Die Anatomie der Einsamkeit
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Description
Ein kluger Roman über Sehnsucht, Mut und Hoffnung
Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen?
Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ...
Book Information
Author Description
Louise Pelt wurde 1982 in Hamburg geboren. Mit dem Kinderopernchor bereiste sie früh die Welt, studierte anschließend Anglistik und Germanistik und schrieb einige Jahre für Film und Theater. Ihr erstes Buch DIE HALBWERTSZEIT VON GLÜCK schrieb sie als Roman, obwohl vieles und viele dagegensprachen. Vielleicht ist Mut ihre größte Superkraft – auf jeden Fall aber hat er eine ihrer schönsten Geschichten hervorgebracht. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Alster und Elbe.
Posts
Jahr 2000: Claire ist eine erfolgreiche Anwältin und liebt Will. Sie arbeiten in der gleichen Kanzlei und so richtig glücklich ist Claire in der Beziehung nicht. Ihr fehlt was. Als sie erfährt, dass Will nicht ehrlich zu ihr war und sie dann auch noch eine tragische Nachricht über ihre Schwester bekommt, flüchtet sie an einen abgelegenen Ort um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Jahr 2022: Olive ist Journalistin, schreibt aber meist nur Horoskope. Als sie auf einem Bild an einer Leiche einen alten Kompass erkennt, den sie von ihrer Oma bekommen hat, wittert sie eine gute Story und macht sich zusammen mit dem Fotografen Tom, auf den Weg nach Hamburg. Eine spannende und emotionale Familiengeschichte, die zurückgeht bis zur Zeit des 2. Weltkriegs. Es gibt 2 Erzählstränge, die wechseln sich ab und dazwischen finden wir noch Gedichte von 1941 - 1953. Das mochte ich sehr gern, da man einen wunderbaren Einblick in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Protagonistin bekam. Ich hab auch selber lange gerätselt wie die beiden Geschichten jetzt zueinander finden können. Die Auflösung war dann für mich doch etwas überraschend aber stimmig. Die Autorin will uns hier aufzeigen wie Traumatas vererbt werden können. Das kam allerdings etwas kurz, hätte gern noch intensiver sein können. Die Story ist aber toll. Für alle Leser, die Romane mit Familiengeheimnissen mögen, eine ganz klare Empfehlung.
Ein leiser, aber tief berührender Roman über Einsamkeit, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit. 🖤 Zwei Frauen, zwei Zeitebenen – verbunden durch einen scheinbar wertlosen Kompass, der mehr als nur ein Relikt der Vergangenheit ist. Pelts Schreibstil? Poetisch, aber nie kitschig. Ihre Figuren? Vielschichtig, greifbar, melancholisch. Besonders beeindruckend: das subtile, aber kunstvolle Zusammenspiel der Erzählstränge – ein Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt. ✨ Wer atmosphärisch dichte, emotionale Geschichten liebt, wird hier fündig. Ich bin spätestens jetzt Louise-Pelt-Fan! 💫📖 #Rezensionsexemplar
Ein Buch, das ich niemals wieder vergessen werde!
Olive ist Journalistin und träumt von einer ganz großen Geschichte. Als ein Geschenk ihrer Großmutter- ein alter Kompass - sie auf eine interessante Geschichte stößt, wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Einsamkeit und dem was ihr fehlt konfrontiert, sie muss auch feststellen, dass sie eigentlich nie wirklich wusste, wer ihre Großmutter ist. 20 Jahre vorher macht Claire Karriere, als die Nachricht über den Tod ihrer Schwester sie umwirft und sie auf die Insel, auf der ihre Schwester lebte, flieht. Claire findet dort lauter Zeichnungen, darunter eine von einem alten Kompass… Mich hat der Titel von „Die Anatomie der Einsamkeit“ von Louise Pelt angesprochen und nach dem Lesen des Klappentextes habe ich es mir gekauft. Mir fehlen die Worte für diese außergewöhnliche Geschichte. Ab der ersten Seite war ich davon gefesselt und bin gemeinsam mit Olive und Claire in die Wahrheit über eine Vergangenheit hineingezogen worden, die unfassbar ist. Die Autorin hat der Einsamkeit - inmitten des Lebens und unter Menschen - ein Gesicht gegeben. Sie hat ihr eine Stimme verliehen, deren Klang ich kenne und sie hat sie dabei so echt und intensiv klingen lassen, dass ich mich gesehen gefühlt habe und zugleich ganz viel mit Olive und Claire geteilt habe. Diese Geschichte ist voller Spannung, sie ist emotional und zärtlich, dabei aber auch wild, manchmal fast brutal und zerbrechlich zugleich. Ich war sprachlos über das was ans Licht gekommen ist, habe mitgefiebert und gehofft. Auch habe ich mich gefragt, wie gut wir einen Menschen eigentlich wirklich kennen können und war traurig über die Lasten, die Menschen alleine tragen, ohne sich je jemandem anzuvertrauen. Dieser Roman ist ein absolutes Forever-Highlight, das ich nie vergessen werde. Mir stehen beim Schreiben die Tränen in den Augen, so bewegt bin ich noch immer… Es gibt 5 von 5 Sternen von mir. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Wunderbar, tiefgründig und emotional
Direkt auf den ersten Seiten ist mir wieder der wunderbare Schreibstil von Louise Pelt aufgefallen. Die Autorin beschreibt die Szenerie auf mehreren Zeitebenen so emotional und malerisch, dass sich die Geschichte vor meinem inneren Auge abgespielt hat. Ich bin kein Zitatjäger, aber wäre ich einer, dann hätte ich hier wohl einiges zu tun gehabt, da ich so manchen Satz zwei Mal gelesen habe, weil er etwas mit mir gemacht hat. Großes Kino! Dabei wirkt die Geschichte auf den ersten Blick nicht einmal neu. Ein Mix aus geheimnisvoller Familiengeschichte und einem Road-Movie – doch das Buch ist so viel mehr. Es bietet spannende Frauenrollen in einer ebenso spannenden Geschichte, die mit unerwarteten Wendungen daherkommt und spricht sensibel Themen an – Verlust, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Familie – und wie der Klappentext bereits sagt: Sehnsucht, Mut und Hoffnung. Okay, für meinen Geschmack haben sich zwischenzeitlich ein paar kleine Längen eingeschlichen, aber das ist wirklich Meckern auf Hohem Niveau. Ich habe Claire wirklich gern auf die Insel begleitet und Olive auf ihrer Reise aus der Einsamkeit, den Geheimnissen ihrer Familie, aber auch zu sich selbst und war immer wieder erstaunt über die Wucht, die einzelne Sätze hatten und die Dynamik, die hier beim Lesen entstanden ist – aber auch über die Lösung des Rätsels, was hinter dem Kompass steckt. Wunderbar, tiefgründig und emotional.

𝙒𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙬𝙤𝙡𝙡𝙩𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙖𝙨 𝘽𝙪𝙘𝙝 𝙡𝙚𝙨𝙚𝙣? Nachdem der Vorgänger "Die Halbwertszeit von Glück" 2024 meine höchste Auszeichnung "Prädikat Lieblingsbuch" erhalten hat und es auch ein Jahreshighlight für mich war, bin ich fast ausgerastet, als ich damals gesehen habe, dass Ende Februar 2025, ein neues Buch erscheinen wird. Nun ist es endlich soweit und jetzt bin ich natürlich ganz gespannt, ob mich dieses Buch genauso begeistern kann. 𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen? Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ... 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Wieder einmal fand ich es großartig, wie alles miteinander verstrickt wurde. Louise Pelt ist für mich inzwischen ein Garant für spannende, emotionale Geschichten, die so miteinander verwoben sind, dass man das Gefühl hat, man würde einzelne Geschichten lesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Verschiedene Personen, verschiedene Orte und verschiedene Zeitebenen. Die ganze Zeit rätselt man mit, wie alles zusammenhängt. Durch Perspektivwechsel kam nie Langeweile auf, obwohl es für mich manchmal nicht schnell genug ging, das wiederum ist aber eher meiner eigenen Ungeduld geschuldet. Die Charaktere sind mir dabei sehr ans Herz gewachsen, sodass mich auch dieses Buch glücklich zurückgelassen hat. Am Ende flossen sogar noch ein paar Tränen, auch damit ist bei der Autorin fast immer mitzurechnen. Ich liebe diese Art von Geschichten, die so aufbaut sind. Weil eben durch die verschieben Erzählstränge der Spannungsbogen lange oben gehalten wird. Jetzt heißt es warten, bis wieder ein neues Buch erscheint. Ungeduld lässt grüßen 🙈. Wer diese Bücher aber genauso liebt wie ich und es auch nicht erwarten kann, dem möchte ich auch noch die anderen Bücher der Autorin (unter Lucy Astner) ans Herz legen. Ebenso gut! 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: Bin wieder begeistert!

Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍. Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt. Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal. In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden. Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern. Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor. 22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche. Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich? Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉. Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt. 'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin. Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.

Die Idee war spannend, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.
Nachdem mir das erste Buch von Louise Pelt richtig gut gefallen hat, war ich gespannt auf ihren neuen Roman „Anatomie der Einsamkeit“. Der Aufbau erinnert an ihr Debüt: Es gibt wieder mehrere Hauptfiguren und verschiedene Zeitebenen. In einem Erzählstrang geht es um Claire, eine Amerikanerin. Anfang der 2000er bekommt sie die Nachricht, dass ihre Zwillingsschwester Iris gestorben ist. Die beiden hatten schon lange keinen Kontakt mehr. Iris’ Tod wirbelt Claires Leben durcheinander. Sie reist zu dem Ort, an dem ihre Schwester zuletzt gelebt hat. Dort trifft sie Iris’ Freunde und beginnt, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Nach und nach wird ihr klar, was ihr wirklich wichtig ist und was sie loslassen muss. Der zweite Handlungsstrang spielt 20 Jahre später. Olive, eine englische Journalistin in ihren Dreißigern, sorgt sich um ihre Großmutter, die dement ist. Von ihr hat Olive einen alten Kompass geerbt. Dieser Kompass spielt eine große Rolle in der Geschichte. Olive hat beruflich bisher wenig Erfolg gehabt, doch nun will sie das unbedingt ändern. Sie geht zusammen mit einem Kollegen auf eine Reise quer durch Europa, um mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herauszufinden. Denn bei einer Leiche in Hamburg wurde ein identischer Kompass gefunden – und Olive will wissen, was es damit auf sich hat. Beide Frauen, Claire und Olive, haben ihr eigenes schweres Päckchen zu tragen. Beide müssen lernen, die Vergangenheit loszulassen und sich selbst neu zu finden und der Einsamkeit zu entkommen. Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, wie diese beiden Geschichten wohl zusammenhängen. Lange Zeit gab es dazu keine Hinweise und das machte mich neugierig. Mir persönlich hat der Teil über Claire deutlich besser gefallen. Ihre Geschichte wirkte glaubwürdiger und war eher berührend. Bei Olive hingegen hatte ich Mühe, einen Zugang zu finden. Sie kam mir oft zu naiv vor. Auch die eingebaute Liebesgeschichte fand ich vorhersehbar und unpassend. Dieser Teil der Geschichte fühlte sich für mich nicht stimmig an. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum Olive so viel Aufwand wegen eines Kompasses betreibt. Warum ausgerechnet dieser sie so plötzlich antreibt. Nur weil bei einer Leiche irgendwo in Europa zufällig ein ähnlich aussehender Kompass gefunden wird, würde ich nicht gleich durch Europa reisen, um herauszufinden, was dahintersteckt. Das wirkte auf mich sehr konstruiert und wenig realistisch. Auch das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Nach über 400 Seiten voller Details wurde alles viel zu schnell aufgelöst. Das Ende bzw. die letzten Kapitel wirkten gehetzt. Hier hätte man mehr daraus machen können. Der Schreibstil war zwar flüssig und angenehm zu lesen, aber das Buch konnte mich stellenweise nicht wirklich fesseln. Oft wirkte es oberflächlich, und manche Passagen passten für mich einfach nicht ins Gesamtbild. Die Geschichte hatte schöne und emotionale Momente, aber insgesamt war sie für mich nicht rund. Es gab zu viele Stellen, die gezwungen oder unlogisch wirkten. Die Idee war spannend, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.

Wundervoll!
𝔸𝕟𝕒𝕥𝕠𝕞𝕚𝕖 𝕕𝕖𝕣 𝔼𝕚𝕟𝕤𝕒𝕞𝕜𝕖𝕚𝕥 v. @louise.pelt Erschienen bei @bastei_luebbe Klappentext auf dem zweiten Swipe 👉🏼 Zunächst war ich einfach nur ins Cover verliebt, doch dahinter steckt so viel mehr! Louise Pelt ist mit „Die Anatomie der Einsamkeit“ ein bewegender Roman gelungen, der mit seiner feinfühligen Sprache und emotionalen Tiefe beeindruckt. Die Geschichten von Claire und Olive – jede in ihrer eigenen Zeitlinie und mit ihrem ganz persönlichen Schmerz – greifen Stück für Stück ineinander wie ein sorgfältig gelegtes Puzzle 🧩. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie diese - doch sehr unterschiedlichen - Geschichten zusammen hängen und weiter man liest, desto intensiver wird das emotionale Erleben und Verstehen! Es ist faszinierend zu sehen, wie die Autorin das Thema Einsamkeit in so vielen Facetten beleuchtet und dabei tiefe Gedanken, Ängste, aber auch Hoffnung transportiert. In manchen Momenten konnte ich mich selbst wiederfinden. >>…man muss nicht allein sein, um sich einsam zu fühlen…<< Doch was verbindet Claire und die Journalistin Olive? Ein alter Kompass wird zum Schlüssel einer berührenden Familiengeschichte, die über verschiedene Zeitebenen erzählt wird. Besonders gelungen sind die poetischen Gedichte, die wie kleine emotionale Inseln in die Handlung eingestreut sind und lange nachwirken. Schnell entsteht eine Ahnung, wer hinter diesen Zeilen steckt – und doch überrascht das Zusammenspiel der Erzählstränge immer wieder aufs Neue. Die Charaktere – ob Haupt- oder Nebenfiguren – sind vielschichtig, glaubwürdig und voller Emotionen gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, und gerade das macht sie so greifbar und authentisch. Ihre Entwicklung mitzuerleben, war eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich beim Lesen wirklich bewegt hat. Hätte nach dem ungewohnten Start nicht gedacht, dass es mich so begeistert! Es ist wirklich mal was anderes und es war mein erstes Buch der Autorin. 📗 ✍🏼 Meine Wertung: 🧭 🧭 🧭 🧭 🧭 & eine klare Leseempfehlung! Vielen Dank für das ReziExemplar, das hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Fesselnd und berührend! 3 bewegende Frauenschicksale und ein Kompass.
Coverliebe auf den ersten Blick! Hinter der Leichtigkeit und Farbenpracht, die das Cover ausstrahlt, steckt eine tiefsinnige, fesselnde und nachdenklich machende Geschichte über 3 Frauen, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden bzw. verloren haben, sich selber reflektieren müssen, den Mut haben neue Wege zu gehen, die Hoffnung nicht aus den Augen verlieren und dabei mit der Vergangenheit von geliebten Menschen konfrontiert werden. Die Geschichte steckt voller Tragödien und gleicht einem Puzzle, das Stück für Stück raffiniert zusammengesetzt wurde, mich neugierig auf die fortlaufenden Geschehnisse und die Offenlegung der Geheimnisse machte und mich am Ende mit den Zusammenhängen und der Auflösung überrascht hat. Alle Haupt- und Nebencharaktere sind so vielseitig ausgearbeitet worden, haben ihre guten und schlechten Seiten, transportieren reichlich Gefühle und erscheinen daher so lebensnah und authentisch. Was verbindet die auf der Überholspur befindliche Juristin Claire, die nach Anerkennung suchende Journalistin Olive und Mathilde, die im Krieg alle geliebten Menschen und ihre Seele verloren hat? Ein alter und geheimnisvoller Kompass spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit „Die Anatomie der Einsamkeit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt, die mich mit ihrer feinfühligen und fesselnden Erzählweise überrascht hat. Der Roman ist auf 3 verschiedenen Zeitebenen der Hauptcharaktere aufgebaut worden. Olives Erzählstrang findet im Jahr 2022 statt, als sie sich zusammen mit dem Fotografen Tom und mit Hilfe des Kompasses ihrer Großmutter Poppy auf die Spuren in deren Vergangenheit machen. Claire wird in ihrem Erzählpart im Jahr 2000 mit der Nachricht über den Tod ihrer Zwillingsschwester überrascht und sie macht sich auf den Weg ihren Nachlass zu sichten. Dabei stößt sie auf eine Zeichnung mit einem alten Kompass. Immer wieder unterbrochen werden diese beiden Erzählstränge durch sehr emotional geschriebene Gedichte aus den Jahren 1941 bis 1953, die von einer unbekannten Person verfasst wurden. Eine Ahnung kam schnell bei mir hoch, um wen es sich hier handeln könnte. Im Laufe der Geschehnisse kommt so viel Ungesagtes und Traumatisches ans Licht, sodass ich mit den Charakteren eine Achterbahnfahrt der Emotionen durchgemacht habe. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto intensiver werden die Gefühle und das Leseerlebnis. Ich fand es faszinierend, wie raffiniert Louise Pelt das Thema Einsamkeit in so vielfältiger Form mit in ihre Geschichte integriert hat, die daraus resultierenden Empfindungen und Gedanken zum Ausdruck bringt und welche Reaktionen sich daraus ergeben können. Nach all den bedrückenden und emotionalen Ereignissen in der Geschichte hat mich die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin das Buch aber mit einem Lächeln schließen lassen. Mein Fazit: Louise Pelt hat eine fesselnde Familiengeschichte erschaffen, die für mich auch gleichzeitig eine Charakterstudie war. Von mir erhält der Roman 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Einnehmend erzählt: Die Facetten der Einsamkeit
**** Worum geht es? **** Louise Pelt lädt mit diesem Buch dazu ein, drei unterschiedliche Schicksale der Einsamkeit auf drei verschiedenen Zeitebenen zu durchdringen. Jede der drei Frauen erlebt dabei ein ganz eigenes, individuelles Schicksal – und Einsamkeit in all ihren Facetten. **** Mein Eindruck **** Der Erzählstil der Autorin und ihre eindringliche Art, Situationen und Szenen zu beschreiben, haben mich von Beginn an in den Bann der Frauenschicksale gezogen. Ihr Ton ist leise, aber wirkungsvoll – inhaltlich einnehmend und feinfühlig umgesetzt. Besonders faszinierend war für mich, wie sich die Leben der Protagonistinnen auf subtile Weise miteinander verflechten. Der Kompass als Symbol für Orientierung und innere Ausrichtung ist dabei kunstvoll in die Geschichte eingewoben. Mit Mut und Entschlossenheit entfalten sich die unterschiedlichen Formen der Einsamkeit. Das Erzähltempo ist gemächlich – ich durfte mir Zeit nehmen, die Schicksale auf mich wirken zu lassen und eigene Deutungen zu entwickeln. Die drei Frauen haben mich tief berührt, jede auf ihre Weise, und so wollte ich unbedingt weiterlesen. Ich suchte nach einem Funken Hoffnung, wollte glauben, dass aus den Erben der Vergangenheit etwas Neues erwachsen kann – und dass Zeit keine Rolle spielt, wenn man sich nur richtig entscheidet. Was ich am Ende fand, war so viel mehr – und zugleich ganz anders. Doch genau das macht die Lektüre so besonders: die Authentizität und das tief empfundene Verständnis für Familienbande und Emotionen, das Louise Pelt durchgehend beweist. **** Empfehlung? **** Einfühlsam erzählte Familiengeheimnisse, bewegende Charaktere und ein eindringlicher Stil, der sich über drei Zeitebenen spannt. Louise Pelt verleiht dem Thema Einsamkeit einen neuen Glanz. Ihre Geschichten sollte man unbedingt entdecken.
Über das Nach-Hause-kommen
2 Frauen, 2 Erzählstränge und mehrere Zeitebenen – und trotzdem ist von Beginn an klar, dass es eine Verbindung geben muss. Über die Geschichte selbst will ich gar nicht so viel verraten, außer: sie hat mich von Seite 1 an in ihren Bann gezogen. Ein fließender, teilweise poetischer Schreibstil macht es unglaublich leicht, durch dieses Buch zu fliegen. Mich persönlich hat zudem fasziniert, wie die Erzählstränge letztlich zusammenlaufen und alles ein Bild ergibt. Kleines Minus – ACHTUNG SPOILER– Die Protagonisten waren mir teilweise zu überzeichnet, zu klischeehaft. Und warum muss immer überall noch eine (absolut vorhersehbare) Liebesgeschichte eingebaut werden? Wie so oft hätte auch dieses Buch das null gebraucht. Trotzdem: Schön! War ein tolles Leseerlebnis.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitlinien. Im Jahre 2000 begleiten wir Claire (aus New York) und im Jahr 2022 Olive (aus England). Und eigentlich geht es nicht nur um die Beiden. Es geht auch um Poppy. Olives Großmutter, denn bevor sie stark an Demenz erkrankte, hat sie Olive einen Kompass vermacht. Ein Unikat, ein Einzelstück, so sagte sie. Doch plötzlich taucht in Deutschland, in Hamburg, ein zweiter Kompass auf. In den Händen einer Leiche, die aufgrund eines Unwetters in einem Haus aufgetaucht ist... Dieser ruhig erzählte Roman verwebt die Frage, ob Einsamkeit vererbbar ist, mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte. Und das in augenscheinlich völlig unabhängig voneinander getrennten Erzählsträngen zu unterschiedlichen Zeiten, wo man aber von Anfang an das Gefühl bekommt, dass hier mehr dahinter steckt und auf eine Auflösung hin fiebert. Zum einen regt dieser toll geschriebene Roman zum Nachdenken an und zum anderen hat er trotzdem diese gewisse Art von Spannung, weil es so viele Fragen gibt, die es zu klären gilt. Für die Protagonistinnen, und für die Person, die das Buch in der Hand hält. Und zwischendrin gibt es sogar noch schön geschriebene Gedichte, die einen dritten Zeitstrahl Ende der 40er bis Anfang der 50er abbilden. Mehr werde ich über diese jedoch nicht verraten, denn sie könnten noch eine entscheidende Rolle spielen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Unterschiedliche Charaktere, die doch irgendwie viel gemeinsam haben, eine wunderschöne bildhafte Atmosphäre, die zum Nachdenken und Träumen anregt und eine spannende Suche nach der Wahrheit und nach sich selbst. 4,5 von 5 / 9 von 10 ⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵

Spannender Familienroman rund um drei Frauen
„Die Anatomie der Einsamkeit” von Louise Pelt Unbezahlte #Werbung, erschienen am 28.2.2025 mit 448 Seiten (Print) bei @bastei_luebbe. Ganz herzlichen Dank für das #Rezensionsexemplar über @netgalleyde. Olive träumt als Journalistin von einer großen Karriere, doch kommt beruflich nicht voran. Und auch privat läuft es so gar nicht. Ihre schwer demente Großmutter hat ihr einen Kompass geschenkt mit dem sie erst nicht viel anfangen kann. Doch als im Zusammenhang mit einem Toten genau dieser Kompass auftaucht, beginnt Olive ihr Familiengeschichte zu erforschen mit dem Gefühl, einer großen Story auf der Spur zu sein. In einer zweiten Zeitebene treffen wir auf Claire, deren Leben als Anwältin in New York durch die Nachricht über den Tod ihrer Schwester plötzlich stehen bleibt. Claires Spurensuche führt sie auf eine kleine Insel vor der Westküste der USA und in die Welt ihrer Zwillingsschwester Iris, der sie einst eng verbunden war. Doch der Kontakt war abgebrochen, worunter beide Schwestern gelitten haben. Auf der kleinen Felseninsel im Nirgendwo stößt Claire auf Zeichnungen ihrer Schwester, die sich ihr nach und nach erschließen. Auch die Freunde ihrer Schwester helfen Claire, einen Zugang zu der Verstorbenen zu finden und Claires verwundete Seele heilen zu lassen. Ein dritter Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Olives Großmutter, die nach dem Krieg eine andere war als davor. Louise Pelt erzählt hier feinfühlig drei sehr unterschiedliche Frauenleben, die letztlich eng miteinander verwoben sind. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Erst ab der Hälfte habe ich eine emotionale Verbindung zu Olive und Claire bekommen und dann hat mir dieser spannende Familienroman über die Suche nach den eigenen Ursprüngen und die Verbindung zur Vergangenheit mit dem heutigen Leben viel Freude gemacht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diesen großen Familienroman auf zwei Kontinenten mit historischen Spuren und einem wirklich sehr gelungenen Cover, das perfekt zur Geschichte passt.
Eine Geschichte ùber Schuld und Einsamkeit in einem Wohlfühl-Roman verpackt.
Stille war manchmal die schlimmste Art von Lärm.' (Seite 17) Zwei Protagonistinnen, zwei Zeitebenen und zusätzlich Gedichte aus längst vergangenen Zeiten. Claire und Olive, beide Frauen haben ihre Päckchen zu tragen, beide werden sich im Laufe des Buches neu finden, altes loslassen und Geheimnisse lüften. Es ist spannend den Weg der beiden zu verfolgen. Die kurzen Kapitel machen es zum einen leicht in die Geschichte hineinzukommen und zum anderen manchmal auch regelrecht kirre, weil die Kapitelenden meist offen sind bzw mit einem Cliffhanger daher kommen. Doch dann muss man sich erst einmal gedulden, weil das nächste Kapitel jeweils der anderen Frau gewidmet ist. Von Anfang an ist klar, es gibt eine Verbindung, aber bis kurz vor Schluss Tapete ich im Dunkeln. England, USA, Dänemark, Deutschland - quer durch diese Länder fúhrt uns das Buch. Es kam vor, dass ich nicht Recht wusste, wo ich nun gerade bin, die losen Enden führen am Schluss doch nachvollziehbar zusammen. Man sollte sich aber auf einige Zufälle einlassen können. 'Es gab Menschen, mit denen man wunderbar schweigen konnte, Menschen, in deren Beziehung Schweigen ein Qualitätsmerkmal war, eines, das auf Verständnis, Vertrauen und Zeit basierte.' (S. 103) Es geht um Einsamkeit, wie der Titel schon prophezeit. Es geht auch um individuelle Schuld oder besser gesagt um falsches Schuldempfinden. Nachhaltig beschäftigt hat mich der Einfluss dieser gefühlten Schuld. Bei den wichtigen Charakteren dieses Buches hat diese erst zur Einsamkeit geführt. Waren mir die Zufälle in diesem Buch zu konstruiert aber für einen Wohlfühl-Roman dennoch passend, fand ich genau diesen Aspekt von Schuld und Einsamkeit extrem real und schlüssig. Wieviel mehr im Einklang mit uns selbst könnten wir leben, wenn wir mit den uns nahestehenden wirklich kommunizieren und Konflikte bearbeiten anstatt sie zu ignorieren.
Leider nichts für mich.
Olive und Claire: Zwei Frauen, denen etwas im Leben fehlt. Die eine in England, die andere in den USA. Beide im Zweifel mit sich und der Welt, mit ihrer aktuellen Situation. Claire im Jahre 2000. Olive im Jahre 2022. Das Buch wird uns in zwei Handlungssträngen erzählt. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Handlungsstrang rund um Claire deutlich mehr interessiert hat, als der um Olive. Ich fand das Setting auf der Insel einfach so toll. Rau und barsch. Ich liebe so etwas. Zu Olive und Tom konnte ich leider gar keine Bindung aufbauen. Beide blieben mir fern. Auch die Zeit, in die uns die Suche von Olive und Tom führt, ist nicht unbedingt eine Zeit, in der ich gerne lese. Aber das ist eben mein ganz persönliches Gefühl und Behagen und hat nichts mit der Geschichte an sich zu tun. Trotzdem hat das natürlich Einfluss auf mein Leseverhalten. Das Buch war mir an manchen Stellen „zu rührselig“, wenn Ihr wisst was ich meine. Es hatte wirklich schöne Szenen, aber viele Gedanken kamen mir einfach too much, zu aufgesetzt vor. Natürlich soll es um die Einsamkeit gehen, die Menschen in sich spüren, obwohl sie vom Leben umgeben sind. Und Claire wird auf der Insel ja zur Einsamkeit gezwungen, fernab von der Zivilisation. Sie war auch vorher schon einsam und das fällt nun als geballte Ladung auf sie zurück. Aber mir waren so gewisse Gedankengänge zu aufgesetzt. Völlig auf sich alleine gestellt, ohne Ablenkungen von aussen, beginnt man sich zu Reflektieren. Das Leben an sich, seine Wünsche und Ängste. Aber so mancher Gedankengang war mir einfach zu klischeehaft. Der Schreibstil war flüssig und okay, konnte mich aber leider nicht nicht richtig fesseln. Teilweise wirkte er sehr oberflächlich auf mich. Meine Gedanken sind immer wieder abgedriftet. So richtig konnte mich der Schreibstil nicht ans Buch binden. Die Geschichte hatte wirklich schöne Momente und das Ende war für mich in Ordnung. Insgesamt ein Buch, welches sich flüssig lesen lässt, aber dessen Geschichte und Charaktere mich nicht richtig packen konnte. Der Inselpart hat mich etwas versöhnlich gestimmt, ansonsten muss ich leider sagen, dass das nicht meinen Geschichte war. Aber das ist ja nur mein ganz persönlicher Eindruck.

Poetisch, bis kitschig und dich navhdenklich
Ich habe sehr gebracht um in das Buch rein zukommen. Die zwei so komplett verschiedenen Erzählstränge haben mir das ein oder andere Kapitel mal überspringen lassen um es im Anschluss zu lesen... Einige Abende könnt ich es gut wieder weg legen. Kurz nach der Hälfte hab es dann aber entrinnen mehr :) Ein Buch über Einsamkeit, Scham, Reue, Traurigkeit und Familiengeschichten
"Die Anatomie der Einsamkeit" von Louise Pelt erzählt zwei Geschichten in unterschiedlichen Zeiten, die zunächst nichts miteinander zu tun haben – erst am Ende wird klar, wie ihre Geschichten verbunden sind. Ein spannendes Buch, das die verschiedenen Facetten der Einsamkeit beleuchtet. Berührend, gut geschrieben und absolut lesenswert.
Poetisch, nachfühlbar aber etwas zu kitachig
Ich habe sehr gebracht um in das Buch rein zukommen. Die zwei so komplett verschiedenen Erzählstränge haben mir das ein oder andere Kapitel mal überspringen lassen um es im Anschluss zu lesen... Einige Abende könnt ich es gut wieder weg legen. Kurz nach der Hälfte hab es dann aber entrinnen mehr :) Ein Buch über Einsamkeit, Scham, Reue, Traurigkeit und Familiengeschichten

Louise Pelt widmet sich in Die Anatomie der Einsamkeit erneut den großen Themen der Identität, familiären Bindungen und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Im Mittelpunkt steht die junge Journalistin Olive, die mit der Recherche zu einem alten Kompass nicht nur einer Geschichte auf der Spur ist, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit und Sehnsucht nach einem Zuhause. Parallel dazu entfaltet sich die Geschichte von Claire, die zwanzig Jahre zuvor nach dem Tod ihrer Schwester auf eine abgelegene Insel flieht – und dort auf dieselbe Spur stößt. Pelt verwebt die beiden Erzählstränge elegant miteinander. Die Verbindung zwischen Olive und Claire wird zwar erst allmählich deutlich, doch genau darin liegt ein Teil des Reizes: Das Puzzle setzt sich Stück für Stück zusammen, und die Auflösung ist – wenn auch nicht spektakulär – emotional stimmig. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet, insbesondere Olive mit ihrer stillen Rastlosigkeit und ihrem Wunsch, sich irgendwo zugehörig zu fühlen. Claire wirkt im Vergleich dazu etwas blasser, und manche ihrer Entscheidungen bleiben schwer nachvollziehbar. Dennoch gelingt es Pelt, die Atmosphäre der Einsamkeit – sei es in der Großstadt oder auf einer abgelegenen Insel – eindrucksvoll einzufangen. Stilistisch bleibt Pelt ihrer ruhigen, feinfühligen Sprache treu. Ihre Beschreibungen sind poetisch, ohne kitschig zu wirken, und das Motiv des Kompasses als Symbol für Orientierung – sowohl geografisch als auch emotional – zieht sich durch das gesamte Buch. Trotz all dieser Qualitäten bleibt Die Anatomie der Einsamkeit etwas hinter Pelts vorherigem Werk zurück. Es fehlt jener letzte Funke, der die Geschichte lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben lässt. Einige Passagen wirken langgezogen, und die emotionale Tiefe erreicht nicht ganz das Niveau, das man von der Autorin kennt.
"Ohne dich bin ich nicht ganz" flüsterte sie, und spürte im selben Augenblick, dass sie all die Jahre nie allein gewesen war. Und es niemals sein würde.
Eine Geschichte über 3 Frauen die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden oder verloren haben und den Mut aufbringen die Vergangenheit zu entschlüsseln und ihren Weg im Leben zu finden. Eine Geschichte über Einsamkeit obwohl man nicht allein ist und die Frage wie man seinen Weg findet. Tiefgründig, Emotional und absolut fesselnd. Große Empfehlung!
Einsamkeit, Freundschaft, Liebe, Trauma und das alles schlüssig miteinander verwoben
Louise pelt hat meiner Meinung nach hier ein sehr wichtiges Thema zum Roman gemacht. Einsamkeit zieht sich durch unsere Gesellschaft. Ihre Protagonistinnen stellen sich ihrer Realität. Entdecken die Unterschiede zwischen alleine sein und einsam sein. Ergründen das Wort "Zuhause" und erschaffen eine eigene Definition dafür. Es ist eine Geschichte, die sich locker und leicht lesen lässt. Dabei hat sie Tiefgang und wirkt noch nach. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Description
Ein kluger Roman über Sehnsucht, Mut und Hoffnung
Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen?
Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ...
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Author Description
Louise Pelt wurde 1982 in Hamburg geboren. Mit dem Kinderopernchor bereiste sie früh die Welt, studierte anschließend Anglistik und Germanistik und schrieb einige Jahre für Film und Theater. Ihr erstes Buch DIE HALBWERTSZEIT VON GLÜCK schrieb sie als Roman, obwohl vieles und viele dagegensprachen. Vielleicht ist Mut ihre größte Superkraft – auf jeden Fall aber hat er eine ihrer schönsten Geschichten hervorgebracht. Sie lebt mit ihrer Familie zwischen Alster und Elbe.
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Jahr 2000: Claire ist eine erfolgreiche Anwältin und liebt Will. Sie arbeiten in der gleichen Kanzlei und so richtig glücklich ist Claire in der Beziehung nicht. Ihr fehlt was. Als sie erfährt, dass Will nicht ehrlich zu ihr war und sie dann auch noch eine tragische Nachricht über ihre Schwester bekommt, flüchtet sie an einen abgelegenen Ort um sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Jahr 2022: Olive ist Journalistin, schreibt aber meist nur Horoskope. Als sie auf einem Bild an einer Leiche einen alten Kompass erkennt, den sie von ihrer Oma bekommen hat, wittert sie eine gute Story und macht sich zusammen mit dem Fotografen Tom, auf den Weg nach Hamburg. Eine spannende und emotionale Familiengeschichte, die zurückgeht bis zur Zeit des 2. Weltkriegs. Es gibt 2 Erzählstränge, die wechseln sich ab und dazwischen finden wir noch Gedichte von 1941 - 1953. Das mochte ich sehr gern, da man einen wunderbaren Einblick in die Gedanken und Gefühle der jeweiligen Protagonistin bekam. Ich hab auch selber lange gerätselt wie die beiden Geschichten jetzt zueinander finden können. Die Auflösung war dann für mich doch etwas überraschend aber stimmig. Die Autorin will uns hier aufzeigen wie Traumatas vererbt werden können. Das kam allerdings etwas kurz, hätte gern noch intensiver sein können. Die Story ist aber toll. Für alle Leser, die Romane mit Familiengeheimnissen mögen, eine ganz klare Empfehlung.
Ein leiser, aber tief berührender Roman über Einsamkeit, Verlust und die Suche nach Zugehörigkeit. 🖤 Zwei Frauen, zwei Zeitebenen – verbunden durch einen scheinbar wertlosen Kompass, der mehr als nur ein Relikt der Vergangenheit ist. Pelts Schreibstil? Poetisch, aber nie kitschig. Ihre Figuren? Vielschichtig, greifbar, melancholisch. Besonders beeindruckend: das subtile, aber kunstvolle Zusammenspiel der Erzählstränge – ein Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt. ✨ Wer atmosphärisch dichte, emotionale Geschichten liebt, wird hier fündig. Ich bin spätestens jetzt Louise-Pelt-Fan! 💫📖 #Rezensionsexemplar
Ein Buch, das ich niemals wieder vergessen werde!
Olive ist Journalistin und träumt von einer ganz großen Geschichte. Als ein Geschenk ihrer Großmutter- ein alter Kompass - sie auf eine interessante Geschichte stößt, wird sie nicht nur mit ihrer eigenen Einsamkeit und dem was ihr fehlt konfrontiert, sie muss auch feststellen, dass sie eigentlich nie wirklich wusste, wer ihre Großmutter ist. 20 Jahre vorher macht Claire Karriere, als die Nachricht über den Tod ihrer Schwester sie umwirft und sie auf die Insel, auf der ihre Schwester lebte, flieht. Claire findet dort lauter Zeichnungen, darunter eine von einem alten Kompass… Mich hat der Titel von „Die Anatomie der Einsamkeit“ von Louise Pelt angesprochen und nach dem Lesen des Klappentextes habe ich es mir gekauft. Mir fehlen die Worte für diese außergewöhnliche Geschichte. Ab der ersten Seite war ich davon gefesselt und bin gemeinsam mit Olive und Claire in die Wahrheit über eine Vergangenheit hineingezogen worden, die unfassbar ist. Die Autorin hat der Einsamkeit - inmitten des Lebens und unter Menschen - ein Gesicht gegeben. Sie hat ihr eine Stimme verliehen, deren Klang ich kenne und sie hat sie dabei so echt und intensiv klingen lassen, dass ich mich gesehen gefühlt habe und zugleich ganz viel mit Olive und Claire geteilt habe. Diese Geschichte ist voller Spannung, sie ist emotional und zärtlich, dabei aber auch wild, manchmal fast brutal und zerbrechlich zugleich. Ich war sprachlos über das was ans Licht gekommen ist, habe mitgefiebert und gehofft. Auch habe ich mich gefragt, wie gut wir einen Menschen eigentlich wirklich kennen können und war traurig über die Lasten, die Menschen alleine tragen, ohne sich je jemandem anzuvertrauen. Dieser Roman ist ein absolutes Forever-Highlight, das ich nie vergessen werde. Mir stehen beim Schreiben die Tränen in den Augen, so bewegt bin ich noch immer… Es gibt 5 von 5 Sternen von mir. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Wunderbar, tiefgründig und emotional
Direkt auf den ersten Seiten ist mir wieder der wunderbare Schreibstil von Louise Pelt aufgefallen. Die Autorin beschreibt die Szenerie auf mehreren Zeitebenen so emotional und malerisch, dass sich die Geschichte vor meinem inneren Auge abgespielt hat. Ich bin kein Zitatjäger, aber wäre ich einer, dann hätte ich hier wohl einiges zu tun gehabt, da ich so manchen Satz zwei Mal gelesen habe, weil er etwas mit mir gemacht hat. Großes Kino! Dabei wirkt die Geschichte auf den ersten Blick nicht einmal neu. Ein Mix aus geheimnisvoller Familiengeschichte und einem Road-Movie – doch das Buch ist so viel mehr. Es bietet spannende Frauenrollen in einer ebenso spannenden Geschichte, die mit unerwarteten Wendungen daherkommt und spricht sensibel Themen an – Verlust, der Wunsch nach Zugehörigkeit, Familie – und wie der Klappentext bereits sagt: Sehnsucht, Mut und Hoffnung. Okay, für meinen Geschmack haben sich zwischenzeitlich ein paar kleine Längen eingeschlichen, aber das ist wirklich Meckern auf Hohem Niveau. Ich habe Claire wirklich gern auf die Insel begleitet und Olive auf ihrer Reise aus der Einsamkeit, den Geheimnissen ihrer Familie, aber auch zu sich selbst und war immer wieder erstaunt über die Wucht, die einzelne Sätze hatten und die Dynamik, die hier beim Lesen entstanden ist – aber auch über die Lösung des Rätsels, was hinter dem Kompass steckt. Wunderbar, tiefgründig und emotional.

𝙒𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙬𝙤𝙡𝙡𝙩𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙖𝙨 𝘽𝙪𝙘𝙝 𝙡𝙚𝙨𝙚𝙣? Nachdem der Vorgänger "Die Halbwertszeit von Glück" 2024 meine höchste Auszeichnung "Prädikat Lieblingsbuch" erhalten hat und es auch ein Jahreshighlight für mich war, bin ich fast ausgerastet, als ich damals gesehen habe, dass Ende Februar 2025, ein neues Buch erscheinen wird. Nun ist es endlich soweit und jetzt bin ich natürlich ganz gespannt, ob mich dieses Buch genauso begeistern kann. 𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen? Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ... 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Wieder einmal fand ich es großartig, wie alles miteinander verstrickt wurde. Louise Pelt ist für mich inzwischen ein Garant für spannende, emotionale Geschichten, die so miteinander verwoben sind, dass man das Gefühl hat, man würde einzelne Geschichten lesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Verschiedene Personen, verschiedene Orte und verschiedene Zeitebenen. Die ganze Zeit rätselt man mit, wie alles zusammenhängt. Durch Perspektivwechsel kam nie Langeweile auf, obwohl es für mich manchmal nicht schnell genug ging, das wiederum ist aber eher meiner eigenen Ungeduld geschuldet. Die Charaktere sind mir dabei sehr ans Herz gewachsen, sodass mich auch dieses Buch glücklich zurückgelassen hat. Am Ende flossen sogar noch ein paar Tränen, auch damit ist bei der Autorin fast immer mitzurechnen. Ich liebe diese Art von Geschichten, die so aufbaut sind. Weil eben durch die verschieben Erzählstränge der Spannungsbogen lange oben gehalten wird. Jetzt heißt es warten, bis wieder ein neues Buch erscheint. Ungeduld lässt grüßen 🙈. Wer diese Bücher aber genauso liebt wie ich und es auch nicht erwarten kann, dem möchte ich auch noch die anderen Bücher der Autorin (unter Lucy Astner) ans Herz legen. Ebenso gut! 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: Bin wieder begeistert!

Als erstes muss ich das Cover erwähnen😍. Einfach schön und ich finde es so toll das 'Die Anatomie der Einsamkeit' so gut zum Vorgänger Roman 'Die Halbwertszeit von Glück' passt. Sowohl von Cover als auch vom Titel her. Ein schönes Wiedererkennungsmerkmal. In dem neusten Werk der Autorin Louise Pelt haben wir wieder unterschiedliche Zeitebenen in denen sich viele Geheimnisse der Vergangenheit befinden und die nach und nach aufgedeckt werden. Zwischendrin gibt es immer wieder schön geschriebene Gedichte, die das miträtseln noch etwas anfeuern. Im Jahr 2000 muss sich die erfolgreiche, aber nicht wirklich glückliche Anwältin Claire ihrem dunklen Kapitel mit ihrer verstorbenen Schwester Iris stellen und kommt dieser dabei näher als je zuvor. 22 Jahre später entdeckt die Journalisten Olive den Kompass ihrer Oma, ein vermeintliches Einzelstück, auf dem Bild einer vor kurzem entdeckten Leiche. Ist das die Story die sie braucht um endlich die Anerkennung ihrer Chefin zu erlangen, ist der Fotograf Tom, ihre Begleitung, wirklich ein so unsympathischer Schnösel und was ist in der Vergangenheit ihrer Oma alles geschehen, wer ist sie wirklich? Fragen über Fragen und die Antworten stehen im Buch 😉. Ich möchte ganz ehrlich sein...Dieser Roman kommt für mich nicht an 'Die Halbwertszeit von Glück' ran, denn den habe ich wirklich geliebt. 'Die Anatomie der Einsamkeit' ist schön geschrieben und angenehm zu lesen, aber hatte für mich auch seine Längen. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den Personen im Buch dieses mal nicht so warm geworden bin. Im Großen und Ganzen aber ein netter Roman mit Familiengeheimnissen, interessanten Wendungen und gut durchdachten Verstrebungen.

Die Idee war spannend, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.
Nachdem mir das erste Buch von Louise Pelt richtig gut gefallen hat, war ich gespannt auf ihren neuen Roman „Anatomie der Einsamkeit“. Der Aufbau erinnert an ihr Debüt: Es gibt wieder mehrere Hauptfiguren und verschiedene Zeitebenen. In einem Erzählstrang geht es um Claire, eine Amerikanerin. Anfang der 2000er bekommt sie die Nachricht, dass ihre Zwillingsschwester Iris gestorben ist. Die beiden hatten schon lange keinen Kontakt mehr. Iris’ Tod wirbelt Claires Leben durcheinander. Sie reist zu dem Ort, an dem ihre Schwester zuletzt gelebt hat. Dort trifft sie Iris’ Freunde und beginnt, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Nach und nach wird ihr klar, was ihr wirklich wichtig ist und was sie loslassen muss. Der zweite Handlungsstrang spielt 20 Jahre später. Olive, eine englische Journalistin in ihren Dreißigern, sorgt sich um ihre Großmutter, die dement ist. Von ihr hat Olive einen alten Kompass geerbt. Dieser Kompass spielt eine große Rolle in der Geschichte. Olive hat beruflich bisher wenig Erfolg gehabt, doch nun will sie das unbedingt ändern. Sie geht zusammen mit einem Kollegen auf eine Reise quer durch Europa, um mehr über die Vergangenheit ihrer Großmutter herauszufinden. Denn bei einer Leiche in Hamburg wurde ein identischer Kompass gefunden – und Olive will wissen, was es damit auf sich hat. Beide Frauen, Claire und Olive, haben ihr eigenes schweres Päckchen zu tragen. Beide müssen lernen, die Vergangenheit loszulassen und sich selbst neu zu finden und der Einsamkeit zu entkommen. Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, wie diese beiden Geschichten wohl zusammenhängen. Lange Zeit gab es dazu keine Hinweise und das machte mich neugierig. Mir persönlich hat der Teil über Claire deutlich besser gefallen. Ihre Geschichte wirkte glaubwürdiger und war eher berührend. Bei Olive hingegen hatte ich Mühe, einen Zugang zu finden. Sie kam mir oft zu naiv vor. Auch die eingebaute Liebesgeschichte fand ich vorhersehbar und unpassend. Dieser Teil der Geschichte fühlte sich für mich nicht stimmig an. Ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum Olive so viel Aufwand wegen eines Kompasses betreibt. Warum ausgerechnet dieser sie so plötzlich antreibt. Nur weil bei einer Leiche irgendwo in Europa zufällig ein ähnlich aussehender Kompass gefunden wird, würde ich nicht gleich durch Europa reisen, um herauszufinden, was dahintersteckt. Das wirkte auf mich sehr konstruiert und wenig realistisch. Auch das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Nach über 400 Seiten voller Details wurde alles viel zu schnell aufgelöst. Das Ende bzw. die letzten Kapitel wirkten gehetzt. Hier hätte man mehr daraus machen können. Der Schreibstil war zwar flüssig und angenehm zu lesen, aber das Buch konnte mich stellenweise nicht wirklich fesseln. Oft wirkte es oberflächlich, und manche Passagen passten für mich einfach nicht ins Gesamtbild. Die Geschichte hatte schöne und emotionale Momente, aber insgesamt war sie für mich nicht rund. Es gab zu viele Stellen, die gezwungen oder unlogisch wirkten. Die Idee war spannend, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht vollständig überzeugen.

Wundervoll!
𝔸𝕟𝕒𝕥𝕠𝕞𝕚𝕖 𝕕𝕖𝕣 𝔼𝕚𝕟𝕤𝕒𝕞𝕜𝕖𝕚𝕥 v. @louise.pelt Erschienen bei @bastei_luebbe Klappentext auf dem zweiten Swipe 👉🏼 Zunächst war ich einfach nur ins Cover verliebt, doch dahinter steckt so viel mehr! Louise Pelt ist mit „Die Anatomie der Einsamkeit“ ein bewegender Roman gelungen, der mit seiner feinfühligen Sprache und emotionalen Tiefe beeindruckt. Die Geschichten von Claire und Olive – jede in ihrer eigenen Zeitlinie und mit ihrem ganz persönlichen Schmerz – greifen Stück für Stück ineinander wie ein sorgfältig gelegtes Puzzle 🧩. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie diese - doch sehr unterschiedlichen - Geschichten zusammen hängen und weiter man liest, desto intensiver wird das emotionale Erleben und Verstehen! Es ist faszinierend zu sehen, wie die Autorin das Thema Einsamkeit in so vielen Facetten beleuchtet und dabei tiefe Gedanken, Ängste, aber auch Hoffnung transportiert. In manchen Momenten konnte ich mich selbst wiederfinden. >>…man muss nicht allein sein, um sich einsam zu fühlen…<< Doch was verbindet Claire und die Journalistin Olive? Ein alter Kompass wird zum Schlüssel einer berührenden Familiengeschichte, die über verschiedene Zeitebenen erzählt wird. Besonders gelungen sind die poetischen Gedichte, die wie kleine emotionale Inseln in die Handlung eingestreut sind und lange nachwirken. Schnell entsteht eine Ahnung, wer hinter diesen Zeilen steckt – und doch überrascht das Zusammenspiel der Erzählstränge immer wieder aufs Neue. Die Charaktere – ob Haupt- oder Nebenfiguren – sind vielschichtig, glaubwürdig und voller Emotionen gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, und gerade das macht sie so greifbar und authentisch. Ihre Entwicklung mitzuerleben, war eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich beim Lesen wirklich bewegt hat. Hätte nach dem ungewohnten Start nicht gedacht, dass es mich so begeistert! Es ist wirklich mal was anderes und es war mein erstes Buch der Autorin. 📗 ✍🏼 Meine Wertung: 🧭 🧭 🧭 🧭 🧭 & eine klare Leseempfehlung! Vielen Dank für das ReziExemplar, das hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Fesselnd und berührend! 3 bewegende Frauenschicksale und ein Kompass.
Coverliebe auf den ersten Blick! Hinter der Leichtigkeit und Farbenpracht, die das Cover ausstrahlt, steckt eine tiefsinnige, fesselnde und nachdenklich machende Geschichte über 3 Frauen, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden bzw. verloren haben, sich selber reflektieren müssen, den Mut haben neue Wege zu gehen, die Hoffnung nicht aus den Augen verlieren und dabei mit der Vergangenheit von geliebten Menschen konfrontiert werden. Die Geschichte steckt voller Tragödien und gleicht einem Puzzle, das Stück für Stück raffiniert zusammengesetzt wurde, mich neugierig auf die fortlaufenden Geschehnisse und die Offenlegung der Geheimnisse machte und mich am Ende mit den Zusammenhängen und der Auflösung überrascht hat. Alle Haupt- und Nebencharaktere sind so vielseitig ausgearbeitet worden, haben ihre guten und schlechten Seiten, transportieren reichlich Gefühle und erscheinen daher so lebensnah und authentisch. Was verbindet die auf der Überholspur befindliche Juristin Claire, die nach Anerkennung suchende Journalistin Olive und Mathilde, die im Krieg alle geliebten Menschen und ihre Seele verloren hat? Ein alter und geheimnisvoller Kompass spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit „Die Anatomie der Einsamkeit“ habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt, die mich mit ihrer feinfühligen und fesselnden Erzählweise überrascht hat. Der Roman ist auf 3 verschiedenen Zeitebenen der Hauptcharaktere aufgebaut worden. Olives Erzählstrang findet im Jahr 2022 statt, als sie sich zusammen mit dem Fotografen Tom und mit Hilfe des Kompasses ihrer Großmutter Poppy auf die Spuren in deren Vergangenheit machen. Claire wird in ihrem Erzählpart im Jahr 2000 mit der Nachricht über den Tod ihrer Zwillingsschwester überrascht und sie macht sich auf den Weg ihren Nachlass zu sichten. Dabei stößt sie auf eine Zeichnung mit einem alten Kompass. Immer wieder unterbrochen werden diese beiden Erzählstränge durch sehr emotional geschriebene Gedichte aus den Jahren 1941 bis 1953, die von einer unbekannten Person verfasst wurden. Eine Ahnung kam schnell bei mir hoch, um wen es sich hier handeln könnte. Im Laufe der Geschehnisse kommt so viel Ungesagtes und Traumatisches ans Licht, sodass ich mit den Charakteren eine Achterbahnfahrt der Emotionen durchgemacht habe. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto intensiver werden die Gefühle und das Leseerlebnis. Ich fand es faszinierend, wie raffiniert Louise Pelt das Thema Einsamkeit in so vielfältiger Form mit in ihre Geschichte integriert hat, die daraus resultierenden Empfindungen und Gedanken zum Ausdruck bringt und welche Reaktionen sich daraus ergeben können. Nach all den bedrückenden und emotionalen Ereignissen in der Geschichte hat mich die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin das Buch aber mit einem Lächeln schließen lassen. Mein Fazit: Louise Pelt hat eine fesselnde Familiengeschichte erschaffen, die für mich auch gleichzeitig eine Charakterstudie war. Von mir erhält der Roman 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Einnehmend erzählt: Die Facetten der Einsamkeit
**** Worum geht es? **** Louise Pelt lädt mit diesem Buch dazu ein, drei unterschiedliche Schicksale der Einsamkeit auf drei verschiedenen Zeitebenen zu durchdringen. Jede der drei Frauen erlebt dabei ein ganz eigenes, individuelles Schicksal – und Einsamkeit in all ihren Facetten. **** Mein Eindruck **** Der Erzählstil der Autorin und ihre eindringliche Art, Situationen und Szenen zu beschreiben, haben mich von Beginn an in den Bann der Frauenschicksale gezogen. Ihr Ton ist leise, aber wirkungsvoll – inhaltlich einnehmend und feinfühlig umgesetzt. Besonders faszinierend war für mich, wie sich die Leben der Protagonistinnen auf subtile Weise miteinander verflechten. Der Kompass als Symbol für Orientierung und innere Ausrichtung ist dabei kunstvoll in die Geschichte eingewoben. Mit Mut und Entschlossenheit entfalten sich die unterschiedlichen Formen der Einsamkeit. Das Erzähltempo ist gemächlich – ich durfte mir Zeit nehmen, die Schicksale auf mich wirken zu lassen und eigene Deutungen zu entwickeln. Die drei Frauen haben mich tief berührt, jede auf ihre Weise, und so wollte ich unbedingt weiterlesen. Ich suchte nach einem Funken Hoffnung, wollte glauben, dass aus den Erben der Vergangenheit etwas Neues erwachsen kann – und dass Zeit keine Rolle spielt, wenn man sich nur richtig entscheidet. Was ich am Ende fand, war so viel mehr – und zugleich ganz anders. Doch genau das macht die Lektüre so besonders: die Authentizität und das tief empfundene Verständnis für Familienbande und Emotionen, das Louise Pelt durchgehend beweist. **** Empfehlung? **** Einfühlsam erzählte Familiengeheimnisse, bewegende Charaktere und ein eindringlicher Stil, der sich über drei Zeitebenen spannt. Louise Pelt verleiht dem Thema Einsamkeit einen neuen Glanz. Ihre Geschichten sollte man unbedingt entdecken.
Über das Nach-Hause-kommen
2 Frauen, 2 Erzählstränge und mehrere Zeitebenen – und trotzdem ist von Beginn an klar, dass es eine Verbindung geben muss. Über die Geschichte selbst will ich gar nicht so viel verraten, außer: sie hat mich von Seite 1 an in ihren Bann gezogen. Ein fließender, teilweise poetischer Schreibstil macht es unglaublich leicht, durch dieses Buch zu fliegen. Mich persönlich hat zudem fasziniert, wie die Erzählstränge letztlich zusammenlaufen und alles ein Bild ergibt. Kleines Minus – ACHTUNG SPOILER– Die Protagonisten waren mir teilweise zu überzeichnet, zu klischeehaft. Und warum muss immer überall noch eine (absolut vorhersehbare) Liebesgeschichte eingebaut werden? Wie so oft hätte auch dieses Buch das null gebraucht. Trotzdem: Schön! War ein tolles Leseerlebnis.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitlinien. Im Jahre 2000 begleiten wir Claire (aus New York) und im Jahr 2022 Olive (aus England). Und eigentlich geht es nicht nur um die Beiden. Es geht auch um Poppy. Olives Großmutter, denn bevor sie stark an Demenz erkrankte, hat sie Olive einen Kompass vermacht. Ein Unikat, ein Einzelstück, so sagte sie. Doch plötzlich taucht in Deutschland, in Hamburg, ein zweiter Kompass auf. In den Händen einer Leiche, die aufgrund eines Unwetters in einem Haus aufgetaucht ist... Dieser ruhig erzählte Roman verwebt die Frage, ob Einsamkeit vererbbar ist, mit einer geheimnisvollen Familiengeschichte. Und das in augenscheinlich völlig unabhängig voneinander getrennten Erzählsträngen zu unterschiedlichen Zeiten, wo man aber von Anfang an das Gefühl bekommt, dass hier mehr dahinter steckt und auf eine Auflösung hin fiebert. Zum einen regt dieser toll geschriebene Roman zum Nachdenken an und zum anderen hat er trotzdem diese gewisse Art von Spannung, weil es so viele Fragen gibt, die es zu klären gilt. Für die Protagonistinnen, und für die Person, die das Buch in der Hand hält. Und zwischendrin gibt es sogar noch schön geschriebene Gedichte, die einen dritten Zeitstrahl Ende der 40er bis Anfang der 50er abbilden. Mehr werde ich über diese jedoch nicht verraten, denn sie könnten noch eine entscheidende Rolle spielen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Unterschiedliche Charaktere, die doch irgendwie viel gemeinsam haben, eine wunderschöne bildhafte Atmosphäre, die zum Nachdenken und Träumen anregt und eine spannende Suche nach der Wahrheit und nach sich selbst. 4,5 von 5 / 9 von 10 ⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵⛵

Spannender Familienroman rund um drei Frauen
„Die Anatomie der Einsamkeit” von Louise Pelt Unbezahlte #Werbung, erschienen am 28.2.2025 mit 448 Seiten (Print) bei @bastei_luebbe. Ganz herzlichen Dank für das #Rezensionsexemplar über @netgalleyde. Olive träumt als Journalistin von einer großen Karriere, doch kommt beruflich nicht voran. Und auch privat läuft es so gar nicht. Ihre schwer demente Großmutter hat ihr einen Kompass geschenkt mit dem sie erst nicht viel anfangen kann. Doch als im Zusammenhang mit einem Toten genau dieser Kompass auftaucht, beginnt Olive ihr Familiengeschichte zu erforschen mit dem Gefühl, einer großen Story auf der Spur zu sein. In einer zweiten Zeitebene treffen wir auf Claire, deren Leben als Anwältin in New York durch die Nachricht über den Tod ihrer Schwester plötzlich stehen bleibt. Claires Spurensuche führt sie auf eine kleine Insel vor der Westküste der USA und in die Welt ihrer Zwillingsschwester Iris, der sie einst eng verbunden war. Doch der Kontakt war abgebrochen, worunter beide Schwestern gelitten haben. Auf der kleinen Felseninsel im Nirgendwo stößt Claire auf Zeichnungen ihrer Schwester, die sich ihr nach und nach erschließen. Auch die Freunde ihrer Schwester helfen Claire, einen Zugang zu der Verstorbenen zu finden und Claires verwundete Seele heilen zu lassen. Ein dritter Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Olives Großmutter, die nach dem Krieg eine andere war als davor. Louise Pelt erzählt hier feinfühlig drei sehr unterschiedliche Frauenleben, die letztlich eng miteinander verwoben sind. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden. Erst ab der Hälfte habe ich eine emotionale Verbindung zu Olive und Claire bekommen und dann hat mir dieser spannende Familienroman über die Suche nach den eigenen Ursprüngen und die Verbindung zur Vergangenheit mit dem heutigen Leben viel Freude gemacht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diesen großen Familienroman auf zwei Kontinenten mit historischen Spuren und einem wirklich sehr gelungenen Cover, das perfekt zur Geschichte passt.
Eine Geschichte ùber Schuld und Einsamkeit in einem Wohlfühl-Roman verpackt.
Stille war manchmal die schlimmste Art von Lärm.' (Seite 17) Zwei Protagonistinnen, zwei Zeitebenen und zusätzlich Gedichte aus längst vergangenen Zeiten. Claire und Olive, beide Frauen haben ihre Päckchen zu tragen, beide werden sich im Laufe des Buches neu finden, altes loslassen und Geheimnisse lüften. Es ist spannend den Weg der beiden zu verfolgen. Die kurzen Kapitel machen es zum einen leicht in die Geschichte hineinzukommen und zum anderen manchmal auch regelrecht kirre, weil die Kapitelenden meist offen sind bzw mit einem Cliffhanger daher kommen. Doch dann muss man sich erst einmal gedulden, weil das nächste Kapitel jeweils der anderen Frau gewidmet ist. Von Anfang an ist klar, es gibt eine Verbindung, aber bis kurz vor Schluss Tapete ich im Dunkeln. England, USA, Dänemark, Deutschland - quer durch diese Länder fúhrt uns das Buch. Es kam vor, dass ich nicht Recht wusste, wo ich nun gerade bin, die losen Enden führen am Schluss doch nachvollziehbar zusammen. Man sollte sich aber auf einige Zufälle einlassen können. 'Es gab Menschen, mit denen man wunderbar schweigen konnte, Menschen, in deren Beziehung Schweigen ein Qualitätsmerkmal war, eines, das auf Verständnis, Vertrauen und Zeit basierte.' (S. 103) Es geht um Einsamkeit, wie der Titel schon prophezeit. Es geht auch um individuelle Schuld oder besser gesagt um falsches Schuldempfinden. Nachhaltig beschäftigt hat mich der Einfluss dieser gefühlten Schuld. Bei den wichtigen Charakteren dieses Buches hat diese erst zur Einsamkeit geführt. Waren mir die Zufälle in diesem Buch zu konstruiert aber für einen Wohlfühl-Roman dennoch passend, fand ich genau diesen Aspekt von Schuld und Einsamkeit extrem real und schlüssig. Wieviel mehr im Einklang mit uns selbst könnten wir leben, wenn wir mit den uns nahestehenden wirklich kommunizieren und Konflikte bearbeiten anstatt sie zu ignorieren.
Leider nichts für mich.
Olive und Claire: Zwei Frauen, denen etwas im Leben fehlt. Die eine in England, die andere in den USA. Beide im Zweifel mit sich und der Welt, mit ihrer aktuellen Situation. Claire im Jahre 2000. Olive im Jahre 2022. Das Buch wird uns in zwei Handlungssträngen erzählt. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Handlungsstrang rund um Claire deutlich mehr interessiert hat, als der um Olive. Ich fand das Setting auf der Insel einfach so toll. Rau und barsch. Ich liebe so etwas. Zu Olive und Tom konnte ich leider gar keine Bindung aufbauen. Beide blieben mir fern. Auch die Zeit, in die uns die Suche von Olive und Tom führt, ist nicht unbedingt eine Zeit, in der ich gerne lese. Aber das ist eben mein ganz persönliches Gefühl und Behagen und hat nichts mit der Geschichte an sich zu tun. Trotzdem hat das natürlich Einfluss auf mein Leseverhalten. Das Buch war mir an manchen Stellen „zu rührselig“, wenn Ihr wisst was ich meine. Es hatte wirklich schöne Szenen, aber viele Gedanken kamen mir einfach too much, zu aufgesetzt vor. Natürlich soll es um die Einsamkeit gehen, die Menschen in sich spüren, obwohl sie vom Leben umgeben sind. Und Claire wird auf der Insel ja zur Einsamkeit gezwungen, fernab von der Zivilisation. Sie war auch vorher schon einsam und das fällt nun als geballte Ladung auf sie zurück. Aber mir waren so gewisse Gedankengänge zu aufgesetzt. Völlig auf sich alleine gestellt, ohne Ablenkungen von aussen, beginnt man sich zu Reflektieren. Das Leben an sich, seine Wünsche und Ängste. Aber so mancher Gedankengang war mir einfach zu klischeehaft. Der Schreibstil war flüssig und okay, konnte mich aber leider nicht nicht richtig fesseln. Teilweise wirkte er sehr oberflächlich auf mich. Meine Gedanken sind immer wieder abgedriftet. So richtig konnte mich der Schreibstil nicht ans Buch binden. Die Geschichte hatte wirklich schöne Momente und das Ende war für mich in Ordnung. Insgesamt ein Buch, welches sich flüssig lesen lässt, aber dessen Geschichte und Charaktere mich nicht richtig packen konnte. Der Inselpart hat mich etwas versöhnlich gestimmt, ansonsten muss ich leider sagen, dass das nicht meinen Geschichte war. Aber das ist ja nur mein ganz persönlicher Eindruck.

Poetisch, bis kitschig und dich navhdenklich
Ich habe sehr gebracht um in das Buch rein zukommen. Die zwei so komplett verschiedenen Erzählstränge haben mir das ein oder andere Kapitel mal überspringen lassen um es im Anschluss zu lesen... Einige Abende könnt ich es gut wieder weg legen. Kurz nach der Hälfte hab es dann aber entrinnen mehr :) Ein Buch über Einsamkeit, Scham, Reue, Traurigkeit und Familiengeschichten
"Die Anatomie der Einsamkeit" von Louise Pelt erzählt zwei Geschichten in unterschiedlichen Zeiten, die zunächst nichts miteinander zu tun haben – erst am Ende wird klar, wie ihre Geschichten verbunden sind. Ein spannendes Buch, das die verschiedenen Facetten der Einsamkeit beleuchtet. Berührend, gut geschrieben und absolut lesenswert.
Poetisch, nachfühlbar aber etwas zu kitachig
Ich habe sehr gebracht um in das Buch rein zukommen. Die zwei so komplett verschiedenen Erzählstränge haben mir das ein oder andere Kapitel mal überspringen lassen um es im Anschluss zu lesen... Einige Abende könnt ich es gut wieder weg legen. Kurz nach der Hälfte hab es dann aber entrinnen mehr :) Ein Buch über Einsamkeit, Scham, Reue, Traurigkeit und Familiengeschichten

Louise Pelt widmet sich in Die Anatomie der Einsamkeit erneut den großen Themen der Identität, familiären Bindungen und dem Wunsch nach Zugehörigkeit. Im Mittelpunkt steht die junge Journalistin Olive, die mit der Recherche zu einem alten Kompass nicht nur einer Geschichte auf der Spur ist, sondern auch ihrer eigenen Vergangenheit und Sehnsucht nach einem Zuhause. Parallel dazu entfaltet sich die Geschichte von Claire, die zwanzig Jahre zuvor nach dem Tod ihrer Schwester auf eine abgelegene Insel flieht – und dort auf dieselbe Spur stößt. Pelt verwebt die beiden Erzählstränge elegant miteinander. Die Verbindung zwischen Olive und Claire wird zwar erst allmählich deutlich, doch genau darin liegt ein Teil des Reizes: Das Puzzle setzt sich Stück für Stück zusammen, und die Auflösung ist – wenn auch nicht spektakulär – emotional stimmig. Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet, insbesondere Olive mit ihrer stillen Rastlosigkeit und ihrem Wunsch, sich irgendwo zugehörig zu fühlen. Claire wirkt im Vergleich dazu etwas blasser, und manche ihrer Entscheidungen bleiben schwer nachvollziehbar. Dennoch gelingt es Pelt, die Atmosphäre der Einsamkeit – sei es in der Großstadt oder auf einer abgelegenen Insel – eindrucksvoll einzufangen. Stilistisch bleibt Pelt ihrer ruhigen, feinfühligen Sprache treu. Ihre Beschreibungen sind poetisch, ohne kitschig zu wirken, und das Motiv des Kompasses als Symbol für Orientierung – sowohl geografisch als auch emotional – zieht sich durch das gesamte Buch. Trotz all dieser Qualitäten bleibt Die Anatomie der Einsamkeit etwas hinter Pelts vorherigem Werk zurück. Es fehlt jener letzte Funke, der die Geschichte lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleiben lässt. Einige Passagen wirken langgezogen, und die emotionale Tiefe erreicht nicht ganz das Niveau, das man von der Autorin kennt.
"Ohne dich bin ich nicht ganz" flüsterte sie, und spürte im selben Augenblick, dass sie all die Jahre nie allein gewesen war. Und es niemals sein würde.
Eine Geschichte über 3 Frauen die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden oder verloren haben und den Mut aufbringen die Vergangenheit zu entschlüsseln und ihren Weg im Leben zu finden. Eine Geschichte über Einsamkeit obwohl man nicht allein ist und die Frage wie man seinen Weg findet. Tiefgründig, Emotional und absolut fesselnd. Große Empfehlung!
Einsamkeit, Freundschaft, Liebe, Trauma und das alles schlüssig miteinander verwoben
Louise pelt hat meiner Meinung nach hier ein sehr wichtiges Thema zum Roman gemacht. Einsamkeit zieht sich durch unsere Gesellschaft. Ihre Protagonistinnen stellen sich ihrer Realität. Entdecken die Unterschiede zwischen alleine sein und einsam sein. Ergründen das Wort "Zuhause" und erschaffen eine eigene Definition dafür. Es ist eine Geschichte, die sich locker und leicht lesen lässt. Dabei hat sie Tiefgang und wirkt noch nach. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

































