Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
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Description
›Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‹ verschaffte Milan Kundera den internationalen Durchbruch. Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet und seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte, will fortan der Liebe aus dem Weg gehen. Erst für die Kellnerin Teresa bricht er mit seinen Grundsätzen. Aber Teresa verlässt ihn in Zürich, wo die beiden sich nach dem russischen Einmarsch in Prag niedergelassen haben und kehrt in ihr Heimatland zurück. Er folgt ihr, verliert seine Stellung, arbeitet als Fensterputzer und später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet in der Katastrophe.
Book Information
Author Description
Milan Kundera, 1929 in Brünn, ehemals Tschechoslowakei, geboren, ging 1975 ins Exil nach Frankreich, wo er seither lebte und publizierte. Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nelly-Sachs-Preis (1987), dem Staatspreis für Literatur der Tschechischen Republik (2007) und dem Franz-Kafka-Preis (2020). Milan Kundera starb im Juli 2023 in Paris.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Warum ist das ein Klassiker?
Toxische Beziehungen zwischen den Protagonisten, eine Story, die in Kreisen immer wieder erzählt wird und wo der Fortlauf der Geschichte nur sehr schleppend stattfindet. Auf echte Themen, die interessant sein könnten, wird nur minimal eingegangen. Wenn ich es nicht mit dem Buchclub und für eine Challenge gelesen hätte, dann hätte ich es sehr wahrscheinlich abgebrochen.
Dazwischen
Das Leben vollzieht sich in einer Aneinanderreihung von Wiederholungen, von Widersprüchen und Ideen was man im und vom Leben erwartet. Im Roman begleitet man 4 Personen und einen Hund deren Leben sich miteinander verstricken. Alle kreisen um existenzialistische Fragen und Antworten. Jeder findet eine andere Antwort. Facettenhaft werden Perspektiven eröffnet, man sieht Ausschnitte von außen, beobachtet und sieht in den Augen des Anderen. Dann wechselt die Perspektive. Die Themen verändern sich im Verlauf des Lebens und so auch die Charaktere, die im Grunde doch sie selbst bleiben. Kundera schreibt und in charmanter Manier nimmt er die Lesenden in dem Prozess selbst mit. Ich hatte den Eindruck ihn und auch seine Charaktere beim Denken zu beobachten. Dabei entstanden viele Impulse seine eigen Position zu hinterfragen. In der historischen Verortung wird in dem Roman das Leben zum Mittelpunkt. Zwischen Person, Vorstellung und Welt die von politischen Ereignissen geprägt ist. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass nicht nur Paarbeziehungen so relevant für die Identitätsbildung wären, sondern beispielsweise Freundschaften oder lose Beobachtungen die auch tiefe Kerben in die Charaktere schlagen können.
Philosophische Fragen im Setting des Prager Frühlings.
Mein erstes Buch von Milan Kundera. Die Geschichte selbst ist einfach gestrickt, ohne besondere Epik, ohne besonderes Drama. Man begleitet die insgesamt 4 Hauptcharaktere (+ Hund), verbunden durch alltägliche (Liebes-)affären, durch ihr Leben und ihre Krisen in Zeiten Prager Frühling. Die Handlungen werden stets von Anekdoten, philosophischen Gedankengängen oder Wertungen des Autors unterbrochen (Themen: Religion, Körper/Seele, Liebe, Treue, Mitgefühl, Politik), die dem Buch den hohen intellektuellen Wert verleihen; die eigentliche Geschichte aber eher zu einer großen Zweckmetapher verkommen lassen. Dennoch sind die Figuren voller Liebe und Menschlichkeit, voller Facetten, mit denen jeder mal mehr oder weniger mitfühlen kann, obwohl der Autor zuvor betont, dass sie nur Produkte seiner Fantasie sind. Selten haben sich Figuren so menschlich angefühlt. Kein Buch zum Mitfiebern, sondern zum Nachdenken und Mitfühlen.
Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen. Ich befürchte ich habe diese Geschichte eventuell einfach nicht verstanden. Es hatte wirklich etwas von Geschichte wie damals in der Schule. Und nebenbei der Spoiler im Klappentext ist wirklich ein Spoiler, denn das kommt im Buch gar nicht vor. Das war eines der Buch, die ich einfach nur ganz schnell wieder vergessen möchte. Zum Glück ist das schon fast geschehen. 2 von 3 Sternen.
Das Buch ist mein Februar Buch gewesen. Und es ist sprachlich absolut genial. Wie Psychologie und Philosophie hinein gearbeitet worden sind ist absolut faszinierend. Im Prinzip begleiten wir als Leser die mehr als toxische Liebe zwischen Teresa und Tomas. Vom kennenlernen der Beiden bis hin zu deren Tod. Mir persönlich war keine der Figuren im Kern sympathisch. Aber das war tatsächlich nicht schlimm, denn für das Buch musste man sie nicht sympathisch finden. Nur ihren Pfaden folgen. Und die sind echt ganz verschlungen, ziemlich verheddert und manchmal wirr. Mir hat hierbei sehr gut gefallen das der Autor alles in sehr kurze Kapitel verpackt hat. Damit konnte er sich pro Kapitel auf eine oder mehrere Fragen über mehrere Kapitel verteilt stellen. Was er beides auf wirklich interessante Weise geschafft hat. Dennoch ist das Buch nicht wirklich für jeden geeignet. Es spricht Themen an die oft nicht leicht verständlich sind sondern sich deren tieferer Sinn erst im Laufe des Buches eröffnet. Meistens dann, wenn man den Anfang der Frage bereits wieder vergessen hat. Somit ist das Buch mehr oder weniger eine Allegorie an das Leben selbst in dem man zwischen der Leichtigkeit und der Schwere hin und her geworfen wird, nur Sekunden hat sich zu entscheiden wie man reagiert. Es reißt dich mit wenn du dich auf dieses Buch einlässt. Es kann dich aber auch einfach links liegen lassen und ohne dich weiter ziehen. Meinerseits gerade wegen der Tiefe die es in sich hat eine Lese Empfehlung!
Dieses Buch habe ich vor Jahren entdeckt und seitdem lag es auf meinem SUB. Jetzt habe ich es endlich von diesem befreit, aber eine ganze Weile daran gelesen, da es teils schwer war, alles in Gänze zu begreifen.
Kundera wirft einen faszinierenden Blick auf Liebe, Freiheit und Schicksal – zwischen Prag und Paris, zwischen Philosophie und Intimität. Die Sprache ist elegant und oft poetisch, manchmal aber auch schwerfällig und distanziert. Gerade die ständigen Reflexionen über „Leichtigkeit“ und „Schwere“ sind spannend, können aber auch etwas verkopft wirken. Es finden sich viele schöne Zitate, interessante Vergleiche und bedeutsame Wendungen. Leider kommen die Frauen im Buch vielmals nicht so gut weg und ich hätte mir insgesamt mehr starke, gefestigtere Charaktere gewünscht. Stellenweise plätschert das Buch auch ein wenig richtungslos und verwirrend dahin. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, ohne dass man ihn unbedingt „verschlingen“ muss. Für alle, die Lust auf tiefere Gedanken und existenzielle Fragen haben, definitiv lesenswert – für schnelle Unterhaltung eher weniger.

Puh. Puh puh puh. Kommt mir schon bisschen overrated vor, das Ganze. Der Hauptcharakter Tomas ist ein unsympathischer Player, der in seinem Gehirn ungefähr keinen anderen Gedanken als den an Sex zulässt, Teresa eine Person mit so wenig Selbstbewusstsein, dass ich sie kontinuierlich bemitleidet habe und von Sabina und Franz fange ich gar nicht erst an. Einzig und allein mit Karenin (der Hündin!) habe ich mich verbunden gefühlt. Würde mich mal interessieren, wie Kundera mir das auslegen würde. Dass Kundera die Geschichte ständig unterbricht, um den LeserInnen semi-philosophisch darzulegen, was gerade passiert, hat mich meist eher genervt, als dass ich daraus neue Erkenntnisse gezogen habe. Gleichzeitig hat mich die ungewöhnliche Erzählweise dann doch in ihren Bann gezogen und es gab auch 3, 4 Stellen, die mir neue Sichtweisen aufgezeigt haben. S.109 „Franz dagegen ist überzeugt, daß in der Trennung des Lebens in eine private und eine öffentliche Sphäre die Quelle aller Lügen liegt: Man ist ein anderer im Privatleben als in der Öffentlichkeit. »In der Wahrheit leben« bedeutet für ihn, die Barriere zwischen Privat und Öffentlich niederzureißen. Er zitiert gern den Satz von André Breton, der besagt, daß er gern »in einem Glashaus« gelebt hätte, »wo es keine Geheimnisse gibt und das allen Blicken offensteht«.“ S. 187 „Er tat Dinge, an denen ihm überhaupt nichts lag, und das genoß er. Er begriff plötzlich das Glück von Menschen (die er bisher bemitleidet hatte), die einem Beruf nachgehen, zu dem sie kein inneres »Es muß sein« nötigt, den sie in dem Moment vergessen können, da sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Diese glückselige Gleichgültigkeit hatte er noch nie empfunden. Wenn ihm manchmal auf dem Operationstisch etwas nicht so geglückt war, wie er es wollte, war er verzweifelt und konnte nicht schlafen.“ S. 215 „Nehmen wir an, daß es im Weltall einen Planeten gibt, auf dem alleMenschen noch einmal geboren werden. Sie werden sich an ihr Leben auf der Erde erinnern und sich aller Erfahrungen, die sie dort gesammelt haben, bewußt sein. Vielleicht gibt es noch einen Planeten, auf dem wir alle ein drittes Mal geboren werden, mit den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Leben. Und vielleicht gibt es noch weit mehr Planeten, auf denen die Menschheit neu geboren wird, immer um einen Grad (um ein Leben) reifer. Das ist Tomas' Version von der Ewigen Wiederkehr. Wir auf der Erde (auf dem Planeten Nummer eins, auf dem Planeten der Unerfahrenheit), wir können uns nur eine sehr unklare Vorstellung machen, was mit dem Menschen auf den anderen Planeten geschehen wird. Wird er klüger sein? Liegt die Reife überhaupt in den Möglichkeiten des Menschen? Kann er sie durch Wiederholung erlangen? Einzig in der Perspektive dieser Utopie ist es möglich, die Begriffe Optimismus und Pessimismus sinnvoll zu verwenden: ein Optimist ist jemand, der glaubt, auf dem Planeten Nummer fünf sei die Geschichte der Menschheit weniger blutig. Ein Pessimist ist jemand, der das nicht glaubt.
Eine vielschichtige Geschichte. Die Liebesbeziehung zwischen Teresa und Tomas ist der rote Faden, aber es geht um vieles mehr. Wie beeinflusst ein politisches System den Menschen? Was ist Liebe? Was ist Lust? Was macht uns Menschen aus? Wie ist unser Verhältnis zu Tieren und sind sie die besseren Menschen? Es gibt viel zum Nachdenken, aber die Fülle der Themen, die Abschweifungen machen es teilweise schwer/zäh, das Buch zu lesen. Und bei manchem hat sich mir nicht erschlossen, was eigentlich damit gesagt werden soll.
Ich hatte dieses Buch schon lange auf dem SuB, ich habe damals relativ wahllos bei den Büchern aus der SZ Edition zugegriffen. Nachdem ich ein paar Bücher aus der Reihe gelesen hatte, war ich recht skeptisch, denn die meisten davon haben mir nicht zugesagt. Ich verstehe es nicht, aber ich habe mit preisgekrönten Autoren aus dem nicht anglo-amerikanischen Raum sehr oft Probleme, ich habe den Eindruck, dass in Deutschland und anderen Ländern die Sicht auf das, was “große Literatur” ist, eine andere ist. Mir gefallen doch Werke von Hilary Mantel und Ian McEwan!? Ich weiß es nicht, vielleicht sind mir Bücher wie die aus der SZ Bibliothek einfach zu “intellektuell”. Von diesem Buch war ich zunächst überrascht, es las sich für meine Begriffe besser, als ich erwartet hatte. Und das, obwohl ich Liebesromane eigentlich nicht so mag. Hier ist es jedoch von Anfang an so, dass eben nicht alles rosa und himmelblau ist, denn das zentrale Liebespaar, Tomas und Teresa, hat von Anfang an zu kämpfen, denn Tomas ist notorischer Fremdgänger und auch nicht gewillt, dies aufzugeben. Die Geschichte der beiden spielt sich vor dem Hintergrund des Prager Frühlings und der anschließenden Invasion der Sowjetarmee ab, daher ist das Buch auch in gewissem Sinne ein politischer Gesellschaftsroman. Wir erleben Tomas’ (der ein erfolgreicher Chirurg ist) und Teresas Abstieg aufgrund politischen Ungehorsams und die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den tschechischen Intellektuellen mit. Milan Kundera philosophiert stellenweise auch, was deutlich abgesetzt ist von der Romanhandlung. Ich konnte dem auch einigermaßen folgen. Das zentrale Thema des Romans bleibt jedoch die Beziehung zwischen Tomas und Teresa, ihr Umgang mit dem Betrug. Ich hatte gesagt, dass ich zunächst positiv überrascht war. Dann kamen jedoch Szenen, die ich nicht nur verwirrend fand, bei denen mir nicht klar war, ob das jetzt wieder einer von Teresas Albträumen war, was ich vermute. Das Buch springt auch plötzlich zu anderen Personen, vornehmlich Sabina, eine der Freundinnen von Tomas. Da der Autor frühzeitig vorwegnimmt, was mit den Hauptpersonen passiert, fand ich den Rest des Buches dann streckenweise einfach nicht mehr so interessant. Einen sehr positiven Aspekt möchte ich noch betonen: Wie ihr wisst, liebe ich Tiere über alles, und Milan Kunderas Einstellung zu Tieren gefällt mir sehr gut. Ich möchte folgendes Zitat nennen: “Und deshalb ist es so gefährlich, ein Tier in eine belebte Maschine, eine Kuh in einen Milchautomaten zu verwandeln: der Mensch schneidet auf diese Weise die Schnur durch, die ihn mit dem Paradies verbindet, und nichts wird ihn aufhalten, nichts wird ihn trösten können auf seinem Flug durch die Leere der Zeit.” (in meiner Ausgabe auf Seite 270) Das ist mir äußerst sympathisch. Die Rolle des Hundes von Teresa und Tomas fand ich deshalb auch sehr wichtig und bewegend. Insgesamt ging es mir mit dem Buch ähnlich wie mit “Deutschstunde” von Siegfried Lenz: Ich erkenne den literarischen Wert des Romans, er konnte mich jedoch inhaltlich nicht begeistern. Dennoch ein lesenswertes, philosophisches Werk.
Leichtigkeit ist genau das, was ich mir das ganze Buch über gewünscht habe. Vielleicht bin ich zu jung, aber ich habe einfach so gar nicht in die Geschichte rein gefunden & mich fürchterlich lange durch diese 300 Seiten gequält. Ständig ist die Geschichte hin und her gesprungen, es gab zwischendurch (eigenartige) wissenschaftliche (?) Passagen & ich kann gar nicht so richtig sagen, was ich da eigentlich gelesen habe.
Milan Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ hat mich zwiegespalten. Die Geschichte, die psychologische Tiefe und die Liebesbeziehungen fand ich faszinierend. Doch immer, wenn ich in die Handlung eintauchen wollte, unterbrachen lange philosophische und historische Exkurse den Lesefluss. Das machte es schwer, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Trotzdem ein beeindruckendes Buch, das zum Nachdenken anregt – auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, einfach im Drama versinken zu können.
Das Buch ist seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch. Ich habe es schon mehrfach durchgelesen und bin einfach sehr begeistert von Milan Kunderas Schreibstil. Es zieht mich total in den Bann und ich möchte gar keinen anderen Autor mehr lesen. Leider sind seine „Werke“ nicht so einfach zu bekommen, wie andere Bücher.
Ein Roman, der leicht und zugleich so schwer ist. Anfangs dachte ich, das Buch handelt nur von Tomas und Theresa, jedoch werden so viele Personen und Systeme thematisiert. Einerseits liest sich das Buch wie eine Art Liebesroman, andererseits gibt es Passagen, die es total in sich haben und zum Beispiel Kritik am Kommunismus üben. Total gut hat mir gefallen, dass Kundera hauptsächlich aus der Sicht von Tomas und Theresa geschrieben hat, gleichzeitig lässt er aber viele persönliche Kommentare einfließen (aus der ich-Perspektive), was nicht umständlicher bzw. abgehackter zu lesen war, sondern sich gut ins Gesamtbild eingefügt hat. Dieses Buch lädt definitiv dazu ein, noch einmal gelesen zu werden, um alles komplett zu verstehen. Ein wahres Meisterwerk, nicht nur der tschechischen Literatur.
An sich mag ich es eigentlich aber...
Es ist wirklich sehr langatmig und ich finde es liest sich nicht besonders angenehm. Es ist schön geschrieben und das philosophische gibt dem ganzen einen extra Kick, doch man muss für so ein Buch in der Stimmung sein und in der bin ich zur Zeit eben nicht. Ich werde es bestimmt nochmal lesen wenn es sich ergibt doch vorerst werde ich es abbrechen müssen.

Ich glaube, dass dieses Buch eigentlich sehr gut ist. Leider habe ich es wohl zu einer für mich falschen Zeit gelesen, da es doch keine leichte Kost ist, und viel zum Nachdenken einlädt. Wozu ich momentan einfach nicht den Nerv habe. Das Buch lebt sicherlich nicht von einer spannenden Geschichte sondern eher von philosophischen Ansätzen die zum Nachdenken anregen. Ich mochte sehr, dass die Prager bzw Tschechische Geschichte so um 1970 rum aufgegriffen wurde und auch einige Denkansätze haben mir gut gefallen. Ich werde dieses Buch sicher ein andermal nochmal lesen und hoffe, dass ich es dann besser genießen kann.
Ist es wirklich die unerträgliche Leichtigkeit des Seins unter der wir Menschen leiden? Oder ist es die erträgliche Schwere, die mal leichter und mal schwerer wird, welche wir in uns tragen? Für jeden von uns ist die Antwort anders. Mal fühlen wir uns federleicht, mal drohen wir zu ersticken unter der Last der Welt.Kundera nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gefühlswelten seiner Figuren, die so unterschiedlich wie gleich sind, und man davon ausgehen kann, dass sie alle nur eine Person darstellen.
20 Minuten lesen. 10 Minuten denken.
Eigentlich finde ich es einen Wahnsinn wie aktuell das Buch immer noch ist- im Bezug auf das zwischenmenschliche. Das politische ist natürlich eine andere Frage. Ich hab nie das Gefühl gehabt, dass ich alle teile verstanden habe aber vielleicht ist das auch in Ordnung. Es spaltet auf jeden Fall die Meinungen. Erst vor ein paar Wochen wurde ich in einem Café angesprochen von einer jungen Serbin die es während Corona das dritte mal gelesen hat weil sie es so sehr liebt. Ich denke auch, dass man es immer wieder lesen kann und andere teile beginnt zu verstehen. Mich hat sehr viel von dem Buch berührt und ich habe mich immer wieder gesehen gefühlt. Nichtsdestotrotz finde ich die gewisse schwere macht es zu einem Buch, das ich immer wieder aufgegriffen habe zum lesen und anschließend erstmal verdauen muss. Daher die 20:10 Regel. Ich würde es wieder lesen.
Ich glaube, dass dieses Buch eigentlich sehr gut ist. Leider habe ich es wohl zu einer für mich falschen Zeit gelesen, da es doch keine leichte Kost ist, und viel zum Nachdenken einlädt. Wozu ich momentan einfach nicht den Nerv habe. Das Buch lebt sicherlich nicht von einer spannenden Geschichte sondern eher von philosophischen Ansätzen die zum Nachdenken anregen. Ich mochte sehr, dass die Prager bzw Tschechische Geschichte so um 1970 rum aufgegriffen wurde und auch einige Denkansätze haben mir gut gefallen. Ich werde dieses Buch sicher ein andermal nochmal lesen und hoffe, dass ich es dann besser genießen kann.
Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen. Ich befürchte ich habe diese Geschichte eventuell einfach nicht verstanden. Es hatte wirklich etwas von Geschichte wie damals in der Schule. Und nebenbei der Spoiler im Klappentext ist wirklich ein Spoiler, denn das kommt im Buch gar nicht vor. Das war eines der Buch, die ich einfach nur ganz schnell wieder vergessen möchte. Zum Glück ist das schon fast geschehen.
3,5 ⭐️ Ich fand das Buch hatte teilweise sehr gute Denkanstöße und hat gewisse Thematiken und unterschiedliche Beziehungsdynamiken geliefert, aber man merkt halt total alte Denkmuster und Rollenbilder, die starke Argumente des Autors nach wenigen Seiten wieder entkräften. Dennoch ein sehr schön geschriebenes Buch, wenn man den Schreibstil mag. Find die deutsche Übersetzung ähnelt da sehr anderen Werken der Literatur um 1900 beispielsweise Erich Kästner. Habe leider auch keine richtige Ahnung mehr was am Anfang passiert ist weil ich halt schon vor nem halben Jahr damit angefangen bin…
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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›Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins‹ verschaffte Milan Kundera den internationalen Durchbruch. Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet und seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte, will fortan der Liebe aus dem Weg gehen. Erst für die Kellnerin Teresa bricht er mit seinen Grundsätzen. Aber Teresa verlässt ihn in Zürich, wo die beiden sich nach dem russischen Einmarsch in Prag niedergelassen haben und kehrt in ihr Heimatland zurück. Er folgt ihr, verliert seine Stellung, arbeitet als Fensterputzer und später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet in der Katastrophe.
Book Information
Author Description
Milan Kundera, 1929 in Brünn, ehemals Tschechoslowakei, geboren, ging 1975 ins Exil nach Frankreich, wo er seither lebte und publizierte. Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Nelly-Sachs-Preis (1987), dem Staatspreis für Literatur der Tschechischen Republik (2007) und dem Franz-Kafka-Preis (2020). Milan Kundera starb im Juli 2023 in Paris.
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Warum ist das ein Klassiker?
Toxische Beziehungen zwischen den Protagonisten, eine Story, die in Kreisen immer wieder erzählt wird und wo der Fortlauf der Geschichte nur sehr schleppend stattfindet. Auf echte Themen, die interessant sein könnten, wird nur minimal eingegangen. Wenn ich es nicht mit dem Buchclub und für eine Challenge gelesen hätte, dann hätte ich es sehr wahrscheinlich abgebrochen.
Dazwischen
Das Leben vollzieht sich in einer Aneinanderreihung von Wiederholungen, von Widersprüchen und Ideen was man im und vom Leben erwartet. Im Roman begleitet man 4 Personen und einen Hund deren Leben sich miteinander verstricken. Alle kreisen um existenzialistische Fragen und Antworten. Jeder findet eine andere Antwort. Facettenhaft werden Perspektiven eröffnet, man sieht Ausschnitte von außen, beobachtet und sieht in den Augen des Anderen. Dann wechselt die Perspektive. Die Themen verändern sich im Verlauf des Lebens und so auch die Charaktere, die im Grunde doch sie selbst bleiben. Kundera schreibt und in charmanter Manier nimmt er die Lesenden in dem Prozess selbst mit. Ich hatte den Eindruck ihn und auch seine Charaktere beim Denken zu beobachten. Dabei entstanden viele Impulse seine eigen Position zu hinterfragen. In der historischen Verortung wird in dem Roman das Leben zum Mittelpunkt. Zwischen Person, Vorstellung und Welt die von politischen Ereignissen geprägt ist. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass nicht nur Paarbeziehungen so relevant für die Identitätsbildung wären, sondern beispielsweise Freundschaften oder lose Beobachtungen die auch tiefe Kerben in die Charaktere schlagen können.
Philosophische Fragen im Setting des Prager Frühlings.
Mein erstes Buch von Milan Kundera. Die Geschichte selbst ist einfach gestrickt, ohne besondere Epik, ohne besonderes Drama. Man begleitet die insgesamt 4 Hauptcharaktere (+ Hund), verbunden durch alltägliche (Liebes-)affären, durch ihr Leben und ihre Krisen in Zeiten Prager Frühling. Die Handlungen werden stets von Anekdoten, philosophischen Gedankengängen oder Wertungen des Autors unterbrochen (Themen: Religion, Körper/Seele, Liebe, Treue, Mitgefühl, Politik), die dem Buch den hohen intellektuellen Wert verleihen; die eigentliche Geschichte aber eher zu einer großen Zweckmetapher verkommen lassen. Dennoch sind die Figuren voller Liebe und Menschlichkeit, voller Facetten, mit denen jeder mal mehr oder weniger mitfühlen kann, obwohl der Autor zuvor betont, dass sie nur Produkte seiner Fantasie sind. Selten haben sich Figuren so menschlich angefühlt. Kein Buch zum Mitfiebern, sondern zum Nachdenken und Mitfühlen.
Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen. Ich befürchte ich habe diese Geschichte eventuell einfach nicht verstanden. Es hatte wirklich etwas von Geschichte wie damals in der Schule. Und nebenbei der Spoiler im Klappentext ist wirklich ein Spoiler, denn das kommt im Buch gar nicht vor. Das war eines der Buch, die ich einfach nur ganz schnell wieder vergessen möchte. Zum Glück ist das schon fast geschehen. 2 von 3 Sternen.
Das Buch ist mein Februar Buch gewesen. Und es ist sprachlich absolut genial. Wie Psychologie und Philosophie hinein gearbeitet worden sind ist absolut faszinierend. Im Prinzip begleiten wir als Leser die mehr als toxische Liebe zwischen Teresa und Tomas. Vom kennenlernen der Beiden bis hin zu deren Tod. Mir persönlich war keine der Figuren im Kern sympathisch. Aber das war tatsächlich nicht schlimm, denn für das Buch musste man sie nicht sympathisch finden. Nur ihren Pfaden folgen. Und die sind echt ganz verschlungen, ziemlich verheddert und manchmal wirr. Mir hat hierbei sehr gut gefallen das der Autor alles in sehr kurze Kapitel verpackt hat. Damit konnte er sich pro Kapitel auf eine oder mehrere Fragen über mehrere Kapitel verteilt stellen. Was er beides auf wirklich interessante Weise geschafft hat. Dennoch ist das Buch nicht wirklich für jeden geeignet. Es spricht Themen an die oft nicht leicht verständlich sind sondern sich deren tieferer Sinn erst im Laufe des Buches eröffnet. Meistens dann, wenn man den Anfang der Frage bereits wieder vergessen hat. Somit ist das Buch mehr oder weniger eine Allegorie an das Leben selbst in dem man zwischen der Leichtigkeit und der Schwere hin und her geworfen wird, nur Sekunden hat sich zu entscheiden wie man reagiert. Es reißt dich mit wenn du dich auf dieses Buch einlässt. Es kann dich aber auch einfach links liegen lassen und ohne dich weiter ziehen. Meinerseits gerade wegen der Tiefe die es in sich hat eine Lese Empfehlung!
Dieses Buch habe ich vor Jahren entdeckt und seitdem lag es auf meinem SUB. Jetzt habe ich es endlich von diesem befreit, aber eine ganze Weile daran gelesen, da es teils schwer war, alles in Gänze zu begreifen.
Kundera wirft einen faszinierenden Blick auf Liebe, Freiheit und Schicksal – zwischen Prag und Paris, zwischen Philosophie und Intimität. Die Sprache ist elegant und oft poetisch, manchmal aber auch schwerfällig und distanziert. Gerade die ständigen Reflexionen über „Leichtigkeit“ und „Schwere“ sind spannend, können aber auch etwas verkopft wirken. Es finden sich viele schöne Zitate, interessante Vergleiche und bedeutsame Wendungen. Leider kommen die Frauen im Buch vielmals nicht so gut weg und ich hätte mir insgesamt mehr starke, gefestigtere Charaktere gewünscht. Stellenweise plätschert das Buch auch ein wenig richtungslos und verwirrend dahin. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, ohne dass man ihn unbedingt „verschlingen“ muss. Für alle, die Lust auf tiefere Gedanken und existenzielle Fragen haben, definitiv lesenswert – für schnelle Unterhaltung eher weniger.

Puh. Puh puh puh. Kommt mir schon bisschen overrated vor, das Ganze. Der Hauptcharakter Tomas ist ein unsympathischer Player, der in seinem Gehirn ungefähr keinen anderen Gedanken als den an Sex zulässt, Teresa eine Person mit so wenig Selbstbewusstsein, dass ich sie kontinuierlich bemitleidet habe und von Sabina und Franz fange ich gar nicht erst an. Einzig und allein mit Karenin (der Hündin!) habe ich mich verbunden gefühlt. Würde mich mal interessieren, wie Kundera mir das auslegen würde. Dass Kundera die Geschichte ständig unterbricht, um den LeserInnen semi-philosophisch darzulegen, was gerade passiert, hat mich meist eher genervt, als dass ich daraus neue Erkenntnisse gezogen habe. Gleichzeitig hat mich die ungewöhnliche Erzählweise dann doch in ihren Bann gezogen und es gab auch 3, 4 Stellen, die mir neue Sichtweisen aufgezeigt haben. S.109 „Franz dagegen ist überzeugt, daß in der Trennung des Lebens in eine private und eine öffentliche Sphäre die Quelle aller Lügen liegt: Man ist ein anderer im Privatleben als in der Öffentlichkeit. »In der Wahrheit leben« bedeutet für ihn, die Barriere zwischen Privat und Öffentlich niederzureißen. Er zitiert gern den Satz von André Breton, der besagt, daß er gern »in einem Glashaus« gelebt hätte, »wo es keine Geheimnisse gibt und das allen Blicken offensteht«.“ S. 187 „Er tat Dinge, an denen ihm überhaupt nichts lag, und das genoß er. Er begriff plötzlich das Glück von Menschen (die er bisher bemitleidet hatte), die einem Beruf nachgehen, zu dem sie kein inneres »Es muß sein« nötigt, den sie in dem Moment vergessen können, da sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Diese glückselige Gleichgültigkeit hatte er noch nie empfunden. Wenn ihm manchmal auf dem Operationstisch etwas nicht so geglückt war, wie er es wollte, war er verzweifelt und konnte nicht schlafen.“ S. 215 „Nehmen wir an, daß es im Weltall einen Planeten gibt, auf dem alleMenschen noch einmal geboren werden. Sie werden sich an ihr Leben auf der Erde erinnern und sich aller Erfahrungen, die sie dort gesammelt haben, bewußt sein. Vielleicht gibt es noch einen Planeten, auf dem wir alle ein drittes Mal geboren werden, mit den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Leben. Und vielleicht gibt es noch weit mehr Planeten, auf denen die Menschheit neu geboren wird, immer um einen Grad (um ein Leben) reifer. Das ist Tomas' Version von der Ewigen Wiederkehr. Wir auf der Erde (auf dem Planeten Nummer eins, auf dem Planeten der Unerfahrenheit), wir können uns nur eine sehr unklare Vorstellung machen, was mit dem Menschen auf den anderen Planeten geschehen wird. Wird er klüger sein? Liegt die Reife überhaupt in den Möglichkeiten des Menschen? Kann er sie durch Wiederholung erlangen? Einzig in der Perspektive dieser Utopie ist es möglich, die Begriffe Optimismus und Pessimismus sinnvoll zu verwenden: ein Optimist ist jemand, der glaubt, auf dem Planeten Nummer fünf sei die Geschichte der Menschheit weniger blutig. Ein Pessimist ist jemand, der das nicht glaubt.
Eine vielschichtige Geschichte. Die Liebesbeziehung zwischen Teresa und Tomas ist der rote Faden, aber es geht um vieles mehr. Wie beeinflusst ein politisches System den Menschen? Was ist Liebe? Was ist Lust? Was macht uns Menschen aus? Wie ist unser Verhältnis zu Tieren und sind sie die besseren Menschen? Es gibt viel zum Nachdenken, aber die Fülle der Themen, die Abschweifungen machen es teilweise schwer/zäh, das Buch zu lesen. Und bei manchem hat sich mir nicht erschlossen, was eigentlich damit gesagt werden soll.
Ich hatte dieses Buch schon lange auf dem SuB, ich habe damals relativ wahllos bei den Büchern aus der SZ Edition zugegriffen. Nachdem ich ein paar Bücher aus der Reihe gelesen hatte, war ich recht skeptisch, denn die meisten davon haben mir nicht zugesagt. Ich verstehe es nicht, aber ich habe mit preisgekrönten Autoren aus dem nicht anglo-amerikanischen Raum sehr oft Probleme, ich habe den Eindruck, dass in Deutschland und anderen Ländern die Sicht auf das, was “große Literatur” ist, eine andere ist. Mir gefallen doch Werke von Hilary Mantel und Ian McEwan!? Ich weiß es nicht, vielleicht sind mir Bücher wie die aus der SZ Bibliothek einfach zu “intellektuell”. Von diesem Buch war ich zunächst überrascht, es las sich für meine Begriffe besser, als ich erwartet hatte. Und das, obwohl ich Liebesromane eigentlich nicht so mag. Hier ist es jedoch von Anfang an so, dass eben nicht alles rosa und himmelblau ist, denn das zentrale Liebespaar, Tomas und Teresa, hat von Anfang an zu kämpfen, denn Tomas ist notorischer Fremdgänger und auch nicht gewillt, dies aufzugeben. Die Geschichte der beiden spielt sich vor dem Hintergrund des Prager Frühlings und der anschließenden Invasion der Sowjetarmee ab, daher ist das Buch auch in gewissem Sinne ein politischer Gesellschaftsroman. Wir erleben Tomas’ (der ein erfolgreicher Chirurg ist) und Teresas Abstieg aufgrund politischen Ungehorsams und die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den tschechischen Intellektuellen mit. Milan Kundera philosophiert stellenweise auch, was deutlich abgesetzt ist von der Romanhandlung. Ich konnte dem auch einigermaßen folgen. Das zentrale Thema des Romans bleibt jedoch die Beziehung zwischen Tomas und Teresa, ihr Umgang mit dem Betrug. Ich hatte gesagt, dass ich zunächst positiv überrascht war. Dann kamen jedoch Szenen, die ich nicht nur verwirrend fand, bei denen mir nicht klar war, ob das jetzt wieder einer von Teresas Albträumen war, was ich vermute. Das Buch springt auch plötzlich zu anderen Personen, vornehmlich Sabina, eine der Freundinnen von Tomas. Da der Autor frühzeitig vorwegnimmt, was mit den Hauptpersonen passiert, fand ich den Rest des Buches dann streckenweise einfach nicht mehr so interessant. Einen sehr positiven Aspekt möchte ich noch betonen: Wie ihr wisst, liebe ich Tiere über alles, und Milan Kunderas Einstellung zu Tieren gefällt mir sehr gut. Ich möchte folgendes Zitat nennen: “Und deshalb ist es so gefährlich, ein Tier in eine belebte Maschine, eine Kuh in einen Milchautomaten zu verwandeln: der Mensch schneidet auf diese Weise die Schnur durch, die ihn mit dem Paradies verbindet, und nichts wird ihn aufhalten, nichts wird ihn trösten können auf seinem Flug durch die Leere der Zeit.” (in meiner Ausgabe auf Seite 270) Das ist mir äußerst sympathisch. Die Rolle des Hundes von Teresa und Tomas fand ich deshalb auch sehr wichtig und bewegend. Insgesamt ging es mir mit dem Buch ähnlich wie mit “Deutschstunde” von Siegfried Lenz: Ich erkenne den literarischen Wert des Romans, er konnte mich jedoch inhaltlich nicht begeistern. Dennoch ein lesenswertes, philosophisches Werk.
Leichtigkeit ist genau das, was ich mir das ganze Buch über gewünscht habe. Vielleicht bin ich zu jung, aber ich habe einfach so gar nicht in die Geschichte rein gefunden & mich fürchterlich lange durch diese 300 Seiten gequält. Ständig ist die Geschichte hin und her gesprungen, es gab zwischendurch (eigenartige) wissenschaftliche (?) Passagen & ich kann gar nicht so richtig sagen, was ich da eigentlich gelesen habe.
Milan Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ hat mich zwiegespalten. Die Geschichte, die psychologische Tiefe und die Liebesbeziehungen fand ich faszinierend. Doch immer, wenn ich in die Handlung eintauchen wollte, unterbrachen lange philosophische und historische Exkurse den Lesefluss. Das machte es schwer, wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Trotzdem ein beeindruckendes Buch, das zum Nachdenken anregt – auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, einfach im Drama versinken zu können.
Das Buch ist seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch. Ich habe es schon mehrfach durchgelesen und bin einfach sehr begeistert von Milan Kunderas Schreibstil. Es zieht mich total in den Bann und ich möchte gar keinen anderen Autor mehr lesen. Leider sind seine „Werke“ nicht so einfach zu bekommen, wie andere Bücher.
Ein Roman, der leicht und zugleich so schwer ist. Anfangs dachte ich, das Buch handelt nur von Tomas und Theresa, jedoch werden so viele Personen und Systeme thematisiert. Einerseits liest sich das Buch wie eine Art Liebesroman, andererseits gibt es Passagen, die es total in sich haben und zum Beispiel Kritik am Kommunismus üben. Total gut hat mir gefallen, dass Kundera hauptsächlich aus der Sicht von Tomas und Theresa geschrieben hat, gleichzeitig lässt er aber viele persönliche Kommentare einfließen (aus der ich-Perspektive), was nicht umständlicher bzw. abgehackter zu lesen war, sondern sich gut ins Gesamtbild eingefügt hat. Dieses Buch lädt definitiv dazu ein, noch einmal gelesen zu werden, um alles komplett zu verstehen. Ein wahres Meisterwerk, nicht nur der tschechischen Literatur.
An sich mag ich es eigentlich aber...
Es ist wirklich sehr langatmig und ich finde es liest sich nicht besonders angenehm. Es ist schön geschrieben und das philosophische gibt dem ganzen einen extra Kick, doch man muss für so ein Buch in der Stimmung sein und in der bin ich zur Zeit eben nicht. Ich werde es bestimmt nochmal lesen wenn es sich ergibt doch vorerst werde ich es abbrechen müssen.

Ich glaube, dass dieses Buch eigentlich sehr gut ist. Leider habe ich es wohl zu einer für mich falschen Zeit gelesen, da es doch keine leichte Kost ist, und viel zum Nachdenken einlädt. Wozu ich momentan einfach nicht den Nerv habe. Das Buch lebt sicherlich nicht von einer spannenden Geschichte sondern eher von philosophischen Ansätzen die zum Nachdenken anregen. Ich mochte sehr, dass die Prager bzw Tschechische Geschichte so um 1970 rum aufgegriffen wurde und auch einige Denkansätze haben mir gut gefallen. Ich werde dieses Buch sicher ein andermal nochmal lesen und hoffe, dass ich es dann besser genießen kann.
Ist es wirklich die unerträgliche Leichtigkeit des Seins unter der wir Menschen leiden? Oder ist es die erträgliche Schwere, die mal leichter und mal schwerer wird, welche wir in uns tragen? Für jeden von uns ist die Antwort anders. Mal fühlen wir uns federleicht, mal drohen wir zu ersticken unter der Last der Welt.Kundera nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gefühlswelten seiner Figuren, die so unterschiedlich wie gleich sind, und man davon ausgehen kann, dass sie alle nur eine Person darstellen.
20 Minuten lesen. 10 Minuten denken.
Eigentlich finde ich es einen Wahnsinn wie aktuell das Buch immer noch ist- im Bezug auf das zwischenmenschliche. Das politische ist natürlich eine andere Frage. Ich hab nie das Gefühl gehabt, dass ich alle teile verstanden habe aber vielleicht ist das auch in Ordnung. Es spaltet auf jeden Fall die Meinungen. Erst vor ein paar Wochen wurde ich in einem Café angesprochen von einer jungen Serbin die es während Corona das dritte mal gelesen hat weil sie es so sehr liebt. Ich denke auch, dass man es immer wieder lesen kann und andere teile beginnt zu verstehen. Mich hat sehr viel von dem Buch berührt und ich habe mich immer wieder gesehen gefühlt. Nichtsdestotrotz finde ich die gewisse schwere macht es zu einem Buch, das ich immer wieder aufgegriffen habe zum lesen und anschließend erstmal verdauen muss. Daher die 20:10 Regel. Ich würde es wieder lesen.
Ich glaube, dass dieses Buch eigentlich sehr gut ist. Leider habe ich es wohl zu einer für mich falschen Zeit gelesen, da es doch keine leichte Kost ist, und viel zum Nachdenken einlädt. Wozu ich momentan einfach nicht den Nerv habe. Das Buch lebt sicherlich nicht von einer spannenden Geschichte sondern eher von philosophischen Ansätzen die zum Nachdenken anregen. Ich mochte sehr, dass die Prager bzw Tschechische Geschichte so um 1970 rum aufgegriffen wurde und auch einige Denkansätze haben mir gut gefallen. Ich werde dieses Buch sicher ein andermal nochmal lesen und hoffe, dass ich es dann besser genießen kann.
Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen. Ich befürchte ich habe diese Geschichte eventuell einfach nicht verstanden. Es hatte wirklich etwas von Geschichte wie damals in der Schule. Und nebenbei der Spoiler im Klappentext ist wirklich ein Spoiler, denn das kommt im Buch gar nicht vor. Das war eines der Buch, die ich einfach nur ganz schnell wieder vergessen möchte. Zum Glück ist das schon fast geschehen.
3,5 ⭐️ Ich fand das Buch hatte teilweise sehr gute Denkanstöße und hat gewisse Thematiken und unterschiedliche Beziehungsdynamiken geliefert, aber man merkt halt total alte Denkmuster und Rollenbilder, die starke Argumente des Autors nach wenigen Seiten wieder entkräften. Dennoch ein sehr schön geschriebenes Buch, wenn man den Schreibstil mag. Find die deutsche Übersetzung ähnelt da sehr anderen Werken der Literatur um 1900 beispielsweise Erich Kästner. Habe leider auch keine richtige Ahnung mehr was am Anfang passiert ist weil ich halt schon vor nem halben Jahr damit angefangen bin…











































