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Ich möchte lieber nicht

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Über das Buch

Warum positives Denken uns nicht weiterbringt, Schimpfen aber schon
Dieses Buch ist ein Aufruf zum Widerstand gegen die Ideologie unserer Zeit: den Zwang des Glücks.

Ratgeber und Duschbäder fordern uns auf, positiv zu sein. Wir sollen Scheitern als Chance begreifen und ständig unser Selbst entfalten. Doch der Terror des Positiven nervt, belastet jeden von uns und schwächt den Zusammenhalt: Wir betrachten Glück als Prestige und verstehen politische Probleme als persönliches Versagen. Das zeigt nicht nur die psychologische Forschung, sondern auch die Geschichte.

Dagegen hilft nur Rebellion: Schimpfen ist Ausdruck gelebter Freiheit, ohne Schmerz gibt es keine Kunst, und Wut ist der Motor des Fortschritts. Denn die Welt wurde nicht von den Glücklichen verändert, sondern von den Unzufriedenen.

» Die Wahrheit tut weh, darum wird Schreibers Buch Sie nicht glücklich machen. Aber es wird Sie zum Denken bringen, und das ist das Einzige, was heute zählt. « Slavoj Žižek

» Beschissen drauf sein endlich wieder salonfähig machen! Das Wort negativ endlich wieder positiv besetzen! « Shahak Shapira

Editionen (2)

ISBN9783492062848
VerlagPiper
Erscheinungsdatum10.03.22
Seitenzahl208

Merkmale

1 Bewertungen

SchnellEinfachWitzigInformativNachdenklichVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

108 Bewertungen

19 Rezensionen

3,9

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  • clara_2705
    clara_2705

    142 Follower

    4,0

    Erfrischend andere Perspektive

    Das Buch wird raffiniert unterteilt in die zwei Abschnitte "Das Negative am Positiven" und "Das Positive am Negativen". Die einzelnen Kapitel der beiden großen Abschnitte können meines Erachtens auch als voneinander unabhängige Essays gelesen werden, da sie nicht immer zwangsläufig aufeinander aufbauen bzw. - für mein Empfinden - nicht immer einem klar erkennbaren roten Faden folgen. Der erste Teil war mir zuweilen etwas zu überspitzt, wenngleich ich bei vielen Themen/Ansichten definitiv zustimme (bspw. der Kritik an mittlerweile inflationären Coaching-Angeboten und, dass doch alles "nur mit dem richtigen Mindset möglich sei"). Der zweite Teil hat mir etwas besser gefallen und war argumentativ auch überzeugender für mich. Der Schreibstil ist einerseits eher zynisch/humorvoll, andererseits aber auch anspruchsvoll und bringt verschiedene Anekdoten und Paradigmen aus Wirtschaft, Politik und Geschichte ein. Ich musste mich manchmal sehr konzentrieren, um wirklich zu verstehen, worauf die Autorin hinauswollte. Bei diesem Buch lohnt sich ein Re-Read eines Tages sicherlich sehr. Insgesamt ist das Buch durchaus empfehlenswert, um eine ganz neue Perspektive zu gewinnen, vor allem wenn man die Intention hinter Sprüchen wie "good vibes only" kritisch hinterfragen möchte. Das Buch behandelt das Thema jedoch eher auf abstrakte, philosophische Weise ohne konkrete Handlungsempfehlungen. Man muss es nach der Lektüre erstmal etwas "sacken lassen" und selbst reflektieren, was man für sich daraus mitnehmen möchte. 4/5 ⭐️

    8. Juni 2026

  • ellen.genten
    ellen.genten

    21 Follower

    Yaaaas

    Ich habe dieses Buch geliebt. Ehrlich, manchmal zynisch aber nie überspitzt. Manchmal darf auch alles scheiße sein und manchmal darf man auch mal fluchen, ohne alles als ein „Denk doch mal positiv“ abzutun. Ich bin ein großer Fan dieser Frau und ich würde dieses Buch wieder und wieder lesen. 10/10.

    25. März 2026

  • ya_na
    ya_na

    5 Follower

    5,0

    Schon lange vor meiner Lektüre dieses Buches habe ich festgestellt, dass ich mich nicht gerne mit Leuten umgebe, die eine "good vibes only"-Mentalität haben und gefühlt immer alles schönreden wollen. 'Okay, heißt das, ich darf dir nicht von meinen Problemen erzählen, obwohl wir befreundet sind? Validierst du, oder schmetterst du eher meine Sorgen ab, wenn ich dir davon erzähle, welche Dinge mich in der Gesellschaft und der Welt belasten? Wärst du für mich da in den Momenten, in denen ich Unterstützung brauche oder bin ich dir zu negativ?' "Ich möchte lieber nicht" war für mich von Anfang an eine Wohltat zu lesen. Es ist informativ, validierend und witzig dazu. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt: der erste Teil dreht sich "um das Negative am Positiven", in dem die Autorin beispielsweise darlegt, dass der Fokus auf ein bestimmtes "Mindset" oder "Eigenverantwortung" - z.B. im Sinne von "Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst" - soziale Ungleichheiten ignoriert und Probleme individualisiert, die eigentlich systemisch sind. Im zweiten Teil befasst sie sich mit dem "Positive[n] am Negativen" - z.B. damit, dass kritisches Denken und Unzufriedenheit letztendlich entscheidend dazu beitragen, dass nicht alles beim Status quo bleibt, sondern sich Dinge auch (zum Besseren) ändern können. "Es ist eben nicht alles nur eine Frage der Perspektive! Einige Dinge sind einfach schlecht, egal, wie man sie dreht und wendet. Die Positive Psychologie sagt: Wenn es dir schlecht geht, ändere deine Betrachtungsweise. Die Philosophie des Nein hingegen sagt: Ändere nicht andauernd dich, sondern lieber deine nervige Umwelt. Ihr Job ist blöd? Sie brauchen keine 'neue Perspektive' auf Ihre Ausbeutung und schon gar nicht mehr Yoga. Statt sich das die ganze Zeit einzureden, kann man auch einen anderen Weg einschlagen: kündigen."

    14. März 2026

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Juliane Marie Schreiber

Juliane Marie Schreiber, geboren 1990 in Berlin, ist Politologin und Publizistin. Ihr gesellschaftskritisches Sachbuch »Ich möchte lieber nicht« stand drei Monate in Folge auf der Sachbuchbestenliste (ZDF, Deutschlandfunk Kultur, Die Zeit) und wurde ein Bestseller. Schreiber arbeitete als Redenschreiberin und Beraterin für Stiftungen und Menschenrechtsorganisationen. Sie studierte Politikwissenschaft und Soziologie in Berlin (Humboldt Universität) und Paris (Sciences Po). Ihr Buch »Bilder als Waffen« erhielt den Aquila-Ascendens-Nachwuchspreis für Sicherheitspolitik.

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