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The Other Valley

4.2(236)
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About the book

'Astonishingly brilliant. My book of the year.'
Liz Nugent, Sunday Times-bestselling author of Strange Sally Diamond

For fans of Emily St John Mandel and Kazuo Ishiguro, an exhilarating literary speculative novel about an isolated town neighboured by its own past and future, and a young girl who faces an impossible choice...

Sixteen-year-old Odile Ozanne is an awkward, quiet girl, but everyone knows she's destined to land a coveted seat on the Conseil. In her apprenticeship, she competes to become one of the judges to decide who amongst the town's residents may travel across the border. If she earns the position, she'll decree who may be escorted deep into the woods, who may cross the border's barbed wire fence, who may make the arduous trek over the western mountain range - or perhaps the eastern range-to descend into the next valley over. It's the same valley, the same town. However, to the east, the town is twenty years ahead in time. To the west, it's twenty years behind. The towns repeat in an endless sequence across the wilderness. The only border crossings permitted by the Conseil are mourning tours: furtive viewings of the dead in towns where the dead are still alive.

Odile, wise beyond her years, will surely pass the Conseil's vetting. But when she happens upon a mourning tour she wasn't supposed to see, she realizes her dear friend Edme's parents have crossed the border from the east, from twenty years in the future, to view their son still alive in Odile's present. Edme, who's so funny and light. Edme, who's a violin virtuoso at just sixteen. Edme, who's the first boy to even see Odile, to really like her.... And it's Edme who's going to die. Sworn to secrecy by the Conseil in order to preserve the timeline, Odile finds herself drawn even closer to the doomed boy. When Edme dies far sooner than Odile expects, when she does nothing to thwart his fate, she's deeply shaken. The loss, her foreknowledge, the weight of her rare and varied grief all throw Odile's own future, her adult life, into a devastating, downward spiral.

If your soul was stricken by the years, your teeth bloodied from all of life's blows, would you risk being seen by the armed patrols, would you gamble with everyone's lives, with your own, with the annihilation of an entire timeline to hike across the border and get back to where it all went wrong?

Editions (5)

ISBN9781838959654
PublisherAtlantic Books
Publication Date02/27/25
Pages378

Reviews & Ratings

236 ratings

61 reviews

4.2

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  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Followers

    5.0

    Vom Moment der Störung im westlichen Tal ist die Veränderung, worin sie auch bestehen mag, für euch und mich eine zwanzig Jahre alte Tatsache. Es ist kein "neues" Ereignis, das in unser Leben tritt und uns erschreckt oder erfreut - es ist sehr wichtig, es sich nicht so vorzustellen. ... Diese Dinge sind nicht verschwunden - sie haben nie existiert. Was es nie gegeben hat, hinterlässt keine Spur. Keine schwache Erinnerung, kein störendes Gefühl, dass etwas nicht stimmt, kein Erschaudern, nichts. Das steht bei jedem Eingreifen auf dem Spiel. Deswegen ist das Conseil auch von so entscheidender Bedeutung. - Zitat, Seite 125 Ein überaus beeindruckendes Debüt hat Scott Alexander Howard mit diesem Roman vorgelegt. Es überrascht nicht, dass er sich als Postdoktorand in Harvard besonders mit der Beziehung zwischen Erinnerung, Emotionen und Literatur beschäftigte. Denn sein Werk lässt sich wahrscheinlich am ehesten als philosophischer Roman lesen, der sowohl dystopische, aber vor allem märchenhafte Elemente aufweist. Und mit seiner Protagonistin Odile hat er eine vielschichtige und faszinierende Figur geschaffen, deren Geschichte uns anregt, sich über existenzielle Fragen neue Gedanken zu machen. "Geschieht es jetzt, so geschieht es nicht in Zukunft; geschieht es nicht in Zukunft, so geschieht es jetzt; ..." Das Zitat aus Hamlet drängt sich beim Lesen gerade auf und es erscheint fast unmöglich, dass der Autor bei der Erfindung seiner Romanwelt nicht an Shakespeare gedacht hat. Aber wie dem auch sei, für die Protagonistin ist diese Welt real und sie gerät an einem Nachmittag in friedlicher Umgebung plötzlich in Bewegung. Denn durch Zufall erblickt sie ein seltsam gekleidetes Paar, das wie ein Fremdkörper in der Landschaft wirkt. Es handelt sich um Besucher aus einem anderen Tal. Als dir Frau ihre Maske zurecht rückt, erschrickt Odile, denn es handelt sich offenbar um die 20 Jahre ältere Version der Mutter eines Klassenkameraden. Da es sich offensichtlich um trauernde Eltern handelt, muss der Tod ihres Sohnes in naher Zukunft bevorstehen. Doch dieses tragische Ereignis tritt in den Gedanken der Schülerin erst einmal in den Hintergrund, den zunächst wird sich weisen, wie sich ihre (verbotene) Beobachtung auf ihr eigenes Schicksal auswirken wird, denn sie möchte dem Wunsch ihrer Mutter nachkommen und sich für die Ausbildung im Conseil bewerben, eine Behörde, die den Umgang mit Besuchern der verschiedenen Tälern streng reglementiert. Erst viel später, als sie sich in den musisch begabten Jungen verliebt, überlegt sie erstmals, ob es in ihrer Welt möglich ist, Regeln zu umgehen, um dem Schicksal zu entgehen... Wahrscheinlich hat jeder sich schon einmal gefragt, was er seinem jüngeren Ich sagen würde, wenn die Möglichkeit bestände. Und hätte das Leben möglicherweise einen anderen Verlauf genommen, wenn man jetziges Wissen früher gehabt hätte? Solche und andere Gedanken über das eigene Ich, aber auch über das menschliche Miteinander stößt diese Geschichte an, die einen märchenhaft-melancholischen Grundton hat. Es ist interessant, dass der Autor eine weibliche Person als Ich-Erzählerin gewählt hat. Odile ist ein eher pragmatisch geprägter Charakter und von den typischen Unsicherheiten eines Teenagers geplagt. Da wir sie intensiv begleiten, lernen wir durch ihre Augen die Welt kennen und können ihre Entwicklung gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist prägnant und der Autor hat ein Händchen für besonders wohlgesetzte Worte in den Schlussätzen der Kapitel. Diese Cliffhanger führen zu einem gesteigerten Lesetempo. Seltsam ist, dass einzelne Ausdrücke nicht ganz stimmig sind, so heißt es z.B. die Sitzplätze seien alle "gefüllt", statt belegt - aber dies muss wohl an der Übersetzung liegen. FAZIT Nach der wenig erfreulichen Lektüre einer Dystopie, war ich zunächst skeptisch, ob ich gleich im Anschluss zu dieser Geschichte greifen sollte. Aber dieser Roman hat mich auf mehreren Ebenen überzeugt. Auch die Überlegungen zur Interpretation von Märchen und Mythen im Text, fand ich sehr interessant. Eine spannende und einfühlsam erzählte Geschichte und zum Welttag der Philosophie (21. November) die passende Lektüre. Unbedingt lesenswert.

    Nov 21, 2024

  • allesisterleuchtet
    allesisterleuchtet

    199 Followers

    4.0

    Ungewöhnlicher und faszinierender Roman

    Odile lebt in einem abgeschlossenen autarken Tal als ihr bester Freund stirbt und ihr Leben aus den Fugen wirft... Der Roman spielt mit einer faszinierenden Idee: Identische Dörfer, durch hohe Berge getrennt. Geht man nach Westen, ist das nächste Dorf 20 Jahre in der Vergangenheit, geht man nach Osten, ist das nächste Dorf 20 Jahre in der Zukunft. Besuche sollen vermieden werden aber es gibt sie und es gibt Flüchtlinge, die zwischen den Dörfern wandern. Ist es möglich in Vergangenheit oder Zukunft einzugreifen, um das eigene Schicksal zu ändern?

    Nov 14, 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Followers

    5.0

    Verloren in den Zeiten

    Was für ein grossartiges Debüt hat Scott Aleyander Howard hier hingelegt und uns geschenkt. Es ist beinahe unwirklich, wie dies umwerfende Schreibtalent eine thematisch hochinteressante Geschichte in eine poetische Sprache kleidet, die zudem noch eine philosophische Abhandlung über die Zeit liefert und auch mit Spannung nicht geizt. Wir sind fast in einer dystopischen, sicher in einer zukünftigen Welt, in der ein Tal mit 3 verschiedenen Zeiten gleichzeitig existiert. Gleiche Häuser, Örtlichkeiten, Menschen, nur jeweils 20 Jahre zeitversetzt. Man könnte von der gegenwärtigen Zeit nach Westen 20 Jahre in die Vergangenheit oder nach Osten 20 Jahre in die Zukunft gelangen, wenn es denn erlaubt wäre. Die Grenzen werden, da die jeweilige Zeit in jedem Teil nicht gestört werden darf, streng bewacht. Wir folgen Odile, die ihre Geschichte erzählt. Kann sie die Ereignisse steuert und so einer Zukunft entrinnen und wenn nicht, könnte sie dann dort angekommen, die Vergangenheit ändern? Sollte sie es überhaupt und was würde es anrichten, bedeuten? Selten habe ich eine so faszinierende Geschichte über die Zeit gelesen, über die ich sicher noch einiges nachzudenken habe. Ganz gross

    May 13, 2025

3 of 61 reviews

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