The Boy in the Striped Pajamas
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Description
>But Bruno longs to be an explorer and decides that there must be more to this desolate new place than meets the eye. While exploring his new environment, he meets another boy whose life and circumstances are very different from his own, and their meeting results in a friendship that has devastating consequences.
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Ein MUSS
Selbst wenn dieses Buch nicht auf Zustände zurückgreifen würde, wie sie in Deutschland einmal gewesen sind, wäre es eine der mitreißendsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Das Buch fängt die kindliche Unschuld auf besondere Weise ein. Bruno, der Hauptprotagonist, kann weder „Führer“ noch „Auschwitz“ richtig aussprechen. Wir erleben die Nazizeit aus Kinderaugen – aus der Sicht eines Jungen, dessen Vater SS-Offizier ist und damit beauftragt wird, eines der bekanntesten Konzentrationslager zu leiten. Anfangs ist die Geschichte sehr rührend, und man muss sogar leicht lächeln, wenn man die kindliche Naivität und Hoffnung sieht, die Bruno trotz dieses bitteren Umfelds in sich trägt. Die Augen eines Kindes sind einfach dazu berufen, noch das Gute in der Welt zu sehen. Dann folgt die Begegnung mit Schmuel, dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der angeblich nicht gut genug war, um mit Bruno spielen zu dürfen. Bruno, der gesunde Junge, der im Buch im Gegensatz zu Schmuel sogar etwas dicklich beschrieben wird, trifft auf den Jungen im gestreiften Pyjama, dessen Hände nur noch aus Knochen zu bestehen scheinen, dessen Haut grau geworden ist und dessen Adern deutlich hervortreten. Trotzdem entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Denn wie könnte es anders sein? Kinder entwickeln Freundschaften ganz selbstverständlich – es sind die Erwachsenen, die Unterschiede zwischen Menschen sehen. Obwohl einige Situationen entstehen, in denen Bruno erkennen könnte, dass er und Schmuel nicht gleich behandelt werden, bewahrt er bis zum Schluss seine kindliche Unschuld. Und dann folgt das Ende. Es hat mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Für Kinder ist es ein unglaublich ungerechtes Ende. Doch für einen Vater, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen, der so viele Kinder zu Waisen und so viele Eltern kinderlos gemacht hat, wirkt es vielleicht sogar wie eine gerechte Strafe. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ steht zwar auf dem Lehrplan vieler Schulen, doch eben nicht an jeder. Dabei sollte es Pflichtlektüre sein – bundesweit vereinheitlicht, sodass jeder dieses Buch einmal in seinem Leben lesen muss. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern um zu verhindern, dass sich solche Taten jemals wiederholen. Denn auch wenn dies eine fiktive Geschichte ist, wissen wir anhand der Videoaufnahmen und Berichte aus jener Zeit alle, dass die dargestellten Ereignisse keineswegs weit hergeholt sind, sondern der Realität erschreckend nahekommen.
John Boyne erzählt die Geschichte des 9-jährigen Brunos, der mit seiner Familie nach „Aus-Wisch“ ziehen muss. Getrennt durch einen hohen Stacheldrahtzaun trifft er auf Schmuel – den Jungen im gestreiften Pyjama. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, sondern eine hochemotionale Reise. Die Geschichte lebt von der Stille zwischen den Zeilen und der tiefen Symbolik einer verbotenen Freundschaft. Es ist eine Erzählung, die mit großer Feinfühligkeit und Respekt geschrieben wurde und den Leser mit einer erschütternden Klarheit zurücklässt.
Unglaublich emotional
Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe, aber ich finde immer noch keine Worte. Der achtjährige Junge Bruno zieht als Sohn eines Kommandanten nach Auschwitz und freundet sich dort heimlich am Zaun mit einem jüdischen Jungen an. Der Hauptcharakter Bruno wirkte auf mich sehr authentisch. Besonders berührend fand ich, dass alles aus der realistischen Sicht und im kindlichen Schreibstil erzählt wurde. Dadurch wurde die Handlung noch berührender . Die Stimmung bleibt durchgehend eher melancholisch und nüchtern. Vom Ende brauche ich gar nicht erst zu sprechen, es hat mich zerstört. Ich bin der Meinung, dass das Thema Nationalsozialismus sehr gut vermittelt wurde, und fand die Perspektive unglaublich interessant. Insgesamt ein sehr gutes Buch für alle, die sich für das Thema Nationalsozialismus interessieren, und meiner Meinung nach auch als Schullektüre geeignet.
Erstes Buch ohne Sterne-Bewertung - dafür mit starker Empfehlung, es zu lesen!
Bereits Titel und Cover lassen erahnen, worum es in dem Buch gehen könnte… Aus Sicht eines 9-jährigen erfahren wir hier sehr vage und dennoch einprägsam vom Leben in Auschwitz. Als sein Vater zum Kommandanten ernannt wird, ist die Familie von Bruno gezwungen in ein einsames Haus auf der anderen Seite des Konzentrationslagers zu ziehen. Bruno schildert ehrlich und direkt, was er erlebt, denkt und fühlt - und diese kindlich, meist sehr naive Sicht auf all den Schrecken macht das ganze Geschehen umso tragischer… Das Buch ist unglaublich gut geschrieben und man möchte unbedingt wissen, was als Nächstes passiert, was Bruno noch erlebt oder wie er sich in Situation x verhalten wird. Da mich das Buch berührt, mitgerissen, schockiert, emotional aufgewühlt und betroffen gemacht hat, kann ich es nur empfehlen - insbesondere in heutigen Zeiten, sollte diese Geschichte und Literatur unbedingt gelesen werden. Von einer Sterne-Bewertung sehe ich jedoch ganz bewusst ab, denn was vor gut 90 Jahren hier in Deutschland geschah, nein - den Menschen angetan wurde! - ist so grausam und abartig, dass ich keine passenden Worte dafür finden kann.
Manche Geschichten brechen einem still das Herz 💔
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ hat mich emotional komplett zerstört. Die Geschichte aus Brunos kindlicher Sicht zu erleben, war gleichzeitig unschuldig, berührend und unfassbar erschütternd. Bruno versteht überhaupt nicht, wo er ist, was dieses Lager bedeutet oder warum Schmuel so traurig, dünn und kahlgeschoren ist – und genau diese Naivität macht alles nur noch grausamer. Man liest mit dem Wissen, das Bruno nicht hat, und genau diese Hilflosigkeit zerreißt einem beim Lesen das Herz. Die Freundschaft zwischen ihm und Schmuel ist so rein und ehrlich, dass jeder gemeinsame Moment gleichzeitig wunderschön und schmerzhaft ist. Das Buch zeigt auf eine leise, aber unfassbar eindringliche Weise, wie wichtig Erinnerung ist und dass solche Geschichten niemals vergessen werden dürfen. 5/5 Sterne – ein stilles Meisterwerk, das einem erst das Herz wärmt und es einem dann mit der letzten Seite für immer bricht. 💔

✨Ein bewegendes Buch über den Holocaust aus der kindlichen Sicht eines Jungen✨
Das Buch hat mich von Anfang an sehr bewegt, gerade dieses Unverständnis von Bruno, welcher nicht weiß was all die Menschen hinter dem Zaun tuen. Das Buch macht auch nochmal deutlich wie prägend ein Elternhaus ist und das Kinder einfach ungefiltert alles nachsagen was die Elter sagen, obwohl es nicht wirklich deren Meinung ist. Ich fande das Buch alles in allem sehr gut geschrieben und wirklich lesenswert. Ich musste mehrmals weinen aber bei diesem schweren Thema im Buch ist das nur all zu Verständlich. Eine gute Buchemofehlung
Worte reichen für dieses Buch nicht aus…
Über dieses Buch Worte zu finden, fällt schwer — so wie bei vielen Geschichten, die dieses Thema behandeln. Die Geschichte von Bruno und Schmuel geht tief unter die Haut und bleibt noch lange im Herzen zurück. Sie erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und kindlicher Unschuld, aber gleichzeitig auch von unvorstellbarem Grauen. Besonders bewegend ist die Art, wie die Welt aus Brunos Augen gezeigt wird. Seine Naivität und sein Unverständnis gegenüber dem, was hinter dem Zaun geschieht, machen die Geschichte umso erschütternder. Mit jeder Seite spürt man mehr die grausame Realität, die hinter allem verborgen liegt. Dieses Buch ist traurig, emotional und unglaublich wichtig. Es zeigt, wie dunkel Menschen sein können — aber auch, wie stark Freundschaft selbst in den schlimmsten Zeiten sein kann. Ein Buch, das man niemals vergisst.

Ein Plädoyer gegen das Vergessen
Dieses Buch ist ein erschütterndes Meisterwerk. Durch die kindliche, naive Sicht von Bruno auf die Grausamkeit des Holocausts entsteht ein Kontrast, der unter die Haut geht und den Leser völlig fassungslos zurücklässt. Wenn man heute auf das Buch zurückblickt, wird seine Relevanz nicht kleiner, im Gegenteil. In einer Zeit, in der politische Diskurse oft wieder polarisierter werden und das „Wir gegen Die“ erschreckend leicht Gehör findet, führt uns Boyne drastisch vor Augen, wohin Entmenschlichung führt. Der Holocaust war ein zivilisatorischer Bruch, ein unfassbares Verbrechen, das auf dem systematischen Auslöschen von Empathie basierte. Das Buch erinnert uns daran, dass Vorurteile und Hass oft dort beginnen, wo die Neugier auf das Gegenüber endet. Es ist eine Warnung, wie wichtig es ist, Mauern ob physischer oder ideologischer Natur zu hinterfragen. Fazit: „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist weit mehr als eine historische Erzählung. Es ist eine notwendige Erinnerung an die Tragödie des Holocaust, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Es fordert uns dazu auf, auch heute wachsam zu sein, unsere eigene Menschlichkeit zu bewahren und den Wert jedes einzelnen Lebens ungeachtet der Herkunft oder der Umstände über alles andere zu stellen. Ein absolut ergreifendes, wichtiges Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte.

Mir fällt es wirklich schwer hier eine Rezension zu schreiben... Ein Buch, das nicht annähernd das beschreiben kann, was in der Zeit des Holocaust passiert ist! 🖤🩵 Die Geschichte wird aus der Sicht eines naiven Jungen geschrieben, der eines Tages auf der Suche nach einem Abenteuer, einen Jungen im gestreiften Pyjama entdeckt. Einige Passagen in diesem Buch, haben mich wirklich schlucken lassen. Eine wichtige Lektüre, die aber leider nur einen klitzekleinen Einblick in diese schreckliche Zeit gibt. Ich durfte damals in meinem FSJ, viele Menschen kennen lernen die den Holocaust überlebt haben. Dafür bin ich unglaublich dankbar💗 Und ich glaube, das mich genau das mit meinen unschuldigen 16 Jahren, für mein weiteres Leben extrem geprägt hat!
„Erinnern ist Arbeiten an der Zukunft.“ (Willy Brandt)
Zu diesem Buch gibt es sooo viele Meinungen, extrem gute und extrem schlechte. Ich verstehe beide Seiten und habe lange überlegt, wo ich hier stehe. Erst mal kurz zum Inhalt (ohne Spoiler): Bruno wächst während des zweiten Weltkriegs auf und ist der Sohn eines hohen SS Offiziers. Eines Tages schließt Bruno Freundschaft mit einem anderen Jungen, der allerdings hinter einem Zaun lebt und Bruno versteht nicht, was vor sich geht… Um direkt das Offensichtliche aus dem Weg zu räumen: das Buch ist historisch nicht akkurat und es ist ausgeschlossen, dass die Dinge so hätten laufen können. Ich habe mich dennoch für eine gute Bewertung entschieden und mache nur 1⭐️ Abzug, was ich zum Schluss erklären werde. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein fiktives Kinderbuch mit Setting innerhalb einer der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte. Ich denke, es ist kindgerecht aufbereitet und wird diese Zielgruppe zum Nachdenken bewegen. Zum Nachdenken darüber, wie es sein konnte. Ob Bruno denn tatsächlich nichts geahnt hat. Ob Bruno und sein Freund unterschiedlich waren und vieles vieles mehr. Als erwachsene Person ein Kinderbuch schlecht zu machen, welches Kinder dazu animieren kann, sich mit dieser schwarzen Zeit zu beschäftigen - kann man machen, aber ich habe mich dagegen entschieden. Meine einzige wirkliche Kritik, und es ist sehr schwer es zu beschreiben, ohne zu spoilern, ist, dass es dieses Endes gebraucht hat, um Mitgefühl hervorzurufen. Das ist das, was ich misslungen finde. Die Tragödie ist die ganze Sache, da brauchte es nicht einer zusätzlichen einzelnen Situation. Wer das Buch gelesen hat, der weiß, was ich sagen will. Alle anderen lade ich ein, das Buch zu lesen und dann Bescheid zu sagen. Macht gern Eure eigene Erfahrung! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine Geschichte, die das Herz schwer macht 🕊️💔
Manchmal gibt es Bücher, die einen so sehr in ihren Bann ziehen, dass der Alltag komplett in den Hintergrund rückt. "Der Junge im gestreiften Pyjama" war für mich so ein Fall – das typische „nur noch ein Kapitel“-Buch. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, musste ich es in einem Rutsch durchlesen. Ich konnte Bruno einfach nicht allein lassen. 📖⏳ Warum mich dieses Buch erschüttert hat: Naivität trifft auf Grausamkeit: Durch Brunos unschuldige Augen auf die Schrecken des Holocausts zu blicken, ist fast unerträglich. Besonders eine Frage hallt in meinem Kopf nach: "Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?" 👕🛡️ Sprachloses Ende: Ich war auf vieles vorbereitet, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich vollkommen kalt erwischt und völlig sprachlos zurückgelassen. Ich saß noch lange Zeit nach dem Zuklappen des Buches einfach nur da. 😭😶 Bittere Aktualität: Am Ende des Buches schreibt John Boyne: "Dies ist das Ende der Geschichte von Bruno und seiner Familie. Natürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter." Diese Zeilen geben mir eine unfassbare Gänsehaut. Wenn man sich die heutige Welt ansieht, wirkt dieser Satz leider wie eine bittere Warnung, die wir noch immer nicht gelernt haben. Es sieht aktuell leider gar nicht danach aus, als wäre diese Gefahr gebannt. Fazit: Ein kleines Buch mit einer gewaltigen, zerstörerischen Kraft. Es ist schmerzhaft, traurig und so unglaublich wichtig. Wer dieses Buch liest, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. 🕊️🕯️

Gefährliche Fiktion: Wie ein Roman das Grauen der Schoa trivialisieren kann
John Boynes Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ wird häufig als bewegende Darstellung kindlicher Unschuld im Angesicht der Schoa gefeiert. Bei näherer Betrachtung offenbart sich jedoch ein tiefgreifendes Problem: Der Roman präsentiert eine derart realitätsferne, romantisierende und letztlich verharmlosende Darstellung der Konzentrationslager, dass er nicht nur historisch unhaltbar ist, sondern auch eine gefährliche Verzerrung der Realität darstellt und den Opfern der Schoa gegenüber schlichtweg respektlos ist. Die zentrale Begegnung zwischen Bruno, dem Sohn eines SS-Kommandanten, und Schmuel, einem jüdischen Jungen im Konzentrationslager, ist der offensichtlichste Schwachpunkt. Die Vorstellung, ein Kind könne sich regelmäßig und unbemerkt an den Zaun eines stark überwachten Lagers schleichen, um dort mit einem Häftling zu sprechen, entbehrt jeder historischen Grundlage. Konzentrationslager, insbesondere Vernichtungslager, waren strengstens überwacht, mit elektrisch geladenen Zäunen, Wachtürmen und patrouillierenden Soldaten. Ein Kontakt wie der im Roman dargestellte wäre schlicht unmöglich gewesen. Dass dies als zentrale Handlung des Buches fungiert, suggeriert, solche Begegnungen hätten stattfinden können. Eine gefährliche Irreführung. Zudem impliziert der Roman, dass das Lager ein Ort war, den man mit relativer Leichtigkeit betreten oder verlassen konnte. Eine Darstellung, die die grausame Realität der Gefangenen und die Unentrinnbarkeit des Lagers völlig verklärt. Insassen, ob Kinder oder Erwachsene, waren unter ständiger Kontrolle, unterernährt, krank, entmenschlicht und in ständiger Todesgefahr. Die Idee, ein Junge wie Schmuel könne sich regelmäßig zum Zaun begeben, um dort in aller Ruhe Gespräche zu führen, ist nicht nur unrealistisch, sondern eine grobe Verharmlosung des Leids der Opfer. Hinzu kommt Brunos naive Unwissenheit über die Rolle seines Vaters, die Existenz Hitlers oder gar die wahre Natur des Lagers, obwohl er als Kind eines hochrangigen SS-Offiziers im direkten Umfeld der Täter aufwächst. Diese extreme Naivität wirkt konstruiert, ja sogar instrumentalisiert, um eine moralische Gleichsetzung zwischen Täterkind und Opferkind zu ermöglichen. Das ist nicht nur historisch unplausibel, sondern auch moralisch bedenklich: Denn es verwischt die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld, zwischen Verantwortung und Ignoranz. Dass ein deutscher Junge in dieser privilegierten Situation angeblich nichts über Hitler oder das NS-Regime weiß, ist schlicht nicht glaubhaft und eine Beschönigung der Tätergeneration. Kurzum: Der Junge im gestreiften Pyjama ist keine ehrliche oder verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der Schoa. Er ist ein emotional manipulatives Konstrukt, das sich die Tragödie der Geschichte zu eigen macht, um eine rührselige Freundschaftsgeschichte zu erzählen auf Kosten der historischen Wahrheit und des Gedenkens an die Opfer. Dass dieses Buch Teil von Schullektüren ist, sollte dringend überdacht werden.
Ein berührendes, bewegendes Meisterwerk aus Sicht eines kleinen Jungen!
"Der Junge im gestreiften Pyjama" ist eine ergreifende Erzählung über die unschuldige Freundschaft zwischen zwei Kindern, Bruno und Shmuel, während der dunklen Zeiten des Holocausts. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Brunos Blick auf die Welt erzählt, der gar nicht so richtig versteht, was passiert. Die naiven Fragen und die Unschuld des Kindes bilden einen herzzerreißenden Kontrast zu den schrecklichen Ereignissen, die sich im Hintergrund abspielen. Persönlich fand ich das Buch unglaublich gut geschrieben. Es schafft es, die Leser:innen auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen und lässt einen am Ende mehr als nachdenklich zurück. Die Thematik des Holocausts ist von entscheidender Bedeutung, und dieses Buch ist ein kraftvolles Werkzeug, um sich daran zu erinnern und die Grausamkeit dieser Zeit nie zu vergessen. Ich fand die Entscheidung das Ganze aus Sicht eines Kindes zu schreiben sehr mutig und sehr passend. Das liest sich damit ganz anders als andere Bücher zu der Zeit. Es ist definitiv ein Buch, das man gelesen haben sollte, um sich ab und zu mit der Realität zu konfrontieren und die Wichtigkeit von Mitgefühl und Menschlichkeit zu erkennen. Natürlich ist das keine leichte gute-Laune-Lektüre aber ich kann’s dennoch absolut empfehlen. Habe mir direkt danach auch den Film dazu angeguckt, der das ganze nochmal sehr gut abrundet.
Die Geschichte „Der Junge im gestreiften Pyjama“ hat mich beinahe sprachlos und zutiefst traurig zurückgelassen. Das Buch erzählt auf stille, aber unglaublich bewegende Weise von einer ungewöhnlichen Freundschaft inmitten eines grausamen historischen Hintergrunds. Durch die unschuldige Perspektive des Jungen wirkt das Geschehen noch eindringlicher und tiefgreifender. Ein Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte. Klare Leseempfehlung.
Sehr bewegende Geschichte ... ein Buch, worüber man noch lange und immer wieder nachdenkt
Nachdem ich den Film gesehen habe und bereits herausragend gut umgesetzt fand, wollte ich unbedingt das Buch lesen und was soll ich sagen... Das Buch steht dem Film in nichts nach. Die Geschichte ist einfach nur emotional, tragisch, und schrecklich, aber auch schön, und bewegend. Das Buch ist aus der Sicht von Bruno, einem 9 Jährigen Jungen geschrieben, was es einem sehr leicht macht seine (und Schmuels) Sichtweise zu verstehen und man nur so durch das Buch fliegt. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Schwere Kost, aber ich habe es sehr gemocht und werde noch oft daran denken (sowie an den Film)

Sprachlos und doch so wichtig, dass man darüber redet
Ein Buch über den Holocaust aus der Sicht eines 9-jährigen deutschen Jungen, dessen Vater Lagerkommandant in "Aus-Wisch" wird. Eine äußerst tragische Geschichte. Es war sehr einfühlsam und kindlich-naiv geschrieben. Ich werde die Fortsetzung auch noch lesen, die aus der Sicht seiner Schwester Gretel erzählt wird. Eigentlich ein Must-Read für alle Schüler.

Einfach Atemberaubend
Diese Geschichte wird aus der Sicht eines sehr Naiven neunjährigen„Nazi“ Jungen erzählt. Der nicht begreifen kann was um ihn herum passiert. Warum muss er aus Berlin wegziehen? Warum hat Oma wüten sein Elternhaus verlassen sein Vater zum Kommandanten von ,,Aus-Wisch“ befördert wurde? Warum tragen die Menschen auf der anderen Seite des Zaunes alle gestreiften Sachen? Warum? Warum? Warum? Das ganz Buch ist ein einziges Warum? Worauf Er und auch wir keine Antwort bekommen. Was auch glaube nicht der Sinn des Buches ist. Ich finde man wird langsam an das Thema ran geführt und eigentlich somit wunderbar als Schullektüre. Ich einen halben Punkt Abzug weil ich mir gewünscht hätte das es bei gewissen Situationen etwas mehr ins Detail hätte gehen können. (Küchen Unterhalt mir Marie, Pavel, Kurt Versetzung) Allem im allen würde ich es empfehlen.
Ich habe dieses Buch schon ziemliche lange und wusste nur im Groben, worum es ging, und meine persönliche Meinung ist, dass man es lesen sollte, ohne wirklich zu wissen worum es geht. Das Einzige , was ich sagen kann, ist dass John Boyle eine faszinierende und emotionale Geschichte erschaffen hat und mir dadurch eine wunderbare Zeitreise, in die jedoch so grausame Vergangenheit ermöglicht hat. Ich habe es in einem durchgelesen und bis ans bittere Ende mit den Protagonisten mitgefiebert. Eine große Empfehlung!

Sehr schönes Buch und super um die Zeit im 2.Weltkrieg den Kindern näher zu bringen
Es geht um 2 Jungen einer davon ist in die Nähe eines Konzentrationslager gezogen und lernt dort einen anderen Jungen kennen der im Konzentrationslager lebt. Ich finde dieses Buch so toll, weil es um Freundschaft geht und obwohl sie es nicht leicht haben sie trotzdem beste Freunde sind.

Die Unschuld zweier Kinder – und eine Tragödie, die sprachlos macht 💔 🕊️
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist eines dieser Bücher, die nicht laut nach Aufmerksamkeit verlangen. Es erzählt seine Geschichte mit einer beinahe kindlichen Einfachheit – und genau darin liegt seine erschütternde Kraft. Ich habe das Buch gelesen, um es mit dem Film zu vergleichen, und war überrascht, wie nah beide Werke beieinanderliegen. Die Verfilmung hält sich nahezu 1:1 an die Vorlage; lediglich das Ende wurde minimal gekürzt. Selten habe ich eine Adaption erlebt, die den Geist eines Buches so treu einfängt. Schon lange bevor die eigentliche Tragik ihren Lauf nimmt, schlich sich eine tiefe Melancholie zwischen die Zeilen. Es waren keine dramatischen Szenen, die mich berührten, sondern die stille Unwissenheit, die kindliche Freundschaft und die bedrückende Ahnung dessen, was unausweichlich bevorsteht. Ich bemerkte erst spät, dass mir leise Tränen über die Wangen liefen – noch bevor überhaupt etwas Schlimmes passiert war. John Boyne gelingt es, das Unfassbare aus der Perspektive eines Kindes zu zeigen. Dadurch trifft jede Erkenntnis, jede Begegnung und schließlich jede Entscheidung umso härter. Das Ende hinterlässt keine lauten Worte, sondern eine beklemmende Stille, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches bleibt. Ein zutiefst trauriges, bewegendes und wichtiges Buch, das mich emotional genauso getroffen hat wie der Film – vielleicht sogar noch mehr. ⭐⭐⭐⭐
Sehr mitfühlende Geschichte 🥺
Wir alle haben ja diverse Geschichten gelesen, gehört und gesehen zu dem Thema. Aus einer Perspektive eines kleinen Jungen der nicht alles versteht ist clever. Man kommt gut in die Geschichte rein. Bruno und Schmuel zwei Kinder die zu der Zeit aus verschiedenen Welten politisch kamen aber dennoch gleich sind. Eine Freundschaft die über ein Jahr entstanden ist als Bruno mit seinem Eltern aus Berlin umziehen mussten weil sein Vater beruflich den Standort wechselte. Eine Schwester die denkt sie sei “erwachsen” und Bruno der seine drei besten Freunde zurück lassen musste. Bruno fand in Schmuel ein neuen besten Freund und einen halt den Umzug zu überstehen. Aber Schmuel lebt auf der anderen Seite des Zauns der ihn und Bruno trennte. Das Buch ist sehr zu empfehlen. Mitreisend und mitfühlend 🫶🏽❤️
Erschütternd
Das Buch habe ich an einem Tag gelesen. Es lies sich sehr flüssig lesen und ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Man begibt sich in die Zeit des 2. Weltkrieges und begleitet den kleinen Bruno, der erforscht warum an den Garten seines neuen zu Hauses ein Zaun grenzt hinter dem viele Menschen in Schlafanzügen herumlaufen. Eine wirklich tragische Geschichte, dessen Verfilmung ich schon vor über 10 Jahren gesehen habe. Der Film ist der einzige Film der mich so geschockt hat, dass ich danach 2 Stunden kein Wort raus bekommen habe - wohl aber einige Tränen. Da ich die Geschichte also schon kannte hat mich im Buch nichts mehr überrascht und es ist lange nicht so eindringlich gewesen, aber trotzdem absolut lesenswert!!!

Kleines Buch, große Worte! Ich habe es während eines Urlaubs an einem Tag gelesen und trotz Strand und Sonnenschein hat mich die Geschichte sehr bewegt traurig gemacht. Sie handelt von Bruno, einem 8-jährigen Jungen, der während des Zweiten Weltkriegs mit seiner Familie von Berlin nach Auschwitz, direkt neben das Konzentrationslager zieht. Brunos Vater ist ein hochrangiger Offizier in Hitlers Reihen und für die Geschehnisse im KZ mit verantwortlich. Natürlich hat Bruno keine Ahnung, wer genau seine neuen Nachbarn sind und was hinter dem Stacheldrahtzaun wirklich passiert. Er weiß nur, dass der "Furor" ihn und seine Familie nach "Aus-Wisch" geholt hat. Dort trifft er eines Tages auf Shmuel, einem jüdischen Jungen, der auf der anderen Seite des Zaund lebt. Zwischen den beiden Kindern entwickelt sich eine von Vorurteilen befreite und tiefgehende Freundschaft. Durch Bruno lässt uns der Autor diesen schrecklichen Teil unserer Geschichte aus naiven Kinderaugen sehen und deckt dadurch unverhohlen die Sinnlosigkeit der Taten der Nazis und deren Ideologie auf. Während Brunos ältere Schwester in den ekligen Sumpf der Propaganda gezogen wird, bleibt Bruno sich selbst und seiner Intuition treu. Ein großartiges Buch über Freundschaft, Toleranz und Liebe in einer Welt voller Hass und Tod. Leider musste auch die ein oder andere Träne bei mir fließen.
Ein herzzerreißendes Buch 😢
Ich kannte den Film zwar schon, wollte aber unbedingt noch das Buch lesen und als ich es im Bücherschrank gefunden hatte, musste es direkt mit. Wie bewertet man nun so eine Geschichte? Die Sicht des 9-Jährigen Brunos zeigt einem noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse von damals. Die kindliche Naivität, das Unverständnis von Bruno über die Menschen hinter dem Zaun und die „Nicht-Kommunikation“ im Elternhaus - all das bringt der Autor zu einer bedrückenden, emotionalen und durchaus wichtigen Geschichte zusammen. Das Ende hat mich, obwohl ich es durch den Film schon kannte, nochmal kalt erwischt und ich war sehr bewegt von dem Buch.

Sehr bewegend und gut geschrieben 🤍
Phu... Heftige aber wichtige Lektüre. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und muss sagen das es mich wirklich gepackt hat. Auf eine andere Art. Der Autor hat diese Geschichte echt sehr einfühlsam und wunderbar geschrieben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Das Thema um den Holocaust ist natürlich sehr schwer und belastet, aber dafür umso wichtiger. Aber genau dafür ist Literatur da. Um Geschichte zu erhalten und zu erzählen. Denn es ist so wichtig nicht zu vergessen. Ich habe Bruno sehr gerne begleitet. Umso emotionaler war damit auch das Ende. Klare Leseempfehlung. ✨️

Ein wichtiges literarisches Werk
Dieses Buch ist nun schon seit einiger Zeit auf meinem Sub gewesen und heute war es an der Zeit dieses Buch zu lesen. Da ich den Film dazu noch nicht gesehen hatte, wusste ich noch nicht wirklich worum es denn schlussendlich geht. Mit der Zeit und einen kleinen Spoiler seitens meines Freundes wurde es klar. Eine ergreifende und wichtige Geschichte für unsere Gesellschaft die meiner Meinung nach ein wenig mehr Emotionen und Gefühle benötigt hätte damit diese noch mehr ins Herz geht. Die Handlung war sehr schön aufgebaut, bis auf kleine nervige Wortwiederholungen. Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen.. Jetzt folgt erstmal der Film darauf.
»›Die Zugfahrt war schrecklich‹, sagte Schmuel. ›In den Waggons waren zu viele Menschen. Wir hatten kaum Luft zum Atmen. Und es roch entsetzlich.‹ ›Weil ihr euch alle in einen Zug gezwängt habt‹, sagte Bruno und erinnerte sich an die beiden Züge, die er bei der Abfahrt aus Berlin gesehen hatte. ›Als wir hierher kamen, stand noch einer auf der anderen Seite des Bahnsteigs, aber den schien keiner zu sehen. In den sind wir gestiegen. Den hättet ihr auch nehmen sollen.‹ ›Ich glaube nicht, dass wir das gedurft hätten‹, sagte Schmuel und schüttelte den Kopf. ›Wir konnten unseren Waggon nicht verlassen,‹ ›Die Türen sind am Ende‹, erklärte Bruno. […] ›Natürlich waren da welche.‹«
Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: Was von uns bleibt — Phillip Poisel In einem Wort: tragisch Inhaltliches: Der Junge im gestreiften Pyjama erzählt die nazideutsche Geschichte der Gräueltaten des Holocausts durch die Augen eines Kindes. Brunos Familie — er selbst, stolze achteinhalb Jahre alt, seine Schwester Gretel (zwar knappe drei Jahre älter als er selbst, aber dennoch ein hoffnungsloser Fall), seine Mutter und sein Vater, letzterer liebevoll ›Du-weißt-schon-wer‹ genannt — zieht fort dem städtisch-gemütlichen Berlin, fort dem trauten Heim und hin an einen Ort, der nicht trister hätte sein können, den fürchterlichen Namen Aus-Wisch [Auschwitz] tragend, und das alles nur, weil der Furor [Führer] Großes mit seinem Vater-Du-weißt-schon-wer vorhatte. Bruno »konnte nicht begreifen, wie es zu alldem gekommen war. An einem Tag war er völlig zufrieden, spielte zu Hause, hatte drei gute Freunde, rutschte Treppengeländer hinunter und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ganz Berlin zu überblicken, und jetzt saß er hier in diesem kalten, hässlichen Haus fest, mit drei flüsternden Dienstmädchen und einem Kellner, der unglücklich und wütend war, einem Haus, in dem alle den Eindruck machten, dass sie nie wieder fröhlich sein konnten« (S.24) und als sei das allein nicht bereits schlimm genug, bot Aus-Wisch, von der Hässlichkeit eines Landhauses einmal abgesehen, nichts als einen kilometerlangen Maschendrahtzaun und einige Hundertschaften an Menschen, weit entfernt auf der anderen Seite, ein Jeder in dieselben Kleider gepackt. Auf Rückfrage darf Bruno lernen, dass »[D]as … na ja, das […] eigentlich gar keine Menschen [sind]« (S.69). In seiner Einsamkeit begibt sich Bruno auf einen langen Spaziergang entlang des meterhohen Maschendrahtzaunes, bis er den dürren Schmuel findet, der auf der anderen Seite des Zaunes im Dreck sitzt und vor sich hinvegetiert. In Schmuel findet Bruno einen Gleichgesinnten »und freute sich, dass er nicht der einzige Junge war, den man zum Umziehen gezwungen hatte« (S.158), auch wenn ihm selbst, im Gegensatz zu Schmuel, leider keine Armbinde mit Judenstern vergönnt war. Von diesem Tag an begibt sich Bruno nach dem allmorgendlichen Schulunterricht auf seine ausufernden Streifzüge entlang des Zaunes, angetrieben vom Wunsch nach Gesellschaft und mit etwas Proviant im Gepäck, an den meisten Tagen für seinen dürren Freund. Vaters-Du-weißt-schon-wer Klassifikation der Juden als Nicht-Menschen erreicht Bruno in ganzer Konsequenz erst, als er eines Nachmittags unter dem Zaun hindurchklettert, von Schmuel in eine Garde Einheitskleidung gepackt wird und sich mit dem Jungen auf die Suche nach Schmuels Vater begibt: »Da waren keine Erwachsenen, die in Schaukelstühlen auf Veranden saßen. Und die Kinder spielten nicht in Gruppen. Und es gab nicht nur keinen Obst- und Gemüsestand, sondern auch kein Café, wie er es aus Berlin kannte. Stattdessen saßen viele Menschen in Gruppen zusammen, starrten auf den Boden und sahen entsetzlich traurig aus. Alle hatten sie eines gemeinsam: Sie waren schrecklich dünn, ihre Augen waren eingesunken und sie hatten alle kahlgeschorene Köpfe, woraus Bruno schloss, dass wohl auch hier eine Läuseepidemie ausgebrochen war« (S.256f). »Kritisches«: John Boyne erzählt von der grausamen Sinnlosigkeit rassistischer Gedankenmuster, von der Klassifikation eines Individuums in Mensch, Weniger-Mensch und Nicht-Mensch, einzig auf der Basis eines religiös verankerten Glaubens; von der Traurigkeit, dass dies jedoch kein angeborenes Gedankengut darstellt (in seinem kindlich-freien Denken würde Bruno nicht im Traum auf die Idee kommen, sich seinen Spielkameraden auf Basis einer Rassenzugehörigkeit auszuwählen), keine ur-menschliche Wesenszüge skizziert und dennoch Millionen Menschen unter dem Gedankengut indoktriniert werden, die eigene Rasse sei ›mehr‹ und ›besser‹ und für das Fortbestehen der Menschheit müsse alles, was nicht ›mehr‹ und ›besser‹ ist, vernichtet werden. So lässt sich ein Unterschied erschaffen zwischen Juden und Nicht-Juden, zwischen Nicht-Menschen und Menschen, ein Unterschied, der in der Kleidung zu finden war: in einer grau-gestreiften Hose, einem grau-gestreiften Pyjama und einer grau-gestreifte Kappe, in einer Armbinde mit Judenstern; in einer Uniform mit unterschiedlich-vielen Abzeichen, in einer Armbinde mit Hakenkreuz; die Uniformen Gräueltaten verübend, die Pyjamas in den Gräueltaten vernichtet. Die einen als Menschen zählend, die anderen nicht. Persönliches: Nazideutschland, Hitler und der Holocaust hinterlassen die ungemütliche Frage, wie binnen weniger Jahre solch grenzenloser Hass geschürt werden und solch ein vernichtendes Feindbild entstehen konnte; etwas, das in gänzlichem Widerspruch zu jeglicher Menschlichkeit steht, etwas, das indoktriniert werden muss — ist doch jedes Kind frei solchen Gedankenguts —, etwas, an dessen Ende dennoch eine Nation stand, für welche ein religiös verankertes Fundament eines anderen Menschen ausreichte, um Millionen seiner Art auszulöschen. Doch »[n]atürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter« (S.266).
![»›Die Zugfahrt war schrecklich‹, sagte Schmuel. ›In den Waggons waren zu viele Menschen. Wir hatten kaum Luft zum Atmen. Und es roch entsetzlich.‹
›Weil ihr euch alle in einen Zug gezwängt habt‹, sagte Bruno und erinnerte sich an die beiden Züge, die er bei der Abfahrt aus Berlin gesehen hatte. ›Als wir hierher kamen, stand noch einer auf der anderen Seite des Bahnsteigs, aber den schien keiner zu sehen. In den sind wir gestiegen. Den hättet ihr auch nehmen sollen.‹
›Ich glaube nicht, dass wir das gedurft hätten‹, sagte Schmuel und schüttelte den Kopf. ›Wir konnten unseren Waggon nicht verlassen,‹
›Die Türen sind am Ende‹, erklärte Bruno. […] ›Natürlich waren da welche.‹«](https://social-cdn.read-o.com/images/1718951576652-17.jpg)
KZ Roman Aus der Perspektive des Sohnes des Lagerkommandanten, der auf der anderen Seite des Zauns einen Freund findet, wird das Lager Auschwitz beschrieben. Interessant - der Neunjährige weiß nicht, was wir heute wissen. Er versucht sich das Lager durch seine Beobachtungen zu erklären. Lesenswert
Man kann das Thema an sich heranlassen oder auch nicht. Man kann, wenn man es nicht an sich heranlassen will, Fehler finden, sollte sich aber stets darüber im Klaren sein, dass dies kein Sachbuch sondern Fiktion ist.
"Du bist mein bester Freund, Schmuel."
obwohl ich den film dazu schon kannte und demnach hätte vorbereitet sein müssen - ich war es nicht. eine herzzerreißende geschichte, die einem klar macht, dass wir die welt und die menschen alle etwas mehr mit der unvoreingenommenheit eines kindes sehen sollten.

Es handelt sich, um Bruno der aufgrund des Berufes seines Vaters mit seiner Familie nach „Aus-Wisch“ zieht. Da er dort keine Freunde hatte und es auch so schien als wären dort keine Kinder ging Bruno los, um „zu erforschen“. Dabei entdeckt er einen Zaun und dahinter einen Jungen namens „Smuel“. Der kleine Junge im gesteiften Pyjama sollte nun an sein bester Freund werden. Sein bester Freund der irgendwie das gleiche Leben hatte, dachte Bruno, obwohl es nicht das gleiche Leben ist. Ein Buch über Freundschaft mit tragischem Ende. Ein wirklich wichtiges Thema.
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>But Bruno longs to be an explorer and decides that there must be more to this desolate new place than meets the eye. While exploring his new environment, he meets another boy whose life and circumstances are very different from his own, and their meeting results in a friendship that has devastating consequences.
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Ein MUSS
Selbst wenn dieses Buch nicht auf Zustände zurückgreifen würde, wie sie in Deutschland einmal gewesen sind, wäre es eine der mitreißendsten Geschichten, die ich bisher gelesen habe. Das Buch fängt die kindliche Unschuld auf besondere Weise ein. Bruno, der Hauptprotagonist, kann weder „Führer“ noch „Auschwitz“ richtig aussprechen. Wir erleben die Nazizeit aus Kinderaugen – aus der Sicht eines Jungen, dessen Vater SS-Offizier ist und damit beauftragt wird, eines der bekanntesten Konzentrationslager zu leiten. Anfangs ist die Geschichte sehr rührend, und man muss sogar leicht lächeln, wenn man die kindliche Naivität und Hoffnung sieht, die Bruno trotz dieses bitteren Umfelds in sich trägt. Die Augen eines Kindes sind einfach dazu berufen, noch das Gute in der Welt zu sehen. Dann folgt die Begegnung mit Schmuel, dem Jungen auf der anderen Seite des Zauns, der angeblich nicht gut genug war, um mit Bruno spielen zu dürfen. Bruno, der gesunde Junge, der im Buch im Gegensatz zu Schmuel sogar etwas dicklich beschrieben wird, trifft auf den Jungen im gestreiften Pyjama, dessen Hände nur noch aus Knochen zu bestehen scheinen, dessen Haut grau geworden ist und dessen Adern deutlich hervortreten. Trotzdem entwickelt sich zwischen ihnen eine Freundschaft. Denn wie könnte es anders sein? Kinder entwickeln Freundschaften ganz selbstverständlich – es sind die Erwachsenen, die Unterschiede zwischen Menschen sehen. Obwohl einige Situationen entstehen, in denen Bruno erkennen könnte, dass er und Schmuel nicht gleich behandelt werden, bewahrt er bis zum Schluss seine kindliche Unschuld. Und dann folgt das Ende. Es hat mir schlichtweg die Sprache verschlagen. Für Kinder ist es ein unglaublich ungerechtes Ende. Doch für einen Vater, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen, der so viele Kinder zu Waisen und so viele Eltern kinderlos gemacht hat, wirkt es vielleicht sogar wie eine gerechte Strafe. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ steht zwar auf dem Lehrplan vieler Schulen, doch eben nicht an jeder. Dabei sollte es Pflichtlektüre sein – bundesweit vereinheitlicht, sodass jeder dieses Buch einmal in seinem Leben lesen muss. Nicht nur wegen der Geschichte selbst, sondern um zu verhindern, dass sich solche Taten jemals wiederholen. Denn auch wenn dies eine fiktive Geschichte ist, wissen wir anhand der Videoaufnahmen und Berichte aus jener Zeit alle, dass die dargestellten Ereignisse keineswegs weit hergeholt sind, sondern der Realität erschreckend nahekommen.
John Boyne erzählt die Geschichte des 9-jährigen Brunos, der mit seiner Familie nach „Aus-Wisch“ ziehen muss. Getrennt durch einen hohen Stacheldrahtzaun trifft er auf Schmuel – den Jungen im gestreiften Pyjama. Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, sondern eine hochemotionale Reise. Die Geschichte lebt von der Stille zwischen den Zeilen und der tiefen Symbolik einer verbotenen Freundschaft. Es ist eine Erzählung, die mit großer Feinfühligkeit und Respekt geschrieben wurde und den Leser mit einer erschütternden Klarheit zurücklässt.
Unglaublich emotional
Es ist jetzt schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe, aber ich finde immer noch keine Worte. Der achtjährige Junge Bruno zieht als Sohn eines Kommandanten nach Auschwitz und freundet sich dort heimlich am Zaun mit einem jüdischen Jungen an. Der Hauptcharakter Bruno wirkte auf mich sehr authentisch. Besonders berührend fand ich, dass alles aus der realistischen Sicht und im kindlichen Schreibstil erzählt wurde. Dadurch wurde die Handlung noch berührender . Die Stimmung bleibt durchgehend eher melancholisch und nüchtern. Vom Ende brauche ich gar nicht erst zu sprechen, es hat mich zerstört. Ich bin der Meinung, dass das Thema Nationalsozialismus sehr gut vermittelt wurde, und fand die Perspektive unglaublich interessant. Insgesamt ein sehr gutes Buch für alle, die sich für das Thema Nationalsozialismus interessieren, und meiner Meinung nach auch als Schullektüre geeignet.
Erstes Buch ohne Sterne-Bewertung - dafür mit starker Empfehlung, es zu lesen!
Bereits Titel und Cover lassen erahnen, worum es in dem Buch gehen könnte… Aus Sicht eines 9-jährigen erfahren wir hier sehr vage und dennoch einprägsam vom Leben in Auschwitz. Als sein Vater zum Kommandanten ernannt wird, ist die Familie von Bruno gezwungen in ein einsames Haus auf der anderen Seite des Konzentrationslagers zu ziehen. Bruno schildert ehrlich und direkt, was er erlebt, denkt und fühlt - und diese kindlich, meist sehr naive Sicht auf all den Schrecken macht das ganze Geschehen umso tragischer… Das Buch ist unglaublich gut geschrieben und man möchte unbedingt wissen, was als Nächstes passiert, was Bruno noch erlebt oder wie er sich in Situation x verhalten wird. Da mich das Buch berührt, mitgerissen, schockiert, emotional aufgewühlt und betroffen gemacht hat, kann ich es nur empfehlen - insbesondere in heutigen Zeiten, sollte diese Geschichte und Literatur unbedingt gelesen werden. Von einer Sterne-Bewertung sehe ich jedoch ganz bewusst ab, denn was vor gut 90 Jahren hier in Deutschland geschah, nein - den Menschen angetan wurde! - ist so grausam und abartig, dass ich keine passenden Worte dafür finden kann.
Manche Geschichten brechen einem still das Herz 💔
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ hat mich emotional komplett zerstört. Die Geschichte aus Brunos kindlicher Sicht zu erleben, war gleichzeitig unschuldig, berührend und unfassbar erschütternd. Bruno versteht überhaupt nicht, wo er ist, was dieses Lager bedeutet oder warum Schmuel so traurig, dünn und kahlgeschoren ist – und genau diese Naivität macht alles nur noch grausamer. Man liest mit dem Wissen, das Bruno nicht hat, und genau diese Hilflosigkeit zerreißt einem beim Lesen das Herz. Die Freundschaft zwischen ihm und Schmuel ist so rein und ehrlich, dass jeder gemeinsame Moment gleichzeitig wunderschön und schmerzhaft ist. Das Buch zeigt auf eine leise, aber unfassbar eindringliche Weise, wie wichtig Erinnerung ist und dass solche Geschichten niemals vergessen werden dürfen. 5/5 Sterne – ein stilles Meisterwerk, das einem erst das Herz wärmt und es einem dann mit der letzten Seite für immer bricht. 💔

✨Ein bewegendes Buch über den Holocaust aus der kindlichen Sicht eines Jungen✨
Das Buch hat mich von Anfang an sehr bewegt, gerade dieses Unverständnis von Bruno, welcher nicht weiß was all die Menschen hinter dem Zaun tuen. Das Buch macht auch nochmal deutlich wie prägend ein Elternhaus ist und das Kinder einfach ungefiltert alles nachsagen was die Elter sagen, obwohl es nicht wirklich deren Meinung ist. Ich fande das Buch alles in allem sehr gut geschrieben und wirklich lesenswert. Ich musste mehrmals weinen aber bei diesem schweren Thema im Buch ist das nur all zu Verständlich. Eine gute Buchemofehlung
Worte reichen für dieses Buch nicht aus…
Über dieses Buch Worte zu finden, fällt schwer — so wie bei vielen Geschichten, die dieses Thema behandeln. Die Geschichte von Bruno und Schmuel geht tief unter die Haut und bleibt noch lange im Herzen zurück. Sie erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und kindlicher Unschuld, aber gleichzeitig auch von unvorstellbarem Grauen. Besonders bewegend ist die Art, wie die Welt aus Brunos Augen gezeigt wird. Seine Naivität und sein Unverständnis gegenüber dem, was hinter dem Zaun geschieht, machen die Geschichte umso erschütternder. Mit jeder Seite spürt man mehr die grausame Realität, die hinter allem verborgen liegt. Dieses Buch ist traurig, emotional und unglaublich wichtig. Es zeigt, wie dunkel Menschen sein können — aber auch, wie stark Freundschaft selbst in den schlimmsten Zeiten sein kann. Ein Buch, das man niemals vergisst.

Ein Plädoyer gegen das Vergessen
Dieses Buch ist ein erschütterndes Meisterwerk. Durch die kindliche, naive Sicht von Bruno auf die Grausamkeit des Holocausts entsteht ein Kontrast, der unter die Haut geht und den Leser völlig fassungslos zurücklässt. Wenn man heute auf das Buch zurückblickt, wird seine Relevanz nicht kleiner, im Gegenteil. In einer Zeit, in der politische Diskurse oft wieder polarisierter werden und das „Wir gegen Die“ erschreckend leicht Gehör findet, führt uns Boyne drastisch vor Augen, wohin Entmenschlichung führt. Der Holocaust war ein zivilisatorischer Bruch, ein unfassbares Verbrechen, das auf dem systematischen Auslöschen von Empathie basierte. Das Buch erinnert uns daran, dass Vorurteile und Hass oft dort beginnen, wo die Neugier auf das Gegenüber endet. Es ist eine Warnung, wie wichtig es ist, Mauern ob physischer oder ideologischer Natur zu hinterfragen. Fazit: „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist weit mehr als eine historische Erzählung. Es ist eine notwendige Erinnerung an die Tragödie des Holocaust, die nicht in Vergessenheit geraten darf. Es fordert uns dazu auf, auch heute wachsam zu sein, unsere eigene Menschlichkeit zu bewahren und den Wert jedes einzelnen Lebens ungeachtet der Herkunft oder der Umstände über alles andere zu stellen. Ein absolut ergreifendes, wichtiges Buch, das jeder einmal gelesen haben sollte.

Mir fällt es wirklich schwer hier eine Rezension zu schreiben... Ein Buch, das nicht annähernd das beschreiben kann, was in der Zeit des Holocaust passiert ist! 🖤🩵 Die Geschichte wird aus der Sicht eines naiven Jungen geschrieben, der eines Tages auf der Suche nach einem Abenteuer, einen Jungen im gestreiften Pyjama entdeckt. Einige Passagen in diesem Buch, haben mich wirklich schlucken lassen. Eine wichtige Lektüre, die aber leider nur einen klitzekleinen Einblick in diese schreckliche Zeit gibt. Ich durfte damals in meinem FSJ, viele Menschen kennen lernen die den Holocaust überlebt haben. Dafür bin ich unglaublich dankbar💗 Und ich glaube, das mich genau das mit meinen unschuldigen 16 Jahren, für mein weiteres Leben extrem geprägt hat!
„Erinnern ist Arbeiten an der Zukunft.“ (Willy Brandt)
Zu diesem Buch gibt es sooo viele Meinungen, extrem gute und extrem schlechte. Ich verstehe beide Seiten und habe lange überlegt, wo ich hier stehe. Erst mal kurz zum Inhalt (ohne Spoiler): Bruno wächst während des zweiten Weltkriegs auf und ist der Sohn eines hohen SS Offiziers. Eines Tages schließt Bruno Freundschaft mit einem anderen Jungen, der allerdings hinter einem Zaun lebt und Bruno versteht nicht, was vor sich geht… Um direkt das Offensichtliche aus dem Weg zu räumen: das Buch ist historisch nicht akkurat und es ist ausgeschlossen, dass die Dinge so hätten laufen können. Ich habe mich dennoch für eine gute Bewertung entschieden und mache nur 1⭐️ Abzug, was ich zum Schluss erklären werde. „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein fiktives Kinderbuch mit Setting innerhalb einer der größten Tragödien der Menschheitsgeschichte. Ich denke, es ist kindgerecht aufbereitet und wird diese Zielgruppe zum Nachdenken bewegen. Zum Nachdenken darüber, wie es sein konnte. Ob Bruno denn tatsächlich nichts geahnt hat. Ob Bruno und sein Freund unterschiedlich waren und vieles vieles mehr. Als erwachsene Person ein Kinderbuch schlecht zu machen, welches Kinder dazu animieren kann, sich mit dieser schwarzen Zeit zu beschäftigen - kann man machen, aber ich habe mich dagegen entschieden. Meine einzige wirkliche Kritik, und es ist sehr schwer es zu beschreiben, ohne zu spoilern, ist, dass es dieses Endes gebraucht hat, um Mitgefühl hervorzurufen. Das ist das, was ich misslungen finde. Die Tragödie ist die ganze Sache, da brauchte es nicht einer zusätzlichen einzelnen Situation. Wer das Buch gelesen hat, der weiß, was ich sagen will. Alle anderen lade ich ein, das Buch zu lesen und dann Bescheid zu sagen. Macht gern Eure eigene Erfahrung! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Eine Geschichte, die das Herz schwer macht 🕊️💔
Manchmal gibt es Bücher, die einen so sehr in ihren Bann ziehen, dass der Alltag komplett in den Hintergrund rückt. "Der Junge im gestreiften Pyjama" war für mich so ein Fall – das typische „nur noch ein Kapitel“-Buch. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, musste ich es in einem Rutsch durchlesen. Ich konnte Bruno einfach nicht allein lassen. 📖⏳ Warum mich dieses Buch erschüttert hat: Naivität trifft auf Grausamkeit: Durch Brunos unschuldige Augen auf die Schrecken des Holocausts zu blicken, ist fast unerträglich. Besonders eine Frage hallt in meinem Kopf nach: "Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?" 👕🛡️ Sprachloses Ende: Ich war auf vieles vorbereitet, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich vollkommen kalt erwischt und völlig sprachlos zurückgelassen. Ich saß noch lange Zeit nach dem Zuklappen des Buches einfach nur da. 😭😶 Bittere Aktualität: Am Ende des Buches schreibt John Boyne: "Dies ist das Ende der Geschichte von Bruno und seiner Familie. Natürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter." Diese Zeilen geben mir eine unfassbare Gänsehaut. Wenn man sich die heutige Welt ansieht, wirkt dieser Satz leider wie eine bittere Warnung, die wir noch immer nicht gelernt haben. Es sieht aktuell leider gar nicht danach aus, als wäre diese Gefahr gebannt. Fazit: Ein kleines Buch mit einer gewaltigen, zerstörerischen Kraft. Es ist schmerzhaft, traurig und so unglaublich wichtig. Wer dieses Buch liest, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. 🕊️🕯️

Gefährliche Fiktion: Wie ein Roman das Grauen der Schoa trivialisieren kann
John Boynes Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ wird häufig als bewegende Darstellung kindlicher Unschuld im Angesicht der Schoa gefeiert. Bei näherer Betrachtung offenbart sich jedoch ein tiefgreifendes Problem: Der Roman präsentiert eine derart realitätsferne, romantisierende und letztlich verharmlosende Darstellung der Konzentrationslager, dass er nicht nur historisch unhaltbar ist, sondern auch eine gefährliche Verzerrung der Realität darstellt und den Opfern der Schoa gegenüber schlichtweg respektlos ist. Die zentrale Begegnung zwischen Bruno, dem Sohn eines SS-Kommandanten, und Schmuel, einem jüdischen Jungen im Konzentrationslager, ist der offensichtlichste Schwachpunkt. Die Vorstellung, ein Kind könne sich regelmäßig und unbemerkt an den Zaun eines stark überwachten Lagers schleichen, um dort mit einem Häftling zu sprechen, entbehrt jeder historischen Grundlage. Konzentrationslager, insbesondere Vernichtungslager, waren strengstens überwacht, mit elektrisch geladenen Zäunen, Wachtürmen und patrouillierenden Soldaten. Ein Kontakt wie der im Roman dargestellte wäre schlicht unmöglich gewesen. Dass dies als zentrale Handlung des Buches fungiert, suggeriert, solche Begegnungen hätten stattfinden können. Eine gefährliche Irreführung. Zudem impliziert der Roman, dass das Lager ein Ort war, den man mit relativer Leichtigkeit betreten oder verlassen konnte. Eine Darstellung, die die grausame Realität der Gefangenen und die Unentrinnbarkeit des Lagers völlig verklärt. Insassen, ob Kinder oder Erwachsene, waren unter ständiger Kontrolle, unterernährt, krank, entmenschlicht und in ständiger Todesgefahr. Die Idee, ein Junge wie Schmuel könne sich regelmäßig zum Zaun begeben, um dort in aller Ruhe Gespräche zu führen, ist nicht nur unrealistisch, sondern eine grobe Verharmlosung des Leids der Opfer. Hinzu kommt Brunos naive Unwissenheit über die Rolle seines Vaters, die Existenz Hitlers oder gar die wahre Natur des Lagers, obwohl er als Kind eines hochrangigen SS-Offiziers im direkten Umfeld der Täter aufwächst. Diese extreme Naivität wirkt konstruiert, ja sogar instrumentalisiert, um eine moralische Gleichsetzung zwischen Täterkind und Opferkind zu ermöglichen. Das ist nicht nur historisch unplausibel, sondern auch moralisch bedenklich: Denn es verwischt die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld, zwischen Verantwortung und Ignoranz. Dass ein deutscher Junge in dieser privilegierten Situation angeblich nichts über Hitler oder das NS-Regime weiß, ist schlicht nicht glaubhaft und eine Beschönigung der Tätergeneration. Kurzum: Der Junge im gestreiften Pyjama ist keine ehrliche oder verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit der Schoa. Er ist ein emotional manipulatives Konstrukt, das sich die Tragödie der Geschichte zu eigen macht, um eine rührselige Freundschaftsgeschichte zu erzählen auf Kosten der historischen Wahrheit und des Gedenkens an die Opfer. Dass dieses Buch Teil von Schullektüren ist, sollte dringend überdacht werden.
Ein berührendes, bewegendes Meisterwerk aus Sicht eines kleinen Jungen!
"Der Junge im gestreiften Pyjama" ist eine ergreifende Erzählung über die unschuldige Freundschaft zwischen zwei Kindern, Bruno und Shmuel, während der dunklen Zeiten des Holocausts. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Brunos Blick auf die Welt erzählt, der gar nicht so richtig versteht, was passiert. Die naiven Fragen und die Unschuld des Kindes bilden einen herzzerreißenden Kontrast zu den schrecklichen Ereignissen, die sich im Hintergrund abspielen. Persönlich fand ich das Buch unglaublich gut geschrieben. Es schafft es, die Leser:innen auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen und lässt einen am Ende mehr als nachdenklich zurück. Die Thematik des Holocausts ist von entscheidender Bedeutung, und dieses Buch ist ein kraftvolles Werkzeug, um sich daran zu erinnern und die Grausamkeit dieser Zeit nie zu vergessen. Ich fand die Entscheidung das Ganze aus Sicht eines Kindes zu schreiben sehr mutig und sehr passend. Das liest sich damit ganz anders als andere Bücher zu der Zeit. Es ist definitiv ein Buch, das man gelesen haben sollte, um sich ab und zu mit der Realität zu konfrontieren und die Wichtigkeit von Mitgefühl und Menschlichkeit zu erkennen. Natürlich ist das keine leichte gute-Laune-Lektüre aber ich kann’s dennoch absolut empfehlen. Habe mir direkt danach auch den Film dazu angeguckt, der das ganze nochmal sehr gut abrundet.
Die Geschichte „Der Junge im gestreiften Pyjama“ hat mich beinahe sprachlos und zutiefst traurig zurückgelassen. Das Buch erzählt auf stille, aber unglaublich bewegende Weise von einer ungewöhnlichen Freundschaft inmitten eines grausamen historischen Hintergrunds. Durch die unschuldige Perspektive des Jungen wirkt das Geschehen noch eindringlicher und tiefgreifender. Ein Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte. Klare Leseempfehlung.
Sehr bewegende Geschichte ... ein Buch, worüber man noch lange und immer wieder nachdenkt
Nachdem ich den Film gesehen habe und bereits herausragend gut umgesetzt fand, wollte ich unbedingt das Buch lesen und was soll ich sagen... Das Buch steht dem Film in nichts nach. Die Geschichte ist einfach nur emotional, tragisch, und schrecklich, aber auch schön, und bewegend. Das Buch ist aus der Sicht von Bruno, einem 9 Jährigen Jungen geschrieben, was es einem sehr leicht macht seine (und Schmuels) Sichtweise zu verstehen und man nur so durch das Buch fliegt. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Schwere Kost, aber ich habe es sehr gemocht und werde noch oft daran denken (sowie an den Film)

Sprachlos und doch so wichtig, dass man darüber redet
Ein Buch über den Holocaust aus der Sicht eines 9-jährigen deutschen Jungen, dessen Vater Lagerkommandant in "Aus-Wisch" wird. Eine äußerst tragische Geschichte. Es war sehr einfühlsam und kindlich-naiv geschrieben. Ich werde die Fortsetzung auch noch lesen, die aus der Sicht seiner Schwester Gretel erzählt wird. Eigentlich ein Must-Read für alle Schüler.

Einfach Atemberaubend
Diese Geschichte wird aus der Sicht eines sehr Naiven neunjährigen„Nazi“ Jungen erzählt. Der nicht begreifen kann was um ihn herum passiert. Warum muss er aus Berlin wegziehen? Warum hat Oma wüten sein Elternhaus verlassen sein Vater zum Kommandanten von ,,Aus-Wisch“ befördert wurde? Warum tragen die Menschen auf der anderen Seite des Zaunes alle gestreiften Sachen? Warum? Warum? Warum? Das ganz Buch ist ein einziges Warum? Worauf Er und auch wir keine Antwort bekommen. Was auch glaube nicht der Sinn des Buches ist. Ich finde man wird langsam an das Thema ran geführt und eigentlich somit wunderbar als Schullektüre. Ich einen halben Punkt Abzug weil ich mir gewünscht hätte das es bei gewissen Situationen etwas mehr ins Detail hätte gehen können. (Küchen Unterhalt mir Marie, Pavel, Kurt Versetzung) Allem im allen würde ich es empfehlen.
Ich habe dieses Buch schon ziemliche lange und wusste nur im Groben, worum es ging, und meine persönliche Meinung ist, dass man es lesen sollte, ohne wirklich zu wissen worum es geht. Das Einzige , was ich sagen kann, ist dass John Boyle eine faszinierende und emotionale Geschichte erschaffen hat und mir dadurch eine wunderbare Zeitreise, in die jedoch so grausame Vergangenheit ermöglicht hat. Ich habe es in einem durchgelesen und bis ans bittere Ende mit den Protagonisten mitgefiebert. Eine große Empfehlung!

Sehr schönes Buch und super um die Zeit im 2.Weltkrieg den Kindern näher zu bringen
Es geht um 2 Jungen einer davon ist in die Nähe eines Konzentrationslager gezogen und lernt dort einen anderen Jungen kennen der im Konzentrationslager lebt. Ich finde dieses Buch so toll, weil es um Freundschaft geht und obwohl sie es nicht leicht haben sie trotzdem beste Freunde sind.

Die Unschuld zweier Kinder – und eine Tragödie, die sprachlos macht 💔 🕊️
„Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist eines dieser Bücher, die nicht laut nach Aufmerksamkeit verlangen. Es erzählt seine Geschichte mit einer beinahe kindlichen Einfachheit – und genau darin liegt seine erschütternde Kraft. Ich habe das Buch gelesen, um es mit dem Film zu vergleichen, und war überrascht, wie nah beide Werke beieinanderliegen. Die Verfilmung hält sich nahezu 1:1 an die Vorlage; lediglich das Ende wurde minimal gekürzt. Selten habe ich eine Adaption erlebt, die den Geist eines Buches so treu einfängt. Schon lange bevor die eigentliche Tragik ihren Lauf nimmt, schlich sich eine tiefe Melancholie zwischen die Zeilen. Es waren keine dramatischen Szenen, die mich berührten, sondern die stille Unwissenheit, die kindliche Freundschaft und die bedrückende Ahnung dessen, was unausweichlich bevorsteht. Ich bemerkte erst spät, dass mir leise Tränen über die Wangen liefen – noch bevor überhaupt etwas Schlimmes passiert war. John Boyne gelingt es, das Unfassbare aus der Perspektive eines Kindes zu zeigen. Dadurch trifft jede Erkenntnis, jede Begegnung und schließlich jede Entscheidung umso härter. Das Ende hinterlässt keine lauten Worte, sondern eine beklemmende Stille, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches bleibt. Ein zutiefst trauriges, bewegendes und wichtiges Buch, das mich emotional genauso getroffen hat wie der Film – vielleicht sogar noch mehr. ⭐⭐⭐⭐
Sehr mitfühlende Geschichte 🥺
Wir alle haben ja diverse Geschichten gelesen, gehört und gesehen zu dem Thema. Aus einer Perspektive eines kleinen Jungen der nicht alles versteht ist clever. Man kommt gut in die Geschichte rein. Bruno und Schmuel zwei Kinder die zu der Zeit aus verschiedenen Welten politisch kamen aber dennoch gleich sind. Eine Freundschaft die über ein Jahr entstanden ist als Bruno mit seinem Eltern aus Berlin umziehen mussten weil sein Vater beruflich den Standort wechselte. Eine Schwester die denkt sie sei “erwachsen” und Bruno der seine drei besten Freunde zurück lassen musste. Bruno fand in Schmuel ein neuen besten Freund und einen halt den Umzug zu überstehen. Aber Schmuel lebt auf der anderen Seite des Zauns der ihn und Bruno trennte. Das Buch ist sehr zu empfehlen. Mitreisend und mitfühlend 🫶🏽❤️
Erschütternd
Das Buch habe ich an einem Tag gelesen. Es lies sich sehr flüssig lesen und ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Man begibt sich in die Zeit des 2. Weltkrieges und begleitet den kleinen Bruno, der erforscht warum an den Garten seines neuen zu Hauses ein Zaun grenzt hinter dem viele Menschen in Schlafanzügen herumlaufen. Eine wirklich tragische Geschichte, dessen Verfilmung ich schon vor über 10 Jahren gesehen habe. Der Film ist der einzige Film der mich so geschockt hat, dass ich danach 2 Stunden kein Wort raus bekommen habe - wohl aber einige Tränen. Da ich die Geschichte also schon kannte hat mich im Buch nichts mehr überrascht und es ist lange nicht so eindringlich gewesen, aber trotzdem absolut lesenswert!!!

Kleines Buch, große Worte! Ich habe es während eines Urlaubs an einem Tag gelesen und trotz Strand und Sonnenschein hat mich die Geschichte sehr bewegt traurig gemacht. Sie handelt von Bruno, einem 8-jährigen Jungen, der während des Zweiten Weltkriegs mit seiner Familie von Berlin nach Auschwitz, direkt neben das Konzentrationslager zieht. Brunos Vater ist ein hochrangiger Offizier in Hitlers Reihen und für die Geschehnisse im KZ mit verantwortlich. Natürlich hat Bruno keine Ahnung, wer genau seine neuen Nachbarn sind und was hinter dem Stacheldrahtzaun wirklich passiert. Er weiß nur, dass der "Furor" ihn und seine Familie nach "Aus-Wisch" geholt hat. Dort trifft er eines Tages auf Shmuel, einem jüdischen Jungen, der auf der anderen Seite des Zaund lebt. Zwischen den beiden Kindern entwickelt sich eine von Vorurteilen befreite und tiefgehende Freundschaft. Durch Bruno lässt uns der Autor diesen schrecklichen Teil unserer Geschichte aus naiven Kinderaugen sehen und deckt dadurch unverhohlen die Sinnlosigkeit der Taten der Nazis und deren Ideologie auf. Während Brunos ältere Schwester in den ekligen Sumpf der Propaganda gezogen wird, bleibt Bruno sich selbst und seiner Intuition treu. Ein großartiges Buch über Freundschaft, Toleranz und Liebe in einer Welt voller Hass und Tod. Leider musste auch die ein oder andere Träne bei mir fließen.
Ein herzzerreißendes Buch 😢
Ich kannte den Film zwar schon, wollte aber unbedingt noch das Buch lesen und als ich es im Bücherschrank gefunden hatte, musste es direkt mit. Wie bewertet man nun so eine Geschichte? Die Sicht des 9-Jährigen Brunos zeigt einem noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse von damals. Die kindliche Naivität, das Unverständnis von Bruno über die Menschen hinter dem Zaun und die „Nicht-Kommunikation“ im Elternhaus - all das bringt der Autor zu einer bedrückenden, emotionalen und durchaus wichtigen Geschichte zusammen. Das Ende hat mich, obwohl ich es durch den Film schon kannte, nochmal kalt erwischt und ich war sehr bewegt von dem Buch.

Sehr bewegend und gut geschrieben 🤍
Phu... Heftige aber wichtige Lektüre. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und muss sagen das es mich wirklich gepackt hat. Auf eine andere Art. Der Autor hat diese Geschichte echt sehr einfühlsam und wunderbar geschrieben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Das Thema um den Holocaust ist natürlich sehr schwer und belastet, aber dafür umso wichtiger. Aber genau dafür ist Literatur da. Um Geschichte zu erhalten und zu erzählen. Denn es ist so wichtig nicht zu vergessen. Ich habe Bruno sehr gerne begleitet. Umso emotionaler war damit auch das Ende. Klare Leseempfehlung. ✨️

Ein wichtiges literarisches Werk
Dieses Buch ist nun schon seit einiger Zeit auf meinem Sub gewesen und heute war es an der Zeit dieses Buch zu lesen. Da ich den Film dazu noch nicht gesehen hatte, wusste ich noch nicht wirklich worum es denn schlussendlich geht. Mit der Zeit und einen kleinen Spoiler seitens meines Freundes wurde es klar. Eine ergreifende und wichtige Geschichte für unsere Gesellschaft die meiner Meinung nach ein wenig mehr Emotionen und Gefühle benötigt hätte damit diese noch mehr ins Herz geht. Die Handlung war sehr schön aufgebaut, bis auf kleine nervige Wortwiederholungen. Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen.. Jetzt folgt erstmal der Film darauf.
»›Die Zugfahrt war schrecklich‹, sagte Schmuel. ›In den Waggons waren zu viele Menschen. Wir hatten kaum Luft zum Atmen. Und es roch entsetzlich.‹ ›Weil ihr euch alle in einen Zug gezwängt habt‹, sagte Bruno und erinnerte sich an die beiden Züge, die er bei der Abfahrt aus Berlin gesehen hatte. ›Als wir hierher kamen, stand noch einer auf der anderen Seite des Bahnsteigs, aber den schien keiner zu sehen. In den sind wir gestiegen. Den hättet ihr auch nehmen sollen.‹ ›Ich glaube nicht, dass wir das gedurft hätten‹, sagte Schmuel und schüttelte den Kopf. ›Wir konnten unseren Waggon nicht verlassen,‹ ›Die Türen sind am Ende‹, erklärte Bruno. […] ›Natürlich waren da welche.‹«
Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: Was von uns bleibt — Phillip Poisel In einem Wort: tragisch Inhaltliches: Der Junge im gestreiften Pyjama erzählt die nazideutsche Geschichte der Gräueltaten des Holocausts durch die Augen eines Kindes. Brunos Familie — er selbst, stolze achteinhalb Jahre alt, seine Schwester Gretel (zwar knappe drei Jahre älter als er selbst, aber dennoch ein hoffnungsloser Fall), seine Mutter und sein Vater, letzterer liebevoll ›Du-weißt-schon-wer‹ genannt — zieht fort dem städtisch-gemütlichen Berlin, fort dem trauten Heim und hin an einen Ort, der nicht trister hätte sein können, den fürchterlichen Namen Aus-Wisch [Auschwitz] tragend, und das alles nur, weil der Furor [Führer] Großes mit seinem Vater-Du-weißt-schon-wer vorhatte. Bruno »konnte nicht begreifen, wie es zu alldem gekommen war. An einem Tag war er völlig zufrieden, spielte zu Hause, hatte drei gute Freunde, rutschte Treppengeländer hinunter und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ganz Berlin zu überblicken, und jetzt saß er hier in diesem kalten, hässlichen Haus fest, mit drei flüsternden Dienstmädchen und einem Kellner, der unglücklich und wütend war, einem Haus, in dem alle den Eindruck machten, dass sie nie wieder fröhlich sein konnten« (S.24) und als sei das allein nicht bereits schlimm genug, bot Aus-Wisch, von der Hässlichkeit eines Landhauses einmal abgesehen, nichts als einen kilometerlangen Maschendrahtzaun und einige Hundertschaften an Menschen, weit entfernt auf der anderen Seite, ein Jeder in dieselben Kleider gepackt. Auf Rückfrage darf Bruno lernen, dass »[D]as … na ja, das […] eigentlich gar keine Menschen [sind]« (S.69). In seiner Einsamkeit begibt sich Bruno auf einen langen Spaziergang entlang des meterhohen Maschendrahtzaunes, bis er den dürren Schmuel findet, der auf der anderen Seite des Zaunes im Dreck sitzt und vor sich hinvegetiert. In Schmuel findet Bruno einen Gleichgesinnten »und freute sich, dass er nicht der einzige Junge war, den man zum Umziehen gezwungen hatte« (S.158), auch wenn ihm selbst, im Gegensatz zu Schmuel, leider keine Armbinde mit Judenstern vergönnt war. Von diesem Tag an begibt sich Bruno nach dem allmorgendlichen Schulunterricht auf seine ausufernden Streifzüge entlang des Zaunes, angetrieben vom Wunsch nach Gesellschaft und mit etwas Proviant im Gepäck, an den meisten Tagen für seinen dürren Freund. Vaters-Du-weißt-schon-wer Klassifikation der Juden als Nicht-Menschen erreicht Bruno in ganzer Konsequenz erst, als er eines Nachmittags unter dem Zaun hindurchklettert, von Schmuel in eine Garde Einheitskleidung gepackt wird und sich mit dem Jungen auf die Suche nach Schmuels Vater begibt: »Da waren keine Erwachsenen, die in Schaukelstühlen auf Veranden saßen. Und die Kinder spielten nicht in Gruppen. Und es gab nicht nur keinen Obst- und Gemüsestand, sondern auch kein Café, wie er es aus Berlin kannte. Stattdessen saßen viele Menschen in Gruppen zusammen, starrten auf den Boden und sahen entsetzlich traurig aus. Alle hatten sie eines gemeinsam: Sie waren schrecklich dünn, ihre Augen waren eingesunken und sie hatten alle kahlgeschorene Köpfe, woraus Bruno schloss, dass wohl auch hier eine Läuseepidemie ausgebrochen war« (S.256f). »Kritisches«: John Boyne erzählt von der grausamen Sinnlosigkeit rassistischer Gedankenmuster, von der Klassifikation eines Individuums in Mensch, Weniger-Mensch und Nicht-Mensch, einzig auf der Basis eines religiös verankerten Glaubens; von der Traurigkeit, dass dies jedoch kein angeborenes Gedankengut darstellt (in seinem kindlich-freien Denken würde Bruno nicht im Traum auf die Idee kommen, sich seinen Spielkameraden auf Basis einer Rassenzugehörigkeit auszuwählen), keine ur-menschliche Wesenszüge skizziert und dennoch Millionen Menschen unter dem Gedankengut indoktriniert werden, die eigene Rasse sei ›mehr‹ und ›besser‹ und für das Fortbestehen der Menschheit müsse alles, was nicht ›mehr‹ und ›besser‹ ist, vernichtet werden. So lässt sich ein Unterschied erschaffen zwischen Juden und Nicht-Juden, zwischen Nicht-Menschen und Menschen, ein Unterschied, der in der Kleidung zu finden war: in einer grau-gestreiften Hose, einem grau-gestreiften Pyjama und einer grau-gestreifte Kappe, in einer Armbinde mit Judenstern; in einer Uniform mit unterschiedlich-vielen Abzeichen, in einer Armbinde mit Hakenkreuz; die Uniformen Gräueltaten verübend, die Pyjamas in den Gräueltaten vernichtet. Die einen als Menschen zählend, die anderen nicht. Persönliches: Nazideutschland, Hitler und der Holocaust hinterlassen die ungemütliche Frage, wie binnen weniger Jahre solch grenzenloser Hass geschürt werden und solch ein vernichtendes Feindbild entstehen konnte; etwas, das in gänzlichem Widerspruch zu jeglicher Menschlichkeit steht, etwas, das indoktriniert werden muss — ist doch jedes Kind frei solchen Gedankenguts —, etwas, an dessen Ende dennoch eine Nation stand, für welche ein religiös verankertes Fundament eines anderen Menschen ausreichte, um Millionen seiner Art auszulöschen. Doch »[n]atürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter« (S.266).
![»›Die Zugfahrt war schrecklich‹, sagte Schmuel. ›In den Waggons waren zu viele Menschen. Wir hatten kaum Luft zum Atmen. Und es roch entsetzlich.‹
›Weil ihr euch alle in einen Zug gezwängt habt‹, sagte Bruno und erinnerte sich an die beiden Züge, die er bei der Abfahrt aus Berlin gesehen hatte. ›Als wir hierher kamen, stand noch einer auf der anderen Seite des Bahnsteigs, aber den schien keiner zu sehen. In den sind wir gestiegen. Den hättet ihr auch nehmen sollen.‹
›Ich glaube nicht, dass wir das gedurft hätten‹, sagte Schmuel und schüttelte den Kopf. ›Wir konnten unseren Waggon nicht verlassen,‹
›Die Türen sind am Ende‹, erklärte Bruno. […] ›Natürlich waren da welche.‹«](https://social-cdn.read-o.com/images/1718951576652-17.jpg)
KZ Roman Aus der Perspektive des Sohnes des Lagerkommandanten, der auf der anderen Seite des Zauns einen Freund findet, wird das Lager Auschwitz beschrieben. Interessant - der Neunjährige weiß nicht, was wir heute wissen. Er versucht sich das Lager durch seine Beobachtungen zu erklären. Lesenswert
Man kann das Thema an sich heranlassen oder auch nicht. Man kann, wenn man es nicht an sich heranlassen will, Fehler finden, sollte sich aber stets darüber im Klaren sein, dass dies kein Sachbuch sondern Fiktion ist.
"Du bist mein bester Freund, Schmuel."
obwohl ich den film dazu schon kannte und demnach hätte vorbereitet sein müssen - ich war es nicht. eine herzzerreißende geschichte, die einem klar macht, dass wir die welt und die menschen alle etwas mehr mit der unvoreingenommenheit eines kindes sehen sollten.

Es handelt sich, um Bruno der aufgrund des Berufes seines Vaters mit seiner Familie nach „Aus-Wisch“ zieht. Da er dort keine Freunde hatte und es auch so schien als wären dort keine Kinder ging Bruno los, um „zu erforschen“. Dabei entdeckt er einen Zaun und dahinter einen Jungen namens „Smuel“. Der kleine Junge im gesteiften Pyjama sollte nun an sein bester Freund werden. Sein bester Freund der irgendwie das gleiche Leben hatte, dachte Bruno, obwohl es nicht das gleiche Leben ist. Ein Buch über Freundschaft mit tragischem Ende. Ein wirklich wichtiges Thema.
























































