Lolita

Lolita

Hardback
3.7600
LiteraturklassikerDrehbuchNympheStanley Kubrick

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Description

Der Roman einer fatalen Obsession, ein Weltbestseller: Der Literaturwissenschaftler Humbert verliebt sich in das noch sehr junge Mädchen Dolores Haze, nennt sie «Lolita». Die einseitige Leidenschaft mündet in einer Odyssee quer durch die USA und am Ende in einen Mord.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
720
Price
41.20 €

Author Description

Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919-1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922-1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen, meist unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937-1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und in Paris, seit 1940 in den USA. 1961-1977 wohnt Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er stirbt am 2. Juli 1977.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
72%
6%
48%
25%
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95%
65%
4%
6%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
1%
90%
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8%

Pace

Fast0%
Slow100%
Moderate0%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)

Posts

99
All
5

Ein umstrittener Klassiker, mit brillanter Erzählkunst und poetischer Sprache allerdings verstörender Thematik.

Was hat mich dieses Kunstwerk gefordert, abgestoßen fasziniert und mich sehr beschäftigt. Vladimir Nabokov wählt in seinem Roman Lolita eine interessante Schreibweise. Der Erzähler spricht direkt zu seinen Lesern und schafft dadurch eine eindringliche Nähe, wobei es unangenehm wird denn was uns der Erzähler so berichtet ist teilweise so abscheulich das man sich davon distanzieren möchte. Das ganze verpackt er in eine wunderschöne Sprache, von der ich nicht genug haben konnte. Die ganze Tragik um Lolita ist so furchtbar, wie gerne hätte ich das Mädchen in Sicherheit gewusst. Den Nachwort fand ich sehr interessant und wichtig für die Geschichte, denn dadurch gewinnt dieses Werk noch mehr an seiner Bedeutung.

Ein umstrittener Klassiker, mit brillanter Erzählkunst und poetischer Sprache allerdings verstörender Thematik.
3

Lolita sollte für uns alle - Eltern, Sozialarbeiter, Erzieher - Anlass sein, uns mit noch größerer Wachsamkeit und Hellsicht der Aufgabe zu widmen, eine gesündere Generation in einer weniger unsicheren Welt großzuziehen. 🪻🌸🪻🌸🪻🌸🪻🌸🪻🌸🪻🌸🪻🌸

Lolita stand schon sehr lange auf meiner Liste der Bücher die ich unbedingt lesen wollte. Bücher die so verschieden wahrgenommen werden und gefühlt von der Hälfte gehasst wird, wärend der Rest es verehrt interessieren mich sehr. Einfach weil ich es spannend finde, wo ich mich nach dem Lesen wieder finden werde. Lolita ist keine einfache Kost in vielerlei Hinsicht. Da die meisten wissen worum es sich bei der Geschichte handelt, verwundert das nicht. Aber ich möchte hier auf etwas anderes eingehen und hervorheben: Nabokov hat einen unfassbar schönen Schreibstil den ich mir in der modernen Literatur mehr wünschen würde. Die Eleganz mit der er unfassbare Dinge beschreibt ist faszinierend. Ich sass mehr als einmal vor dem Buch, angewiedert von der Szene, aber entzückt von der Kunst des Schreibens. Das meine Bewertung nicht höher ausfällt liegt daran das ich viele Stellen im Buch, obwohl ich die Wortgewandtheit geliebt habe, als sehr zäh und etwas langweilig empfand. Aber genug davon: hier zwei Vorgeschmäcker der Schreibkunst die euch in Lolita erwartet: "Er riet mir, Golf zu spielen, war aber schließlich bereit, mir etwas zu geben, das angeblich «wirklich wirken» würde; er ging an seinen Medizinschrank und nahm eine Phiole voll violettblauer Kapseln mit einem Purpurstreifen an einem Ende heraus; nach seinen Worten handelte es sich um ein neues Mittel, gerade erst auf den Markt gekommen und nicht für Neurotiker bestimmt, welche schon ein geschickt verabfolgter Schluck Wasser beruhigen könne, sondern nur für schlaflose große Künstler, die jede Nacht ein paar Stunden lang sterben müssten, um Jahrhunderte zu leben." Und zum Abschluss: "Moral ist für den Sterblichen der Preis, Dass er von sterblich Schönem weiß."

Lolita sollte für uns alle - Eltern, Sozialarbeiter, Erzieher - Anlass sein, uns mit noch größerer Wachsamkeit und Hellsicht der Aufgabe zu widmen, eine gesündere Generation in einer weniger unsicheren Welt großzuziehen. 

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5

„Lolita“ von Vladimir Nabokov ist ein sprachlich brillanter, aber moralisch hoch verstörender Roman, der das Innere eines unzuverlässigen Erzählers so kunstvoll zeigt, dass man sich beim Lesen zugleich fasziniert und abgestoßen fühlt.

„Lolita“ wird von Humbert Humbert erzählt, einem gebildeten, charmant auftretenden Mann mittleren Alters, der seine sexuelle Obsession für das zwölfjährige Mädchen Dolores Haze („Lolita“) in einer Art Beichte rechtfertigt. Er schildert, wie er bei ihrer Mutter einzieht, sie heiratet und nach deren Tod Lolita auf einer langen Autoreise durch die USA kontrolliert, manipuliert und missbraucht – alles in einer kunstvollen, ironischen Sprache, die seine Taten rhetorisch zu verschleiern versucht. Genau das ist der Kern des Romans: Die Sprache ist verführerisch, der Erzähler geistreich – und doch macht Nabokov immer wieder deutlich, dass hier ein Täter spricht, der seine Gewalt schönredet. Besonders stark ist, wie der Roman mit der Leserwahrnehmung spielt: Man lacht an manchen Stellen über Humberts Formulierungen und merkt im nächsten Moment, dass man sich von einem Missbrauchstäter hat einlullen lassen. Dolores bleibt lange Zeit vor allem „Lolita“, eine Projektionsfigur in Humberts Kopf, und erst nach und nach blitzen ihre eigene Traurigkeit, Wut und ihr Versuch auf, ein eigenes Leben zu führen. Dadurch wird klar, wie umfassend Humbert ihr die Stimme nimmt – und wie sehr sein erzählerischer Charme Teil dieser Gewalt ist. Gleichzeitig zeichnet Nabokov ein kritisches Bild der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft: Motels, Highways, Konsumwelt und Prüderie bilden die Kulisse, vor der dieser Missbrauch unsichtbar bleibt. „Lolita“ ist deshalb kein Liebesroman, sondern eine scharfe Studie über Obsession, Selbsttäuschung und Macht. Die Lektüre ist fordernd, weil man sprachliche Brillanz und moralischen Abgrund gleichzeitig aushalten muss; genau darin liegt aber seine Wirkung. Wer das Buch liest, sollte sich der Problematik bewusst sein: Es romantisiert die Beziehung nicht, sondern zeigt gerade, wie gefährlich und zerstörerisch diese Verklärung ist.

„Lolita“ von Vladimir Nabokov ist ein sprachlich brillanter, aber moralisch hoch verstörender Roman, der das Innere eines unzuverlässigen Erzählers so kunstvoll zeigt, dass man sich beim Lesen zugleich fasziniert und abgestoßen fühlt.
5

Ein beklemmendes Thema, aber die Sprache einfach nur toll. Ein Klassiker der gelesen werden muss

Dieses Buch kam nicht zufällig zu mir. Eine Empfehlung auf Instagram, ein kurzer Moment des Zögerns – und schon bevor ich die erste Seite aufschlug, war da ein leises Unbehagen. Denn Lolita ist ein Titel, der nichts verschweigt. Er kündigt ein Thema an, das schwer wiegt, das Angst machen kann, das Grenzen berührt, die man instinktiv nicht überschreiten möchte. Die Geschichte eines älteren Mannes, der sich in ein sehr junges Mädchen verliebt – und es bleibt eben nicht bei Gedanken. Allein diese Ausgangslage machte das Lesen für mich von Beginn an zu einer inneren Herausforderung. Und ja: Dieses Buch war anstrengend. Nicht, weil es schlecht geschrieben wäre – ganz im Gegenteil –, sondern weil das Thema permanent beklemmend bleibt. Nabokov zwingt seine Leserinnen und Leser dazu, sich in den Kopf eines Erzählers zu begeben, dessen Selbstrechtfertigungen, Schönfärbereien und sprachliche Eleganz immer wieder in scharfem Kontrast zur moralischen Realität stehen. Genau darin liegt eine große Zumutung dieses Romans: Man wird mitgenommen, obwohl man innerlich Abstand halten möchte. Man liest weiter, obwohl man sich dagegen wehrt. Was ich jedoch ganz klar hervorheben muss, ist die Sprache. Lolita ist in einer Prosa geschrieben, die von erschreckender Schönheit ist. Nabokovs Stil ist kunstvoll, verspielt, präzise – fast betörend. Und gerade das macht das Buch so schwer auszuhalten. Die ästhetische Sprache steht ständig im Widerstreit mit dem Grauen des Inhalts. Für mich wurde genau hier die eigentliche Aussage des Romans spürbar: wie leicht sich Moral durch Sprache verschleiern lässt, wie gefährlich es ist, sich von schönen Worten einlullen zu lassen, und wie notwendig es ist, den Erzähler nicht zu glauben, sondern ihn zu hinterfragen. Ich habe dieses Buch nicht „genossen“ im klassischen Sinn. Es fordert Konzentration, emotionale Distanz und literarische Erfahrung. Für Leseanfänger würde ich Lolita keinesfalls empfehlen – die Sprache ist zwar wunderschön, aber alles andere als leicht zugänglich. Wer sich darauf einlässt, muss bereit sein, zwischen den Zeilen zu lesen, Unbehagen auszuhalten und sich immer wieder bewusst zu machen, wessen Stimme hier spricht – und wessen nicht. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – all dessen halte ich Lolita für einen Klassiker, der gelesen werden sollte. Nicht unkritisch, nicht unvorbereitet, aber bewusst. Dieses Buch will Diskussionen auslösen, und es tut das bis heute. Es zwingt dazu, über Macht, Manipulation, Schuld und Verantwortung nachzudenken – und darüber, wie Literatur uns in moralische Grauzonen führen kann, ohne sie zu entschuldigen. Für erfahrene Leserinnen und Leser ist Lolita ein herausforderndes, verstörendes, aber literarisch bedeutendes Werk. Eines, das nicht loslässt. Und eines, über das man sprechen muss – immer wieder.

4.5

Ich liebe den Schreibstil und hasse Humbert Humbert. So sollte es auch sein.

„Es ist das Zeichen eines gebildeten Geistes, einen Gedanken zuzulassen, ohne ihn zu akzeptieren.“ – Aristoteles (Paraphrase) Deswegen kann man auch Bücher lesen, die aus Sicht eines Täters geschrieben sind oder das von einem Mensch handelt, mit dessen Einstellungen man nicht übereinstimmt. Sollte man sogar. Lolita ist ein gutes Beispiel. Jemand der das liest und denkt sich -ja, seh ich auch so, der hatte vorher schon einen Schaden. Dieses Buch ist sprachliche Raffinesse. Genau so manipulieren viele solcher Täter. Es ist ein grandios poetisch geschriebenes Werk über Abartigkeit und Macht spiele. Man muss nur wissen, dass man manipuliert werden soll. Von vorne bis hinten. Das Vorwort und das Nachwort sind selbst eine Manipulation und der Zwischenteil sowieso, inhaltlich so wie zum Leser selbst. Denn wir sind die, die über ihn urteilen sollen.

5

eins meiner absoluten lieblingsbücher

Lolita ist eines dieser bücher, bei denen man gleichzeitig fasziniert und unangenehm berührt ist. der schreibstil ist wirklich außergewöhnlich und teilweise fast poetisch, was im starken kontrast zur eigentlichen thematik steht. besonders interessant fand ich die erzählweise aus humberts perspektive. man merkt ständig, wie sehr er versucht, seine gedanken und sein verhalten zu rechtfertigen oder zu romantisieren. genau diese manipulative art macht das buch psychologisch sehr spannend. trotzdem war es stellenweise schwer zu lesen, einfach weil die thematik so unangenehm und traurig ist. man sollte definitiv wissen, worauf man sich einlässt.

3.5

Abstoßender Inhalt vs. betörend schöne Sprache

Vorab: Auf meinem Instagram-Kanal (@calidocreates) habe ich eine ausführliche Analyse zu einzelnen Passagen von Lolita geteilt und diese kritisch beleuchtet. Eine Rezension in dieser Form kann leider nicht all das abdecken, was dieses Buch an Komplexität, Kritik und Diskussionsbedarf mitbringt. Es fällt mir unglaublich schwer, Lolita zu rezensieren. Ich versuche es dennoch. „Lolita" erzählt die Geschichte des französischen Literaturprofessors Humbert Humbert, der sich von klein auf zu „Nymphets" (jungen Mädchen) hingezogen fühlt. Als er in das Haus der Witwe Charlotte Haze zieht, verfällt er deren zwölfjähriger Tochter Dolores („Lolita") und heiratet Charlotte nur, um ihr nahe zu sein. Nach Charlottes plötzlichem Tod wird Humbert Lolitas Vormund und nutzt Geschenke, Reisen und strenge Regeln, um sie zu kontrollieren. Der Roman ist als Humberts Memoiren konstruiert, eingeleitet von einem fiktiven Vorwort des Psychologen John Ray Jr., das Humberts Wahnsinn betont und den Text als bewusst verzerrte Erzählung kennzeichnet. Nabokov nutzt diese Form, um zu zeigen, wie Sprache manipuliert und Wahrheit verdreht werden kann. So wird Lolita zu mehr als einer Erzählung über Missbrauch - es ist eine Reflexion über die Macht der Sprache; wie Kunst zur Waffe werden kann, wenn sie nur dazu dient, Kontrolle auszuüben und Schuld zu verschleiern; und/ vor allem über moralische Verantwortung. Wie bewertet man ein Buch, dessen Sprache so betörend schön ist und dessen Inhalt zugleich so abstoßend und schmerzhaft bleibt? Wenn ich nur Nabokovs Handwerk beurteilen müsste, wäre es überragend. Er erschafft einen unzuverlässigen Erzähler von solcher Brillanz, dass man sich unweigerlich in Humberts Gedanken verliert und genau darin liegt die perfide Kraft dieses Romans. Aber der Inhalt. Die Thematik. Sie brennt sich ein. Ich habe geweint, ich habe den Kopf geschüttelt, ich war wütend und gleichzeitig sprachlos, weil diese Sprache alles in ein ästhetisches Gewand kleidet, was man niemals schön finden darf. Nabokov schafft es, dass man mitleidet, mitfühlt, mitdenkt und gleichzeitig erkennt, wie sehr man manipuliert wird. Lolita ist kein Liebesroman. Es ist ein sprachliches Meisterwerk, das aufzeigt, wie die Worte und Handlungen eines Tätern verführen, verschleiern und verzerren können und ein Buch, das einen mit einer Wucht zurücklässt, die man nicht so schnell loswird.

Abstoßender Inhalt vs. betörend schöne Sprache
2

Verstörend und abstoßend, jedoch poetisch

Das Werk weist eine eloquente tiefgreifende Sprache auf, die seinesgleichen sucht. Der Erzähler versteht es mittels dieser Erzählweise die Geschehnisse so auszuschmücken, dass man sich zeitweise gar in sein Verhalten hineinversetzen kann. Es gelingt ihm seine Handlungen, die häufig jenseits der Moral liegen mittels eben dieser poetischer Formulierungen abzuschwächen oder gar zu relativieren. Es muss angemerkt werden, dass es sich um einen unzuverlässigen Erzähler handelt, und obwohl er sich als Opfer Lolitas darstellt, handelt es sich letzten Endes um einen Mann, der eine Minderjährige missbraucht und besessen von einer Idee dieses Kindes wird. Das Ende, bezogen auf Lolita, hinterlässt ein bedrückendes Gefühl. Das Kind, dem keine Kindheit zuteil wurde kommt nun so auch keine Jungend als solche zuteil. Ein besonderes, schlecht einzuordnendes Werk, dass den Lesenden mit einem beklemmenden Gefühl hinterlässt.

5

Das ist definitiv ein Buch, das man immer wieder lesen kann und immer wieder das neues entdecken wird

Das Buch war schon sehr lange auf meinem SuB und ich habe mich lange nicht daran getraut, hier nun aber meine Rezension dazu: Lolita ist ein Buch, das mich emotional zutiefst herausgefordert und oft angewidert hat. Bei einigen Sätzen habe ich mich gefragt wie zur Hölle jemand so etwas schreiben kann, ohne ein Psychopath zu sein… Nabokovs Protagonist H.H und seine verstörende Obsession sind auf jeden fall sehr schwer zu ertragen. Und doch habe ich noch nie eine Prosa erlebt, die so betörend schön, so kunstvoll war und mich sprachlich so verzaubert hat. Jeder Satz ist ein Meisterwerk, eine perfekte Melodie aus Sprache und Doppeldeutigkeit. Trotz des schwierigen Themas war das Buch fesselnd und erstaunlich leicht zu lesen, obwohl es voller tiefgründiger Gedanken, literarischer Verweise und psychologischer Komplexität steckt. Die Charaktere, vor allem der manipulative Humbert und die ambivalent dargestellte Dolores „Lolita“ Haze sind unvergesslich und verstörend zugleich. Letztendlich hab ichs gehasst und geliebt!! Selten habe ich mir in einem Buch so viel notiert und selten habe ich ein Buch gelesen, in dem man den Protagonisten so hasst. Eins steht definitiv fest: wegen der unvergleichbaren Sprache werde ich es auf jeden fall mehrmals rereaden und auf keinen Fall so schnell vergessen!

Das ist definitiv ein Buch, das man immer wieder lesen kann und immer wieder das neues entdecken wird
2

Wie soll man dieses Buch mit dieser Thematik bewerten? Literarisch sicher weltklasse. Gefallen hat es mir jedoch nicht. Der Gegenstand des Buches trägt nun auch nicht gerade dazu bei, dass einem das Buch ans Herz wächst, also müssten es andere Qualitäten sein: Sicherlich, wenn man begreift, dass es sich bei Humbert Humbert um einen unzuverlässigen Erzähler handelt, erhält das Buch deutlich mehr Tiefe und Nabokovs Englisch ist kunstvoll (aber daher für Nicht-Muttersprachler:innen eben auch extrem schwer), aber ich bin nie wirklich warm geworden oder rein gekommen. Literarisch zu recht ein Klassiker, aber nichts für mich.

4

"Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta." Wahnsinniger Schreibstil. Ich war die ganze Zeit zwischen abartig angeekelt und voller Bewunderung für die Geschichte. Krasse Thematik. Es ist zu keiner Zeit pornographisch und nur angedeutet. Worüber ich froh bin. Humbert beschreibt dem Leser seine Jugend und wie er sich zu minderjährigen Mädchen hingezogen fühlt. 9-12/13 sind sie ihm gerade recht. Er erklärt im ersten Teil der Geschichte warum das so ist und bezieht den Leser mit ein. Das war schwer ertragbar. Aber dennoch so gut geschrieben!! Er verliebt sich in Dolores. Seine Lolita. Um ihr nahe sein zu können, heiratet er ihre Mutter. So kann er Dolores berühren.. wenn auch nur väterlich. Doch die kleine vorlaute Dolores merkt die sexuelle Spannung dabei. Im Prinzip ist das eine pausenlose Vergewaltigung. Auch wenn es nicht zum Akt kommt. Der Leser kann nur erahnen was Dolores die ganze Zeit angetan wurde. Im zweiten Teil geht es um die Reise durch die USA von Humbert und Dolores. Er ist ihr Stiefvater und den spielt er auch gut. Wie gesagt, der Schreibstil ist so fesselnd. Man glaubt hier ein Geständnis zu lesen und ist im Kopf von Humbert. Seine Gedanken und Ansichten sind „verständlich“ aufgedröselt. Man liest auch nur seine Gedanken. Ein Wechsel der POV wäre noch beeindruckender gewesen. Deshalb werde ich mir direkt das Buch „Bye bye Lolita“ holen.

5

Obszön, verstörend, verlogen, stilistisch, mitreißend…

5

Nicht zu beschreiben, noch schwieriger zu bewerten

Ein Schreibstil der einen gefangen nimmt, in Kombination mit einem derart grenzwertigen Thema, man möchte die Augen von den Seiten reißen. Ich verstehe alle 1 Sterne, sowie alle alle 5-Sterne Bewertungen.

Nicht zu beschreiben, noch schwieriger zu bewerten
5

Started: Monday, September 29, 2025 This is the first time I’ve made a google doc for a book. Normally, I just thought-dump whatever I have to say about a book in a goodreads review but this book is different. There’s a first time for everything. The first line, moreover, the first paragraph, really draws you in. “Lolita, light of my life, fire of my loins. My sin, my soul. Lo-lee-ta: the tip of the tongue taking a trip of three steps down the palate to tap, at three, on the teeth. Lo. Lee. Ta.” Chapter 4, part 1: “I also know that the shock of Annabel’s death consolidated the frustration of that nightmare summer, made of it a permanent obstacle to any further romance throughout the cold years of my youth.” “Long after her death I felt her thoughts floating through mine. Long before we met we had had the same dreams.” Humbert Humbert’s inability to forget Annabel drives him to his first point of insanity. As the adage goes, you never forget your first. For Humbert, this proves to be morally fatal. Chapter 5, part 1: “Ah, leave me alone in my pubescent park, in my mossy garden. Let them play around me forever. Never grow up.” Moss grows most prolifically on the shadiest side of the tree. Similar to Humbert Humbert, moss thrives in circumstances in which it is consistently surrounded by darkness. Humbert Humbert’s dark sexual orientation is self-stunting. His lack of self-control serves as a self-feeding feedback loop. His inability to not act on his abusive urges keeps him trapped in his own mind. He masks his urges but eventually loses his ability to compartmentalize them, later admitting that he is becoming a plaything of the devil. Chapter 8, part 1: “Years of secret sufferings had taught me superhuman self-control.” Except it isn’t superhuman because it didn’t last. Chapter 9, part 1: “My health improved wonderfully in spite or because of all the fantastic blankness and boredom.” Idle hands are the devil’s playthings. This catches up to Humbert later in the novel. Chapter 11, part 1: “Friday. I long for some terrific disaster. Earthquake. Spectacular explosion.” Humbert wishes that Charlotte dies so he can have Lolita/Dolores all to himself. Nauseating. Chapter 12, part 1: “We hasten to alienate the very fates we intended to woo.” Humbert attempts to conceal his urges to molest children but ends up ultimately failing. His moment of awareness that what he’s doing is wrong shows he knows what is right in practice, but he never internalizes this. His lack of guilt/shame/remorse is startling and frightening. Chapter 14, part 1: “Pathetic–because despite the insatiable fire of my venereal appetite, I intended, with the most fervent force and foresight, to protect the purity of that twelve-year-old child.” Appetite for food and sexual appetite here are equated. Fulfilling one is necessary for survival, the other is not, despite what the brain may signal otherwise. Humbert uses this as partial justification for his actions in taking advantage of Lolita/Dolores. He insists on protecting her childlike purity but is the very person who takes it from her. He doesn’t want to admit that his actions have left an imprint on Lolita/Dolores that is impure by its foundational nature. Humbert views satisfying his distorted sexual appetite and keeping Lolita as a child for forever through the same lens. He doesn’t truly love her, he only loves the idea of her, and what this idea can do for him. He never realizes that this isn’t what true love is Chapter 15, part 1: “I knew I had fallen in love with Lolita forever; but I also knew she would not be forever Lolita. She would be thirteen on January 1. In two years or so she would cease being a nymphet and would turn into a “young girl,” and then, into a “college girl”–that horror of horrors. The word “forever” referred only to my own passion, to the eternal Lolita as reflected in my blood.” I feel like Humbert would like this line from a book that’s also largely about an adult and a minor: “It was perfect, and the thing about perfect is, it can’t last. Perfect has to end or it wouldn’t be perfect.” American Thighs, Elizabeth Ellen Humbert cares more about his fantasies and perceptions than about reality. I’ve never agreed with the argument that love is a drug, but I would be more inclined to agree that lust is. He is so consumed by his idea of perfection that he stops considering the objective truth of reality. I haven’t vomited yet, but I’m worried I will soon. I hate feeling nauseated. Chapter 16, part 1: There’s a knot in my stomach and it won’t go away. Chapter 23, part 1: Charlotte is run over a car after leaving the house threatening to report Humbert to the police. Chapter 31, part 1: “Dolores Haze was born less than three hundred miles from stimulating Cincinnati. I have but followed nature. I am nature’s hound. Why then this horror that I cannot shake off? Did I deprive her of her flower? Sensitive gentlewomen of the jury, I was not even her first lover.” Humbert’s shame is catching up with him but he still doesn’t allow it to sit long enough to change his course of actions. As soon as he catches a glimpse of it, he pushes away the accountability just as quickly. End of chapter 32: I’m afraid I’ll actually throw up when I go to the bathroom. Except I can’t, because the RAs typically make their rounds at this time of night (11:53 p.m.), and I don’t want to have to explain to anyone that I threw up because of Lolita, that I threw up because of a book. They probably wouldn’t care because they don’t get paid enough to, but still, it’s pathetic-sounding to say out loud, that you puked because of fiction. Chapter 33, part 1: “At the hotel we had separate rooms, but in the middle of the night she came sobbing into mine, and we made it up very gently. You see, she had absolutely nowhere else to go.” That second sentence is probably the most evil line in all of part 1. I’m horrified that anyone real or fictional would think like this. I hate it I hate it I hate it I hate it. Chapter 1, part 2: Humbert uses tactics to keep the incestuous relationship a secret that are literally grooming but of course he won’t call it that or admit that. First he spoils Dolores/Lolita by buying her everything she wants. Then he threatens to send her off to a farm if she misbehaves. Then by saying he’ll protect her for forever by becoming her guardian. Except he’s deliberately harming her for his own sick benefit. Then by quoting some dated, obviously wrong psychology book mentioning that dads having sex with daughters is nothing to be looked down upon. Then by saying if she tells anyone she’ll become a ward of the state and she’ll get horrifically treated. I feel a great urge to take a shower with bleach. I think after finishing this book, I’ll need to watch nothing but golden retriever videos on YouTube for a month straight. Humbert, you sick fuckwad, don’t drag semantics into this, semantics didn’t do anything to you, leave my precious sub-branch of structural linguistics alone. I’ll send Bad Phonetics Man after you to haunt your soul for forever. “Every morning during our yearlong travels I had to devise some expectation, some special point in space and time for her to look forward to, for her to survive till bedtime. Otherwise, deprived of a shaping and sustaining purpose, the skeleton of her day sagged and collapsed.” Chapter 3, part 2: “...I still dwelled deep in my elected paradise–a paradise whose skies were the color of hell-flames–but still a paradise.” Humbert is trapped in a hell of his own making but he still enjoys it. Is he lying to himself or being truthful? I can’t tell. I don't think that we, as readers, are meant to tell. Chapter 7, part 2: “I am now faced with the distasteful task of recording a definite drop in Lolita’s morals.” Oh, yes, go ahead and blame the girl who is your victim. Humbert’s morals are the only ones dropping, his grooming and authoritarian parenting tactics are wearing Dolores/Lolita down. Chapter 15, part 2: “You must be careful. There are things that should never be given up. You must persevere. You should try to be a little nicer to me, Lolita. You should also watch your diet. The tour of your thigh, you know, should not exceed seventeen and a half inches. More might be fatal (I was kidding, of course). We are now setting out on a long happy journey. I remember–” Is she going to sob every night? Where is her happiness? Chapter 16, part 2: Humbert rips her shirt off. I gag in the bathroom. I don’t throw up. Chapter 30, part 2: “I was weeping again, drunk on the impossible past.” Finished: Saturday, October 4, 2025 Since I’m done with the book now, I’m now reminded of three things: Owen, my English 1B classmate from community college. He only got 2 / 3 of the way through the book and then never picked it up again. He, too, became nauseated while reading. In this one sense, I guess I won. I wonder how he’s doing now. I’ll never know. I wish I did. Virgin by Flower Face: Notable lyrics It didn't get me closer to the god I want to know / It doesn't mean a thing to me / It doesn't make me yours / It doesn't make me less of who I used to be / Doesn't mean a thing to me Heart Shaped Bed by Nicole Dollanganger Notable lyrics So get the room with the heart shaped bed / Make something gross feel romantic / Make me so no one will ever want me again / 'Cause when I slept with faith, I only / Found a corpse in my arms on awakening

4.5

Ich hasse Humbert über alles, ich wünschte er wäre auf Seite 1 verreckt

Der Erzähler wickelt den Leser um seinen kleinen Finger während er darüber sinniert wie sehr er Dolores liebt aber eigentlich tut er einem kleinen Mädchen weh, nicht nur indem er sie völlig isoliert , sondern täglich misshandelt. Die verwendete Sprache im Buch ist lyrisch, schön und sensibel aber hinter jedem Wort verbergen sich boshafte Intentionen, die der Leser entschlüsseln muss. Nabokov ist ein großartiger Schriftsteller und Lolita ist eines seiner am meisten missverstandenen Werke

4.5

Unfassbar spannendes und erschauderndes Buch!

Ein Klassiker den man gelesen haben muss. Es ist fast surreal, wie sich die Worte Nabokovs in das eigene Gedächtnis einbrennen. DerSchreibstil des Romans ist unfassbar elegant, erschreckend und aufregend. Ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen obwohl es inhaltlich erschreckend und fast zu real geworden ist. Klare Leseempfehlung!

5

Unvergleichlich, umstritten, schwer

Lolita ist eine Art von Buch, das ich vorher und hinterher nie wieder gelesen habe. Zu recht umstritten und von vielen gemieden. Ich schwankte zwischen Bewunderung für Nabokovs Schreibweise und dem Drang das Buch beiseite zu legen weil ich es nicht mehr ertragen habe. Wer den Kern der Geschichte verstehen will, der wird ihn auch verstehen. Genial und aufreibend zugleich.

5

Missverstanden.

Zugegeben, ich habe mich lange nicht an das Buch getraut und mich vollständig auf die Rezeption des Themas in der Popkultur verlassen. Die Romantisierung von Kindesmissbrauch wird offen zelebriert. Popstars inszenieren sich als Lolita wie bspw Sidney Sweeney letztens. Lana del Rey macht aus dem Thema einen verruchten Popsong, auf TikTok finden sich romantische Zusammenschnitte des Films - es ist ekelhaft. Es war der ausdrückliche Wunsch des Autors, das Buch niemals mit einem Mädchen auf dem Cover zu veröffentlichen... Und ich weiß jetzt auch wieso. Das Buch beschönigt nichts. Wir sind für über 300 Seiten im Kopf eines narzisstischen Manipulators gefangen, der offen seine Pädophilie auslebt und sich dabei selbst als Therapeuten bezeichnet, der ganz nach freudscher Manier die wildesten Thesen über seine "Nymphets" aufstellt. Und gleichzeitig wartet das Buch mit dem schönsten Englisch auf, das ich seit langem gesehen habe. Die Diskrepanz zwischen Inhalt und Ausführung ist elektrisierend - es fiel mir schwer bestimmt Passagen nicht mit einem " das ist richtig gut!" statt einem "boah, ist das eklig!" in meinen Gedanken zu kommentieren. Sprachlich und handwerklich ist das hier ein Genuss und der Autor erreicht genau das, was er mit seinem Protagonisten erreichen wollte: Leser mit einer schönen Fassade zu blenden. Das hier ist eine Horrorgeschichte aus Sicht des Täters, keine Liebesgeschichte. Wie man hier auch nur ansatzweise etwas romantisches rauslesen kann, ist mir schleierhaft.

1

Ich hab's geschafft. Mit vielen Pausen und Konzentrationsverlust. Zu Beginn war das Buch noch spannend — wenn auch verstörend. Danach ist auch vielen hundert Seiten nichts mehr passiert

2.5

Erschreckend und trotzdem irgendwie gut

Ich muss sagen es war erstaunlich okay… also es ändert nichts daran wie angeekelt ich einen Großteil des Buches war aber es ist auch interessant irgendwie Gedanken aus der Sicht eines Täters zu sehen und erschreckend wie leicht Täter damit durch kommen können. Ich verstehe jede der Bewertungen ob jetzt ein Stern oder fünf. Es ist eigentlich ein sehr wichtiges Thema über das noch viel zu viele Unwahrheiten bekannt sind allerdings ist es auch kein Buch das ich jemandem wirklich empfehlen würde

4

ich will nie wieder das wort nymphette lesen, uff.

ok. das war eines der krankesten, faszinierendsten und abgründigsten bücher, die ich je gelesen habe. unser protagonist war zudem der schrecklichste und manipulativste mensch, dessen gedanken ich je begleiten "durfte". das war teilweise auch unerträglich, und ich wusste echt oft nicht, ob ich wirklich weiterlesen will. dafür war es dann aber doch zu spannend. der schreibstil nabokovs war auch echt einzigartig, gerade wenn die vierte wand durchbrochen und wir lesenden direkt angesprochen werden. das ende war für mich irgendwie erwartbar (und wird anfangs ja auch so angedeutet), keine ahnung, wie zufrieden ich damit bin. und ich weiß auch nicht, ob ich es je nochmal lesen oder empfehlen würde.

3.5

Sprachlich brillant und gleichzeitig zutiefst verstörend.

Lolita ist definitiv kein Buch, das man einfach konsumiert. Es fordert heraus, verstört und hinterlässt ein sehr ambivalentes Gefühl, gerade deshalb wahrscheinlich auch so viel Gesprächsstoff bis heute. Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Sprache. Nabokov schreibt unglaublich kunstvoll, fast hypnotisch, und genau darin liegt auch die Schwierigkeit des Buches: Die Schönheit der Sprache steht ständig im Kontrast zu dem, was eigentlich erzählt wird. Dadurch entsteht beim Lesen eine permanente Unruhe. Humbert Humbert ist kein Erzähler, dem man vertrauen sollte, und genau das macht die Geschichte psychologisch so interessant. Man merkt immer wieder, wie er versucht, seine Obsession zu romantisieren oder zu rechtfertigen, während zwischen den Zeilen etwas völlig anderes sichtbar wird. Gerade das hat das Buch für mich so beklemmend gemacht. Trotz des kontroversen Themas hatte ich nie das Gefühl, dass das Buch verherrlicht, sondern eher, dass es Manipulation, Macht und Selbsttäuschung schonungslos offenlegt. Trotzdem war es stellenweise schwer auszuhalten. Für mich war Lolita vor allem wegen seiner sprachlichen Stärke und psychologischen Tiefe beeindruckend aber auch eines dieser Bücher, bei denen man nach dem Lesen erst einmal nicht genau weiß, was man fühlen soll.

5

Ästhetisch, Unbequem, mit Nachhall…

Lolita besticht durch einen außergewöhnlich ästhetischen Stil, der in starkem Kontrast zur moralisch zutiefst verstörenden Handlung steht. Das Buch versetzte mich in seiner melancholisch-verklärten Atmosphäre in einen Lana Del Reys Song- insbesondere die Reise durch die USA entfaltet eine fast träumerische, zugleich bedrückende Bildsprache. Das Ende wirkt tranceartig, wie ein schwer greifbarer Traum. Literarisch beeindruckend, zwingt der Roman dazu, sich mit der Perspektive eines Täters auseinanderzusetzen – ein kraftvolles, unbequemes Werk, das lange nachhallt!

3.5

Zäher Klassiker

Leider fiel es mir schwer, in Lolita hineinzufinden. Obwohl die Geschichte zweifellos ein ungeschlagener Klassiker ist, empfand ich es als verstörend, wie eindringlich und schonungslos pädophile Gedanken geschildert werden. Der literarische Rang des Romans ist unbestreitbar, doch für mich bleibt es eine einmalige Erfahrung – ein zweites Mal muss ich dieses Buch nicht lesen.

Definitiv nicht einfach zu lesen und noch viel schwieriger zu bewerten. Sprachlich gesehen ist dieses Werk einmalig, auch wenn ich bei jedem Gedanken von HH bzgl Lolita am liebsten erbrochen hätte.

4

Schwer in Worte zu fassen.

Nach anfänglicher Abscheu, muss ich feststellen, dass mich das Buch dann doch noch sehr gefesselt hat. Nabokov ist ein Meister bildlicher Sprache, so viel steht fest. Wer dieses Buch als eine Art verdrehte Liebesgeschichte ansieht, hat den Sinn definitiv nicht verstanden. Es ist eine leidenschaftliche Obsession, die nicht nur das Leben der Lolita auf tragische Weise zerstört sondern auch viele andere in den Abgrund reißt. Trotzdem will ich mich nicht auf eine Interpretation des Buches festlegen. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen, weswegen ich es auch nicht bereue, es getan zu haben.

3

Harter Tobak und gemischte Gefühle

Die Geschichte um Humbert Humbert und die arme Lolita aka Dolores Haze schlägt manchmal hart auf den Magen und ist oft nur schwer zu ertragen. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich glücklich bin, dass die Missbrauch und Vergewaltigungen nicht zu explizit und detailliert beschrieben wurden. Auf der anderen Seite nimmt es auch etwas den Schrecken, zu dem was Humbert Lolita physisch und psychisch über Jahre antut. Nabokov hat einen wirklich guten Roman geschaffen mit einem Ekel als Hauptcharaktere, welchen man nur hassen kann. Trotzdem hat das Buch seine Längen, seine Szenen die einen Mitnehmen und mich teilweise fast hätten Aufgeben lassen. Das Buch hat noch 180 Seiten Anhang und Hinweise zur schaffenswerdung Nabokovs und des Romans.

5

Nabokovs Meisterwerk eines Psychogramms

Nabokov hat mit "Lolita" im Jahr 1955 ein Meisterwerk erschaffen, dass vermutlich auch in 100 weiteren Jahren noch gelesen wird. Es ist zeitlos geschrieben - aber auf hohem Niveau. Bildgewaltig, spannend, lyrisch. Der Literaturwissenschaftler Humbert verliebt sich in die junge Dolores Haze. Er nennt sie Lolita. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, sucht ihre Nähe, ist fast schon besessen von ihr. Dabei blendet er aus, dass es sich bei Dolores um ein minderjähriges Mädchen handelt. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil geht es um Humberts Jugend, die Entstehung seiner Obsession für "Nymphetten" und warum er gegenüber volljährigen/älteren Frauen keine Liebe entgegenbringen kann. Aber um seiner "Lolita" nah zu sein, muss er "Opfer" bringen und geht eine Ehe mit Dolores Mutter ein. Im zweiten Teil verfolgt der Leser die zweijährige Reise von Humbert und Dolores quer durch die USA. Wer hier eine pornographische Erzählung erwartet, der wird auf jeden Fall enttäuscht! Und das ist gut so. Nabokov schafft es, Dolores - wenn man so will - eine Form von Würde zu bewahren. Die "Szenen" sind nur vage beschrieben. Der Leser soll nur erahnen, was Dolores über die Jahre widerfahren ist. Das Buch wirkt nach. Die Taten des Charakters Humbert sind abscheulich und abstoßend - trotz der milden Ausdrucksweise von Nabokov. Dieses Psychogram gewährt auf fesselnde und eindrucksvolle Weise, Einblicke in die Gedanken von Humbert. Der Leser hat den Eindruck, eine tatsächlich existierende Biographie zu lesen. Nabokov hat stets dementiert, dass er eigene Empfindungen/Neigungen im Buch verarbeitet hat. Es ist rein fiktiv. Leider ist das Buch ausschließlich aus Sicht von Humbert geschrieben, so dass man über die tief verletzte Gefühlswelt von Dolores leider wenig erfährt. Das wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen. Das Buch ist nicht für Jedermann, insbesondere wenn man selbst vielleicht sexuelle Gewalt erlebt hat. Der unfassbar ausgefeilte Schreibstil von Nabokov ist große Kunst. Ein kleines Beispiel sei hier noch zitiert: "Und am nächsten Tag dann wieder schmolz ein dünn besiedelter Himmel über uns, verlor sein Blau an die Hitze, und Lo jammerte nach einem Getränk, und ihre Wangen höhlten sich kräftig über dem Strohhalm, und wenn wir wieder in den Wagen stiegen, war es darin heiß wie in einem Backofen, und die Straße vor uns schimmerte, ein Auto in der Ferne veränderte im Flimmern über dem Erdboden seine Umrisse wie eine Luftspiegelung und schwebte sekundenlang, altmodisch viereckig und hoch, im heißen Dunst."

4

It made me sick but I have great respect for the books concept and how the author decided to structure and to write it. It all felt like a well fitting puzzle where you know the image and the outcome beforehand and therefore everything goes as it’s supposed to go. Like a fate that can’t be changed even though one tries to very desperately. Especially the end felt like all the pieces would come together and I love how the author managed to write it from the perspective of H.H who already was in custody so I read it with an eerie feeling about what’s going to happen but at the same time I read it knowing how it is going to end and that felt quite soothing because otherwise I wouldn’t have been able to read this not knowing how it is going to end. I am definitely going to reread it sometime also because I found the language quite hard (English is not my first language) wich is obvious because it’s actually pretty old. But besides that I am also going to reread it because I haven’t quite processed it yet. :)

4

Empfehle ich das Buch jemanden, auf jeden Fall ja, aber für ältere Generation. Denn es besteht die Möglichkeit, dass man es nicht richtig verstehe wird.. In dem Buch geht es nicht um die Dinge die Humbert tut! Wir müssen dieses Buch allgemeiner betrachten. Meiner Sicht geht es in dem Buch darum, was wir denken, was wir tun und ob wir letzendlich die Grenzen kennen ... (Vielleicht sehe nur ich dieses Buch so) Ich werde es auf jeden Fall noch einmal lesen ... Ich weiß nicht wann...vielleicht in 5 Jahren!

4.5

Anspruchsvolle Literatur

Humbert Humbert ist 40 Jahre alt und verfällt der 12-jährigen Nymphe Lolita. Diese spielt mit ihrem Charme und ihrem guten Aussehen und bemerkt nicht das sie sich damit in ihr eigenes und Humberts Verderben stürzt. Humbert setzt alles daran, das es seiner kleinen Lolita an nichts mangelt. Doch das er dabei ihr inneres Kind zerstört, fällt ihm erst auf, als es schon zu spät ist. Kann Lolita sich aus den Klauen ihres Stiefpapa‘s befreien? Dieses Buch war im wahrsten Sinne des Wortes keine leichte Kost. Das literarische und umstrittene Werk von Vladimir Nabokov ist so viel tiefgründiger als erwartet. Aber es regt umso mehr zum Nachdenken an. Dieses Buch so widerwärtig es auch ist, zeigt wie Menschen sein können. Das Buch ekelt einen so sehr an und trotzdem hat man das Gefühl weiterlesen zu müssen. Man versucht Humbert zu verstehen, aber es will einem einfach nicht gelingen. Es scheint an manchen Stellen im Buch das er wirklich nur das Beste für Lolita will, aber er kann seiner kranken Fantasie und Liebe nicht widerstehen.

4.5

Instagram: lesen_mit_jonas Vladimir Nabokov - ,,Lolita" Für dieses einmalige und bei Erscheinung sehr umstrittenes Werk, musste ich mir beim lesen wirklich Zeit nehmen. Humbert Humbert schildert hier seine Geschichte, wie er eine Beziehung mit einem 12 jährigem Mädchen anfängt. Zu diesem Zeitpunkt ist er 40 Jahre alt. Er lernt sie kennen, da sie die Tochter seiner Vermieterin ist. Nach einigen Annäherungsversuchen treibt er das ganze auf die Spitze. Er wird mit ihr die ganze USA bereisen, immer mit der Gefahr die verbotene Liebe zu verlieren und von der Justiz angeklagt zu werden. Anfangs ist sein Opfer, die junge ,,Dolores Haze" noch in guter Stimmung und liebt dieses Abenteuer. Von ihrem Liebhaber wird sie nur Lolita oder Nymphette genannt. Sein ganzen Leben schon beobachtet er junge Frauen (Nymphetten genannt), die in sein Schema passen. Nach und nach hinterfragt sie die Liebschaft und setzt ,,Humbert" unter Druck, alles Auffliegen zu lassen. Dieser wird im Verlauf der Geschichte immer brutaler und paranoid. Gleich zu Beginn erfahren wir, das Humbert (ein fiktiver Name) nicht ungeschoren davonkommen wird. Er schreibt einen langen Bericht über sein Leben kurz vor Beginn seines Prozesses. Wir bekommen nach und nach immer neue Informationen aus dem Leben von Humbert. Vom Aufwachsen in Frankreich ohne Mutter, von der ersten Annäherung zu einem Mädchen, der ersten Ehe, die schnell in die Brüche geht, bis zuletzt zu seiner offensichtlich pädophilen Neigung und dessen Umsetzung mit einem jungen Opfer. Der Roman ist trotz sehr schwieriger Thematiken zurecht ein moderner Klassiker. In dieser Ausgabe mit sehr ausführlichen Anmerkungen und Hintergrundinformationen, die für das Verständnis des Romans sehr hilfreich sind. Die Figuren sind durchweg detailliert und hervorragend gezeichnet. Generell die Sprache ist unglaublich. Obwohl der Protagonist durchweg böse ist, möchte man weiterlesen. Das liegt vor allem an der Sprache des Autors. Wie er Landschaften und Figuren zeichnen kann ist einfach meisterhaft. Ebenso schafft er es interessante Dialoge zu erschaffen. Ich gebe zu einige Stellen sind schon sehr explizit beschrieben, auch wenn viele Szenen nur angedeutet werden. Da muss man das Buch dann doch kurzzeitig zur Seite legen. Gerade bei dieser Thematik natürlich kein Wunder, das es zu einem Skandal bei der Veröffentlichung wurde. Wenn man sich diesem Thema annimmt, wird man mit einem großen zurecht erfolgreichem Roman belohnt. Psychologisch und sprachlich sehr interessant. Ein Buch, das einen während und nach der Lektüre lange beschäftigen wird, da bin ich mir ganz sicher. Ganz große Leseempfehlung von meiner Seite.

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3.5

Die Perspektive eines kranken Mannes 🚮

Ich habe dieses Buch nur aus einem einzigen Grund gelesen: My dark Vanessa Immer wieder wurde dieses Buch zitiert und auch immer als Bespiel angeführt. Ich verstehe jetzt auch, warum.😣 Humbert Humbert sitzt im Gefängnis und denkt noch einmal an sein vergangenes Leben zurück. Er versucht den Grund für seine pädophilen Neigungen zu finden. Genau diese haben ihn aber nicht ins Gefängnis gebracht. Lange Zeit vor seiner Festnahme, hat er sich in die junge Dolores, die er in seinen Träumen LOLITA nennt verliebt. Dolores und ihre Mutter Charlotte nehmen Humbert Humbert bei sich zuhause auf, nachdem seine eigentliche Unterkunft abgebrannt war. Während des Zusammenlebens projiziert er all seine Phantasien auf Dolores und durch viele aufeinanderfolgende Umstände sind die beiden plötzlich nur mehr zu zweit. Dieses Schicksal nimmt Humbert Humbert zum Anlass, um all das mit Dolores zu tun, wonach er sich schon jahrelang gesehnt hat. Wird Dolores, auch Lo genannt, das noch lange mit sich machen lassen? Es fiel mir schwer dieses Buch zu beenden, nicht, weil es schlecht geschrieben war oder schwer zu lesen ist. Es ist einfach das Thema, das einen zum Nachdenken anregt. Das Buch ist zu vielseitig, um es in irgendeine Schublade zu stecken. Die Innenansicht eines Pädophilen war einerseits verstörend andererseits irgendwie interessant. Was ich damit sagen möchte, das Buch ist definitiv nicht für jedermann geeignet. Bitte beachtet vor dem Lesen die Triggerwarnungen⚠️ ( Was hier noch zu erwähnen ist: von all den Covern, die man so im Internet finden kann, ist das eines der wenigen, das wirklich den Wünschen des Autors entspricht. Vladimir Nabokov hat ausdrücklich gesagt, dass er KEINE jungen Mädchen oder Frauen auf dem Cover möchte. Wieso das manche Verlage ignorieren bleibt mir ein Rätsel und macht mich ehrlich gesagt ein wenig wütend)

Die Perspektive eines kranken Mannes 🚮
4

Sprachlich das wohl schönste und beeindruckendste was ich gelesen haben, inhaltlich aber aufgrund der Thematik nicht ohne

Wie schon die meisten Rezensenten zuvor erwähnt, komme auch ich nicht umhin den herausragend schönen sprachlichen Stil zu loben. Muss man sich mal vorstellen, ein emigrierter Russe wechselt irgendwann ins Englischsprachige und als eine Liebeserklärung an die Sprache schreibt er ein Buch wie dieses. Nicht ohne Grund hat es fünf (!) Übersetzer für die Übertragung ins deutsche gebraucht! Dafür liest es sich aber auch auf deutsch wundervoll. Inhaltlich ist es, natürlich, sehr kontrovers. Der verachtenswerte Protagonist Humber Humbert (ja der Name soll bewusst plump und trottelig wirken) versucht seine zweifellos verwerflichen Handlungen anhand schöner Ausdrucksweise zu kaschieren und den/die LeserIn damit zu umgarnen. Und oftmals habe ich mich auch ertappt gefühlt wie ich mich in manchen Momenten von ihm habe um den Finger wickeln zu lassen und für ihn mitzufiebern, nur um kurz darauf inne zu halten und mir wieder vor Augen zu führen, für wen ich gerade kurz davor war Partei zu ergreifen. Oft genug ist man aber einfach nur angeekelt und hasst ihn, das soll aber auch so sein. Einige besonders schmerzhafte Passagen passieren so nebenbei, oft in kleinen Nebensätzen. Für den geneigten Leser tun sich hier die wahren Abgründe Humbert Humberts auf. Leider hat das Buch, vor allem im zweiten Teil, einige deskriptive Längen, durch die ich mich trotz der schönen Sprache quälen musste. Insgesamt jedoch ein sehr starkes Buch und zurecht ein Klassiker der Weltliteratur.

4.5

Uff, das war hart.

Ich weiß nicht genau wie ich dieses Buch bewerten soll, aber die wenigsten Romane haben mich so zum Nachdenken und Mitfühlen gebracht. Und in eine Schockstarre versetzt.

Uff, das war hart.
4

confusing af. Das Buch hat stark angefangen, da man mit einer Realität konfrontiert wird, die man sich so nicht vorstellen kann und eigentlich auch nicht möchte. Aber je weiter man in der Geschichte vorankommt, desto mehr pendelt sich das Geschehen ein, desto mehr bleibt es bei gleichen wiederkehrenden Handlungen. Das hauptsächlich Interessante ist dabei natürlich der Erzähler und wie er mit den Geschehnissen umgeht, aber auch das weicht irgendwann einer repetitiven Monotonie.

4

Harte Thematik. Unfassbar schön und lebhaft geschrieben. Zwischenzeitlich etwas langwierig.

4

Sehr erschreckend. Aber guter Schreibstil von Nabokov.

4

4.5 ☆

Nabokov hat zurecht ego.

4

Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Schon mit den ersten Worten des Romans wird klar, wie der Geist des Protagonisten Humbert Humbert durchdrungen ist von seiner Obsession für das “Nymphchen” Dolores Haze. Sie fällt in die Kategorie Mädchen, die ihm alle Sinne schwärzen und ungezügeltes Begehren zutage fördern: Mädchen zwischen 9 und 14 mit einer “Koboldgrazie” und einem “ungreifbaren, verschmitzten, seelenzerrüttenden, heimtückischen Zauber”. Nabokov erschafft mit Humbert Humbert, dessen Bericht als Angeklagter vor der Jury eben jener Text darstellt, einen Protagonisten voll verachtenswerter Selbstgerechtigkeit und gerissener Manipulation, der das innere Moralbarometer stark beansprucht. Das Ganze verpackt mit hirnsprengender Sprachgewandtheit und pointiert eingestreutem Sarkasmus. Dieses Werk zu analysieren ist eine unendliche Aufgabe und bei aller Lebenszeit, die es bereits bei unzähligen Menschen beansprucht hat, halte ich meinen bescheidenen Leseeindruck kurz. Ich habe das Buch nun zum ersten Mal gelesen und war, obwohl ich die literarische Qualität durchaus würdigen konnte, getrieben vom Plot, vom unbedingten Verlangen zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Nicht entgangen ist mir die psychologische Vielschichtigkeit an möglichen Täuschungen und Manipulationen, die Humbert den Geschworenen aka den Leser*innen offenbart, aber auch gegenüber Lolita geschickt anwendet. Oftmals kommt man selbst gedanklich auf Abwege und ist entzweigerissen durch den harten Kontrast von Inhalt und Ästhetik. Im Kopf eines psychisch labilen Charakters ist außerdem oft nicht klar, welche Hirngespinste sich einschleichen, welche Paranoia gerechtfertigt und was denn nun verdammt noch mal “real” ist. Ich war stetig damit beschäftigt, mich aus Humberts Besessenheit wieder herauszuwinden und mich an irgendwelchen vermeintlichen Fakten entlangzuhangeln. Im Nachhinein werden einige Andeutungen des ersten Teils klar und ein Reread würde sich schon allein wegen der textimmanenten Verweise lohnen. Viel tiefer (und häufiger) muss die Lektüre sicherlich erfolgen, möchte man den unzählbaren Anspielungen auf Literatur und Kultur auf den Grund gehen. Nabokov ist hier zweifellos ein vielschichtiges Meisterwerk gelungen, das jedoch auch auf der reinen Plotebene wunderbar funktioniert. Es ist verstörend und betörend zugleich. Humbert kleidet sich in der Verachtung seiner Zuhörer*innen und schüttelt sie im nächsten Abschnitt mit einer albernen Anmerkung wieder ab. Warum ist es trotzdem kein Lieblingsbuch geworden? Vielleicht sind es die Längen im Mittelteil, vielleicht auch nur das erleichternde Gefühl am Ende, endlich durch zu sein mit der Lektüre und nicht das Bedürfnis zu haben, es nochmals zu lesen.

5

Back when it was published in 1955, the story of Lolita convulsed its readers and revealed a completely new portray of a paedophile's life. The character of Humbert Humbert has become a well-known and much-interpreted part of 20th century literature, and ever since its publication, Nabokov's novel has been banned for certain periods of time in France, England, Argentina, New Zealand and South Africa due to its difficult contents. Focusing on the life of highly intelligent and incalculable Humbert Humbert and his delusional sexual fascination with Dolores "Lolita" Haze, aged 12 at the beginning of this novel, Nabokov will take you on a journey you will not forget about. Even in spite of all the controversy surrounding its contents, Lolita has turned into one of the most influencial books from the last century, often referred to as a book everyone has to read once in their lifetime. Apparently, according to various internet sources, Nabokov was so disgusted by the character of Humbert himself that he almost burned the manuscript - which is understandable, as the nature of our protagonist's thoughts and deeds are difficult to understand and sometimes even painful to think about. First, let's take a look at Jeremy Irons as Humbert Humbert from the 1997 movie adaption: <img src="http://images5.fanpop.com/image/photos/30800000/Jeremy-Ions-as-Humbert-Humbert-humbert-humbert-30886915-627-350.gif" This is the man I have imagined Humbert to look like throughout the entire course of the novel. Because even though Humbert is a paedophile on the inside, he appears to be a friendly, charming and interesting man on the outside. Humbert is a man whose lies people easily fall for, whose intricate net of self-invented stories it is difficult to elude without having the ability to look inside his head, as Vladimir Nabokov allowed us to. As disgusting and repulsive as Humbert's deeds were, they were always confided inside his soul. He is a man who visits prostitutes and imagines them to be 13 or 14 years old in order to gain sexual pleasure from his visit, a man who tricks people into not realizing the real nature of his character, a man who marries Charlotte Haze only in order to be close to her daughter Lolita who he feels sexually attracted to. Humbert is a man who tricks even himself into thinking that no matter how severe the crime he committed, its performance has been inevitable as a result of his personality. Humbert pleads with the reader to understand his feelings of guilt and remorse, yet he never truly considers the possibility of accepting responsibility for the sickness of his behaviour. Nabokov masterfully explores the themes embedded in this novel, using word plays, elements of humor and beautiful descriptions to pull the reader into the story. Nabokov's prose is likely going to surprise you with its beauty, juxtaposing the ugliness of Humbert's character. Moreover, the author loves to play with language, sometimes even makes up new words; you will frequently see the narrator drifting off into the usage of French vocabulary. My French was good enough to understand the meaning of those parts, yet I can imagine how distracting and confusing they might be for a reader without knowledge of the French language. Ultimately, Humbert doesn't only seduce Lolita, he also seduces the reader with his words and thoughts. And yet, can the book really be described as a story about a guilty perpetrator and an innocent victim? In 1958, American writer Dorothy Parker wrote a review for this book, calling Lolita "a dreadful little creature, selfish, hard, vulgar, and foul-tempered" - and nobody could judge her for this characterization. Even now, after having finished the book and thought about it for more than a month, I don't know what to make of Lolita's character. I can only encourage everyone to read this novel and create an own image of Lolita, a girl who perhaps couldn't even tell you who she is herself. Interestingly, Nabokov wrote the novel while on butterfly-collection trips in the western United States, mirroring the cross-country journey of Lolita and Humbert which took place in the novel. Nabokov succeeded in painting an intriguing and stunning picture of the American 40's and early 50's, turning his novel not only into the journey through a human being's mind, but also into an epic trip across the United States. It should also be noted that Nabokov himself disagreed with all the different editions featuring a young girl on the cover as those images cause the general idea of Lolita being an erotica novel. Maybe I should be glad about owning a simple hardcover edition with a purely plain-coloured binding. The book made me extremely uncomfortable during parts of the story, but it has been written to do so. I don't believe any reader could be comfortable during the lecture of this novel, and thus I will recommend it only to people who are completely convinced of reading about the troubled and controversial life of Humbert Humbert. But if you can appreciate complex and intelligent stories, layered writing and beautiful prose, you should give it a chance to find out for yourself what this novel is actually about.

4.5

Es hat wirklich keinen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen

Ich habe lange mit mir gehadert, wie ich dieses Buch bewerten soll. Abgesehen von dem grauenvollen Thema war es meiner Meinung nach stellenweise extrem langatmig und ich habe mit jeder Seite gekämpft. Allerdings nicht, weil das Buch schlecht war. Die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber absolut großartig. Sehr kunstvoll, bildhaft und anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil ich einfach fand, dass man das Ganze hätte kürzen können. Humbert Humbert ist ein in sich gespaltener, paranoider und kranker Protagonist. Anfangs war ich entsetzt darüber, wie sehr er sein eigenes Verhalten verharmloste. Es sei nicht schlimm, wenn die Kinder selbst nichts davon mitbekämen, während sie schliefen und erstrecht nicht, wenn sie es selbst initiieren. Andererseits benennt er seine Taten: er gibt zu, dass er Lolita ihrer Kindheit beraubt habe, ihr Leben zerbrochen habe. Dass er sie vergewaltigt habe. Aber er versucht auch, den Leser von seiner Unschuld zu überzeugen. Ein dämonisches, lüsternes Nymphchen habe ihn verführt. Er sei wahnsinnig, innerlich selbst noch ein Kind in der Hülle eines Erwachsenen. Mir gefällt auch nicht, wie er an einigen Stellen die Gesellschaft darstellt. Auch nicht, wie er Kinder beschreibt. Einige Passagen des Buches (vor allem die letzten ca 100 Seiten) lesen sich wie ein Fiebertraum. Wie gesagt - es hat keinen Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Und ich würde mich wohler fühlen, wäre dem Buch ein aktueller Kommentar angehangen. Aber das Buch ist wichtig und meisterhaft geschrieben. Es beleuchtet die Psychologie hinter Humbert Humberts Krankheit und seinem Wahn. Es zeigt (für mich nicht ganz ausgereift) auf, was Missbrauch mit Kindern, mit Menschen macht.

Aufregend- hin und wieder verstörend-Pedophilie wird behandelt- sprachliche Ausdrucksweise des Autors sehr angenehm,eloquent- an manchen Stellen wurde es schleppend und langweilig

4

I need to clean my eyes with holy water. Trotzdem hat der Autor es geschafft den Täter authentisch und krank zu beschreiben. Das Ende war mir dann doch etwas zu wild.

4

Lolita stand seit meiner Kindheit im elterlichen Bücherregal, wobei meine prüden Eltern es bestimmt nie gelesen haben. Lolita wurde für mich zum Synonym für frühreife Mädchen und der entsprechende Effekt für die sabbernde Lust älterer Männer nach reizenden Kindfrauen. Lolita wollte ich daher nie lesen, weil mich das Thema der sexuellen Übergriffe an Minderjährigen schon immer so arg beschäftigt hat, dass ich nicht auch noch meine entspannende Lesezeit damit verbringen wollte. Lolita wird aber hier auf Goodreads überdurchschnittlich gut bewertet und vor allem junge Frauen lesen es mit Begeisterung. Das hat mich gewundert und daher sprang ich über meine Vorurteile und las in einer Leserunde Lolita, ein Buch, dass mich so arg beschäftigte, wie schon lange kein Buch mehr. Ich habe viel gelernt dabei, vor allem was meine Person angeht. Wie empfänglich ich trotz des vielen Lesens bin, mich durch meine Vorurteile leiten zu lassen, mich durch die Schreibfertigkeit eines hervorragenden Autors an der Nase herumführen zu lassen, Inhalt und Sprache nicht ausreichend voneinander zu trennen, um einen objektiven Blick auf ein Werk zu erhalten. Zunächst mal war ich nach den ersten Kapiteln überrascht, dass es nicht um die reine platonische Liebe gegenüber jungen Mädchen geht. Da träumt der Protagonist Humbert nicht im Schatten junger Mädchenblüte vom Körper der geliebten Tochter der Vermieterin. Es geht um knallharte Begierde, Wollust, Obsession und später dann über Petting hin zur Vergewaltigung einer wehrlosen Schutzbefohlenen. Der Grad der Pädophilie erschreckte mich, auch wenn er in zauberhafte Worte gefasst wurde. Aber wenn sich Lolita zu Beginn der sexuellen Annäherung am „Zepter“ ihres Stiefvaters „verzweifelt“ zu schaffen macht, dann ist das zwar eloquent umschrieben, aber bleibt doch bezüglich des Inhalts abstoßend und ekelhaft. Ich war kurz davor, das Buch vorzeitig zu beenden, denn die Handlung war auch zu viel für mich. Dies besserte sich im Verlauf der Lektüre, denn während man vielleicht noch eine gewisse Anerkennung des Stiefvaters für seine Gerissenheit, Schlagfertigkeit und Ausdrucksstärke zollt, so wird mit zunehmenden Wahnsinn seiner Person, die Distanz zwischen Leser und Hauptfigur immer größer. Humbert versucht immer wieder sich als Opfer der Umstände darzustellen, berichtet von seiner Kindheit und seiner Hilflosigkeit, seine Wünsche und Sehnsüchte zu unterdrücken. Er lullt einen fast ein mit seiner Prosa, verneint aber nie, dass es sich um Straftaten bei seinen Handlungen handelt. Und so wird nach dem Tod der Vermieterin und dem anschließenden Roadtrip des Vierzigjährigen mit der Zwölfjährigen durch die USA die Beklemmung immer größer und letztlich herrscht nur noch am Ende Erleichterung, dass der Pädophile seiner Strafe nicht entgeht und Lolita sich aus seinen Fängen befreien kann. Doch geht es in diesem Buch wirklich um die Handlung? Was will der Autor damit sagen? Diese Frage hasst Nabokov nach seinen Nachworten. Er wollte die Geschichte loswerden, darum hat er sie heruntergeschrieben. Muss man immer einen Grund haben, ein Kunstwerk zu erstellen. Erst als ich mir bewusst machte, dass das Buch ein Kunstwerk ist, Kunst grundsätzlich alles darf, vor allem in erster Linie eine Wirkung bei mir zu erzielen, konnte ich das Werk genießen. Warum reagiere ich relativ gelassen, wenn Massenmörder aus der Ich-Perspektive in unzähligen Thriller ihre Gräueltaten darlegen? Warum soll die Gewaltpornographie eines Fitzek oder Nesbo unterhaltsam sein, die ebenso abstoßende Pornographie mit Jugendlichen, in einer Hochsprache zelebriert, aber ein Skandal? Warum kann ich das Buch nicht als Psychogramm eines Besessenen lesen, nur weil Inhalt und Sprache so genial auseinandertriften in diesem Buch? Warum merke ich zu spät, dass Humbert mich blendet mit seinen Aussagen und ich nie weiß, was Lolita wirklich denkt? Im Grunde kann alles eine Lüge sein und jede Beschreibung nur die verfälschte Sichtweise eines kranken Menschen. Das ist wirklich Fiktion vom Feinsten. Gegen Ende, als das Buch etwas langatmiger wurde, gefiel es mir dann auf einmal besser, denn alle die genannten Fragen konnten sich Dank der Leserunden und der Diskussionen mit anderen Usern in meinem Status für mich klären. Ich widerspreche aber allen Kritikern, die dieses Buch als einen großen Roman über die Liebe stilisieren, allen voran MRR. Das hat nach meinem Empfinden nichts mit Liebe zu tun, sondern mit krankhafter Begierde. Vielleicht waren solche Äußerungen zu Beginn der Lektüre auch der Grund, warum ich mir beim Lesen zunächst so schwertat. Jetzt würde ich es fast nochmal lesen, aber mit einer anderen Einstellung zum Teil 1. Ein ekelhaft großartiges Meisterwerk, dem ich aufgrund der zeitweisen Längen im Teil 2 aber dann nur 4 Sterne gebe. „Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo.li.Ta.“ Was für ein Buch.

4

Selten ist es mir so schwer gefallen, ein Buch zu bewerten.

Schon lange stand "Lolita" auf meiner Liste. Ein Klassiker, den man (nicht nur) meiner Meinung nach gelesen haben muss. Ich habe mich also mit ein bisschen Angst vor dem Thema an Nabokov gemacht und was soll ich sagen: Was ich schon vermutet hatte, hat sich bewahrheitet. "Lolita" ist irgendwie genial und hat in meinem Kopf eine nicht endende wollende Maschinerie von Fragen angeworfen (Warum? Was genau will der Erzähler uns damit sagen?). Andererseits ist der Roman unbestritten schlichtweg grausam und lässt mich verstört, entsetzt und geekelt zurück. Das einzige, worin ich mir nach diesem Buch sicher bin, ist dass es seinen Weltruhm (und damit den ganzen Skandal drumherum) definitiv verdient hat.

1

Erst angewidert, dann aber von Stil und Sprache durchaus angetan, habe ich diesen Roman bis ungefähr zur Hälfte gelesen. Ab dann konnte mich aber nichts mehr richtig begeistern, Sprache und Stil wurden eintönig und langatmig. Die Thematik ist abstoßend und obwohl ich versucht habe, einen Reiz darin zu suchen, dass man hier die Psychologie eines gestörten, kranken Menschen miterleben und durch seine kranken Augen blicken kann, so konnte mich das über die Länge des Romans nicht fesseln. Die zweite Hälfte habe ich dann nur sehr grob überblättert um noch einigermaßen mitzubekommen, was noch passiert. Dieses Buch mag für viele ein Klassiker sein, für mich ist es keiner.

4

A disturbing but interesting story. What I really liked about the book is that it’s not romanticised like the movie. This is everything but a love story and the book makes that imo clear. Even Humbert himself (who’s a sick twisted monster) admits that in one way or another. Definitely not a story for everyone

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