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Old Filth

3.8(61)
Language
English
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About the book

'Jane Gardam's work is rich and diverse and she writes beautifully. She's a treasure of contemporary English writing' Ian McEwan'What a spiky brilliant sledgehammer of a novel is Jane Gardam's Old Filth' Patrick NessSir Edward Feathers has had a brilliant career, from his early days as a lawyer in Southeast Asia, where he earned the nickname Old Filth (Failed In London, Try Hong Kong) to his final working days as a respected judge at the bar. Yet through it all he has carried with him the wounds of a difficult and emotionally hollow childhood. Now an eighty-year-old widower living in comfortable seclusion in Dorset, Feathers is finally free from the demands of his work and the sentimental scaffolding that has sustained him throughout his life. He slips back into the past with ever mounting frequency and intensity, and on the tide of these vivid, lyrical musings, Feathers approaches a reckoning with his own history. Not all the old filth, it seems, can be cleaned away.Jane Gardam has written a literary masterpiece that retraces much of the twentieth century's torrid and momentous history. Feathers' childhood in Malaya during the British Empire's heyday, his schooling in pre-war England, his professional success in Southeast Asia and his return to England toward the end of the millennium, are vantage points from which the reader can observe the march forward of an eventful era and the steady progress of that man, Sir Edward Feathers, Old Filth himself, who embodies the century's fate.

Editions (2)

ISBN9780349139494
PublisherLittle, Brown Book Group
Publication Date02/06/14
Pages255

Reviews & Ratings

61 ratings

11 reviews

3.8

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  • katicilli
    katicilli

    27 Followers

    4.0

    Ein eher leises, unaufgeregtes - man könnte sagen sehr englisches - Buch. Darin gleicht es seiner Hauptperson: Wie sich hinter der korrekten, etwas langweiligen Fassade von Old Filth ein abenteurliches und oft tragisches Leben verbirgt, so werden in diesem Buch einige britische Nationaltraumata (der Blitzkrieg, der Verlust des Empire,...) gleichsam nebenher behandelt. Es hat eine gewisse Sogwirkung und ich habe es gerne gelesen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die anderen beiden Bände der Trilogie lesen möchte - vielleicht, wenn sie mir mal zufällig über den Weg laufen.

    Nov 22, 2024

  • dunis.lesefutter
    dunis.lesefutter

    420 Followers

    3.5

    Verdiente Einsamkeit

    Edward Feathers, genannt Old Filth, ist ein sehr bescheidener Mann mit guten Manieren und einem gewissen Lifestyle. Er ist als so genannter Raj-Waise aus Malaysia von seinem Vater nach Großbritannien geschickt und dort von einer brutalen Pflegemutter großgezogen worden. Das hat Spuren hinterlassen. Er stotterte lange und hat Zeit seines Lebens das Gefühl Einsamkeit verdient zu haben. Als seine Frau Betty stirbt, zieht er Bilanz. Er sucht Kontakt zu Personen seines Lebens, die ein ähnliches Schicksal wie er erlitten haben, und macht sich auf zu einer Reise, sie zu besuchen. Im Großen und Ganzen handelt das Buch von dieser Reise und den Gesprächen, die sich um die Auffrischung der Erinnerung drehen. Dabei stehen die Auswirkungen kolonialen Lebens auf die Herrschenden, hier insbesondere um die Kinder im Zentrum. Um dem Missverständnis vorzubeugen, dem ich erlegen bin: Wir reisen nicht nach Malaysia zurück, sondern halten uns fast ausschließlich im Mutterland England auf. Dabei wechselt die Erzählung in den Zeiten. Die Sprünge in die Gegenwart beziehen sich auf die Vergangenheit doch war mir das oft zu schnell. Kaum hatte mich ein Dialog oder ein Ereignis gepackt, hüpfte man schon wieder in die andere Zeit. Ich hatte ständig das Gefühl, dass noch irgendetwas offen ist. Das Buch konnte mich in den ersten 2 Dritteln nicht packen, obwohl es leicht zu lesen ist. Auf den letzten 100 Seiten klärten sich aber viele Dinge auf und auf einmal wurde es interessant. Es fanden Begegnungen statt, die mich fesselten, Horizonte wurden erhellt und der dicke Stein, der auf Eddies Seele liegt, wurde auf einmal benannt. Und schwupp war das Buch fertig. Sprachlich gab es ein paar Hürden für mich zu überwinden. Vieles stand in Klammern, manche Sätze wurden nicht zu Ende gebracht, und einige Episoden waren sehr hektisch, während andere sehr langsam aus erzählt wurden. Es wurde aber immer der distanzierte und etwas altbackene Ton gewahrt, der für die feine Gesellschaft Großbritanniens typisch erscheint. Leicht zu lesen aber ist dirigistisch irgendwie nicht so mein Ding. Ob ich mit den beiden weiteren Teilen der Trilogie fortfahre, steht noch in den Sternen. Für Menschen, die gerne in diese Gesellschaftsschicht hinein lesen, ist das Buch vielleicht was

    Aug 12, 2024

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Followers

    4.0

    Aber wie sollte er entscheiden, was Fakten waren? Er wurde ganz klein vor der riesigen, fundamentalen Last, sich selbst mit den Augen eines anderen zu sehen. Das konnte nur Gott. Es kam ihm blasphemisch vor, es auch nur zu versuchen. So viele Eindrücke, so große Gefühle. Wo lag da die Wahrheit? - Zitat, Seite 264. Den Raj-Waisen und ihren Eltern - so lautet die Widmung in Jane Gardams Roman. Sie öffnet damit ein Kapitel englischer Geschichte, die hierzulande kaum bekannt sein dürfte. Die Kinder des Empire, deren Eltern sich in den asiatischen Gebieten angesiedelt hatten, wurden in die englische Heimat verschifft, um dort aus gesundheitlichen Gründen von Pflegeeltern versorgt zu werden, bis sie das Alter erreicht hätten, um eine entsprechende schulische Institution zu besuchen. Eine britische Maßnahme mit ihren Schwächen und ungewissen Folgen für die psychische Gesundheit der kleinen Seelen... Der Originaltitel des Romans lautet "Old Filth" und so begegnet uns der Protagonist zu Anfang der Geschichte als ehrwürdiger, alter Herr, der als Ursprung des alten Witzes "Failed In London Try Hong Kong" (Filth), gilt. Ein älterer Jurist fasst seinen Lebenslauf kurz zusammen: "Raj-Kind, Privatschule, Oxford, Kronanwalt - aber kein Langweiler. Die Frauen waren verrückt nach ihm." (Seite 12). Nach seiner beruflichen Tätigkeit in Fernost setzt sich der elegante Jurist mit seiner Frau Betty in England zur Ruhe. Und auch nach dem baldigen Tod seiner geliebten Ehefrau scheint er eine respektable und bewunderte Größe zu sein. "Ein Mann, dessen vornehmes Leben geradlinig und glücklich verlaufen war." (Seite 14). Aber schon bald bekommt die Fassade Risse und wir verstehen, dass dieses Leben keinesfalls in geraden Bahnen lief und der attraktive ältere Herr eine Last in sich trägt, die viele Jahre auf dem Buckel hat. Jane Gardam ist eine großartige Erzählerin und sie weiß, wovon sie spricht. So wie das menschliche Gehirn mit Erinnerungen umgeht, die unvermittelt wie unerwartete Gäste auf der Matte stehen, baut sie Ereignisse aus dem Leben ihres Protagonisten in die Handlung mit ein. Das mag am Anfang etwas verwirrend sein, aber bald hat man sich an die ineinander verwobenen Teile der Geschichte gewöhnt. Der feine Humor und der akkurate Schreibstil, der so gut zu den Figuren passt, machen diese Lektüre zum Vergnügen. Die Übersetzung stammt von Isabel Bogdan ("Der Pfau"). Manchen Charakter hätte man gerne näher kennengelernt z.B. den Lieblingsfeind Mr Veneering (lässt hier Dickens grüßen?), oder auch die Ehefrau Betty. Aber anscheinend gibt es hierzu in anderen Werken der Autorin Gelegenheit. FAZIT Wieder ein Roman, der sich unerwartet, aber auf sehr spannende und kluge Art mit dem Thema Heimat auseinandersetzt. Und aufzeigt, welche tiefgründigen Geschichten in Menschen verborgen sein können, die konservativ und langweilig wirken. Eine unbedingte Leseempfehlung.

    Oct 8, 2024

3 of 11 reviews

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