A beautiful new limited edition paperback of The Little Friend, published as part of the Bloomsbury Modern Classics list The sunlit rails gleamed like dark mercury, arteries branching out silver from the switch points; the old telegraph poles were shaggy with kudzu and Virginia creeper and, above them, rose the water tower, its surface all washed out by the sun. Harriet, cautiously, stepped towards it in the weedy clearing. Around and around it she walked, around the rusted metal legs. One day is never, ever discussed by the Cleve family. The day that nine-year-old Robin was found hanging by the neck from a tree in their front garden. Twelve years later the family are no nearer to uncovering the truth of what happened to him. Inspired by Houdini and Robert Louis Stevenson, twelve-year-old Harriet sets out to find her brother's murderer - and punish him. But what starts out as a child's game soon becomes a dangerous journey into the menacing underworld of a small Mississippi town.
Ich habe alle Bücher von Donna Tartt gelesen und dies mag ich am wenigsten. Es hat im Mittelteil extreme Längen und Ausschweifungen. Wenn sie sich auf das Hauptthema konzentriert hätte, wäre es eine richtig gute Story geworden.
Mar 16, 2026
3.0
Ich habe alle Bücher von Donna Tartt gelesen und dies mag ich am wenigsten. Es hat im Mittelteil extreme Längen und Ausschweifungen. Wenn sie sich auf das Hauptthema konzentriert hätte, wäre es eine richtig gute Story geworden.
Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Familiengeschichte.
Auch wenn sie sich an manchen Stellen etwas zieht (eher in der Mitte), z. B. durch Anekdoten, die nicht unbedingt mit der Handlung zu tun haben. Zwar muss man hier etwas Geduld mitbringen, aber auch das trägt zur Atmosphäre des Buches bei. Die Charaktere haben dadurch Zeit, sich zu entwickeln.
Mar 1, 2026
4.0
Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Familiengeschichte.
Auch wenn sie sich an manchen Stellen etwas zieht (eher in der Mitte), z. B. durch Anekdoten, die nicht unbedingt mit der Handlung zu tun haben. Zwar muss man hier etwas Geduld mitbringen, aber auch das trägt zur Atmosphäre des Buches bei. Die Charaktere haben dadurch Zeit, sich zu entwickeln.
»Das war also das Geheimnis, das Captain Scott und Lazarus und Robin teilten und das sogar der Kater in seiner letzten Stunde kennengelernt hatte: Das war es — der Übergang in das Buntglasfenster. Als man Scotts Zelt acht Monate später fand, lagen Bowers und Wilson in ihren über den Köpfen geschlossenen Schlafsäcken, und Scott lag in einem offenen Schlafsack und hatte einen Arm über Wilson gelegt. Dort die Antarktis und hier ein frischer grüner Morgen im Mai, aber die Gestalt unter ihrer Handfläche war hart wie Eis. […] ›Es ist schade‹, hatte Scott mit seiner erstarrenden Hand geschrieben, als das Weiß der weißen Unendlichkeit sanft näher rückte und die matte Bleistiftschrift auf dem weißen Papier immer matter wurde, ›aber ich glaube, ich kann nicht mehr schreiben.‹«
—————
Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨
In einem Song: You’re Gonna Go Far — Noah Kahan
In einem Wort: unvollendet
Inhaltliches:
Harriet saß »angeschnallt in ihrer Wippe und starrte ihre Mutter mit großen, ernsten Augen an«, als ihr großer Bruder Robin ermordet wurde, ihre Schwester Allison »saß auf dem Gehweg und hatte den Daumen im Mund« (S.22). Robin »hing mit dem Hals an einem Strick, der über einen niedrigen Ast des Tupelobaums geschlungen war, der an der ausgewucherten Lingusterhecke zwischen Charlottes und Mrs. Fountains Haus stand« (S.27).
»Obwohl sie nicht einmal sechs Monate alt gewesen war, als Robin starb, sagte Harriet, sie könne sich an ihn erinnern, und Allison und die übrigen Cleves glaubten, dass dies wahrscheinlich der Wahrheit entsprach« (S.41) und im Alter von zwölf Jahren beschließt Harriet, den noch immer ungeklärten Mord an ihrem Bruder Robin aufzuklären.
Persönliches:
Es bereitete mir große Lesefreude, Harriet und ihren besten Freund Hely auf der Jagd nach dem Mörder ihres Bruders Robin zu folgen und sie auf ihren kindlichen Abenteuern zu begleiten, wenn sie »im Werkzeugschuppen hinter Harriets Haus [saßen], in den sie sich seit Kindheitstagen zurückzogen, wenn sie unter vier Augen miteinander reden wollten«, Wasser gossen auf die von »Chester versteckte[n] ›Kool‹-Zigaretten (einmal hatte Hely in einem Anfall von Niedertracht darauf gepinkelt)« und Tee füllten in seine Flaschen mit ›Kentucky Tavern‹-Whiskey. »Chester hatte sie nie verpetzt, weil er die Zigaretten und den Whiskey gar nicht haben durfte« (S.195f), wenn sie eine Kobra jagten oder sich mit den gefährlichsten Brüdern der County anlegen, die in ihrem Camper Methamphetamin kochten. Und ich musste lachen, wenn Donna Tartt davon erzählt, dass Hely »nicht gut in Baseball [war], er wurde immer als Letzter von denen, die nicht schwul oder behindert waren, in ein Team gewählt« (S.468).
Doch im Gegensatz zur ›Geheimen Geschichte‹ und zum ›Distelfink‹ fühlt sich das gesamte Buch an wie unnötig in die Länge gezogene Folgen einer Serie, die zu Beginn einer Staffel ein großes Abenteuer ankündigt, das nie kommt. Denn — Spoilerwarnung —, Harriet weiß auf der letzten Seite des Buchs über den Mörder ihres Bruders genauso viel wie auf der ersten Seite. Und im Nachhinein fühlen sich Harriets und Helys Abenteuer für mich an wie Filler-Folgen einer Geschichte, die überhaupt nicht erzählt wurde.
— Gibt noch eine ganz schöne Stelle zum Ende des Buches, die das Zitat oben ganz gut abrundet und die ich deswegen hier gern kontextlos noch anfügen möchte: »Am Ende — ganz am Ende, als der Wind die Zeltwand blähte und eindrückte, als eine einzelne Kerzenflamme auf dem verlorenen Kontinent blakte —, hatte Captain Scott mit tauben Fingern in einem kleinen Notizbuch von seinem Scheitern geschrieben. Ja, er hatte tapfer das Unmögliche in Angriff genommen, hatte den toten, nie bereisten Mittelpunkt der Welt erreicht: aber umsonst. Alle Tagträume hatten ihn im Stich gelassen. Und ihr wurde klar, wie traurig er gewesen sein musste, dort draußen in der antarktischen Nacht, Evans und Titus Oates schon verloren unter endlosem Schnee, Birdie und Dr. Wilson still und stumm in ihren Schlafsäcken, wo sie davontrieben und von grünen Wiesen träumten.«
— Ähnliche Leseerfahrungen: Hard Land (Benedict Wells)
Sep 18, 2024
3.5
»Das war also das Geheimnis, das Captain Scott und Lazarus und Robin teilten und das sogar der Kater in seiner letzten Stunde kennengelernt hatte: Das war es — der Übergang in das Buntglasfenster. Als man Scotts Zelt acht Monate später fand, lagen Bowers und Wilson in ihren über den Köpfen geschlossenen Schlafsäcken, und Scott lag in einem offenen Schlafsack und hatte einen Arm über Wilson gelegt. Dort die Antarktis und hier ein frischer grüner Morgen im Mai, aber die Gestalt unter ihrer Handfläche war hart wie Eis. […] ›Es ist schade‹, hatte Scott mit seiner erstarrenden Hand geschrieben, als das Weiß der weißen Unendlichkeit sanft näher rückte und die matte Bleistiftschrift auf dem weißen Papier immer matter wurde, ›aber ich glaube, ich kann nicht mehr schreiben.‹«
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Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨
In einem Song: You’re Gonna Go Far — Noah Kahan
In einem Wort: unvollendet
Inhaltliches:
Harriet saß »angeschnallt in ihrer Wippe und starrte ihre Mutter mit großen, ernsten Augen an«, als ihr großer Bruder Robin ermordet wurde, ihre Schwester Allison »saß auf dem Gehweg und hatte den Daumen im Mund« (S.22). Robin »hing mit dem Hals an einem Strick, der über einen niedrigen Ast des Tupelobaums geschlungen war, der an der ausgewucherten Lingusterhecke zwischen Charlottes und Mrs. Fountains Haus stand« (S.27).
»Obwohl sie nicht einmal sechs Monate alt gewesen war, als Robin starb, sagte Harriet, sie könne sich an ihn erinnern, und Allison und die übrigen Cleves glaubten, dass dies wahrscheinlich der Wahrheit entsprach« (S.41) und im Alter von zwölf Jahren beschließt Harriet, den noch immer ungeklärten Mord an ihrem Bruder Robin aufzuklären.
Persönliches:
Es bereitete mir große Lesefreude, Harriet und ihren besten Freund Hely auf der Jagd nach dem Mörder ihres Bruders Robin zu folgen und sie auf ihren kindlichen Abenteuern zu begleiten, wenn sie »im Werkzeugschuppen hinter Harriets Haus [saßen], in den sie sich seit Kindheitstagen zurückzogen, wenn sie unter vier Augen miteinander reden wollten«, Wasser gossen auf die von »Chester versteckte[n] ›Kool‹-Zigaretten (einmal hatte Hely in einem Anfall von Niedertracht darauf gepinkelt)« und Tee füllten in seine Flaschen mit ›Kentucky Tavern‹-Whiskey. »Chester hatte sie nie verpetzt, weil er die Zigaretten und den Whiskey gar nicht haben durfte« (S.195f), wenn sie eine Kobra jagten oder sich mit den gefährlichsten Brüdern der County anlegen, die in ihrem Camper Methamphetamin kochten. Und ich musste lachen, wenn Donna Tartt davon erzählt, dass Hely »nicht gut in Baseball [war], er wurde immer als Letzter von denen, die nicht schwul oder behindert waren, in ein Team gewählt« (S.468).
Doch im Gegensatz zur ›Geheimen Geschichte‹ und zum ›Distelfink‹ fühlt sich das gesamte Buch an wie unnötig in die Länge gezogene Folgen einer Serie, die zu Beginn einer Staffel ein großes Abenteuer ankündigt, das nie kommt. Denn — Spoilerwarnung —, Harriet weiß auf der letzten Seite des Buchs über den Mörder ihres Bruders genauso viel wie auf der ersten Seite. Und im Nachhinein fühlen sich Harriets und Helys Abenteuer für mich an wie Filler-Folgen einer Geschichte, die überhaupt nicht erzählt wurde.
— Gibt noch eine ganz schöne Stelle zum Ende des Buches, die das Zitat oben ganz gut abrundet und die ich deswegen hier gern kontextlos noch anfügen möchte: »Am Ende — ganz am Ende, als der Wind die Zeltwand blähte und eindrückte, als eine einzelne Kerzenflamme auf dem verlorenen Kontinent blakte —, hatte Captain Scott mit tauben Fingern in einem kleinen Notizbuch von seinem Scheitern geschrieben. Ja, er hatte tapfer das Unmögliche in Angriff genommen, hatte den toten, nie bereisten Mittelpunkt der Welt erreicht: aber umsonst. Alle Tagträume hatten ihn im Stich gelassen. Und ihr wurde klar, wie traurig er gewesen sein musste, dort draußen in der antarktischen Nacht, Evans und Titus Oates schon verloren unter endlosem Schnee, Birdie und Dr. Wilson still und stumm in ihren Schlafsäcken, wo sie davontrieben und von grünen Wiesen träumten.«
— Ähnliche Leseerfahrungen: Hard Land (Benedict Wells)
Oh man… Nach dem Prolog bin ich auf jeden Fall bereits gefesselt, finde das Setting super, aber das N-Wort, welches auf den wenigen Seiten schon echt oft gedroppt wurde, verdirbt es einem irgendwie 😑 Dabei ist die Autorin und die Bucherscheinung doch gar nicht so alt?? Check ich nicht
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