Look inside

Nemesis

4.0(42)
Available nowFree shipping
Buy Now

About the book

In the “stifling heat of equatorial Newark,” a terrifying epidemic is raging, threatening the children of the New Jersey city with maiming, paralysis, lifelong disability, and even death. This is the startling theme of Philip Roth’s wrenching new book: a wartime polio epidemic in the summer of 1944 and the effect it has on a closely knit, family-oriented Newark community and its children. At the center of Nemesis is a vigorous, dutiful twenty-three-year-old playground director, Bucky Cantor, a javelin thrower and weightlifter, who is devoted to his charges and disappointed with himself because his weak eyes have excluded him from serving in the war alongside his contemporaries. Focusing on Cantor’s dilemmas as polio begins to ravage his playground—and on the everyday realities he faces—Roth leads us through every inch of emotion such a pestilence can breed: the fear, the panic, the anger, the bewilderment, the suffering, and the pain. Moving between the smoldering, malodorous streets of besieged Newark and Indian Hill, a pristine children’s summer camp high in the Poconos—whose “mountain air was purified of all contaminants”—Roth depicts a decent, energetic man with the best intentions struggling in his own private war against the epidemic. Roth is tenderly exact at every point about Cantor’s passage into personal disaster, and no less exact about the condition of childhood. Through this story runs the dark questions that haunt all four of Roth’s late short novels, Everyman, Indignation, The Humbling, and now Nemesis: What kind of accidental choices fatally shape a life? How does the individual withstand the onslaught of circumstance?

Editions (6)

ISBN9780224089531
PublisherHoughton Mifflin, 2010
Publication Date12/31/10
Pages280

Reviews & Ratings

42 ratings

8 reviews

4.0

Tap to filter

  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Followers

    2.0

    Das war ziemlich enttäuschend. Bislang hatte ich noch nichts von Philip Roth gelesen, und daher war ich auf die oft gepriesene Erzählkunst des Dauergeheimtipps für den Nobelpreis gespannt. Ich konnte hier aber weder stilistisch, konzeptionell oder sprachlich etwas Besonderes erkennen. Die Geschichte der Polio-Epidemie im Jahr 1944 an der Ostküste der USA wird aus Sicht des 23-jährigen Sportlehrers Bucky Cantor erzählt, der in der ersten Hälfte des Buchs für die Betreuung der Gemeindesportplätze in den Sommerferien und im dritten Viertel für Summercamp-Betreuung in den Wäldern verantwortlich ist. Roth schreibt über ihn: Bucky war weder hochintelligent […] noch im Entferntesten unbekümmert. Er war ein weitgehend humorloser Mann, der sich zwar ausdrücken konnte, aber nicht geistreich war, der nie etwas Satirisches oder Ironisches sagte und kaum je einen Witz machte oder im Scherz sprach.” Dieser letzte Satz beschreibt nicht nur Bucky, sondern auch mein Eindruck vom Buch generell. Es ist in klassischer amerikanischer Art erzählt, auf einer Erzählebene, nett ausgedrückt, aber wenig reflektiert oder geistreich, chronologisch wie ein Katastrophenschutzbericht. Außerdem störte mich die Vielzahl an Wiederholungen und unnötigen Informationen zum Beschreiben eines Sachverhalts, wie in dem oben stehenden Satz (Satire, Ironie, Witz, Scherz! Alla hopp, ich hab’s kapiert, der Typ war ne Spaßbremse). Der erste Geschlechtsakt mit seiner Freundin geschah dann vor Jahren im Spätsommer “an einem Samstag um kurz vor Vier in dem Bett, mit den vier gedrechselten Pfosten und dem Baldachin mit Blumenmuster”. Das hört sich für mich mehr wie eine Bildbeschreibung aus einem IKEA-Katalog an. Inhaltlich habe ich nicht verstanden, was Roth mit dieser Geschichte eigentlich sagen wollte. Bucky ist ein Anti-Hiob. Buckys Vorstellung von Gott war nicht die “von einem allmächtigen Wesen, das keine Dreifaltigkeit war im Christentum, sondern eine Zweifaltigkeit - die Vereinigung eines perversen Arschlochs mit einem bösartigen Genie”. Wirklich kein sehr geistreiche Ausdrucksweise. Reihenweise fallen die Kinder in diesem Sommer dem Poliovirus zum Opfer und der Pratogonist setzt am Ende alles dran, die Tragödie in seine Schuld umzuwandeln. Ein von mir geschätzter Kritiker lobte das Buch als tröstend. Ich habe selten so etwas trostloses gelesen, wenn es um die Frage geht, wie man als Mensch dem übermächtigen Elend in der Welt gegenüberstehen soll. Mir hat das Buch nicht gefallen.

    Apr 14, 2024

  • Unknown User
    Unknown User

    4 Followers

    3.0

    DER FATALISMUS EINER KRANKHEIT UND SCHULD Das sind die großen Themen, mit denen Philip Roth 220 Seiten füllt. In seinem Roman "Nemesis" begegnen wir einem jüdischen Viertel in den USA, in dem die Polio/Kinderlähmung epidemische Ausmaße annimmt. Wir begleiten während den Wirren des Zweiten Weltkrieges einen jungen Sportlehrer, der versucht zu verstehen, warum der Mensch so machtlos gegenüber einer Krankheit ist. Drückende Hitze und letzte paradiesische Sommertage wechseln einander ab und können nicht verbergen, wie das Leid das Leben eines einzelnen Menschen und letztlich das Tausender zerstört. Zu Beginn wirkt das Buch so leicht und galant erzählt und lässt Hoffnung aufkommen, um sie letztlich zu nehmen. Das Ende hat mich gleichsam deprimiert und auch erleichtert. Sprachlich hätte ich mir gern noch etwas mehr gewünscht - insgesamt aber ein wunderbares Buch.

    Sep 1, 2022

  • christinajirschim
    christinajirschim

    88 Followers

    4.0

    Ein tiefgehendes, sehr einfühlsames Psychogramm über einen Mann, der mit den besten Absichten unaufhaltsam und unbeirrt auf seinen Untergang zusteuert. Wieder mal eine Geschichte, die mich sehr nachdenklich zurücklässt. "Wenn doch nur..." und "Hätte er bloß...", "Warum konnte er nicht einfach..." waren ständige Begleiter in meinem Kopf während des Lesens in diesem Buch. Am Ende kann aber niemand aus seiner eigenen Haut heraus.

    Jun 14, 2023

3 of 8 reviews

Reading is better with the READO app.

Discover books, track progress, read together.

Library

Keep track