Der Report der Magd

Der Report der Magd

Softcover
4.13441
Report Der MagdDystopischer RomanFrauKlassiker

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Description

Eine erschreckend-realistische Vision der Welt von morgen – und einer der besten Romane aller Zeiten

Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. Ein totalitärer Staat, der keine Gnade kennt. Und eine stille Heldin, die den Ausbruch versucht: »Der Report der Magd« ist große Literatur und noch viel mehr.

Für Millionen Leserinnen auf der ganzen Welt ist Margaret Atwood die wichtigste literarische Stimme eines warnenden Feminismus. Ihre beklemmende Dystopie löste bei Erscheinen im Jahr 1985 einen kollektiven Aufschrei aus. Die weltweite Faszination ist geblieben.

Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ...

»Mit ›Der Report der Magd‹ hat sich Margaret Atwood in die Nachfolge von Aldous Huxley und George Orwell hineingeschrieben.«– Der Spiegel

Es gibt kein zweites Buch wie »The Handmaid's Tale «. Spätestens seit der Serienverfilmung mit Elisabeth Moss in der Hauptrolle ist Atwoods Dystopie international wieder zum Bestseller geworden. Der Roman stellt seine Fragen an die Selbstbestimmung der Frau heute lauter und eindringlicher denn je.

Ein Klassiker, ein Aufschrei, eine Warnung …

Margaret Atwoods Kultbuch in neuer Ausstattung ist eine zwingende Lektüre für jeden in unserer Gesellschaft – unbequem, aufrüttelnd und fast 40 Jahre nach Erscheinen so aktuell wie nie.

Die lang erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers »Report der Magd«

Mit »Die Zeuginnen« nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
416
Price
15.50 €

Author Description

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde für inzwischen mehrere Generationen zum Kultbuch. Zudem stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.

Characteristics

15 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
65%
16%
23%
5%
68%
14%
81%
90%
59%
30%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
68%
78%
62%
55%

Pace

Fast0%
Slow73%
Moderate27%
Variable0%

Writing Style

Simple7%
Complex27%
Moderate67%
Bildhaft (40%)Minimalistisch (27%)Poetisch (53%)Außergewöhnlich (73%)

Posts

509
All
2

»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀

Serie >>>>> Einfach anstrengend von Anfang bis Ende.🤷🏻‍♀️ Der Schreibstil ist so zäh, dass ich mich mehr durchgearbeitet als gelesen habe. Ständig bin ich ins stocken und stolpern gekommen und so oft gedanklich ausgestiegen. Die Story hat enormes Potenzial. Wirklich. Aber sie wird so distanziert, kühl und langweilig erzählt, dass bei mir emotional exakt nichts angekommen ist. Keine Gänsehaut, kein Mitfiebern, nicht mal Beklemmung.. und das bei dem Thema.👀 Klar, wurden wichtige und aktuelle Punkte behandelt. Ein Roman darf aber mehr sein als nur relevant. Die Serie ist um Welten besser, eine der besten überhaupt.❤️ Der Film ist keine Rede wert. Und das Buch hat mich enttäuscht zurückgelassen.😶‍🌫️ The Testaments werde ich daher nicht lesen, sondern nur als Serie gucken. {Collage: Pinterest}

»Ignoring isn’t the same as ignorance, you have to work at it.«🥀
3.5

Ein erschreckend aktueller Klassiker über Macht, Kontrolle und die Zerbrechlichkeit von Freiheit.

Der Report der Magd von Margaret Atwood ist ein Roman, der heute vielleicht erschreckender wirkt als zum Zeitpunkt seines Erscheinens in den 1980er Jahren. Denn vieles, was Atwood beschreibt, fühlt sich nicht mehr wie reine Dystopie an, sondern wie eine extreme Zuspitzung realer gesellschaftlicher Entwicklungen: der politische Rechtsruck, die Kontrolle über weibliche Körper, sinkende Geburtenraten, antifeministische Bewegungen, religiöser Fundamentalismus und die zunehmende Einschränkung von Rechten – besonders von Frauen, queeren Menschen und behinderten Menschen. Gerade deshalb bleibt dieses Buch bis heute relevant und unbequem. Die Grundidee des Romans ist enorm stark. In der Republik Gilead werden Frauen systematisch entrechtet und auf Funktionen reduziert. Fruchtbare Frauen werden zu „Mägden“ gemacht und den herrschenden Familien zugeteilt, damit sie Kinder gebären. Die Gesellschaft basiert auf patriarchaler Kontrolle, religiöser Ideologie und Gewalt. Besonders bedrückend ist dabei, dass Atwood nichts völlig Unrealistisches erfindet. Fast alle Mechanismen, die Gilead nutzt, existierten oder existieren bereits in irgendeiner Form in realen Gesellschaften. Genau das macht den Roman so verstörend. Sehr interessant ist dabei auch, wie der Machtwechsel beschrieben wird. Die Erzählerin erinnert sich an die Zeit davor: an ein normales Leben mit Arbeit, Familie, eigenem Konto, Freiheit und Selbstbestimmung. Und dann schildert sie Schritt für Schritt, wie diese Rechte verschwinden. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Genau darin liegt eine der größten Stärken des Buches: Es zeigt, wie schnell Demokratien kippen können, wenn Angst, Krisen und Extremismus zusammentreffen. Besonders heute wirkt das erschreckend aktuell. Gleichzeitig macht der Roman deutlich, dass patriarchale Systeme nicht ausschließlich von Männern getragen werden. Gerade das ist einer der wichtigsten Aspekte des Buches. Die Macht in Gilead funktioniert auch deshalb, weil Frauen in unterschiedlichen Rollen das System mittragen und stabilisieren: Ehefrauen, Tanten, Marthas und selbst manche Mägde beteiligen sich daran, andere Frauen zu kontrollieren oder zu verurteilen. Diese Dynamik ist auch auf die reale Gesellschaft übertragbar. Patriarchale Strukturen bleiben nicht allein deshalb bestehen, weil Männer Macht besitzen, sondern auch, weil gesellschaftliche Rollenbilder, Privilegien und Machtmechanismen von vielen Menschen – bewusst oder unbewusst – weitergetragen werden. Besonders interessant ist dabei die Figur der „Tanten“. Sie zeigen, wie autoritäre Systeme funktionieren: Unterdrückung wird oft effektiver, wenn sie innerhalb der betroffenen Gruppen organisiert wird. Das spricht der Roman an, und gerade die historischen Anmerkungen am Ende verdeutlichen das noch einmal explizit. Dort wird sogar erklärt, dass Gilead Frauen bewusst zur Kontrolle anderer Frauen einsetzte, weil dies billiger und effizienter war. Dieser Aspekt macht den Roman politisch viel komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint. Dabei lässt sich die Kritik noch weiterdenken. Feminismus wird in vielen gesellschaftlichen Kontexten bis heute vor allem aus der Perspektive privilegierter Frauen geführt. Frauen mit Behinderungen, arme Frauen oder nicht-weiße Frauen werden oft übersehen oder nicht ausreichend mitgedacht. Gerade deshalb wirkt die Welt von Gilead auch wie eine Warnung davor, Gleichberechtigung nur für bestimmte Gruppen einzufordern. Der Roman zeigt letztlich, wie gefährlich Hierarchien innerhalb unterdrückter Gruppen sein können. Trotz der inhaltlichen Stärke hatte ich allerdings große Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Romans. Ich verstehe vollkommen, warum Atwood so schreibt: Die Geschichte basiert auf Erinnerungen und Tonbandaufnahmen einer traumatisierten Frau. Die fragmentierte Sprache, die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die oft verschwommene Wahrnehmung – all das passt zur psychischen Verfassung der Erzählerin. Dennoch machte genau das das Lesen für mich teilweise sehr anstrengend. Die vielen Rückblenden störten mich dabei weniger. Im Gegenteil: Die Szenen aus der Vergangenheit gehören für mich zu den interessantesten Teilen des Buches. Dort wird sichtbar, was verloren gegangen ist. Viel schwieriger fand ich die eigentliche Erzählweise von Offred selbst. Ihre Gedanken wirken oft distanziert, passiv oder wie betäubt. Natürlich ergibt das innerhalb des Systems Sinn: Sie lebt unter permanenter Angst, Überwachung und Traumatisierung. Trotzdem fiel es mir schwer, eine wirkliche emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Gerade gegen Ende hatte ich oft das Gefühl, sie gerne „schütteln“ zu wollen, weil sie immer wieder in Passivität zurückfällt oder scheinbar nichts aus ihren Erfahrungen lernt. Immer wenn man denkt, sie entwickelt Widerstand oder Klarheit, zieht sie sich wieder zurück. Das macht sie zwar vielleicht realistischer, aber nicht unbedingt leichter zugänglich. Offred wirkt weniger wie eine klar ausgearbeitete Einzelperson als vielmehr wie ein Symbol für viele Frauen innerhalb dieses Systems. Genau das scheint vermutlich beabsichtigt zu sein – trotzdem blieb sie für mich emotional oft schwer greifbar. Ähnlich ging es mir mit der Welt selbst. Einerseits ist Gilead unglaublich faszinierend, andererseits erfährt man nur sehr wenig darüber. Man sieht fast ausschließlich den kleinen Ausschnitt aus Offreds Alltag. Dadurch bleibt vieles undeutlich: Wie genau funktioniert die Gesellschaft? Wie sieht der Rest der Welt aus? Existiert Gilead nur auf dem Gebiet der ehemaligen USA? Wie leben Menschen außerhalb des Systems? Diese offenen Fragen erzeugen zwar eine beklemmende Atmosphäre, hinterließen bei mir aber auch Frustration, weil ich gerne mehr über diese Welt erfahren hätte. Besonders spannend fand ich deshalb den letzten Teil des Buches, die „Historischen Anmerkungen“. Dieser Abschnitt verändert den gesamten Roman noch einmal. Plötzlich befindet man sich rund 150 bis 200 Jahre nach dem Fall Gileads auf einem akademischen Symposium. Historiker analysieren Offreds Tonbandaufnahmen wie historische Dokumente. Dieser Perspektivwechsel ist brillant, weil er zeigt, wie Geschichte später wissenschaftlich aufgearbeitet wird – ähnlich wie wir heute auf totalitäre Systeme der Vergangenheit blicken. Gleichzeitig ist dieser Teil unglaublich bitter. Denn selbst Jahrhunderte später wird Offreds Geschichte teilweise distanziert, fast zynisch behandelt. Der Professor analysiert Strukturen, Machtpolitik und historische Details, während das menschliche Leid beinahe in den Hintergrund rückt. Besonders unangenehm ist seine herablassende Art gegenüber Frauen. Damit zeigt Atwood, dass patriarchale Denkweisen selbst nach dem Ende eines Systems weiterexistieren können. Insgesamt ist Der Report der Magd für mich ein inhaltlich extrem starkes und gesellschaftlich wichtiges Buch, mit dem ich emotional und stilistisch dennoch Probleme hatte. Die politische Aussage, die Darstellung patriarchaler Machtstrukturen und die erschreckende Aktualität machen den Roman beeindruckend. Gleichzeitig blieb mir die Hauptfigur oft zu passiv und die Welt zu undeutlich. Trotzdem ist es ein Buch, das gerade heute wieder wichtig ist, weil es zeigt, wie zerbrechlich Freiheit und Gleichberechtigung sein können – und wie schnell Gesellschaften bereit sind, Menschenrechte aufzugeben, wenn Angst und Machtinteressen dominieren.

4.5

Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!

Ich war auf Anhieb überrascht davon, wie modern sich dieser Roman liest (zumindest deutlich moderner, als ich es von vielen anderen Büchern aus den 80er Jahren kenne). Der Report der Magd wirkt dadurch erstaunlich zeitlos. Sie schreibt hier weder blumig noch ausschweifend oder künstlich literarisch. Gerade diese Schlichtheit machte das Buch für mich so angenehm (abgesehen von der Thematik) zu lesen und ließ mich regelrecht durch die Seiten fliegen. Viele Szenen wirken fast kühl erzählt, obwohl das, was passiert, eigentlich unfassbar grausam ist. Die Geschichte spielt in der Republik Gilead, einer totalitären Zukunftsgesellschaft, in der Frauen ihre Rechte verloren haben und ihre Körper staatlich kontrolliert werden. Frauen haben hier keinen Besitz, sie dürfen nicht lesen, nicht schreiben, nicht arbeiten, nicht selbst über ihr Leben bestimmen. Ihr Wert wird nur noch darüber definiert, ob sie Kinder bekommen können oder nicht. Die Protagonistin erzählt uns ihren „Report“. Und genauso fühlt sich das Buch auch an: wie ein Bericht. Wie das leise Protokoll eines Menschen, der versucht, in einer unmenschlichen Welt irgendwie weiterzuexistieren. Wir erleben alles aus ihrer Perspektive. Ihre Gedanken, ihre Erinnerungen, ihre Angst und ihre stille Verzweiflung. Und das war alles andere als leicht auszuhalten. Was sie erzählt, geht wirklich unter die Haut. Dabei erzählt sie erstaunlich nüchtern. Ohne große emotionale Ausbrüche. Ohne dramatische Inszenierung. Ich kann verstehen, warum manche Leser*innen diesen Stil vielleicht als distanziert oder sogar emotionslos empfinden könnten. Für mich hatte genau das den gegenteiligen Effekt. Die Gewalt wirkte dadurch noch schlimmer. Man spürt, dass all das für sie längst Alltag geworden ist…und dass Menschen sich selbst an Grausamkeit gewöhnen können und Unterdrückung irgendwann nicht mehr wie eine Ausnahme wirkt, sondern wie Normalität. Atwood beschreibt Gewalt nicht permanent explizit oder detailliert. Gerade im Vergleich zur Serie ist mir aufgefallen, wie viel zurückhaltender das Buch mit Gewaltszenen umgeht. Die Serie zeigt vieles direkter, brutaler und sichtbarer. Im Roman dagegen stehen viel stärker die psychischen Auswirkungen im Mittelpunkt. Die ständige Kontrolle, die Angst, die Isolation und langsame Verschwinden der eigenen Identität. Und ich bin ehrlich…das war nicht weniger verstörend. Ich glaube, gerade als Frau liest sich dieses Buch stellenweise wirklich schwer, weil viele Themen erschreckend real wirken. Debatten über Selbstbestimmung, sexualisierte Gewalt oder Frauenrechte sind bis heute aktuell und auch die Tatsache, dass Frauen in manchen Ländern noch immer so sehr unterdrückt werden, macht dieses Buch so beklemmend. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Buch heute wieder so wichtig geworden ist. Denn der Roman zeigt, wie Demokratien nicht plötzlich zerbrechen, sondern langsam kippen kann. Durch Angst, Krisen und Gewöhnung. Mein einziger kleiner Kritikpunkt war tatsächlich das Ende. Für mich wurde vieles gegen Schluss etwas zu schnell erzählt und manche Entwicklungen wirkten dadurch ein wenig hastig. Außerdem bleibt das Ende relativ offen, was zwar irgendwo zur Geschichte passt, mich persönlich aber trotzdem ein bisschen unzufrieden zurückgelassen hat. Was ich mir zusätzlich gewünscht hätte, wären Content Notes bzw. Triggerwarnungen gewesen, weil das Buch Themen behandelt, die emotional wirklich belastend sein können. Es ist definitiv kein leichtes Buch und auch keines, das gelesen werden möchte, um zu unterhalten oder einem ein gutes Gefühl zu geben. Die Geschichte ist bedrückend, unangenehm und stellenweise wirklich schwer auszuhalten. Trotzdem –oder vielleicht genau deshalb ist es eines dieser Bücher, das definitiv im Kopf bleiben wird.

Die beklemmendste Dystopie, die ich seit Langem gelesen habe!
5

✨️ Band 1 ✨️

Oh mein Gott... was war das❓️ Ich bin total geflasht und geschockt 🤯. Ich hab so viel gutes über dieses Buch gehört, dass ich mich riesig gefreut habe, als ich es zum Geburtstag geschenkt bekommen habe 🤗. Ja ich gebe zu, das der Schreibstil schon sehr gewöhnungsbedürftig war ✒️. Es ließ sich jedoch trotzdem gut und flüssig lesen ☝🏻. Ich gebe 5 Sterne 🌟, da ich sonst nichts auszusetzen habe und mich das Buch einfach zutiefst berührt hat 🥺. Ich finde die Story so wichtig, dass es ein must-read sein sollte 💪🏼☝🏻. Es ist eine Dystopie, in der Frauen in Klassen eingeteilt werden und absolut keine Rechte haben ☠️. Wir begleiten eine Magd, die von ihrem Leben berichtet 🤔. Die Welt um sie herum und ihre Gefühle werden dabei richtig gut beschrieben 🥰. Wir erfahren, wie es zu dieser Welt/Regierung gekommen ist ⚔️. Sie ist eine Magd, die nur eine Aufgabe hat: Kinder bekommen, die sie selbst nicht aufziehen darf 😢. Sie wird auf diese Rolle reduziert 💔. Ihr wahrer Name und ihre Persönlichkeit werden ausgelöscht 🫣. Sie darf nicht denken, reden, lesen, schreiben ✍️ und erst recht nichts hinterfragen ☝🏻. Das Ende war mies und bodenlos 🥺. Ich wusste absolut nicht, dass es einen zweiten Teil gibt. Diesen habe ich mir natürlich direkt bestellt 🤌🏻. Ich muss einfach wissen, wie es weitergeht ❤️🥰.

5

Uff, ein harter Brocken. Verstörend. Schonungslos. Entsetzlich. Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, insbesondere weil es so greifbar scheint.

Ich hab den "Report der Magd" als Hörbuch angefangen, weil wir aktuell im Theater in der Themenfindung für ein eigenes Stück stecken. Dabei war das Thema Feminismus hoch im Kurs (was ich befürworte!) und im Gespräch kam auch dieses Buch zur Sprache. Ich wurde neugierig und musste es nur wenige Tage später direkt als Hörbuch starten. Und ich kann euch sagen, dass ich verhältnismäßig lange gebraucht habe. Dieses Buch war vieles, aber vor allem verstörend und beklemmend, weswegen ich es desöfteren pausieren musste und manchmal auch einen kompletten Tag Pause gebraucht habe. Was das Buch nur noch interessanter gemacht hat, ist der Umgang damit in den USA. In einigen Bundesstaaten ist das Buch aus den Bibliotheken an Schulen und Universitäten gebannt. Wir begleiten die Magd Desfred, die gemeinsam mit vielen anderen Mägden unter der Fittiche ihres Kommandanten und der sogenannten "Tanten" lebt. Magd zu sein bedeutet hier vor allem ein: im Dienste des Kommandanten und unter Gottes wachsamer Hand schwanger zu werden, ein Kind auszutragen und so der sinkenden Geburtenrate entgegen zu wirken. Dabei wird mehr als einmal deutlich, dass Ehefrauen und Mägde ihren ganz eigenen Platz haben und sich nicht "vermischen" dürfen. Denn in dieser düsteren dystopischen und doch erschreckend real wirkenden Welt sind Frauen klare, feste Rollen zugeschrieben, die über ihr ganzes Leben entscheiden. Es wird nicht weniger als Gehorsamkeit, Sittsamkeit und die absolute Unterwerfung verlangt. Alles andere zieht harte Strafen nach sich. Desfred, die Erzählerin, hat ihren Namen jedoch nicht vergessen (hier haben alle neue Namen erhalten, ebenfalls ein Mittel der Unterdrückung). Sie kennt außerdem noch das Leben davor und ist mutig genug ist, sich zu erinnern. So erfahren wir durch sie, wie es so weit und wirklich bis zum Äußersten kommen konnte und bekommen einen Einblick in ihre Gedankenwelt. Der Schreibstil ist nüchtern, einige Stellen hätte ich mir – im Falle des Buches – gerne markiert und ich glaube, dass dieses Buch noch lange nachwirken wird. Übrigens auch sehr spannend und gut umgesetzt in diesem Buch ist es, wie die Frauen alleine durch Sprache unterdrückt werden. Das fängt schon beim Namen an, der eigentlich einfach nur eine Besitzanzeige ist. Da wird einem ganz anders, gerade wenn man sich für Sprache interessiert und das Thema Sprache sowieso dauerhaft aktuell ist, weil es sich dabei um etwas "lebendiges" handelt, dass unsere Gedanken formt. Auch und gerade wieder in unserer heutigen Gesellschaft. Insgesamt eine ganz große Empfehlung. Das hier sollte wirklich jeder gelesen oder gehört haben.

Uff, ein harter Brocken. Verstörend. Schonungslos. Entsetzlich. Ein Buch, das noch lange nachwirken wird, insbesondere weil es so greifbar scheint.
2.5

Wichtiger Inhalt gepaart mit anstrengendem Schreibstil

Atwood schildert eine Welt, in der Gewalt, Machtmissbrauch und Unterdrückung vorherrscht auf eindrucksvolle Art und Weise, indem sie die Geschichte einer unterdrückten Frau, die in ihrer Rolle als Handmaid lediglich dem Gebären dienen soll, erzählt. Es ist jedoch leider so, dass das Werk häufig Gedankensprünge aufweist und auf eine eigenartige Art und Weise verfasst wurde, sodass der durchaus relevante Inhalt zeitweise in den Hintergrund tritt. Alles in allem ein sehr interessantes, relevantes und vielschichtiges Werk, das trotz der speziellen Erzählweise lesenswert ist.

4.5

„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit

Margaret Atwoods Der Report der Magd ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Sprache ist anspruchsvoll und an den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern in vielen Fragmenten, Erinnerungen und Gedanken, die sich langsam mit der Realität des „neuen“ Lebens verbinden. Genau das macht das Buch gleichzeitig verwirrend, aber auch unglaublich intensiv. Die Geschichte hat mein Herz wirklich berührt, weil sie zeigt, wie schnell sich ein Leben komplett verändern kann. Durch Angst, Kontrolle und Zwang wird ein neues System aufgebaut, in dem Menschen ihre Freiheit verlieren. Besonders erschreckend fand ich, wie schnell Menschen entmachtet werden können und wie jede freie Entscheidung oder Handlung eingeschränkt wird. Das Buch zeigt außerdem sehr deutlich, wie ein Geschlecht über das andere herrschen kann und wie gesellschaftliche Normen von den Mächtigen bestimmt werden. Gleichzeitig leben genau diese „Eliten“ heimlich gegen ihre eigenen Regeln und genießen die verbotenen Dinge selbst. Dieser Widerspruch hat mich beim Lesen besonders schockiert. Auch das Thema Liebe spielt eine große Rolle. In dieser Welt wird selbst Liebe kontrolliert und teilweise verboten. Dadurch wirkt die Geschichte noch trauriger und bedrückender. Der Report der Magd hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und mich sehr zum Nachdenken gebracht. Vor allem darüber, wie wertvoll Freiheit eigentlich ist und wie schnell sie verloren gehen kann. Trotz des schwierigen Schreibstils ist dieses Buch für mich eine sehr starke und wichtige Geschichte, die man nicht so schnell vergisst.

„Der Report der Magd“ – Eine erschreckende Geschichte über Macht, Angst und den Verlust von Freiheit
4

Ein Klassiker unter den dystopischen Romanen. Erschreckend aktuell und nervenaufreibend.

Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, der mich so aus der Fassung gebracht hat. Gut gelungen fand ich, dass man mit der Protagonistin Desfred mitfühlen konnte und ihre Unsicherheiten sich auf einen übertragen, man am Ende selbst nicht weiß wem glauben, mit wem Mitleid haben und was Richtig, Falsch oder vielleicht doch noch okay ist. Gefallen hat mir auch, dass sie sich nicht unterkriegen lassen möchte, aber auch die authentische und ungeschönte Darstellung, dass es dazu gehört sich Situationen schönzureden, um diese Zeit auszuhalten. Das System der Republik Gilead ist Frauenverachtend und die Ansichten religiös-fanatisch geprägt. Ich habe erst zum Schluss, dank eines Anhangs, verstanden, wie es dazu gekommen ist und warum dieses überhaupt entstanden ist. Das hat mich gestört und mir teilweise meine Motivation zum Weiterlesen geraubt, weil es für mich keinen Sinn ergab. Die Handlung selbst hat auch dazu beigetragen, denn sie ist extrem bedrückend. Nichtsdestotrotz war es spannend und ich wollte wissen wie es ausgeht. Alles in allem ein wichtiges, aber auch nicht leichtes Buch, dass sehr lesenswert ist.

4

Erschreckend nah

Das war mal etwas ganz anderes - die Story und vor allem die dystopische Welt haben mich sehr gefesselt. Es war total spannend und gleichzeitig auch richtig beklemmend. Besonders krass war, wie nah sich die Geschichte an unserer heutigen Gesellschaft angefühlt hat. Was für mich aber nicht ganz funktioniert hat, war der Schreibstil. Damit bin ich einfach nicht richtig warm geworden, was es mir manchmal schwer gemacht hat, komplett drin zu bleiben. Trotzdem ein sehr eindrucksvolles Buch, das nicht altert!❤️

5

Wow!!!

Der Report der Magd ist für mich einer der beklemmendsten Romane, die ich gelesen habe – gerade weil er so ruhig erzählt ist. In der totalitären Republik Gilead werden fruchtbare Frauen als „Mägde“ zur Fortpflanzung für die herrschende Elite gezwungen. Die Erzählerin Desfred lebt im Haushalt eines Kommandanten und muss regelmäßig an einem religiös legitimierten Zeugungsritual teilnehmen. In Rückblenden erinnert sie sich an ihr früheres Leben mit Familie, Beruf und Freiheit – und man erlebt mit ihr den schrittweisen Verlust ihrer Identität. Was die Geschichte so verstörend macht, ist ihre Plausibilität. Gilead entsteht nicht über Nacht, sondern durch Krisen, Angst, religiös-moralische Vereinfachungen und den langsamen Abbau von Rechten. Beim Lesen wird deutlich: Solche Systeme wachsen nicht aus dem Nichts, sondern aus realen gesellschaftlichen Spannungen. Demokratien sterben selten durch einen offenen Putsch, sondern durch juristische und politische Normalisierung – „nothing changes instantaneously“, wie Margaret Atwood es formuliert. Atwoods Schreibstil ist außergewöhnlich. Ihre Sprache ist kontrolliert, beinahe sachlich, als würde Desfred eine wahre Geschichte berichten. Gerade diese Nüchternheit verstärkt die Beklemmung. Es ist kein lauter, dramatischer Untergang – sondern ein leises Verschieben von Grenzen. Und genau deshalb wirkt der Roman heute so aktuell: Er beschreibt nicht das Ende der Demokratie, sondern den Moment kurz davor.

Wow!!!
4

Richtig gut geschrieben, erschreckend Vorstellbar.

5

|Aber wer kann sich an Schmerzen erinnern, wenn sie vorbei sind? Alles, was davon bleibt, ist ein Schatten [....]|

Da aktuell die ersten Folgen der Fortsetzungsserie "Die Zeuginnen" erschienen ist, und ich schon sehr angetan war von der Hauptserie,war es an der Zeit das Buch zu lesen. Viel wichtiger ist allerdings,dass dieses Buch in einigen Schulen/Regionen in den U.S.A. (so wie andere Bücher auch) verboten ist und man deshalb erst Recht zu diesem Buch greifen sollte ;). (Meine Einschätzung mit, wie immer: so wenig Spoiler wie möglich) Margarete Atwood hat ein fiktives Land erschaffen in dem eine Sekte an der Regierung ist und Frauen alle Rechte entzogen werden. Es herrschen Hierarchien in denen bestimmte Personengruppen bestimmte Privilegien erhalten. Ich wusste ja schon einiges aus der Serie, ( die dieses Buch übrigens sehr gut aufgegriffen hat und extrem gut umgesetzt hat. ) aber das zu lesen, hat mich nochmal ganz anders berührt, schockiert und beängstigt. Atwood hat sich reelen Tatsachen bedient und diese aufgegriffen. Alles was in diesem Buch geschildert wird gab oder gibt es in irgendeiner Form auf dieser Welt. Es ist extrem zugänglich geschrieben und auch für Leser/innen geeignet, die weniger Klassiker lesen. Und vor allem ist es wirklich spannend bis zum Ende. Ich kann es wirklich jeder Person ans Herz legen dieses Meisterwerk einmal zu lesen. Ich werde definitiv die Zeuginnen auch lesem und habe mir schon weitere Bücher von Atwood vorgemerkt.

5

Gilead ist näher, als wir glauben

Ich hatte schon lange nicht mehr das Gefühl, eine so ferne und zugleich erschreckend reale Fiktion gelesen zu haben. Atwood erschafft mit Gilead keinen lauten Endzeit-Albtraum. Kein Chaos, keine brennenden Städte. Stattdessen eine stille, strukturierte Grausamkeit. Gilead ist ein totalitärer Gottesstaat, der Frauen auf ihre biologische Funktion reduziert. Fruchtbarkeit wird zur Ware, Identität ausgelöscht, Namen ersetzt. Menschen werden zu Rollen. Und Rollen zu Gefängnissen. Was mich besonders getroffen hat, war der Schreibstil. Die Geschichte aus der Sicht von Desfred entfaltet sich langsam, beinahe zeitlupenartig. Jeder Gedanke, jede Beobachtung, jede kleinste Regung wird fühlbar gemacht. Ich konnte Dinge nicht nur sehen, sondern riechen. Diese Detailtiefe macht das Buch so intensiv, dass man stellenweise die Luft anhalten muss. Mit jeder Konfrontation brennt nicht nur das Feuer von Gilead – sondern auch das von Desfred. Das Buch zeigt nicht nur die Grausamkeit eines patriarchalen Systems. Es zeigt auch, wie Macht funktioniert. Wie Gruppendynamik Menschen formt. Wie Unterdrückung nicht nur von oben kommt, sondern sich auch unter den Frauen fortsetzt. Rivalität, Kontrolle, Anpassung – all das wird schonungslos dargestellt. Es geht um sexuellen Missbrauch, um religiösen Fanatismus, um staatliche Kontrolle über Körper und Sprache. Und dann ist da noch etwas anderes: Umweltzerstörung, Unfruchtbarkeit, politische Radikalisierung. Die Welt von Gilead ist nicht einfach „passiert“. Sie ist das Ergebnis von Ignoranz, Extremismus und Angst. Und genau das macht sie so beunruhigend nah. Ich musste beim Lesen oft weinen, weil mich dieses Buch in einen Strudel des Weltschmerzes zog. Es hält uns den Spiegel vor und stellt die Fragen, die wehtun: Wie viel Freiheit geben wir ab, bevor wir bemerken, dass sie verloren ist? Welchen Stellenwert haben wir noch? Und wie erschreckend schnell gewöhnen wir uns eigentlich an das Unfassbare?

5

Rezension zu The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood „I would like to believe this is a story I’m telling. I need to believe it. If it’s a story I’m telling, then I have control over the ending.“ Dieses Buch hat es wirklich in sich. Atwood war ihrer Zeit weit voraus, als sie The Handmaid’s Tale veröffentlicht hat. Nach einem Krieg und einer Seuche ist ein Großteil der Frauen unfruchtbar geworden. Daraufhin wird ein System eingeführt, das Frauen strikt in Klassen einteilt: Ehefrauen, Mägde und weitere Gruppen. Jede dieser Gruppen trägt bestimmte Farben, an denen ihr Status sofort erkennbar ist. Frauen wird ihre Arbeit genommen, ebenso der Zugang zu Geld und Selbstbestimmung. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, Kinder zu bekommen. Die Mägde werden Paaren zugeteilt, bei denen die Ehefrau unfruchtbar ist. Dort werden sie gezwungen, Kinder für diese Familien auszutragen. Atwood beschreibt eindringlich, wie Frauen auf reine Gefäße reduziert werden. Eine Szene, die mich besonders schockiert hat, zeigt, wie eine Frau für ein Fehlverhalten verstümmelt wird mit der Begründung, dass Arme und Beine nicht wichtig seien, da sie weiterhin Kinder bekommen könne. Diese Stelle bleibt lange im Kopf. Das Buch wirkt heute aktueller denn je und wirft eine beunruhigende Frage auf: In welche Richtung könnte sich unsere Gesellschaft entwickeln? Durch Atwoods Schreibstil wirkt jede Szene unglaublich lebendig und intensiv. Am liebsten würde ich noch viel mehr über dieses Buch schreiben. Es regt stark zum Nachdenken an und zeigt, wie nah dystopische Szenarien oft an der Realität liegen. 5 von 5 Sterne

4

"Der Report der Magd" ist ein literarisch präziser, politisch hellsichtiger Roman, dessen Wirkung nicht auf Schockeffekten beruht, sondern auf der kalten Logik einer konsequent aus bestehenden Machtstrukturen entwickelten Welt. Margaret Atwood verfasst keine Dystopie, sondern eine Warnung, die sich wie ein Echo realer Geschichte liest. Der Roman überzeugt durch seine sprachliche Präzision, seine politische Intelligenz und seine psychologische Feinheit. Er ist kein emotionaler Schlag, sondern ein intellektuelles Brennglas, das die Fragilität von Freiheit und den subtilen Beginn von Unterdrückung aufzeigt.

3.5

Eindringlicher, beklemmender Bestseller aus dem Jahr 1985 - 50 -millionen fach verkauft. Beängstigende Vision von uneingeschränkter patriarchaler Kontrolle.

Im fitktiven Gilead geschehen besorgniserregende Veränderungen, nachdem aufgrund einer Umweltkatastrophe die Unfruchtbarkeit um sich greift. Frauen werden ihrer Rechte und ihrer Freiheit beraubt, als Sexsklavinnen und Gebärmaschinen degradiert. In diesem christlich fundamentalistischen Staat wird eliminiert, wer oppuniert, blinder Gehorsam und Stillschweigen sind die Basis für das neue totalitäre System. Manche Szenerien sind wahre Horrorvorstellungen, z.B. die Geburt als öffentliches Event - dem ein Pulk anderer Frauen beiwohnen und den Vorgang minutiös verfolgen. Präsent sind v.a. die Ehefrauen, deren Mägde die Kinder austragen und gebären. Eine sprachlich gelungene Dystopie, die mich jedoch nicht zu 100 % gefesselt hat - möglicherweise aufgrund des aus meiner Sicht eher "flachen " Spannungsbogens... Allerdings reizt mich die Fortsetzung "Die Zeuginnen" schon und liegt bereits auf meinem SuB. 😉 Interessant !!!, dass das Buch in einigen Bundestaaten der USA verboten ist.

Eindringlicher, beklemmender Bestseller aus dem Jahr 1985 - 50 -millionen fach verkauft. 

Beängstigende Vision von uneingeschränkter patriarchaler Kontrolle.
4.5

Geniale Dystopie

Gefühlt ist dieses Buch gerade wieder sehr aktuell. Als großer Fan der Serie, musste ich mich dem Original auch widmen und wurde absolut nicht enttäuscht! Sehr emotional, sehr beklemmend und beängstigend. Großartig und sehr fesselnd geschrieben, mit tiefgehende Charakteren und fiesen Cliffhanger.

Geniale Dystopie
4

Was für ein richtig gutes Buch

Ich kann dieses Buch nur empfehlen!!!

4

Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.

Im Klassikerbuchclub haben wir im April Der Report der Magd von Margarete Atwood gelesen. Dieser dystopische Roman ist 1985 erschienen und ist durch seine Themen noch sehr aktuell. Schon ab Seite 1 entsteht ein doch recht beklemmendes Gefühl, was sich durch das gesamte Werk zieht. Wir haben hier eine totalitäre Republik Gilead, die auf den Trümmern der USA errichtet wurde. Die Frauen werden hier absolut unterdrückt und dienen lediglich als Werkzeug, um Kinder für die Elite zu gebähren. Die Geschichte wird aus der Sichtweise von der Magd Offred erzählt. Wir haben hier eine absolut krasse und dunkle Geschichte. Man muss dazu sagen, dass ich die Serie nicht kannte und es für mich Neu war. Bin aber teilweise mit dem Schreibstil nicht ganz zurecht gekommen. Die Sichtweise von Offred ist nämlich eher ruhig und nüchtern, ohne jegliche Gefühle, was eben ein starker Kontrast zu dem Setting war und doch hat es das Erlebnis nochmal recht intensiv gemacht. Wir erleben hier das Hier und Jetzt aber werden auch in die Vergangenheit gezogen, wo das Leben für eine Frau ganz normal war. Themen wie Freiheitsentzug, Machtmissbrauch, religiöser Fanatismus, und Kontrolle über den weiblichen Körper werden hier dargestellt, deshalb ist es auch jetzt noch sehr aktuell und wirft gesellschaftliche Fragen auf. Mir hat das Buch trotz Schreibstil sehr gut gefallen und wird auch noch eine Weile nachhallen. Bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig aber ansonsten sehr aktuelle und wichtige Themen, die zum nachdenken anregen.
4

Mein erstes Graphic Novel

Das Buch ist sehr gut umgesetzt und die Zeichnungen fangen die düstere Atmosphäre hervorragend ein. Ich habe mir insgesamt mehr vom Buch erwartet. Als normaler Roman entfaltet die Story vermutlich noch mehr Tiefe und Raum für Gedanken, während die Graphic Novel zwangsläufig komprimierter erzählt.

Mein erstes Graphic Novel
5

Ob Serie oder Buch – Der Report der Magd fesselt mich wie kaum eine andere Dystopie

Seit Jahren bin ich großer Fan der Serie The Handmaid’s Tale, und von Beginn an war ich von diesem unglaublich gut konstruierten System der Unterdrückung zugleich fasziniert und erschüttert. Margaret Atwood hat eine ausgeklügelte Maschinerie entworfen, bei der man unweigerlich befürchten muss, dass sie auch in unserer Welt umgesetzt werden könnte. Denn ich bin überzeugt: Sie würde funktionieren. Vor allem die Rolle der „Tanten“ war für mich immer besonders faszinierend, denn sie sind – obwohl selbst Frauen – maßgeblich an der Umerziehung und Gehirnwäsche der Mägde beteiligt. Ebenso interessant ist der gezielte Einsatz von Religion, um eine Ideologie zu etablieren, wobei man sich dabei natürlich nur der Teile bedient, die dem eigenen Weltbild entgegenkommen. Die Tatsache, dass momentan konservative und radikale Strömungen weltweit wieder erstarken, führt einem beim Lesen bitter vor Augen, wie fragil eine Demokratie sein kann. Oft kippt sie schneller, als man es für möglich hält. Ein Buch, dessen Verfilmung man bereits kennt, ist häufig leider nicht mehr besonders spannend oder überraschend. Doch Atwoods sprachlicher Stil hat bei mir dennoch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Sie wechselt in ihrer Erzählweise immer wieder zwischen verschiedenen Zeitebenen, da die Protagonistin Desfred vor allem Vergangenes rekonstruiert. Dabei beeinflussen ihre Wünsche und Hoffnungen – oder auch das Fehlen davon – ihre Erinnerungen und ihre Wahrnehmung. Dadurch entsteht eine vielschichtige Figur, und so durfte ich Desfred auch noch einmal auf eine viel tiefere Weise kennenlernen. Der Report der Magd sollte meiner Meinung nach wirklich Schullektüre sein. Der Roman verdeutlicht eindringlich, wie wichtig es ist, unsere Demokratie sowie unsere Grund- und Menschenrechte zu schützen und aktiv zu verteidigen.

3.5

Dystopie & Repression

Von vielen Seiten ist mir die Serie sehr ans Herz gelegt worden, bisher hatte ich aber noch nicht das Vergnügen. Wie es der Zufall aber wollte, hat mir eine liebe Freundin die Buchvorlage geschenkt & mich erst recht neugierig gemacht, was es mit "dem Report" auf sich hat. Das Setting – atemberaubend. Erstaunlich, was sich die Autorin in ihrem bereits 1985 erschienenen Werk erdacht hat; welche Zeremonien, Praktiken, Strafen, Gesetze, Vorschriften etc. sie ersonnen hat, um diese dystopische Welt zum Leben zu erwecken. Die Autorin hat einen sehr markanten Schreibstil & gelegentlich musste ich Sätze erneut lesen, da es Zeitsprünge gab oder die Gänsefüßchen fehlten. War manchmal etwas irritierend. Am abrupten Ende hatte ich das Gefühl, dass mir wichtige Informationen & Antworten fehlen bzw. ich einige Hintergründe noch gerne näher beleuchtet hätte. Auf jeden Fall war dies ein interessantes Leseerlebnis & ich bin nun erst recht gespannt auf die Serie!

Dystopie & Repression
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Der Geburtenrückgang aufgrund verschiedener Faktoren wie Aufklärung, Selbstbestimmung und Verhütung führt dazu, dass die aktuelle Regierung gestürzt und durch ein totalitäres und religiöses Regime ersetzt wird, in welchem den Frauen die Rechte entzogen werden. Das neue Regime teilt die Frauen in verschiedene Gruppen ein. Eines der Gruppen sind die Mägde, welche als fruchtbar gelten. Fortan müssen diese unter strenger Überwachung leben, werden kinderlosen Haushalten zugeteilt und sollen für diese Haushalte Kinder bekommen. Sie dürfen nicht arbeiten, kein eigenes Vermögen besitzen, nicht lesen, nicht schreiben und nicht mal mehr ihren eigenen Namen verwenden. In dem Buch beschreibt eines der Mägde, ihr Leben vor und nach dem Umsturz der Regierung. Die Geschichte wird in die Rubrik Dystopie eingeordnet, welchem ich nicht voll zustimmen kann, sind doch viele der Begebenheiten, die geschildert werden, in einigen Ländern auch zu unserer aktuellen Zeit leider noch bittere Realität. Der Schreibstil ist zunächst ungewohnt, nach einigen Kapiteln ist aber eine Struktur zu erkennen. Die Handlungen werden wie in einer Art Tagebuch beschrieben. Während der Erzählung gibt es Zeitsprünge, die nicht gekennzeichnet sind. Sobald einem aber die Charaktere bzw. Protagonisten bekannt sind, erkennt man anhand dieser, ob die erzählende Person von ihrem Leben vor dem totalitären Regime oder währenddessen berichtet. Im Allgemeinen ist die Geschichte interessant und spannend vor allem aber bedrückend zu lesen. Die patriarchalen Strukturen, die beschrieben werden, sind beklemmend. Ich finde, das Buch regt zum Nachdenken an und lässt einen bitteren Nachgeschmack zurück. Das Ende ist offen. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass dort die offenen Fragen von diesem Band beantwortet werden.

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4.5

Stell dir vor, dein Körper gehört nicht mehr dir…

“Nothing in The Handmaid’s Tale hasn’t happened somewhere, sometime.” - genau das macht das Buch so beunruhigend.. This book messed with my head. In the best way possible. Eine düstere Dystopie, in der Frauen nur noch eine Funktion haben: gebären. Atwood schafft es, mit leiser Sprache eine laute Botschaft zu senden, über Macht, Kontrolle und wie schnell Freiheit verschwinden kann. Ich war oft sprachlos. Und wütend. Und tief beeindruckt. Ein feministischer Klassiker, den jeder gelesen haben sollte.

5

So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....

Der Report der Magd ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher....da es in unserer heutigen Welt leider topaktuell ist. Der Schreibstil ist sehr gut, diese Dystopie zeichnet sich durch eine beklemmende und schonungslose Stimmung aus...die Charaktere und diese ganze Gileadgemeinschaft ist sehr komplex aufgebaut. Eine Welt in der Frauen keine Rechte mehr haben, als Brutkästen für Kinder dienen müssen, ihnen ihre Kinder weggenommen werden, für kleinste Vergehen verlieren sie Körperteile. Frauen leben in ständiger Angst und Wut und rebellieren doch gegen ihre Unterdrücker. Dieses Buch macht einen als Frau wütend und ist sehr bewegend zugleich. Eine klare Leseempfehlung!

So spannend und leider gar nicht so realitätsfern....
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Eine interessante Dystopie

Zum Glück wusste ich vorher das es keinen wirklichen Höhepunkt in der Handlung gibt, sonst hätte es mich stark gestört. Es war eher eine Tagebuchgeschichte in der wir das Leben von Offred kennen lernen. Den Bezug zur heutigen Zeit finde ich erschreckend und hoffe das es solch eine Zukunft nicht geben wird. + liebe ich meine Ausgabe von dem Buch ♥️😍

Eine interessante Dystopie
4

Wichtiges Thema

Da mir das Buch zu anstrengend war und ich die Serie liebe, habe ich mich für die Graphic Novel entschieden und die hatte es auch in sich. Natürlich ist hier der Vergleich zur Serie sehr interessant, aber das Buch ist auch sehr gut. Das Buch behandelt ein Thema das heute mehr und mehr zur Realität zu werden scheint

4

Ein erdrückendes Buch! Hatte im Vorfeld die Serie nach dem Buch gesehen- "The Handmaid's Tale" und sie wirklich in 5 Staffeln verschlungen. Für einen selten TV Kucker eher ungewöhnlich :-) Natürlich war ich gespannt ,wie das Buch wirklich umgesetzt wurde. Im Nachhinein bin ich ganz froh ,erst die Serie gesehen zu haben, da mir die Fantasie für Dystopie fehlt. So hatte ich immer ein Bild vor Augen. Die Serie hielt sich sehr nah am Buch . Das Buch war allerdings viel Eindrucksvoller und düsterer. Wenn die Serie auf Show und Action setzt, war das Buch beklemmend und erschreckend. Es hatte ein außergewöhnlichen Wortlaut aber fesselnd. Gefühle der Protagonisten kamen gut heraus und die häufigen Rückblenden waren gut gewählt. Kann es sehr empfehlen. Buch , genauso wie die Serie. Religiöses Patriarchat im Nazistil

5

Muss man gelesen haben!

Am Anfang war es etwas schwer für mich richtig reinzukommen, der Schreibstil war sehr ungewohnt. Sobald man sich aber dran gewöhnt hat.. wow - ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen, wollte unbedingt wissen wie es weiter geht und endet. Es war eine erschreckende und schmerzvolle Geschichte, die mich sehr zum nachdenken und hinterfragen angeregt hat, Freiheit in einem anderen Licht darstellt und mich noch lange beschäftigen wird. An manchen Stellen habe ich mich erwischt, wie ich Fiktion mit der Realität verglichen habe und wie sehr man alles als selbstverständlich sieht. Dieses Buch wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Ich kann es nur empfehlen :)

5

"Wie manches andere neuerdings muss auch das Denken rationiert werden. Es gibt vieles, was kein Nachdenken verträgt. Nachdenken kann dir die Chancen verderben, und ich beabsichtige durchzuhalten."

Der Report der Magd von Margaret Atwood schildert eine totalitäre Zukunftsgesellschaft namens Gilead, in der fruchtbare Frauen als „Mägde“ zur Zwangsreproduktion eingesetzt werden. Das Buch ist eine anspruchsvolle und politisch hochaktuelle Dystopie, die weit über eine reine Zukunftsvision hinausgeht. Die Art wie das Buch geschrieben ist erzeugt Nähe, Unsicherheit und eine permanente atmosphärische Bedrohung bei mir. Die Darstellung von Machtmechanismen durch Sprache, religiöse Legitimation und soziale Rollenbilder ist grandios aber auch schrecklich zugleich. Die Reduktion der Frauen auf ihre biologische Funktion wird nüchtern und zugleich beklemmend geschildert, wodurch die Grausamkeit des Systems umso deutlicher hervortritt. Gleichzeitig ist das Werk eine eindringliche Warnung davor, wie fragil demokratische Rechte sind und wie schnell gesellschaftliche Rückschritte möglich werden. Die historischen Anmerkungen am Ende haben das ganze nochmal auf die Spitze getrieben und ich war einfach völlig geschockt.und hatte das nun wirklich nicht erwartet. Eine wahnsinnig grandiose Dystopie, die ich sofort weiter empfehlen würde, weil sie zum Nachdenken anregt, mich lange sprachlos zurück gelassen hat und wirklich fantastisch geschrieben ist. Es geht im Anschluss auch direkt weiter mit ihrem Werk die Zeuginnen, indem die an den Report der Magd anknüpft.

"Wie manches andere neuerdings muss auch das Denken rationiert werden. Es gibt vieles, was kein Nachdenken verträgt. Nachdenken kann dir die Chancen verderben, und ich beabsichtige durchzuhalten."
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„Gepriesen sei die Frucht“ - Eine Dystopie, die sich so echt anfühlt.

Margaret Atwood entwirft eine Dystopie, die sich erschreckend real anfühlt – grausam, beklemmend, still und laut zugleich. Beim Lesen hat es mir oft die Kehle zugeschnürt. Es geht um Kontrolle, Macht, Körper, Sprache. Es geht um absolutes Patriarchat und Gewalt im Namen der Religion. Und um das, was bleibt, wenn man Menschen alles nimmt – ihre Freiheit, ihre Identität, ihre Stimme. Atwoods Sprache ist gewaltig. Nicht im Ausmaß, sondern in der Tiefe. In der Klarheit. In den Bildern. Ich habe mich beim Lesen oft unwohl gefühlt. Und genau das ist der Punkt. Dieser Roman will nicht trösten – er will Mahnen. Aufrütteln. 6 von 5 Sternen – weil es weh tut, nötig ist und sprachlich schlicht überragend. #DerReportDerMagd #MargaretAtwood #DystopieDieNaheKommt #NichtNurFiktion #GewaltigeSprache

5

*Je länger man liest, desto realer wird die Bedrohung *Ein fesselnder Blick in eine Zukunft, die uns verfolgt

Der Report der Magd ist eines dieser Bücher, die man zunächst als Dystopie liest – und dann, je weiter man voranschreitet, desto deutlicher spürt, wie unheimlich nah diese Welt an unsere eigene heranrückt. Atwood schreibt mit einer klugen, beinahe chirurgischen Präzision, die nicht nur fesselt, sondern einen regelrecht zwingt, über die Mechanismen von Macht, Kontrolle und gesellschaftlicher Veränderung nachzudenken. Was dieses Werk so spannend macht, ist nicht die reine Fiktion, sondern die Art und Weise, wie Atwood sie konstruiert: aus realen historischen und politischen Fragmenten, die sie intelligent neu zusammensetzt. Dadurch entsteht eine Dystopie, die sich nicht wie ein fernes „Was wäre wenn“ liest, sondern wie ein „Was, wenn wir nicht aufpassen“. Je länger man darüber nachdenkt, desto stärker gewinnt diese Welt an Realität – und spätestens beim Ende wird klar, wie erschreckend plausibel die dargestellten Entwicklungen sind. In einer Zeit, in der sich politische Gesinnungen weltweit verschieben, in der autoritäre Tendenzen wieder sichtbarer werden und gesellschaftliche Freiheiten vielerorts unter Druck geraten, wirkt Atwoods Roman fast prophetisch. Er zeigt, wie schnell demokratische Strukturen erodieren können, wenn Angst, Ideologie und Machtinteressen ineinandergreifen. Und er zeigt, wie fragil individuelle Freiheit ist, wenn gesellschaftliche Strömungen kippen. Atwood gelingt es, all das nicht mit erhobenem Zeigefinger zu erzählen, sondern mit einer literarischen Intelligenz, die tief unter die Haut geht. Der Report der Magd ist nicht nur spannend – er ist ein Spiegel, der uns zwingt, genauer hinzusehen. Ein Roman, der klug und absolut intelligent zeigt, wie dünn die Linie zwischen Fiktion und Realität manchmal ist. Und besonders eindrucksvoll wirkt dies in meiner äußerst schönen Ausgabe der BücherGilde Gutenberg

*Je länger man liest, desto realer wird die Bedrohung 
*Ein fesselnder Blick in eine Zukunft, die uns verfolgt
5

Leicht lesbarer Klassiker

Wow! Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt nachholen. Leicht lesbar, tiefgründig und nachdenklich. Passend zu den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA und anderen Ländern, der Notwenigkeit von Kindern und den Rechten von Frauen. Grandios! Eine Dystopie, die eine Frage hinterlässt: Wie mutig wärst du?

0.5

Nope

Komplizierte Sprache, lange verschachtelte Sätze, Dialoge ohne Anführungszeichen.... ich fands ganz anstrengend zu lesen. Bis Seite 140 ist für mich in diesem Buch (trotz der interessanten Thematik) nichts passiert. Ich hab mich gequält. Und abgebrochen.

5

Margaret Atwood entführt in eine kaltherzige, grausame Welt, die dystopische Welt des totalitären Staates Gilead. Hier lebt es sich wie ein Geist unter Toten; es ist eine Zukunft, die in der Vergangenheit spielt (wir meinen das liegt hinter uns) und doch auf erschreckende Weise aktuell erscheint. Vieles erinnert an das Nazi-Regime und fanatische religiöse Irrwege, die auch heutzutage in Teilen der Welt eingeschlagen werden und vor allem Frauen ihrer Rechte berauben. Eindrücklich und aufwühlend, literarisch anspruchsvoll und zum Nachdenken anregend geschrieben. Absolut lesenswert!

4.5

Beklemmende Dystopie mit Sogwirkung

Früher hatte sie ein normales Leben: einen Mann, eine Tochter, einen Job, sie ging aus, genoss das Leben. Doch dann wurde der religiöse Staat Gilead gegründet, in dem Frauen keinerlei Rechte und Freiheiten mehr haben und ihnen je nach Alter und gesundheitlicher Verfassung unterschiedliche Bestimmungen zuteilwerden - als Hausfrauen, Dienerinnen oder Gebärmaschinen. Desfred, deren richtigen Namen wir nicht erfahren, gehört zur letzten Kategorie und soll dem Kommandanten und seiner Frau nun den langersehnten Nachwuchs schenken. Doch verhätschelt und verwöhnt werden die Frauen für diese Aufgabe nicht, im Gegenteil; ein karges Zimmer, keinerlei Ablenkung, wie Lesen oder Musik. Ausgehen darf sie nur zum Einkaufen mit einer anderen Magd und zu staatlichen Ereignissen. Ein spartanisches Leben voller Angst, Unterdrückung und Fremdbestimmung. Mein Eindruck: Atwood beschreibt hier eine äußerst beklemmende dystopische Gesellschaft mit patriarchalen Machtstrukturen, totalitärer Kontrolle und Abhängigkeit. Wir erfahren rückblickend nach und nach aus der Sicht jener Desfred, wie es zu diesem Umbruch gekommen ist und wie ihr jetziges “Leben” aussieht. Täglicher Gehorsam, ständige Angst und Unsicherheit, wem kann man trauen. Was mir etwas fehlte, waren mehr Informationen, wie dieser Staat tatsächlich aufgebaut ist, bestimmte Strukturen darin, was z.B. auch mit ihrem Mann oder auch Kindern aus dem vorherigen Leben passiert ist. Dennoch entfaltet der Roman eine Sogwirkung und zeigt, wie schnell eine Gesellschaft kippen kann, wenn die falschen Menschen an der Macht sind und die ersten Zeichen nicht erkannt oder ernst genommen werden. Somit auch ein Thema, das aktueller ist, denn je.

5

Eine bewegende Dystopie, die erschreckend real wirkt

Ein Buch, das derzeit in mehreren Bundesstaaten der USA auf der "Banned Book List" steht, klingt nach einem Buch, das ich unbedingt wieder einmal lesen sollte. "Der Report der Magd" von Margaret Atwood ist ein Buch, das aus vielen Bibliotheken der USA verbannt wurde. Diese zutiefst berührende und beängstigende Dystopie zeigt uns eine frauenfeindliche Welt, in der unter dem Deckmantel des christlichen Glaubens Frauen und anders Denkende unterdrückt, gedemütigt und gefoltert werden. Sieht man die aktuelle Entwicklung in den USA, dann wirkt dieses im Tagebuchstil geschriebene Buch nicht mehr so fiktiv — ganz im Gegenteil. Ich habe zu der Übersetzung von Helga Pfetsch, erschienen im Piper Verlag, gegriffen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Margaret Atwood zeichnet in ihrem Buch das fesselnde Bild von Desfred, die trotz aller Erniedrigung und allem, was ihr angetan wird, die Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe und auf ein Leben nicht aufgibt. Immer wieder erfahre ich in kurzen Erinnerungen, wie normal ihr Leben vor der Machtergreifung dieses totalitären Regimes war. Eindrucksvoll sieht man daran auch, dass dieser Wandel nicht mit einem Schlag kam, sondern nach und nach. Dass niemand sich dieses Ausmaß hätte vorstellen können, und dass sie es doch zuließ, weil es bequemer war, als die Stimme zu erheben. Doch nun sind sie gefangen in einem Staat, der ihnen jegliche Rechte abspricht: der fiktiven Welt Gilead. Ganz unten sind Frauen, vor allem die, die aufgrund ihrer Fruchtbarkeit als Mägde gehalten werden für die Fortpflanzung. Oft musste ich schlucken und das Buch kurz sacken lassen, denn die Geschichte wirkt nach den immer schrecklicher werdenden Nachrichten aus den USA real. Die Autorin schaffte es, dass ich die Angst und Verzweiflung der Erzählerin spüren konnte. Mein Hass auf das Patriarchat wuchs mit jeder Seite und wurde am Ende schier riesengroß. Bücher wie dieses sind so wichtig und sollten unbedingt gelesen werden. Ich sehe die Liste der "Banned Books" von PEN America als eine Liste voller Leseempfehlungen — Bücher, die wachrütteln und vielleicht unbequem sind, die es aber wert sind, gelesen zu werden.

4.5

Es gibt mehr als nur eine Form von Freiheit, sagte Tante Lydia, Freiheit zu und Freiheit von.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch und die wurden enttäuscht. Aber nur, weil ich die falsche Vorstellung von dem Buch hatte. Es war einfach komplett anders und in diesem anders auch gut. Es sind ganz viele Gedankenfragmente, aneinandergereiht. Und das fand ich beeindruckend, weil die Einsamkeit und Zurückgezogenheit der Hauptperson sehr beeindruckend dargestellt wurde. Ich hätte sehr gerne mehr über das System erfahren, was passiert ist, wie es so plötzlich dazu kommen konnte. Aber das wurde mir verwehrt.

4.5

📚 Inhalt Nach einer atomaren Verseuchung ist der Grossteil der Frauen unfruchtbar. In einem totalitären Staat werden sie in drei Kategorien eingeteilt: Ehefrauen, Dienerinnen und Mägde. Die Mägde werden zu Gebärmaschinen erzogen und sollen für die unfruchtbaren Ehefrauen der Elite Kinder gebären. Der Staat zeichnet sich durch extreme patriarchalische Strukturen und fundamentalistisches christliches Regime aus. Die Frauen haben keine Rechte, müssen strenge Regeln befolgen und werden bei Missachtung hart bestraft. Die Protagonistin Desfred ist eine der Mägde, die die Kinder der Elite gebären soll. Doch etwas ist anders an Desfred: sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Sie hofft auf ein freies Leben und Liebe. 📖 Meinung Welch düstere und furchtbare Zukunftsaussicht. Der Klassiker von Margaret Atwood behandelt Themen wie Unterdrückung, Freiheit, Identität und Widerstand. Was würde passieren, wenn Frauen entmenschlicht und zu Gebärmaschinen oder Accessoires werden? Ein Gedanke, den ich mir gar nicht vorstellen möchte. Trotz der ausweglosen Situation, verliert Desfred nicht den Glauben. Sie ist eine bemerkenswert starke Protagonistin, die in der düsteren Welt für sich kämpfen möchte. Die Stimmung des Romans ist durchweg düster und die Hoffnungslosigkeit wird sehr gut über die Zeilen transportiert. Atwood hat ein unglaubliches Talent zu schreiben und eine Welt aufzubauen, die ohne viel Gedöns auskommt. Ich konnte mir die totalitäre Welt und die Schrecken die sie mit sich bringt, sehr gut vorstellen und möchte keine fünf Minuten in ihr verbringen müssen. Das Thema ist heute genauso aktuell wie zur Veröffentlichung, wenn nicht sogar noch aktueller. Ich finde es fast zwingend, dass wir uns mit den angesprochenen Themen auseinander setzen und alles dafür tun, eine solche Welt zu verhindern. Eigentlich kann ich gar nicht mehr zu dem Buch sagen. Es ist fabelhaft geschrieben, erschreckend und furchtbar. Man muss es einfach lesen um zu verstehen, was ich damit meine. Ein must-read.

4

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Serie. 4/5 ⭐️

Die Sprache war teilweise schwierig und hat sich oft trocken angefühlt. Trotzdem fand ich das Setting richtig gut. Es wurde alles so beschrieben, dass ich mich teilweise gefühlt habe, als wäre ich selbst dort. Alles wird nur aus der Sicht der Hauptfigur erzählt, also hauptsächlich ihre Gedanken. Es gibt kaum Dialoge oder andere Perspektiven. Einerseits hat mir da etwas gefehlt, weil ich gerne mehr von anderen Figuren gesehen hätte. Andererseits hat genau das dafür gesorgt, dass sich alles sehr intensiv und nah angefühlt hat. Man hat die Angst und dieses erdrückende Gefühl richtig mitbekommen. Besonders krass fand ich, wie den Frauen alles eingeredet wird – diese ganzen Regeln, Zeremonien und Strafen. Alles ist komplett kontrolliert, ihre Identität und Freiheit werden ihnen einfach genommen. Beim Lesen hatte ich manchmal echt ein komisches Gefühl, weil es sich so real angefühlt hat. Irgendwie kann ich mir sogar vorstellen, dass es sowas auf der Welt teilweise noch gibt. Ich würde dem Buch eine 4 geben und den zweiten Teil wahrscheinlich nicht lesen. Ich denke, dass mir die Serie besser gefallen wird

5

Erschreckend nah an der Realität

Dieses Buch lese ich 40 Jahre, nachdem es erschienen ist. Und bin überrascht, wie erschreckend nah manche Entwicklungen an der heutigen Realität sind. Erzählt wird die Geschichte von Gilead, einem theokratischen Staat, der aus gesellschaflichen Umbrüchen entstehen konnte. Ein Staat, in dem Frauen ihrer Rechte, ihrer körperlichen Selbstbestimmung enthoben werden. Hauptaufgabe ist die Reproduktion, also Nachkommen zu zeugen und austragen. Und zwar für höhergestellte Familien, die selbst keine Kinder zeugen können. Frauen, die nicht kirchlich und in erster Ehe leben, werden degradiert, in Heime gebracht, von Ihren Kindern und Männern getrennt, müssen als Mägde dienen. Sie müssen ihren Namen abgeben und werden durch die Vorsilbe "Des" zum Besitz des jeweiligen Kommandanten, für den sie arbeiten. Und so lese ich diese Geschichte als die Geschichte von Desfred. Es geht um Überwachung, soziale Unterschiede, Ohnmacht, Religion, Instrumentalisierung. Aber eben auch davon, was Frauennetzwerke vielleicht bewirken könnten. Das Ende ist offen, weshalb ich ganz sicher die Fortsetzung "Die Zeuginnen" lesen werde. Ein unglaublich wichtiges Buch, das scheinbar schon vor 40 Jahren ein Blick in die Zukunft war, auf die wir uns heute zubewegen. Und das in vielen Schulen in den USA heute von Lehr- und Leselisten gestrichen wurde. Erschreckend.

5

Derzeit relevanter als man möchte.

Zum ersten Mal 1985 veröffentlicht und es fühlt sich tatsächlich so an, als hätte jemand die aktuellen politischen Entwicklungen genutzt, um ein dystopisches Bild unserer nahen Zukunft zu zeichnen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern, aber umso so realistischer und nahbarer wirken Junes Erzählungen. Sie beschönigt nichts, sie verfängt sich aber auch nicht ausschweifenden Gedankengängen, weshalb das Buch für einige wohl als trocken und langweilig empfunden wird. Dadurch wirkt das ganze Szenario jedoch auch so realistisch. Wir erfahren genug, um zu verstehen, was hier passiert ist, damit es zu dieser düsteren Zukunftsvorstellung kommt und wir erfahren zu wenig, um die gesamten Ausmaße erahnen zu können. Ähnlich wie June beschränkt sich unser Wissen auf einen minimalen Radius, der einen nur umso mehr verdeutlicht, welcher Ohnmacht und Hilflosigkeit die Figuren innerhalb dieses Systems ausgesetzt sind.

4.5

Allein das dieses Buch gerade von Trump verboten wird sagt eigentlich schon alles.

Dieses Buch war wirklich gut, jedoch sehr beunruhigend wenn man bedenkt wie in manchen Teilen der Welt die Politik nicht weit von den Ereignissen im Buch abweicht. Dieses Buch vermittelt so unglaublich viel und ich denke das jeder dieses Buch einmal gelesen haben müsste. 📕❤️

5

Der Report der Magd war krass. Ich finde die Story so erschreckend realistisch, vor allem der schleichende Prozess und die Art und Weise, wie lange man die Augen verschließen kann, solange es andere Annehmlichkeiten gibt. 🫣 Man regt sich über etwas auf, wird kurz laut, aber dann geht das Leben weiter. Wir können ja noch Filme und Serien streamen Bücher lesen, etc. Aber auch die Protagonistin "Desfred" lebte ein freies selbstbestimmtes Leben, in das sich die Veränderungen langsam eingeschlichen haben. Nebenbei habe ich auch die erste Staffel der Serie geschaut, die Handlung entspricht einigermaßen dem Buch, natürlich mit den für Verfilmungen typischen Abänderung. Dennoch finde ich, dass die Serie vor allem das beklemmende Gefühl des Buches sehr gut transportiert. Also von mir gibt es eine Empfehlung sowohl für Buch, als auch für die Serie bisher (bin bei Staffel 2).

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4

Gänsehaut…

Der Report der Magd ist ein beeindruckendes, atmosphärisch dichtes Werk, das mich sowohl fasziniert als auch erschüttert hat. Der Einstieg fiel mir allerdings nicht leicht – die Welt ist so ungewöhnlich und gleichzeitig so beklemmend, dass ich eine Weile brauchte, um mich zurechtzufinden und wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Doch sobald das gelungen war, hat mich die düstere, unglaublich real wirkende Atmosphäre vollkommen in ihren Bann gezogen. Besonders die Grundidee der Geschichte hat mich tief berührt und teilweise richtig erschreckt. Die Vorstellung, wie leicht gesellschaftliche Strukturen kippen können und wie schnell Menschenrechte verloren gehen, bleibt bedrückend nah an der Realität. Diese Mischung aus Fiktion und erschreckender Plausibilität macht das Buch zu einem intensiven Leseerlebnis. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich die Länge einiger Passagen. Manche Abschnitte wirken etwas in die Länge gezogen, wodurch die Spannung zwischendurch etwas abflacht. Dennoch tut das dem Gesamteindruck nur wenig Abbruch, denn Stil, Atmosphäre und die verstörend aktuelle Thematik tragen die Geschichte kraftvoll bis zum Ende. Insgesamt ein eindrucksvolles, zum Nachdenken anregendes Buch – für mich klare 4 Sterne.

5

Großartig

Beim Lesen überkam mich immer wieder ein beklemmendes Gefühl. Vor allem wenn man die Entwicklung in den USA verfolgt, ist das, was im Buch beschrieben wird, garnicht so abwegig. Die Geschichte war aber auch spannend, bewegend und nicht immer was für schwache Nerven. Abschließend kann ich nur sagen: Lasst uns als Frauen näher zusammenrücken und für unsere Rechte weiter kämpfen.

4.5

Besser als die Serie

Margaret Atwood schafft es mühelos in ihrem Roman eine Zukunftsversion entstehen zu lassen, die sich zugleich ganz ganz unrealistisch und trotzdem vorstellbar anfühlt. Ich mochte sehr gern die Sprache, die Gedanken von Desfred und die kleinen Hoffnungsschimmer: Der Geruch von Brot, eine schöne Blume im Sommer, Handcreme, etwas zu Lesen, Freundschaften… all jene selbstverständlichen Dinge sind für diese Menschen nahezu unerreichbar. Das Buch hätte gern noch ausführlicher und länger sein dürfen, möchte ich doch noch mehr über diese Welt, ihre Mechanismen und weitere Personen erfahren. Auch das Ende lässt viel vermuten und wenig wissen. Ich habe mir aufgrund des Buches Desfred anders vorgestellt und finde die Besetzung in der Serie nicht richtig gut getroffen.

4.5

Ein Buch welches zum Nachdenken anregt 🤔

Diese Dystopie lässt mich sehr nachdenklich und bedrückend zurück. Wenn man bedenkt, was momentan in den USA passiert… da sind Fiktion und Realität teilweise sehr beieinander. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Die Serie dazu werde ich mir aufjedenfall mal anschauen und das Fortsetzungsbuch steht bereits in den Startlöchern!

5

Eine Frau ist nur solange was wert, wie sie gebären kann…

Diese Geschichte ist beklemmend, teilweise ekelerregend und lässt einen mit wahnsinnig viel Wut im Bauch zurück. Das Buch wurde 1985 veröffentlicht, gilt laut der Autorin aber nicht als Prophezeiung. Nach den heutigen Problematiken fühlt es sich aber doch genau so an. Beim Lesen hatte ich permanent das Gefühl, das die USA genau so ein Szenario verwirklichen könnte. Und nicht nur die USA, sondern auch andere Länder. Ein totalitärer Staat, Frauen sind nichts wert und werden unterdrückt und Männer agieren, als wären sie Gott. Erschreckend finde ich auch wie realistisch es ist im Bezug auf das Machtgefüge. Frauen, denen sie ein kleines bisschen Macht eingestehen, nutzen diese nicht, um sich gegenseitig zu unterstützen, sondern um andere Frauen noch weiter zu unterdrücken. Nur um ein bisschen Kontrolle in der Hand zu haben und sich von den anderen abzuheben..

5

"Es gab natürlich Demonstrationen, viele, von Frauen und ein paar Männern. Aber sie waren kleiner, als man hätte meinen sollen. Ich nehme an, die Leute waren verängstigt. Und als dann bekannt wurde, dass die Polizei oder die Armee, oder wer immer es war, das Feuer eröffnen würde, sobald sich ein Demonstrationszug auch nur in Bewegung setzte, hörten die Demonstrationen ganz auf." Dieses Jahr, 2025, wird 'The Handmaid' s Tale' 40 Jahre alt. Der dystopische Roman hat nichts von seinem bedrückenden Schrecken verloren und scheint aktueller den je. Er ist in einem Atemzug zu nennen mit '1984' und erzählt die Geschichte eines totalitären, christlich-fundamentalistischen Staates, in dem Frauen keine Rechte haben. Das sollte jeder gelesen haben!

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