
542 Follower
Nachzeitig werde ich schauen, aus der Perspektive dessen, der sich seiner Zukunft berauben will, weil sie ihn schauert, im Vorauslaufen zurückblickend, um sich so besser erkennen zu können, und zwar in den Blicken derer, die man enttäuscht haben wird. Geradezu grenzenlos haben wir ja in allen Medien der historischen Rekonstruktion durch die Augen jener blicken gelernt, die waren und gingen. Vergleichsweise selten aber versuchen wir, uns im Blick jener zu identifizieren, die kommen und an uns verzweifeln werden. - Zitat, Seiten 24,25 Eine editorische Notiz hat die literarische Nachlassverwalterin von Roger Willemsen (1955 - 2016), Insa Wilke, dem kurzen Text des Buches beigefügt. Darin bezeichnet sie die in diesem Buch abgedruckte "Zukunftsrede" als Vermächtnis des Autoren. "Wer wir waren" sollte ein komplexes Werk werden, in welchem der Autor unsere Gegenwart aus der Perspektive der noch ungesehenen Zukunft betrachten wollte. Als er jedoch von seiner Krebserkrankung erfuhr, legte er seine schriftstellerische Arbeit nieder und schlich sich aus dem öffentlichen Leben davon. Geblieben ist die hier abgedruckte Rede von Roger Willemsen, die er am 24. Juli 2015 gehalten hat. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt. Dieser nachdenklich stimmende Text ist die ideale Lektüre für das ausgehende Jahr. FAZIT Dies war mein persönlich erster Kontakt mit dem Werk von Roger Willemsen - und mir war bei der Wahl der Lektüre nicht klar, dass es sich um "das (literarische) Vermächtnis" desselben handelt. Aber dieser gedankenschwere, aber doch leichtfüßig geschriebene Text macht mir Lust auf mehr und so liegt schon ein weiteres Buch des Autoren zur Lektüre bereit! Eine unbedingte Leseempfehlung.
13. Dez. 2025
Nachzeitig werde ich schauen, aus der Perspektive dessen, der sich seiner Zukunft berauben will, weil sie ihn schauert, im Vorauslaufen zurückblickend, um sich so besser erkennen zu können, und zwar in den Blicken derer, die man enttäuscht haben wird. Geradezu grenzenlos haben wir ja in allen Medien der historischen Rekonstruktion durch die Augen jener blicken gelernt, die waren und gingen. Vergleichsweise selten aber versuchen wir, uns im Blick jener zu identifizieren, die kommen und an uns verzweifeln werden. - Zitat, Seiten 24,25 Eine editorische Notiz hat die literarische Nachlassverwalterin von Roger Willemsen (1955 - 2016), Insa Wilke, dem kurzen Text des Buches beigefügt. Darin bezeichnet sie die in diesem Buch abgedruckte "Zukunftsrede" als Vermächtnis des Autoren. "Wer wir waren" sollte ein komplexes Werk werden, in welchem der Autor unsere Gegenwart aus der Perspektive der noch ungesehenen Zukunft betrachten wollte. Als er jedoch von seiner Krebserkrankung erfuhr, legte er seine schriftstellerische Arbeit nieder und schlich sich aus dem öffentlichen Leben davon. Geblieben ist die hier abgedruckte Rede von Roger Willemsen, die er am 24. Juli 2015 gehalten hat. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt. Dieser nachdenklich stimmende Text ist die ideale Lektüre für das ausgehende Jahr. FAZIT Dies war mein persönlich erster Kontakt mit dem Werk von Roger Willemsen - und mir war bei der Wahl der Lektüre nicht klar, dass es sich um "das (literarische) Vermächtnis" desselben handelt. Aber dieser gedankenschwere, aber doch leichtfüßig geschriebene Text macht mir Lust auf mehr und so liegt schon ein weiteres Buch des Autoren zur Lektüre bereit! Eine unbedingte Leseempfehlung.
13. Dez. 2025







