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Ich habe bislang noch nicht viele Bücher von japanischen Autoren und Autorinnen gelesen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass in Deutschland immer mehr Werke aus dem „Land des Lächelns“ erscheinen (siehe Japanliteratur.net). Umso größer war dann die Freude, als ich zu meinem Geburtstag das 200 Seiten starke Buch Kitchen von Banana Yoshimoto übersetzt von Wolfgang E.Schlecht auspacken und lesen durfte. Kitchen umfasst drei Erzählungen sowie ein kurzes Essay, in dem versucht wird, das Phänomen Banana Yoshimoto zu erläutern. Denn die Autorin ist in Japan äußerst erfolgreich und prägt dort die Literaturszene maßgeblich. Die Erzählungen wirken auf mich erstaunlich leichtfüßig und modern, obwohl sie bereits 1988 entstanden sind. Zugleich sind sie von einer leisen Melancholie durchzogen, da alle Figuren den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. So auch Mikage, die Protagonistin der ersten beiden Erzählungen: Nach dem Tod ihrer Großmutter findet sie Trost in verschiedenen Küchen – und besonders in der Nähe von Yuichi und Eriko. Insgesamt bot mir Kitchen einen spannenden Einblick in das Werk und Phänomen Banana Yoshimoto. Zwar habe ich das Gefühl, dass sich mir ihre Faszination (vermutlich aufgrund kultureller Unterschiede) nicht vollständig erschlossen hat, dennoch war die Lektüre lohnenswert. Man kann Kitchen übrigens aktuell als Hörspiel in der ARD Audiothek hören.

Sep 27, 2025
Ich habe bislang noch nicht viele Bücher von japanischen Autoren und Autorinnen gelesen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass in Deutschland immer mehr Werke aus dem „Land des Lächelns“ erscheinen (siehe Japanliteratur.net). Umso größer war dann die Freude, als ich zu meinem Geburtstag das 200 Seiten starke Buch Kitchen von Banana Yoshimoto übersetzt von Wolfgang E.Schlecht auspacken und lesen durfte. Kitchen umfasst drei Erzählungen sowie ein kurzes Essay, in dem versucht wird, das Phänomen Banana Yoshimoto zu erläutern. Denn die Autorin ist in Japan äußerst erfolgreich und prägt dort die Literaturszene maßgeblich. Die Erzählungen wirken auf mich erstaunlich leichtfüßig und modern, obwohl sie bereits 1988 entstanden sind. Zugleich sind sie von einer leisen Melancholie durchzogen, da alle Figuren den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. So auch Mikage, die Protagonistin der ersten beiden Erzählungen: Nach dem Tod ihrer Großmutter findet sie Trost in verschiedenen Küchen – und besonders in der Nähe von Yuichi und Eriko. Insgesamt bot mir Kitchen einen spannenden Einblick in das Werk und Phänomen Banana Yoshimoto. Zwar habe ich das Gefühl, dass sich mir ihre Faszination (vermutlich aufgrund kultureller Unterschiede) nicht vollständig erschlossen hat, dennoch war die Lektüre lohnenswert. Man kann Kitchen übrigens aktuell als Hörspiel in der ARD Audiothek hören.
Sep 27, 2025








