Unter Null
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Description
Unter Null entwickelt sich zum Kultbuch. Die jungen Amerikaner finden sich wieder in B.E. Ellis´ Geschichte von Clay und seinen Freunden im Los Angeles der 80er Jahre, diese Kinder reicher, aber gelangweilter Eltern, die ihrem mondänen Leben zwischen Partys, Sex, Drogen und Gewalt kaum noch einen Kick, geschweige denn einen Sinn abgewinnen können.
»Lindsey und ich gehen die Treppe rauf zur Toilette und ziehen uns auf dem Klo ein bißchen Koks rein. Über dem Waschbecken, auf dem Spiegel, steht in großen schwarzen Buchstaben: “Das Reich des Stumpfsinns”.«
Book Information
Author Description
Bret Easton Ellis wurde 1964 in Los Angeles geboren. Er besuchte die private Buckley School und begann 1986 ein Musikstudium am Bennington College in Vermont. Schon während seiner Highschool-Zeit bis in die Anfänge der 80er-Jahre spielte Ellis Keyboard in diversen New-Wave-Bands und wollte ursprünglich Musiker werden. Im Laufe des Studiums zog es ihn jedoch immer mehr zum Schreiben. Mit 21 Jahren veröffentlichte Ellis das Debüt »Unter Null« und zog zwei Jahre später nach New York City. 1991 erschien »American Psycho«, der Roman machte ihn endgültig zum Kultautor. Seit 2006 lebt er wieder in Los Angeles, in der Nähe von Beverly Hills.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eines der meistbeachteten und wichtigsten Debüts der 80er Jahre 🤩
Ein gerade mal einundzwanzigjähriger Student, ein Seminar "creative writing" und ein dazugehöriger Tutor, der den jungen Schreiberling dazu ermutigt, das jüngst verfasste Werk zu veröffentlichen. Der Autor: Bret Easton Ellis. Der Roman "Less than zero" (bzw. "Unter Null") ist im Deutschen bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Eine triviale, beinahe schon naive Entstehungsgeschichte, eines der meistbeachteten und wichtigsten Debüts der 80er Jahre. In "Unter Null" nach einer Handlung im klassischen Sinn zu suchen, ist meines Erachtens nach müßig. Die Aneinanderreihung von Partybeschreibungen, Familientragödien, Exzessen und Reminiszenen (zusammengefaßt im Rahmen heißer Winterferien in L.A.) hat nur eine Aufgabe: die Beschreibung der totalen Einsamkeit Clays unter vielen, gelebt in aktiver Passivität, in selbstverständlicher Dekadenz und unbegrenztem Konsumhedonisums. Die Entfremdung des Protagonisten vom Freundeskreis, von der Familie, ja von sich selbst - ist Begleiterscheinung dieses abgehobenen Lebensstils. Was Clay aber von den anderen Mitcharakteren unterscheidet, ist das Wissen um das Unglück, das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil seiner Passivität und Oberflächlichkeit zuzuschreiben ist. Und genau dieses Wissen verbunden mit der Ohnmacht, kein Mittel gegen die Depression zu haben, macht ihn noch verstörter. Was das Buch meiner Meinung nach so gut macht, ist die Nachvollziehbarkeit der emotionalen Strukturen und Verhaltensmuster, die Clay prägen. Diese lassen sich ohne weiteres auch auf andere Gruppen in anderen sozialen Schichten umlegen. Unverständnis in der Familie und im Freundeskreis, Shoppingwut, Drogenkonsum, Selbstzweifel etc. beschränken sich nicht nur auf die High society, die in diesem Buch als abstrahiertes Abziehbild der Gesellschaft gesehen werden kann. "Unter Null" ist die Momentaufnahme eines Winters, die keine "Handlung" benötigt, um die Verlorenheit des Einzelnen in der Gruppe, die Oberflächlichkeiten einer Gesellschaft zu zeigen. Die hemmungslos übertriebene, fast surreale Dekadenz dieser Luxusgesellschaft kann uns das nur noch besser vor Augen führen.
Sex, Drugs und Musik
Heftig! Aber, wenn man schon andere Bücher von Bret Easton Ellis gelesen hat, ist man das gewohnt. Ich habe mich lange um das Buch herum gedrückt, aber dann doch gelesen. Auf den 200 Seiten geht es gut zur Sache, auch etwas verwirrend, aber man bleibt im Fluss. Kann das Buch echt empfehlen!
„Es ist anstrengend, Mitgefühl für jemand aufzubringen, dem alles ist egal ist.“ „So?“, frage ich. „Was interessiert dich denn überhaupt? Was macht dir Freude?“ „Nichts! Nichts macht mir Freude. Ich mag gar nichts“, erkläre ich ihr. Dieser kurzer Dialog zwischen der 18-jährigen Hauptfigur Clay und seiner Freundin Blair ist sehr bezeichnend für den Adoleszenzroman „Unter Null“. Wir befinden uns im L.A. der 80er Jahre. Die Figuren sind, aus meiner Sicht völlig wohlstandvserwahrloste, Rich Kids um die 18 Jahre. Clay, der Ich-Erzähler des Romans, kommt für Semesterferien von der Highschool nach Hause. Diese Semesterferien und ein paar Erinnerungen teilt er mit den Leser*innen und sie bestehen aus: Nichts! Oder noch weniger? Unter Null? Clay und seine Mitmenschen leben die völlige Belanglosigkeit! Sie treiben völlig passiv umher. Die Beziehungen sind mehr als oberflächlich. Es geht nur um Betäubung, um den gemeinsamen Konsum und um Sex. Dabei spielt auch keine Rolle, ob dieser Sex heterosexuell, homosexuell oder im Bereich der Vergewaltigung liegt. Es ist einfach alles einerlei! Die Dialoge verbleiben auf einer Oberflächlichkeit, die mir so noch nie eindrücklich begegnet ist. Der eingangs zitierte Dialog war der mit Abstand tiefgründigste im ganzen Roman. Die Emotionen der Figuren verbleiben unter Null. Sie suchen nichts und sie finden nichts, nicht mal in der Betäubung finden sie irgendeine Form von Freude oder Gefühl. Clay macht ab und zu explizit, dass er die Katastrophe sucht, um zumindest etwas zu fühlen, doch nicht mal das gelingt ihm. „Unter Null“ ist ein schrecklich tristes schwer zu ertragendes Buch, welches ich nicht gerne gelesen habe. Begegnet ist es mir in meinem Literaturstudium in einem Seminar über Adoleszenzromane. Hier wurde es als amerikanischer Klassiker eben dieses Genres angepriesen. Ich kann schon verstehen, warum. Das Bild das Ellis zeichnet, dass (junge) Menschen gleichgültig werden, sich nur noch betäuben und die Beziehungen immer oberflächlicher werden, ist leider ein zeitloses. Besonders weh tut, dass den adoleszenten Figuren jegliche erwachsene Vorbilder fehlen, denn auch die Eltern, Lehrer und sogar Clays Psychiater leben ihnen Oberflächlichkeit und den Hang zur Betäubung vor. „Unter Null“ ist vielleicht so aktuell wie nie zuvor. Trotzdem würde ich es niemandem empfehlen. Es ist zu destruktiv in seiner extremen, übersteigerten Belanglosigkeit. Gegen Ende wird es dann auch wirklich ekelhaft und unmoralisch. Ein Schwanken zwischen einem und vier Sternen…
„Unter Null” von Bret Easton Ellis konnte mich nicht überzeugen und bekommt nur 2 von 5 Sternen. Der Roman über den ziellosen, oberflächlichen Lebensstil der 80er-Jahre in Los Angeles war für mich eintönig und langweilig. Ellis’ distanzierter Schreibstil machte es schwer, eine Verbindung zu den flachen Charakteren aufzubauen, und die Handlung wirkte wie eine endlose Aneinanderreihung bedeutungsloser Episoden. Mehrmals war ich kurz davor, das Buch wegzulegen. Im Vergleich zu z.B. „The Shards“ fehlt es „Unter Null“ deutlich an Spannung und emotionaler Tiefe.
“Unter Null” von Bret Easton Ellis hat mich leider enttäuscht und bekommt von mir nur 2 von 5 Sternen. Obwohl der Roman oft als Klassiker der 80er-Jahre gefeiert wird, konnte ich den Hype überhaupt nicht nachvollziehen. Die Geschichte folgt Clay, einem College-Studenten, der in Los Angeles durch eine Welt aus Partys, Drogen und bedeutungslosen Begegnungen driftet. Doch anstatt einen fesselnden Einblick in die Leere und Sinnlosigkeit dieser Ära zu bieten, wirkte das Buch auf mich monoton und schlichtweg langweilig. Der Schreibstil von Ellis, der oft für seine minimalistische und distanzierte Art gelobt wird, hat es mir hier besonders schwer gemacht. Die nüchternen, emotionslosen Beschreibungen lassen zwar die Kälte und Oberflächlichkeit der Charaktere spürbar werden, doch für mich führte das nur dazu, dass ich keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Der ständige Ton aus Gleichgültigkeit und Wiederholung zog sich zäh wie Kaugummi durch den Roman, sodass ich mehrmals kurz davor war, das Buch wieder wegzulegen. Im Vergleich zu „The Shards“, das ebenfalls in den 80ern spielt, gelingt es „Unter Null“ nicht, mitreißende Spannung oder tiefere Einblicke in die Charaktere zu liefern. Während „The Shards“ mit atmosphärischer Dichte und psychologischer Tiefe punktet, bleibt „Unter Null“ flach und eindimensional. Statt einer packenden Milieustudie wirkt es wie eine endlose Aneinanderreihung belangloser Episoden, die weder unterhalten noch zum Nachdenken anregen. Für mich ist „Unter Null“ ein überbewerteter Roman, dem es an Substanz und emotionaler Tiefe fehlt. Als Einstieg in Ellis’ Werk würde ich ihn daher nicht empfehlen.

Eines meiner Lieblingsbücher und lange Zeit mein absolutes Lieblingsbuch, auch wenn sich das nach vielen Jahren und mehrmaligem Lesen mittlerweile geändert hat. Der Schreibstil ist sicherlich nicht jedermanns Sache, da er überhaupt nicht ins Detail geht und so gut wie gar nichts über die Gedanken- und Emotionswelt des Protagonisten offenbart. Alles wird aus einer teilnahmslosen, oberflächlichen Beobachterperspektive beschrieben. In Verbindung mit den gezeigten Geschehnisse und des Milieus, in dem sich die Hauptfigur bewegt, ist dies zwar die perfekte literarische Darstellung, kann aber beim Lesen schnell zu Langeweile und/oder Ermüdung führen. Für mich persönlich bleibt es bei 5 Sternen, da es mit den verwendeten Stilmitteln exakt das transportiert, was dieses Buch vermitteln möchte und um was es in der Geschichte geht: Es berichtet nicht nur davon, sondern erzeugt beim Leser selbst Abgestumpftheit, Langeweile, Verdruss, eine Suche nach dem (nächsten) Höhepunkt. Kaum ein Buch schafft das so zielsicher wie dieses und kaum ein anderes Buch hat mein eigenes Leben derart beeinflußt.
Wow Wow Wow!!! Ich kann einfach nicht beschreiben, wie sehr ich dieses Buch liebe!
Los Angeles in den 80er Jahren. Clay Easton ist der Sohn einer reichen Familie, die in einer Villa in LA lebt. Er studiert gerade in New Hampshire als er in den Semesterferien zu Weihnachten nach Hause kommt, wo er viele alte Freunde wieder trifft - unter anderem auch Blair, mit der er nie wirklich Schluss gemacht hat. Die Teenager der „High-Society“ in einer der wohl glamourösesten Orte Amerikas wollen Spaß haben und ihr Leben genießen - jedoch gibt es nicht mehr viel, das sie (wegen ihres Reichtums) noch nicht erlebt haben. Sie werden immer offenerer für immer schlimmere und perversere Dinge, und es wird immer schwerer, sich aus dieser Spirale zu befreien. Clay gelangt immer mehr in einen Zwiespalt; wegen Blair, wegen der Drogen die er nimmt, wegen seines Lebens… Meiner Meinung nach, hat Bret Easton Ellis hier ein absolutes Meisterwerk geschaffen- und das mit erst 21 Jahren! Der Schreibstil, den er anwendet ist etwas so Besonderes und wie er die Ruhe in „Unter Null“ mit den immer gravierender werdenden Lebensweisen der Protagonisten verbindet, stellt nur noch einmal deutlicher da, dass „Unter Null“ ein Buch ist, wie kein Zweites. Es gibt hier keine wirkliche oder vordergründige Handlung- stattdessen muss man nach dem Sinn suchen, die Moral der Geschichte herausfinden. Dazu kann ich die Analyse von www.grin.de empfehlen (Achtung: Enthält Spoiler!!) Es hat alles, was man sich in einem guten Buch wünscht- nicht allzu viele Seiten, kurze Kapitel, eine interessante Atmosphäre und so Vieles mehr. Ich glaube man merkt an der Länge dieser Rezension, dass ich dieses Buch sehr liebe; genau deshalb konnte ich mich nicht zurückhalten, meine Liebe zu diesem Buch zu äußern. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses Buch nicht allen Menschen gefallen wird, aber ich kann wirklich Jedem nur empfehlen, es auszuprobieren! Meine Sicht auf das Leben hat es in gewisser Weise schon verändert und ich freue mich schon sehr darauf, den zweiten Teil - „Imperial Bedrooms“- ganz bald zu lesen!!
Jetzt weiss ich zumindest worauf sich der Titel des Buches bezieht: Auf die „Handlung“. Lange Zeit passiert nicht viel. Junge Leute die durch die Gegend fahren, von einem Restaurant in die nächste Bar, in den nächsten Club, die nächste Party ziehen und dabei eine Menge Drogen nehmen. Unzählige Namen werden genannt, sowas wie „Handlung“ kommt nicht wirklich auf. Zum Schluss wird’s ziemlich krass und dann ist es (endlich) aus.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Unter Null entwickelt sich zum Kultbuch. Die jungen Amerikaner finden sich wieder in B.E. Ellis´ Geschichte von Clay und seinen Freunden im Los Angeles der 80er Jahre, diese Kinder reicher, aber gelangweilter Eltern, die ihrem mondänen Leben zwischen Partys, Sex, Drogen und Gewalt kaum noch einen Kick, geschweige denn einen Sinn abgewinnen können.
»Lindsey und ich gehen die Treppe rauf zur Toilette und ziehen uns auf dem Klo ein bißchen Koks rein. Über dem Waschbecken, auf dem Spiegel, steht in großen schwarzen Buchstaben: “Das Reich des Stumpfsinns”.«
Book Information
Author Description
Bret Easton Ellis wurde 1964 in Los Angeles geboren. Er besuchte die private Buckley School und begann 1986 ein Musikstudium am Bennington College in Vermont. Schon während seiner Highschool-Zeit bis in die Anfänge der 80er-Jahre spielte Ellis Keyboard in diversen New-Wave-Bands und wollte ursprünglich Musiker werden. Im Laufe des Studiums zog es ihn jedoch immer mehr zum Schreiben. Mit 21 Jahren veröffentlichte Ellis das Debüt »Unter Null« und zog zwei Jahre später nach New York City. 1991 erschien »American Psycho«, der Roman machte ihn endgültig zum Kultautor. Seit 2006 lebt er wieder in Los Angeles, in der Nähe von Beverly Hills.
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Eines der meistbeachteten und wichtigsten Debüts der 80er Jahre 🤩
Ein gerade mal einundzwanzigjähriger Student, ein Seminar "creative writing" und ein dazugehöriger Tutor, der den jungen Schreiberling dazu ermutigt, das jüngst verfasste Werk zu veröffentlichen. Der Autor: Bret Easton Ellis. Der Roman "Less than zero" (bzw. "Unter Null") ist im Deutschen bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Eine triviale, beinahe schon naive Entstehungsgeschichte, eines der meistbeachteten und wichtigsten Debüts der 80er Jahre. In "Unter Null" nach einer Handlung im klassischen Sinn zu suchen, ist meines Erachtens nach müßig. Die Aneinanderreihung von Partybeschreibungen, Familientragödien, Exzessen und Reminiszenen (zusammengefaßt im Rahmen heißer Winterferien in L.A.) hat nur eine Aufgabe: die Beschreibung der totalen Einsamkeit Clays unter vielen, gelebt in aktiver Passivität, in selbstverständlicher Dekadenz und unbegrenztem Konsumhedonisums. Die Entfremdung des Protagonisten vom Freundeskreis, von der Familie, ja von sich selbst - ist Begleiterscheinung dieses abgehobenen Lebensstils. Was Clay aber von den anderen Mitcharakteren unterscheidet, ist das Wissen um das Unglück, das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil seiner Passivität und Oberflächlichkeit zuzuschreiben ist. Und genau dieses Wissen verbunden mit der Ohnmacht, kein Mittel gegen die Depression zu haben, macht ihn noch verstörter. Was das Buch meiner Meinung nach so gut macht, ist die Nachvollziehbarkeit der emotionalen Strukturen und Verhaltensmuster, die Clay prägen. Diese lassen sich ohne weiteres auch auf andere Gruppen in anderen sozialen Schichten umlegen. Unverständnis in der Familie und im Freundeskreis, Shoppingwut, Drogenkonsum, Selbstzweifel etc. beschränken sich nicht nur auf die High society, die in diesem Buch als abstrahiertes Abziehbild der Gesellschaft gesehen werden kann. "Unter Null" ist die Momentaufnahme eines Winters, die keine "Handlung" benötigt, um die Verlorenheit des Einzelnen in der Gruppe, die Oberflächlichkeiten einer Gesellschaft zu zeigen. Die hemmungslos übertriebene, fast surreale Dekadenz dieser Luxusgesellschaft kann uns das nur noch besser vor Augen führen.
Sex, Drugs und Musik
Heftig! Aber, wenn man schon andere Bücher von Bret Easton Ellis gelesen hat, ist man das gewohnt. Ich habe mich lange um das Buch herum gedrückt, aber dann doch gelesen. Auf den 200 Seiten geht es gut zur Sache, auch etwas verwirrend, aber man bleibt im Fluss. Kann das Buch echt empfehlen!
„Es ist anstrengend, Mitgefühl für jemand aufzubringen, dem alles ist egal ist.“ „So?“, frage ich. „Was interessiert dich denn überhaupt? Was macht dir Freude?“ „Nichts! Nichts macht mir Freude. Ich mag gar nichts“, erkläre ich ihr. Dieser kurzer Dialog zwischen der 18-jährigen Hauptfigur Clay und seiner Freundin Blair ist sehr bezeichnend für den Adoleszenzroman „Unter Null“. Wir befinden uns im L.A. der 80er Jahre. Die Figuren sind, aus meiner Sicht völlig wohlstandvserwahrloste, Rich Kids um die 18 Jahre. Clay, der Ich-Erzähler des Romans, kommt für Semesterferien von der Highschool nach Hause. Diese Semesterferien und ein paar Erinnerungen teilt er mit den Leser*innen und sie bestehen aus: Nichts! Oder noch weniger? Unter Null? Clay und seine Mitmenschen leben die völlige Belanglosigkeit! Sie treiben völlig passiv umher. Die Beziehungen sind mehr als oberflächlich. Es geht nur um Betäubung, um den gemeinsamen Konsum und um Sex. Dabei spielt auch keine Rolle, ob dieser Sex heterosexuell, homosexuell oder im Bereich der Vergewaltigung liegt. Es ist einfach alles einerlei! Die Dialoge verbleiben auf einer Oberflächlichkeit, die mir so noch nie eindrücklich begegnet ist. Der eingangs zitierte Dialog war der mit Abstand tiefgründigste im ganzen Roman. Die Emotionen der Figuren verbleiben unter Null. Sie suchen nichts und sie finden nichts, nicht mal in der Betäubung finden sie irgendeine Form von Freude oder Gefühl. Clay macht ab und zu explizit, dass er die Katastrophe sucht, um zumindest etwas zu fühlen, doch nicht mal das gelingt ihm. „Unter Null“ ist ein schrecklich tristes schwer zu ertragendes Buch, welches ich nicht gerne gelesen habe. Begegnet ist es mir in meinem Literaturstudium in einem Seminar über Adoleszenzromane. Hier wurde es als amerikanischer Klassiker eben dieses Genres angepriesen. Ich kann schon verstehen, warum. Das Bild das Ellis zeichnet, dass (junge) Menschen gleichgültig werden, sich nur noch betäuben und die Beziehungen immer oberflächlicher werden, ist leider ein zeitloses. Besonders weh tut, dass den adoleszenten Figuren jegliche erwachsene Vorbilder fehlen, denn auch die Eltern, Lehrer und sogar Clays Psychiater leben ihnen Oberflächlichkeit und den Hang zur Betäubung vor. „Unter Null“ ist vielleicht so aktuell wie nie zuvor. Trotzdem würde ich es niemandem empfehlen. Es ist zu destruktiv in seiner extremen, übersteigerten Belanglosigkeit. Gegen Ende wird es dann auch wirklich ekelhaft und unmoralisch. Ein Schwanken zwischen einem und vier Sternen…
„Unter Null” von Bret Easton Ellis konnte mich nicht überzeugen und bekommt nur 2 von 5 Sternen. Der Roman über den ziellosen, oberflächlichen Lebensstil der 80er-Jahre in Los Angeles war für mich eintönig und langweilig. Ellis’ distanzierter Schreibstil machte es schwer, eine Verbindung zu den flachen Charakteren aufzubauen, und die Handlung wirkte wie eine endlose Aneinanderreihung bedeutungsloser Episoden. Mehrmals war ich kurz davor, das Buch wegzulegen. Im Vergleich zu z.B. „The Shards“ fehlt es „Unter Null“ deutlich an Spannung und emotionaler Tiefe.
“Unter Null” von Bret Easton Ellis hat mich leider enttäuscht und bekommt von mir nur 2 von 5 Sternen. Obwohl der Roman oft als Klassiker der 80er-Jahre gefeiert wird, konnte ich den Hype überhaupt nicht nachvollziehen. Die Geschichte folgt Clay, einem College-Studenten, der in Los Angeles durch eine Welt aus Partys, Drogen und bedeutungslosen Begegnungen driftet. Doch anstatt einen fesselnden Einblick in die Leere und Sinnlosigkeit dieser Ära zu bieten, wirkte das Buch auf mich monoton und schlichtweg langweilig. Der Schreibstil von Ellis, der oft für seine minimalistische und distanzierte Art gelobt wird, hat es mir hier besonders schwer gemacht. Die nüchternen, emotionslosen Beschreibungen lassen zwar die Kälte und Oberflächlichkeit der Charaktere spürbar werden, doch für mich führte das nur dazu, dass ich keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte. Der ständige Ton aus Gleichgültigkeit und Wiederholung zog sich zäh wie Kaugummi durch den Roman, sodass ich mehrmals kurz davor war, das Buch wieder wegzulegen. Im Vergleich zu „The Shards“, das ebenfalls in den 80ern spielt, gelingt es „Unter Null“ nicht, mitreißende Spannung oder tiefere Einblicke in die Charaktere zu liefern. Während „The Shards“ mit atmosphärischer Dichte und psychologischer Tiefe punktet, bleibt „Unter Null“ flach und eindimensional. Statt einer packenden Milieustudie wirkt es wie eine endlose Aneinanderreihung belangloser Episoden, die weder unterhalten noch zum Nachdenken anregen. Für mich ist „Unter Null“ ein überbewerteter Roman, dem es an Substanz und emotionaler Tiefe fehlt. Als Einstieg in Ellis’ Werk würde ich ihn daher nicht empfehlen.

Eines meiner Lieblingsbücher und lange Zeit mein absolutes Lieblingsbuch, auch wenn sich das nach vielen Jahren und mehrmaligem Lesen mittlerweile geändert hat. Der Schreibstil ist sicherlich nicht jedermanns Sache, da er überhaupt nicht ins Detail geht und so gut wie gar nichts über die Gedanken- und Emotionswelt des Protagonisten offenbart. Alles wird aus einer teilnahmslosen, oberflächlichen Beobachterperspektive beschrieben. In Verbindung mit den gezeigten Geschehnisse und des Milieus, in dem sich die Hauptfigur bewegt, ist dies zwar die perfekte literarische Darstellung, kann aber beim Lesen schnell zu Langeweile und/oder Ermüdung führen. Für mich persönlich bleibt es bei 5 Sternen, da es mit den verwendeten Stilmitteln exakt das transportiert, was dieses Buch vermitteln möchte und um was es in der Geschichte geht: Es berichtet nicht nur davon, sondern erzeugt beim Leser selbst Abgestumpftheit, Langeweile, Verdruss, eine Suche nach dem (nächsten) Höhepunkt. Kaum ein Buch schafft das so zielsicher wie dieses und kaum ein anderes Buch hat mein eigenes Leben derart beeinflußt.
Wow Wow Wow!!! Ich kann einfach nicht beschreiben, wie sehr ich dieses Buch liebe!
Los Angeles in den 80er Jahren. Clay Easton ist der Sohn einer reichen Familie, die in einer Villa in LA lebt. Er studiert gerade in New Hampshire als er in den Semesterferien zu Weihnachten nach Hause kommt, wo er viele alte Freunde wieder trifft - unter anderem auch Blair, mit der er nie wirklich Schluss gemacht hat. Die Teenager der „High-Society“ in einer der wohl glamourösesten Orte Amerikas wollen Spaß haben und ihr Leben genießen - jedoch gibt es nicht mehr viel, das sie (wegen ihres Reichtums) noch nicht erlebt haben. Sie werden immer offenerer für immer schlimmere und perversere Dinge, und es wird immer schwerer, sich aus dieser Spirale zu befreien. Clay gelangt immer mehr in einen Zwiespalt; wegen Blair, wegen der Drogen die er nimmt, wegen seines Lebens… Meiner Meinung nach, hat Bret Easton Ellis hier ein absolutes Meisterwerk geschaffen- und das mit erst 21 Jahren! Der Schreibstil, den er anwendet ist etwas so Besonderes und wie er die Ruhe in „Unter Null“ mit den immer gravierender werdenden Lebensweisen der Protagonisten verbindet, stellt nur noch einmal deutlicher da, dass „Unter Null“ ein Buch ist, wie kein Zweites. Es gibt hier keine wirkliche oder vordergründige Handlung- stattdessen muss man nach dem Sinn suchen, die Moral der Geschichte herausfinden. Dazu kann ich die Analyse von www.grin.de empfehlen (Achtung: Enthält Spoiler!!) Es hat alles, was man sich in einem guten Buch wünscht- nicht allzu viele Seiten, kurze Kapitel, eine interessante Atmosphäre und so Vieles mehr. Ich glaube man merkt an der Länge dieser Rezension, dass ich dieses Buch sehr liebe; genau deshalb konnte ich mich nicht zurückhalten, meine Liebe zu diesem Buch zu äußern. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses Buch nicht allen Menschen gefallen wird, aber ich kann wirklich Jedem nur empfehlen, es auszuprobieren! Meine Sicht auf das Leben hat es in gewisser Weise schon verändert und ich freue mich schon sehr darauf, den zweiten Teil - „Imperial Bedrooms“- ganz bald zu lesen!!
Jetzt weiss ich zumindest worauf sich der Titel des Buches bezieht: Auf die „Handlung“. Lange Zeit passiert nicht viel. Junge Leute die durch die Gegend fahren, von einem Restaurant in die nächste Bar, in den nächsten Club, die nächste Party ziehen und dabei eine Menge Drogen nehmen. Unzählige Namen werden genannt, sowas wie „Handlung“ kommt nicht wirklich auf. Zum Schluss wird’s ziemlich krass und dann ist es (endlich) aus.
















