Blick ins Buch

Romane

Menschen im Hotel

3,7(108)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Vicki Baum wiederentdecken – mit ihren besten Romanen!

Vicki Baum schrieb von den 20ern bis in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts zahllose Bestseller und führte das Leben eines Weltstars. Ihr Verlag würdigt sie nun mit einer wegweisenden Biographie und der Neuausgabe ihrer bekanntesten Romane.

Menschen im Hotel, erschienen im Jahr 1929, machte Vicki Baum weltberühmt. Der mit leichter Hand, Poesie und subtilem Witz erzählte Roman führt eine Handvoll Menschen im Grand Hotel zusammen, zeigt sie in ihren Krisen, Träumen und Enttäuschungen und liefert ein atmosphärisch dichtes Bild vom Berlin der 20er-Jahre.

Am Broadway dramatisiert, in Hollywood mit Greta Garbo, später noch einmal mit Heinz Rühmann verfilmt, begründete der Roman Vicki Baums Weltruf und ebnete ihr den Weg in die USA.

Editionen (8)

ISBN9783462037982
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum15.02.07
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

108 Bewertungen

25 Rezensionen

3,7

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  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    5,0

    Dieses Buch stand in gefühlt allen Bücherregalen meiner älteren Verwandten, vermutlich einige davon auch ungelesen. Was allerdings sehr schade ist, denn dieses Buch ist absolut lesenswert. Vicki Baum beschreibt einige Tage in einem Grandhotel. Die Leser*innen lernen die unterschiedlichen Charaktere kennen, zunächst jede und jeden für sich, im Laufe der Geschichten jedoch kreuzen sich die Schicksale. Vicki Baum zeichnet in diesem Episodenroman ein interessantes Gesellschaftsbild der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Gesellschaftskritisch, spannend und originell. Es lohnt sich auch heute noch dieses Buch zu lesen!

    6 Tage vor

  • floetenfisch
    floetenfisch

    75 Follower

    3,0

    Vicki Baums Roman "Menschen im Hotel" (1929) ist ein vielstimmiges Porträt der Weimarer Gesellschaft, das bis heute durch seine psychologische Tiefe und dramaturgische Raffinesse beeindruckt. Der Roman spielt in einem Berliner Luxushotel und verwebt die Geschichten unterschiedlichster Figuren zu einem dichten sozialen Panorama. Vicki Baum gelingt es meisterhaft, ihre Figuren mit Leben zu füllen: Ob der alternde Baron Gaigern, die tragische Tänzerin Grusinskaja oder der ehrgeizige Kriegsversehrte Kriegs – jeder Charakter trägt seine eigene Geschichte, seine Sehnsüchte und Abgründe bei. Die Figuren sind keine bloßen Typen, sondern psychologisch fein gezeichnet. Der Roman reflektiert die sozialen Spannungen der späten 1920er Jahre: Klassenunterschiede, wirtschaftliche Unsicherheit und die Suche nach Sinn in einer zunehmend anonymisierten Welt. Baum zeigt, wie das Hotel als Mikrokosmos funktioniert – ein Ort, an dem sich Reichtum und Elend, Glamour und Verzweiflung begegnen. Einige Passagen wirken aus heutiger Sicht antiquiert, insbesondere in Bezug auf Geschlechterrollen und soziale Normen. Dennoch bietet gerade das einen spannenden Einblick in die Denkweise der damaligen Zeit. "Menschen im Hotel" ist ein Klassiker der Unterhaltungsliteratur, der weit über bloße Unterhaltung hinausgeht. Vicki Baum verbindet psychologische Tiefe mit gesellschaftlicher Analyse und einem Hauch von Glamour. Der Roman ist ein Spiegel seiner Zeit – und zugleich ein Werk, das universelle Themen wie Einsamkeit, Sehnsucht und die Suche nach Bedeutung behandelt.

    27. Sept. 2025

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    4,0

    „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum erzählt die bewegenden Geschichten verschiedener Gäste im Berliner Grand Hotel der 1920er Jahre. Mit subtiler Poesie und feinem Witz zeichnet sie ein atmosphärisch dichtes Bild der damaligen Gesellschaft und ihrer Krisen. Der Roman ist ein zeitloses Buch, das menschliche Schicksale und Begegnungen auf eindrucksvolle Weise miteinander verknüpft.

    „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum ist ein faszinierender Roman, der die Leser in das glamouröse, aber auch widersprüchliche Berlin der 1920er Jahre entführt. Das Buch erzählt die Geschichten verschiedener Menschen, die sich im Grand Hotel begegnen und deren Leben sich durch diese zufälligen Begegnungen für immer verändern. Baum beschreibt das Hotel als einen Mikrokosmos der Gesellschaft: „Immer ist was los. Einer wird verhaftet, einer geht tot, einer reist ab, einer kommt. Den einen tragen sie per Bahre über die Hintertreppe davon, und zugleich wird dem anderen ein Kind geboren. Hochinteressant eigentlich. Aber so ist das Leben“. Diese Dynamik und die Vielfalt der Charaktere machen das Buch lesenswert. Der Roman zeigt, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit verschiedenen Lebensgeschichten aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen. „Was im großen Hotel erlebt wird, das sind keine runden, vollen, abgeschlossenen Schicksale. Es sind nur Bruchstücke, Fetzen, Teile; hinter den Türen wohnen Menschen. gleichgültige oder merkwürdige, Menschen im Aufstieg, Menschen im Niedergang; Glückseligkeiten und Katastrophen wohnen Wand an Wand“. Vicki Baum gelingt es, mit leichter Hand und subtilem Witz ein atmosphärisch dichtes Bild vom Berlin der 20er Jahre zu zeichnen. Ihr klarer Blick auf die Figuren und die präzise Sprache machen das Buch für mich zu einem echten Lesevergnügen. „Menschen im Hotel“ ist nicht nur ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft, sondern auch eine zeitlose Erzählung über menschliche Schicksale und Begegnungen. Wer sich für die goldenen Zwanziger Jahre und spannende Charakterstudien interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Es bietet nicht nur Unterhaltung, sondern auch tiefere Einblicke in die menschliche Natur und die gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit.

    24. Juli 2024

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Vicki Baum

Vicki Baum, geboren 1888 als Tochter einer jüdisch-bürgerlichen Familie in Wien, gestorben 1960 in Hollywood. Sie war ausgebildete Musikerin und arbeitete ab 1926 als Redakteurin in Berlin. 1932 wanderte sie nach Hollywood aus, wo ihr Roman »Menschen im Hotel« verfilmt wurde. In Deutschland wurden ihre Bücher von den Nazis als »Asphaltliteratur« verfemt und verbrannt. Ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und teilweise dramatisiert und verfilmt worden.

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