnte, wurde das Buch für mich zu einem Highlight. Mein Fazit? Unglaublich coole Lektüre - aber nur, wenn man eine Ausgabe mit Kommentar liest.

4

Ich habe dieses Buch innerhalb von kürzester Zeit ganze drei Mal gelesen. Mit jedem Mal hat es mir besser gefallen, mit jedem Mal konnte ich mich besser auf den Schreibstil einstellen und die Geschichte in mich aufsaugen. Arno Schmidts Schreibstil mag anfangs etwas herausfordernd wirken, allerdings ist Schwarze Spiegel ein geniales Werk mit unglaublich viel Inhalt auf nur wenigen Seiten. Je länger und tiefgehender ich mich damit beschäftigt habe, desto besser konnte ich mich auf das Buch einlassen und desto mehr konnte ich für mich persönlich mitnehmen.

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