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Wayward

3.5(68)
Language
English
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About the book

A NEW YORK TIMES NOTABLE BOOK OF THE YEAR • A “furious and addictive new novel” (The New York Times) about mothers and daughters, and one woman's midlife reckoning as she flees her suburban life.

“Exhilarating ... reads like a burning fever dream. A virtuosic, singular and very funny portrait of a woman seeking sanity and purpose in a world gone mad.” —The New York Times Book Review
 
Samantha Raymond's life has begun to come apart: her mother is ill, her teenage daughter is increasingly remote, and at fifty-two she finds herself staring into "the Mids"—that hour of supreme wakefulness between three and four in the morning in which women of a certain age suddenly find themselves contemplating motherhood, mortality, and, in this case, the state of our unraveling nation.

When she falls in love with a beautiful, decrepit house in a hardscrabble neighborhood in Syracuse, she buys it on a whim and flees her suburban life—and her family—as she grapples with how to be a wife, a mother, and a daughter, in a country that is coming apart at the seams.

Dana Spiotta's Wayward is a stunning novel about aging, about the female body, and about female complexity in contemporary America. Probing and provocative, brainy and sensual, it is a testament to our weird times, to reforms and resistance and utopian wishes, and to the beauty of ruins. 

Editions (3)

ISBN9780593312490
PublisherKnopf Doubleday Publishing Group
Publication Date06/21/22

Reviews & Ratings

68 ratings

12 reviews

3.5

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  • 4.0

    Im Original heißt das Buch "Wayward", was übersetzt werden kann mit unberechenbar, oder mit eigensinnig. Und Sam, die 53-jährige Mutter von Ally und Tochter von Lily, ist beides. Spontan kauft Sam ein runtergekommenes, aber in ihren Augen wunderschönes Haus und zieht bei Mann und Tochter aus. Auch ihre Ausbrüche, die sie gegenüber Ärzten oder Behörden an den Tag legt, brechen plötzlich aus ihr raus und beschämen dadurch ihre Tochter und lässt ihre Beziehung immer schwieriger werden. Sams Inneres schäumt immer wieder über. Aber sie möchte auch wieder mehr sie selbst sein. "Ich wollte nicht still und devot sein. Ich wollte nicht würdevoll sein, und vor allem hatte ich keine Lust mehr, mich noch um irgendjemanden zu kümmern." Und so geht Sam ins Fitnesscenter, trifft sich mit Frauen um über Feminismus und Politik zu diskutieren und schießt trotzdem wieder übers Ziel hinaus, als sie um die Zuneigung von Ally kämpft. Das geht nach hinten los und Ally fühlt sich als "Kollateralschaden auf dem Scheiterhaufen ihres Selbstopferungstrips." Es geht in diesem Roman viel um Frau-sein in der heutigen Zeit und was es bedeutet Mutter oder Tochter zu sein. Aber auch um die "Unsichtbarkeit" als Frau mittleren Alters. Diese Teile des Buches mochte ich sehr!! Verloren hat er mich in den Kapiteln über Institutionen, lokalen Beschreibungen von Syracuse und unglaublich vielen Abkürzungen, die ich keine Lust hatte alle zu googeln. Ich mag es, wenn das Cover zum Inhalt passt, das kann ich hier nicht wirklich zuordnen.

    Aug 1, 2024

  • hergen
    hergen

    148 Followers

    3.0

    Emanzipation und ihre Fallstricke

    Sam ist in der Perimenopause, Donald Trump wird zum ersten mal Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir schreiben 2017. Sam ist sprunghaft, kauft aus einem Impuls heraus ein Haus, versucht sich von ihrem Mann zu trennen und nimmt dabei auch vorläufig in Kauf, dass der Kontakt zu ihrer Tochter Ally abbricht. Sam betätigt sich aktivistisch, ist auf der Suche nach dem passenden Einsatzgebiet. Dabei ist sie immer noch hoch abhängig von Matt. Sekte/Kult/BLM/Feminismus/Aktivismus/Menopause/Suprafertilität/Familien/Generationenroman/Abhängigkeit/Emanzipation/Libertarismus/Polizeigewalt/Machtgefälle/unerlaubte Beziehungen/Clara Loomis/… Man hat das Gefühl, es geht um alles und nichts, als Momentaufnahme von Sams Schleben und als Einblick in die Menopause interessant.

    Aug 12, 2025

  • annikaliest
    annikaliest

    94 Followers

    4.0

    Sam ist 53 und hat sich soeben in ein heruntergekommenes Haus verliebt, welches sie kurzerhand kauft. Erst nach dem Kauf merkt sie, dass dies wohl bedeutet, dass sie ihren Mann verlassen wird. Denn „[e]in Ja zu dieser Version ihres Lebens bedeutete ein Nein zu der anderen.“ (S.19).   Insgesamt befindet sich Sam in einer Lebensphase, in der ihr Bedürfnis, sich Konventionen zu widersetzen, immer größer wird. Und es stellt sich die Frage, ob der Hauskauf Auslöser oder Symptom dieser Phase ist… sowohl für die Lesenden als auch für Sam selbst. Denn sie muss zunächst alte Mauern einreißen, neue erkunden, bewerten oder sogar neu erbauen, um klar sehen zu können, wer sie ist, was ihr wichtig ist und was sie will.    Sehr gerne habe ich die Passagen aus der Tochter-Perspektive gelesen, die noch einmal einen ganz anderen Blick auf Sam eröffnen. Denn Ally antwortet nicht mehr auf Sams Nachrichten, findet ihr Verhalten peinlich und geht straight ihrer eigenen Wege. Trotz aller Rebellion und Veränderung, die Sam durchlebt, macht ihr dies unglaublich zu schaffen. Sams Kontrollbedürfnis und der Druck, den sie dadurch auf Ally ausübt, werden immer deutlicher. Doch die große Stärke von ‚Unberechenbar‘ ist, dass all dies als menschlich und nicht fehlerhaft dargestellt wird. Denn sind wir nicht letztlich alle, ebenso wie Sam, Heldin und Anti-Heldin zugleich…?   Thematisch werden Social Media, Gentrifizierung, Feminismus, Wechseljahre, Mutterschaft, Rassismus, amerikanische Politik und Political Correctness aufgegriffen. Für mich waren es ein paar Themen zu viel, die Sam umtreiben, als dass es auf mich noch wirklich authentisch wirken konnte. Vielleicht auch mit ein Grund dafür, warum ich mich mit Sam nicht gänzlich identifizieren konnte. Einerseits hat mich die Mutter-Tochter-Beziehung sehr berührt und ich konnte vieles wirklich fühlen. Sams aufkeimende Rebellion und ihr Interesse an ‚neuen‘ Themen habe ich hingegen eher mit distanziertem Interesse beobachtet als wirklich gefühlt. Insofern bin sich sehr froh, dass „Unberechenbar“ mindestens ebenso sehr Mutter-Tochter-Geschichte wie Midlife-Crisis-Plot ist.   Insgesamt schon allein aufgrund der außergewöhnlichen Perspektive der menopausalen Sam sowie der äußerst angenehmen Sprache lesenswert!

    May 30, 2024

3 of 12 reviews

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