Die Leute von Privilege Hill
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Description
Book Information
Author Description
Jane Gardam, geboren 1928 in North Yorkshire, wurde für ihr viel bewundertes schriftstellerisches Werk mehrfach ausgezeichnet. Neben der BestsellerTrilogie um Old Filth erschienen zuletzt »Robinsons Tochter« (2020), »Mädchen auf den Felsen« (2022) und »Gute Ratschläge« (2024). Jane Gardam starb 2025 in Oxfordshire.
Posts
Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.
Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.
Ich bin ja bekennender Jane Gardam-Fan und insofern war diese Kurzgeschichten-Sammlung ein Muss. Die bekannten Motive von Gardam - Kritik an der besseren Gesellschaft und der kolonialen Ordnung - finden sich durchgehend wieder, waren mir aber manchmal to much im Vordergrund. Es war wie ein Gewürz, das die Köchin auf jeden Gang streut. Manchmal passt es wunderbar, manchmal eher weniger. Einige der Geschichten waren grandios, absolute Meisterwerke der Erzählkunst, aber es gab auch eher mittelmäßige Geschichten, die für meinen Geschmack zu langweilig dahintrieben. Alles in allem: für Fans sicher eine Leseempfehlung, andere Interessent*innen sollten sich gern mit dem nachkolonialen Thema befassen wollen.
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Jane Gardam, geboren 1928 in North Yorkshire, wurde für ihr viel bewundertes schriftstellerisches Werk mehrfach ausgezeichnet. Neben der BestsellerTrilogie um Old Filth erschienen zuletzt »Robinsons Tochter« (2020), »Mädchen auf den Felsen« (2022) und »Gute Ratschläge« (2024). Jane Gardam starb 2025 in Oxfordshire.
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Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.
Jane Gardam kann wundervoll portraitieren und Geschichten in Nuancen entwickeln. Jede der Erzählungen in diesem Band ist für sich eine kleines Fenster in ein fremdes Leben. Die Themenbereiche sind auf den ersten Blick vielschichtig: Englische Klassenunterschiede, komplizierte Eltern-Kind-Beziehungen, rationale Lebensentscheidungen, Ehepartner die eigentlich nicht zusammen passen, verpasste Lieben, Tod eines Partners, Untreue. Auf den zweiten Blick wiederholt sich jedoch so manches Motiv. Leider haben mich bei dieser Sammlung einige Geschichten nicht so überzeugt wie andere. Gerade bei den längeren Geschichten merkt man, dass Gardams Stärke das ausführliche ist und nicht die Knappheit.
Ich bin ja bekennender Jane Gardam-Fan und insofern war diese Kurzgeschichten-Sammlung ein Muss. Die bekannten Motive von Gardam - Kritik an der besseren Gesellschaft und der kolonialen Ordnung - finden sich durchgehend wieder, waren mir aber manchmal to much im Vordergrund. Es war wie ein Gewürz, das die Köchin auf jeden Gang streut. Manchmal passt es wunderbar, manchmal eher weniger. Einige der Geschichten waren grandios, absolute Meisterwerke der Erzählkunst, aber es gab auch eher mittelmäßige Geschichten, die für meinen Geschmack zu langweilig dahintrieben. Alles in allem: für Fans sicher eine Leseempfehlung, andere Interessent*innen sollten sich gern mit dem nachkolonialen Thema befassen wollen.





