Abbitte
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Description
Book Information
Author Description
Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner Romane ein Bestseller, viele sind verfilmt, zuletzt ›Am Strand‹ (mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson). Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts, der American Academy of Arts and Sciences und Träger der Goethe-Medaille.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
McEwans Wortgewandtheit ist beeindruckend, doch seine Vorliebe für ausufernde Beschreibungen und Umschreibungen kann ermüdend sein. Es dauert etwa 200 Seiten, bis die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Auf den ersten 200 Seiten kann man jedoch seine sprachliche Kunstfertigkeit genießen. Sein Schreibstil ist einzigartig und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich persönlich schätze ihn. Dies war mein zweites Mal, dass ich das Buch gelesen habe, und während ich beim ersten Mal begeistert war, fand ich es bei nochmaligem Lesen nicht mehr ganz so fesselnd. Es ist erstaunlich, wie sich unsere Geschmäcker im Laufe der Zeit verändern können.
Eine verhängnisvolle Entscheidung…
Ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt. Wenn man gar nicht so richtig weiß, worum es in einem Buch geht, aber man irgendwie einen inneren Drang hat dieses zu lesen. So erging es mir hier. Zum Glück bin ich diesem Drang nachgegangen. Dieses Buch hat mich wahrlich umgehauen. Vor allem der erste Teil war grandios. Jeder Satz war so präzise, wie der Schnitt mit einem Skalpell. Ian McEwan hat einen sehr interessanten und für mich bis dato einzigartigen Schreibstil. Eine beinah kühle, aber doch durchaus lebendige Weise diese Geschichte zu erzählen. Die junge Briony erinnert mich ein wenig an die kleine Scott aus „Wer die Nachtigall stört“. Zwar noch ein Kind, aber doch intellektuell auf einem anderen Niveau. Trotzdem immer noch in ihrer kindlichen Welt und in ihren Vorstellungen gefangen. Sehr gut gefallen hat mir auch das historische Setting. Die Zeit vor/während der zweiten Weltkriegs in England. Dabei ist das kein Roman über den Krieg, auch wenn er die Grausamkeit dessen nicht verschweigt. Überall werden kleine Details eingestreut, die nur Sinn ergeben, wenn man von heute auf diese Zeit zurückschaut. Die Geschichte der beiden Liebenden ist alles andere als eine klassische. Aber es zeigt, wie stark Liebe auch in den dunkelsten Momenten sein kann. Nach dem ersten Teil war ich hin und weg. Dieser Teil war für mich die pure Perfektion. Danach nahm es etwas ab, aber nur marginal. Jedoch so viel, dass es für mich kein fünf Sterne Buch wurde. Das Ende hat nochmal mein Herz berührt und es gleichzeitig gebrochen. Wieder in der unvergleichlichen Art des Autors. Dieses Buch ist eine uneingeschränkte Empfehlung.
Mitreißend trotz kleiner Längen
Wir folgen Briony und ihrer Schwester Cecilia sowie Robbie dem Sohn der Haushälterin von Familie Tallis erst durch einen folgenschweren heißen Sommertag, dann durch die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hierbei wechselt das Buch die Perspektive zwischen der jungen Briony, Robbie und der alten Briony die über ihr Leben nachsinnt. Der erste Teil war für mich eindeutig der beste der vier Teile. Ein ganzer Nachmittag und Abend wird in einer Detailtiefe vor uns ausgebreitet, die fast schon langweilig sein könnte, es aber für mich definitiv nicht war. Im Gegenteil, ich war fasziniert von Brionys Perspektive und von dem drohenden Unheil, das sich ankündigt. Die Konsequenzen von Brionys Schuld werden im Mittelteil klar. Robbie inzwischen Soldat im zweiten Weltkrieg kämpft sich durch die Hölle von Dunkirk um eines der rettenden Boote zurück nach England zu erreichen. Dieser Teil ist grausam und erinnert ein bisschen in der Brutalität und Schonungslosigkeit an "Im Westen nichts Neues". Der letzte Teil ist eigentlich nur dazu da das Herz des Lesers gänzlich zu brechen falls das nicht eh schon passiert ist. 100% Erfolgsrate würde ich sagen. Ein tolles Buch. Jetzt möchte ich gerne den Film sehen.
Es stand schon lange auf meiner WuLi
und ich wollte es immer lesen bevor ich den Film anschaue, weil ich gehört hatte, man würde mehr von Brionys Character verstehen. Wirklich viele Fragen entstanden beim Lesen, in wie weit Briony abschätzen konnte, was ihre fatale Anschuldigung anrichten würde. Ist sie ein Kind? Aber schon mit 13 kennt man den Unterschied von Wahrheit und Lüge…. also ist sie böse? Sie deutet es so wie sie denkt dass es sein könnte…. Robbie habe ich sehr ins Herz geschlossen, was für ein feiner Kerl mit so herausragenden Zukunftaussichten und dann wird alles zerstört, das war ein harter Schlag! Die Kriegsschilderung sind präzise und unverblümt, auch was die Krankenschwestern damals ertrugen, insgesammt fand ich das Buch wunderbar geschrieben, als modernen Klassiker ist es sehr zu empfehlen!
Eine großartige Geschichte über das Erwachsenwerden und die Tragweite von Entscheidungen
Die 13-jährige Briony spielt Schicksal und bezichtigt einen Unschuldigen der Vergewaltigung. Damit reißt sie gleich mehrere Existenzen in den Abgrund. Erst Jahre später wird ihr die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst und leistet Abbitte. „Abbitte“ von Ian McEwan gehört zu den wenigen Büchern, die ich nach der Verfilmung gelesen habe. Und auch wenn ich Keira Knightley liebe, so bin ich jetzt enttäuscht, wie wenig der Film die Schrecken des Krieges eingefangen hat, die der Autor so detailliert beschreibt. Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung. Ich liebe McEwans bildhafte Beschreibungen und mit seinem Roman zeigt er mehr als deutlich, welche Wellen Lügen schlagen können.
Wunderbares Buch von Ian McEwan. Der erste Teil hat zwar Längen, die jedoch auch Sinn machen, lernt man so die Charaktere besser kennen. Absolute Leseempfehlung . Der Roman behandelt Schuld, Vergebung, Wahrheit und Fiktion – und reflektiert dabei die Macht von Geschichten, indem er die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt. Die Figuren, insbesondere Briony Tallis, sind komplex und psychologisch ausgearbeitet. Ihr Wandel von einem naiven Kind zur reflektierenden alten Frau gibt der Geschichte eine emotionale Wucht.
Zwei Liebende, die zueinander nicht kommen können und eine Schwester, die das zu verantworten hat. Eine tragische Geschichte, die erzählt wie aus jugendlichem Leichtsinn großes Leid und lebenslange Schuld erwächst. Kein Roman, der gute Laune macht, sondern nachdenklich stimmt und auch schockiert, nicht zuletzt wegen der Schilderung von Ereignissen aus dem 2. WK. Überraschender Plot-Twist am Ende, der das gesamte Werk nochmal ganz neu erscheinen lässt.
Tragisch und wunderschön 🫀🦋🥀💌
Dieses Werk thematisiert Liebe, Verrat, Verlust, Schuld und Verantwortung. Es ist eine Geschichte über die man länger nachdenken und diskutieren kann und eignet sich daher gut für einen Buchclub. Es ist kein einfacher Schreibstil und für meinen Geschmack anfangs zu ausführlich gewesen. Das Ende ist hier definitiv das Highlight gewesen und hat es für mich inhaltlich her zu einem Meisterwerk gemacht. Zur Frage Brionys Schuld werde ich mir wohl im Laufe meines Lebens immer wieder mal Gedanken machen.

…
The first part was mostly entertaining. The second part was for me kind of boring but that doesn’t mean it wasn’t good. The third part was in my opinion the best. ________________Spoiler_________________ In the first part I mostly liked Cecilia’s point of view. Brionys was a little to descriptive, Emily was a little to self centered (or „Briony centered“). The second part was only things about the war out of Robbie’s point of view and I found that to be quite confusing. But it itself was well written and not bad. The third part was from Brionys point of view. And she came to realize that she did something really bad and drastic. That realization really got me in that part which was why I liked it so much. The last part was out of old Brionys point of view. And she tells how her life is going and what happened to the people around her. It was a really nice ending.

Ein unbedingt lesenswerter Klassiker
Vor Jahren habe bereits den tollen Film gesehen und nun, dank Buchclub, endlich das Buch gelesen. Traurig und schön zu gleich! Wunderbar geschrieben (auch die Übersetzung passt ;)). Man möchte weiterlesen und zugleich auch nicht - fürchtet man doch das Ende, der Wahrheit, ins Gesicht gucken zu müssen. Unbedingt lesen, wer gerne Liebesgeschichten liest, wer gerne über den zweiten Weltkrieg liest, wer gerne McEwan liest… 😃
Wer schafft es bei dem Ende nicht zu weinen?
Ein heißer Sommertag voller Enthüllungen und Verwirrungen führen zu einem verhängnisvollen Augenblick, der dramatische Folgen für unsere Hauptcharaktere hat. Und dass nur weil ein junges Mädchen Wissen mit Glauben verwechselt. Ich kannte den Film „Abbitte“ und schon da hatte mich die Geschichte von Cecilia und Robbie unheimlich mitgenommen. Das Buch gab den beiden weitere Tiefe, zeigte deutlicher die Folgen von Brionies Taten. Und neben der Geschichte unserer Protagonisten erlebt man auch die Schrecken des Krieges. Was einem, finde ich, die Figuren noch näher bringt und für sie hoffen lässt. Gehört definitiv zu meinen Favoriten!
Musste ich in der Schule im Englischunterricht lesen. Grundsätzlich eine gute Idee. Wir haben ein Verbrechen, eine Liebesgeschichte und das Setting in der Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs. Die Geschichte spielt größtenteils in England, aber auch ein Part im Buch ist dem Schrecken von Dunkirk gewidmet. Also warum gebe ich dann trotzdem nur 2 ⭐️? Ganz einfach! Die Hauptfigur Briony handelt so unverständlich und egoistisch, dass man dieses Buch manchmal am liebsten gegen die Wand werfen würde. Man wird auch im Laufe des Buches, wo sie älter wird kein Mitleid oder Verständnis für ihr Verhalten haben können. Selbst Charakterentwicklung kann sie nicht retten. Deshalb meine Bewertung:)
Ich wollte ganz lange erst weniger Sterne geben, aber am Ende hat mich das Buch doch noch mehr überzeugt können. Ich verstehe, wieso dieses Buch von Kritikern gefeiert wurde. Es ist sprachlich schön und hat viele Nuancen. Aber leider leider leider zieht es sich doch gerade zu Anfang sehr und verliert sich in Beschreibungen von Details, was, glaube ich, auch so gewollt war. Doch eine Geschichte sollte einen dennoch noch fesseln können. Und diese hier konnte es zu vielen Teilen nicht.
Wunderbar geschrieben mit einem herzzerreißenden Ende
Überwältigend gut geschriebenes Buch über eine tragische Liebesgeschichte und vorallem über die Frage nach Schuld und Vergebung. In wie weit kann ein junger Mensch durch sein noch kindliches handeln und denken die Folgen einschätzen?! Und in wie weit ist dieser Mensch von Schuld freizusprechen oder eben auch nicht?! Die detailreichen Schilderungen ermöglichen das man sich nicht nur in alle Protagonisten so gut hineinversetzen kann, man bekommt auch solch genaue und wundervolle Beschreibungen von Orten und Räumen das man das Gefühl hat dort gewesen zu sein. Das Buch und die Geschichte beschäftigt mich noch immer und das ist es was ein gutes Buch für mich ausmacht! Unbedingt lesen!
Heute möchte ich euch "Abbitte" von Ian McEwan aus dem Jahre 2001 vorstellen. Hierbei handelt es sich um einen metafiktionalen Roman, der aus Sicht von Briony Tallis geschrieben wurde. Darin beschreibt sie im ersten Teil ihre Kindheit auf dem Land und dad Verhältnis zu ihrer Familie. Ihre Schwester Cecilia ist ihr sehr wichtig und da Briony noch recht jung ist, verflechtet sich die Realität mit Fiktion und durch einen Vorfall wird Robbie (Cecilia's Geliebter) einer Frevelei gegenüber der Cousine Lola beschuldigt und festgenommen. Im zweiten Teil des Buches erfährt der Leser das Leben von Robbie nach der Entlassung kennen, der in Frankreich gegen die Deutschen in den Krieg gezogen ist und nun zwecks der Evakuierung auf dem Weg nach Dünkirchen ist. Der dritte Teil befasst sich mit Brionys Ausbildung zur Krankenschwester. Cecilia hat selbst eine Ausbildung zur Krankenschwester in dem Krankenhaus gemacht, wo Briony sich ausbilden lässt. Durch den Vorfall mit Robbie hat Cecilia den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen, allerdings versucht Briony eine Kontaktaufnahme und beide Schwestern sprechen über die geschehenen Ereignisse. Der letzte Teil des Buches lautet 'London, 1999' und hier erzählt Briony von ihrem 77. Geburtstag und zeigt auf, welche Geschehnisse wahr und welche erfunden sind. Ich liebe den Schreibstil von "Abbitte", da er eine Mischung aus dem 1900er und 2000er Schreibstil ist. Es lässt sich flüssig lesen und hält den Leser in der Geschichte gefangen, daher fällt es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die ersten drei Teile des Buches sind in der Erzähler-Form verfasst, der Teil 'London, 1999' in der Ich-Form, da Briony ihre aktuellen Gedanken und Gefühle aufs Papier gegeben hat. Zeitlich spielt die Geschichte vor und während des zweiten Weltkrieges und beschäftigt sich mit den Themen Liebe/Trennung, Unschuld/Selbsterkenntnis und Treue/Verrat. Es hat mir wirklich sehr gefallen und der Film von Joe Wright hat das Buch ebenfalls perfekt eingefangen. Für mich ein absolutes Jahreshighlight. Daher kann ich diesem Buch nur 5 von 5 Sternen ✨️ geben und es jedem nur ans Herz legen, da es so viele wichtige Punkte und Geschehnisse anspricht.

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich schon vor Jahren den Film (2-3x) gesehen und es ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Jetzt hab ich endlich auch das Buch dazu gelesen und immer die Szenen aus dem Film im Kopf gehabt, was aber nicht weiter schlimm war, da die Handlung wirklich die selbe ist. Nichts was irgendwie abweicht. Daher kann ich nur sagen, dass ich das Buch und den Film wirklich gleich gut finde, was ja sonst immer schwierig ist. Das Buch ist wirklich toll und bekommt von mir eine klare Empfehlung!
A great book, one of the most interesting and depressing novels I ever read. Unfortunately I made the mistake of watching the movie first (not knowing about this book at that time), which spoiled part of the novel and especially the ending for me. That's the reason for changing the rating from 4 stars to 5, adding this book to my alltime favourites. I was drawn into the book right from the beginning - the pre-war setting with its lush and carefree atmosphere, spoiled by the events during the course of a day, then the darker and more brutal scenery during the war - the author did a great job here. The characters were great as well. The motivation for their deeds (and for the things they didn't do) were understandable and there was a lot of character development. The actions that seemed to be out of character were explained by the ending. Going into depth more would spoil the book for those of my friends who might be planning to read it (if they haven't read a synopsis somewhere else or seen the film). I still sometimes think about some of the questions the book posed for me. Is there really a thing like atonement? Is it possible to forgive someone who spoiled the entire lifes of other persons, even if she did it without fully understanding what she was doing? A really good book - and definately on my list to reread.
Am Anfang fiel es mir schwer in das Buch rein zu kommen. Es ist sehr kompakt und mit vielen Schachtelsätzen geschrieben. Aber hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt, ist es fantastisch. Der erste Teil ist wunderbar und zeigt auf, wie leichtsinnig ein Mädchen mit Lüge und Wahrheit spielt und somit das Leben anderer verändert. Von Wut und Hass getrieben, obwohl sie eigentlich ihre Schwester beschützen wollte. Der Teil mit Robbie, welcher im zweiten Weltkrieg spielt, war super und hat mir gut gefallen. Robbie und auch Cecilia sind mir ans Herz gewachsen. Die beiden hätten miteinander Glück verdient. Das Buch hat mir gut gefallen und ich finde es sollte jeder einmal gelesen haben.
Etwas langatmig aber sehr schön 💗
Ich habe vorher den Film gesehen und habe danach lange überlegt ob ich das Buch lesen möchte oder nicht. Das Buch hat gut angefangen und ich war sofort in der Geschichte gefangen leider ist es nach den ersten hundert Seiten etwas langatmig geworden, sodass es eine Weile gebraucht hat bis ich wieder richtig mitfühlen konnte. Dennoch wurde es zum Ende wieder sehr spannend und emotional. Die Aufmachung der Handlung und der Charaktere hat mir wirklich gut gefallen, ich habe mich jedesmal gefühlt als wäre ich die Person aus deren Sicht man gerade das Geschehen erzählt bekommt, wodurch es ein tolles Leseerlebnis war.
Dieses Buch hat mich wirklich zerrissen zurückgelassen - Macht es Sinn das die Sachen, die mich gestört haben, eigentlich doch wieder passend waren? Das fängt schon beim Schreibstil an. Den fand ich nämlich im 1. von 3 Teilen, in die das Buch eingeteilt ist, extrem anstrengend zu lesen. Ungefähr die Hälfte des Buches war deshalb ziemlich zäh. Beschreibungen waren mir einfach viel zu detailliert und umschweifend. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass so Dinge wie die Art, auf die sich das Licht der Sonne im Fenster spiegelt, in einem Satz durch fünf verschiedene Metaphern beschrieben werden. Aber trotzdem passt das unglaublich zum Charakter der Protagonistin. So wird auch anhand des Schreibstils deutlich, wie sehr sie sich im Verlauf der Geschichte verändert, da sich der Schreibstil in den nächsten Abschnitten zum Positiven verändert. Er ist viel angenehmer zu lesen, auf einmal macht die Geschichte sogar wirklich Spaß. Alles in allem wird so auf jeden Fall stehts die passende Atmosphäre - romantisch, spannungsgeladen, bedrückend etc. - vermittelt. Auch die Sache mit der Protagonistin ist etwas schwierig. Briony Tallis ist so ziemlich das unsympathischste junge Mädchen, über das ich je gelesen habe. Sie ist ziemlich von sich selbst überzeugt und wartet nur auf den Tag an dem auch endlich allen anderen bewusst wird, dass sie zu Größerem bestimmt ist. Andererseits ist ihr Handeln auch ziemlich verständlich. Sie ist in ihrer Fantasie gefangen und will eigentlich nur das Richtige tun. Deshalb begeht sie auch einen schlimmen Fehler, den sie am liebsten wieder gut machen will. Ich finde ihre Charakterentwicklung sehr spannend und unglaublich gut gelungen. Man merkt, wie sie innerlich erwachsen wird, wie sehr ihr Fehler sie bedrückt. Auch die Art und Weise, wie sie versucht dafür Abbitte zu leisten, finde ich für ihren Charakter sehr passend und allgemein wirklich schön. Auch alle anderen Charaktere wirken sehr real und authentisch. Ich konnte mir beim Lesen jeden einzelnen von ihnen genau vorstellen, da sie durch die Beschreibungen unglaublich dreidimensional und tief ausgearbeitet wirken. Ich hatte durchgehen das Gefühl, sie wirklich zu kennen und mit im Raum zu sein. Und das tritt wirklich auf alle zu, ob wichtig - wie Robby, Cecilia und Tom - oder relativ nebensächlich - wie Mrs Tallis und Robbies Mum - , sie alle wirkten unglaublich echt. Die erste Hälfte des Buches entwickelt sie meiner Meinung nach zu langsam. Es werden so viele Details erklärt, die eigentlich nicht wirklich zur Handlung beitragen und irgendwie alle nur in die Länge ziehen. Trotzdem ist der Aufbau des Spannungsbogens unglaublich gut gelungen. Man spürt regelrecht wie neben der Temperatur auch die Spannung steigt bis es schließlich zum Höhepunkt kommt, der mich emotional sehr mitgerissen hat. Beim zweiten Mal Lesen war das übrigens nochmal viel extremer, da man dann weiß was noch passieren wird. Teil 2 und 3 der Geschichte spielen dann im Krieg, aber aus unterschiedlichen Perspektiven, die auch ein tieferes Eintauchen in die Gefühlswelten der jeweiligen Charaktere, die dabei eine Rolle spielen, ermöglichen. Diese Abschnitte haben mir besonders gut gefallen, weil ich das Thema Krieg - sowohl auf dem Schlachtfeld, als auch im Krankenhaus - unglaublich spannend und gut umgesetzt empfinde. Allgemein spielen besonders diese beiden Teile sehr mit den Emotionen. Alles wird sehr schonungslos und teilweise auch blutig erzählt. Man lacht, weint, macht sich Hoffnungen, die dann wieder zerstört werden, nur um das ganze Emotionschaos wieder von vorne anzufangen. Zudem wird die Charakterentwicklung vorangetrieben, was sehr interessant zu sehen ist. Diese Entwicklung findet dann auch im Epilog seinen Hochpunkt, der ich wirklich emotional sehr berührt hat. Allgemein ist die Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge sehr gut gelungen, da Dinge aus der Vergangenheit auch später noch auf andere Weise Relevanz finden und so das Chaos perfekt machen. Alles in allem lässt das Buch mich also sehr zwiegespalten zurück, da die erste Hälfte sehr anstrengend war, die zweite aber unglaublich gut. Deswegen habe ich mich letztendlich aus dem Bauch heraus für 3,5 Sterne entschieden.
Gut konstruiert, tolle Idee und Aufbau. Auch die Sprache war an einigen Stellen wirklich präzise, die Geschichte hat mich aber einfach nicht mitgerissen.
Den Roman hatte mir eine Bekannte empfohlen, von der ich sehr viel halte. Sie sagte, es sei eines ihrer Lieblingsbücher – entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Und das ist bekanntlich selten die beste Voraussetzung, um sich einer Geschichte unvoreingenommen zu nähern. Schon früh habe ich gemerkt, dass mir Briony, die Protagonistin, nicht sonderlich sympathisch ist. Das soll sie wohl auch gar nicht sein – eher kindlich, beeinflussbar, egozentrisch. Genau das arbeitet McEwan meisterhaft heraus. Dennoch fällt es mir schwer, mich emotional auf eine Geschichte einzulassen, wenn ich mit der Hauptfigur hadere. Ich ertappe mich dann dabei, dass ich innerlich auf Abstand gehe und manchmal gar nicht mehr wissen möchte, wie es weitergeht. Auch die leicht altmodische, teils gestelzte Sprache hat mir die Immersion an einigen Stellen erschwert. Trotzdem finde ich die Grundidee und den Aufbau des Romans äußerst spannend: Wir begleiten die fantasievolle, junge Briony, die an einem glühend heißen Sommertag im Jahr 1935 in ihrem englischen Landhaus Zeugin einer Vergewaltigung wird. Durch eine verhängnisvolle Verwechslung beschuldigt sie den falschen Mann – eine Entscheidung, die dessen Leben und das vieler anderer unwiderruflich verändert. Ich habe das Hörbuch gerne gehört, vor allem nachdem ich den Film gesehen hatte, der mir Figuren und Atmosphäre noch plastischer vor Augen führte. Ohne diesen visuellen Bezug und ohne die begeisterte Empfehlung meiner Bekannten muss ich allerdings sagen, dass mich das Buch allein eher kühl zurückließ. Es ist sprachlich brillant, keine Frage – emotional aber blieb es für mich auf Distanz.
Ein gutes Buch. Der erste Teil war mir zu langatmig und wenig interessant. Teil 2 fand ich super und es sind Dinge passiert, die mich dann doch an das Buch fesseln konnten. Teil 3 war dann wieder nicht so mein Fall, während der letzte Teil wirklich grandios war. Das Ende hat eine durchschlagende Wirkung und ich fand es sehr gelungen. Der Blick des Autors auf seine Charaktere und wie er sie handeln lässt, hat mir am Besten gefallen. Insgesamt aber ein ziemliches Auf und Ab, nicht nur gefühlsmäßig. Ich bereue nicht, es gelesen zu haben, auch wenn es mich nicht total überzeugen konnte.
Durch die Verfilmung von 2007 mit Keira Knightley, James McAvoy und Saoirse Ronan war mir die Handlung bekannt. Der Film ist auch sehr nahe an dem Buch. Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut. Im ersten Teil gibt es nummerierte Kapitel in den anderen Teilen leider nicht.
Eine Dreizehnjährige beobachtet ihr unverständliche Vorgänge und deutet sie falsch. Ihre Zeugenaussage hat folgenschwere Auswirkungen auf das Leben aller auf einem Landgut anwesenden Personen.

Ein bewegender Klassiker
Das Buch ist in mehrere Parts unterteilt, von denen ich, wie viele, den Ersten wirklich gemocht habe. Der Schreibstil ist außergewöhnlich gut, man hat wirklich das Gefühl mittendrin dabei zu sein. Den zweiten Teil mochte ich persönlich immer noch gerne. Ich denke den Schlusses muss jeder für sich selbst bewerten. Es ist auf jeden Fall ein Ende, dessen Erinnerung noch eine Weile begleitet. Einen Stern Abzug, weil es sich ab einem bestimmten Punkt für mich etwas gezogen hat. Ansonsten nicht umsonst ein Klassiker.
Ich hab zwar etwas gebraucht, um in die Story reinzufinden und auch der zweite Teil hat sich für mich manchmal etwas gezogen, aber sobald man einmal eingetaucht war, war es wunderschön! Die Charaktere waren extrem echt und das Ende fand ich mega umgesetzt:) Für eine Schullektüre echt überraschend 🫶🏻🪴🌷
"Atonement" focuses on tragic events surrounding the Tallis family during the years prior to, during and after the Second World War. Briony Tallis, a thirteen-year-old girl who has a dream of becoming a famous author, witnesses and misunderstands the sexual tension between her older sister Cecilia and the gardener Robbie Turner, with her mistake leading to years of remorse, hate, solitude – and atonement. One might think this is a concept too unpromising for a full-length story, lacking any further potential for an interesting reading experience which will stick in one’s memory. But whoever may bear such thoughts: the novel is even more than that. Don’t expect a hopeful, romantic or even funny story when entering the world Ian McEwan has built in his masterpiece. It is tragic, heart-breaking and full of dark moments. There is not too much hope in this story. „Atonement“ depicts what might very well have been reality. McEwan deals with flawed characters. Neither of them are perfect, all of them commit mistakes with grave consequences. Most of them are not even likeable. But you can’t say any person included in McEwans large cast of characters is depicted in an unrealistic way, and in my opinion, that’s what makes „Atonement“ a true masterpiece. Two years ago, I had to read „The Innocent“, one of McEwan’s less-known novels, for school. It was not particularly well-written, felt really weird to me and a lot of others, did not deal subtly with its messages, and was generally no novel to be commemorated as a great work. I am still angry with my English teacher for introducing me to McEwan with such a book, considering his writing talents shine so much more through the narrative of „Atonement“. Say what you want about the plot or the character development, but the prose is beautiful. The book has been published only fourteen years ago, but it is one of those novels which will probably be considered to be true classics in fifty or one hundred years. „Atonement“ is divided into three different sections. The first one deals with a hot afternoon in the summer of 1935 and the aftermath of a fatal entanglement, introducing the main characters, a stunning atmosphere and allowing the reader to become familiar with McEwan’s writing style. It was a little bit difficult to get into the story due to its slow beginning and the lengthy introduction, which is the main reason for why I deducted one half-star from my rating and finally rounded it down to 4 stars. But as soon as the first plot twist appeared, the story’s pace gathered speed, making up for a great conclusion to the first part. The second section then introduced us to a soldier’s experience during the Second World War, and while interesting and very well-written, this section – once again – may be considered to be a little long-winded. (I think those 100 pages might easily have been reduced to 60 or 70.) And then McEwan returned to his main protagonist during the course of the last section, narrating a tale about a nurse’s difficult life during War, and had he not already captured me with his prose, he would certainly have succeeded to do so with this final part. The epilogue was one of the best conclusions to a story I’ve ever read, staying true to the plot and the characters and completing the story in a way which is very close to being perfect. If you enjoy reading novels with magnificent writing, profound plot elements which remain true to the characters, and perfect character development, then this is the book you should check out next.
Read my full review here:https://tessasworldofthings.blogspot.de/2015/10/atonement-by-ian-mcewan.htmlDuring an extremely hot summer day in 1935, 13-year-old Briony Tallis prepares to perform her first self-developed play starring her three cousins, 15-year-old Lola and the 9-year-old twins Jackson and Pierrot. In compliment to Briony's older brother Leon (who comes for a visit, bringing along his friend Paul Marshall) the play has to be perfect. Unfortunately Lola is a very calculating person, who steals the lead from Briony and due to her cousins inability to satisfy her, she cancels the rehearsals and runs away for the rest of the day.While waiting for dinner to be served and something meaningful to happen, Briony accepts the obligation to deliver a letter addressed to her sister Cecilia from the friend of the family Robbie. Because of her curiosity, Briony reads the letter and sees a threat towards her sister in it. Robbie expresses (in parts in vulgar language) his feelings towards Cecilia, who reciprocates them, which Briony doesn't know.While the family and friends have dinner, the twins decide to run away, which leads to a searchparty being formed. Over trying to locate the twins, Briony interrupts a man raping Lola. Because of the letter she read earlier and her inability to see anything in the nightly woods, Briony accuses Robbie of the rape, who then is imprisoned.
Unerbittlich wie eine griechische Tragödie
Ian McEwans "Atonement" entfaltet sich langsam und unaufhaltsam wie eine griechische Tragödie. Man braucht eine Weile, um sich an das beschauliche Tempo zu gewöhnen (Teil 1 umfasst ca. 185 Seiten und spielt an nur einem Tag), doch wenn man erst mal im Bann der Ereignisse gefangen ist, gibt es kein Zurück mehr. Das Erzähltempo dürfte im 21. Jahrhundert gewiss einigen Lesern zu schaffen machen, allerdings lohnt es sich, bis zum Ende dran zu bleiben, nicht zuletzt, weil das mit einer Wendung aufwartet, die einen sprachlos und erschüttert zurücklässt. Alles in allem ein großartiger Roman, der dem Leser einiges abverlangt.
This book is a masterpiece. As someone whose first language isn't English, I have to admit that I struggled with the first couple of chapters (especially Briony's POV) but once I got used to it, the incredible craft used in this book overshines everything. I think, Atonement is a book that can only win in depth and layers the more often you read - which I will most certainly do! That being said... the ending hit me out of nowhere, at least in the moment of reading it, and I still think it was utter genius. What an incredible book.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London. 1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner Romane ein Bestseller, viele sind verfilmt, zuletzt ›Am Strand‹ (mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson). Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society of Arts, der American Academy of Arts and Sciences und Träger der Goethe-Medaille.
Posts
McEwans Wortgewandtheit ist beeindruckend, doch seine Vorliebe für ausufernde Beschreibungen und Umschreibungen kann ermüdend sein. Es dauert etwa 200 Seiten, bis die Geschichte endlich Fahrt aufnimmt. Auf den ersten 200 Seiten kann man jedoch seine sprachliche Kunstfertigkeit genießen. Sein Schreibstil ist einzigartig und vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich persönlich schätze ihn. Dies war mein zweites Mal, dass ich das Buch gelesen habe, und während ich beim ersten Mal begeistert war, fand ich es bei nochmaligem Lesen nicht mehr ganz so fesselnd. Es ist erstaunlich, wie sich unsere Geschmäcker im Laufe der Zeit verändern können.
Eine verhängnisvolle Entscheidung…
Ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt. Wenn man gar nicht so richtig weiß, worum es in einem Buch geht, aber man irgendwie einen inneren Drang hat dieses zu lesen. So erging es mir hier. Zum Glück bin ich diesem Drang nachgegangen. Dieses Buch hat mich wahrlich umgehauen. Vor allem der erste Teil war grandios. Jeder Satz war so präzise, wie der Schnitt mit einem Skalpell. Ian McEwan hat einen sehr interessanten und für mich bis dato einzigartigen Schreibstil. Eine beinah kühle, aber doch durchaus lebendige Weise diese Geschichte zu erzählen. Die junge Briony erinnert mich ein wenig an die kleine Scott aus „Wer die Nachtigall stört“. Zwar noch ein Kind, aber doch intellektuell auf einem anderen Niveau. Trotzdem immer noch in ihrer kindlichen Welt und in ihren Vorstellungen gefangen. Sehr gut gefallen hat mir auch das historische Setting. Die Zeit vor/während der zweiten Weltkriegs in England. Dabei ist das kein Roman über den Krieg, auch wenn er die Grausamkeit dessen nicht verschweigt. Überall werden kleine Details eingestreut, die nur Sinn ergeben, wenn man von heute auf diese Zeit zurückschaut. Die Geschichte der beiden Liebenden ist alles andere als eine klassische. Aber es zeigt, wie stark Liebe auch in den dunkelsten Momenten sein kann. Nach dem ersten Teil war ich hin und weg. Dieser Teil war für mich die pure Perfektion. Danach nahm es etwas ab, aber nur marginal. Jedoch so viel, dass es für mich kein fünf Sterne Buch wurde. Das Ende hat nochmal mein Herz berührt und es gleichzeitig gebrochen. Wieder in der unvergleichlichen Art des Autors. Dieses Buch ist eine uneingeschränkte Empfehlung.
Mitreißend trotz kleiner Längen
Wir folgen Briony und ihrer Schwester Cecilia sowie Robbie dem Sohn der Haushälterin von Familie Tallis erst durch einen folgenschweren heißen Sommertag, dann durch die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Hierbei wechselt das Buch die Perspektive zwischen der jungen Briony, Robbie und der alten Briony die über ihr Leben nachsinnt. Der erste Teil war für mich eindeutig der beste der vier Teile. Ein ganzer Nachmittag und Abend wird in einer Detailtiefe vor uns ausgebreitet, die fast schon langweilig sein könnte, es aber für mich definitiv nicht war. Im Gegenteil, ich war fasziniert von Brionys Perspektive und von dem drohenden Unheil, das sich ankündigt. Die Konsequenzen von Brionys Schuld werden im Mittelteil klar. Robbie inzwischen Soldat im zweiten Weltkrieg kämpft sich durch die Hölle von Dunkirk um eines der rettenden Boote zurück nach England zu erreichen. Dieser Teil ist grausam und erinnert ein bisschen in der Brutalität und Schonungslosigkeit an "Im Westen nichts Neues". Der letzte Teil ist eigentlich nur dazu da das Herz des Lesers gänzlich zu brechen falls das nicht eh schon passiert ist. 100% Erfolgsrate würde ich sagen. Ein tolles Buch. Jetzt möchte ich gerne den Film sehen.
Es stand schon lange auf meiner WuLi
und ich wollte es immer lesen bevor ich den Film anschaue, weil ich gehört hatte, man würde mehr von Brionys Character verstehen. Wirklich viele Fragen entstanden beim Lesen, in wie weit Briony abschätzen konnte, was ihre fatale Anschuldigung anrichten würde. Ist sie ein Kind? Aber schon mit 13 kennt man den Unterschied von Wahrheit und Lüge…. also ist sie böse? Sie deutet es so wie sie denkt dass es sein könnte…. Robbie habe ich sehr ins Herz geschlossen, was für ein feiner Kerl mit so herausragenden Zukunftaussichten und dann wird alles zerstört, das war ein harter Schlag! Die Kriegsschilderung sind präzise und unverblümt, auch was die Krankenschwestern damals ertrugen, insgesammt fand ich das Buch wunderbar geschrieben, als modernen Klassiker ist es sehr zu empfehlen!
Eine großartige Geschichte über das Erwachsenwerden und die Tragweite von Entscheidungen
Die 13-jährige Briony spielt Schicksal und bezichtigt einen Unschuldigen der Vergewaltigung. Damit reißt sie gleich mehrere Existenzen in den Abgrund. Erst Jahre später wird ihr die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst und leistet Abbitte. „Abbitte“ von Ian McEwan gehört zu den wenigen Büchern, die ich nach der Verfilmung gelesen habe. Und auch wenn ich Keira Knightley liebe, so bin ich jetzt enttäuscht, wie wenig der Film die Schrecken des Krieges eingefangen hat, die der Autor so detailliert beschreibt. Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung. Ich liebe McEwans bildhafte Beschreibungen und mit seinem Roman zeigt er mehr als deutlich, welche Wellen Lügen schlagen können.
Wunderbares Buch von Ian McEwan. Der erste Teil hat zwar Längen, die jedoch auch Sinn machen, lernt man so die Charaktere besser kennen. Absolute Leseempfehlung . Der Roman behandelt Schuld, Vergebung, Wahrheit und Fiktion – und reflektiert dabei die Macht von Geschichten, indem er die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt. Die Figuren, insbesondere Briony Tallis, sind komplex und psychologisch ausgearbeitet. Ihr Wandel von einem naiven Kind zur reflektierenden alten Frau gibt der Geschichte eine emotionale Wucht.
Zwei Liebende, die zueinander nicht kommen können und eine Schwester, die das zu verantworten hat. Eine tragische Geschichte, die erzählt wie aus jugendlichem Leichtsinn großes Leid und lebenslange Schuld erwächst. Kein Roman, der gute Laune macht, sondern nachdenklich stimmt und auch schockiert, nicht zuletzt wegen der Schilderung von Ereignissen aus dem 2. WK. Überraschender Plot-Twist am Ende, der das gesamte Werk nochmal ganz neu erscheinen lässt.
Tragisch und wunderschön 🫀🦋🥀💌
Dieses Werk thematisiert Liebe, Verrat, Verlust, Schuld und Verantwortung. Es ist eine Geschichte über die man länger nachdenken und diskutieren kann und eignet sich daher gut für einen Buchclub. Es ist kein einfacher Schreibstil und für meinen Geschmack anfangs zu ausführlich gewesen. Das Ende ist hier definitiv das Highlight gewesen und hat es für mich inhaltlich her zu einem Meisterwerk gemacht. Zur Frage Brionys Schuld werde ich mir wohl im Laufe meines Lebens immer wieder mal Gedanken machen.

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The first part was mostly entertaining. The second part was for me kind of boring but that doesn’t mean it wasn’t good. The third part was in my opinion the best. ________________Spoiler_________________ In the first part I mostly liked Cecilia’s point of view. Brionys was a little to descriptive, Emily was a little to self centered (or „Briony centered“). The second part was only things about the war out of Robbie’s point of view and I found that to be quite confusing. But it itself was well written and not bad. The third part was from Brionys point of view. And she came to realize that she did something really bad and drastic. That realization really got me in that part which was why I liked it so much. The last part was out of old Brionys point of view. And she tells how her life is going and what happened to the people around her. It was a really nice ending.

Ein unbedingt lesenswerter Klassiker
Vor Jahren habe bereits den tollen Film gesehen und nun, dank Buchclub, endlich das Buch gelesen. Traurig und schön zu gleich! Wunderbar geschrieben (auch die Übersetzung passt ;)). Man möchte weiterlesen und zugleich auch nicht - fürchtet man doch das Ende, der Wahrheit, ins Gesicht gucken zu müssen. Unbedingt lesen, wer gerne Liebesgeschichten liest, wer gerne über den zweiten Weltkrieg liest, wer gerne McEwan liest… 😃
Wer schafft es bei dem Ende nicht zu weinen?
Ein heißer Sommertag voller Enthüllungen und Verwirrungen führen zu einem verhängnisvollen Augenblick, der dramatische Folgen für unsere Hauptcharaktere hat. Und dass nur weil ein junges Mädchen Wissen mit Glauben verwechselt. Ich kannte den Film „Abbitte“ und schon da hatte mich die Geschichte von Cecilia und Robbie unheimlich mitgenommen. Das Buch gab den beiden weitere Tiefe, zeigte deutlicher die Folgen von Brionies Taten. Und neben der Geschichte unserer Protagonisten erlebt man auch die Schrecken des Krieges. Was einem, finde ich, die Figuren noch näher bringt und für sie hoffen lässt. Gehört definitiv zu meinen Favoriten!
Musste ich in der Schule im Englischunterricht lesen. Grundsätzlich eine gute Idee. Wir haben ein Verbrechen, eine Liebesgeschichte und das Setting in der Zeit vor und während des zweiten Weltkriegs. Die Geschichte spielt größtenteils in England, aber auch ein Part im Buch ist dem Schrecken von Dunkirk gewidmet. Also warum gebe ich dann trotzdem nur 2 ⭐️? Ganz einfach! Die Hauptfigur Briony handelt so unverständlich und egoistisch, dass man dieses Buch manchmal am liebsten gegen die Wand werfen würde. Man wird auch im Laufe des Buches, wo sie älter wird kein Mitleid oder Verständnis für ihr Verhalten haben können. Selbst Charakterentwicklung kann sie nicht retten. Deshalb meine Bewertung:)
Ich wollte ganz lange erst weniger Sterne geben, aber am Ende hat mich das Buch doch noch mehr überzeugt können. Ich verstehe, wieso dieses Buch von Kritikern gefeiert wurde. Es ist sprachlich schön und hat viele Nuancen. Aber leider leider leider zieht es sich doch gerade zu Anfang sehr und verliert sich in Beschreibungen von Details, was, glaube ich, auch so gewollt war. Doch eine Geschichte sollte einen dennoch noch fesseln können. Und diese hier konnte es zu vielen Teilen nicht.
Wunderbar geschrieben mit einem herzzerreißenden Ende
Überwältigend gut geschriebenes Buch über eine tragische Liebesgeschichte und vorallem über die Frage nach Schuld und Vergebung. In wie weit kann ein junger Mensch durch sein noch kindliches handeln und denken die Folgen einschätzen?! Und in wie weit ist dieser Mensch von Schuld freizusprechen oder eben auch nicht?! Die detailreichen Schilderungen ermöglichen das man sich nicht nur in alle Protagonisten so gut hineinversetzen kann, man bekommt auch solch genaue und wundervolle Beschreibungen von Orten und Räumen das man das Gefühl hat dort gewesen zu sein. Das Buch und die Geschichte beschäftigt mich noch immer und das ist es was ein gutes Buch für mich ausmacht! Unbedingt lesen!
Heute möchte ich euch "Abbitte" von Ian McEwan aus dem Jahre 2001 vorstellen. Hierbei handelt es sich um einen metafiktionalen Roman, der aus Sicht von Briony Tallis geschrieben wurde. Darin beschreibt sie im ersten Teil ihre Kindheit auf dem Land und dad Verhältnis zu ihrer Familie. Ihre Schwester Cecilia ist ihr sehr wichtig und da Briony noch recht jung ist, verflechtet sich die Realität mit Fiktion und durch einen Vorfall wird Robbie (Cecilia's Geliebter) einer Frevelei gegenüber der Cousine Lola beschuldigt und festgenommen. Im zweiten Teil des Buches erfährt der Leser das Leben von Robbie nach der Entlassung kennen, der in Frankreich gegen die Deutschen in den Krieg gezogen ist und nun zwecks der Evakuierung auf dem Weg nach Dünkirchen ist. Der dritte Teil befasst sich mit Brionys Ausbildung zur Krankenschwester. Cecilia hat selbst eine Ausbildung zur Krankenschwester in dem Krankenhaus gemacht, wo Briony sich ausbilden lässt. Durch den Vorfall mit Robbie hat Cecilia den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen, allerdings versucht Briony eine Kontaktaufnahme und beide Schwestern sprechen über die geschehenen Ereignisse. Der letzte Teil des Buches lautet 'London, 1999' und hier erzählt Briony von ihrem 77. Geburtstag und zeigt auf, welche Geschehnisse wahr und welche erfunden sind. Ich liebe den Schreibstil von "Abbitte", da er eine Mischung aus dem 1900er und 2000er Schreibstil ist. Es lässt sich flüssig lesen und hält den Leser in der Geschichte gefangen, daher fällt es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die ersten drei Teile des Buches sind in der Erzähler-Form verfasst, der Teil 'London, 1999' in der Ich-Form, da Briony ihre aktuellen Gedanken und Gefühle aufs Papier gegeben hat. Zeitlich spielt die Geschichte vor und während des zweiten Weltkrieges und beschäftigt sich mit den Themen Liebe/Trennung, Unschuld/Selbsterkenntnis und Treue/Verrat. Es hat mir wirklich sehr gefallen und der Film von Joe Wright hat das Buch ebenfalls perfekt eingefangen. Für mich ein absolutes Jahreshighlight. Daher kann ich diesem Buch nur 5 von 5 Sternen ✨️ geben und es jedem nur ans Herz legen, da es so viele wichtige Punkte und Geschehnisse anspricht.

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich schon vor Jahren den Film (2-3x) gesehen und es ist einer meiner Lieblingsfilme geworden. Jetzt hab ich endlich auch das Buch dazu gelesen und immer die Szenen aus dem Film im Kopf gehabt, was aber nicht weiter schlimm war, da die Handlung wirklich die selbe ist. Nichts was irgendwie abweicht. Daher kann ich nur sagen, dass ich das Buch und den Film wirklich gleich gut finde, was ja sonst immer schwierig ist. Das Buch ist wirklich toll und bekommt von mir eine klare Empfehlung!
A great book, one of the most interesting and depressing novels I ever read. Unfortunately I made the mistake of watching the movie first (not knowing about this book at that time), which spoiled part of the novel and especially the ending for me. That's the reason for changing the rating from 4 stars to 5, adding this book to my alltime favourites. I was drawn into the book right from the beginning - the pre-war setting with its lush and carefree atmosphere, spoiled by the events during the course of a day, then the darker and more brutal scenery during the war - the author did a great job here. The characters were great as well. The motivation for their deeds (and for the things they didn't do) were understandable and there was a lot of character development. The actions that seemed to be out of character were explained by the ending. Going into depth more would spoil the book for those of my friends who might be planning to read it (if they haven't read a synopsis somewhere else or seen the film). I still sometimes think about some of the questions the book posed for me. Is there really a thing like atonement? Is it possible to forgive someone who spoiled the entire lifes of other persons, even if she did it without fully understanding what she was doing? A really good book - and definately on my list to reread.
Am Anfang fiel es mir schwer in das Buch rein zu kommen. Es ist sehr kompakt und mit vielen Schachtelsätzen geschrieben. Aber hat man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt, ist es fantastisch. Der erste Teil ist wunderbar und zeigt auf, wie leichtsinnig ein Mädchen mit Lüge und Wahrheit spielt und somit das Leben anderer verändert. Von Wut und Hass getrieben, obwohl sie eigentlich ihre Schwester beschützen wollte. Der Teil mit Robbie, welcher im zweiten Weltkrieg spielt, war super und hat mir gut gefallen. Robbie und auch Cecilia sind mir ans Herz gewachsen. Die beiden hätten miteinander Glück verdient. Das Buch hat mir gut gefallen und ich finde es sollte jeder einmal gelesen haben.
Etwas langatmig aber sehr schön 💗
Ich habe vorher den Film gesehen und habe danach lange überlegt ob ich das Buch lesen möchte oder nicht. Das Buch hat gut angefangen und ich war sofort in der Geschichte gefangen leider ist es nach den ersten hundert Seiten etwas langatmig geworden, sodass es eine Weile gebraucht hat bis ich wieder richtig mitfühlen konnte. Dennoch wurde es zum Ende wieder sehr spannend und emotional. Die Aufmachung der Handlung und der Charaktere hat mir wirklich gut gefallen, ich habe mich jedesmal gefühlt als wäre ich die Person aus deren Sicht man gerade das Geschehen erzählt bekommt, wodurch es ein tolles Leseerlebnis war.
Dieses Buch hat mich wirklich zerrissen zurückgelassen - Macht es Sinn das die Sachen, die mich gestört haben, eigentlich doch wieder passend waren? Das fängt schon beim Schreibstil an. Den fand ich nämlich im 1. von 3 Teilen, in die das Buch eingeteilt ist, extrem anstrengend zu lesen. Ungefähr die Hälfte des Buches war deshalb ziemlich zäh. Beschreibungen waren mir einfach viel zu detailliert und umschweifend. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass so Dinge wie die Art, auf die sich das Licht der Sonne im Fenster spiegelt, in einem Satz durch fünf verschiedene Metaphern beschrieben werden. Aber trotzdem passt das unglaublich zum Charakter der Protagonistin. So wird auch anhand des Schreibstils deutlich, wie sehr sie sich im Verlauf der Geschichte verändert, da sich der Schreibstil in den nächsten Abschnitten zum Positiven verändert. Er ist viel angenehmer zu lesen, auf einmal macht die Geschichte sogar wirklich Spaß. Alles in allem wird so auf jeden Fall stehts die passende Atmosphäre - romantisch, spannungsgeladen, bedrückend etc. - vermittelt. Auch die Sache mit der Protagonistin ist etwas schwierig. Briony Tallis ist so ziemlich das unsympathischste junge Mädchen, über das ich je gelesen habe. Sie ist ziemlich von sich selbst überzeugt und wartet nur auf den Tag an dem auch endlich allen anderen bewusst wird, dass sie zu Größerem bestimmt ist. Andererseits ist ihr Handeln auch ziemlich verständlich. Sie ist in ihrer Fantasie gefangen und will eigentlich nur das Richtige tun. Deshalb begeht sie auch einen schlimmen Fehler, den sie am liebsten wieder gut machen will. Ich finde ihre Charakterentwicklung sehr spannend und unglaublich gut gelungen. Man merkt, wie sie innerlich erwachsen wird, wie sehr ihr Fehler sie bedrückt. Auch die Art und Weise, wie sie versucht dafür Abbitte zu leisten, finde ich für ihren Charakter sehr passend und allgemein wirklich schön. Auch alle anderen Charaktere wirken sehr real und authentisch. Ich konnte mir beim Lesen jeden einzelnen von ihnen genau vorstellen, da sie durch die Beschreibungen unglaublich dreidimensional und tief ausgearbeitet wirken. Ich hatte durchgehen das Gefühl, sie wirklich zu kennen und mit im Raum zu sein. Und das tritt wirklich auf alle zu, ob wichtig - wie Robby, Cecilia und Tom - oder relativ nebensächlich - wie Mrs Tallis und Robbies Mum - , sie alle wirkten unglaublich echt. Die erste Hälfte des Buches entwickelt sie meiner Meinung nach zu langsam. Es werden so viele Details erklärt, die eigentlich nicht wirklich zur Handlung beitragen und irgendwie alle nur in die Länge ziehen. Trotzdem ist der Aufbau des Spannungsbogens unglaublich gut gelungen. Man spürt regelrecht wie neben der Temperatur auch die Spannung steigt bis es schließlich zum Höhepunkt kommt, der mich emotional sehr mitgerissen hat. Beim zweiten Mal Lesen war das übrigens nochmal viel extremer, da man dann weiß was noch passieren wird. Teil 2 und 3 der Geschichte spielen dann im Krieg, aber aus unterschiedlichen Perspektiven, die auch ein tieferes Eintauchen in die Gefühlswelten der jeweiligen Charaktere, die dabei eine Rolle spielen, ermöglichen. Diese Abschnitte haben mir besonders gut gefallen, weil ich das Thema Krieg - sowohl auf dem Schlachtfeld, als auch im Krankenhaus - unglaublich spannend und gut umgesetzt empfinde. Allgemein spielen besonders diese beiden Teile sehr mit den Emotionen. Alles wird sehr schonungslos und teilweise auch blutig erzählt. Man lacht, weint, macht sich Hoffnungen, die dann wieder zerstört werden, nur um das ganze Emotionschaos wieder von vorne anzufangen. Zudem wird die Charakterentwicklung vorangetrieben, was sehr interessant zu sehen ist. Diese Entwicklung findet dann auch im Epilog seinen Hochpunkt, der ich wirklich emotional sehr berührt hat. Allgemein ist die Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge sehr gut gelungen, da Dinge aus der Vergangenheit auch später noch auf andere Weise Relevanz finden und so das Chaos perfekt machen. Alles in allem lässt das Buch mich also sehr zwiegespalten zurück, da die erste Hälfte sehr anstrengend war, die zweite aber unglaublich gut. Deswegen habe ich mich letztendlich aus dem Bauch heraus für 3,5 Sterne entschieden.
Gut konstruiert, tolle Idee und Aufbau. Auch die Sprache war an einigen Stellen wirklich präzise, die Geschichte hat mich aber einfach nicht mitgerissen.
Den Roman hatte mir eine Bekannte empfohlen, von der ich sehr viel halte. Sie sagte, es sei eines ihrer Lieblingsbücher – entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Und das ist bekanntlich selten die beste Voraussetzung, um sich einer Geschichte unvoreingenommen zu nähern. Schon früh habe ich gemerkt, dass mir Briony, die Protagonistin, nicht sonderlich sympathisch ist. Das soll sie wohl auch gar nicht sein – eher kindlich, beeinflussbar, egozentrisch. Genau das arbeitet McEwan meisterhaft heraus. Dennoch fällt es mir schwer, mich emotional auf eine Geschichte einzulassen, wenn ich mit der Hauptfigur hadere. Ich ertappe mich dann dabei, dass ich innerlich auf Abstand gehe und manchmal gar nicht mehr wissen möchte, wie es weitergeht. Auch die leicht altmodische, teils gestelzte Sprache hat mir die Immersion an einigen Stellen erschwert. Trotzdem finde ich die Grundidee und den Aufbau des Romans äußerst spannend: Wir begleiten die fantasievolle, junge Briony, die an einem glühend heißen Sommertag im Jahr 1935 in ihrem englischen Landhaus Zeugin einer Vergewaltigung wird. Durch eine verhängnisvolle Verwechslung beschuldigt sie den falschen Mann – eine Entscheidung, die dessen Leben und das vieler anderer unwiderruflich verändert. Ich habe das Hörbuch gerne gehört, vor allem nachdem ich den Film gesehen hatte, der mir Figuren und Atmosphäre noch plastischer vor Augen führte. Ohne diesen visuellen Bezug und ohne die begeisterte Empfehlung meiner Bekannten muss ich allerdings sagen, dass mich das Buch allein eher kühl zurückließ. Es ist sprachlich brillant, keine Frage – emotional aber blieb es für mich auf Distanz.
Ein gutes Buch. Der erste Teil war mir zu langatmig und wenig interessant. Teil 2 fand ich super und es sind Dinge passiert, die mich dann doch an das Buch fesseln konnten. Teil 3 war dann wieder nicht so mein Fall, während der letzte Teil wirklich grandios war. Das Ende hat eine durchschlagende Wirkung und ich fand es sehr gelungen. Der Blick des Autors auf seine Charaktere und wie er sie handeln lässt, hat mir am Besten gefallen. Insgesamt aber ein ziemliches Auf und Ab, nicht nur gefühlsmäßig. Ich bereue nicht, es gelesen zu haben, auch wenn es mich nicht total überzeugen konnte.
Durch die Verfilmung von 2007 mit Keira Knightley, James McAvoy und Saoirse Ronan war mir die Handlung bekannt. Der Film ist auch sehr nahe an dem Buch. Das Buch ist in drei Teilen aufgebaut. Im ersten Teil gibt es nummerierte Kapitel in den anderen Teilen leider nicht.
Eine Dreizehnjährige beobachtet ihr unverständliche Vorgänge und deutet sie falsch. Ihre Zeugenaussage hat folgenschwere Auswirkungen auf das Leben aller auf einem Landgut anwesenden Personen.

Ein bewegender Klassiker
Das Buch ist in mehrere Parts unterteilt, von denen ich, wie viele, den Ersten wirklich gemocht habe. Der Schreibstil ist außergewöhnlich gut, man hat wirklich das Gefühl mittendrin dabei zu sein. Den zweiten Teil mochte ich persönlich immer noch gerne. Ich denke den Schlusses muss jeder für sich selbst bewerten. Es ist auf jeden Fall ein Ende, dessen Erinnerung noch eine Weile begleitet. Einen Stern Abzug, weil es sich ab einem bestimmten Punkt für mich etwas gezogen hat. Ansonsten nicht umsonst ein Klassiker.
Ich hab zwar etwas gebraucht, um in die Story reinzufinden und auch der zweite Teil hat sich für mich manchmal etwas gezogen, aber sobald man einmal eingetaucht war, war es wunderschön! Die Charaktere waren extrem echt und das Ende fand ich mega umgesetzt:) Für eine Schullektüre echt überraschend 🫶🏻🪴🌷
"Atonement" focuses on tragic events surrounding the Tallis family during the years prior to, during and after the Second World War. Briony Tallis, a thirteen-year-old girl who has a dream of becoming a famous author, witnesses and misunderstands the sexual tension between her older sister Cecilia and the gardener Robbie Turner, with her mistake leading to years of remorse, hate, solitude – and atonement. One might think this is a concept too unpromising for a full-length story, lacking any further potential for an interesting reading experience which will stick in one’s memory. But whoever may bear such thoughts: the novel is even more than that. Don’t expect a hopeful, romantic or even funny story when entering the world Ian McEwan has built in his masterpiece. It is tragic, heart-breaking and full of dark moments. There is not too much hope in this story. „Atonement“ depicts what might very well have been reality. McEwan deals with flawed characters. Neither of them are perfect, all of them commit mistakes with grave consequences. Most of them are not even likeable. But you can’t say any person included in McEwans large cast of characters is depicted in an unrealistic way, and in my opinion, that’s what makes „Atonement“ a true masterpiece. Two years ago, I had to read „The Innocent“, one of McEwan’s less-known novels, for school. It was not particularly well-written, felt really weird to me and a lot of others, did not deal subtly with its messages, and was generally no novel to be commemorated as a great work. I am still angry with my English teacher for introducing me to McEwan with such a book, considering his writing talents shine so much more through the narrative of „Atonement“. Say what you want about the plot or the character development, but the prose is beautiful. The book has been published only fourteen years ago, but it is one of those novels which will probably be considered to be true classics in fifty or one hundred years. „Atonement“ is divided into three different sections. The first one deals with a hot afternoon in the summer of 1935 and the aftermath of a fatal entanglement, introducing the main characters, a stunning atmosphere and allowing the reader to become familiar with McEwan’s writing style. It was a little bit difficult to get into the story due to its slow beginning and the lengthy introduction, which is the main reason for why I deducted one half-star from my rating and finally rounded it down to 4 stars. But as soon as the first plot twist appeared, the story’s pace gathered speed, making up for a great conclusion to the first part. The second section then introduced us to a soldier’s experience during the Second World War, and while interesting and very well-written, this section – once again – may be considered to be a little long-winded. (I think those 100 pages might easily have been reduced to 60 or 70.) And then McEwan returned to his main protagonist during the course of the last section, narrating a tale about a nurse’s difficult life during War, and had he not already captured me with his prose, he would certainly have succeeded to do so with this final part. The epilogue was one of the best conclusions to a story I’ve ever read, staying true to the plot and the characters and completing the story in a way which is very close to being perfect. If you enjoy reading novels with magnificent writing, profound plot elements which remain true to the characters, and perfect character development, then this is the book you should check out next.
Read my full review here:https://tessasworldofthings.blogspot.de/2015/10/atonement-by-ian-mcewan.htmlDuring an extremely hot summer day in 1935, 13-year-old Briony Tallis prepares to perform her first self-developed play starring her three cousins, 15-year-old Lola and the 9-year-old twins Jackson and Pierrot. In compliment to Briony's older brother Leon (who comes for a visit, bringing along his friend Paul Marshall) the play has to be perfect. Unfortunately Lola is a very calculating person, who steals the lead from Briony and due to her cousins inability to satisfy her, she cancels the rehearsals and runs away for the rest of the day.While waiting for dinner to be served and something meaningful to happen, Briony accepts the obligation to deliver a letter addressed to her sister Cecilia from the friend of the family Robbie. Because of her curiosity, Briony reads the letter and sees a threat towards her sister in it. Robbie expresses (in parts in vulgar language) his feelings towards Cecilia, who reciprocates them, which Briony doesn't know.While the family and friends have dinner, the twins decide to run away, which leads to a searchparty being formed. Over trying to locate the twins, Briony interrupts a man raping Lola. Because of the letter she read earlier and her inability to see anything in the nightly woods, Briony accuses Robbie of the rape, who then is imprisoned.
Unerbittlich wie eine griechische Tragödie
Ian McEwans "Atonement" entfaltet sich langsam und unaufhaltsam wie eine griechische Tragödie. Man braucht eine Weile, um sich an das beschauliche Tempo zu gewöhnen (Teil 1 umfasst ca. 185 Seiten und spielt an nur einem Tag), doch wenn man erst mal im Bann der Ereignisse gefangen ist, gibt es kein Zurück mehr. Das Erzähltempo dürfte im 21. Jahrhundert gewiss einigen Lesern zu schaffen machen, allerdings lohnt es sich, bis zum Ende dran zu bleiben, nicht zuletzt, weil das mit einer Wendung aufwartet, die einen sprachlos und erschüttert zurücklässt. Alles in allem ein großartiger Roman, der dem Leser einiges abverlangt.
This book is a masterpiece. As someone whose first language isn't English, I have to admit that I struggled with the first couple of chapters (especially Briony's POV) but once I got used to it, the incredible craft used in this book overshines everything. I think, Atonement is a book that can only win in depth and layers the more often you read - which I will most certainly do! That being said... the ending hit me out of nowhere, at least in the moment of reading it, and I still think it was utter genius. What an incredible book.





















































