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The Man Without Qualities

3.3(18)
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English
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About the book

The Man Without Qualities as a novel is a "story of ideas", which takes place in the time of the Austro-Hungarian monarchy's last days, and the plot often veers into allegorical digressions on a wide range of existential themes concerning humanity and feelings. It has a particular concern with the values of truth and opinion and how society organizes ideas about life and society. A 32-year-old mathematician named Ulrich who is in search of a sense of life and reality but fails to find it. His ambivalence towards morals and indifference to life has brought him to the state of being "a man without qualities", depending on the outer world to form his character. A kind of keenly analytical passivity is his most typical attitude.Musil once said that it is not particularly difficult to describe Ulrich in his main features. Ulrich himself only knows he is strangely indifferent to all his qualities. Lack of any profound essence and ambiguity as a general attitude to life are his principal characteristics.Meanwhile, we meet a murderer and rapist, Moosbrugger, who is condemned for his murder of a prostitute. Other protagonists are Ulrich's mistress, Bonadea, and Clarisse, his friend Walter's neurotic wife, whose refusal to go along with commonplace existence leads to Walter's insanity.Robert McCrum ranked it one of the top 10 books of the 20th century: "This is a meditation on the plight of the little man lost in a great machine. One of Europe's unquestioned 20th-century masterpieces."

Editions (2)

ISBN9781774645000
PublisherMust Have Books
Publication Date02/01/23
Pages252

Reviews & Ratings

18 ratings

4 reviews

3.3

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  • nancyspencer
    nancyspencer

    42 Followers

    4.0

    Dieses Buch ist kein Spaziergang, sondern eine Bergbesteigung.

    „Die meisten Menschen sind im Grundverhältnis zu sich selbst Erzähler. […] sie lieben das ordentliche Nacheinander von Tatsachen, […] und fühlen sich durch den Eindruck, dass ihr Leben einen Lauf habe, irgendwie im Chaos geborgen.“ (S. 650) „Was kann ich also für meine Seele tun, die wie ein unaufgelöstes Rätsel in mir wohnt?“ (S. 857) Diese Welt und unser Dasein in ihr, sind ein unaufgelöstes Rätsel, ein wildes Chaos, ein unendliches Fließen, was wir kaum wirklich verstanden haben. Und die kläglichen Versuche Ordnung zu schaffen und die Dinge in den Griff zu kriegen, entlarvt Musil als absurd. Er zeigt uns die völlig verknöcherte Gesellschaft im Österreichischen Kaiserreich kurz vor dem ersten Weltkrieg. Und das auf eine ironische, satirische, wirklich urkomische Weise. Ich habe mehrfach laut gelacht! Aber ja, dieser Roman ist kein cozy read, es ist eher als meißelt man sich durch einen Fels … und entdeckt auf dem Weg immer wieder die schillerndsten Kristalle und Diamanten von Gedanken, Reflexionen oder sprachlichen Bildern. Die Handlung steht nicht im Vordergrund, es ist eher ein philosophischer Ideenroman. Unfassbar dicht und geistreich, ein ordentlicher Knochen für den Intellekt, sehr klug, sehr fein beobachtet. Aber natürlich sprachlich manchmal etwas wuchernd und mit Dialogen, die eher theoretischen Essays oder Vorlesungen gleichen, als lebendigen Gesprächen. Es ist ein Fest für den neugierigen Intellekt, ich habe mir sehr viele tolle Zitate rausgeschrieben, emotional hat es mich jedoch kaum berührt. Und es war auch manchmal mühsam. Aber ich habe es trotzdem genossen und es lässt mich beeindruckt zurück.

    Jan 16, 2026

  • semjon
    semjon

    73 Followers

    3.0

    Dieses sogenannte Jahrhundertwerk kann ich nach über teils meisterlichen, teils öden 1.400 Seiten schwer beurteilen. Robert Musil hat den Geist der Gesellschaft vor dem 1. Weltkrieg in Kakanien (Kaiser- und Königreich Österreich-Ungarn) hervorragend eingefangen. Sprachlich und inhaltlich ist es oft brillant, aber im Grunde ist das Buch eine Zumutung, und mir ist nun klar, warum so viele Leser/innen die Lektüre abbrechen. Als Roman empfinde ich es als eine Katastrophe, größtenteils einlullende Geschwätzigkeit beim Philosophieren über für mich Unsinniges oder Irrelevantes. Aber irgendwie ist es dann auch wieder interessant und lehrreich, so dass ich letztlich erstaunt bin, dass ich den Roman ohne Handlung zu Ende gelesen habe. Das Buch ist vielmehr eine philosophische Essaysammlung. Die vorhandene Rahmenhandlung erinnert an ein ganz loses Korsett. Wäre ich interessierter an philosophischen Ideen und Modellen, hätte ich bestimmt eine größere Lesefreude verspürt. Aber eine seitenlange Abhandlung über die Wirkung und das Vorhandensein der Wirklichkeit stellt für mich schon eine Herausforderung dar: „Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, (...) dann muss es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist.“ Wenn ich dann mal einen Abbruch in Erwägung zog, folgten auch wieder Passagen voller österreichischem Sarkasmus und feiner Ironie. Die Hauptfigur Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, will ein Jahr Urlaub vom Leben nehmen und gerät dabei in die Salongesellschaft seiner Cousine, die mit der Konzipierung einer sogenannten Parallelaktion befasst ist. Die Österreicher wollen nämlich zum 70. Thronjubiläum ihres Kaisers eine Veranstaltung initiieren, die die parallel laufende Feiervorbereitung der Deutschen für ihren Kaiser in den Schatten stellen soll. Was dann geschieht, erinnert an moderne Arbeitskreissitzung in Unternehmen, denn es wird viel geredet und wenig gehandelt. Das Werk blieb unvollendet, Robert Musil arbeitete noch an seinem Todestag am Buch. Insofern ist das abrupte Ende erwartungsgemäß unbefriedigend. Bedeutsamkeit und teilweise Brillanz würden für fünf Sterne sprechen, begrenzte Lesefreude aufgrund der unnötigen Länge aber eher für zwei Sterne. Insofern entscheide ich mich für eine durchschnittliche Gesamtbewertung.

    Feb 23, 2024

  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Followers

    3.0

    Dieses sogenannte Jahrhundertwerk kann ich nach über teils meisterlichen, teils öden 1.400 Seiten schwer beurteilen. Robert Musil hat den Geist der Gesellschaft vor dem 1. Weltkrieg in Kakanien (Kaiser- und Königreich Österreich-Ungarn) hervorragend eingefangen. Sprachlich und inhaltlich ist es oft brillant, aber im Grunde ist das Buch eine Zumutung, und mir ist nun klar, warum so viele Leser/innen die Lektüre abbrechen. Als Roman empfinde ich es als eine Katastrophe, größtenteils einlullende Geschwätzigkeit beim Philosophieren über für mich Unsinniges oder Irrelevantes. Aber irgendwie ist es dann auch wieder interessant und lehrreich, so dass ich letztlich erstaunt bin, dass ich den Roman ohne Handlung zu Ende gelesen habe. Das Buch ist vielmehr eine philosophische Essaysammlung. Die vorhandene Rahmenhandlung erinnert an ein ganz loses Korsett. Wäre ich interessierter an philosophischen Ideen und Modellen, hätte ich bestimmt eine größere Lesefreude verspürt. Aber eine seitenlange Abhandlung über die Wirkung und das Vorhandensein der Wirklichkeit stellt für mich schon eine Herausforderung dar: „Wenn es aber Wirklichkeitssinn gibt, (...) dann muss es auch etwas geben, das man Möglichkeitssinn nennen kann. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist.“ Wenn ich dann mal einen Abbruch in Erwägung zog, folgten auch wieder Passagen voller österreichischem Sarkasmus und feiner Ironie. Die Hauptfigur Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, will ein Jahr Urlaub vom Leben nehmen und gerät dabei in die Salongesellschaft seiner Cousine, die mit der Konzipierung einer sogenannten Parallelaktion befasst ist. Die Österreicher wollen nämlich zum 70. Thronjubiläum ihres Kaisers eine Veranstaltung initiieren, die die parallel laufende Feiervorbereitung der Deutschen für ihren Kaiser in den Schatten stellen soll. Was dann geschieht, erinnert an moderne Arbeitskreissitzung in Unternehmen, denn es wird viel geredet und wenig gehandelt. Das Werk blieb unvollendet, Robert Musil arbeitete noch an seinem Todestag am Buch. Insofern ist das abrupte Ende erwartungsgemäß unbefriedigend. Bedeutsamkeit und teilweise Brillanz würden für fünf Sterne sprechen, begrenzte Lesefreude aufgrund der unnötigen Länge aber eher für zwei Sterne. Insofern entscheide ich mich für eine durchschnittliche Gesamtbewertung.

    Apr 14, 2024

3 of 4 reviews

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nancyspencer
nancyspencerNov 10, 2025

„Sie gehörten ersichtlich einer bevorzugten Gesellschaftsschicht an, waren vornehm in Kleidung, Haltung und in der Art, wie sie miteinander sprachen, trugen die Anfangsbuchstaben ihrer Namen bedeutsam auf ihre Wäsche gestickt, und ebenso […] in der feinen Unterwäsche ihres Bewusstseins, wussten sie, wer sie seien […].“ Grandios! Und so überraschend modern, der Musil!

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