Das Volk der Bäume
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Description
Book Information
Author Description
Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre.
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„Das Volk der Bäume“ ist ein Roman von Hanya Yanagihara, der 2013 veröffentlicht wurde. Er ist fiktional, aber inspiriert von realen Ereignissen, insbesondere vom Fall des Arztes D. Carleton Gajdusek, einem Nobelpreisträger, der später wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Hier geht es um ein brisantes Thema… Das Volk der Bäume erzählt biografisch, die Geschichte des Wissenschaftlers Norton Perina. Dieser entdeckte auf der mikronesischen Insel Ivu‘Ivu, ein Volk, dass extrem lange lebt. Er forscht hierzu nach und es stellt sich heraus, dass eine seltene Art einer Schildkröte, dafür verantwortlich ist. Diese Entdeckung bringt ihm den Nobelpreis ein. Seine Veröffentlichung hierzu, ändert allerdings alles, die Insel wird fortan vernichtet, um an das Schildkrötenfleisch zu gelangen. Perina adoptiert danach über 40 Kinder, die auf der Insel ihm immer wieder angeboten werden. Später wird er angeklagt, sich sexuell an den Kindern vergangen zu haben. Puh harte Kost, unwahrscheinlich gut geschrieben, schockierendes Thema…Der Roman ist als fiktive Autobiografie geschrieben, die Perina aus dem Gefängnis heraus verfasst. Ergänzt wird sie von Anmerkungen seines treuen Assistenten Ronald Kubodera, was eine vielschichtige und manipulative Erzählstruktur schafft. ▪️Insel ▪️ Natur ▪️ Opa‘ivu eke ▪️ langes Leben ▪️ Adoptieren ▪️ Kindesmissbrauch ▪️Wissenschaft ▪️Victor ▪️ Tallent ▪️
Mensch = Monster
Ja, es ist langatmig. Ja, man muss fokussiert lesen. Ja, es ist kein einfaches Thema. Ja, Menschen sind scheiße. Die Story, die sich auf der Insel und ihren Bewohnern abspielt, umfasst den Großteil der Story ist aber eig nur eine Nebenhandlung. Ich habe mich auf 4 Sterne aufgestockt, da ich im Nachinein viel drüber nachgedacht habe. Was macht uns eig aus? Wie weit würde ich für eine Sache gehen? Wann ist genug, genug? Und, wie viel Kontrolle kann, will und werde ich über andere ausüben? Es ist keine einfache Story und sollte mit bedacht gelesen werden und nicht nur weil es gerade "gehyped" wird. Der Erzähler warnt hier mehrfach inhaltlich darauf hin. Und unterbewusst übergehen wir dies, weil wir (s. Meine Fragen) uns selbst testen. Wie weit gehe ich? Will ich die Story hier beenden und will ich mehr? Kann ich mit der Entscheidung leben?
!!!
(enthält kleine Spoiler) Wie soll ich anfangen? Dies war das zweite Buch, das ich von Hanya gelesen habe und es hat "Ein wenig Leben" für mich übertroffen. Die Beschreibungen der Natur, die mir sonst schnell zu langweilig werden, waren so detailliert, dass man sich selbst wie mitten auf Ivu'ivu gefühlt hat, ohne dass sie so ausschweifend waren, dass ich sie nervig fand. Als die Insel später zerstört und gerodet wurde habe ich richtig mitgetrauert. Das Buch war die ganze Zeit spannend, da bis zum letzten Kapitel (dem Nachtrag) nicht ganz klar war ob Perina wirklich Schuldig war. Der Schreibstil war so gut, dass ich mich so sehr von Norton hab überzeugen lassen, dass ich mir erst im Nachhinein ein wirklich eigenes Bild von ihm und seinem Handeln machen kann. Das Einzige, das mich ein wenig stört ist die größtenteils ungeklärte Verbindung (Kennelernen, Nähe, etc.) von Norton und Kubodera. Im Gegensatz zu "Ein wenig Leben" (welches zugegebenermaßen auch fast doppelt so viele Seiten hat) gab es bei dem Buch keine langweiligen Stellen durch die ich mich durch kämpfen musste und es war von Inhalt her angenehmer ("Ein wenig Leben" war viel verstörender und schmerzhafter zu Lesen) . Mir fällt es schwer hiernach direkt ein neues Buch zu beginnen, da ich nicht aufhören kann darüber nachzudenken.
Ein verstörender, kluger Roman über Macht, Kolonialismus und moralische Schuld, der lange nachwirkt und keine einfachen Antworten zulässt.
Mit Das Volk der Bäume legt Hanya Yanagihara einen zutiefst verstörenden, intellektuell herausfordernden Roman vor, der sich jeder einfachen Einordnung entzieht. Inspiriert von realen historischen Vorbildern erzählt sie die Geschichte des Arztes Norton Perina, dessen sensationelle Entdeckung ihn zu einem gefeierten Wissenschaftler macht – und zugleich zu einer der moralisch abgründigsten Figuren der modernen Literatur. Perina kehrt von der abgelegenen Insel Ivu’ivu mit einer bahnbrechenden Erkenntnis zurück: Eine uralte Schildkrötenart scheint der Schlüssel zur drastischen Verlängerung des menschlichen Lebens zu sein. Was folgt, ist ein rasanter wissenschaftlicher Aufstieg, begleitet von Ruhm, Anerkennung und Macht. Parallel dazu schildert der Roman jedoch die zunehmende Kolonisierung der Insel, die Ausbeutung ihrer Ressourcen und die Zerstörung einer jahrhundertealten Kultur. Yanagihara verknüpft diese Ebenen geschickt miteinander und macht deutlich, dass wissenschaftlicher Fortschritt in diesem Kontext niemals neutral ist. Besonders eindrucksvoll ist die Erzählweise. Der Roman ist in Form von Berichten, Tagebucheinträgen und späteren Kommentaren aufgebaut, was ihm einen beinahe dokumentarischen Charakter verleiht. Diese distanzierte, sachliche Sprache verstärkt die Beklemmung der Handlung erheblich. Emotionen werden nicht offen ausgestellt, sondern ergeben sich aus dem, was zwischen den Zeilen steht – und genau darin liegt die große erzählerische Kraft des Buches. Norton Perina ist eine Figur, die bewusst keine Sympathie erzeugt. Er ist brillant, ehrgeizig, selbstgerecht – und zutiefst unmoralisch. Die Enthüllung seiner sexuellen Gewalt gegenüber Kindern ist schockierend, wird jedoch nicht effekthascherisch dargestellt. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, sich mit einer der schwierigsten Fragen auseinanderzusetzen: Wie gehen wir mit einer Lebensleistung um, wenn sich das gefeierte Genie als Monster entpuppt? Der Roman verweigert eine klare Antwort und überlässt die moralische Bewertung konsequent dem Publikum. Zentrale Themen wie Machtmissbrauch, koloniale Gewalt, wissenschaftliche Hybris und moralische Verantwortung ziehen sich durch den gesamten Text. Die Insel Ivu’ivu fungiert dabei nicht nur als exotischer Schauplatz, sondern als Symbol für all jene Orte und Kulturen, die im Namen des Fortschritts geopfert werden. Die Parallelen zwischen der Ausbeutung der Insel und Perinas persönlicher Tätergeschichte sind dabei erschreckend deutlich. Das Volk der Bäume ist kein Buch, das man „gern“ liest. Es ist unbequem, stellenweise kaum auszuhalten und emotional herausfordernd. Gleichzeitig ist es literarisch präzise, klug konstruiert und von gnadenloser Konsequenz. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, die eigene moralische Komfortzone zu verlassen und sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die keine einfachen Antworten zulassen. Fazit: Das Volk der Bäume ist ein verstörender, kompromissloser Roman über Genie und Schuld, über Fortschritt und Zerstörung, über Macht und Verantwortung. Hanya Yanagihara zeigt, dass große Erkenntnisse nicht automatisch mit moralischer Größe einhergehen – und dass manche Fragen uns auch nach der letzten Seite nicht mehr loslassen. Ein literarisch anspruchsvolles, zutiefst beunruhigendes Werk, das lange nachhallt.
Schreckliches Buch. Ich verstehe überhaupt nicht, warum es so gelobt wird. Dabei geht es mir nicht ums Thema, sondern um den Schreibstil. Seeeeehr langatmig, ich musste mich wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen, einfach, weil ich wissen wollte, WARUM es so „toll“ ist. Bis zuletzt ist mir das nicht klar.
Naja…
Hmm… Hanya Yanagihara ist eine fantastische Erzählerin: Die Geschichte des Arztes Norton Perina, der einen Ethnologen und eine Ethnologin auf eine Südseeinsel begleitet und dort dem Geheimnis des ewigen Lebens auf die Spur kommt. Norton wird berühmt und mit einem Nobelpreis geehrt - und einiges später wegen Kindesmissbrauch angeklagt und verurteilt. Eine raffinierte fiktive Biografie mit subtilen Hinweisen auf die wirklich grossen und existenziellen Fragen des Lebens. Ein Lesetipp für alle mit viel Zeit und Schnauf. Ich selber bin froh, dass weder das Leben noch dieses Buch unendlich sind. 👍👍👍
Eines meiner Lieblingsbücher, trotz der schweren Kost, die die Thematik darstellt. Der Schreibstil von Yanagihara ist intensiv und bildlich, man fühlt sich, als wäre man mit den Charakteren im Dschungel gelandet. Sehr faszinierendes Buch mit spannendem Setting, dass auch in Hinblick auf den Umgang mit unkontaktierten Völkern viele ethische Fragen aufwirft. Protagonist Perina ist kein Sympathieträger; es gelingt der Autorin durch ihn und das immer mehr zerfallende "Volk der Bäume" eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die einen weiter lesen lässt, obwohl man weiß, wie es ausgehen wird. Perina selbst empfand ich als zwar schrecklichen Menschen, aber auch als faszinierenden Charakter. Das Buch wirkt authentisch, ist an manchen Stellen beiweilen etwas langatmig, aber insgesamt spannend konstruiert und zeigt uns die Abgründe menschlichen Handelns auf. Damit ist nicht nur die Neigung des Protagonisten gemeint, sondern auch der kolonialistisch angehauchte Umgang und Vereinnahmung der Bewohner der Insel Ivu'ivus durch den Westen und rücksichtslose westliche Wissenschaftler. Lässt einen nachdenklich zurück.
„In der Finsternis lauerten Monster und Geister, und in dem, was ich nicht sehen konnte, sah ich alles, was ich fürchtete.“ Nach „Ein wenig Leben“, mein zweiter Roman von Hanya Yanagihara. Eine fesselnde Geschichte, ein schöner Schreibstil und ein verstörendes Ende, welches vorher gelesenes in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt…
Stichworte Gegenwartsroman, Mikronesien, Forschung, anthropologisch, Tierquälerei, Pädophilie, Kindesmissbrauch, Fiktionalisierung der Geschichte des Nobelpreisträger Daniel Carleton Gajdusek Handlung 4 interessant, benötigt etwas zu lange im Aufbau, um die Story darzustellen Sprache & Stil 3 wunderbarer Aufbau, angenehm les-/hörbar, Missbrauch zu detailliert Charaktere 5 interessant dargestellt, tiefgründig, nachvollziebar Ende 4 mit unerwarteter Wendung, inhaltlich erdrückend Hörbuch 5 tolle Sprecher, absolut empfehlenswert Gesamtwertung 4,2 / 5 Fazit: Ein Buch, für das man zuallererst eine Triggerwarung bzgl. Kindesmissbrauch aussprechen muss! Die Autorin ist durch ihren Roman “Ein wenig Leben” bekannt geworden. Nach ihrem eigentlichen Debüt “Das Volk der Bäume” ist klar, dass Hanya Yanagihara ein Fable für außergwöhnliche und unbequeme Themen hat. Ihre Bücher fallen inhaltlich auf und werden nicht so leicht vergessen. Auch dieses Mal gelingt ihr ein sehr interessanter Roman, in dem sie einen Forscher und Nobelpreisträger aus dem Gefängnis heraus über sein Leben erzählen lässt. Durch Briefe, die eine Art Autobiografie sein sollen, verfolgt der*die Leser*in, wie es dazu kommen konnte, dass Dr. Norton Perina im Gefängnis landet und ob die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs der Wahrheit entsprechen. Yanagihara erzählt sprachgewaltig und intensiv! Sie nimmt uns mit in den Dschungel und zu einem interessantem Volk, das durch Perina seinen Untergang erfährt. Die Mischung zwischen Neugier, Wissensdurst und (beruflichem) Erfolg und Egoismus ist grandios dargestellt! Der Schluss hat es in sich und zeigt den Protagonisten von einer anderen Seite, die er selber so gar nicht wahrnimmt. Das war für mich das Erschreckendste und zeigt deutlich, wie die Wahrnehmung von Betroffenen deutlich von ihrer Umgebung abweicht! Als Hörbuch wunderbar vielstimmig umgesetzt!
Es war interessant zu sehen, wo sich das Buch hinentwickelt hat. In den ersten zwei Dritteln ging es nur um Nortons Karriere, das Erforschen der Insel und dann schließlich um das Forschen an dem dort entdeckten ewigen Leben. In diesem Teil wurde wenig über sein Privatleben geredet, das Einzige, das hin und wieder erwähnt wurde, war Nortons Zwillingsbruder Owen, deren Verhältnis ich durchaus faszinierend fand. Im letzen Drittel der Geschichte ging es dann allerdings auschließlich um das Privatleben des Wissenschaftlers, und seine Forschungen sind so weit in den Hintergrund gerückt, dass man nur noch in einigen wenigen Nebensätzend daran erinnert wurde, dass Norton neben einem 43-fachen Vater auch Wissenschaftler ist. Die Art und Weis, wie Unsterberlichkeit erlangt werden kann, ist eine äußerst kreative Idee der Autorin und leider muss man sagen, dass die Menschen wohl dasselbe mit der Insel angestellt hätten wie in dem Buch. Da man aber durch Nortons Erzählung mit auf die unerforschte Insel genommen wurde und daher wusste, wie sie und das Leben dort aussah, bevor das Etwas entdeckt wurde, das die Menschen mehr als alles Andere wollen, tat es umso mehr weh zu sehen, was mit der Insel passiert ist. Sehr eindringlich fand ich diesbezüglich die seitenlangen Fragen, die Norton an sich selbst stellte, in dem Versuch, wiederzugeben und zu verstehen, was mit der Insel geschehen ist und inwiefern er daran Schuld trägt. Diese Geschichte ist keine, die sich schnell entwickelt oder von Anfang an fesselnd war, aber dadurch dass die Sprache wunderschön ist, war ich immer gut unterhalten, auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, dass etwas viel geschwafelt wird. Mich hat das allerdings nicht weiter gestört, da ich glaube, dass die Autorin so wiederspiegeln wollte, wie es in Norton aussieht. Was dem Buch das finale Etwas gegeben hat, - neben der Tatsache dass der Höhepunkt erst auf der vorletzen Seite war - ist, dass ich die Verhaltensmuster der Charaktere nie wirklich durchdringen und dementsprechend nachvollziehen konnte. An den wichtigen Stellen hätte ich gerne gewusst, wieso sie auf diese oder jene Weise gehandelt haben, aber der Fakt, dass ich es eben nicht verstehe, gibt mir als Leser den Freiraum, meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Alles in allem ist das Buch durch die Entwicklung der Geschichte und die Art und Weise, wie diese erzählt wurde, einzigartig, ich muss aber fairerweise sagen, dass mir die Erzählung trotz der schönen Sprache nicht lebhaft genug war, auch wenn das vermutlich einfach Nortons Art ist.
Nicht so gut wie „Ein wenig Leben“ aber dennoch lesenswert
Achtung. Enthält Spoiler. Bin hier deutlich schwerer reingekommen, der Lesefluss wird immer mal wieder durch die Fremdwörter unterbrochen. Ich mag den Schreibstil aber dennoch sehr. Sie beschreibt detailverliebt die Einzigartigkeit der Natur. Dies und die Entdeckung überwiegt über 90% des Buches. Ich hatte zu anfangs Sorge es handle überwiegend über sein Verhältnis zu den Kindern. Dies spielt sich jedoch erst in den letzten Seiten des Buches ab. Das wird sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.
Ein wissenschaftlicher Bericht, eine Biografie – oder doch stellenweise ein Fantasyroman? Was auch immer ich da gelesen habe, es war unglaublich fesselnd. Der Schreibstil zog mich mit einem unwiderstehlichen Sog in eine andere Welt.
"Götter haben ihren Platz in Geschichten, im Himmel und in anderen Gefilden; von Menschen sollen sie nicht gesehen werden. Doch wenn wir in ihre Welt eindringen, wenn wir sehen, was wir nicht sehen sollen, wie kann daraus etwas anderes als eine Katastrophe folgen?" (Zitat) Es fällt mir wirklich schwer "Das Volk der Bäume" zu beschreiben – es lässt sich nirgendwo wirklich einordnen. Beginnen wir also mit dem Wesentlichen: Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Norton Perina, einem Wissenschaftler, der aus dem Gefängnis heraus seine Memoiren verfasst. Er sitzt dort seine Strafe wegen sexueller Nötigung ab – das erfahren wir bereits zu Beginn des Buches. Die ersten Seiten sind wirklich schwer zu lesen; man schüttelt nur den Kopf und fragt sich, was für Menschen hier ihre Gedanken zu Papier bringen. "Soll ich erzählen, dass ich bei jedem neu hinzugekommenen Kind entgegen jeder Vernunft dachte: 'Dieses ist es. Dieses wird mich glücklich machen. Dieses wird mein Leben vervollständigen. Dieses wird mich für die jahrelange Suche entschädigen.'" (Zitat) Der Roman – der im Grunde eine fiktive Biografie von Norton Perina ist – wird durch Fußnoten seines besten Freundes Ronald Kubodera ergänzt. Diese verleihen der Erzählung eine unglaubliche Tiefe und Glaubwürdigkeit. Die Geschichte orientiert sich grob an den Vorfällen rund um den US-amerikanischen Virologen und Nobelpreisträger Daniel Carleton Gajdusek. Zwar unterbrechen die Fußnoten manchmal den Lesefluss, aber sie sind zugleich unabdingbar, um eine Geschichte zu spinnen, bei der man schon nach wenigen Seiten nicht mehr weiß, was nun Wahrheit und was Fiktion ist. Spätestens als wir das Volk der Bäume kennenlernen, driftet der Roman ins Fantastische ab – und doch würde man der Autorin jedes Wort als wahr abkaufen, so gut ist die Geschichte aufgebaut und geschrieben. "Mir kam der abstruse Gedanke, dass die Dorfbewohner vielleicht deswegen so lange lebten, weil ihnen nie jemand gesagt hatte, dass das unmöglich war." (Zitat) Hanya Yanagihara erschafft eine unglaublich fesselnde Geschichte, aus der man eigentlich gar nicht mehr auftauchen möchte. Am Ende findet man kaum Worte, dieses Buch angemessen zu beschreiben – man sollte es einfach selbst gelesen haben. Ich persönlich fand "Das Volk der Bäume" sogar weitaus besser als "Ein wenig Leben" , auch wenn die Figuren – im Gegensatz zu Jude und seinen Freunden – durchweg unsympathisch sind.
>>Eine Expedition in einen Dschungel der Düsternis.<< „Das Volk der Bäume“ von Hanya Yanagihara – ein Buch, das mich wirklich sehr gespalten zurück lässt. Ich bin mir sehr bewusst, dass die Autorin viele sehr bewegen und begeistern konnte mit diesem Buch, jedoch tat ich mich mit diesem Buch unglaublich schwer... Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Geschichte thematisch und mit all seinen Problematiken als wirklich höchst brisant und interessant empfand. Auch viele Bilder entstanden beim lesen für mich. Insbesondere konnten mich der Dschungel, die Insel mit all den Beschreibungen sehr begeistern! Nun aber zum Knackpunkt... während des Lesens hatte ich einfach das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht zum Punkt kommt, alles dümpelte so vor sich hin und dazu kamen dann teilweise gefühlt ewig lange Anmerkungen, die zwar mitunter interessant, für mich aber total störend im Bezug auf den Lesefluss waren. Für mich persönlich war dieses Buch wirklich ein Kampf, sehr anstrengend zu lesen und leider konnte es mir eher wenig geben... Interessant zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass dieses Buch sich am Leben des US-amerikanischen Virologen und Nobelpreisträgers Daniel Carleton Gajdusek und an dem Missbrauchsskandal um ihn orientiert. So zeigt die Autorin mit diesem Roman einmal mehr auf, wie nah und in welch vermeidlich glanzvoller öffentlicher Erscheinung die Düsternis sich versteckt.
Ein Roman wie ein Krimi: Stets schwebt die Frage im Raum, ob der Wissenschaftler Norton Perina tatsächlich schuldig ist oder nicht. Fasziniert hat mich seine abgründige, vielschichtige Figur – 43 Kinder hat er adoptiert, getrieben von eigenen Bedürfnissen oder von Verantwortung? Klar ist, es geht nicht nur um die Vorwürfe, die ihm das Gericht macht - sondern auch um die Folgen des Kolonialismus, die ungesühnt bleiben. Zwischen verstörenden Szenen auf den Inseln und im Labor und dem poetischen Mythos der Unsterblichkeit schenkenden Meeresschildkröten entfaltet sich eine ungewöhnliche Mischung aus Ekel, Magie und Spannung. Der flüssige Schreibstil trug mich über die Seiten hinweg, auch wenn die Handlung streckenweise ausfranst und an Klarheit verliert. Gefallen hat mir hingegen das Nacherzählen von Norton Perinas Geschichte in Form von Memoiren mit Fußnoten als Belege für seine Aussagen - verfasst von einem guten Freund. Die Perspektive ist hochinteressant für die rechtliche und moralische Schuldfrage.
Das nächste Mal, wenn sich jemand über die Ethikstandards einer Uni o.ä. aufregt empfehle ich dieses Buch.
Kleiner Spoiler: das Hauptthema dieses Buches ist nicht Unsterblichkeit oder Altern, es ist geht um research ethics. Und mein Eindruck nach dem Lesen mehrerer Rezensionen ist, dass das Buch Leute, die selbst Forschung betreiben, deutlich mehr anspricht als andere. Ich fand auch den moralischen Relativismus in diesem Buch gar nicht so stark, wie manchmal behauptet wird. Das Buch ist schon recht klar darin, was richtig und falsch ist, es zeigt eher auf, was passiert, wenn man sich nicht darüber im Klaren ist.
Yanagihara has a stunning grasp of language. I can't contest that. The way in which she described the jungle in which most of the book is set really transports you as the reader. You can see every tree, fruit and animal before your inner eye. The scientific footnotes also intrigued me and where a great way to lighten up and get out of the heavy plot during reading. I'm usually not one to shy away from morally ambiguous plots or themes either. However, the white imperialism, the talking and portrayal of "savagery", the pedophilia... it all just gave me the 'ick'. I really had to force myself to continue reading and caught myself thinking that I couldn't imagine how someone would come up with this and write it down on their own free will. After reading I found out, that this story was actually based on a real person, Daniel Carleton Gajdusek, which is even more disturbing. It was well written, but based on my personal feelings during reading, I arrived at a rating of 2.75 ⭐
Das Buch handelt von einem fiktiven Arzt namens Dr. Norton Perina. Gleich auf den ersten Seiten erfahren wir im Rahmen eines Zeitungsausschnitts, dass er im Jahr 1999 wegen Kindesmissbrauchs zu 24 Monaten Freiheitsstrafe verordnet wurde, und dass er zuvor als brillanter Wissenschaftlicher galt, und für seine Entdeckung der Unsterblichkeit, und der anschließenden Forschung daran den Nobelpreis erhalten hat. Diese Entdeckung machte er dabei bei einer Reise auf eine abgelegene Pazifikinsel, wo er nicht nur ein bis dato unentdecktes Volk entdeckte, sondern eben auch herausfand, dass diese Menschen wohl ewig leben. Das weitere Buch erleben wir dann durch seine Augen, in Form seiner Memoiren. Von seiner frühen Kindheit, über seine Expedition Ivu‘Ivus (besagter Insel), bis hin zu besagter Inhaftierung. Interessant ist dabei vor allem die Perspektive. Da wir die Welt nur durch seine Augen erleben, empfinden wir nicht nur zwangsläufig eine gewisse Grundsymphathie, auch hinterfragen wir im Laufe des Buchs nach und nach, ob die Dinge tatsächlich so sind, wie Norton sie wahrnimmt. Das gipfelt dann tatsächlich auf ein paar verstörenden letzten Seiten, die aber zumindest Klarheit schaffen über das wahre Wesen Perinas.
In ihrem Debüt-Roman "Das Volk der Bäume" führt uns die amerikanische Bestseller-Autorin Hanya Yanagihara auf eine von der Zivilisation unberührte Südseeinsel und in tiefe menschliche Abgründe. Der junge Arzt Norton Perina bricht nach einem eher lustlos absolvierten Medizinstudium und einem grausamen Job in einem Tierversuchslabor mit seinen Forscherkollegen zu einer Expedition nach Ivu'ivu auf, wo er auf ein geheimnisvolles Volk stößt, dessen Sprache, Rituale und Traditionen sie studieren. Nach einigen Tagen im Dschungel macht er eine erstaunliche Entdeckung. Er findet heraus, dass die vermeintliche Unsterblichkeit einiger Stammesmitglieder durch den Verzehr der seltenen Opa’ivu’eke-Schildkröte Nach langjährigen Versuchen an Mäusen und den Ivu'ivu wird allerdings klar, dass zwar der Körper jung bleibt, aber der Geist verfällt. Mit seiner Entdeckung wird Perina zum gefeierten Held der Wissenschaft und gibt die Insel zugleich der Zerstörung durch Horden von Forschern und Pharmakologen preis, die den großen Ruhm und das große Geld wittern. Bei weiteren Besuchen auf der Tropeninsel nimmt Perina insgesamt 43 Kinder mit in seine Heimat, adoptiert sie und zieht sie groß. Erst in einem Nachtrag erfahren wir schließlich die Wahrheit über seinen Missbrauch wie auch über sein späteres mysteriöses Verschwinden. Die fiktive, aber an den Mediziner Daniel Carleton Gadjusek angelehnte Biografie, wird sehr packend und sinnlich von Hanya erzählt. Es stellen sich unweigerlich viele Fragen, wie die, was von der modernen Wissenschaft erwartet und toleriert wird und wie viel man einem Genie verzeihen kann und darf. Wir lernen viel über Nortons Vergangenheit, den frühen Tod seiner Mutter und seines Vaters, die Beziehung zu seinem Bruder Owen, das erfundene Volk der Ivu'ivu, Nortons Forschungen und das nicht immer einfache Zusammenleben mit seinen Adoptivkindern. Mir gefiel die Geschichte nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz gut, was nicht zuletzt am Können des Sprechers und dem fesselnden Schreibstil der Autorin lag. Ein großes Lob auch an das wirklich bezaubernde Cover.
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Hanya Yanagihara, 1974 geboren, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Mit ihrem Roman Ein wenig Leben gewann sie den Kirkus Award und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Ein wenig Leben ist eines der bestverkauften und meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre.
Posts
„Das Volk der Bäume“ ist ein Roman von Hanya Yanagihara, der 2013 veröffentlicht wurde. Er ist fiktional, aber inspiriert von realen Ereignissen, insbesondere vom Fall des Arztes D. Carleton Gajdusek, einem Nobelpreisträger, der später wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde. Hier geht es um ein brisantes Thema… Das Volk der Bäume erzählt biografisch, die Geschichte des Wissenschaftlers Norton Perina. Dieser entdeckte auf der mikronesischen Insel Ivu‘Ivu, ein Volk, dass extrem lange lebt. Er forscht hierzu nach und es stellt sich heraus, dass eine seltene Art einer Schildkröte, dafür verantwortlich ist. Diese Entdeckung bringt ihm den Nobelpreis ein. Seine Veröffentlichung hierzu, ändert allerdings alles, die Insel wird fortan vernichtet, um an das Schildkrötenfleisch zu gelangen. Perina adoptiert danach über 40 Kinder, die auf der Insel ihm immer wieder angeboten werden. Später wird er angeklagt, sich sexuell an den Kindern vergangen zu haben. Puh harte Kost, unwahrscheinlich gut geschrieben, schockierendes Thema…Der Roman ist als fiktive Autobiografie geschrieben, die Perina aus dem Gefängnis heraus verfasst. Ergänzt wird sie von Anmerkungen seines treuen Assistenten Ronald Kubodera, was eine vielschichtige und manipulative Erzählstruktur schafft. ▪️Insel ▪️ Natur ▪️ Opa‘ivu eke ▪️ langes Leben ▪️ Adoptieren ▪️ Kindesmissbrauch ▪️Wissenschaft ▪️Victor ▪️ Tallent ▪️
Mensch = Monster
Ja, es ist langatmig. Ja, man muss fokussiert lesen. Ja, es ist kein einfaches Thema. Ja, Menschen sind scheiße. Die Story, die sich auf der Insel und ihren Bewohnern abspielt, umfasst den Großteil der Story ist aber eig nur eine Nebenhandlung. Ich habe mich auf 4 Sterne aufgestockt, da ich im Nachinein viel drüber nachgedacht habe. Was macht uns eig aus? Wie weit würde ich für eine Sache gehen? Wann ist genug, genug? Und, wie viel Kontrolle kann, will und werde ich über andere ausüben? Es ist keine einfache Story und sollte mit bedacht gelesen werden und nicht nur weil es gerade "gehyped" wird. Der Erzähler warnt hier mehrfach inhaltlich darauf hin. Und unterbewusst übergehen wir dies, weil wir (s. Meine Fragen) uns selbst testen. Wie weit gehe ich? Will ich die Story hier beenden und will ich mehr? Kann ich mit der Entscheidung leben?
!!!
(enthält kleine Spoiler) Wie soll ich anfangen? Dies war das zweite Buch, das ich von Hanya gelesen habe und es hat "Ein wenig Leben" für mich übertroffen. Die Beschreibungen der Natur, die mir sonst schnell zu langweilig werden, waren so detailliert, dass man sich selbst wie mitten auf Ivu'ivu gefühlt hat, ohne dass sie so ausschweifend waren, dass ich sie nervig fand. Als die Insel später zerstört und gerodet wurde habe ich richtig mitgetrauert. Das Buch war die ganze Zeit spannend, da bis zum letzten Kapitel (dem Nachtrag) nicht ganz klar war ob Perina wirklich Schuldig war. Der Schreibstil war so gut, dass ich mich so sehr von Norton hab überzeugen lassen, dass ich mir erst im Nachhinein ein wirklich eigenes Bild von ihm und seinem Handeln machen kann. Das Einzige, das mich ein wenig stört ist die größtenteils ungeklärte Verbindung (Kennelernen, Nähe, etc.) von Norton und Kubodera. Im Gegensatz zu "Ein wenig Leben" (welches zugegebenermaßen auch fast doppelt so viele Seiten hat) gab es bei dem Buch keine langweiligen Stellen durch die ich mich durch kämpfen musste und es war von Inhalt her angenehmer ("Ein wenig Leben" war viel verstörender und schmerzhafter zu Lesen) . Mir fällt es schwer hiernach direkt ein neues Buch zu beginnen, da ich nicht aufhören kann darüber nachzudenken.
Ein verstörender, kluger Roman über Macht, Kolonialismus und moralische Schuld, der lange nachwirkt und keine einfachen Antworten zulässt.
Mit Das Volk der Bäume legt Hanya Yanagihara einen zutiefst verstörenden, intellektuell herausfordernden Roman vor, der sich jeder einfachen Einordnung entzieht. Inspiriert von realen historischen Vorbildern erzählt sie die Geschichte des Arztes Norton Perina, dessen sensationelle Entdeckung ihn zu einem gefeierten Wissenschaftler macht – und zugleich zu einer der moralisch abgründigsten Figuren der modernen Literatur. Perina kehrt von der abgelegenen Insel Ivu’ivu mit einer bahnbrechenden Erkenntnis zurück: Eine uralte Schildkrötenart scheint der Schlüssel zur drastischen Verlängerung des menschlichen Lebens zu sein. Was folgt, ist ein rasanter wissenschaftlicher Aufstieg, begleitet von Ruhm, Anerkennung und Macht. Parallel dazu schildert der Roman jedoch die zunehmende Kolonisierung der Insel, die Ausbeutung ihrer Ressourcen und die Zerstörung einer jahrhundertealten Kultur. Yanagihara verknüpft diese Ebenen geschickt miteinander und macht deutlich, dass wissenschaftlicher Fortschritt in diesem Kontext niemals neutral ist. Besonders eindrucksvoll ist die Erzählweise. Der Roman ist in Form von Berichten, Tagebucheinträgen und späteren Kommentaren aufgebaut, was ihm einen beinahe dokumentarischen Charakter verleiht. Diese distanzierte, sachliche Sprache verstärkt die Beklemmung der Handlung erheblich. Emotionen werden nicht offen ausgestellt, sondern ergeben sich aus dem, was zwischen den Zeilen steht – und genau darin liegt die große erzählerische Kraft des Buches. Norton Perina ist eine Figur, die bewusst keine Sympathie erzeugt. Er ist brillant, ehrgeizig, selbstgerecht – und zutiefst unmoralisch. Die Enthüllung seiner sexuellen Gewalt gegenüber Kindern ist schockierend, wird jedoch nicht effekthascherisch dargestellt. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, sich mit einer der schwierigsten Fragen auseinanderzusetzen: Wie gehen wir mit einer Lebensleistung um, wenn sich das gefeierte Genie als Monster entpuppt? Der Roman verweigert eine klare Antwort und überlässt die moralische Bewertung konsequent dem Publikum. Zentrale Themen wie Machtmissbrauch, koloniale Gewalt, wissenschaftliche Hybris und moralische Verantwortung ziehen sich durch den gesamten Text. Die Insel Ivu’ivu fungiert dabei nicht nur als exotischer Schauplatz, sondern als Symbol für all jene Orte und Kulturen, die im Namen des Fortschritts geopfert werden. Die Parallelen zwischen der Ausbeutung der Insel und Perinas persönlicher Tätergeschichte sind dabei erschreckend deutlich. Das Volk der Bäume ist kein Buch, das man „gern“ liest. Es ist unbequem, stellenweise kaum auszuhalten und emotional herausfordernd. Gleichzeitig ist es literarisch präzise, klug konstruiert und von gnadenloser Konsequenz. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, die eigene moralische Komfortzone zu verlassen und sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die keine einfachen Antworten zulassen. Fazit: Das Volk der Bäume ist ein verstörender, kompromissloser Roman über Genie und Schuld, über Fortschritt und Zerstörung, über Macht und Verantwortung. Hanya Yanagihara zeigt, dass große Erkenntnisse nicht automatisch mit moralischer Größe einhergehen – und dass manche Fragen uns auch nach der letzten Seite nicht mehr loslassen. Ein literarisch anspruchsvolles, zutiefst beunruhigendes Werk, das lange nachhallt.
Schreckliches Buch. Ich verstehe überhaupt nicht, warum es so gelobt wird. Dabei geht es mir nicht ums Thema, sondern um den Schreibstil. Seeeeehr langatmig, ich musste mich wirklich zwingen, das Buch weiterzulesen, einfach, weil ich wissen wollte, WARUM es so „toll“ ist. Bis zuletzt ist mir das nicht klar.
Naja…
Hmm… Hanya Yanagihara ist eine fantastische Erzählerin: Die Geschichte des Arztes Norton Perina, der einen Ethnologen und eine Ethnologin auf eine Südseeinsel begleitet und dort dem Geheimnis des ewigen Lebens auf die Spur kommt. Norton wird berühmt und mit einem Nobelpreis geehrt - und einiges später wegen Kindesmissbrauch angeklagt und verurteilt. Eine raffinierte fiktive Biografie mit subtilen Hinweisen auf die wirklich grossen und existenziellen Fragen des Lebens. Ein Lesetipp für alle mit viel Zeit und Schnauf. Ich selber bin froh, dass weder das Leben noch dieses Buch unendlich sind. 👍👍👍
Eines meiner Lieblingsbücher, trotz der schweren Kost, die die Thematik darstellt. Der Schreibstil von Yanagihara ist intensiv und bildlich, man fühlt sich, als wäre man mit den Charakteren im Dschungel gelandet. Sehr faszinierendes Buch mit spannendem Setting, dass auch in Hinblick auf den Umgang mit unkontaktierten Völkern viele ethische Fragen aufwirft. Protagonist Perina ist kein Sympathieträger; es gelingt der Autorin durch ihn und das immer mehr zerfallende "Volk der Bäume" eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen, die einen weiter lesen lässt, obwohl man weiß, wie es ausgehen wird. Perina selbst empfand ich als zwar schrecklichen Menschen, aber auch als faszinierenden Charakter. Das Buch wirkt authentisch, ist an manchen Stellen beiweilen etwas langatmig, aber insgesamt spannend konstruiert und zeigt uns die Abgründe menschlichen Handelns auf. Damit ist nicht nur die Neigung des Protagonisten gemeint, sondern auch der kolonialistisch angehauchte Umgang und Vereinnahmung der Bewohner der Insel Ivu'ivus durch den Westen und rücksichtslose westliche Wissenschaftler. Lässt einen nachdenklich zurück.
„In der Finsternis lauerten Monster und Geister, und in dem, was ich nicht sehen konnte, sah ich alles, was ich fürchtete.“ Nach „Ein wenig Leben“, mein zweiter Roman von Hanya Yanagihara. Eine fesselnde Geschichte, ein schöner Schreibstil und ein verstörendes Ende, welches vorher gelesenes in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt…
Stichworte Gegenwartsroman, Mikronesien, Forschung, anthropologisch, Tierquälerei, Pädophilie, Kindesmissbrauch, Fiktionalisierung der Geschichte des Nobelpreisträger Daniel Carleton Gajdusek Handlung 4 interessant, benötigt etwas zu lange im Aufbau, um die Story darzustellen Sprache & Stil 3 wunderbarer Aufbau, angenehm les-/hörbar, Missbrauch zu detailliert Charaktere 5 interessant dargestellt, tiefgründig, nachvollziebar Ende 4 mit unerwarteter Wendung, inhaltlich erdrückend Hörbuch 5 tolle Sprecher, absolut empfehlenswert Gesamtwertung 4,2 / 5 Fazit: Ein Buch, für das man zuallererst eine Triggerwarung bzgl. Kindesmissbrauch aussprechen muss! Die Autorin ist durch ihren Roman “Ein wenig Leben” bekannt geworden. Nach ihrem eigentlichen Debüt “Das Volk der Bäume” ist klar, dass Hanya Yanagihara ein Fable für außergwöhnliche und unbequeme Themen hat. Ihre Bücher fallen inhaltlich auf und werden nicht so leicht vergessen. Auch dieses Mal gelingt ihr ein sehr interessanter Roman, in dem sie einen Forscher und Nobelpreisträger aus dem Gefängnis heraus über sein Leben erzählen lässt. Durch Briefe, die eine Art Autobiografie sein sollen, verfolgt der*die Leser*in, wie es dazu kommen konnte, dass Dr. Norton Perina im Gefängnis landet und ob die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs der Wahrheit entsprechen. Yanagihara erzählt sprachgewaltig und intensiv! Sie nimmt uns mit in den Dschungel und zu einem interessantem Volk, das durch Perina seinen Untergang erfährt. Die Mischung zwischen Neugier, Wissensdurst und (beruflichem) Erfolg und Egoismus ist grandios dargestellt! Der Schluss hat es in sich und zeigt den Protagonisten von einer anderen Seite, die er selber so gar nicht wahrnimmt. Das war für mich das Erschreckendste und zeigt deutlich, wie die Wahrnehmung von Betroffenen deutlich von ihrer Umgebung abweicht! Als Hörbuch wunderbar vielstimmig umgesetzt!
Es war interessant zu sehen, wo sich das Buch hinentwickelt hat. In den ersten zwei Dritteln ging es nur um Nortons Karriere, das Erforschen der Insel und dann schließlich um das Forschen an dem dort entdeckten ewigen Leben. In diesem Teil wurde wenig über sein Privatleben geredet, das Einzige, das hin und wieder erwähnt wurde, war Nortons Zwillingsbruder Owen, deren Verhältnis ich durchaus faszinierend fand. Im letzen Drittel der Geschichte ging es dann allerdings auschließlich um das Privatleben des Wissenschaftlers, und seine Forschungen sind so weit in den Hintergrund gerückt, dass man nur noch in einigen wenigen Nebensätzend daran erinnert wurde, dass Norton neben einem 43-fachen Vater auch Wissenschaftler ist. Die Art und Weis, wie Unsterberlichkeit erlangt werden kann, ist eine äußerst kreative Idee der Autorin und leider muss man sagen, dass die Menschen wohl dasselbe mit der Insel angestellt hätten wie in dem Buch. Da man aber durch Nortons Erzählung mit auf die unerforschte Insel genommen wurde und daher wusste, wie sie und das Leben dort aussah, bevor das Etwas entdeckt wurde, das die Menschen mehr als alles Andere wollen, tat es umso mehr weh zu sehen, was mit der Insel passiert ist. Sehr eindringlich fand ich diesbezüglich die seitenlangen Fragen, die Norton an sich selbst stellte, in dem Versuch, wiederzugeben und zu verstehen, was mit der Insel geschehen ist und inwiefern er daran Schuld trägt. Diese Geschichte ist keine, die sich schnell entwickelt oder von Anfang an fesselnd war, aber dadurch dass die Sprache wunderschön ist, war ich immer gut unterhalten, auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, dass etwas viel geschwafelt wird. Mich hat das allerdings nicht weiter gestört, da ich glaube, dass die Autorin so wiederspiegeln wollte, wie es in Norton aussieht. Was dem Buch das finale Etwas gegeben hat, - neben der Tatsache dass der Höhepunkt erst auf der vorletzen Seite war - ist, dass ich die Verhaltensmuster der Charaktere nie wirklich durchdringen und dementsprechend nachvollziehen konnte. An den wichtigen Stellen hätte ich gerne gewusst, wieso sie auf diese oder jene Weise gehandelt haben, aber der Fakt, dass ich es eben nicht verstehe, gibt mir als Leser den Freiraum, meine eigenen Schlüsse zu ziehen. Alles in allem ist das Buch durch die Entwicklung der Geschichte und die Art und Weise, wie diese erzählt wurde, einzigartig, ich muss aber fairerweise sagen, dass mir die Erzählung trotz der schönen Sprache nicht lebhaft genug war, auch wenn das vermutlich einfach Nortons Art ist.
Nicht so gut wie „Ein wenig Leben“ aber dennoch lesenswert
Achtung. Enthält Spoiler. Bin hier deutlich schwerer reingekommen, der Lesefluss wird immer mal wieder durch die Fremdwörter unterbrochen. Ich mag den Schreibstil aber dennoch sehr. Sie beschreibt detailverliebt die Einzigartigkeit der Natur. Dies und die Entdeckung überwiegt über 90% des Buches. Ich hatte zu anfangs Sorge es handle überwiegend über sein Verhältnis zu den Kindern. Dies spielt sich jedoch erst in den letzten Seiten des Buches ab. Das wird sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.
Ein wissenschaftlicher Bericht, eine Biografie – oder doch stellenweise ein Fantasyroman? Was auch immer ich da gelesen habe, es war unglaublich fesselnd. Der Schreibstil zog mich mit einem unwiderstehlichen Sog in eine andere Welt.
"Götter haben ihren Platz in Geschichten, im Himmel und in anderen Gefilden; von Menschen sollen sie nicht gesehen werden. Doch wenn wir in ihre Welt eindringen, wenn wir sehen, was wir nicht sehen sollen, wie kann daraus etwas anderes als eine Katastrophe folgen?" (Zitat) Es fällt mir wirklich schwer "Das Volk der Bäume" zu beschreiben – es lässt sich nirgendwo wirklich einordnen. Beginnen wir also mit dem Wesentlichen: Wir erleben die Geschichte aus der Sicht von Norton Perina, einem Wissenschaftler, der aus dem Gefängnis heraus seine Memoiren verfasst. Er sitzt dort seine Strafe wegen sexueller Nötigung ab – das erfahren wir bereits zu Beginn des Buches. Die ersten Seiten sind wirklich schwer zu lesen; man schüttelt nur den Kopf und fragt sich, was für Menschen hier ihre Gedanken zu Papier bringen. "Soll ich erzählen, dass ich bei jedem neu hinzugekommenen Kind entgegen jeder Vernunft dachte: 'Dieses ist es. Dieses wird mich glücklich machen. Dieses wird mein Leben vervollständigen. Dieses wird mich für die jahrelange Suche entschädigen.'" (Zitat) Der Roman – der im Grunde eine fiktive Biografie von Norton Perina ist – wird durch Fußnoten seines besten Freundes Ronald Kubodera ergänzt. Diese verleihen der Erzählung eine unglaubliche Tiefe und Glaubwürdigkeit. Die Geschichte orientiert sich grob an den Vorfällen rund um den US-amerikanischen Virologen und Nobelpreisträger Daniel Carleton Gajdusek. Zwar unterbrechen die Fußnoten manchmal den Lesefluss, aber sie sind zugleich unabdingbar, um eine Geschichte zu spinnen, bei der man schon nach wenigen Seiten nicht mehr weiß, was nun Wahrheit und was Fiktion ist. Spätestens als wir das Volk der Bäume kennenlernen, driftet der Roman ins Fantastische ab – und doch würde man der Autorin jedes Wort als wahr abkaufen, so gut ist die Geschichte aufgebaut und geschrieben. "Mir kam der abstruse Gedanke, dass die Dorfbewohner vielleicht deswegen so lange lebten, weil ihnen nie jemand gesagt hatte, dass das unmöglich war." (Zitat) Hanya Yanagihara erschafft eine unglaublich fesselnde Geschichte, aus der man eigentlich gar nicht mehr auftauchen möchte. Am Ende findet man kaum Worte, dieses Buch angemessen zu beschreiben – man sollte es einfach selbst gelesen haben. Ich persönlich fand "Das Volk der Bäume" sogar weitaus besser als "Ein wenig Leben" , auch wenn die Figuren – im Gegensatz zu Jude und seinen Freunden – durchweg unsympathisch sind.
>>Eine Expedition in einen Dschungel der Düsternis.<< „Das Volk der Bäume“ von Hanya Yanagihara – ein Buch, das mich wirklich sehr gespalten zurück lässt. Ich bin mir sehr bewusst, dass die Autorin viele sehr bewegen und begeistern konnte mit diesem Buch, jedoch tat ich mich mit diesem Buch unglaublich schwer... Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Geschichte thematisch und mit all seinen Problematiken als wirklich höchst brisant und interessant empfand. Auch viele Bilder entstanden beim lesen für mich. Insbesondere konnten mich der Dschungel, die Insel mit all den Beschreibungen sehr begeistern! Nun aber zum Knackpunkt... während des Lesens hatte ich einfach das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht zum Punkt kommt, alles dümpelte so vor sich hin und dazu kamen dann teilweise gefühlt ewig lange Anmerkungen, die zwar mitunter interessant, für mich aber total störend im Bezug auf den Lesefluss waren. Für mich persönlich war dieses Buch wirklich ein Kampf, sehr anstrengend zu lesen und leider konnte es mir eher wenig geben... Interessant zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass dieses Buch sich am Leben des US-amerikanischen Virologen und Nobelpreisträgers Daniel Carleton Gajdusek und an dem Missbrauchsskandal um ihn orientiert. So zeigt die Autorin mit diesem Roman einmal mehr auf, wie nah und in welch vermeidlich glanzvoller öffentlicher Erscheinung die Düsternis sich versteckt.
Ein Roman wie ein Krimi: Stets schwebt die Frage im Raum, ob der Wissenschaftler Norton Perina tatsächlich schuldig ist oder nicht. Fasziniert hat mich seine abgründige, vielschichtige Figur – 43 Kinder hat er adoptiert, getrieben von eigenen Bedürfnissen oder von Verantwortung? Klar ist, es geht nicht nur um die Vorwürfe, die ihm das Gericht macht - sondern auch um die Folgen des Kolonialismus, die ungesühnt bleiben. Zwischen verstörenden Szenen auf den Inseln und im Labor und dem poetischen Mythos der Unsterblichkeit schenkenden Meeresschildkröten entfaltet sich eine ungewöhnliche Mischung aus Ekel, Magie und Spannung. Der flüssige Schreibstil trug mich über die Seiten hinweg, auch wenn die Handlung streckenweise ausfranst und an Klarheit verliert. Gefallen hat mir hingegen das Nacherzählen von Norton Perinas Geschichte in Form von Memoiren mit Fußnoten als Belege für seine Aussagen - verfasst von einem guten Freund. Die Perspektive ist hochinteressant für die rechtliche und moralische Schuldfrage.
Das nächste Mal, wenn sich jemand über die Ethikstandards einer Uni o.ä. aufregt empfehle ich dieses Buch.
Kleiner Spoiler: das Hauptthema dieses Buches ist nicht Unsterblichkeit oder Altern, es ist geht um research ethics. Und mein Eindruck nach dem Lesen mehrerer Rezensionen ist, dass das Buch Leute, die selbst Forschung betreiben, deutlich mehr anspricht als andere. Ich fand auch den moralischen Relativismus in diesem Buch gar nicht so stark, wie manchmal behauptet wird. Das Buch ist schon recht klar darin, was richtig und falsch ist, es zeigt eher auf, was passiert, wenn man sich nicht darüber im Klaren ist.
Yanagihara has a stunning grasp of language. I can't contest that. The way in which she described the jungle in which most of the book is set really transports you as the reader. You can see every tree, fruit and animal before your inner eye. The scientific footnotes also intrigued me and where a great way to lighten up and get out of the heavy plot during reading. I'm usually not one to shy away from morally ambiguous plots or themes either. However, the white imperialism, the talking and portrayal of "savagery", the pedophilia... it all just gave me the 'ick'. I really had to force myself to continue reading and caught myself thinking that I couldn't imagine how someone would come up with this and write it down on their own free will. After reading I found out, that this story was actually based on a real person, Daniel Carleton Gajdusek, which is even more disturbing. It was well written, but based on my personal feelings during reading, I arrived at a rating of 2.75 ⭐
Das Buch handelt von einem fiktiven Arzt namens Dr. Norton Perina. Gleich auf den ersten Seiten erfahren wir im Rahmen eines Zeitungsausschnitts, dass er im Jahr 1999 wegen Kindesmissbrauchs zu 24 Monaten Freiheitsstrafe verordnet wurde, und dass er zuvor als brillanter Wissenschaftlicher galt, und für seine Entdeckung der Unsterblichkeit, und der anschließenden Forschung daran den Nobelpreis erhalten hat. Diese Entdeckung machte er dabei bei einer Reise auf eine abgelegene Pazifikinsel, wo er nicht nur ein bis dato unentdecktes Volk entdeckte, sondern eben auch herausfand, dass diese Menschen wohl ewig leben. Das weitere Buch erleben wir dann durch seine Augen, in Form seiner Memoiren. Von seiner frühen Kindheit, über seine Expedition Ivu‘Ivus (besagter Insel), bis hin zu besagter Inhaftierung. Interessant ist dabei vor allem die Perspektive. Da wir die Welt nur durch seine Augen erleben, empfinden wir nicht nur zwangsläufig eine gewisse Grundsymphathie, auch hinterfragen wir im Laufe des Buchs nach und nach, ob die Dinge tatsächlich so sind, wie Norton sie wahrnimmt. Das gipfelt dann tatsächlich auf ein paar verstörenden letzten Seiten, die aber zumindest Klarheit schaffen über das wahre Wesen Perinas.
In ihrem Debüt-Roman "Das Volk der Bäume" führt uns die amerikanische Bestseller-Autorin Hanya Yanagihara auf eine von der Zivilisation unberührte Südseeinsel und in tiefe menschliche Abgründe. Der junge Arzt Norton Perina bricht nach einem eher lustlos absolvierten Medizinstudium und einem grausamen Job in einem Tierversuchslabor mit seinen Forscherkollegen zu einer Expedition nach Ivu'ivu auf, wo er auf ein geheimnisvolles Volk stößt, dessen Sprache, Rituale und Traditionen sie studieren. Nach einigen Tagen im Dschungel macht er eine erstaunliche Entdeckung. Er findet heraus, dass die vermeintliche Unsterblichkeit einiger Stammesmitglieder durch den Verzehr der seltenen Opa’ivu’eke-Schildkröte Nach langjährigen Versuchen an Mäusen und den Ivu'ivu wird allerdings klar, dass zwar der Körper jung bleibt, aber der Geist verfällt. Mit seiner Entdeckung wird Perina zum gefeierten Held der Wissenschaft und gibt die Insel zugleich der Zerstörung durch Horden von Forschern und Pharmakologen preis, die den großen Ruhm und das große Geld wittern. Bei weiteren Besuchen auf der Tropeninsel nimmt Perina insgesamt 43 Kinder mit in seine Heimat, adoptiert sie und zieht sie groß. Erst in einem Nachtrag erfahren wir schließlich die Wahrheit über seinen Missbrauch wie auch über sein späteres mysteriöses Verschwinden. Die fiktive, aber an den Mediziner Daniel Carleton Gadjusek angelehnte Biografie, wird sehr packend und sinnlich von Hanya erzählt. Es stellen sich unweigerlich viele Fragen, wie die, was von der modernen Wissenschaft erwartet und toleriert wird und wie viel man einem Genie verzeihen kann und darf. Wir lernen viel über Nortons Vergangenheit, den frühen Tod seiner Mutter und seines Vaters, die Beziehung zu seinem Bruder Owen, das erfundene Volk der Ivu'ivu, Nortons Forschungen und das nicht immer einfache Zusammenleben mit seinen Adoptivkindern. Mir gefiel die Geschichte nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz gut, was nicht zuletzt am Können des Sprechers und dem fesselnden Schreibstil der Autorin lag. Ein großes Lob auch an das wirklich bezaubernde Cover.































