Blick ins Buch

Romane

Vielleicht können wir glücklich sein

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Über das Buch

Kann es Hoffnung geben, wenn die Welt in Trümmern liegt? Mitte der Vierzigerjahre rückt die Front immer näher an Deutschland heran. Während ihr Mann in Schlesien ums Überleben kämpft, versucht Klara zwischen Bombennächten, Hunger und Angst ihren vier Kindern eine schöne Kindheit zu bereiten – doch die Schuldgefühle, das jüdische Mädchen Tolla weggegeben zu haben, wüten in ihr. Als der Krieg vorbei ist und Europa in Trümmern liegt, muss Klara sich fragen, was sie retten konnte von ihren Träumen und Hoffnungen. Über fünfzig Jahre später: Nach dem Tod ihrer Großmutter entdeckt Isabell einen Karton mit Tonbändern, auf die Klara ihre Lebenserinnerungen gesprochen hat. Mit ihrer Tochter auf dem Schoß lauscht Isabell der vertrauten Stimme und begibt sich auf eine emotionale Zeitreise. Zu spät erkennt sie, wer ihre oft unnahbar wirkende Großmutter wirklich war – und fragt sich: Was hätte ich getan, um die zu schützen, die ich liebe? Inspiriert durch ihre eigene Familiengeschichte, erzählt Alexa Hennig von Lange mitreißend, klug und empathisch von dem Versuch, menschlich zu bleiben – auch in dunkelsten Zeiten –, und davon, wie die Vergangenheit uns prägt.

Editionen (3)

ISBN9783832168063
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum13.08.24
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

144 Bewertungen

32 Rezensionen

4,3

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  • stefanieleipzig
    stefanieleipzig

    119 Follower

    4,0

    Guter letzter Teil der Reihe.

    16. März 2026

  • immehns
    immehns

    70 Follower

    4,5

    5. März 2026

  • pkn
    pkn

    40 Follower

    4,0

    Das war also der letzte Teil dieser Trilogie, schade, ich würde gerne noch mehr erfahren. Man bekommt einen sehr guten Eindruck davon, was Klara so distanziert und streng hat werden lassen, eine Großmutter, mit der man nicht kuschelt, sondern die man immer ein wenig fürchtet. Die Kassetten mit den Erinnerungen ihrer Großmutter ermöglichen Isabel einen Blick auf die Klara, die kurz vor ihrem Tod ganz zaghaft wieder zum Vorschein kam und es macht sie verständlicherweise traurig, nicht mehr Zeit mit dieser Klara gehabt zu haben. Auch der Titel „Vielleicht können wir glücklich sein“ ist passend, zumeist zweifelt Klara daran, ein Recht darauf zu haben, glücklich zu sein, weil sie Tolla nicht retten konnte, sie fragt sich, ob sie mutiger hätte sein sollen/müssen. Doch welche Gefahr hätte das für den Rest ihrer Familie bedeutet? Man erkennt immer wieder, dass es bei der Schuldfrage nicht nur Schwarz und Weiß gibt und man muss sich immer wieder fragen, wie man selbst gehandelt hätte. Mit äußerster Disziplin, Willenskraft und Ignorieren der eigenen Bedürfnisse gelingt es Klara, ihre Kinder weitestgehend unbeschadet durch die Kriegsjahre zu bringen, sie sehnt sich danach, Gustav wieder bei sich zu haben, um die Last nicht mehr allein tragen zu müssen und um vielleicht sogar wieder etwas Glück zu finden. Leider endet der Band viel zu früh und abrupt, ich hätte gerne mehr erfahren: Was ist mit Georg-Friedrich passiert? Wie übersteht Gustav die Jahre der Gefangenschaft? Wie gestaltet sich das Familienleben nach seiner Rückkehr? Dass er bereits vor Kriegsende eine PTBS entwickelt hat, war zu erahnen und dass diese Jahre nicht unbeschadet an Klara vorüber gegangen sind, ist auch mehr als deutlich. Wie schafft man es da, als Familie nicht auseinander zu brechen? Oder gelingt das etwa gar nicht und man macht sich etwas vor? Ein vierter Band, vielleicht auf Grundlage von Gustavs Tagebüchern, würde mir gefallen.

    6. Juli 2025

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alexa Hennig von Lange

ALEXA HENNIG VON LANGE, geboren 1973, wurde mit ihrem Debütroman ›Relax‹ (1997) zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Seitdem hat sie mehr als 25 Romane veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Bei DuMont erschienen zuletzt die ›Heimkehr‹-Trilogie: ›Die karierten Mädchen‹ (2022), ›Zwischen den Sommern‹ (2023) und ›Vielleicht können wir glücklich sein‹ (2024). Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern in Berlin. www.alexahennigvonlange.de

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