Every (deutsche Ausgabe)

Every (deutsche Ausgabe)

Softcover
3.6198

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Description

Der Circle ist die größte Suchmaschine gepaart mit dem größten Social-Media-Anbieter der Welt. Eine Fusion mit dem erfolgreichsten Onlineversandhaus brachte das reichste und gefährlichste – und seltsamerweise auch beliebteste – Monopol aller Zeiten hervor: Every.

Delaney Wells ist »die Neue« bei Every und nicht gerade das, was man erwarten würde in einem Tech-Unternehmen. Als ehemalige Försterin und unerschütterliche Technikskeptikerin bahnt sie sich heimlich ihren Weg, mit nur einem Ziel vor Augen: die Firma von innen heraus zu zerschlagen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem nicht gerade ehrgeizigen Wes Kavakian, sucht sie nach den Schwachstellen von Every und hofft, die Menschheit von der allumfassenden Überwachung und der emojigesteuerten Infantilisierung zu befreien. Aber will die Menschheit überhaupt, wofür Delaney kämpft? Will die Menschheit wirklich frei sein?

Wie schon bei »Der Circle« weiß Dave Eggers wie kein Zweiter unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man kann nur inständig hoffen, dass die Realität nicht schneller voranschreitet, als Dave Eggers schreiben kann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Dystopias & Utopias
Format
Softcover
Pages
592
Price
15.50 €

Author Description

Dave Eggers, geboren 1970, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren. Sein Roman »Der Circle« war weltweit ein Bestseller. Sein Werk wurde mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet. Der Roman »Ein Hologramm für den König« war nominiert für den National Book Award, für »Zeitoun« wurde ihm u.a. der American Book Award verliehen. Dave Eggers stammt aus Chicago und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Nordkalifornien.

Posts

35
All
3.5

Every ist die Fortsetzung zu the Circle. Die Grundprämisse ist spannend und wie beim Vorgänger stimmt das Buch nachdenklich über Technologieabhängigkeit und die Entwicklung der Gesellschaft. Die Thematik die Menschen frei von ihrer Freiheit zu machen wird immer wieder aufgegriffen und steigert sich jedes Mal in neue Dimensionen. Leider fand ich jedoch dass das Buch einige Längen hatte und bestimmt auch mit der ein oder anderen Seite weniger hätte auskommen können. Auch die Protagonistin Delaney hat mich persönlich nicht ganz abgeholt. Dafür ist ihr Charakter zu flach geblieben. Das war für mich aber auch schon bei Mae im Vorgänger der Fall. Alles in Allem kann man Every aber durchaus eine Chance geben.

3.5

📚 Inhalt Der Circle hat jedes konkurrierende IT Unternehmen aufgekauft und nennt sich nun passenderweise «Every». Immer mehr Menschen leben «transparent» und geben ihr gesamtes Privatleben auf, um durchsichtig zu sein. Angeführt wird die Bewegung von Mae Holland, die erste Person, die 100% transparent wurde. Sie ist ein Symbol, eine Ikone. Die Protagonistin Delany kann und will nicht mehr in so einer Welt leben. Sie beschafft sich einen Job bei Every um das Unternehmen zu infiltrieren um es von innen heraus zu zerstören. Delany durchläuft verschiedene Stationen im Unternehmen, sie bekommt haarsträubende und unmöglich erscheinende Ideen präsentiert. Delany sieht sich irgendwann mit der Frage konfrontiert, ob die Menschen überhaupt befreit werden wollen. Ist es nicht bequemer, sein Leben von Apps bestimmen zu lassen? Ist die Welt nicht sicherer, wenn jeder zu jeder Zeit beobachtet werden kann? Ist es nicht eine bessere Welt, die sie gerade versucht, zu zerstören? 📖 Meinung Auch der zweite Teil überzeugt mit wahnsinniger Spannung! Wieder und wieder stelle ich mir Fragen zu moralischen und ethischen Themen und ich liebe es, wenn Bücher das in mir auslösen. Eggers schafft es durch seine fiktive Zukunftsvision, dass ich mein eigenes Onlineverhalten hinterfrage und kritisch betrachte. Die Aufmachung finde ich auch in diesem Teil wahnsinnig gut. Besonders Mae Entwicklung finde ich wahnsinnig bedenklich und erschreckend, doch es passt sehr gut zu ihr. Man konnte im ersten Teil hautnah miterleben, wie sie mehr und mehr von den Ideen des Circles übernommen wurde. Nun da die neue Protagonistin Delany im Zentrum steht, wird Mae zur allgegenwärtigen Nebenfigur. Es dreht sich doch irgendwie alles um Mae, da sie stets die Vorreiterin für neue Produkte ist. Mir gefällt der innere Konflikt sehr, den Delany im Laufe der Seiten durchmacht. Es wirkt sehr natürlich, dass sie über ihre Absichten ins Zweifeln kommt und sich wiederholt fragt, ob sie richtig handelt. Eine gelungene Fortsetzung, die aber nicht ganz an den ersten Band heran kommt.

3.5

Ein Re-Read eines Buches, das mich auch beim zweiten Lesen gepackt, verstört und teilweise sogar schlaflos zurück gelassen hat. Diese Dystopie beschreibt eine so realitätsnahe Zukunft, dass es mir Angst macht. Und trotzdem habe ich die Lektüre genossen und kann definitiv eine Empfehlung aussprechen.

5

Was soll ich tun? Bin ich gut?

Die Fortsetzung von "Circle" denkt die dort vorgestellten Apps konsequent zu Ende. Zum bitteren Ende. Dass vor, während und nach einem Ausflug eben dieser bis ins Kleinste durch die Teilnehmer vor-, auf- und nachbereitet wird, ist zum Brüllen komisch beschrieben. Aber keine Sorge: Das Lachen bleibt dem Leser bald im Hals stecken. Wie weit lassen es Menschen kommen im Gegenzug zum Versprechen von Sicherheit, Ordnung und Entscheidungshilfe? Und wie viel davon ist bereits real? Ein Buch, das den Leser in den Bann zieht und jede Menge Denkstoff liefert. Klare Leseempfehlung!

4

Bedrückend

Die Dystopie ist nicht sehr weit weg von der Realität und daher sehr bedrückend… zeitweise zu langatmig.

5

Was für eine Fortsetzung von „The Circle“!

Das ist jetzt für mich mein Jahres Highlight! Ich hatte so viele Gefühle bei diesem Buch 😂 Diese Geschichte ist einfach noch erschreckender als ihr Vorgänger. Und das schlimme ist, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es mal so kommen könnte. Nichts ganz so extrem, aber begonnen hat es ja theoretisch schon. Und das Ende hat mich nochmal total geschockt. Vllt war es für den einen oder anderen vorhersehbar, ich denke bei so einem Buch aber weniger drüber nach, sondern lass mich einfach treiben. Aber ich fand das Ende auch genial, genau so, wie es geschrieben wurde. Krass. Ich kann die beiden Bücher nur jedem ans Herz legen 😊

4

Zukunftsvision

Das Buch ist der Nachfolger von „Der Circle“ und spielt irgendwann in der Zukunft. Eine Zukunftsvision von der man hofft, dass sie so niemals eintritt. Zu digital, viel zu viel Überwachung. Auch beim lesen war es mir teilweise zu viel und manche Ideen zu langatmig. An einigen Stellen habe ich die Seiten nur überflogen, daher gibt es hier nur 4 Sterne. Die Ideen von Dave Eggers sind kreativ und grundsätzlich ist der Schreibstil gut.

4

Revolutionärer, wenn man nicht davor „the circle“ gelesen hat aber trotzdem faszinierend und spannend. Man schwankt permanent zwischen „das geht doch nicht“ und „eigentlich gar keine soo schlechte Idee“ zu „hoffentlich passiert das nicht irgendwann wirklich“ und „könnte so die Welt gerettet werden?“

3

Erste Hälfte zieht sich, dann wird es sehr interessant und mündet in ein Ende, das nachdenklich macht, aber einen zunächst unzufrieden zurücklässt. Sicherlich ein richtiger Denkanstoß in Anbetracht der Thematik!

5

Ein Buch über ein fiktives oder eigentlich nicht so fiktives Monopol – every.

Super spannend, mit plottwist und interessanten Fakten. Eben ein typischer eggers Roman!

Ein Buch über ein fiktives oder eigentlich nicht so fiktives Monopol – every.
4

„Sobald sie drin war, wollte Delaney die Maschinerie genau unter die Lupe nehmen, nach Schwachstellen suchen und den ganzen Laden in die Luft jagen. Sie würde den Konzern snowden, sie würde ihn manningen. Sie würde ihn ausspionieren und dann deep-throaten.“ Das ist das erklärte Ziel von Delaney Wells, die sich den Kampf gegen den Internetgiganten Every zum Lebensziel gemacht hat. „Every“ beginnt ähnlich wie „Der Circle“: eine junge Frau fängt bei dem Internetmonopolisten an. Doch ist es bei Delaney Wells nicht das große Glücksgefühl, das sie leitet wie bei Mae Holland, sondern ihr Kampf gegen diesen Konzern, der in ihren Augen das Leben so vieler Menschen und vor allem Kinder zerstört hat. Um dies zu beenden, wird sie eine Everyone, eine Mitarbeiterin des Unternehmens, dass sie hasst. Every ist das Nachfolgeunternehmen vom Circle und wurde so unbenannt, nachdem es den dschungel, das erfolgreichste Internetversandhaus der Welt, gekauft hatte. Dadurch wurde das Unternehmen noch mächtiger und konnte über noch mehr Menschen die Kontrolle übernehmen. Hiergegen kämpft Delaney, da ihr selbst so viel genommen wurde durch die stetige Kontrolle durch diesen Konzern. Das Motiv, das Dave Eggers seiner Protagonisten gegeben hat, ist gut nachvollziehbar und es ist auch schlüssig, dass sie diesen Feldzug gegen die Maschinerie Every von sehr langer Hand geplant hat. Ihr nerdiger Programmiererfreund Wes passt auch gut ins Bild und auch die anderen Figuren in dieser Geschichte sind gut angelegt. Die Everyones leben so sehr in ihrem kleinen Paradies, dass sie für die Wirklichkeit teilweise gar nicht mehr empfänglich sind und es gibt Szenen in diesem Buch, die das sehr klar machen und auch wieder uns, als Leser:innen einen Spiegel vorhalten. Gleichzeitig ist es auch wieder gute Unterhaltung, es ist ein bisschen abgedrehter als in „Der Circle“, überspitzter, was mir allerdings besser gefallen hat. Der Begriff „Everyone“ sagt schon soviel aus und dann dieses Verlangen der Everyones ganz besonders en vogue zu sein. Die Szenen mit den eng anliegenden Lycraanzügen auf dem Firmengelände haben schon etwas von Slapstick oder dieses Verlangen danach, alles ganz politisch korrekt zu machen. Es ist teilweise eine Persiflage auf uns und was passiert, wenn man nur in einer einzigen Filterblase lebt – übrigens egal, ob on- oder offline. Denn die Menschen, die in diesem Buch offline leben, tun das natürlich auch ganz extrem. Ein Abbild der Gesellschaft, in der wir leben, es gibt mehr Extreme und weniger gesundes Mittelmaß. Das Ende hält noch eine kleine Überraschung parat oder eigentlich nicht, aber lies selbst und bilde dir selbst eine Meinung dazu. Mir hat „Every“ noch ein bisschen besser als „Der Circle“ gefallen, auch wenn es teilweise sehr albern wirkte, aber genau das passt zu diesem Buch, zu diesem Konzern und es hält so besser den Spiegel vor. Für mich war es hauptsächlich ein Buch zur Unterhaltung und nicht komplett als Kritik an unserer Gesellschaft. Wenn es darum ginge, wäre es mir zu einseitig, wir lassen uns alle zu sehr leben und hinterfragen zu wenig und nehmen vieles einfach hin. Das Buch hat mich durch eine gute erzählte Geschichte, Wortwitz und wirklich überzogene Darstellungen völlig bekloppter Ideen, die erschreckenderweise vermutlich wirklich funktionieren würden, überzeugt.

3

Very interesting book, and not so far fetched for something like that to happen nowadays. But I didn’t really like the ending..

2.5

Thema echt gut und spannend, aber einfach viel langweilig umgesetzt. 100-150 Seiten weniger wären gut gewesen

3.5

Wenn radikaler Fortschritt Freiheit verdrängt

Dave Eggers hat sich mit der Fortsetzung von The Circle in neue Untiefen einer völlig digital verbundenen, von Algorithmen geprägten und gelähmten Gesellschaft begeben. Ich fand es beeindruckend, wie weit er die Ideen und mögliche Reaktionen durchdacht hat. An so mancher Stelle fand ich den Ideenreichtum und die Schlussfolgerungen der Hauptfigur nicht nachvollziehbar aufgeschlüsselt und hätte mir mehr Wirken gewünscht. Andererseits fand ich den Aufbau der Geschichte gerade aufregend genug, dass sie nicht an Glaubwürdigkeit verliert. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, vieles in unserem Alltag hinterfragt und mit schlechtem Gefühl überlegt, wie wahrscheinlich wir in solch eine Realität abdriften könnten. 1984 -Orwell-Vibes der Neuzeit!

3

Erste Hälfte langatmig und eine Aneinanderreihung von App-Beschreibungen, zweite Hälfte aktiver und interessanter.

2

Mit “Der Circle” hat Dave Eggers 2015 einen höchst aktuellen Zeitgeist-Weltbestseller abgeliefert. Die zentrale Frage damals: Wie verändern sich die Menschen, wenn Unternehmen wie Google und Facebook (hier in personalunion als Circle zusammengefasst) deren Alltag bestimmen und moralische Grenzen verschieben? “Every” bildet quasi die Fortsetzung, wobei man den “Circle” nicht unbedingt vorher gelesen haben muss, da die damaligen Protagonisten generell reine Randerscheinungen sind - vom Ende mal abgesehen. Aber ich will nicht spoilern. Hauptfigur hier Delaney, die den Circle, der jetzt Every heißt, nachdem sich das Unternehmen die fiktive Variante von Amazon einverleibt hat, zu Fall bringen möchte. Also ein ähnlicher Plot wie beim Vorgänger. Der Unterschied: die Figuren sind dieses Mal eher flach und stereotyp. Die Probleme und Verhaltensweisen ähneln sich. Wirklich originell ist hier nichts mehr. Auch das Ende ist mehr als deutlich abzusehen. Wenn man den “Circle” gelesen hat, ist dieses Buch leider nur ein fader Abklatsch. Wenn auch gut erzählt. Die sozialkritischen Komponenten kommen hier allerdings sehr konstruiert und dementsprechend handzahm daher. Als wäre Eggers beim Thema die Luft ausgegangen. Schade. Wer den Vorgänger aber nicht kennt, findet hier zumindest gute Unterhaltung.

2

Leider, leider fand ich dieses Buch sehr schrecklich. Nach "the circle" hatte ich große Hoffnungen in diese... naja ein Fortsetzung ist es ja nicht in dem Sinne. Eher eine Weiterentwicklung. Auf jeden Fall mochte ich the circle sehr gerne, hab das Buch damals verschlungen und war dementsprechend von Every sehr enttäuscht. Die Story hätte man auch gut in 50 Seiten abarbeiten können. Kein Tiefgang, keine Identifikation mit irgendeinem der Charaktere. Alles ging nur schnellschnell und huschhusch. Ein bisschen kam es mir so vor, als ginge es nur darum, irgendwelche App-Ideen vorzustellen und dann direkt zu nächsten über zu gehen. Warum trotzdem zwei und nicht nur ein Stern? Weil ich mir nicht sicher bin, ob Eggers dieses ganze Buch nicht mit Absicht so geschrieben hat. Ich habe vor einigen Monaten Quality Land von Kling gelesen, eine satirische Dystopie unserer heutigen Digitalisierung und Every hat mich sehr stark daran erinnert. Sollte das Buch ernst gemeint sein, finde ich es wirklich schlecht, sollte es aber eine Satire sein und mit Absicht so wenig Tiefgang und so kurzweilige Szenarien haben (wie TikTok als Buch) und damit Spiegel unserer Gesellschaft sein, finde ich das gelungen.

3

Leider eher zäh. Und das Ende ist irgendwie auch vorhersehbar ...

4

Gelungene Fortsetzung des Circle 🌀

Dave Eggers taucht erneut in die Welt des Circle ein. Seit der Fusion mit einem e-Commerce Riesen nennt die Firma sich jetzt Every. Wie begleiten Delaney - die neue - bei ihren Versuchen dieses Monopol von innen heraus zu zerschlagen. Ich hatte viel Spaß. Habe jetzt aber auch einige Fragezeichen ❓ TLDR: ich fand es spannend und es regt zum nachdenken an.

Gelungene Fortsetzung des Circle 🌀
3

"Delaney Wells ist »die Neue« bei Every und nicht gerade das, was man erwarten würde in einem Tech-Unternehmen. Als ehemalige Försterin und unerschütterliche Technikskeptikerin bahnt sie sich heimlich ihren Weg, mit nur einem Ziel vor Augen: die Firma von innen heraus zu zerschlagen. Zusammen mit ihrem Kollegen, dem nicht gerade ehrgeizigen Wes Kavakian, sucht sie nach den Schwachstellen von Every und hofft, die Menschheit von der allumfassenden Überwachung und der emojigesteuerten Infantilisierung zu befreien. Aber will die Menschheit überhaupt, wofür Delaney kämpft? Will die Menschheit wirklich frei sein?" Dies ist die Fortsetzung von "The Circle" und ich fand den Vorgänger wirklich sehr gelungen und beeindruckend. Demnach waren die Erwartungen auch hoch. Der Anfang ist für mich persönlich stark gewesen, da man direkt in ein Szenario reingeworfen wird, was einen in den Bann zieht. Eindrucksvoll wird beschrieben wie alles aussieht bei Every und auch die Arbeitsverläufe der Protagonisten werden detailliert beschrieben, teilweise etwas zu viel des Guten, aber mich hat das jetzt nicht so gestört. Aber dann flachte die ganze Umsetzung der Idee ab. Es wurde ziemlich zäh und stellenweise sogar langweilig. Die Charaktere konnten mich persönlich nicht erreichen und fand diese auch nicht sonderlich sympathisch. Das Ende hat mich dann auch nur enttäuscht. Die Thematik und die Idee hinter dieser Geschichte ist wirklich gut. Wie viel geben wir an privaten Daten preis? Inwiefern lassen wir uns kontrollieren und inwieweit geben wir unsere Kontrolle ab? Teilweise gab es Momente die sehr erschreckend gewesen sind und auch sehr realitätsnah waren. Mich als Leser haben diese Anstöße zum Nachdenken gebracht und wir haben auch viel darüber gesprochen und diskutiert. Deswegen umso mehr ist es Schade, dass die Umsetzung leider mehr oder weniger gescheitert ist und dass das Potenzial leider verschenkt worden ist.

3

Leider war das Ende keine Überraschung. Das hat mich sehr enttäuscht.

1

Ein kompletter Reinfall. *enthält Spoiler* Das war wohl die farbloseste Protagonistin, die ich in einem Roman je erlebt habe. Nachdem der erste Teil so schlimm geendet hatte, Mae sich vom System komplett hatte vereinnahmen lassen, lag nun die Hoffnung auf Delaney, die sich vorgenommen hatte, den Circle, der inzwischen zu Every unbenannt wurde, von innen heraus zu zerstören. Ihr Plan war, den Everys derart abstruse, übertriebene Ideen einzupflanzen, dass sie damit bei der Bevölkerung irgendwann auf Granit beißen und sich damit quasi selbst aus dem Rennen kicken würden. Aber selbst nachdem das bereits mehrfach gescheitert war, korrigierte Delaney ihren Kurs nicht. Nicht einmal ein schwerer Anschlag (das einzige Ereignis in der sonst völlig ereignislosen Erzählung) sorgte für einen Twist, ebenso keine der Nebenfiguren. Selbst die wurde am Ende vom System geschluckt und Delaney tat rein gar nichts dagegen, außer weiter darauf zu bauen, der Firma immer noch härtere Ideen zu liefern, die begeistert umgesetzt wurden und keinerlei Gegenwind der Welt draußen erfuhren. Um der Passivität und der völligen Ereignislosigkeit ohne jeden Spannungsbogen noch die Krone aufzusetzen, wurde Delaney am Ende von der inzwischen (völlig unglaubwürdig) zur Mörderin mutierten Protagonistin des ersten Bandes, Mae, bei einem seltsamen Ausflug der beiden in den Abgrund gestürzt. Selbst im Tode blieb unsere "Heldin" also passiv, mit ihr "wurde gemacht", gekämpft hat sie null, nicht mal Argwohn kam auf, als die ihr bis dahin unbekannte CEO von Every plötzlich so ungewöhnlich zugetan war. Am Ende bekam man dann noch die Info, Mae und ihre Mitstreiter hätten bereits von Eintritt Delaneys in die Firma an gewusst, was diese geplant hatte. Aha. Ich konnte akzeptieren, dass Band 1 kein gutes Ende nahm, aber das hätte in Band 2 aufgearbeitet werden müssen. Stattdessen gab's stundenlanges Gelaber über immer absurdere Every-Methoden und deren Umsetzung, jegliche Hoffnung auf eine Wendung oder auch nur ein bißchen Spannung wurde immer wieder im Keim erstickt, wenn sie denn überhaupt mal aufkam. Ich hätte den Roman abgebrochen, hätte ich gewusst, dass eine Wendung niemals kommen wird. Aber mit so schlechtem Schriftsteller-Handwerk von einem so hoch gelobten Autor hätte ich niemals gerechnet. Danke für nichts, Herr Eggers! *Daumenrunter*

3

„Der Homo sapiens wird zum Homo numerus werden.“ War der Circle schon mit seiner Einflussnahme auf das Verhalten der Menschen nahezu unangreifbar, hat sich die Situation nach Übernahme des dschungles (Kleinschreibung ist beabsichtigt) noch in ungeahntem Maße zugespitzt. Jetzt firmiert das noch größere Monopol unter dem Namen Every und stellt „eine existenzielle Bedrohung für alles Ungezähmte und Faszinierende der menschlichen Spezies“ dar. Delaney, Rangerin in einem Naturpark, hat die Nase voll. Inzwischen ist selbst das Betreten der Wälder nur noch mit einem Handy gestattet. Überwachung und Kontrolle des Systems getarnt mit dem Mäntelchen der Sicherheit. Für Delaney gibt es nur noch eine Lösung: Das System muss von innen heraus zerstört werden. Sie bewirbt sich bei Every, wird eingestellt und unterbreitet gemeinsam mit ihrem Mitbewohner Wes immer krudere Ideen für Apps, die das Leben noch kontrollierbarer machen. Freundschaften werden per App auf ihre Aufrichtigkeit hin bewertet, vermeintliche Schönheit in Zahlen gepresst, die Menschen reisten nur noch per App um die Welt. Delaney wollte eine weltweite Empörung heraufbeschwören, um die Menschen wachzurütteln. Aber Every war wachsam und einflussreich. Endlich war er da, der Nachfolger von The Circle, ein Roman, der mich mit seiner ganz dicht an die heutige Wirklichkeit gelehnten Fiktion begeistert und gleichzeitig sehr nachdenklich gestimmt hat. Jahre später sind die Protagonisten andere. Delaney und Wes, sogenannte Trogs, Menschen vom Rand der Gesellschaft, halten dem Leser den Spiegel der Gesellschaft vor. Kiki, Angestellte bei Every, zeigt die drohende Zukunft auf. Ein Leben, das sich völlig dem Konsummonopol und dessen Manipulationen untergeordnet hat. Ein Leben das auf der Jagd nach der bestmöglichen bezifferten Bewertung seine Eigenständigkeit, Kreativität und seinen freien Willen aufgegeben hat. Mich hat der Roman inhaltlich leider nicht überzeugen können. Delaney hatte für mich zu wenig Biss, die Auswirkungen der die Menschen immer stärker bestimmenden Apps spielten kaum eine Rolle. Für mich waren Delaney und das Imperium Every wie eine Mücke auf der ledrigen Elefantenhaut, es juckt einfach nicht. Schade.

3

Das Buch gibt einem zu Denken. Leider hat mich das Ende nicht ganz abgeholt, das wirkte zu schnell und irgendwie auch sehr offen und nicht befriedigend.

4

Das Buch “Der Circle” habe ich damals, zeitnah nach dem Erscheinen gelesen und war fasziniert von der Welt, die Dave Eggers damit kreiert hat. Mit dem Buch “Every” geht die Geschichte nun weiter. “Der Circle” muss man für das Verständnis aber nicht gelesen haben, da der Autor in den ersten Kapiteln zusammenfasst, was in den letzten Jahren passiert ist. Das Cover ist minimalistisch gestaltet und von der Symbolik an die Covergestaltung von “Der Circle” angelehnt. Während wir im Circle der Protagonistin Mae Holland, bei dem Start ihrer Karriere gefolgt sind, steht diese nun an der Spitze des Unternehmen Every. Dieses Technologieunternehmen vereint die erfolgreichsten Unternehmen der Branche und der Machtbereich von Every hat quasi keine Grenzen. Der Circle hatte in seinem Bereich zwar schon eine Monopolstellung, jedoch ist durch die Fusionierung mit anderen Firmen, wie beispielsweise dem Onlineversandhandel “dschungel”, das Monopol von Every gigantisch. Im Buch verfolgen wir Delaney Wells, die Every zerstören möchte. Dazu beginnt sie einen Job bei Every und möchte mit den verrücktesten Appideen, die Leute zum Boykott von Every bringen. Der Autor spinnt dabei wirklich beängstigende Ideen, unter anderem eine App, die sich AuthentiFriend nennt und die anzeigt ob das Gegenüber im Gespräch ehrlich ist und wie authentisch die Freundschaft wirklich ist. Letztendlich bricht der Autor den Menschen im Laufe des Buches immer mehr in Zahlen herunter. Beispielsweise ein Score, wie umweltfreundlich man lebt oder wie produktiv man ist. All diese Ideen werden von unserer Protagonistin Delaney und ihrem Freund Wes in das Unternehmen Every getragen. Der Erzählstil hat mir persönlich gut gefallen und es gab auch die ein oder andere Stelle zum Schmunzeln. Generell hat sich das Buch recht angenehm gelesen, an mancher Stelle hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, während es sich an anderen Stellen etwas gezogen hat. Der Autor hat es immer wieder geschafft mich zu überraschend. Beispielsweise wird der Tot eines Menschen live gestreamt und das keinen außer unsere Protagonistin scheint das groß zu interessieren. Es gibt zwar eine Beerdigung, jedoch wird das Videomaterial nicht aus dem Internet gelöscht. Immer wieder schafft es der Autor solche Wendungen einzubauen, mit denen man definitiv nicht rechnet. Der Plot an sich ist sehr unterhaltsam und gerade die unterschiedlichen Appideen fand ich faszinierend. Am spannendsten fand ich die Literaturapp, die Bücher so umschreibt, dass es, wenn man dem Algorithmus glaubt, weniger Leute abbrechen und mehr Leute gut bewerten. Mit Every wirft Dave Eggers einen Blick in die Zukunft und man kann nur hoffen, dass es nicht genauso eintrifft. Doch es finden sich definitiv jetzt schon einige Parallelen zur heutigen Zeit und man kann sich manche Handlungsstränge definitiv so vorstellen. Insgesamt hat der Autor mit Every ein zeitgenössisches Thema aufgegriffen und auf eine spannende Art und Weise dargestellt. Wer ein Fan von “Der Circle” war muss “Every” gelesen haben. Wer “Der Circle” nicht kennt, aber Lust auf eine spannungsreiche, zum nachdenken anregende Lektüre hat, ist mit “Every” gut beraten.

4

Woah. Just finished this one and I'm speechless. Even though the protagonist seemed rather naive, I believe this story to be worth reading - it gives you quite something to think about regarding our attitude towards digitalization.

3.5

Es passiert so viel

Einfach stellenweise mehr als beängstigend und sehr beunruhigend, wenn man selbst denkt, dass die Apps ja vielleicht doch interessant und praktisch wären. Dystopische Welt, die sehr nah an der Realität ist. Sehr schnelles Tempo, interessante Gedankengänge der Protagonistin. War bis zu Ende gespannt, wie es denn tatsächlich ausgeht und war dann sehr überrascht, aber auch nicht schockiert 😕

3

3,5 ⭐️

Roman hätte an einigen Stellen kürzer ausfallen können. Ansonsten fallen mir viele Parallelen zu Qualityland von Marc-Uwe Kling auf. Könnte die nicht ganz wo witzige Vorgeschichte dazu sein. Einiges vorhersehbare, aber viele interessante Gedankengänge. Da der erste Teil auf einigen Lehrplänen in der Schule steht, wird es dieser hier hoffentlich schaffen. Als Interpretationgrundlage für den Deutschunterricht macht das Buch einiges her.

4

Sieben Jahre ist es her, dass Dave Eggers uns mit Circle einen Spiegel zum Thema social media, Datenschutz und gläserner Mensch vorhielt. In diesen sieben Jahren ist Circle als größte social media-Plattform mit dem "dschungel" fusioniert, nennt sich fortan Every und erweitert seinen Kompetenzbereich kontinuierlich: fast flächendeckende Videoüberwachung, Einbezug von Polizei und auch Regierung, Ausüben eines sozialen Drucks. Und wer nicht mitmacht, wird gnadenlos an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Delaney Wells will sich dagegen wehren. Sie bewirbt sich bei Every und macht in den unterschiedlichsten Stationen Halt. Sie sammelt Informationen und überlegt sich gemeinsam mit ihrem ebenfalls technikskeptischem Freund Wes, wie man Every den Garaus machen könnte. Welche App, welche Überwachungsmaßnahme ist so übertrieben, dass die Gesellschaft endlich die Augen öffnet und beginnt, sich gegen Every zu wehren? Thematisch gesehen ist Every ebenso spannend und interessant wie schon Circle. Ich finde es unglaublich, wie Eggers es schafft, sich über Delaney so unfassbar abstruse Ideen auszudenken. Jedoch machte sich zwischenzeitlich ein wenig Langeweile bei mir breit und ich hatte Schwierigkeiten, das Buch ab der Hälfte weiterzulesen. Es zog sich und einige Episoden hätten kürzer gefasst, andere vielleicht weggelassen werden können. Klar steigert es die Spannung und ich verstehe die Intention des Autors, alles so richtig schön auf die Spitze zu treiben, bevor es irgendwann eskaliert, aber für mich hätte es eben nicht sein müssen. Ich habe die Thematik auch so verstanden. Letztendlich waren es mir zwar zu viele unnötige Sequenzen, anderseits war es unterhaltsam, ließ sich ohne Probleme sehr flüssig lesen, war interessant und regte zum Nachdenken an. Insgesamt 3,5 von 5 Sternen. Knappe 580 Seiten "schlank" ist das Buch aus dem Kiepenheuer & Witsch Verlag. Wie schon Circle, wurde auch dieses Buch aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.

4

4,5 Sterne „Every“ treibt alles, was wir heute schon haben, auf die Spitze. Und das auf eine so nüchterne Art. Die Protagonistin hat ein klares Ziel vor Augen: „Every“ zerstören. Every muss aufgehalten werden. Ihre Vorgehensweise ist sehr interessant, sie bringt neue Ideen in das Unternehmen, treibt es mit diesen Ideen zu weit, viel zu weit, in der Voraussicht, dass das doch keiner mehr gut finden kann. Die Menschen finden es gut. Und es wird immer wilder. Irgendwann weiß der Leser selbst nicht mehr, wo die Protagonistin steht, wie sie zu all dem steht. Ob sie dem Sog auch erlegen ist. Das Ende kommt unerwartet… und es ist ein Ende, das hoffen lässt, dass da noch etwas kommt.

5

Ein erschreckendes Konzept für eine zukünftige Welt voller digitaler Kontrolle und Überwachung. Ich bin teilweise aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen, konnte das Buch aber auch nicht weglegen. So entsetzlich die Vorstellung auch sein mag, so sehr hat sie mich in Form dieser Geschichte auch neugierig gemacht - positiv wie auch negativ. Könnte die Welt in 50-100 Jahren so aussehen?

3

Vor einigen Jahren las ich begeistert den Roman „Der Circle“ von Dave Eggers, der davon handelt, welche Auswüchse es haben kann, wenn der größte Suchmaschinenkonzern und die am weitest verbreitete Social-Media-Plattform in einer Firma vereint sind. Es war schon beängstigend, aber auch kurios, zu lesen was übergroße Transparenz und Überwachung, aber auch der Druck von Social Media aus Menschen machen kann. In seinem neuen Roman „Every“ geht Dave Eggers noch einen Schritt weiter. Der Circle fusioniert mit dem weltweit größten Online-Versandhaus und wird zu Every, dem reichsten und gefährlichsten Monopol aller Zeiten. Delany Wells ist die Neue bei Every und hat als unerschütterliche Technikskeptikerin nur ein Ziel vor Augen: Sie will die Schwachstellen der Firma herausfinden, um sie von innen heraus zu zerschlagen. Sie versorgt Every mit ‚vergifteten‘ Ideen für Apps, bewirkt aber tatsächlich das Gegenteil von dem, was ihr eigentlich vorschwebt. Denn niemand regt sich auf, die Gesetzgeber bleiben stumm, Aufsichtsbehörden unsichtbar, und die Verkaufszahlen gehen durch die Decke. Wie schon bei „Der Circle“ weiß Dave Eggers unsere Wirklichkeit so konsequent weiterzudenken, dass einem der Atem stockt beim Lesen. Man erkennt Technologien und manche Herangehensweisen der Firma und der Apps wieder und ist als technikbegeisterter Mensch einigermaßen angetan von den Ideen, die der Autor hier ausbrütet und unter die Leute seines Romans bringt. Beim Lesen dachte ich oft daran, wie viel Spaß es Dave Eggers gemacht haben muss, sich die vielen Weiterentwicklungen von Apps, Geschäftspraktiken und Gesellschaftsstrukturen auszudenken und auch ich hatte Freude daran, darüber zu lesen. Aber das alles ist sehr nah an unserer Wirklichkeit entwickelt und die Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, sind nicht unbekannt. Das sorgt auch dafür, dass man beim Lesen nicht zu großen Spaß empfindet. Denn hier werden Lösungen für Probleme gefunden, die sich bei genauerer Betrachtung keiner wünschen kann. Denn wo Licht ist, ist auch Schatten was bei Dave Eggers mit dem Verlust der Freiheit und Bevormundung durch den Monopolisten einher geht. So sehr mich die Rahmenbedingungen dieser Dystopie begeistern konnten, so schwach fand ich jedoch die eigentliche Geschichte der Protagonistin und ihrer Vorgehensweise. Die Handlung plätschert eher vor sich hin. Etwa ab der Hälfte des Buches nimmt die Geschichte ein wenig an Fahrt auf, aber es ist eher die Frage danach, ob es der Protagonistin gelingen wird Every zu zerschlagen, die einen beim Lesen bei der Stange hält. Das Ganze mündet schließlich in einem Ende, das ich so nicht erwartet habe, das ich jedoch stimmig fand. Insgesamt ein gruseliges Zukunftsszenario, das beim Lesen nachdenklich macht.

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