Märzgefallene
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Description
»Kutschers historische Krimis sind ein Glücksfall.« FAS
Rosenmontag 1933: Gereon Rath feiert Karneval in Köln, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem heftigen Kater, der falschen Frau im Bett und einem Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre!
Zurück in Berlin wird Rath in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingespannt und soll eine mysteriöse Mordserie aufklären, der immer mehr Weltkriegsveteranen zum Opfer fallen. Dazu muss er einen Geschäftsfreund des Gangsterbosses Johann Marlow aus den Klauen der SA befreien und sich um die Hochzeitsvorbereitungen mit seiner Dauerverlobten Charlotte »Charlie« Ritter kümmern.
Volker Kutscher zeigt wieder seine außergewöhnlichen Qualitäten: atemlose Spannung, ein komplexer Fall, zwischenmenschliche Komplikationen gepaart mit historischer Genauigkeit und Anschaulichkeit.
Book Information
Author Description
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln und Berlin. Mit »Der nasse Fisch« (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem neun weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die von Tom Tykwer produzierte internationale Fernsehproduktion Babylon Berlin. Für die von Kat Menschik gestaltete Reihe Lieblingsbücher schrieb Volker Kutscher bereits die Bestseller Moabit (2017) und Mitte (2021) - Bücher, die den Helden seiner berühmten Krimi-Reihe gewidmet sind. Nach dem Buch für Charly und dem für Fritze Thormann erscheint im September 2025 das Buch Westend für Gereon Rath.
Posts
Während Kommissar Gereon Rath in einer Mordserie ermittelt, deren Motive bis in den ersten Weltkrieg zurückreichen, findet in Deutschland eine schreckliche politische Umwälzung statt. Der Reichstagsbrand ist der Auftakt zu einer organisierten Kommunistenverfolgung, die SA terrorisiert immer offener Juden und politische Gegner und die NSDAP wird bei der Reichstagswahl im März zur stärksten Partei. Wer Karriere machen will, tritt noch schnell in die NSDAP ein. Die Nazis der ersten Stunde nennen diese Opportunisten spöttisch Märzgefallene.
Eindringlicher und unterhaltsamer als jedes Geschichtsbuch führen Kutschers Krimis vor Augen, wie politische Ignoranz, intellektuelle Arroganz, materielle Not, Demagogie und Terror als schleichender Prozess die Demokratie zersetzen. Einerseits bin ich darüber schockiert, dass Menschen in so kurzer Zeit aus Hoffnung Hass werden lassen können, anderseits haben mich die sympathischen Scharmützel von Charlie und Gereon amüsiert, so dass mich der Krimi - dieses mal eher nur garniert mit der manchmal im Hintergrund laufenden komplexen Ermittlung - grandios unterhalten hat. Kutscher ist ein Meister seines Fachs, der mich sprachlich anspricht, historisches genial verknüpft, empathische und abschreckende Charaktere erlebbar macht und mich dadurch in die Geschichte emotional hineinzieht.
Beklemmende Fortsetzung
Eine bis in kleine Details gut recherchierte Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Situation in der Zeit von März bis Mai 1933, verknüpft mit einem Kriminalfall, der komplex ist und auf falsche Fährten lockt. Trotz mancher Länge spannend geschrieben und durch die vielschichtigen Charaktere, deren Entwicklung man interessiert beobachtet, sehr lesenswert.
1933 die Machtübernahme der Nationalsozialisten fängt an. In Köln ist Gereon Raths, feiert Fasching, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem starken Kater, eine falsche Frau liegt in seinem Bett. Es ist noch nicht Mal sein Bett, das Weinkontor seines besten Freundes - macht die Sache auch nicht besser. Ein Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre! Zurück in Berlin, gibt es nur noch unangenehme Überraschungen. Oberkommissar Böhm verschwindet, Dr. Schwartz ist weg. Das Schönste ist jedoch die Hochzeit von Charly und Gereon, Fußball schauend DEB Auswahl gegen Schottland. Und natürlich die Hochzeitsreise mit dem Blick auf das Versteck des Franzosen Goldes.
Ein Geheimnis aus dem 1. Weltkrieg und die Wirren des Jahres 1933
Die Bücher der Gereon Rathreihe sind nicht gerade dünn aber trotzdem merkt man die Dicke nicht. Das Buch beginnt Anfang 1933 . Gerade in dem Buch rückt der Kriminalfall etwas in den Hintergrund und die Politik uns geschichtlichen Ereignisse in den Vordergrund. Man spürt in dem Buch das Misstrauen einzelner gegen das " Neue Deutschland " aber auch die Euphorie. Mit dem Buch habe ich die Ereignisse in literarischer Form erlebt. Der Kriminalfall ist etwas verworren und kommt auch nicht ohne Politik aus aber mir gefiel er trotzdem.
"Märzgefallene" fällt tatsächlich gegen den sehr starken vierten Band der Rath Romane etwas ab, vor allem, was den eigentlichen Kriminalfall betrifft. Die Auflösung der Mordserie, die mit Ereignissen zu Ende des 1. Weltkrieges zu tun hat, bleibt etwas unscharf. Dafür gibt es ganz viel Politik, was zu dem historischen Hintergrund des Jahres 1933 passt, aber leider auch eine unfassbar grausame Folterszene. Kleiner Teaser: im kommenden Roman Lunapark nimmt die Ermittlungsarbeit Raths wieder Fahrt auf!
Der 5.Fall für Gereon Rath spielt im Jahr 1933. Vor dem Hintergrund der zerfallenden Weimarer Republik und dem Erstarken des Nationalsozialismus in Deutschland ermittelt Rath im Fall eines ermordeten Obdachlosen. Was zunächst spannend und mit hoher Intensität beginnt, verliert ab der Hälfte immer mehr an Fahrt. Kutscher verliert sich in zu vielen Erzählsträngen, zu Lasten der Spannung. Am Ende hat man das unbefriedigende Gefühl, nicht alle sind zuende erzählt worden. Der Kriminalfall ist schwach, aber die zeitgenössische Darstellung Deutschlands an der Schwelle des Nationalsozialismus ist stimmig, detailreich (Reichstagsbrand, Bücherverbrennungen, Juden- und Kommunistenverfolgung) und plastisch. Ein faszinierendes Geschichtspanorama. Insgesamt ist das Buch aber 200 Seiten zu lang. Deswegen nur 3 Sterne.
Der fünfte Fall von Gereon Rath hat es diesmal in sich, denn er spielt in der Zeit, als die Nazis ihre Herrschaft erreichen ohne jemals dafür gewählt worden zu sein. Hier spielt der Roland ganz stark auf, da es die Ermittlungen enorm beeinflusst, denn nun spielt die Politik auch in der Polizeiarbeit eine ganz große Rolle. Dabei ist der Fall, um den es im Buch geht, an machen stellen doch ganz schön an den Haaren herbei gezogen. Vor allem gegen Ende wird es ein ganz schönes Durcheinander, da der Autor versucht, alle gesponnenen Fäden ineinander zu verweben, was ihm aber nicht vollends gelingen mag. Dabei war sehr viel Potential in dem Fall. Doch all das ist trotz allem Kammern auf sehr hohem Niveau, da es immer noch starke Krimiliteratur vor historischem Background ist. War in den Bänden vorher die Politik mehr im Hintergrund, verweben sich die Polizeiarbeit und die Politik hier immer mehr. Rath ist dabei eher der Skeptiker, der denkt, dass der Spuk bald vorbei ist und Charly ist hier diejenige, die schon sieht, dass dieser ganze Zirkus nichts Gutes bedeutet, auch wenn die Nationalsozialisten es als gute Tat verlaufen. Diese ganze historische Schiene bedient Volker Kutscher hervorragend und man denkt mit Grausen an diese Zeit, die auch heute noch unsere Gegenwart prägt. Alles in allem ein Buch, dass die Reihe weiterhin stark fortsetzt, aber kleine Abstriche beim Kriminalfall muss man hinnehmen, da es nicht vollends zufriedenstellend aufgelöst wird bzw zu einfach.
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»Kutschers historische Krimis sind ein Glücksfall.« FAS
Rosenmontag 1933: Gereon Rath feiert Karneval in Köln, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem heftigen Kater, der falschen Frau im Bett und einem Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre!
Zurück in Berlin wird Rath in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingespannt und soll eine mysteriöse Mordserie aufklären, der immer mehr Weltkriegsveteranen zum Opfer fallen. Dazu muss er einen Geschäftsfreund des Gangsterbosses Johann Marlow aus den Klauen der SA befreien und sich um die Hochzeitsvorbereitungen mit seiner Dauerverlobten Charlotte »Charlie« Ritter kümmern.
Volker Kutscher zeigt wieder seine außergewöhnlichen Qualitäten: atemlose Spannung, ein komplexer Fall, zwischenmenschliche Komplikationen gepaart mit historischer Genauigkeit und Anschaulichkeit.
Book Information
Author Description
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln und Berlin. Mit »Der nasse Fisch« (2007), dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem neun weitere folgten. Die Reihe ist die Vorlage für die von Tom Tykwer produzierte internationale Fernsehproduktion Babylon Berlin. Für die von Kat Menschik gestaltete Reihe Lieblingsbücher schrieb Volker Kutscher bereits die Bestseller Moabit (2017) und Mitte (2021) - Bücher, die den Helden seiner berühmten Krimi-Reihe gewidmet sind. Nach dem Buch für Charly und dem für Fritze Thormann erscheint im September 2025 das Buch Westend für Gereon Rath.
Posts
Während Kommissar Gereon Rath in einer Mordserie ermittelt, deren Motive bis in den ersten Weltkrieg zurückreichen, findet in Deutschland eine schreckliche politische Umwälzung statt. Der Reichstagsbrand ist der Auftakt zu einer organisierten Kommunistenverfolgung, die SA terrorisiert immer offener Juden und politische Gegner und die NSDAP wird bei der Reichstagswahl im März zur stärksten Partei. Wer Karriere machen will, tritt noch schnell in die NSDAP ein. Die Nazis der ersten Stunde nennen diese Opportunisten spöttisch Märzgefallene.
Eindringlicher und unterhaltsamer als jedes Geschichtsbuch führen Kutschers Krimis vor Augen, wie politische Ignoranz, intellektuelle Arroganz, materielle Not, Demagogie und Terror als schleichender Prozess die Demokratie zersetzen. Einerseits bin ich darüber schockiert, dass Menschen in so kurzer Zeit aus Hoffnung Hass werden lassen können, anderseits haben mich die sympathischen Scharmützel von Charlie und Gereon amüsiert, so dass mich der Krimi - dieses mal eher nur garniert mit der manchmal im Hintergrund laufenden komplexen Ermittlung - grandios unterhalten hat. Kutscher ist ein Meister seines Fachs, der mich sprachlich anspricht, historisches genial verknüpft, empathische und abschreckende Charaktere erlebbar macht und mich dadurch in die Geschichte emotional hineinzieht.
Beklemmende Fortsetzung
Eine bis in kleine Details gut recherchierte Darstellung der politischen und gesellschaftlichen Situation in der Zeit von März bis Mai 1933, verknüpft mit einem Kriminalfall, der komplex ist und auf falsche Fährten lockt. Trotz mancher Länge spannend geschrieben und durch die vielschichtigen Charaktere, deren Entwicklung man interessiert beobachtet, sehr lesenswert.
1933 die Machtübernahme der Nationalsozialisten fängt an. In Köln ist Gereon Raths, feiert Fasching, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem starken Kater, eine falsche Frau liegt in seinem Bett. Es ist noch nicht Mal sein Bett, das Weinkontor seines besten Freundes - macht die Sache auch nicht besser. Ein Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre! Zurück in Berlin, gibt es nur noch unangenehme Überraschungen. Oberkommissar Böhm verschwindet, Dr. Schwartz ist weg. Das Schönste ist jedoch die Hochzeit von Charly und Gereon, Fußball schauend DEB Auswahl gegen Schottland. Und natürlich die Hochzeitsreise mit dem Blick auf das Versteck des Franzosen Goldes.
Ein Geheimnis aus dem 1. Weltkrieg und die Wirren des Jahres 1933
Die Bücher der Gereon Rathreihe sind nicht gerade dünn aber trotzdem merkt man die Dicke nicht. Das Buch beginnt Anfang 1933 . Gerade in dem Buch rückt der Kriminalfall etwas in den Hintergrund und die Politik uns geschichtlichen Ereignisse in den Vordergrund. Man spürt in dem Buch das Misstrauen einzelner gegen das " Neue Deutschland " aber auch die Euphorie. Mit dem Buch habe ich die Ereignisse in literarischer Form erlebt. Der Kriminalfall ist etwas verworren und kommt auch nicht ohne Politik aus aber mir gefiel er trotzdem.
"Märzgefallene" fällt tatsächlich gegen den sehr starken vierten Band der Rath Romane etwas ab, vor allem, was den eigentlichen Kriminalfall betrifft. Die Auflösung der Mordserie, die mit Ereignissen zu Ende des 1. Weltkrieges zu tun hat, bleibt etwas unscharf. Dafür gibt es ganz viel Politik, was zu dem historischen Hintergrund des Jahres 1933 passt, aber leider auch eine unfassbar grausame Folterszene. Kleiner Teaser: im kommenden Roman Lunapark nimmt die Ermittlungsarbeit Raths wieder Fahrt auf!
Der 5.Fall für Gereon Rath spielt im Jahr 1933. Vor dem Hintergrund der zerfallenden Weimarer Republik und dem Erstarken des Nationalsozialismus in Deutschland ermittelt Rath im Fall eines ermordeten Obdachlosen. Was zunächst spannend und mit hoher Intensität beginnt, verliert ab der Hälfte immer mehr an Fahrt. Kutscher verliert sich in zu vielen Erzählsträngen, zu Lasten der Spannung. Am Ende hat man das unbefriedigende Gefühl, nicht alle sind zuende erzählt worden. Der Kriminalfall ist schwach, aber die zeitgenössische Darstellung Deutschlands an der Schwelle des Nationalsozialismus ist stimmig, detailreich (Reichstagsbrand, Bücherverbrennungen, Juden- und Kommunistenverfolgung) und plastisch. Ein faszinierendes Geschichtspanorama. Insgesamt ist das Buch aber 200 Seiten zu lang. Deswegen nur 3 Sterne.
Der fünfte Fall von Gereon Rath hat es diesmal in sich, denn er spielt in der Zeit, als die Nazis ihre Herrschaft erreichen ohne jemals dafür gewählt worden zu sein. Hier spielt der Roland ganz stark auf, da es die Ermittlungen enorm beeinflusst, denn nun spielt die Politik auch in der Polizeiarbeit eine ganz große Rolle. Dabei ist der Fall, um den es im Buch geht, an machen stellen doch ganz schön an den Haaren herbei gezogen. Vor allem gegen Ende wird es ein ganz schönes Durcheinander, da der Autor versucht, alle gesponnenen Fäden ineinander zu verweben, was ihm aber nicht vollends gelingen mag. Dabei war sehr viel Potential in dem Fall. Doch all das ist trotz allem Kammern auf sehr hohem Niveau, da es immer noch starke Krimiliteratur vor historischem Background ist. War in den Bänden vorher die Politik mehr im Hintergrund, verweben sich die Polizeiarbeit und die Politik hier immer mehr. Rath ist dabei eher der Skeptiker, der denkt, dass der Spuk bald vorbei ist und Charly ist hier diejenige, die schon sieht, dass dieser ganze Zirkus nichts Gutes bedeutet, auch wenn die Nationalsozialisten es als gute Tat verlaufen. Diese ganze historische Schiene bedient Volker Kutscher hervorragend und man denkt mit Grausen an diese Zeit, die auch heute noch unsere Gegenwart prägt. Alles in allem ein Buch, dass die Reihe weiterhin stark fortsetzt, aber kleine Abstriche beim Kriminalfall muss man hinnehmen, da es nicht vollends zufriedenstellend aufgelöst wird bzw zu einfach.



















