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Toxische Weiblichkeit

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Über das Buch

„Dauernd nehme ich Ambivalenzen wahr zwischen dem, was ich will, und dem, was ich tue.“ Sophia Fritz analysiert Weiblichkeit in all ihren Facetten und eröffnet uns dadurch „einen Diskursraum, der spannende Impulse zur feministischen Zukunft liefert.“ Der Spiegel Etwas fühlt sich falsch an: Wenn wir lächeln, obwohl wir eigentlich streiten möchten. Wenn wir unsere Freundinnen ghosten, weil wir Konfrontation fürchten und Konflikte vermeiden wollen. Wenn wir uns für Feminismus einsetzen, aber anderen Frauen* nicht vertrauen und instinktiv nach ihren Fehlern und Schwächen suchen. Was lauert da in uns weiblich sozialisierten Menschen, dass wir uns immer wieder gegen uns selbst und andere richten? In mutiger Selbstbefragung führt uns Sophia Fritz dorthin, wo es weh tut, und zeigt uns ein Phänomen, von dem wir gerade erst begreifen, wie sehr es unsere Lebenswelt bestimmt: Toxische Weiblichkeit. Der Essay der Stunde für alle, die sich nach einem neuen feministischen Miteinander sehnen, von einer der kreativsten und klarsten Denkerinnen der neuen Generation.

Editionen (3)

ISBN9783446280380
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum18.03.24
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

664 Bewertungen

103 Rezensionen

4,2

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  • babe.tt
    babe.tt

    249 Follower

    5,0

    Ein must-read für Frauen wie Männer, vor allem für jene, die die nächste Generation erziehen. Hätte es solche Bücher für meine Generation gegeben, wäre Frauen so einiges erspart geblieben. Ich freue mich, dass sich die Welt diesbezüglich im guten Wandel befindet.

    "Toxische Weiblichkeit" beschreibt ein selbst- und fremdschädigendes Verhalten von Frauen, das durch die Erfüllung männlicher Erwartungen entsteht. Es ist ein relativ neuer Begriff, der kontrovers diskutiert wird und sich mit internalisierter Misogynie auseinandersetzt. Erläuterung: Der Begriff "toxische Weiblichkeit" ist ein Gegenstück zu "toxischer Männlichkeit" und bezieht sich auf Verhaltensweisen, die Frauen selbst oder anderen Frauen gegenüber schädlich sein können. Diese Verhaltensweisen sind oft internalisierte Muster, die Frauen im Laufe ihrer Sozialisation erlernen und die von der Gesellschaft als typisch weiblich angesehen werden, aber negative Auswirkungen haben können. Aspekte von toxischer Weiblichkeit können sein: "Girl Hate": Neid und Missgunst unter Frauen, Konkurrenzdenken und das Gefühl, dass nur eine "coole" oder "kluge" Frau in einem sozialen Kreis Platz hat. Internalisierte Misogynie: Frauen, die andere Frauen aufgrund von Stereotypen oder Erwartungen kritisieren oder abwerten. Manipulation und Machtspiele: Frauen, die versuchen, durch indirekte Methoden Kontrolle und Macht zu erlangen, z.B. durch das Vermeiden von Konflikten oder das Ausnutzen von Stereotypen. Selbstaufopferung: Frauen, die sich übermäßig für andere aufopfern und dabei ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen. Opferrolle: Frauen, die sich selbst als hilflos und unterdrückt darstellen, oft in Beziehung zu Männern. Ziele der Auseinandersetzung mit "toxischer Weiblichkeit": Bewusstmachung: Erkennen und hinterfragen von schädlichen Verhaltensmustern, die Frauen internalisiert haben. Stärkung positiver Ressourcen: Entdecken und fördern von positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Frauen von ihren Sozialisations-toxischen Verhaltensweisen befreien können. Gestaltung eines neuen Wertesystems: Gemeinsames Schaffen einer Gesellschaft, die die Prinzipien von Belohnung und Bestrafung überwindet und ein neues Miteinander von Frauen und Männern ermöglicht. Wirklich sehr gut

    Ein must-read für Frauen wie Männer, vor allem für jene, die die nächste Generation erziehen. Hätte es solche Bücher für meine Generation gegeben, wäre Frauen so einiges erspart geblieben. Ich freue mich, dass sich die Welt diesbezüglich im guten Wandel befindet.

    13. Aug. 2025

  • bea777
    bea777

    497 Follower

    4,0

    Wir können nicht warten, bis die Männer sich verändern.

    Zitat: Zurzeit fordern wir Gleichberechtigung, indem wir Männer auf ihr egozentrisches, möglicherweise destruktives Verhalten hinweisen. Doch durch diese Herangehensweise bleiben Frauen und nonbinäre Menschen zwangsläufig in der sozial unterlegenen Rolle, weil wir den Männern die Macht für Veränderung zuschreiben. Sophia Fritz legt mit diesem Buch den Finger in die Wunde und hat mir ein ums andere Mal den Spiegel vorgehalten. Viele von ihr beschriebene Verhaltensmuster, v.a. die des guten Mädchens habe ich wieder entdeckt. Die Scheu vor Konflikten und offenen Worten, das Weglächeln von Beschämungen. Auch der folgende Passus hat mich berührt: Zitat S. 109: Während ich das schreibe, bemerke ich einmal mehr meine eigene misogyne Prägung: ich kritisiere Frauen und Mütter für ihre Fehler, bin dabei beinahe erbarmungslos, während ich den Vätern augenzwinkernd verzeihe und sie aus der Verantwortung entlasse. Das Buch tut weh, aber es lohnt sich!!!

    30. März 2025

  • lese_locke
    lese_locke

    91 Follower

    5,0

    Ein Plädoyer für Solidarität unter Frauen Sophia Fritz nähert sich in ihrem Essay dem Begriff „toxische Weiblichkeit“ aus verschiedenen Perspektiven. So werden folgende fünf (frauenfeindliche) Stereotypen beschrieben: „Das gute Mädchen“ „die Powerfrau“ „die Mutti“ „das Opfer“ und „die Bitch“ Zur Definition vom Begriff „toxische Weiblichkeit sagt Fritz: „Es geht darum, eine Form von Macht, Sicherheit oder Anerkennung zu generieren.“ Folgende Überlegungen können dazu angestellt werden: Wo bin ich nicht in Kontakt mit mir oder anderen Menschen gegenüber? Wo stecke ich in erwartungstypischen Rollen? Wo bin ich nicht authentisch? Die Autorin wird als „kreative und klare Denkerin der neuen Generation“ bezeichnet, ringt aber teilweise mit denselben Fragen wie ich. Sind einige der Verhaltensweisen, die beschrieben werden, wirklich erwartungstypisch weiblich oder handelt es sich dabei einfach um hinderliche Charaktereigenschaften? Das habe ich mich während dem Lesen öfters gefragt. Gut gefallen mir die Impulse, welche zum Nachdenken einladen: - Hast du toxisch weiblichen Anteile? - Wann fühlst du dich besonders weiblich? - Wer kennt dich wirklich? - Wenn du in den letzten Wochen drei Nein-Karten hättest spielen können, wann hättest du sie gezogen? - Was ist dein harschestes Urteil gegenüber anderen Frauen? Und letztlich geht es doch um Menschlichkeit, wie Fritz im Fazit beschreibt: „Erst wenn wir lernen, auf unser inneres Unbehagen zu hören und frei und unerschrocken miteinander sprechen, werden wir stabile Beziehungen zueinander aufbauen können. Wir werden authentischer und integrer mit unseren Eltern, Freund:innen und Kindern umgehen und uns miteinander sicher fühlen.“ Ein Buch, das auf jeden Fall zu Diskussionen anregt!

    16. Feb. 2026

3 von 103 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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schwoinki
schwoinki28. Nov. 2025

Das Wheel of Consent kannte ich noch gar nicht. Ich find Sophia Fritz' Analyse dazu gerade super erleuchtend! Dieses Verhalten kenne ich von einigen weiblichen Familienmitgliedern und auch von mir selbst. Es tut iwie weh das auf diesen Seiten so deutlich zu lesen und gleichzeitig ist es auch gut, um sich auf den Weg der Veränderung zu machen!

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Autorin / Autor

Über Sophia Fritz

Sophia Fritz, geboren 1997, hat Drehbuch an der Filmhochschule in München studiert. 2021 erschien ihr Debütroman "Steine schmeißen", 2022 folgte "Kork", 2023 die Erzählung ‚Frankfurter Kranz‛ in der Anthologie Glückwunsch. 15 Erzählungen über Abtreibung. Sie schreibt für ZEIT ONLINE und hat eine Ausbildung als Jugendguide für Gedenkstätten, als Sterbebegleiterin im Hospiz und als Tantramasseurin. Toxische Weiblichkeit ist ihr erstes Buch bei Hanser Berlin. Unter ehrlichleben.de bietet sie ein Kursprogramm an.

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