Purchase one of 1st World Library's Classic Books and help support our free internet library of downloadable eBooks. Visit us online at www.1stWorldLibrary.ORG - - When I wrote the following pages, or rather the bulk of them, I lived alone, in the woods, a mile from any neighbor, in a house which I had built myself, on the shore of Walden Pond, in Concord, Massachusetts, and earned my living by the labor of my hands only. I lived there two years and two months. At present I am a sojourner in civilized life again. I should not obtrude my affairs so much on the notice of my readers if very particular inquiries had not been made by my townsmen concerning my mode of life, which some would call impertinent, though they do not appear to me at all impertinent, but, considering the circumstances, very natural and pertinent. Some have asked what I got to eat; if I did not feel lonesome; if I was not afraid; and the like. Others have been curious to learn what portion of my income I devoted to charitable purposes; and some, who have large families, how many poor children I maintained. I will therefore ask those of my readers who feel no particular interest in me to pardon me if I undertake to answer some of these questions in this book. In most books, the I, or first person, is omitted; in this it will be retained; that, in respect to egotism, is the main difference. We commonly do not remember that it is, after all, always the first person that is speaking. I should not talk so much about myself if there were anybody else whom I knew as well. Unfortunately, I am confined to this theme by the narrowness of my experience. Moreover, I, on my side, require of every writer, first or last, a simple and sincere account of his own life, and not merely what he has heard of other men's lives; some such account as he would send to his kindred from a distant land; for if he has lived sincerely, it must have been in a distant land to me. Perhaps these pages are more particularly addressed to poor students. As for the rest of my readers, they will accept such portions as apply to them. I trust that none will stretch the seams in putting on the coat, for it may do good service to him whom it fits.
Ich frage mich, wie es Thoreau wohl in der heutigen Zeit ergehen würde 🤔
Nach einigen Startschwierigkeiten was den Schreibstil anging war ich sehr schnell drin in dem Buch, das sich doch eher wie ein Sachbuch liest. Es gibt herrliche Naturbeschreibungen, aber auch kritische Stellen, die auch in der heutigen Zeit noch zum Nachdenken anregen.
Ich muss sagen, ich hatte mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als der dann beschreibt wie er den See vermessen hat, war ich dann doch irgendwie ein bisschen raus 🤷🏼♀️
Alles in allem war es aber eine tolle Abwechslung zu meinen anderen aktuellen Büchern und ein ums andere Mal hatte ich auch das Bedürfnis einfach irgendwo hinziehen zu wollen, wo ich einfach meine Ruhe haben und der Natur lauschen kann.
Wer hat das Buch bereits gelesen oder klingt es interessant für euch?
Aug 10, 2022
3.0
Ich frage mich, wie es Thoreau wohl in der heutigen Zeit ergehen würde 🤔
Nach einigen Startschwierigkeiten was den Schreibstil anging war ich sehr schnell drin in dem Buch, das sich doch eher wie ein Sachbuch liest. Es gibt herrliche Naturbeschreibungen, aber auch kritische Stellen, die auch in der heutigen Zeit noch zum Nachdenken anregen.
Ich muss sagen, ich hatte mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als der dann beschreibt wie er den See vermessen hat, war ich dann doch irgendwie ein bisschen raus 🤷🏼♀️
Alles in allem war es aber eine tolle Abwechslung zu meinen anderen aktuellen Büchern und ein ums andere Mal hatte ich auch das Bedürfnis einfach irgendwo hinziehen zu wollen, wo ich einfach meine Ruhe haben und der Natur lauschen kann.
Wer hat das Buch bereits gelesen oder klingt es interessant für euch?
Ein Dichter zieht für zwei Jahre in die Natur und wird zum Naturwissenschaftler und Philosophen.
Das Buch ist herausfordernd. Während mir das Thema sehr gefällt und ich belohnt wurde, die Liebe zur Natur und vor allem zu diesem Fleckchen Erde in farbenprächtigen Worten ausgeschmückt zu bekommen, sind einige Passagen langatmig aber was noch schlimmer ist, sind die Kapitel, indem Thoreau sich als Kritiker aufspielt. Der erhobene Zeigefinger und die Selbstverherrlichung seiner "Taten und Gedanken" passen nicht zu dem Bild, welches er eigentlich von sich entwerfen will. In diesen Auszügen hätte ich dem Buch eine deutlich schlechtere Bewertung gegeben aber die Liebe zur Natur, die Beschreibung des Lebens darin, die Bilder der Vergänglichkeit und das Resümee stimmen mich wieder versöhnlich.
May 27, 2024
4.0
Ein Dichter zieht für zwei Jahre in die Natur und wird zum Naturwissenschaftler und Philosophen.
Das Buch ist herausfordernd. Während mir das Thema sehr gefällt und ich belohnt wurde, die Liebe zur Natur und vor allem zu diesem Fleckchen Erde in farbenprächtigen Worten ausgeschmückt zu bekommen, sind einige Passagen langatmig aber was noch schlimmer ist, sind die Kapitel, indem Thoreau sich als Kritiker aufspielt. Der erhobene Zeigefinger und die Selbstverherrlichung seiner "Taten und Gedanken" passen nicht zu dem Bild, welches er eigentlich von sich entwerfen will. In diesen Auszügen hätte ich dem Buch eine deutlich schlechtere Bewertung gegeben aber die Liebe zur Natur, die Beschreibung des Lebens darin, die Bilder der Vergänglichkeit und das Resümee stimmen mich wieder versöhnlich.
Das Buch besteht ganz klar aus 2 Teilen, die sich meiner Meinung nach inhaltlich und qualitativ unterscheiden.
Ersten 60%:
4 Sterne Niveau
Hier kommt er richtig in Fahrt und bricht eine essayistische Schimpftirade nach der anderen vom Zaun. Er zitiert altgriechische Texte und andere Philosophen und Gelehrte. Die Gedankengänge und Entscheidungen, die er trifft, um letztendlich am Waldensee in seiner Hütte zu landen, mit Bohnenfeldern und frohlockender Stimmung im Morgengrauen, schildert er für mich sehr unterhaltsam.
Ganz wunderbar sind seine Ausführungen zur Mode und den riesigen Häusern in denen wir wie Ungeziefer hausen. Schon bemerkenswert, wie tief er seine Gesellschaft analysiert.
Es gibt eine Situation, in der er sich eingesteht auch nicht seinem Anspruch zu genügen, fehlerhaft zu sein. Ansonsten kann man schon behaupten, dass er in dem Buch einen sehr selbstgerechten Ton anschlägt. Das muss man aushalten können.
Die letzten 40%:
2 Sterne Niveau
Er zergeht in transzendentaler Auflösung und seitenweisen Beschreibungen von Fauna und Flora, die einfach nicht interessant sind. Der schwülstige, pathetische Ton, ist hart an der Schmerzgrenze.
Das Buch ist ein guter Lehrmeister dafür, jemanden nicht direkt zu canceln, wenn eine haarsträubende These vertreten wird. Gerade für Menschen, die wenig Sinn für Spiritualität oder Religiosität haben, ergibt sich eine spezielle Challenge.
Er hat sehr gute Ansätze und neigt dann dazu, die Überlegungen so überspitzt und in Absolutismen mündend zu formulieren, dass es absurd wird und man sehr häufig laut schreiend widersprechen möchte.
Hier mal ein Beispiel:
"Wer aber möchte die Hoffnung mit einer Tasse heißen Kaffees, einer Kanne voll Tee vernichten? Oh, wie tief falle ich, wenn sie mich zu locken vermögen! Selbst Musik kann berauschend wirken. Solch scheinbar kleine Ursachen zerstörten Griechenland und Rom, sie werden auch England und Amerika zerstören.... Nicht die Qualität oder die Quantität, sondern das Zugeständnis an die Sinnlichkeit ist verächtlich. Speisen sollen zur Erhaltung unseres animalischen und zur Erweckung unseres intellektuellen Lebens, und nicht zur Nahrung für die Würmer dienen, die uns dereins besitzen werden .... Bei einem Denker ist Sinnlichkeit gleichbedeutend mit Geistesträgheit....Arbeit schafft Weisheit und Reinheit, Müßiggang dagegen Dummheit und Sinnlichkeit"
Oder so etwas, da bekomm ich Gänsehaut vor Unbehagen:
"Die Zeugungskraft, die uns verweichlicht und unrein macht, wenn wir ausschweifend sind, kräftigt und inspiriert uns, wenn wir keusch leben. Keuschheit ist des Menschen Blüte.... Der Mensch fließt sofort zu Gott, wenn der Kanal der Reinheit offen ist"
Am Ende hat er mich mit dieser süffisanten Aussage wieder etwas befriedet:
" Es gibt Leute, die am Morgenrot herumnörgeln würden, wenn sie einmal in ihrem Leben so früh aufgestanden wären"
Ansonsten muss man festhalten: der Mann ist ehr humorbefreit.
Und zum Schluss ein aus meiner Sicht sehr gelungenes Zitat:
" Wir sind solch klägliche Schiffer, dass unsere Gedanken meist an hafenloser Küste hin und her steuern, nur mit den Nothäfen, in den Buchten der Poesie vertraut sind, den Kurs auf öffentliche wohlbewachte Häfen hin nehmen, Trockendocks aufsuchen, wo sie für diese Welt wieder notdürftig zusammengehämmert werden und wo keine natürlichen Strömungen vorhanden sind, um sie zu individualisieren"
Insgesamt halte ich fest: zu Teilen sehr gelungenes Buch, das aufgrund des essayistischen Charakters viel zu lang ist. Irgendwann ist die Luft raus- auch wenn das Buch nur Häppchenweise gelesen wird.
Und das die Luft raus ist, hat in meinem Fall primär etwas mit seiner lobpreisenden, transzendentalen, pathetischen Art zu tun. Und dann haut er dem gebeutelten Leser gegen Ende so was um die Ohren : " Denn ich fühle, dass ich gar nicht genug übertreiben kann, um das Fundament eines wahren Ausdrucks zu legen"
DOCH, mein Lieber, das kannste!!!
Sep 3, 2024
3.0
Das Buch besteht ganz klar aus 2 Teilen, die sich meiner Meinung nach inhaltlich und qualitativ unterscheiden.
Ersten 60%:
4 Sterne Niveau
Hier kommt er richtig in Fahrt und bricht eine essayistische Schimpftirade nach der anderen vom Zaun. Er zitiert altgriechische Texte und andere Philosophen und Gelehrte. Die Gedankengänge und Entscheidungen, die er trifft, um letztendlich am Waldensee in seiner Hütte zu landen, mit Bohnenfeldern und frohlockender Stimmung im Morgengrauen, schildert er für mich sehr unterhaltsam.
Ganz wunderbar sind seine Ausführungen zur Mode und den riesigen Häusern in denen wir wie Ungeziefer hausen. Schon bemerkenswert, wie tief er seine Gesellschaft analysiert.
Es gibt eine Situation, in der er sich eingesteht auch nicht seinem Anspruch zu genügen, fehlerhaft zu sein. Ansonsten kann man schon behaupten, dass er in dem Buch einen sehr selbstgerechten Ton anschlägt. Das muss man aushalten können.
Die letzten 40%:
2 Sterne Niveau
Er zergeht in transzendentaler Auflösung und seitenweisen Beschreibungen von Fauna und Flora, die einfach nicht interessant sind. Der schwülstige, pathetische Ton, ist hart an der Schmerzgrenze.
Das Buch ist ein guter Lehrmeister dafür, jemanden nicht direkt zu canceln, wenn eine haarsträubende These vertreten wird. Gerade für Menschen, die wenig Sinn für Spiritualität oder Religiosität haben, ergibt sich eine spezielle Challenge.
Er hat sehr gute Ansätze und neigt dann dazu, die Überlegungen so überspitzt und in Absolutismen mündend zu formulieren, dass es absurd wird und man sehr häufig laut schreiend widersprechen möchte.
Hier mal ein Beispiel:
"Wer aber möchte die Hoffnung mit einer Tasse heißen Kaffees, einer Kanne voll Tee vernichten? Oh, wie tief falle ich, wenn sie mich zu locken vermögen! Selbst Musik kann berauschend wirken. Solch scheinbar kleine Ursachen zerstörten Griechenland und Rom, sie werden auch England und Amerika zerstören.... Nicht die Qualität oder die Quantität, sondern das Zugeständnis an die Sinnlichkeit ist verächtlich. Speisen sollen zur Erhaltung unseres animalischen und zur Erweckung unseres intellektuellen Lebens, und nicht zur Nahrung für die Würmer dienen, die uns dereins besitzen werden .... Bei einem Denker ist Sinnlichkeit gleichbedeutend mit Geistesträgheit....Arbeit schafft Weisheit und Reinheit, Müßiggang dagegen Dummheit und Sinnlichkeit"
Oder so etwas, da bekomm ich Gänsehaut vor Unbehagen:
"Die Zeugungskraft, die uns verweichlicht und unrein macht, wenn wir ausschweifend sind, kräftigt und inspiriert uns, wenn wir keusch leben. Keuschheit ist des Menschen Blüte.... Der Mensch fließt sofort zu Gott, wenn der Kanal der Reinheit offen ist"
Am Ende hat er mich mit dieser süffisanten Aussage wieder etwas befriedet:
" Es gibt Leute, die am Morgenrot herumnörgeln würden, wenn sie einmal in ihrem Leben so früh aufgestanden wären"
Ansonsten muss man festhalten: der Mann ist ehr humorbefreit.
Und zum Schluss ein aus meiner Sicht sehr gelungenes Zitat:
" Wir sind solch klägliche Schiffer, dass unsere Gedanken meist an hafenloser Küste hin und her steuern, nur mit den Nothäfen, in den Buchten der Poesie vertraut sind, den Kurs auf öffentliche wohlbewachte Häfen hin nehmen, Trockendocks aufsuchen, wo sie für diese Welt wieder notdürftig zusammengehämmert werden und wo keine natürlichen Strömungen vorhanden sind, um sie zu individualisieren"
Insgesamt halte ich fest: zu Teilen sehr gelungenes Buch, das aufgrund des essayistischen Charakters viel zu lang ist. Irgendwann ist die Luft raus- auch wenn das Buch nur Häppchenweise gelesen wird.
Und das die Luft raus ist, hat in meinem Fall primär etwas mit seiner lobpreisenden, transzendentalen, pathetischen Art zu tun. Und dann haut er dem gebeutelten Leser gegen Ende so was um die Ohren : " Denn ich fühle, dass ich gar nicht genug übertreiben kann, um das Fundament eines wahren Ausdrucks zu legen"
DOCH, mein Lieber, das kannste!!!