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Eine von den ganz normal verrückten Leuten
Eigentlich war es nur eine Hausaufgabe, die Laurel nicht erledigt hatte: Einen Brief an jemanden zu schreiben, der schon verstorben ist. Während ihre Lehrerin damit vermutlich jemanden wie einen ehemaligen Präsidenten meinte, beginnt Laurel jedoch, Briefe an verstorbene Stars zu schreiben, die Idole ihrer Schwester, die selbst auch ums Leben gekommen ist. Mehr und mehr findet Laurel in den Briefen eine Möglichkeit, auszudrücken, wie sie sich fühlt, und während ihr restliches Leben auseinanderbricht, gibt das Schreiben ihr Halt und vielleicht auch irgendwann die Kraft, sich der Vergangenheit zu stellen… Ava Dellaira erzählt uns mit diesem einfühlsamen Jugendbuch die Geschichte eines eigentlich ganz normalen Mädchens, das ganz normale Probleme zu bewältigen und Herausforderungen auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu meistern hat. Diese Probleme türmen sich aber auf eine Weise auf, die ihr die Luft nehmen, sie ist gefangen zwischen Schuld, Reue, den Erwartungen anderer und der Hoffnung, ihrer verstorbenen Schwester gerecht zu werden. Ungeschönt fängt die Autorin ihre Stimme ein und erschafft so eine rohe, aber ehrliche Coming of Age Geschichte, die weiß, wie sie den Leser berühren kann, auch wenn sie sicherlich einige gängige Klischees des Erwachsenwerdens und dem Gefühl des Missverstandenseins mitnimmt. Vielleicht liegt aber auch genau darin der Charme, genau wie in der ungewöhnlichen Form des Romans: Er besteht ausschließlich aus Briefen, adressiert an verstorbene Helden verschiedener Generationen, Mitglieder des forever 27-Clubs aber auch Pioniere wie Amelia Earhart. Der Schreibstil ist sehr einfach und umgangssprachlich, das ist gerade zu Beginn etwas irritierend, fügt sich aber später sehr gut ins Geschehen und Leben der Protagonistin ein, die ihren Weg an der High School, durch ihre zerbrochene Familie und die Probleme ihrer Freunde (und natürlich ihre eigenen) finden muss und dabei mehr und mehr auch selbst ihre Stimme findet. „Love Letters to the Dead“ ist eine berührende Geschichte über das Trauern und Loslassen und darüber, zu lernen, dass nicht die anderen definieren, wer man ist, dass nicht Erwartungen festlegen, wer man zu sein hat und dass wir so wie wir wirklich sind, immer die beste Version unserer selbst sind.

Mar 2, 2026
Eine von den ganz normal verrückten Leuten
Eigentlich war es nur eine Hausaufgabe, die Laurel nicht erledigt hatte: Einen Brief an jemanden zu schreiben, der schon verstorben ist. Während ihre Lehrerin damit vermutlich jemanden wie einen ehemaligen Präsidenten meinte, beginnt Laurel jedoch, Briefe an verstorbene Stars zu schreiben, die Idole ihrer Schwester, die selbst auch ums Leben gekommen ist. Mehr und mehr findet Laurel in den Briefen eine Möglichkeit, auszudrücken, wie sie sich fühlt, und während ihr restliches Leben auseinanderbricht, gibt das Schreiben ihr Halt und vielleicht auch irgendwann die Kraft, sich der Vergangenheit zu stellen… Ava Dellaira erzählt uns mit diesem einfühlsamen Jugendbuch die Geschichte eines eigentlich ganz normalen Mädchens, das ganz normale Probleme zu bewältigen und Herausforderungen auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu meistern hat. Diese Probleme türmen sich aber auf eine Weise auf, die ihr die Luft nehmen, sie ist gefangen zwischen Schuld, Reue, den Erwartungen anderer und der Hoffnung, ihrer verstorbenen Schwester gerecht zu werden. Ungeschönt fängt die Autorin ihre Stimme ein und erschafft so eine rohe, aber ehrliche Coming of Age Geschichte, die weiß, wie sie den Leser berühren kann, auch wenn sie sicherlich einige gängige Klischees des Erwachsenwerdens und dem Gefühl des Missverstandenseins mitnimmt. Vielleicht liegt aber auch genau darin der Charme, genau wie in der ungewöhnlichen Form des Romans: Er besteht ausschließlich aus Briefen, adressiert an verstorbene Helden verschiedener Generationen, Mitglieder des forever 27-Clubs aber auch Pioniere wie Amelia Earhart. Der Schreibstil ist sehr einfach und umgangssprachlich, das ist gerade zu Beginn etwas irritierend, fügt sich aber später sehr gut ins Geschehen und Leben der Protagonistin ein, die ihren Weg an der High School, durch ihre zerbrochene Familie und die Probleme ihrer Freunde (und natürlich ihre eigenen) finden muss und dabei mehr und mehr auch selbst ihre Stimme findet. „Love Letters to the Dead“ ist eine berührende Geschichte über das Trauern und Loslassen und darüber, zu lernen, dass nicht die anderen definieren, wer man ist, dass nicht Erwartungen festlegen, wer man zu sein hat und dass wir so wie wir wirklich sind, immer die beste Version unserer selbst sind.
Mar 2, 2026







