Blick ins Buch

Romane

Kitchen

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Über das Buch

Als Mikage ihre Großmutter verliert, ist sie vollkommen allein in der großen Wohnung. Nur in der Küche, wo das Brummen des Kühlschranks sie in den Schlaf wiegt, kommt sie zur Ruhe. Aus ihrer Einsamkeit holt sie Yuichi. Er schlägt ihr vor, zu ihm und seiner Mutter zu ziehen. Es entwickelt sich eine merkwürdige Wohngemeinschaft. Denn Eriko, die wunderschöne »Mutter« Yuichis, hat eine schillernde Vergangenheit.

Editionen (5)

ISBN9783257696141
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum26.02.25

Rezensionen & Bewertungen

301 Bewertungen

35 Rezensionen

3,8

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  • schatzsucherin
    schatzsucherin

    319 Follower

    3,5

    Ich habe bislang noch nicht viele Bücher von japanischen Autoren und Autorinnen gelesen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass in Deutschland immer mehr Werke aus dem „Land des Lächelns“ erscheinen (siehe Japanliteratur.net). Umso größer war dann die Freude, als ich zu meinem Geburtstag das 200 Seiten starke Buch Kitchen von Banana Yoshimoto übersetzt von Wolfgang E.Schlecht auspacken und lesen durfte. Kitchen umfasst drei Erzählungen sowie ein kurzes Essay, in dem versucht wird, das Phänomen Banana Yoshimoto zu erläutern. Denn die Autorin ist in Japan äußerst erfolgreich und prägt dort die Literaturszene maßgeblich. Die Erzählungen wirken auf mich erstaunlich leichtfüßig und modern, obwohl sie bereits 1988 entstanden sind. Zugleich sind sie von einer leisen Melancholie durchzogen, da alle Figuren den Verlust eines geliebten Menschen verarbeiten müssen. So auch Mikage, die Protagonistin der ersten beiden Erzählungen: Nach dem Tod ihrer Großmutter findet sie Trost in verschiedenen Küchen – und besonders in der Nähe von Yuichi und Eriko. Insgesamt bot mir Kitchen einen spannenden Einblick in das Werk und Phänomen Banana Yoshimoto. Zwar habe ich das Gefühl, dass sich mir ihre Faszination (vermutlich aufgrund kultureller Unterschiede) nicht vollständig erschlossen hat, dennoch war die Lektüre lohnenswert. Man kann Kitchen übrigens aktuell als Hörspiel in der ARD Audiothek hören.

    27. Sept. 2025

  • stier
    stier

    246 Follower

    4,0

    Es geht um Trauer und Einsamkeit, Vertrautheit und Freundschaft.

    20. Sept. 2025

  • sgayting
    sgayting

    93 Follower

    4,5

    »Worte sind immer zu direkt, sie löschen ein so zartes aber bedeutungsvolles Licht aus«

    Sehr poetische Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen. Die Sprache war zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da findet man aber schnell rein. Es war sehr tiefgründig und auch poetisch, weswegen es mir am Ende doch sehr gut gefallen hat. Ich habe es an einem Tag durchgelesen, daher ist es auch gut für einen gemütlichen Sonntag auf dem Sofa geeignet. Das war mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letztes. »Ich möchte glücklich sein. Statt endlos weiter auf dem Grund des Flusses zu suchen, fühle ich mich angezogen von dem winzigen Körnchen Gold, das ich gefunden habe. Und wie froh wäre ich, wenn auch die anderen Menschen, die ich liebe, allesamt glücklich würden«

    »Worte sind immer zu direkt, sie löschen ein so zartes aber bedeutungsvolles Licht aus«

    14. Sept. 2025

3 von 35 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Banana Yoshimoto

Banana Yoshimoto, 1964 geboren, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch ›Kitchen‹ schrieb sie während ihres Studiums, sie jobbte nebenbei als Kellnerin in einem Café und verliebte sich dort in die Blüten der ›red banana flower‹, daher ihr Pseudonym. Ihr Debütroman verkaufte sich auf Anhieb millionenfach – ein Phänomen, dem man die Bezeichnung ›Bananamania‹ gab. Sie schrieb zahlreiche Bücher, die auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen erreichten.

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